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Periodical volume Nr. 249, 23.10.1905

Full text: Friedenauer Lokal-Anzeiger Issue 12.1905

die an Knochen- und Gelenktuberkulose erkrankt sind, fand 
am gestrigen Sonntag Mittass in Hohenlychen statt, das 
an der Mecklenburger Grenze zwischen Wald und Wasser 
prachtvoll gelegen ist und wo sich bereits die Viktoria 
Luise-Kinderheilstätte und daS ländliche Jugendheim 
„Königin Luise-Andenken" befindet. Die geladenen Gäste, 
unter denen man StaatSminister a. D. von Thielen nebst 
Gemahlin, Frau Staatsminister von Budde, Gräfin Posa- 
dowSfi, Seheimrat Dr. Dietrich vom Kultusministerium, 
die Stadträte Samter-Charlottenburg und Layke-Rixdorf 
und Bürgermeister Neumann-Templin bemerkte, wurden 
mittels Extrazuges nach Hohenlychen befördet. Der Grund 
steinlegung ging ein Festgoltesdienst in der im vorigen 
Jahre eingeweihten Anstaltskapelle voran, bei dem Ober- 
prediger Stobwasser aus Lychen die Predigt hielt. Die 
Feier der Grundsteinlegung wurde durch den Gesang der 
in der Kinderheilstätte befindlichen kleinen Patienten: 
„Lobe den Herrn" eröffnet, worauf Minister von Thielen 
im Namen des Zentralvorstandes die besten Glückwünsche 
für das Gedeihen der neuen Anstalt aussprach. Redner 
schloß mit einem Hoch auf die Kaiserin, der später in 
einem Telegramm von dieser Huldigung Mitteilung ge- 
macht wurde. Geheimrat Prof. Dr. Hoffa dankte dem 
Minister und fügte hinzu, das kein Land der Welt eine 
solche Einrichtung aufzuweisen habe, wie diese Anstalt. 
Zum Schluß bat Redner, daß möglichst zahlreiche Personen 
dem Verein beitreten mögen. Hierauf überreichte Dr. Venn 
«ine von ihm verfaßte Festschrift über die tuberkulöse 
Hüftgelenkentzündung. Im Namen des Magistrats und 
der Stadtverordneten von Lychen sprach Bürgermeister 
Lachhuber dem Vorstande seinen Dank aus. Der Schrift 
führer des Vereins, Prof. Dr. Pannwitz verlaß die Ur 
kunde, die in den Stein gelegt wurde. Nachdem die 
üblichen Hammerschläge getan worden waren, sprach Ober 
prediger Stobwaffer daS Schlußgebet. Hierauf wurde eine 
Besichtigung der Kinderheilstätte und des ländlichen 
Jugendheims vorgenommen, wobei die an Lungentuber 
kulose leidenden, recht frisch aussehenden Kinder Spiele 
und Gesänge ausführten. 
t Silberne Hochzeit. Der namentlich in Berlin W. 
in weiten Kreisen bekannte und beliebte Herr Waldemar 
Walter, Vorstand der Filiale der Nationalbank für Deutsch 
land an der Potsdamer Brücke, der schon längere Zeit 
seinen Wohnsitz in Friedenau hat, begeht am heutigen 
Montag das Fest seiner silbernen Hochzeit. Dem Jubilar 
wurden aus Geschäfts- und Freundeskreisen viele Ehrungen 
zu Teil. 
f Robl — der Große Preis-Sieger. Wer's nicht 
schon wußte, merkte es an dem lebhaften Verkehr in unserem 
Ort, daß gestern wieder großer Renntag in Steglitz war. 
Das Wetter war dafür trotz der spürbaren Kälte immerhin 
günstig und so mögen ca. 16—18,000 Freunde des Rad- 
sports den Sportprk aufgesucht haben. Glücklich verliefen 
die Rennen, aber auch nicht gerade interessant. Es ging 
ziemlich eintönig zu da die anregenden spannenden 
Kämpfe fehlten. Demke, der hinkend und mit ver 
bundener rechter Hand sein Rad bestieg, fuhr ohne sich 
irgendwie anstrengen zu können bis zum 50. Kilometer 
als Statist mit und gab dann auf. Dickentmanns beide 
Motorlandems versagten abwechselnd, so daß der Holländer 
von Anfang un aus dem Rennen lag. Huber hielt 
während der ganzen 100 Kilometer ein gleichmäßig gutes 
Tempo inne, ließ sich aber nie ernstlich auf einen Kampf 
ein. Und auch daS erwartete Duell Guignard-Robl blieb 
ausl Wohl ging der Franzose, nachdem er den zunächst 
führenden Huber in der 7. Runde überholt hatte, in 
schönem Tempo an die Spitze, aber als Robl erst ordent 
lich in Schwung gekommen war, passierte er Guignard 
bereits in der 19. Runde spielend ohne jeden Kampf, um 
ihn dann in der 34. Runde zum ersten zu überrunden. 
Nach Zurücklegung von 40 Km. fiel der Franzose immer 
mehr zurück, sodaß er schon bei 50 Kilometer an dritter 
Stelle hinter Huber lag. Robl fuhr namentlich während 
der ersten 30 Kilometer glänzend, er verbesserte in den 
Anfangszeiten den deutschen Wellfahrrekord, während 
seine übrigen Zeiten den Rekord nicht ganz erreichten. Da 
Robl gerade am Sonntag seinen 28. Geburtstag feierte, so 
war der Sieg gewiß eine besondere Geburtstagsfreude für ihn. 
Unter riesigem Jubel legte der tapfere Münchener mit einem 
großen Lorbeerkranz geschmückt die Ehrenrunde zurück. Nach- 
stehend die genauen Resultate; Mederrad-Prämienfahren. 
3000M. 1. Wegener, 2. Scheuermann, 3. Conrad. 4.12,2. — 
Motor-Rennen. 10 Km. 1. Althof 6 : 48,2, 2. Wolff 
730 Meter zurück, 3. Meinhold 3100 Meter zurück. — 
Niederrad-Vorgabefahren. 3000 Meter. 1. Scheuermann 
(0), 2. Conrad (20 Meter), 3. Fuchs (70 Meter), 4:21,4. 
— Großer Preis von Berlin. 100 Kilometer. 3000, 
2000, 1600, 1200 und 900 Mk. 1. Robl-München 1 St. 
10 Min. 35 Sek., 2. Huber-München 7000 Meter zurück, 
3. Guignard-Paris 10 400 Meter zurück, 4. Dickentmann- 
Amsterdam 15 500 Meter zurück. Demke - Berlin auf 
gegeben. Stand bei einer Stunde: 1. Robl 85,650 Kilo- 
meter. 2. Huber 78,540 Kilometer. 3. Guignard 
77,300 Kilometer. 4. Dickentmann 70,620 Kilometer. 
t Hohenzollern-Theater. In allen hiesigen kunst 
freundlichen Kreisen herrscht ungemein großes Interesse 
für die Aufführung von Gerhard Hauptmann „Fuhrmann 
Heyschel" am Dienstag den 24. Oktober. Die gesamte 
Presse Deutschlands hat dieses Werk als das beste und 
wirkungsvollste von Hauptmann bezeichnet und dürfte bei 
uns am Dienstag auch kein Kunstfteund fehlen, zumal 
Dir. Behle nur seinen besten Künstlern die Hauptrollen 
anvertraut hat. Die Titelrolle wird von Herrn Ernst Stege 
mann dargestellt werden. EineRolle.welchederJndividualität 
dieses Künstlers besonders zusagt. Die Hauptrolle der 
„Hanne spielt die 1. Liebhaberin Frl. Gertrud Treda, 
welche in dieser Rolle besonders hervorragendes leistet. 
Ferner sind noch Frau Suhr und Frl. Römer, sowie die 
Herren Cordes, Günther und Passarge in Hauptrollen be 
schäftigt. Unser vortreffliches BehlescheS Ensemble wird 
uns sicher mit der Aufführung von „Fuhrmann Henschel" 
einen Kunstgenuß allerersten Ranges bereiten. Wer sich 
noch einen Platz zu dieser hochinteressanten Aufführung 
sichern will, der hole sich rechtzeitig die Billete aus den 
bekannten Vorverkaufsstellen. Das Stück wurde von dem 
neuengagierten Ober-Regisseur Herrn Unger vom Residenz- 
Theater in Wiesbaden in Szene gesetzt. 
-j- Handels- und Gewerbeverein zu Friedenau. 
Mittwoch, den 25. Oktober, Abends 9 Uhr, findet im 
„Hohenzollern", Handjerystraße 64, eine ordentliche Monats- 
Versammlung statt. Die Tagesordnung lautet: 1. Ver 
lesen des Protokolls der letzten Sitzung. 2. Aufnahme 
und Anmeldung neuer Mitglieder. 3. Veränderung der 
Sonntagsruhe. 4. Schaffung eines kommunalen Bauamts. 
5. Jnteressenfragen und Fragekasten. Um zahlreiche Be 
teiligung wird ersucht. 
t Von Krämpfen befallen wurde gestern Abend 
gegen 8 Uhr auf der Kaiserallee der in der Handjerystraße 
wohnende Tischler K. Passanten riefen 2 Mann der hiesigen 
Sanitätskolonne herbei und brachten den durch Hinfallen 
Verletzten zur Sanitätswache. Hervorgerufen waren die 
Krämpfe aber wohl durch allzu reichlichem Alkoholgenuß, 
was dadurch schon erkenntlich schien, daß der p. K. sich 
später wie ein Aasender gebärdete, sodaß er in die Amts 
zelle abgeliefert werden mußte. 
f Verkehrsstörung. Heute Mittag hatte sich ein 
übermäßig beladener Steinwagen in der Bismarckstraße, 
Ecke des Friedrich Wilhelm - Platzes, festgefahren. 
Der Kutscher bemühte sich längere Zeit, den Wagen 
in Bewegung zu bringen, jedoch vergeblich. Dadurch 
konnten natürlich die übrigen Gefährte auch nicht weiter. 
Erst nachdem vor dem festsitzenden Steinwagen zwei weitere 
Pferde vorgespannt waren, konnte die Verkehrsstörung ge 
hoben werden. Der Vorfall hatte, da gerade Schulschuß 
war, größere Menschenansammlungen hervorgerufen. 
Berlin und Wororte. 
tz Die Arbeiten für die innere Umgestaltung und 
Erneuerung des kronprinzlichen Palais, die immer noch 
fortdauern, sollen nun bestimmt zu Neujahr ihr Ende 
erreichen. Zur Zeit sind in den Räumen Maler und 
Tapezierer emsig tätig. 
Steglitz. Die Wohnungsstatistik ergibt, daß nach 
dem I. Oktober die Zahl der unvermieteten Wohnungen 
doppelt so groß ist als im Vorjahr. Nach dem 1. Oktober 
standen leer: 46 Läden, 10 Wohnungen zu 1 Zimmer, 
31 Wohnungen zu 2 Zimmer, 161 Wohnungen zu drei 
Zimmer, 71 Wohnungen zu 4 Zimmer, 29 Wohnungen 
zu 5 Zimmer. 4 Wohnungen zu 6 Zimmer, 2 Wohnungen 
zu 7 Zimmer; mit den Neubauten, am 1. Januar 1906 
zu beziehen, werden leer stehen: 92 Läden, 22 Wohnungen 
zu 1 Zimmer, 145 Wohnungen zu 2 Zimmer, 310 
Wohnungen zu 3 Zimmer, 129 Wohnungen zu 4 Zimmer, 
46 Wohnungen zu 5 Zimmer, 1v Wohnungen zu sechs 
Zimmer, 6 Wohnungen zu 7 Zimmer. 
Lankwitz. Groß-Feuer brach gestern Abend gegen 
V 2 8 Uhr in unserem Ort aus. Es brannte eine an der 
Hauptstraße in der Nähe der alten Kirche gelegene Scheune. 
Nur ein Teil des Gebäudes, auf dem sich das Storchnest 
befand, blieb von den Flammen verschont, der übrige Teil, 
in dem sich viele Erntevorräte, 11 Schweine, die heute 
zum Verkauf gelangen sollten, 40 Stück Federvieh usw. 
befanden, fiel dem Feuer anheim, und konnten nur noch 
die Pferde gerettet werden. Zur Löschung deS FeuerS 
waren die Freiwillige Feuerwehr von Lankwitz, sowie die 
Wehren der benachbarten Orte erschienen. Die Ent- 
stehungsursache ist nicht bekannt. Die Aufräumungs 
arbeiten werden noch einige Tage in Anspruch nehmen. 
Herichtliches. 
P. Brutale Mißhandlung seiner Ehefrau war vor dem 
Schöffengericht dem Bahnarbeiter Wilh. A. zur Last gelegt. Seit 
April v. I. lebte A. mit seiner Ehefrau, die er damals heiratete, in 
einer glücklichen Ehe, späterhin änderte sich dies, vermutlich weil dem 
A. der kommende Familienzuwachs mißfiel. Er war seitdem jäh- 
zornig geworden. Jetzt leben die Eheleute getrennt und haben den 
EhescheidungSprozeß anhängig gemacht. — Am 6. August d. I. 
ereignete fich ein Vorgang, der den A. wegen Körperverletzung vor 
das Schöffengericht führte und den EhescheidungSprozeß begründete. 
Um 1 Uhr war L. zum Mittagessen nach Hause gekommen. Er traf 
seine Ehefrau noch beim Etuben-Sufräumen. Das fertige Essen 
hatte sie ihm auf ein Tablett gestellt nebst Bierflasche und GlaS. ES 
entspann sich nun ein Wortwechsel, weil A. daS gefüllte BierglaS auf 
eine Tischdecke stellte. Die Frau sagte, die Tischdecke sei teuer, solle 
geschont werden und A. solle daS Glas auf das Tablett stellen. Ein 
Wort gab daS andere. S. sagte, das sei keine Manier, ohne Tisch 
tuch das Effen zu servieren, um 1 Uhr noch die Stube aufzuräumen, 
sei nicht in der Ordnung rc. Bei dem Widerspruch seiner Frau 
übermannte ihn der Zorn und er warf ihr das gefüllte Bierglas inS 
Gesicht. Die Frau setzte sich zur Wehr und gebrauchte ihre Finger 
nägel an seinem Gesicht. Darauf versetzte A. der hochschwangeren 
Frau einen Stoß gegen den Unterleib. — Die Frau stellte den Straf 
antrag wegen Körperverletzung. Tatsächlich ist, daß sie im September 
d. I. don einem toten Kinde entbunden wurde, das einen schiefen 
eingedrückten Kopf hatte. — Der Angeklagte vermochte vor Gericht 
nur zu sagen, daß er jähzornig geworden sei durch die Äußerungen 
seiner Frau. Der Staatsanwalt beantragte 4 Monate Gefängnis. 
DaS Urteil des Gerichts lautete auf 3 Monate Gefängnis. 
Depeschen. 
Darmstadt. Die Arbeiterfrau Lotz aus Offenbach, 
die am 3. Oktober vom Darmstädter Schwurgericht wegen 
Raubmordes an einem 11jährigen Mädchen zum Tode 
verurteilt worden war, wurde vom Großherzog zu lebens 
länglichem Zuchthaus begnadigt. 
Brünn. In der Nähe der Station Puntowitz 
wurde gestern abend auf den Personenzug, der Vlarapeß- 
Bahn ein Gewehrschuß abgegeben. Die Kugel durchschlug 
die Fenster eines Waggons, ohne jemand zu verletzten. 
Bukarest. Hier und in Braila fanden stark besuchte 
Volksversammlungen statt. Die Redner protestierten hefttg 
gegen die griechische Regierung, die Gräueltaten der grie 
chischen Banden und gegen das Patriarchat. 
Konstantinopel. Gestern früh gegen 3 / 4 6 Uhr 
wurde hier und in der Umgebung ein 5 Sek. dauerndes 
heftiges Erdbeben verspürt in der Richtung Südost-Nordwest. 
Amtliche Anzeigen. 
Bekanntmachung. 
Am 27. Oktober d. IS. soll eine Auf- 
«ahme der im hiesigen Otte vorhandenen 
bebauten Grundstücke erfolgen. 
Wir richten daher an die Herren Haus 
besitzer das Ersuchen, die mit den Haus- 
standslisten für die Personenstands-Auf. 
»ahme m den nächsten Tagen zur Vertei ung 
gela'genden Grüntstückskarlen ausfüllen 
und demnächst spätesten« innerhalb 
3 Tage» nach dem 27. Oktober d. IS. 
zur Abholung bereit halten zu wollen. 
(?« wird ansdrürklich betont, daß 
!die GrundfiückS-Llnfnahme lediglich 
stati-r tische« Zwecken dient nnd ge 
meinschaftlich von der Stadt Berlin 
und den Vororte« ausgeführt wird. 
Wir bitten dringend, durch gewissenhafte 
«mb genaue Ausfüllung des ZählmaterialS 
das volkswirtschaftlich sehr bedeutungsvolle 
unternehmen zu sördem 
Friedenau, den t3. Oktober 1905. 
Der Gemeinde-Borstand. 
Echnackenburg. 
Bekanntmachung. 
Die Erhebung der Steuern für das 
Vierteljahr Oktober/Dezember 1935 durch 
lmsere Steuererheber beginnt mit dem 
»5. Oktober d. I«. 
Es wird daraus aufmerksam gemacht, 
daß die Beamten bei jedem Steuerzahler 
«ur einmal erscheinen können. 
Werden die Steuern an die Steuer- 
nhebcr nicht gezahlt, so find dieselben bis 
1$. November d Js. direkt bei der hiesigen 
tzemeindekaffe, oder bei der hiesigen 
depcsitenkaffe der Deutschen Bank ein zu- 
Wen. Hierbei ist im ersteren Falle das 
khlungsersuchen oder die Veranlagung, 
» letzteren Falle unbedingt daS Zahlung- 
»suchen mitzubringen. 
Kriedenau, den 23. Oktober 1905. 
Der Gemeinde-Vorstand. 
Echnackenburg. 
Bekanntmachung. 
Der Vizefeldwebel im Infanterieregiment 
von AlsenS'.eden (6. BrandenburgischeS) 
Nr. 52 Wilhelm Steudner und Vizewacht 
meister im Kürasfierregiment von Seidiitz 
kMagdeburgisches) Nr. 7 August Schacht 
sind als Amts- und Gemeindeviener ange- 
stellt, vereidigt und bestätigt wurden. 
Friedenau, den >6. Oktober 1905. 
Der Amts- und Gemeindevorsteher. 
Echnackenburg. 
Hohenzollern Idealer 
Friedenau» Handjerystr. 
Direktion: Adolf Behle. 
Dienstag, den 34. Oktober 
Zum I. Male! 
Das genialste und erfolgreichste Werk 
Gerhard Hauptmanns. 
Fllhrulnilll Henschel 
Schauspiel in 5 Akten v. Gerha: d Hauptmann. 
In Scene gesetzt vom Ober-Regiffeu- Unger 
vom Residenz-Theater in Wiesbaden. 
Sensationeller Erfolg am Deutschen nnd 
Schillertheater in Berlin. 
Preise der Plätze tnkl. Garderobe 
und Btllettsteuer: 
Im Vorverkauf: Loge 1,75 M., Sperrsitz 
l,?5 M, Balkon 1,00 M.. 2. Platz 60 Pf. 
An der Abendkasse: Loge 2,00 M., Sperrsitz 
1,50 M., Balkon 1,25 M, 2. Platz 70 Pf. 
Vorverkauf: Im Hohenzcllernrestaurant, 
in der Papierhandlung Ebers. Rheinstr. 15, 
in dem Porzellangeschäft Berger, Rheinstr. 10 
in der Drogerie Dankmar Hermann Nachflg., 
Dürerplatz, sowie in den Zigarrenhandlungen 
Möhring,am Wannseebahnhof u.SchuPpan, 
Handjerystr. 63 [54 7 
Kassenerüffn. 7 Uhr. Ans. präz. 8 Uhr. 
Strumpfe 
llug« z. selbstannähen sowie In. Strick 
garne am Lager. Handjerystraße 85. 
Heute Nachmittag 5 Uhr verschied sanft nach kurzem, schwerem 
Leiden unser innigstgeliebtes Kind 
Bomliaid. 
im 6. Lebensjahre. 
Um stille Teilnahme bitten [5522 
Wilhelm P6e nnd Frau. 
Friedenau, den 21. Oktober 1905 
Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. Nachmittags 4 Uhr 
von der Leichenhalle des Priedenauer Kirchhofes ans statt. 
Spielplan der Kpl. Schauspiele 
Opernhaus. 
Dienstag. Don Juan. 
Mitwoch. Bajazzi. Coppelia. 
Donnerstag. Die lustigen Weiber von 
Windsor. 
Freitag. Samson und Dalila. 
Sonnabend. Der schwarze Domino. 
Sonntag. Der schwarze Domino. 
Montag. Rienzi. 
Schauspielhaus. 
Dienstag. Julius Caesar. 
Mittwoch. Der Schwur der Treue. 
Donnerstag. Prinz Friedrich v Homburg. 
Freitag. Der Schwur der Treue. 
Sonnabend. König Richard Ul. 
Sonntag. Der Schwur der Treue. 
Montag. Götz von Berlichingen. 
Neues König!. Operu-Lheater. 
Sonntag. Der Freischütz. 
Stellengesuche. 
Junger Manns chtNebenbeschäftigung 
auch stundenweis, Vor- auch Nachmittag. 
Lauterste 38. Portier. [5521 
JnngeS Mädch. aus Schief., aus gut. 
Fam., welch, etw. Näh. u. Plätten kann u. 
Häusl. Arbeit verst, sucht Stell, hier bei 
einer liebev. Herrsch. Näh. beim Portier 
Rhcinstt. 33 3 Tr. [5527 
Junge« Mädchen aus besserer Familie 
sucht Stellung bet jüngeren Kindern in 
besserem Hause per bald. ]5516 
Lauterste. 39 II rechts. 
AuSbefferiu sucht Beschäftigung. 
Cranachstr. 55 Gartenhaus 2 Tr. 
5526) Fr. Kannengießer. 
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