Publication:
1890
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365876
Path:

Allgemeines und Statistik.
21
Die Kindersterblichkeit war gering in den Winter- und Herbstmonaten
und stieg auf das Doppelte in den Sommermonaten; diese Steigerung be
ginnt 1886 schon im Juni und erreicht die Höhe im September, beschränkt
sich 1887 fast auf Juli und August, während 1888 Juli, August und
September zieinlich gleichmäßig betheiligt sind.
Für die nach Vollendung des ersten Lebensjahres Verstorbenen waren
1886 der März, 1887 und 1888 der Januar die verderblichsten Monate,
während die geringste Todeszahl in der Jahresfolge auf die Monate Juni
und August entfällt.
Die Gesammtsterblichkeit in den einzelnen Stadttheilen ist in der
Friedrichstadt mit 15,05 % 0 —13,27 % 0 auf Tausend Seelen am niedrig
sten, auf dem Wedding, in der Luisenstadt jenseits und in der Rosenthaler
Vorstadt mit 36,49—30,34 % 0 am höchsten gewesen, wie in den Vorjahren;
die Gründe dieser Erscheinung sind in den Vorberichten erörtert worden.
Die Sterblichkeit der Kinder unter einem Jahr verhält sich im Ganzen ebenso.
Die Sterblichkeits - Uebersichten nach Todesursachen und Altersklassen
für den Berichtszeitrauin sind in Anlage I abgedruckt; die hervorragendsten
Sterblichkeitsfaktoren werden hier nur kurz angeführt; eine weitere Be
sprechung derselben wird für den Abschnitt 4 über die einzelnen Krankheiten
zur Vermeidung von Wiederholungen vorbehalten.
Die letzteren Uebersichten sind bei der Wichtigkeit dieser Sterblichkeits
verhältnisse für die öffentliche Gesundheitspflege auf den zehnjährigen Zeit
raum bis 1879 zurückgreifend hier wieder abgedruckt worden.
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