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Volume A. Berlin Sechster Abschnitt. Die Ueberwachung des Verkehrs mit Nahrungs- und Genussmitteln sowie mit Gebrauchsgegenständen

Full text: Gesammtbericht über das Sanitäts- und Medicinalwesen in den Städten Berlin und Charlottenburg (Public Domain) Issue7.1892/1894 (Public Domain)

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Nahrungsmittel. 
Grossen oder auch nur zu einer erheblichen Ausbreitung in 
Berlin gekommen. 
Die Einfuhr gefrorener Milch nach dem Patent des Ingenieurs 
Kosse'in Kopenhagen ist in Aussicht genommen. 
Butter. 
Der Verbrauch an Natur- und Kunstbutter hat sich 
auch in diesem Berichtszeiträume nicht mit annähernder Sicherheit 
bestimmen lassen. 
Der Kleinhandel mit diesen Nahrungsmitteln liegt zum 
kleinsten Theile in Händen von Producenten. Erst neuerdings 
haben sich Bestrebungen geltend gemacht, den Händler zu um 
gehen und den Uebergang der Waare vom Producenten direct zum 
Gonsumenten zu ermöglichen, ln diesen Bestrebungen vereinigten 
sicli Gonsumenten und Producenten, von der Anschauung ausgehend, 
dass der fälschende Faktor der Händler sei. 
Die Restaurationen traten nicht nur in directe Verbindung 
mit den Meiereien, sondern auch kleinere Haushaltungen beginnen 
ihren Bedarf durch Bezug vom Lande direct zu decken. 
Im Jahre 1894 hat der Verein der hinterpommerschen 
Molkereigenossenschaften den Versuch gemacht, einen Theil des 
Absatzgebietes den Producenten zurückzugewinnen, indem er ca. 
100 Verkaufsstellen einrichtete. 
Im Grossen und Ganzen aber liegt der Haupthandel immer 
noch in den Händen von Kleinhändlern, die neben Butter Material- 
waaren aller Art, Milch. Grünkram und andere Sachen führen. 
In den Handel kommt die Butter 
1. Tafelbutter 
Bei Bolle 
2. Kochbutter oder Backbutter . 
3. Tischbutter 
in folgenden Formen: 
1,10—1,20 M. pro Pfd. 
1,30—1,50 „ „ „ 
bis 1,80 „ „ „ 
0,80-0,90 „ „ „ 
0,90-1,00 „ „ ., 
1,00-1.10 „ „ „ 
4. Margarine 
[A. Oleomargarine . 
[B. Margarine . . 
1,10-1,30 „ „ „ 
- 1,00 „ „ „ 
0,60-1,00 „ „ „
	        
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