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Volume No. 31, 15. September 1819 Plan zur Ausspielung des, von der Frau Majorin von Tuchsen, gebornen von Gontard, zu milden Zwecken bestimmten Brillantringes

Full text: Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Berlin (Public Domain) Issue4.1819 (Public Domain)

Von den zur Ziehung kommenden Loosen kann nur ein einziges den Gewinn erhalten, 
alle übrigen müssen daher als Nieten ausfallen. 
6. - 
Die spielenden Nummern werden, nachdem sie mit der Nachweisung zusammenge 
halten und glaubhaft berichtiget sind, öffentlich in das Glücksrad eingezahlt und geworfen; 
der Ring selbst wird öffentlich vorgezeigt. 
7. ' 
Die Ziehung der Lotterie geschieht anr 22stcn Dezember 'dieses Jahres Vormittags 
8 Uhr in dem Lokale der König!. General-Lotterie-Direktion, und zwar in Gegenwart der, 
Seiten der unterzeichneten Regierung zu ernennenden .Personen-und unter. Leitung eines von 
derselben dazu zu beauftragenden Mitglieds des Kollegii, durch Waisenknaben. 
^ 6. 
Zu Ersparung unnbthigen Zeitaufwandes wird in der Art gezogen, daß die konkurn- 
renden 18,855 Nummern nebst 40 Gewinnzeichen in ein und dasselbe Rad geworfen werden. 
Sobald das erste jener 40 Gewinnzcichen gezogen worden, ist die Zielnmg beendigt, und die 
nächstvorhergezogene Nummer erhalt den Gewinn. Die gezogenen Nummern werden prokla- 
mirt und zu Protokoll verzeichnet. 
9. 
Die Bekanntmachung des Gewinnes erfolgt durch die hiesigen Zeitungen und das 
Jntelligenzblatt, die Ausantwortung desselben aber innerhalb 3 Wochen nach jener Bekannt 
machung, an den Präsentanten des von der rc. von Luchsen rekognoszirten Looses, 
eingereichte Vorstellung bei der unterzeichneten Regierung. 
auf 
10. 
behalten werden kaun. 
Etwanige Anzeigen von abhanden gekommenen Loosen müssen von den Interessenten 
spätestens 8 Tage vor der Ziehung bei uns eingereicht werden, damit der Gewinn inne- 
Auf diesfallige spatere Anzeigen kann keine Rücksicht genommen 
werden. Wenn sich binnen drei Wochen nach dem, auf Kosten des betreffenden Interessenten 
erfolgten öffentlichen Aufruf, ein Inhaber des für verloren gehaltenen Looses nicht meldet; 
so wird der Ring demjenigen, als dem wahren Eigenthümer,, ausgehändigt, welcher daS 
Gewinnloos, als ihm verloren gegangen, angemeldet hat. 
Wenn sich aber der Inhaber binnen gedachter Frist meldet, und eine gütliche Aus 
gleichung zwischen ihm und dem angeblichen Verlierer nicht zu Stande kommt, so bleibt die 
Entscheidung dem Richter überlassen, der Ring aber einstweilen in unserem Gewahrsam. 
11. 
Wird dcr Gewinn binnen drei Monaten nach der im §. 9. bemerkten öffentlichen Be 
kanntmachung desselben gar nicht abgefordert, so wird das Loos ungültig, der Gewinner 
geht seines Rechts verlustig, und die weitere Disposition über den Ring bleibt der betref 
fenden Behörde vorbehalten. / 
Berlin, den Listen August 1819. 
Königliche Preußische Regierung.
	        
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