Path:

Full text: Generalbericht über das Medizinal- und Sanitätswesen der Stadt Berlin (Public Domain) Issue1.1879/1880 (Public Domain)

Geburt»-, Gesundheit». und Sterblichkeit».Verhältniffe. 
63 
daß solche Lokalitäteu selbst inpcirt, zu Jnfections-Heerden werden und daß die 
Kranken als solche erkannt und durch Transport in Krankenhäuser aus dem 
Verkehr gebracht werden. 
In Krankenanstalten (Baracken-Lazareth) wurden geschickt: 
aus dem Arbeitshaus 6 Personen, 
- - städtischen Asyl 94 
- - Vereins-Asyl 25 
- - Weiber-Gefängniß 2 
- - Hausvoigtei 2 
- - Stadtvoigtei 11 
- - Filial-Gefängniß (Perlebergcr- 
straße 10 und 39) 83 
aus Pennen 63 
• Herbergen 10 
Die Privathäuser, in denen Flecktyphus vorkam, waren durch die ganze 
Stadt zerstreut nnd es ist in hohem Grade bcmerkenswerth, daß nur in 
15 Häusern mehrfache Erkrankungen vorkamen, nämlich: 
in 11 Häusern 2 Fälle, 
- 3 - 3 » 
- 1 Hause 5 - 
während die übrigen 110 Fälle vereinzelt geblieben sind. Es liefert dies den 
Beweis, daß die Krankheit im Ganzen keinen günstigen Boden gefunden hat, weil 
sich sonst bei der vielfachen Gelegenheit zur Ansteckung, wie sic durch die überaus 
dichte Bevölkerung der Wohnungen der ärmeren Klassen und namentlich durch 
das Schlafstcllen-Wescn geboten wird, in Privathäusern eher Krankhcitsheerde 
entwickelt hätten. 
Außcrdenl ist zu bemerken, daß in der Charite ein Unterarzt und 5 Wärter, 
im Barackenlazareth 7 und in Bethanien ein Wärter von der Krankheit ergriffen 
wurden. 
Nachdem vom 17. October bis zum Schluß des Jahres nur ein Fall 
(19. November) gemeldet war, kamen im Jahre 1880 bis Ende Mai nur 
vereinzelte Fälle (vom 1. Januar bis 15. März nur 2) vor, dann aber 
mehrten sich dieselben. 
Es wurden nämlich im Jahre 1880 als an Flecktyphus erkrankt ge 
meldet in der Woche: 
vom 5. bis 11. Januar — Person, 
- 12. bis 18. Januar 1 
- 19. Januar bis 29. Februar — 
- 1. bis 7. März 1
	        
Top of page
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.