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Volume No 30, 18. December 1816

Full text: Amtsblatt der Königlichen Regierung zu Berlin (Public Domain) Issue1.1816 (Public Domain)

Monopol oder ausschließliches Recht, 
noch auf einem be- 
3) Sie enthält auf keinen Fall irgend eit 
weder in Beziehung auf eine besondere Gattung von Kalendern, 
sondern jeder concessionirre Verleger ist befugt, seine Kalender in 
Auch die Kalenderdeputation wird 
bis 
stimmten Distrikt, 
dem ganzen Umfange der Monarchie abzusetzen. 
wie bisher, verlegen, und damit so lange fortfahren, 
ihrerseits ihre Kalender, 
man die Ueberzeugung erlangt haben wird, 
daß das Land durch die Privatverleger 
hinreichend verjorgt werden könne, und daß ihre Kalender allen Forderungen Genüge 
leisten, die man in Beziehung auf Cultur und Sitten zu machen berechtigt ist. 
4) Die Manuskripte zu den herauszugebenden Kalendern, sind leserlich geschrie 
ben, der Kalcnderdepuration vor dem Druck zur Censur einzureichen, und zwar jedes 
mal spätestens bis zum isten Juli des vorhergehenden Jahres. Sparer eingehende 
oder bleibew bis zum folgenden Jahre lie- 
bei Der- 
Manuscripre werden nicht angenommen, 
gen. Ohne das Imprimatur der Kalenderdeputarion darf kein Kalender, 
meidung der gesetzlichen Strafe, gedruckt, noch verlegt werden. Uebrigens wird bei 
der Censur hauptsächlich alles dasjenige zurückgewiesen werden, was zum Aberglau 
ben und zu Irrthümern verleiten, oder das Gefühl für Religion, gute Sitten und 
Vaterland bei den ungebilderern Volksklassen, schwächen könnte. 
5) In Ansehung folgender Gegenstände, als: 
a) die Monatstafcln nebst den astronomischen Notizen, , . 
b) die Genealogie der regierenden Häuser und andrer fürstlichen Personen, 
e) die Nachweisung der ankommenden und abgehenden Posten, Postcourse und 
Orrsenrfernungen. und , , , . , 
st) das Verzekchniß der Jahrmärkte, kann es den Prkvatverlegern nicht überlassen 
bleiben, selbige nach Willkühr selbst zu redigiren, indem diese Nachrichten, we 
gen ihres Einflusses in das bürgerliche und Geschafrsleben, so wie adb) wegen 
der äußern Staatsverhälcnisse, vollkommen autentisch sein, und den'Stempel 
amtlicher Beglaubigung an sich tragen müssen. Die Kalender-Verleger dürfen 
daher diese vier genannten Gegenstände nichr anders abdrucken lassen, als auf 
"Len Grund vidimirter Abschriften der, bei der Kalenderdeputation nicdergeleg« 
welche sie sich von letzterer in portofreien Brie, 
officiellen Nachweisungen, 
und dafür ein billiges Honorar 
ten, 
fe» zu erbitten 
welches zugleich folgendermaßen festgestellt worden, nämlich: 
pränumerando, zu entrichc-en 
haben 
/ 
ada) für die Monatstafeln nebst den astronomischen Nachrichten, auf den Horizont 
einer der großen Städte der Monarchie berechnet: ' 
zu einem Quart-Kalender 8 Rthlr. 
zu einem Ocrav- oder Duodez-Kalender 5 Rthlr. 
zu einem Wand-Kalender Rthlr. 
ad b) für die Genealogie der regierenden und andern Fürsten 5 Rthlr. 
ad c) für die Nachweisung der Postcourse und Orcsentfernungen, wenn sie 
für die ganze Monarchie gilt 5 Rthlr. 
für ein einzelnes ReqierungSdepartement ... 3 Rthlr. 
ad d) für das Verzeichn iß der Jahrmärkte im ganzen Lande 4 Rthlr. 
Um
	        
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