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Volume A. Berlin Erster Theil. Allgemeines und Statistik

Full text: Das Öffentliche Gesundheitswesen und seine Überwachung in der Stadt Berlin (Public Domain) Issue4.1883/1885 (Public Domain)

Einleitung. 
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Diese lediglich die Süd- und Westseite der Stadt treffende Erweiterung 
umfaßte 2412 da, so daß das Stadtgebiet sich nunmehr über 5923 ha 
erstreckte. 
Dazu kamen durch Allerhöchste Kabinetsordre vom 2. Februar 1881 
noch der Thiergarten, der Seepark, zoologische Garten, der unbebaute Theil 
des Hippodrom und Schloß Bellevue, im Ganzen 387 ha, so daß nunmehr 
das Stadtgebiet als solches 63 lO ha umfaßte; dabei ist es bis jetzt geblieben. 
Von dieser Gesammtsläche entfielen 1882 auf: 
1. öffentliche Wafierläuse 180 ha = 2,85 % 
2. öffentliche Parks, Gärten :c 411 „ = 6,52 % 
3. Friedhöfe rund 120 „ = 1,90% 
4. Eisenbahnanlagen rund 325 „ = 5,15 % 
5. öffentliche städtische Straßen, Plätze rc. . 805 „ --- 12,75 % 
6. bebaute Flächen einschließlich Gärten und 
Höfe ■ 1814 „ = 28,75 % 
Zusammen 3655 ha = 57,92 %, 
so daß 1882 noch 42,08% oder 2655 ha und einschließlich der zu 1 bis 5 
bezeichneten Theile 4496 ha unbebaut waren. 
Zur Zeit sind nach den von den städtischen Behörden gemachten 
Angaben im Ganzen nur noch 4100 ha unbebaut. 
Das Stadtgebiet der so erweiterten Reichshauptstadt liegt geographisch 
zwischen 52° 29' und 52° 34' 30" nördlicher Breite und zwischen 31° und 
31" 10' östlicher Länge von Ferro in der flachen Thalmulde der Spree, 
welche die Stadt nahezu von Osten nach Westen durchfließt, am alten 
Schlesischen Thor von O.S.O. in dieselbe eintritt, um das Stadtgebiet hinter 
dem zoologischen Garten wieder zu verlassen. Inmitten der Stadt zerfiel 
die Spree ehedem in mehrere Arme, von denen heute nur noch der 
Schleusengraben besteht, während der Grüne Graben (Festungsgraben) und 
der versumpfte Kanal, welcher für den Königsgraben angelegt war, in Folge 
der Kanalisation beseitigt sind. So besteht denn von den ehemaligen Inseln 
nur noch die sogenannte Schloßinsel. Durch den südlich vom Flußlauf 
gelegenen Stadttheil läuft vom Schlesischen Thor der ehemalige Schaf 
graben, jetzige Landwehrkanal, welcher sich bei Charlottenburg an dem 
dortigen Stadttheil Lietzow wieder in die Spree ergießt, während vom 
Humboldtshafen, zwischen dem Jnvalidenpark und dem Hamburger Bahn 
hof, der Spandauer Schiffahrtskanal von der Spree nach dem Tegeler 
See führt. 
Der wichtigste Zufluß der Spree im Weichbilde der Stadt ist die durch 
die wenig hygienische Beschaffenheit ihres Wassers (vergl. 3ter Gen.-Bericht
	        
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