Publication:
1890
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365876
Path:

80
Gesundheits-Polizei.
1886 Schulkinder 1887 Schulkinder 1888 Schulkinder
25264 27342 30275
Davon blieben der Im
pfung vorschriftswidrig
entzogen 1085= 4,3% 1064= 3,9% 759= 2,5%
aus gesundheitlichen Grün
den wurden zurückgestellt 229= 0,9% 263= 0,9% 268= 0,9%
verzogen rc 220= 0,9% 187= 0,7% 151= 05,%
geimpft wurden .... 23730 25825 29097
davon mit Erfolg . . . 20529=86,5°/« 21674=83,9% 24373=83,8°/«
Danach betrug die Betheiligung an der Wiederimpfung zwischen 93,9
und 96,1°/« gegen 92,3 bis 94,2% im Berichtszeiträume 1883/85; der
Erfolg 83,76 bis 86,5% gegen 86,4 bis 88,4% im Triennium 1883/85.
(4. Bericht Seite 118.)
Zn öffentlichen Zmpfterminen wurden geimpft:
% der impfpflichtigen Kinder % Schulkinder
1886 16 868 = 54,60% 19 702 = 83,03%
1887 16 724 = 52,95% 21 753 = 84,22%
1888 18 334 = 54,28% 24 895 = 85,56%.
Die vorstehenden Ergebnisse dürfen als befriedigende insbesondere mit
Rücksicht darauf bezeichnet werden, daß der Uebergang zur Verwendung
lediglich thierischen Zmpfstoffes im Jahre 1887 sich ziemlich schroff vollzog,
und hauptsächlich darauf zurückzuführen sein, daß die Zmpfärzte die Mühe,
sich die erforderliche Fertigkeit in der Zmpfanstalt anzueignen, nicht gescheut
haben. (4. Bericht Seite 121.)
Angaben über die Verwendung humanisirten Zmpfstoffes und die Ueber-
impsung von Körper zu Körper im Zahre 1886 haben nach allgemeiner
Einführung des thierischen Zmpfstoffes keinen Werth mehr.
Störungen des Zmpfgeschäftes durch Witterungsverhältnisse, das Auf
treten epidemischer Krankheiten, sowie Uebertragungen der letzteren durch
die öffentlichen Zmpfungcn sind im Berichtszeiträume nicht zur behördlichen
Kenntniß gelangt.
Bezüglich der Jmpftechnik ist nur zu berichten, daß mit der Einführung
des thierischen Impfstoffes neben einfachen flachen, Kritzelschnitte vielfach
beliebt wurden. Unter den 57 bezw. 53 Zmpfärzten befanden sich 6, im
letzten Jahre 7 Bezirks-Physiker.
Ueber nachtheilige Folgen der Impfung liegen folgende Angaben,
welche indessen keinen Anspruch auf Zuverlässigkeit erheben (vergl. 4. Bericht
Seite 122) vor:
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