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Volume A. Berlin Fünfter Abschnitt. Wasserversorgung

Full text: Gesammtbericht über das Sanitäts- und Medicinalwesen in der Stadt Berlin während der Jahre ... und … (Public Domain) Issue6.1889/1891 (Public Domain)

Wasserversorgung. 
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geheure Wichtigkeit der schleunige Fortschritt dieser Ange 
legenheit sür die Stadt Berlin hat, hat sich aus den Ver 
öffentlichungen über das jetzige Leitungswasser während der 
Cholerazeit — Herbst 1892 — mit unwiderleglicher Deutlich 
keit ergeben.) 
Die Wasservertheilung regelt sich — von dem Verbrauch von 
ca. 90°/g des ganzen Wasserquantums innerhalb der Häuser abgesehen 
— nach der Maßgabe, daß 3,3 °/ 0 desselben für die Kanalisations-Ver 
waltung mittelst Standrohre und Spülwassermesser abgegeben werden; 
ferner abgängig werden: 2,3 °/ 0 für die Straßensprengung, 1,88 °/ 0 zur 
Versorgung der 130 Stück öffentlichen Bedürfnißanstalten, 0,77 °/ 0 zur 
Speisung von 12 öffentlichen Springbrunnen, 0,63 °/ 0 zur Besprengung 
vou 81 öffentlichen Park- und Gartenanlagen der Stadt, 0,34 °/ 0 zur 
Spülung noch bestehender Rinnsteine und Antheile von Hundertstel 
Procent zu Feuerlöschzwecken, zur Baumbewässerung, zur Reinigung der 
öffentlichen Denkmäler rc., endlich 0,844 °/ 0 für den Betrieb selbst: zur 
Füllung, Speisung und Reinigung der Dampfkessel, zur Prüfung der 
Wassermesser und Apparate, zur Dampscondensation auf den Wasser 
hebewerken Belforter Straße und Tempelhofer Berg (Vergl. IV. General 
bericht Seite 217; — V. Generalbericht Seite 149). 
An die Wasserleitung waren am 31. März 1889 20403, am 
31. März 1891 21598 Grundstücke angeschlossen. Die Zunahme hatte 
von 1889 auf 1890 3,1, — von 1890 auf 1891 2,7 °/ 0 betragen; 
1891 kamen 582 Grundstücke in Zugang. Die Verlegung von Ver 
theilungsröhren in neuentstandenen Straßen, sowie die Ersetzung von 
Röhren kleineren durch solche größeren Kalibers, die Verlegung von 
Rohrsträngen nach dem Bürgersteige ist — wie in früheren Jahren — 
bewirkt worden in allen Straßen, wo das alte Straßenpflaster durch 
definitives ersetzt wurde, und nicht etwa die allzugeringe Breite der 
Bürgersteige ein Hinderniß darbot. Während im Anfangsjahr der 
Berichtszeit (1889) 661246 lf. Meter Rohr, — 4406 Hydranten, — 
1875 Schieber vorhanden waren, belief sich am 31. März 1891 das 
Rohrnetz auf 703317 lf. Meter — die Zahl der Hydranten auf 4640, 
— der Schieber auf 2277. Während des Etatsjahres 1891/92 wuchs 
die Länge des Verthei lungsnetzes der Rohrleitung auf 717120 lf. Meter. 
Die Zahl der am Rohrsystem erforderlichen Veränderungen schwankte in 
den drei Berichtsjahren zwischen 1513 und 2280. 
Das Abschneiden der Städtischen Wasserleitung gelangte 
bei der zweiten Abtheilung des Polizei-Präsidiums 1889 in 24, 1890 
in 10, 1891 in 15 Fällen zur Anzeige, welche letztere theils (und über 
wiegend) durch die davon betroffenen Miether, theils durch die Polizei-
	        
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