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Volume Nr. 14., 17. Mai 1806

Full text : Berlin oder der preußische Hausfreund (Public Domain) Ausgabe 1.1806 (Public Domain)

Nr.  x4*

xßoö.

oder

der  Preußische  Hausfreund.

Sonnabend,  den  17.  Mat.

Erinnerung  au  die  Denk  Würdigkeiten  1»  der  Stammliste
  der  KLuiglch  -  Preußisch  eu  Armee.
(  Ein  Wort  an  alle  Stände.  )
§^ie  Aevürtage  dieses  Monates,  welche  die  Schönheit, ­
  Kräftigkeit  und  Gewandtheit  der  Garnisonen  von
Berlin,  Potsdam  und  Charlottcnburg  wieder  aufs  neue
lebendiger  vor  Augen  theils  schon  gebracht  haben,  theils
noch  bringen  «erden,  bieten  zugleich  eine  schickliche  Gelegenheit ­
  dar,  an  ein  Buch  zu  erinnern,  welcher  außer
dem  Kreist  derer,  die  cS  haben  müssen,  nicht  bekannt ­
  genug  ist,  und  im  Ganzen  nicht  so  vielseitig  benutzt ­
  wird,  als  eS  sich  benutzen  ließe  und  als  es  benutzt
zu  werden  verdient.  ES  ist  gemeint  dieStammliste
aller  Regimenter  und  Corps  der  Ko  ntglich-Prcußischcn
  Armee').
Unter  den  Denkwürdigkeiten,  welche  diese
Stammliste  enthält,  sind  einer  vorzüglichen  Aufmerksamkeit ­
  und  einer  wiederholten  Beherzigung  würdig:
1)  die  Nachrichten  von  der  allmähligen  Entstehung  und
Bildung  der  Pr.  Armee,  eine  Einleitung  zum  Ganzen,
worin  vieles  berichtet  ist,  was  iedec  Preuße  wissen
sollte,  und  was  Tausende  nicht  wissen.  2)  -  ieGeschichte
  jedes  einzelnen  Regimentes,  woraus  man  ersieht,  welchen ­
  Antheil  jedes  einzelne  Regiment  an  dem  Naki»-nalrubmc
  hat,  dessen  wir  uns  erfreuen,  s'  Ein  alpha-')
  OerI  in  in  Coi»a„n-on  derHimturaiäbtn  Nuchhantlun.i  mm
Besten  dw  milu.  Ekjichunj!-anstauen.  Sie  erubeine  jährst».

iberisches  Verzeichniß  der  Städte  und  Ortschaften,  welche
in  der  Geschichte  der  Prcuß.  Armee  berühmt  geworden
ü»d  in  dem  Zeitraum  vom  F.  1656  bis  i?Ai.  Es  sind
Heren  hundert  und  drei  und  sechzig.
Wenn  man  dieses  Buch  nach  näherer  Bekanntschaft
.aus  der  Hand  legt,  füblt  man  sich  zu  ernsten  Befrachtungen ­
  gestimmt.  Verweilet  man  mit  seinen  Gedanken ­
  bei  den  Vorfahren  der  jetzt  vorhandenen  Armee,
.so  befindet  man  sich  gleichsam  zwischen  den  Grüfte»
tlnd  Gräbern  der  heldenmüthigen  Krieger  und  tapfer«
Streiter,  welche  die  Selbstständigkeit,  die  Würde  und
Nationalchre  der  Preuß.  Monarchie  gründen  halfen,
.mit  Aufopferung  an  Gesundheit  und  Leben.
Wendet  man  seinen  Blick  zu  den  jetzt  beliebenden
.Truppen,  so  erkennt  man  in  ihnen  würdige  Besitzer
eines  großen,  ihnen  angestammten,  Erbtheiles.  WaSthre
Borfahren  gründeten,  haben  sie  befestiget;  was  jene
begannen,  haben  sic  fortgeführt;  und  sind  geeignet,  ihren ­
  Nachkommen  das  theuer  erworben«  Kleinod  unversehrt ­
  zu  übergeben,  jenen  Kriegesruhm,  der  von  de»
Zeiten  des  großen  Kurfürsten  unangetastet  von  Geschlecht ­
  zu  Geschlecht  ist  fortgeerbt  worden.
Diese  Stammliste  sollte,  wie  der  Kalender,  in  aller
Händen  seyn;  sie  sollte  in  keiner  Familie,  in  keiner
Volksschule  aus  dem  Lande  und  in  der  Stadt,  ja  in
keiner  gelehrten  Schule  fehlen,  damit  alle  Stande  der
Preußen  von  Jugend  auf  inne  würdenwas  sie  ihrem

I.
            
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