Publication:
1890
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365876
Path:

(fünfter Abschnitt.
1. Wafferversorgnnfl. Brunnen. Wasserleitungen. Ueber-
wachung.
u) Wnffermerlre am Stralauer Thor.
Ungeachtet der bedeutenden Entlastung der Wasserwerke am Stralauer Thor
in Folge der Vergrößerung der Tegeler Anlagen war nur mit äußerster Sorg
falt des Betriebes eine derartige Reinigung des an der Oberbaumbrücke der
Spree entnommenen Wassers, dessen Verunreinigungen die früheren Berichte
erörtert haben, zu erzielen, daß das gelieferte Wasser den hygienischen
Anforderungen immer noch im Wesentlichen entsprochen hat. Fortlaufende
bakteriologische Untersuchungen, an Ort und Stelle nach der Koch'schen Me
thode vom Ingenieur Piefke ausgeführt, gaben werthvolle Winke für die
Behandlung der dortigen Filter an die Hand. Die in Folge dieser Unter
suchungen erforderliche sorgfältigere und mühevollere Art des Betriebes ver-
theuert aber die Filtration auf der Stralauer Station gegenüber derjenigen
bei Tegel erheblich.
Eingehende Versuche der Reinigung des Wassers nach dem Antwer-
pener Verfahren, bei welchem das zu reinigende Wasser in einer Trommel
über bewegliche Eiscnplättchcn geleitet und nach der so erfolgten Reinigung
von suspcndirten Stoffen filtrirt wird, wurden in einem Versuchsfiltcr mit
72 gm Sandfläche ausgeführt, lieferten aber kein befriedigendes Ergebniß.
In richtiger Erwägung des Umstandes, daß die Stralauer Werke für
die Zukunft nicht zu halten sein würden und daß die Werke hier und in
Tegel den Bedarf der sich immer und schnell vergrößernden Stadt nicht
dauernd zu decken vermöchten, ist man der Anlage einer Wasserhebestation
am Müggelsee auf Grund weiterer Erhebungen wieder näher getreten. Ein
von dem Direktor der städtischen Wasserwerke, Gill, unter dem 25.Zuli 1887
vorgelegtes Projekt erhielt am 9. Februar beziehungsweise 19. April 1888
die Zustimmung der städtischen Behörden, und wurde von der Königlichen
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