Publication:
1890
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15365876
Path:

126
Gesundheits-Polizei.
Der ganze Ofen wird oben durch einen leichten Blechdeckel durchaus
undicht verschlossen.
Nachdem in dem hiesigen hygienischen Institut durch eingehende sorg
fältige Versuche festgestellt worden war, daß beim Gebrauche des Carbon-
Natron-Ofens stets eine für Vergiftungen ausreichende Menge Kohlenoxyd
in das zu beheizende Ziminer entweicht, die Anbringung eines Gummi
schlauches zur Abführung der Verbrennungsgase ohne nennenswerthen Ein
fluß sei, demnach der Ofen als eine äußerst gefährliche, unter Umständen
todbringende Heizvorrichtung bezeichnet werden müsse, erließ der Herr
Polizei-Präsident zugleich in Genügung eines inzwischen ergangenen
Ministerial-Erlasses von: 2. Oktober 1888 (Ministerial-Blatt für die innere
Verwaltung Seite 193) eine entsprechende Bekanntmachung.
Auch vor dem Gebrauch der sogenannten Grudeöfen ohne ordentliches
Abzugsrohr in bewohnten Räumen, besonders in Schlafzimmern, war mit
Rücksicht auf die Entwickelung von Kohlenoxydgas bereits im März 1886
gewarnt worden.
2. Pennen, Schlafstellenwesen, Asyle.
a. Pennen.
Die Beaufsichtigung der Pennen hat während des Berichtszeitraumes
in der früher geschilderten Weise stattgefunden und zu wesentlichen Aus
stellungen keine Veranlassuug geboten. Uebertretungen ' der bestehenden
Bestinunungen (Polizei-Verordnung vom 31. Januar 1880, 1. Bericht
Seite 333) traten besonders in Ueberfüllung der Räume und unzureichenden
Lagerstätten hervor. Von den am Schlüsse des Jahres 1885 bestehenden
Pennen und pennenartigen Schlafstellen (4. Bericht Seite 180 ff.) bestanden
Ende 1888 noch folgende:
1. Rolffs, Krausenstraße 11.
2. Otto, Prenzlauerstraße 17.
3. Freitag, Müllerstraße 6.
4. Wieneke (früher Guiard), Weberstraße 22.
5. Funk, Bergstraße 12.
6. Stellmacher, Josephstraße 9, bezw. Franzstraße 14 (seit 1887
eröffnet).
7. Ließner, Küstriner Platz 1, früher Benthin.
8. Freude, Kottbuser Ufer 45.
9. Fürst, Alte Jakobstraße 31.
10. Schröder, Koppenstraße 9.
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