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Volume Nro. 260., Sonnabend den 29. December

Full text: Der Freimüthige oder Ernst und Scherz (Public Domain) Issue2.1804 (Public Domain)

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^ (Mit Musik.) 
-Auf Berg und Thal ruht dunkle Nacht, 
Kein Lüftchen athmet mehr; 
Und nur der Mond in stiller Pracht 
Streut sanftes Licht umher. 
Und freundlich an des Baches Moos 
Lockt mich sein goldner Schein; 
Da nimmt in seinen Blüthcnschoos 
Ein Hüttchen still mich ein. 
Und sehnsuchtsvoll erblick ich sie. 
Die sich mein Herz erkohr; 
Der in geheimer Sympathie 
Ich cw'ge Liebe schwor. 
Sie glanzt so sanft, sie stralt so licht. 
Ein Kranz von Rosen schwebt 
Ihr lächelnd um das Angesicht 
Mit Immergrün durchwebt. 
Kristallenhell ihr Auge glüht, 
Ihr Kleid ist silberweiß, 
Und um den vollen Busen blüht 
Der Lilienflor des Mais. 
Der Himmel lacht in ihrem Blick, 
So wunderschön und mild. 
Und tausendfach stralt sie zurück 
Der Anmuth hohes Bild. 
Wohl in de« Lenzes schönsten Dust 
Ward ihre Stirn getaucht. 
Sie flüstert sanft, wie Zephirlust 
Um junge Blumen haucht. 
Doch klag' ich ihr den stillen Schmerz, 
Der Liebe süße Pein; 
Dann blickt ihr Auge himmelwärts 
Bon irrd'scher Regung rein. 
Und ihren Namen, — nenn' ich ihn 
Den Hörern allzumal? — 
Es ist. gefaßt in zartes Grün, 
Die Quelle dort ün Thal. 
C. Schreiber.
	        
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