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Periodical volume Nr. 255, 30.10.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

Huver Den deutschen Zeit- und Weltrekorden zu Leibe, 
wobei er von 2 bis 5 Kilometer neue Rekorde aufstellte, 
die nunmehr auch als Weltrekorde zu gelten haben. Nach 
5 Kilometer gab Huber auf, da er die weiteren Rekorde 
jedenfalls doch nicht erreicht hätte. Die gefahrenen Zeiten 
sind folgende: 1 Kilometer 0 :86,3 Sekunden. (Welt- 
rekord 0:58,4). 2 Kilometer 1:42,1 (bisher 1 : 44). 
3 Kilometer 2 : 24 (2 ; 25,4). 4 Kilometer 3 : 05 (3 : 07,2). 
5 Kilometer 3 : 46 (bisher Weltrekord 3 : 47.1). Ferner 
wurde . «loch ein Motorrennen über 10 Kilometer aus 
gefahren, welches Krüger, der Schrittmacher von Huber in 
8; 52 gewann, nachdem seine beiden einzigsten Gegner 
O. Wolff und Müller gleich nach dem Start bezw. in der 
3. Runde aufgegeben hatten. 
-j- Schlachtfest gab es am Sonnabend im Restaurant 
Bellevue, Schmargendorferstraße und können mit dem 
Verlauf deS Festes die Gäste wie der Wirt zufrieden sein. 
Für vorzügliche Speisen und Getränke sorgte der, Wirt, 
Herr Schieschan, der auch den zahlreichen Gästen einen ge 
diegenen Zauberkünstler beschert hatte. Dieser, Herr 
Berndt, amüsierte die Anwesenden mit seinen interessanten 
Kunststücken aufs köstlichste. Auch einige Gäste trugen viel 
zur Unterhaltung bei, sodaß die Stimmung urgemütlich 
war, so fidel, daß größtenteils erst in den Morgenstunden 
der Heimweg angetreten wurde. 
f Wirkung deS Alkohols auf die Sehkraft. 
Rach Dr. Hippel, Prof, der Augenheilkunde in Heidelberg, 
zählte man im Jahre 1899 in ganz Deutschland 39 799 
auf beiden Augen Blinde, davon waren 16 Prozent an 
geboren blind; bei 20 Prozent war die Blindheit eine 
Folge der Ophthalmie der Neugeborenen. An der im 
Lebenslaufe erworbenen Blindheit partizipiert der Alko 
holismus mit 40 Prozent. 
-j- Vom Garten. Im Oktober nimmt man die 
Selleriepflanzen aus der Erde, befreit die Knollen von den 
etwa an ihnen befindlichen Seitenwurzeln, sowie ungefähr 
von der Hälfte ihrer Blätter und bringt den für die ersten 
Wintermonate genügenden Bedarf im Keller in feuchtem 
Sande, die übrigen Sellerievorräte dagegen in nicht zu 
umfangreichen, trocken gelegenen Erdmieten im gleichen 
Materiale oder auch einfach nur in Erde so unter, daß 
die Wurzetknollen einander nicht berühren, hauptsächlich 
vor Mäusen geschützt sind. Solche Sellerie-Erdmieten 
läßt.man soweit in den Winter hinein offen, unbedeckt, als 
solches nur irgend angängig ist. Bei Frost bedeckt man 
jedoch den eingeschlagenen Sellerie mit Stroh und bringt 
auf letzteres bei stärkerer Kälte noch eine Erdbedeckung. 
t Dreirad-Diebstahl. Unserem Mitbürger Herrn 
Haag, der in Berlin einen schwunghaften Handel mit 
rühmlichst bekannten Prager Schinken rc. betreibt» wurde 
dieser Tage ein Dreirad gestohlen, das Waren im Betrage 
von za. 150 Mk. enthielt. Der Spitzbube fuhr mit dem 
Rad davon, als sich der Führer zu einem Kunden begeben 
hatte. Der Dieb ist noch nicht gefaßt. 
-j- Polizeibericht. Als gefunden sind hier ange 
meldet worden: 1 Pelzboa, 1 Schuh, 1 Portemonnaie 
mit Inhalt. Die rechtmäßigen Eigentümer vorbenannter 
Gegenstände werden aufgefordert, ihre Ansprüche binnen 
3 Monaten im hiesigen Amtsbüro, Feurigstraße 8, Zimmer 
Nr. 26, geltend zu machen, widrigenfalls anderweit über 
die Fundobjekte verfügt werden wird. 
Schöneöerg. 
— Nene Säle erhält endlich unsere Stadt, und 
wird hierdurch einem lange gefühlten Mangel abgeholfen. 
Die Schloßbrauerei will in der nächsten Woche den alten 
Saal abreißen und an seiner Stelle neue Säle, den An 
forderungen der Neuzeit gemäß vornehm ausgestattet, 
errichten. 
Wertin und Wororle. 
8 Die Pvlizei-Präfidenten von Berlin und 
Charlottenburg, Dr. von Borries und Steifenrand, 
besichtigten gestern die Untergrundbahnbauten in Char 
lottenburg. Mit ihnen waren erschienen: Ober-Reg.-Rat 
Dumrath, Reg.-Rat Dr. Haaselau, Reg.- und Baurat Greve, 
Pol.-Hauptmann Vogel und Pol.-Hauptmann vonHeeringen, 
sowie die Vertreter der Aktien-Gesellschaft Siemens und 
Halske und der Hochbahn-Gesellschaft. Es wurde zunächst 
die große Baustelle deS Abzweigbahnhofs „Krumme Straße" 
besichtigt. In den unter der Straße liegenden Betriebs 
räumen interessierte namentlich die Wirkung der nach der 
Straße hin angeordneten Oberlichter, eine Anlage, welche 
in New-Pork großen Beifall gefunden hat. Die gesamten 
Bahnhofsanlagen werden also bei Tage direktes Tages 
licht erhalten. Der Leiter der Bauausführungen, Reg.-- 
Baumeister Kreß, erläuterte die aufgestellten Entwürfe und 
Zeichnungen, während im Anschluß hieran Kommerzienrat 
Steinthal nähere Angaben über die von der „Deutschen 
Bank" durchgeführte Ausschließung von Neu-Westend im 
Zusammenhange mit der Fortführung der Untergrundbahn 
in das Bebauungsgebiet machte. Die Besichtigung erstreckte 
sich dann weiter auf die Tunnel-Anlagen in der Spree- 
straße, welche zumteil schon fertiggestellt sind, auf den 
Bahnhof am Wilhelmsplatz rc. 
8 Der Magistrat als Hauswirt. Von den 
städtischen Grundstücken innerhalb der Stadt sind gegen 
wärtig 34 vermietet. Die Stadt nimmt dafür an Jahres 
miete 264 225 M. ein. Am Einträglichsten sind die 
beiden Torgebäude, Belle-Alliance-Platz 1 und23, welche jähr 
lich 44100 M. Miete bringen, dann folgen die Grund 
stücke Neue Friedrichstraße 35 mit 24 387 M., das ehe 
malige Lohmühlen-Grundstück vor dem Schlesischen Tor 
mit 19 690 M., das Grundstück Stralauerstr. 57 mit 
18 638 M., das Grundstück Königstraße 7 mit 17 723 M. 
Jahresmiete usw. Außerdem verwaltet der Magistrat noch 
3 Grundstücke, darunter das Haus Weberstraße 9, dessen 
Miteigentümer, ein inzwischen verstorbener Magistrats- 
Bureauassistent vor Jahren etwa 10 000 M. unterschlug 
(von dieser Summe konnten im letzten Jahre wieder 2723 
Mark der Stadthauptkaffe erstattet werden); ferner das 
Grundstück Markusstraße 39, das nach dem Tode seines 
Eigentümers der Stadt als herrenloser Nachlaß zuge- 
gefallen ist. Die außerhalb Berlins belegenen städtischen 
Grundstücke brachten 86 025 M. Jahresmiele bezw. Pacht; 
an erster Stelle stehen für die Mietserträge für das Gast 
haus und „Eierhaus" in Treptow, welche 21 257 M. 
bezw. 13 199 M. betragen. 
8 Die Direktion des Märkischen Provinzial- 
MuseumS führt auch in ihrem diesjährigen Jahresberichte 
wieder Klage darüber, daß die Sammlungen sich fort 
während im Umzuge befinden, dem Publikum nicht gezeigt 
werden können und der Neubau am Märkischen Platze 
noch nicht bezogen werden kann. Wann die Wieder 
eröffnung in dem neuen Museum vor sich gehen kann, so 
heißt es da, läßt sich zur Zeit nicht angeben. Die größeren 
Steindenkmäler rc. lind dorthin ja schon überführt worden, 
aber die Räume, in denen sie vorläufig untergebracht sind, 
befinden sich noch im Rohbau-Zustande, wie sämtliche 
nndere Räume. 
Wilmersdorf.' Gestern fand der erste Volks-Kunst- 
nachmittag in den Prachtsälen des Westens, Spichernstraße. 
statt und leitete das vonHerrnDirektorFriedrichWeber-Robin 
ins Leben gerufene neue Unternehmen, dem die Gemeinde- 
Behörden des genannten Vorortes ihre Unterstützung zu 
gesichert haben, erfolgreich ein. An den musikalischen 
Darbietungen, die vielen Beifall fanden, beteiligten sich 
die Pianistin Frau Kaumann-Holdgren, die Sängerin 
Fräulein Else Hohenhausen und der Sänger Jan Hey- 
thekker. Herr Direktor Weber-Robine hielt einen Vortrag 
über König Ludwig II. von Bayern und die Kunst, wobei 
er besonders den Einfluß Richard Wagners und seiner 
Schöpfungen aus den König hervorhob. Der nächste 
Volks-Kunstnachmittag findet am Sonntag, den 5. November, 
in demselben Etablissement statt. 
vermischtes. 
* Gegen die Zweiteilung im preußische« Gefängnis 
wese« spricht sich Ober-LandesgerichtSpräsident Dr. Hamm in der 
„Teutschen Juristen reitung" aus. Der geschätzte Strafrechts Praktiker 
plaidiert warm für die Überweisung sämtlicher Geiängmffe an die 
Justizverwaltung, eine Forderung, die in den letzten 50 Jahren reget- 
mäßig wiederkehrte und der schon im Jahre 1845 eine (leiber nicht 
in Vollzug g setzte) Kabinetlsvrdre Folge geben sollte. Nach 
Windthorst, Eberly u. a. haben neuerdings (Ende Juni d. ■ I.) die 
Abg. Am Z hnhoff und Gen. den Antrag eingebracht, die Staats- 
regierung zu veranlassen, daß der gesamte Strafvollnig, unter 
Beseitigung des zur Zeit besteh nden Dualismus, einem Ministerium 
unterstellt werde. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, haben die 
Antragsteller dabei das Justiz-Ministerium im Auge. Präsident 
Hamm weist nach, daß diese Forderung sich aus der Natur der Sache 
von selbst ergibt. Der Mangel an Einheitlichkeit des Systems müsse 
notwendigerweise zu wirtschaftlichen Nachteilen für das Staats- 
vermögen führen, soweit es sich um die Errichtung neuer 
Gefängnisse rc. handele, es verursache schwere Ungleichheiten in der 
Organisation und Verwaltung der Gefängnisse und cs leide darunter 
die' Gleichmäßigkeit der angestrebten Reformen im Gefängniswesen. 
Eine Lostrennung des V llzuges gerichtlich erkannter Freiheitsstrafen 
von den Gerichten sei unnatürlich und unzweckmäßig: der Unter 
suchungsrichter müsse unbehindert mit dem Gefangenen verk hren, ihn 
im Gefängnisse genau beobachten können, der Strafrichter müsse die 
Bedeutung und Wirkung der Strafen selbst vor Augen seh n, um 
Einblick in Denkungsart und Charakter der Verbrecher zu gewinnen, 
dies um so mehr, als er ja berufen ist. über vorläufige Entlassungen 
und Begnadigungen zu entscheiden bezw. zu berichten. V rfaffer 
spricht den Wunsch aus. daß den jetzigen, unerträglichen Verhältnissen 
möglichst bald ein Ende bereitet werde, um einer gleichmäßige» 
Reform des Strafvollzugs die Wege zu ebnen. 
' Limo« und Juda sind die Kalenderheiligen deS 28 Oktobers. 
Diese beiden Apostel sollen der Legende nach gemeinsam das Evan 
gelium gepredigt haben. Eie seien bis nach Persien gekommen, wo 
sie den Mrrtyrertod Zusammen erlitten hätten. Näheres berichtet die 
Traditionen nicht. Soviel ist jedoch sicher, daß ihre Namen in der 
Apostelgeschichte mehrfach genannt werben und hre Missi nsreisen sie 
weit fort führten. Wegen ihres engen Zusammenhaltens im Leben 
und in der Ausübung ihres Berufes hat die Kirche sie. die an einem 
Tage starben, auch für die Verehrung der Gläubigen vereinigt, sodaß 
der 18. Oktober ihnen gemeinsam gilt. Für die Voraussage der 
Witterung hat ihr Fest eine gewisse Bedeutung erlangt. Meistens 
herrschen starke Winde neben sich sehr fühlbar machender Kälte. Wer 
erinnert sich hier nicht der Stelle aus „Wilhelm Tell" „'s ist heut 
Simons und Judi, da rast der See und will sein Opfer haben!'? 
Es scheint, als ob dieser Tag am Ende deS Oktobers schon den 
Charakter des nahen Novembers annehme und tüchtig in die Backen 
bliese. Im Glauben der Gebirgsvölker besonders, wie wir aus dem 
vorhin zitierten Ausspruch sehen, lebt die Ansicht, daß die brausende 
Flut an diesen! Tage zur Besänftigung ih er Wut ein Menschenleben 
fordere und es eine Vermessenheit sei, sich ihr anzuvertrauen. In den 
meisten Fällen wird die E fahrung diese Furcht wohl bestätigt haben, 
wie überhaupt kein solcher sogenannter „Aberglauben" ganz grundlos 
entsteht; etwas Wahres bildet immer den Kern, um den sich dann 
jedoch im Laufe der Zeit allerhand hinzukommende Hüllen ansetzen. 
Hemeinnühiges. 
Einige erprobte Rezepte zur Gewüfebereitung dürften 
unseren verehrlichen Leserinnen zur Jetztzeit gewiß gelegen kommen. 
Wir lassen daher eine Auswahl solcher „lulinarischer Wegweiser" 
hier folgen. 
1. Spinatknopf. Man reibt einige,Semmeln ab, schneidet sie in 
Schnitten und weicht diese in Milch, Übriggebliebener Braten wird 
mit Zwiebelscheiben und Petersilie fein gewiegt; ebenso der abgebrühte 
Spinat. Ein zweieiergroßes Stück Butter wird schaumig gerührt, 
zwei Eier hinzugetan, danach Braten und Spipat, zuletzt die gut 
ausged-ückten Semmeln, etwas Salz und eine Prise Pfeffer. AlleS 
wird tüchtig vermengt, in eine mit Butter und Semmelmehl be 
strichene reine Serviette gebracht, gut unterbunden und 1 Stunde in 
Wasser gekocht. 
2. Brauglazierte Teltower Rübchen. Dieselben werden in gutem 
Schmalz, worin man 2 Eßlöffel voll gestoßenen Zucker lichtbraun ge 
färbt hat, mit Fleischbrühe und etwas brauner Jus gedünstet, das 
gehörige Salz daran gegeben und zugedeckt langsam fertig gekocht. 
Die Rübchen sollen von allen Seiten braun und schön glaciert zu 
Tische kommen. 
3. Grüne Bohnen. Dieselben werden an den beiden Enden ab- 
geschnitten und die Fäden an beiden Seiten abgezogen, dann in dünne 
Streifen geschnitten und gewaschen. Alsdann in einem Stückchen 
Butter mit Peleisilie und Zwiebel. Salz, Fleischbrühe und einem 
Sträußchen Bohnenkraut zueedeckt langsam gedünstet. Wenn sie weich 
sind, werden sie leicht mit Mehl bestäubt, etwas gute Jus dazu ge 
gossen, noch einige Minuten gedünstet und angerichtet. 
4. Gebratene Steinpilze. Die fertig gemachten Pilze schneide 
man in Stücke und brate sie unter öfterem Wenden mit etwas 
Zwiebeln und Butter gar, nachher salze man sie noch etwas. 
geschäftliches. 
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ein Preisverzeichnis beigcgeben, auf das wir unsere geschätzten 
Leserinnen ganz besonders aufmerksam machen. 
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Aufgebote: 
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Gebhardt, Arbeiterin. Schuhmacher Karl 
Withand und Minna Matthews, ohne 
Beruf. Arb iter Otto Wildenhein und 
Emma Bochow, Wirtschafterin. Maurer 
lehrling Michael Dembi und Sophie 
Lotofia, ohne Beruf. Eisenbahnarbeiter 
Wilhelm Feibecke und Luise Lange, Dienst- 
Mädchen. Goldarbeiter Otto Hapel und 
Klara Hohensee, Wirtschafterin. Schrift- 
steller und Redakteur Oskar llngnad und 
Martha Boitin, Schauspielerin. 
Eheschließungen: 
Lagerverwalter Gottfried Freiwald mit 
Klara Schemien, Wirtschafterin. Kutscher 
Gustav Stübs mit Bertha Glomm, Dienst- 
mädchcn. Prokurist Otto Breunel mit 
Elsa Fleischfresser, ohne Beruf. Arbeiter 
GustuS Fischer, Witwer, mit Wilhelmina 
Wroz, geb. Wtchmann, Näherin. Gerichts 
diener Franziskus Wagner mit Jda Gertig, 
Köchin. 
Eterbefälle: 
Bernhard Pse, 5 I.. Willy Wied buscb, 
2 Mon. 
»«HM»**»*»»**«»*»»»»*** 
* Die Verlobung meiner » 
« Tochter Anna Pählchcn « 
J mit dem Reisenden Eduard $ 
* Ncsscr hebe ich hiermit • 
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