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Periodical volume Nr. 262, 07.11.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

«ahmen können vom 15. bis 27. November täglich erfolgen. 
Anmeldungen find an die Anstalt zu richten. 
t Im Erholungsheim des Vereins Frauen. 
Erwerb (E.B.) in Borgsdorf a. d. Nordbahn — zwischen 
Lehnitz und Birkenwerder gelegen — werden zum 
15. November einige Freistellen offen. Meldungen an die 
Zentralstelle deS Vereins Berlins 15, Lietzenburgerstr. 13, 
zu richten; Sprechstunden 2—4 Uhr. 
-f- Variete-Vorstellung. Der „Schöneberger Winter 
garten" erfreut sich nach wie vor eines regen BesucheS; 
gestern war daS Haus sogar überfüllt. Es wird dort für 
Geld auch wirklich etwas Gutes geboten, und ist besonders 
daS November-Programm bestens zu empfehlen. Bei vor 
züglicher Musik, unter Leitung deS Kapellmeisters Herrn 
Antoni, gehen die gediegenen Speziakitäten-Nummern vor 
sich, und fühlt man sich in dem kleinen Schmuckkästen recht 
behaglich — wenn man Platz bekommt! Für Humor ist 
in bester Weise gesorgt; da tun sowohl der Humorist 
Fuchs wie auch der Komiker Werner Goldmann ge 
nügend ihre Schuldigkeit. Als fesche, schneidige Soubrette 
zeigt sich Olly Jonny. Ihr chikes Auftreten und tempe 
ramentvolle Vortragsweise amüsierte das Publikum köst 
lich. Die flotte Aufführung des Einakters „Ein sauberes 
Kleebatt" spannte die Lachmuskeln kräftig an. Nicht 
minder auch die urkomischen Mo und Ree mit ihren hoch 
originellen Triks. Erwähnt sei noch das ausgezeichnete 
Ballet-Diversement des Herrn Balletmeisters Lederer, ge 
schickt und vielseitig einstudiert, und damit mag sich jeder 
selbst ein Urteil bilden, ob sich der Besuch des intereffanten 
Spezialitäten-Tempels lohnt oder nicht. Wir können ihn 
jedenfalls nur bestens empfehlen. 
f Trunkenbold. Bereits zum dritten Male wurde 
in der vergangenen Nacht der Tischler Thieme, Kaiserallee 
wohnhaft, zur Sanitätswache gebracht, da man ihn in 
Krämpfen liegend aufgefunden hatte. Nach diesen Krämpfen, 
die von allzureichlichem Alkoholgenuß hervorgerufen werden, 
gerät T. in einen Zustand der Raserei und ist es fast kaum 
möglich, ihn zu bändigen. Wir möchten hiermit auf das 
Treiben dieses Trunkenboldes, welches als gemeingefährlich 
bezeichnet werden kann, hinweisen. Nicht nur, daß den 
Beamten recht viel Unannehmlichkeiten und Belästigungen 
bereitet werden, läßt sich auch kein Grund finden, warum 
der T. stets zur Sanitätswache gebracht wird, die doch 
nicht dazu da ist, um Trunkenbolden eine Unterkunft oder 
Hilfsquelle zu sein. Angezeigt wäre es, wenn Personen, 
die diesem gemeingefährlichen Manne in dem Zustand des 
Delirium tremens, antreffen, dessen Überführung in Numero 
Sicher anordnen. 
t Polizeibericht. Als gefunden sind hier ange 
meldet worden: 1 Peitsche, 1 Pelzboa, 1 Schuh, ein 
Portemonnaie nebst Inhalt und 15 gehobelte Fußboden 
bretter. Die rechtmäßigen Eigentümer vorbenannter 
Gegenstände werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen 
3 Monaten im hiesigen Amtsbüro, Feurigstraße 8, Zimmer 
Nr. 26, geltend zu machen, widrigenfalls anderweil über 
die Fundobjekte verfügt werden wird. 
Schöneöerg. 
— Eine Erweiterung der Stadtverordneten- 
versaurrnlung soll erfolgen, sobald die amtlichen Ergeb- 
niffe der Volkszählung vom 1. Dezember d. I. werden 
festgestellt seien. Zu den vorhandenen 60 Mandaten 
traten sechs neue hinzu. Der '§' 12 der Städteordnung 
bestimmt, daß in Stadtgemeinden die bis 120 000 Ein 
wohner zählen, die Stadtverordneten-Bersammlung aus 
60 Mitgliedern besteht, für jede weiteren 50 000 Einwohner 
treten sechs Mitglieder hinzu. Da Schöneberg bet der 
Volkszählung rund 139 000 aufweisen wird, so tritt dann 
die Vermehrung um sechs Stadtverordnete ein. 
— Stadtverordnetenwahlergebuis. Ausscheiden 
werden in der 2. Wählerklaffe am 31. Dezember d. I. 
acht Stadtverordnete und zwar Architekt Gansow, Hof- 
Dekorateur Gutsche, Bankdirektor Haenschke, Regierungs- 
Geometer a. D. von Franckenberg, Eisenbahnsekretär 
Lessig, Kaufmann Kubig, Zimmermeister Valentin Fröhlich 
und Brunnenbaumeister Treugebrodt. Außer dem Hof- 
Dekorateur Gutsche standen die erwähnten Stadtverordneten 
vorgestern wieder sämtlich zur Wahl. Im ganzen waren 
5 Mieter und 3 Hausbesitzer zu wählen. Im 4. Bezirk 
wird Bankvorsteher Haenschke für immer ausscheiden. Es 
wurden dort Baumeister Gansow mit 57 und Mittelschul 
lehrer Kunze mit 69 Stimmen gewählt. Im 5. Bezirk 
siegte Architekt Klingenberg mit 136 Stimmen; Maurer 
meister Raach erhielt 134 Stimmen. Im 6. Bezirk wurde 
Reg.-Geometer v. Franckenberg mit 135 Sttmmen wieder 
gewählt. Auf seinen Gegner, Architekt Nitschke, vereinigten 
sich 86 Stimmen. Im 7. Bezirk wurde Eisenbahnsekretär 
Lessig mit 80 Stimmen wiedergewählt. Im 8. Bezirk 
erfolgte die Wiederwahl des Zimmermeisters Fröhlich und 
des Kaufmanns Kubig mit 142 bezw. 137 Stimmen. 
Von den Gegenkandidaten brachte es Lehrer Weise auf 
65 und Bankbeamter Brackrock auf 57 Stimmen. 
Werttn und Wororle. 
8 Vierter Internationaler Kongreß für Ver 
sicherungs-Medizin. Der Organisationsausschuß hielt vor 
gestern (Sonnabend) unter Vorsitz des Prof. Dr. Florschütz- 
Gotha im Abgeordnetenhause seine erste Sitzung ab, in 
welchen die Tagesordnung für den vom 11. bis 15. Sep 
tember 1906 zu Berlin stattfindenden Kongreß festgestellt 
und zugleich die Wahlen für den Arbeitsausschuß, der 
Berichterstatter rc. vorgenommen wurden. Nach der 
Berichterstattung über die bisherigen Kongresse der Ver 
sicherungs-Arzte wurde die Frage der Unfallversicherung 
und deren Behandlung eingehend besprochen, Das Ehren- 
Prästdium über den Kongreß hat der Kultusminister, 
Dr. Studt, übernommen, den Vorsitz wird der Wirkl. 
Geh. Rat Prof. Dr. v. Bergmann führen. Alle den Kon 
greß betreffenden Anfragen sind an den Generalsekretär 
des deutschen Vereins für Versicherungs-Wissenschaft, Dr. 
Alfred Manes, W. 50, Spichernstraße 22, zu richten. 
§ Orgelkonzert Am Mittwoch, den 8. November, 
Abends 71/2 Uhr veranstaltet der Kgl. Musikdirektor 
Bernhard Jrrgang in der St. Marienkirche das nächste 
Orgelkonzert unter Mitwirkung von Frl. Margarete 
Habrecht (Sopran), Frl. Hedwig Joel (Alt) und Herrn 
Kgl. Kommermusiker Paul Treff (Cello). — Der Eintritt 
ist frei! 
Wilmersdorf. Eine Einwohnerzahl von 400 000 
wird Wilmersdorf, wie die im Gemeindebauamte ange 
stellten Berechnungen ergeben, nach dem vollständigen 
Ausbau seines 836 Hektar umfassenden Weichbildes auf 
weisen. Gegegenwärtig ist erst ungefähr ein Sechstel der 
Gemarkung bebaut, auf dem 63 000 Menschen wohnen. 
Der außerhalb der Ringbahn gelegene, an Dahlem, 
Steglitz und Friedenau angrenzende südwestliche Ortsteil 
ist am weitesten in der Bebauung zurückgeblieben, wird 
aber, da jetzt die Anlage einer weiteren Reihe breiter 
Straßen und großer Plätze resolgt, in nicht allzu ferner 
Zeit das Villenviertel von Wilmersdorf bilden. 
Lichterfelde. Die Anstellung eines zweiten be 
soldeten Schöffen wird in Groß-Lichterfelde erfolgen, dessen 
Gemeindeangelegenheiten einen derartigen Umfang ange 
nommen haben, daß die Einstellung einer weiteren juristisch 
vorgebildeten Kraft notwendig geworden ist. Die von der 
Gemeindevertretung beschlossene Anstellung dieses Schöffen 
hat die Genehmigung der Aufsichtsbehörde erhalten. Die 
Wahl wird noch in diesem Monat vorgenommen werden. 
Von den Berliner Vororten besitzen Wilmersdorf, Groß- 
Lichterfelde und Lichtenberg besoldete Schöffen. 
Gerichtliches. 
P Den» Gerichtsvollzieher ein Schnippchen geschlagen. 
Eine Beiseiteschaffung von Pfandstücken lag einer Anklagesache 
wegen Vergehens gegen § 288 R. St. G. B. zugrunde. Vor dem 
Berliner Schöffengericht II mußte sich deshalb die Echankwirtin Frau 
Auguste Frohnert und deren Ehemann Julius Frohnert verantworten. 
Der letztgenannte war früher Bauunternehmer und halte aus diesem 
Beruf noch eine kleine Schuld an einen Landmesser Ladewig in Höhe 
von 55 Mark. Von seiner Ehefrau entlieh F. beim Aufgeben seines 
bisherigen Berufs 500 M. zur Eröffnung eines SchankgeschäftS in 
Friedenau. Dorthin kam am 27. März d. I. der Gerichtsvollzieher 
Teske, um eine Pfändung wegen der kleinen alten Schuld vorzu 
nehmen. Der Gerichtsvollzieher wollte an die Ladenkaffe herantreten, 
aber der Ehemann F. kam ihm zuvor, entnahm einen Beutel mit 
300 M. in Gold, sowie ein Portemonnaie mit 70 M. und brachte 
diese Summen seiner Ehefrau, die in der Küche hantierte. Die Frau 
nahm trotz des Protestes des Gerichtsvollziehers das Geld als ihr 
Eigentum an sich. Auch die Warnung, daß sie sich sttafbar machen 
könne, vermochte die Frau nicht zur Herausgabe des Geldes zu ver- 
anlaffen. Sie blieb dabei, zu erklären, es sei ihr eigenes Geld, daS 
sie kurz vorher zum Auswechseln von Hundertmarkscheinen hergegeben 
habe Diese Angabe wiederholten beide Angeklagte vor dem 
Schöffengericht. Der Ehemann behauptete, er habe sich nicht strafbar 
gemacht, denn seine Mitangeklagte Ehefrau sei Eigentümerin deS 
Gelde? und eine Pfändung gegen seine unbeteiligte Ehefrau sei nicht 
statthaft gewesen. In der Verhandlung wurde nachgewiesen, daß daS 
Geld tatsächlich der Ehefrau gehörte und infolge Versehens in der 
Ladenkaffe verblieben war. Der Staatsanwalt beantragte Frei- 
sprechung. DaS Urteil des Gerichts lautete ebenfalls auf Frei 
sprechung, weil den Angeklagren das Bewußtsein der Rechtswidrigkeit 
gefehlt und Beide im guten Glauben gehandelt hätten. 
Htkmbuch-Inserate 1906 
sind wirkungsvoll und billig. 
Dieselben nimmt jetzt entgegen 
die Geschäftsstelle 
Nheinstratze 15. 
Amtliche Anzeigen. 
Auszug 
aus dem Protokollbuche der 
Gemeindevertretung. 
Verhandelt 
Friedenau, den 2. November 1905. 
Zur Beschlußfassung über die auf der 
nachstehenden Tagesordnung bezeichneten 
Gegenstände war auf heute eine Sitzung 
anberaumt, zu welcher die Mitglieder 
der Gemeinde-Verttetung, unter Angabe 
der zur Beratung kommenden Gegenstände, 
sowie mit dem Hinweise darauf, daß die 
Nichtanwesenden sich den gefaßten Be 
schlüssen zu unterwerfen haben, eingeladen 
wordm find. 
Eingefunden hatten sich die nachstehend 
genannten Personen : 
Gemeinde - Vorsteher Schnackenburg, 
Schöffe Bache, Draeger, Lichtheim, Wossidlo, 
Sadee, Gemeinde - Verordneter Bierhan, 
Berger. Fechner, Frölich, Haustein, Hendrich, 
Hertzer, Homuth, Kunow, Lohmann 
(erschien erst bei Punkt 5 der Tagesordnung) 
MatthieS, Panje, Echremmer, Schu, Leo 
Schultz Uhlenbrock (erschien erst bei Punkt 5 
der Tagesordnung) und als Protokollführer: 
Bureauvorsteher Sudau. Entschuldigt: 
Gemeindevcrordneter FranzeliuS. 
Die Gemeinde-Dertretung ist, da mehr 
al» die Hälfte der Mitglieder derselben 
«»wesend ist, beschlußfähig. 
»uf der Tagesordnung stehen folgende 
Gegenstände: 
1. Mitteilungen desGemeindevorstandeS. 
S. Tagesordnung: 
,) in öffentlicher Sitzung: 
1. Zweite Lesung des Voranschlages für 
da» Elektrizitätswerk. Ref. der Unter- 
zeichnete^nste^ung oon Lehrkräften (1 Lehrer 
1 Lehrerin) an der Gemeindevolksschule 
zum 1. April k. 3». 2 Lesungen 
d. Bewilligung der Mittel für 1 Der- 
treterin für die zu teilende 6. Klaffe. 
2 ?(|iutQcn. 
3. Nachbewilligung zu Abschn. I, 41 deS 
DolkStchulvoranschlageS. Ref. zu 2 und 3 
Herr Schöffe Bache. Herr Rettor Hanne- 
mann wird zugegen fein. 
4. Erweiterung der Geschäftsräume. 
Ref. der Unterzeichnete. 
Nach Eröffnung der Sitzung wurde das 
letzte Protokoll verlesen und genehmigt. 
Mitteilungen. 
Der Herr Bürgermeister teilt mit: 
a) ein Danlschreiben des früheren Amts- 
und G-meindevorsteherS Henn Ma,or a.D. 
Rönneberg für die ihm aus Anlaß seiner 
Silberhochzeit seitens der Gememde-Korper- 
schäften übermittelten Glückwünsche; 
b) daß der RegierungS- und ^adtbru- 
meiiter Kriesmann in omem Schreiben 
mitaeteilt habe, daß er aus G-sundheitS- 
rücksichten genötigt sei, sein Nebenamt als 
Sachverständiger der Ba' Polizei nieder- 
zulegen; der Herr Vorsitzende bedauert 
diesen Schritt im Interesse der Gemeinde 
und spricht Herrn Kriesmann lebhaften 
Dank aus für dte seltene Pflichttreue, mit 
der er sein Amt in ausgezeichneter Weise 
wahrgenommen hat; die Gemeinde-Ver- 
tretung schließt sich diesem Danke an und 
beschließt, den Herrn Amtsoorsteher zu er 
suchen, Herrn Kriesmonn ihren Dank zu 
übermitteln; 
cl daß nach einer Mitteilung des Rent 
ners Herrn Willy Rehdorff seine verstor 
bene Ehefrau der Gemeinde ein Vermächt- 
nis in Höhe von 25000 Mark letztwillig 
hinterlaffen hat. 
Die Gemeinde-Vertretung ehrt daS Ge- 
dächtnis der Verstorbenen durch Erheben 
von den Plätzen; 
ck) ein Dankschreiben der verwitweten 
Frau Anna Retzdorff für die Teilnahme 
der Gemeinde-Körperschaften an dem Hin 
scheiden ihres Gatten; 
e) daß die Jahresrechnung der Gemeinde 
für 1904 von der Kaffe gelegt und einge- 
reicht worden sei; 
k) daß nach der Fortschreibung die Ein- 
wohnerzahl nach dem Oktober-Umzüge 
auf 17762 gestiegen sei. 
Beschlüffe: 
1. 3n zweiter Lesung wird der Voran 
schlag abschnittweise beraten und genehmigt, 
nachdem ein Antrag des Herrn Gemeinde- 
Verordneten Echremmer den in Abschnitt 4 
eingesetzten Bettag um soviel zu ver- 
stärken, daß nach Berücksichtigung der 
gefaßten Beschlüffe eine Balanzierung 
herbeigeführt wird, zur Annahme ge 
langt war. 
2 Nach stattgehabten Referate durch 
die Herren Bache und Hannemann be- 
schließt die Gemeinde-Vertretung der Vor- 
läge entsprechend in zwei Lesungen 
a) die Anstellung eines Lehrers und erner 
Lehrerin an der Gememdevolksschule 
zum 1. April 1906; 
b) die Bewilligung der Mittel für eine 
Vertreterin für die zu teilende 6.Klaffe. 
3. In zwei Lesungen wird die beantragte 
Nachbewilligung in Höhe bis zu 200 M. 
"^4? MiVder'Vorlage erklärt sich die Ge- 
meind'-Vertretung einverstanden genehmigt 
die Nietung einer weiteren Wohnung von 
4 Zimmern vom 15. November d. Js. ab 
und bewilligt die crioreerlicben Müttl in 
Höhe von 656,25 M. auS Abschnitt 19,7 
des laufenden Voranschlages in zwei 
Lesungen. . . 
S. Nach zuvoiiger Anerkennung der 
Dringlichkeit und nach dem Referate von 
Herrn Schöffen Dräger beschließt die Ge- 
meinde-Vertretung pjr , ,, . , 
a) den Neubau des VolksschulgebäudeS 
nach Mißgabe des vorgelegten Entwurfs 
des Herrn Architekten Duntz auszusuhre' 
b) Die erforderlichen Kosten bis zum 
Betrage von 325 000 M. ans der großen 
Anleihe zu bewilligen. In dieser Summe 
sind nicht enthalten die bereits veraus- 
gabten Kosten für Vorarbeiten in Höhe 
von 7122 M., sowie die noch entstehend n 
Kosten für die innere Einrichtung und 
ür die Turnhalle. 
o) Den Bauausschuß zu ermächtigen, 
die Bauausführung zu bcaufsichtigeu und 
die Arbeiten selbständig zu vergeben. Ein 
Antrag des Herrn Gemeinde-Verordnelen 
Echremmer, die Vergebung der Arbeiten 
für Bettäge von über 5000 M. der Ge- 
mcinde-Verttetung vorzubehalten, wurde 
durch Annahme des vorstehenden Be- 
chloffeS hinfällig. 
Die Kost.nbewilliguug erfolgte in zwei 
Lesungen. 
6. In zwei Lesungen bewilligt die Ge- 
mcindevertretung nach zuvoiiger Aner 
kennung der Dringlichkeit, die zur An 
schaffung der Beleuchtungskörper für das 
Gymnafialgebäude erforderlichen Mittel in 
Höhe von 2300 M. auS Abschnitt 19,7 
des laufenden Voranschlages. 
" icrauf folgt eine geheime Sitzung. 
' lufe der öffentlichen Sitzung 8>/«Uhr. 
Bekanntmachung. 
L. 19489. Berlin, den 23. Oktober 1905. 
Jä> habe die Ingenieure Max R. Zechlin 
in Charlottenburg, Englische Stoße 1, 
und Gustav Freund in Berlin, Georgen- 
straß: 10, als Sachverständige für die 
Prüfung der Krajtfahrzeuge im Kreise 
Teltow bestellt. 
Der Landrat. von Stubenrauch. 
Veröffentlicht 
Friedenau, den 1. November 1905. 
Der Amls-Voistcher: 
Schnackenburg. 
Spialplap der Kgl. Sctansplele 
Opernhaus. 
Dienstag. Coppelia. 
Mitwoch. Der schwarze Domino. 
Donnerstag. Loheugrin. 
Freitag. Robert der Teufel 
Sonnabmd. Der schwarze Domino. 
Sonntag. Die Zauberflite. 
Montag. Die Meistersinger von Nürnberg. 
Schauspielhaus. 
Dienstag. Der Schwur der Treue. 
Mittwoch. Iphigenie auf Tauris. 
Donnerstag. Der Schwur der Treue. 
Freitag. Wilhelm Tell. 
Sonnabend. Wie die Alten sungen. 
Sonntag. Der Schwur der Treue. 
Montag. Prinz Friedrich v. Homburg. 
Neues König!. Operu-Theater. 
Dienstag. Gustav Adolf-Festspiele. 
Mittwoch. Gustav Adolf-Festspiele. 
Freitag. Gustav Adolf-Festspiele. 
Sonntag. Nathan der We se. Nachm. 
2 Uhr: Gustav Adolf-Festspiele. 
Hohenzollernthealer 
griedeua«, Handferyftr. 
Direktion: Adolf Behle. 
Dienstag, den 7. November 
jastspielfrl. Trude jytangelsdor/f 
vom Kgl. Schauspielhaus Ul Lrrliu. 
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Aitlerzpenstige. 
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