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Periodical volume A. Berlin Zweiter Theil. Gesundheits-Polizei Sechster Abschnitt. Nahrungs- und Genußmittel. Gebrauchs-Gegenstände

Full text: Das Öffentliche Gesundheitswesen und seine Überwachung in der Stadt Berlin Issue 5.1886/1888

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Gesundheits - Polizei. 
Fleisch-Präparaten hergerichtete dessenungeachtet aber den frischen gleich 
geachtete Eingeweide handelte, welche nach den Bestimmungen des Regulatives 
weder eingeführt noch untersucht werden konnten, verhindert, den Händlern 
aber überlassen, die gedachten Organe auf Bestellung abzugeben. 
Mehrfach fanden wiederum Untersuchungen von Würsten auf fremde 
Zusätze: Mehl, Wasser und fremde Farbstoffe statt; doch konnten uner 
laubte Zusätze in den entnoinmenen Proben nicht nachgewiesen werden. 
Die Frage der Benutzung von Konservirungsmitteln zur Erhaltung 
des Fleisches und einer frischen Farbe deffelben fand eingehende Erörterung, 
nachdem im Frühjahr 1888 dem Polizei-Präsidium bekannt geworden war, 
daß die Fleischer verschiedene derartige Präparate in ausgiebiger Weise 
anwenden sollten, namentlich, mn das sogenannte Hackfleisch ansehnlicher 
zu erhalten, beziehungsweise das unansehnliche, grau gewordene Fleisch 
wieder ansehnlich zu machen. 
Folgende Präparate sind im Gebrauch: 
1. Konservesalz von R. L. in K. 
Bon diesem Salze sollen 2 Sorten, eine rächende und eine nicht- 
röthende, in den Verkehr kommen. 
2. The real Australian meat preserve; 
3. Australische Fleisch-Preserve; 
4. Conserveessenz von der Conservesalzfabrik zu S.; 
5. Universal-Konservirungs-Flüssigkeit von Dr. B. und B. in Br.; 
6. Pire real American meat preserve. 
Außerdem sind zur Konservirung von Schinken hier im Gebrauch und 
gelangen zur Anwendung, ehe der Schinken in den Rauch gehängt wird: 
7. Amerikanische Schinken-Preserve, flüssig; 
8. Deutsche Präserve. 
Endlich werden hier noch verwendet, und zwar theilweise beim Pökeln 
als Ersatz des Salzes: 
9. Konservcsalz von I. in B.; 
10. Einfaches und dreifaches Konservesalz der Fabrik zu W.; 
11. Dr. O.'schcs Erhaltungspulver; 
12. Dr. C. R. Barmenit; 
Der vereidete Chemiker Dr. Bischofs äußerte sich zur Sache wie folgt: 
„Die Präparate sind entweder 
1. inehr oder weniger konzentrirte Lösungen von gewöhnlichem doppelt- 
schwefligsanrem Kalk, oder 
2. Lösungen von schwefliger Säure in Wasser in sehr starker Ver 
dünnung; — oder 
3. von doppelt-schwefligsaurem Kalk und Borax in Wasser; — oder
	        
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