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Periodical volume Nr. 269, 15.11.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Verteilung an hiesige würdige Arme bestimmt war, be- 
oiirftc, rote der Oberpräsident dem Magistrat mitgeteilt 
* r landesherrlichen Genehmigung nicht, da 
Schenkungen an juristische Personen davon ausgenommen 
sind, sofern sie zur Berteilung an einzelne physische Per 
sonen bestimmt sind. Endlich ist auch die Dr. Felix 
Liebermann-Stiftung im Betrags von 100 000 M. vom 
Kaiser genehmigt worden Aus derselben sollen hilfs 
bedürftigen und begabten Personen im Alter von 16 bis 
30 Jahren bei der Begründung wirtschaftlicher Selbst 
ständigkeit Beihilfen schenkungsweise überwiesen werden. 
8 Gustav-Adolf-Festspiel 1905. Gestern Abend 
besuchten die Prinzessin Leopold/ Prinzeß Margarete und 
Prinz Friedrich Heinrich von Preußen mit Gefolge das 
Gustav-Adolf-Fcstspiel. Die Kaiserin war durch Erkältung 
am Erscheinen verhindert. Neben vielen hervorragenden 
Persönlichkeiten war auch Kultusminister Dr. Studl an 
wesend, der der Bolksschauspielbewegung ein lebhaftes 
Interesse entgegenbringt. Es finden nur noch folgende 
Vorstellungen statt: Dienstag, den 21., 23., 25. und 27. 
November Abens 7 J / 2 Uhr,^3. und 10. Dezember nachm. 
2 Uhr. Der Billctooroerkauf findet bereits für alle Vor 
stellungen bei Wertheim, Jnvalidendank und Geschäftsstelle 
des Vereins, Lindenstr. 89 statt. 
§ Die erste künstliche Eisbahn von Groß-Berlin 
gab es in diesem Winter am gestrigen Sonntag auf dem 
eisenbahnfiskalischen Grundstück Hauptstraße 66, wo sich 
ein Sportplatz befindet. Der Pächter hatte sich die Kälte, 
die am Sonnabend eintrat, zu Nutze gemacht und schleunigst 
gegossen. Es halte sich denn auch eine zwar nur dünne, 
aber für das Schlitttchuhlaufen vollkommen ausreichende 
Eisdecke gebildet. Die Bahn war den ganzen Tag über 
und Abends bei elektrischer Beleuchtung namentlich von 
der Jugend beiderlei Geschlechts stark belebt, bis der gegen 
7 Uhr eintretende Regen der Herrlichkeit ein Ende machte. 
§ Ostpreußen-Klub, Berlin. Abends 9 Uhr im 
Restaurant Foerste, Motzstraße 8 I, Aufnahme neuer Mit 
glieder. Landsleute gebildeten Standes willkommen. 
Steglitz. Eine Ausstellung von Schülerarbeiten hatte 
gestern der Bund für Jugendwanderungen „Alt-Wander 
vogel" im großen Saale der neuen Oberrealschule veran 
staltet. Es waren Federzeichnungen, Aquarelle, Pastelle 
und Photographien ausgestellt worden, welche die jungen 
Leute nach den auf ihren Wanderfahrten erhaltenen Ein 
drücke angefertigt haben. Den ersten Preis in Feder 
zeichnungen errang ein 12jähriger Mittelschüler aus Halle 
für eine Skizze „Giebichenstein", den zweiten ein 17- 
jähriger Berliner für eine Skizze „Jagdschloß Grunewald". 
Den ersten Preis für Photographien erhielt ein 17jähriger, 
den zweiten ein 18jähriger junger Mann. 
Lichterfelde. Eine Denkschrift zur Änderung der 
Bauordnung haben die Gemeindevereine auszuarbeiten 
beschlossen. Unterstaatssekcetär Fritsch soll seine Mit 
wirkung bei der Ausarbeitung der Denkschrift ausgesprochen, 
Ministerialdirektor Hinkeldeyn eine Berücksichtigung der 
Wünsche des Ortes, die auf dessen Erhaltung als Villen 
kolonie abzielen, zugesagt haben. Das Ministerium be 
absichtigt noch Sachverständige und Vertreter der beteiligten 
Kreise zu vernehmen, ehe es seine Entscheidung trifft. 
Charlottenburg. Das alte Charlottenburger Waisen 
haus „Luisen-Andenken" in der Scharrenstraße am Wilhelms 
platz wird jetzt abgerissen, um einer Reihe moderner 
Wohnhäuser Platz zu machen. Als im Jahre 1831 die 
asiatische Cholera Deutschland verheerend durchzog, wurde 
auf Veranlassung eines Aufrufes Friedrich Wilhelms III. 
durch freiwillige Beiträge in Charlottenburg ein Waisen 
haus gegründet, dem 1834 die Rechte einer juristischen 
Person verliehen wurden. Im Jahre 1840 schenkte die 
Kaiserin Alexandra von Rußland, Gemahlin Nikolaus I. 
und Tochter Friedrich Wilhelms Hl., der Stadt Char 
lottenburg 20 000 Taler mit der Bestimmung, diese 
Summe zu einem Waisenhaus zu verwenden, welches dem 
Andenken ihrer Mutter, der Königin Luise, gewidmet sein 
sollte. Infolgedessen wurde das alte Waisenhaus mit 
dieser Stiftung unter dem Namen „Luisen-Andenken" ver 
schmolzen. Die Stiftung trat mit dem 19. Juli 1841, 
dem 31. Sterbetage der Königin Luise, ins Leben. Das 
Waisenhaus „Luisen-Andenken" hat in Westend nahe dem 
Grunewald ein schönes neues Heim gefunden, das im 
vorigen Monat bezogen worden ist. 
Gerichtliches. 
P. Einen kleinen Krieg in der Baibi rftube fochten miteinander 
die beiden Barbiergehilfen Johannes Sukowski und Schulz aus Die 
Folge war eine vor dem Schöffengericht verhandelte Anklage wegen 
Körperverletzung und Beleidigung. Schulz und der Angeklagte Su> 
kowsti waren bei dem Batbierherrn Naumann als Gehilfen gemein- 
sam beschäftigt, standen jedoch auf feindlichem Fuße. Schulz ließ sich 
von dem Barbiergehilfen Kühn den Bart verschneiden und bei dieser 
Arbeit fand die Geschwätzigkeit reichlich Stoff zur Unterhaltung an der 
sich auch Eukowski beteiligen wollte. Das aber wollte Schulz nicht 
leiden oder umgekehrt Sukowski wollte nicht leiden, daß Schul; immer 
dazwischen sprach. Sukowski verbat sich daS und erhielt darauf von 
Schulz die Antwort: .Heute gehe ich aus, heute können Sie zwei 
Glas Bier mehr trinken!" Sukowski cntgegn-te: .Sie elender 
Schneidergeselle!' Schul; verlangte, Sukowski soll- das Wort zurück- 
nehmen, erhielt aber ganz genau dasselbe zur Antwort. Darauf ging 
Schulz zu einem tätlichen Angriff gegen Sukowski vor. Dieser nahm 
einen schweren Streichholzständer und warf ihn dem Schul, in's Ge> 
ficht, sodaß er eine blut.nbe Verletzung erlitt. — Vor dem Schöffen- 
gericht wurde die zur Anklage stehende Körperverletzung nicht geahndet, 
weil erwiesen war, daß Schulz aus den Sukowski eindrang als dieser 
seinerseits dem Angriff zuvorkam und ihn abwehrte. Das Gericht er- 
achtete einen typischen Fall der Notwehr für vorliegend und erkannte 
insoweit auf Freisprechung. Dagegen wurde der Ausdruck „Elender 
Schneidergeselle!" als Beleidigung erachtet. Das Urteil dieserhalb 
lautete auf 3 Mark Geldstrafe ev. I Tag Gefängnis. 
(:) Auf daS Treiben de» Wahrsagerinnen, die besonders 
bei den Dienstmädchen, den Arbeiter- und Handwerkerfrauen in großem 
Ansehen stehen, wirft ein Vorgang, der ein Nachspiel jetzt vor dem 
Rixdorfer Schöffengericht erlebte, ein bezeichnendes Licht. Als der 
Arbeiterfrau Schultze ein Portemonnaie mit 21 Mark abhanden 
gekommen war, lief sie spornstreichs zu der „Wahrsagerin" Frau 
Kempf, die ihr von einer Nachbarin bestens empfohlen war. Mit 
geheimnisvoller Miene holte die weise Frau ihre Requisiten hervor; 
darunter in erster Linie das sogen. „Erb-Buch", an dem sich ein 
Schlüssel an einem Strick befindet. Nachdem die Namen der etwa 
bei dem Diebstahl in Betracht kommenden Personen notiert waren, 
faßte jede der Frauen ein Ende des Stricks an und dann ging der 
Zauber los. Bei dem Namen eines Schlafburschen der Frau Schultze 
bewegte sich der Sirick, also dieser Schlafbursche war der Täter! Mit 
zornfiammender Miene wollte die Bestohlene sogleich Anzeige machen; 
davon riet ihr aber die weise Frau ab, wahrscheinlich weil sie ahnte, 
daß sie dadurch in die Klemme kommen /önnte. Die Frau Schultze 
ließ sich aber trotzdem nicht abhalten und erstattete Anzeige. DaS 
Ergebnis war der Nachweis der vollkommenen Unschuld deS Schlaf 
burschen und eine Anklage gegen die weise Frau. Die Besitzerin deS 
„Erb-BucheS" wurde trotz ihrer lebhaften Deklamationen von der 
geheimnisvollen Macht, die sie besitze, mit einem Monat Gefängnis 
bestraft. 
Am 17. November, Abends 6 1 / 2 Uhr verstarb unsere herzensgute 
Mutter, Schwieger- und Grossmntter 
Ww. Anna Jordan geb. Brack 
im vollendeten 72. Lebensjahre. Dies zeigt tiefbetrübt an 
Familie Benno Biedermann. 
Margarete Wache. 
Die Beerdigung findet am Dienstag, den 21. d. Mts., Nachmittags 
3 Uhr von der Leichenhalle des Friedenauer Kirchhofes aus statt. 
Auszug 
nus dem Protolollbuche der 
Gemeindevertretung. 
Verhandelt 
Friedenau, den 16. November 1905. 
Zur Beschlußfassung über die auf der 
nachstehenden Tagesordnung bezeichneten 
Gegenstände war auf heute eine Sitzung 
anberaumt, zu welcher die Mitglieder 
der Gemeinde-Vertretung, unter Angabe 
bet/ zur Beratung kommenden Gegenstände, 
sowie mit dem Hinweise darauf, daß die 
Nichtanwesenden sich den gefaßten Be- 
schlüffen zu unterwerfen haben, eingeladen 
worden find. 
Eingesunden hatten sich die nachstehend 
genannten Personen: 
Gemeinde - Vorsteher Bürgermeister 
Schnackenburg, Schöffe Bache, Draeger, 
Lichtheim, Sadee, Wossidlo, Gemeinde- 
Verordneter Bierhan, Berger. Fechner, 
Frö ich, Haustein, Hendrich, Hertzer, Homuth 
Kunow, Lohmann Matthies, Panse, 
Echremmer, Schu, Leo-Schultz. Uhlenbrock 
und als Protokollführer: Bureauvorsteher 
Sudau. 
Die Gemeinde-Vertretung ist, da mehr 
als die Hälfte der Mitglieder derselben 
anwesend ist, beschlußfähig. 
Auf der Tagesordnung stehen folgende 
Gegenstände: 
1. Mitteilungen des Gemeindevorstandes. 
2. Tagesordnung: 
a) in öffentlicher Sitzung: 
1. Wahl eines Waisenratmiigliedes und 
Ergän ung der Ausschüsse. 
2. Gesuch des Brünner deutjch-evan- 
gel'schcn Schuleereins um Gewährung 
einer Beihilfe. Referent Herr Schöffe 
Wossidlo. 
3. Nachbewilligunge". 
4. Schaffung neuer Stellen in der Ver 
waltung im nächsten EtatSjahr. 
5. Anstellung ein sBaupolizei-Assistenten 
und Bewilligung der Mittel. 2. Lesung. 
6. Vorlage betr. die Anst llung eines 
Gemeinde-^aurats. 
' 7. Gewährung einer Teuerungs.ulage 
an die Beamten und Angestellten der Ge 
meinde in zwei Lemngen. 
Referent *u 1 und 3—7 der Unterzeichnete. 
Nach Eröffnung der Sitzung wurde das 
letzte Protokoll verlesen und genehmigt, 
nachdem Punkt 6 des Prolok'lls auf An- 
trag des Herrn Schöffen Lache wie folgt 
richtig gestellt worden ist: 
„Die Bewilligung erfolgte für die Um 
änderung und Anschaffung von Leleuch. 
tungskörpern für die Klaffenräume des 
Gymnasiums sowie für die Einrichtung 
von 4 neuen Klaffen." 
Mitteilungen. 
Der Herr Vorsitzende teilt mit: 
a) eine Eingabe deS Handel- und Ge- 
Werbevereins betr. die Einrichtung eines 
Gemeinde - Hochbauamtes und Anstellung 
eines Baurates; 
b) ein.Dankschreiben der Familie Le'svre 
für die Üde Weisung einer Urkunde über 
die Bezeichnung Lefsvre-Straße; 
c) daß d,r Kreis-Ausschuß den Einspruch 
des Baumeisters Kuznitzki gegen die Flucht- 
linienfe tsetzung für die Kaiser-Allee alS 
unbegründet zurückgewiesen hat: 
d) daß die Pumpstation der Stadt- 
gemeinde Schöneberg in Betrieb ges tzt lei 
und die Abwässer Friedenaus seit dem 
3. d. Mts. nickt mehr in die Charlotten- 
kurzer Entwäfferungskanäle abgeleitet 
würden; 
e daß eine anderweite Verteilung der 
Geschäfte unter den Mitgliedern des 
kollegialischen Gemeinde - Vorstandes er 
folgt sei. 
Beschlüsse: 
1. An Stelle des verstorbenen Mitgliedes 
Herrn Retzdoiff wird Herr Pastor K eine 
einstimmig zumWaisenraismitgliedgkwählt. 
Die Ersatzwahl für ein Mitglied im Bau- 
ausschuß wird bis zur nächsten Sitzung 
vertagt. 
2. Der Vorlage entsprechend bewilligt 
die Verttetung in zwei Lesungen eine Bei- 
hilf« von 80 M. 
3. Die nach der Vorlage beantragten 
Nachbrwilligungen und zwar: 
a) zur» Hauptvoranschlag 
bei Abschnitt IV. 2 b in Höhe von 600 M. 
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450 
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zusammm 11:70 M. 
b) zum Gymnafial-Vorarischlag 
bei Abschnitt VI, 7 in Höhe von 40 M. 
„ . XII, 2 „ „ „ 36 . 
XII 3 . „ . 50 . 
zusammen 126 M. 
o) zum Vollsschul Voranschlag 
bei Abschnitt I, 33 in Höhe von 229.60 M. 
„ , II, IOb, . „ 618,50 „ 
, . n, 15 „ „ , 200,00 , 
zusammen 1048,10 ult. 
d) zum Fortbildungs-Borauschlag 
bet Abschni.t II, 1 in Höhe von 2,81 M. 
werden in zwei Lesungen genehmigt. 
4. Die Gemeinde-Vertretung erklärt sich 
mit der Schaffung der in der Vorlage 
aufgeführten neuen Stellen einverstanden: 
a) in der allgemeinen Verwaltung 
I. ein s Assistenten im Hauptbüro vom 
1. Februar 1906 ab 
2 zweier Supernumerare 
3. einer Schreibmaschinenschreiberin 
4. eines Hilfsarbeiter im Rechnungsbüro 
5. eines Börodieners 
6. eines technischen Assisten, über dessen 
Anstellung nach Entscheidung über 
Punkt 6 BesLluß gefußt werden soll. 
b) in der AmtSverwaltuug 
7. eines Baupolizei-Assistenten gegen eine 
Vergütung von 180 monatlich 
8. zweier Amts- und Gemeindediener vom 
2 Januar 1906 ab. 
o) in der LtandeSamts-Verwaltung 
9. eines besonderen Standesbeamten 
d) in der Kaffen Verwaltung 
10. eines Assistenten 
II. eines Vollziehungsbeamten. 
Sie genehmigt, 
a) daß sämtliche Stellen im nächstjährigen 
Voranschlag eingestellt und die erforder 
lichen Mittel bereit gestellt werden; 
- b) daß die Stelle zu Nr. 1 bereits zum 
1. Februar k. I, die Stellen zu Nr. -8 
zum 2 Januar k. Js. beseht weiden und 
bewilligt die erforderlichm Mittel hierfür 
mit 250 M. für die erstere Stelle und 
mit 600 M. für die letztere beiden Stellen 
5. Mit der Anstellung ein:s Baupoli 
zei-Assistenten mit einer Vergütung von 
etwa >80 M. hat sich die Gemeinbe-Ver- 
tretung einverstanden erklärt. 
(vergl. Punkt 4 tsd. Nr. 7.) 
6. Die Gemeinde-Vertretung beschließt 
der Vorlage entsprechend die Anstellung 
eines Gemeinde-Baurats mit fo'gender 
Gehaltsfestsetzung: Anfangsgehalt 600ü M. 
steigend alle 3 Jahre um je 500 M. bis 
zum Höchstgehalt von 7500 M. Die An- 
stellung hat zunächst auf 12 Jahre mit 
Pensionsberechtigung zu erfolgen, eine 
Anstellung auf Lebenszeit wird in Aussicht 
gestellt. Zu berücksichtigen ist ein für den 
Hochbau geprüften Regierungsbaumeister,, 
dem die Verpflichtung aufzuerlegen ist, 
das Tiefbauamt mit zu üb-ruelimen so- 
bald es die Gemeinde wünscht ein 
stimmig beschlossen in zwei Lesungen. 
Mit der sofortigen Ausschreibung der 
Stelle erklärt sich die Gemeinde-Vertretung 
e nverstanden. 
Der vorge'ückten Zeit wegen wurden 
sämtliche übrigen Punkte der Tagesord 
nung bis zur nächsten Sitzung vertagt 
und die Sitzung um 11 Uhr geschloffen. 
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TT! erteilt Uarerrlcht im Flöte- 
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Montag, Dienstag, Mittwoch 
[6055 
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Niemand versäume, von dieser Gebrauch ?u machen. Sämtliche 95 Pfennig-Artikel sind wieder ergänzt und dauert der Verkauf derselben 
• ••••• nur bis Mittwoch. •••••• 
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