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Erstes Espitel.
boten den Kindern allein die Möglichkeit etwas freierer Bewegung.
Der Vater schon hatte seine Jugend unter Entbehrungen
zugebracht. Wie er den Kindern wiederholt erzählte,
hatte sein Vater den Adel abgelegt, um es, nach den
Vorurtheilen der damaligen Zeit, seinen -zahlreichen Kindern,
besonders seinen Töchtern zu erleichtern, sich ihren Lebensunterhalt
selbst zu verdienen, und während seiner Studienzeit
in Halle, hatte der Sohn neben kargen Stipendien, sich hauptsächlich
durch den Unterricht im Flötenspiel erhalten, das damals
zur Zeit des großen Königs, vielfach gepflegt wurde.
Zu seinen Studiengenossen dort, gehörte der später so bekannt
gewordene Kanzler Beyme, und seinem Wunsche ist es wohl
zuzuschreiben, daß nachher sowohl sein Gütercomplex, als der
der Familie von Winning, dem Burgemeister Sydow in Charlottenburg
als Patrimonialrichter unterstellt wurde. Aber
trotz dieser Nebensteüung blieb das Einkommen der Charlottenburger
Stelle ein so dürftiges, daß, als sich das Hans
nach und nach mit sieben Kindern füllte, und die Kriegsnöthen,
Truppendurchzüge und große Einquartierungslasten dazu kamen,
die Eltern oft nicht wußten, wie sic die Kinder erhalten, ge°
schweige ihnen eine, ihren Anlagen entsprechende Bildung geben
sollten.
Der Vater, welcher bei seinen Mitbürgern als Ehrenmann
noch lange in gesegnetem Andenken geblieben, war zu
seinen Kindern besonders zärtlich und liebevoll. Der Verkehr
mit seiner Frau, für die er hochachtende Liebe empfand, hatte
stets etwas ritterliches, und er war sich genau bewußt, daß
er ohne ihr tüchtiges, resolutes Walten, das Hauswesen nicht
durch die kümmerlichen Jahre hätte durchlaviren können. Die
Mutter, der die eigentliche Erziehung der Kinder oblag,