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Full text: Das Öffentliche Gesundheitswesen und seine Überwachung in der Stadt Berlin (Public Domain) Issue4.1883/1885 (Public Domain)

Anlagen. 
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k) Datum der polizeilichen Genehmigung der Aufnahme, 
l) Datum der an die Staatsanwaltschaft erstatteten Anzeige, 
m) Bezeichnung der Krankheit, 
n) Name des behandelnden oder konsultirenden Arztes, 
o) steht der Kranke unter gerichtlicher Kuratel? oder schwebt das Provokations 
verfahren? 
p) Bemerkungen, insbesondere bezüglich der Gemeingeführlichkeit, Unheilbarkeit 
u. s. w., 
q) Tag des Abganges oder des Todes; im ersteren Falle mit Bezeichnung des 
Zustandes beim Abgänge, 
r) Bemerkungen. 
Finden in einer Privat - Irren - Anstalt auch Kommunal-Kranke Aufnahme, so 
sind dieselben getrennt von den Privatkranken in ein besonderes Tagebuch mit der 
vorstehenden Eintheilung einzutragen. 
§ 11. 
Ueber jeden Kranken ist ein eigenes Aktenstück anzulegen, in welches die ärzt 
lichen Gutachten, der polizeilich genehmigte Aufnahme-Antrag und die polizeiliche 
Genehmigung der Aufnahme, amtliche Verfügungen und alle sonstigen, den Kranken 
betreffenden Schriftstücke zu heften find. 
8 12. 
Aus allen die Anstalt im Allgemeinen betreffenden amtlichen Schriftstücken, ins 
besondere der ertheilten Konzession, der Instruktion u. s. w. ist ein eigenes General- 
Aktenstück zu bilden. 
8 13. 
Jedem Kranken niuß ein Schlafraum von mindestens 25 Raummetern gewährt 
werden. 
Die Kranken find nach dem Geschlechte zuverlässig abzusondern, unter sorgfältiger 
Aufsicht zu halten und Zwangsmaßregeln jeder Art nur dann und so lange zu 
unterwerfen, als es von dem Arzte der Anstalt ausdrücklich angeordnet ist. 
8 14. 
Für jede derartige Anstalt muß wenigstens ein ordnungsmäßiger Baderaum 
und die erforderliche Anzahl von Aborten, event, nach Geschlechtern getrennt, vor 
handen sein. 
8 15. 
Den auf die Sicherstellung der Kranken und auf die Reinlichkeit sich beziehen 
den medizinalpolizcilichen Anordnungen ist genau Folge zu leisten. 
8 16. 
Falls der Unternehmer der Anstalt nicht selbst Arzt ist, muß derselbe der zu 
ständigen Polizei-Behörde denjenigen Arzt namhaft machen, welchem er die ärztliche 
Aufsicht der Anstalt und die Behandlung der Kranken übertragen will. 
Für Heil-Anstalten über 20 Betten muh der Arzt im Hause wohnen. 
Der Unternehmer bez. die Unternehmerin selbst aber bleibt nicht nur für die 
sorgfältige Ausführuug der ärztlichen Anordnungen, sondern auch für die gesummte 
Leitung der Anstalt verantwortlich. 
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