Publication:
1890
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365876
Path:

166
Gesundheits-Polizei.
Hiernach gelangten zur Untersuchung:
1886
1887
1888 gegenüber 1885
Davon wurden
302334
338989
473137
283151 Schweine
trichinös. . .
182 = 6,020/000
258= 6,72 °/ 000
359= 7,59 0/000
169 = 5,9 (0/000
finnig ....
befunden.
1795=59,370/000
1918 =49,95°/ooo
1857 =39,25o/o 0 o
2270 = 80,170/000
Die Zahl der auf dem Central-Schlachthofe untersuchten Schweine ist
bedeutend gewachsen (vergl. 4. Bericht Seite 240); das Ergebniß der
mikroskopischen Fleischschau auf Trichinen hat sich wenig ungünstiger als
1885 gestaltet, nämlich um l,38°/ooo; dagegen ist die Zahl der finnigen
Schweine in demselben Zeitraume 1885 bis 1888 fast um 40"/„gg zurück
gegangen, was besonders darauf zurückzuführen sein dürfte, daß in den
letzten Zähren russische Schweine, von denen erfahrungsmäßig ein sehr hoher
Prozentsatz mit Finnen behaftet ist, dem hiesigen Viehhofe nicht zugeführt
worden sind, während sie früher einen bedeutenden Theil des hiesigen Markt
auftriebes bildeten.
Aus dem Bericht des Direktors der städtischen Fleischau vr. Hertwig
für das Etatsjahr 1888/89 verdienen folgende Sätze über die Ermittelung
der Rinderfinne hier Ausnahme und Beachtung:
„Die Bestrebungen der städtischen Fleischschau, betreffend die Ermittelung
von Finnen bei Rindern und deren Prädilektionsstellen haben zu sehr
günstigen Erfolgen geführt.
Die Thatsache, daß schon seit einer Reihe von Zähren der von der
Rinderfinne stammende Bandwurin, taonia rnockiveanollata, bei Menschen
häufiger vorkommt, als der von der Schweinefinne abstammende, trotzdem
die Letztere häufiger nachgewiesen worden ist, als die Rinderfinne, ist be
kannt und in der Fachliteratur vielfach erörtert worden.
Während in anderen Ländern, besonders im Orient, Nord-Afrika und
in Rußland die Finnen bei Rindern sehr häufig vorkominen, sind sie in
Deutschland, Oesterreich und in der Schweiz nur in vereinzelten Fällen und
zufällig gesehen worden.
Auch die in früheren Berichtsjahren in den hiesigen öffentlichen Schlacht
häusern in vereinzelten Fällen erfolgte Ermittelung finniger Rinder ist theils
dem Zufall zu verdanken, theils darauf zurückzuführen, daß dicht unter der
Oberfläche der gesammten Muskulatur zahlreiche und deutlich erkennbare
Finnen sich befanden.
Daß die Finnen unter den Rindern häufiger vorkommen mußten, als
sie thatsächlich gefunden wurden, unterlag keinem Zweifel und strebte man
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