tigfciicn enthalt, die den Ruhm dieser Mst so. bl>"
hcndcn Anstalt, und das Verdienst ^ ."»"gen Sektors
und Professors Sieferl »--»dunkeln, und daher
r>ne Berichtigung verdien."»- . , , , .
'Keine Liebe zur W»yrhelt, und wahre Hochach,
«unq für diesen cb"> s° gründlichen Gelehrten, als
„,Äi<4en s^>,,,..-ann, mit dem ich fünf und ein hal,
i>l-q ^abr «.---durch im schönsten Verein und mit dem
alüekl'^t^" Erfolge an dieser Lehranstalt gearbeitet
machen ce mir zur Psiichl, jene falschen Be<
Hauptungen öffentlich zu widerlegen.
Wenn in jenem Aufsätze gesagt wird, daß die
Einladungsschrist des Herin I). Leps das erste
Programm sei, welches unsere Schule geliefert hatte,
und daß wir uns bisher nur mit einer Uebersicht der
Rcvcübungen auf einem Quartblatte, worin weder
von wen Lehrern, noch von den Schülern und der
Einrichtung der Anstalt die Rede gewesen wäre,
hauen begnügen muffen: so ist dieses offenbar falsch,
und beweiset deutlich die völlige Unbekanntschaft des
Verfassers mit unserer Schule. Als nach dem Tode
des Rectors und Professors Berruch, der Herr
Professor Sieferl an die Spitze des Lyceums trat,
wurde von diesem in jedem Jahre ein Programm
geschrieben, welches unter der Menge der Einlavungssihrificn,
die jährlich von den Direktoren gelehrter
Anstalten geschrieben werden, einen nicht unbedeutenden
Rang einnehme» möchte. Um Michaelis 1804
schrieb er sein erstes, welches, so wie das im folgendem
Jahre, eine kurze Geschichte des Lyceums ent,
hielt. Im Jahre 1806 wählte er zum Gegenstände
feiner Einladungsfchrift die »4tc Satyrc des Juvenale,
über die Erziehung, welche er deutsch
in den Versen des Orainals, mit kurzen Anmerkungen
begleitet, dem Public» mittheilte. Für das
Programm des Jahres rLe>7 hatte er die 8te Saiyre
Juvcuals bestimmt, welche aber durch die Schuld
des Buchdruckers liegen blieb, und cr.st in der Einladungesckrifl
vom Jahre i8°6 erscheinen konnte.
Außerdem enthält ein jede« dieser Programme
weitlauftige Nachrichten über den jedesmaligen Zustand
des Lyceums, über vorgefallene Veranderunaen
bei demselben, nebst einem LectionSplane, welcher
stets dem Bcdürfniffe unserer Anstalt und der geringen
Zahl der Lehrer an derselben vollkommen angemcsien
war.
Ferner sagt der Verfasser im obigen Aufsätze:
daß die Munersp rache auf unserer An statt
sehr vernachlässiget worden sey., Dies ist
eine Behauptung, welche eben so ungegründer, als
vorwerfend für die Anstalt und deren Lehrer ist.
Die deutsche Sprache wurde von jeher auf unserer
Schule in vier besondere» Klaffen, in den drei obern
wöchentlich in zwei, in der untersten in drei bis
vier Stunden gelehrt, und die Schüler einer jeden
Klaffe angehalten, alle acht Tage eine eigne schriftliche
Ausarbeitung zu liefern, wie dieß aus dem, jedem
Programme beigefügten LectionSplane, deutlich zu ersehen
ist. Außerdem trug der Herr Professor Siefert
in der ersten und zweiten Klaffe deutsche Literatur
vor, und machte die Scküler derselben mit den
Meisterwerken unserer Nation bekannt. Auch beweisen
die noch jetzt bei den Schulacren liegenden
schriftlichen Arbeiten unserer seit sechs Jahren zur
Universität abgegangenen Zöglinge hinlänglich»-daß
sic sicv außer den erforderlichen anderen Kenntniffen,
gute, zum Theil vorzügliche Kenntnisse in der Multersprache
erworben habe», wie dieß auch selbst von
den höchsten Behörden anerkannt.worden »st.
Eine Schreib ibliothek ist schon unter dem Rectorale
des Professors Deriuch begründet, und durch
den Herrn Profeffor Siefcrt beträchtlich vermehrt
worden. Jedoch ist der dazu bestimmte äußerst geringe
Fonds kaum zureichend, die Kosten für den
Druck des jährlichen Schulprogramms daraus zu
bestreiten. Ent wäre es daher allerdings, wenn die
wohlgemeinten Wünsche des Herrn b). Leps in Erfüllung
gingen, und dankbare Zöglinge der Anstalt
durch ein oder das andere Werk unsere bis jetzt noch
unbedeutende Schulbibliothck vermehrten,
F. W. G. Sachse,
Professor am Sr. Wtlh. Lyceum.
Seit dem raten November eingekommen:
1) Von Hrn. P. V. aus B. 5 Thl.; 2) aus Züllichau
durch Hrn. Prediger Nicolai, gesammelt von
den Zöglingen der Waisenhaus-Anstalten ig Thl.i-Gr.
2 Pf., von den Lehrern und Lehrerfamilien 19 Thl.
2 Gr. 8 Pf. und von der Waifenhausgerneindc 7 Thl.
2» Gr. aPf., zusammen 46Thl. 12Gr.; 3) von einem
Ung. i2 Thl Cour.; 4) v. Hrn. Canzlei-Dir. Elitsch
5 Thl.; Z) v. Hrn. Lehrer Bartsch für eine Predigt
1 Thl; 6) v. C. F. L. 1 Thl; 7) aus e. Kirchencollecte
zu Teltow durch die Hrn. Stadtverordneten
Reibe und Krause 6 Thl. 8) v. M. und M. aus Ahlbeck
in Pommer» durch E. B. 4 Thl. 9) durch Hrn.
Prediger Pelkmann von dem Kaufm.Hrn. Krause aus
Neust. Sbcrsw. 6 Thl. »6 Gr.; uo) v. d. Magistrais-Eollegiv
».mehreren Einwohnern ausZüllichauszThl.;
11) v. der Witwe St — n durch Hrn. Pred. Fleischer
2 Thlr. 16 Gr.; 12) v. Hrn. Pr. W. in Fl. für 1
Predigt durch Hrn. Buchdr. Starke 1 Thlr. Cour.;
13") v. der Gemeinde zu Schönhausen an der Elbe
durch Hrn. Pred. Petri 17 Thl.; 14) au» Königsberg
von einer edle» „Theilnehmenden'», deren
Name dem Vaterlande heilig ist, durch Hrn. Reimmann
too Thlr. Cour.; 15) noch von dort her durch
Hrn. Gen. Ehir. D. Wiebel 7 Thl. Cour.; 16) Aus
Freienwalde mi« dem Motto: „Krieg und Brand segnet
Gor« mit milder Hand" 1 Tresorschein - 5 Thl.,
17) durch Hrn. Medicinalrath Id. Sybel in Brandenburg
für verkauf,« Predigten 5 Thl. Gold und
5 Thl. 8 Gr. Cour, worunter 1 Frd'or von Hrn. Pre,
diger Schaub, 2 Thl. von Frau v. Schlabrendorf u.
1 Thl. vom Hrn. Prof. Lange; 18) v. Hrn. Superintendent
Brohm aus Seehausen für Predigten 1 Thl.
8 Gr. Cour.; 19) von I. C. B- 5 Thl. Gold; und
20) au» Schwedt, eine bei einem freundschaftlichen
Mahle gesammelte Kollerte, eingesendet durch Hrn.
Superintendenten Kästner 10 Thl. Zusammen: 10
Thl. Gold und289 Thl.8 Gr. Cour, und Münzcouranl.
Unterzeichneter hat bis heut, den 17 December,
überhaupt eingenommen: 38» Thlr. FriedrichSd'or,
24 Thl. Ducaien, 40 Thl. in Trcforscheinen 2 Thl.
12 Gr. Zinscoupon und »806 Thlr. 17 Gr- 5 Pf.
Courant und Münzcouranl, zusammen 2253 Thlr.
5 <&r. 5 Pf. und bemerkt dieses mit der innigsten,
dankvollsten Rührung und unter herzlichen Wünschen
für die Beglückung und Wicdrrerfreuung der menschenfreundlichen
Wohlthäter. Han stein.
;' * 2 * * 5 * * 8 * * * 12 ' Berichtigung.
Die Nachricht in der vorigen Nr. des Pr. Haus,
freundes: daß der azstc December uns unsern Herrscher
und seine Gemahlinn vor 15 Jahren als Braut,
paar-zugeführt habe, ist-irrig. Am zwei und zwanzig
stscn December ,793 hielt die edle Braut ihren
feierliche» Einzug i» Berlin.