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Full text: BUNDzeit (Rights reserved) Issue2009,1 (Rights reserved)

BUND Dzeit Umweltzeitung für Berlin und Brandenburg 01.09 Inhalt THEMA Wirtschaftskrise Gut aufgestellt: Ökounternehmen trotzen der Wirtschaftsflaute Seite 2 „Umwelt- und Sozial­ standards sind kein Luxus“: Interview mit Franz Josef Radermacher Seite 3 © Rainer Sturm/PIXELIO AKTUELL Mehr Geld für die Umwelt Die Finanzkrise bietet die Möglichkeit, unser Wirtschaftssystem nachhaltig zu reformieren: hin zu mehr Qualität, besseren Sozialstandards und geringerem Verbrauch von Ressourcen. ­ E s waren bizarre Szenarien, die sich im Herbst vergangenen Jahren vor den Augen der Weltöffentlichkeit abrollten: Tradi­ tionsbanken brachen in sich zusammen. Isländische Finanzhäuser gaben zu, dass sie ihren Staat verwettet hatten. Die Automobilkonzerne flehten laut um Hilfe, und Bundeskanzlerin Angela Merkel brachte ein Wort über die Lippen, das seit dem Mauerfall eigentlich unaussprechlich ist: „Verstaatlichung“. Nachdem die Autoindustrie Anfang Dezember durchsetzen konnte, dass verbindliche Grenzwerte für den Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß bei Fahrzeugen statt 2012 erst 2015 eingeführt werden, stellte sich für Umweltschützer die Frage: Stehen jetzt womöglich Investitionen für besseren Klimaschutz und mehr Energie­ effizienz insgesamt auf dem Prüfstand, weil sie als Luxusausgaben gelten? Nach Auffassung namhafter Wissenschaftler wäre das genau das Falsche. So sagt beispielsweise der Mathematiker und Initiator der Global Marshall Plan Initiative, Franz Josef Radermacher, im BUNDzeit-Interview: „Die Marktwirtschaft braucht eine strikte ökosozial-kulturelle Regulierung.“ (siehe Seite 3) Seltsam ist es schon: Auf verbindliche Finanzzusagen für einen besseren Klimaschutz können sich die Industriestaaten seit Jahren nicht einigen. Wenn aber die Banken zusammenbrechen, weil sie sich verzockt haben, werden über Nacht Hunderte von Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Für den BUND und andere Umweltschutzverbände ist das eine unhaltbare Situation. Das Wachstums- modell, wie es bislang der deutschen und internationalen Wirtschaft zugrunde lag, überfordert ihrer Ansicht nach die natürlichen Kreisläufe, zerstört Ressourcen, gefährdet die Tier- und Pflanzenwelt und führt zu einer immer größeren sozialen Ungleichheit. Die Schäden, die die herkömmliche Industrie­ produktion im Umwelt- und Sozialbereich anrichtet, dürfen nicht länger aus den Waren herausgerechnet werden. Würden beispielsweise die Folgen, die die massenhafte Verwendung von Pestiziden bei der konventionellen Baumwollherstellung für Menschen und Umwelt hat, auf den Preis aufgeschlagen, wäre das T-Shirt aus Bio-Baumwolle nicht mehr teurer, sondern billiger als herkömmliche Massenware. Für eine zukunftsfähige Infrastruktur Was wir brauchen, ist eine neue Bereitschaft des Staates, Wirtschaft und Finanzströme in eine ökologisch und sozial definierte Richtung zu lenken, anstatt hilflos darauf zu warten, dass sich der Markt von selbst reguliert. Statt wieder nach uralten Mechanismen der Krisenbewältigung zu rufen und beispielsweise den Bau von Autobahnen zu fordern, wäre es besser, auf eine zukunftsfähige Infrastruktur zu setzen und den Rad- und den Öffentlichen Nahverkehr auszubauen. Eine Fahrt mit dem Auto produziert je nach Strecke und Auslastung zwischen 17 und 30 Prozent mehr CO2 als eine Bahnreise. In den USA steht, dem Wirtschaftsmagazin brandeins zufolge, die Eisenbahn kurz vor der Renaissance – worauf also in Deutschland noch warten? Der Umweltsektor ist der bei weitem größte Wirtschaftsbereich in Deutschland. Sie glauben das nicht? Das liegt daran, dass gemeinhin der Begriff „Umweltindustrie“ sehr eng definiert wird. Martin Jänicke, ehemaliger Politikprofessor an der Freien Universität und bis vor zwei Jahren Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung, hat nachgewiesen, dass allein die Inves­ titionen in klimafreundliche Verfahren und Produkte derzeit etwa 6,5 Prozent der Wirtschaftsleistung ausmachen, hinzu kommt ein Anteil von 4,5 Prozent aus der allgemeinen Umweltindustrie. Nicht eingerechnet sind, so Jänicke, der Öko-Tourismus, umweltbezogene Finanzinstitute, Hersteller von Fahrrädern oder von Produkten, die den blauen Umweltengel bekommen und viele andere Randbereiche. Noch beeindruckender sind die Wachstumsraten. Die solare Stromgewinnung etwa legte in den vergangenen Jahren um 50 bis 60 Prozent zu, einige Hersteller sogar um 90 Prozent (siehe Seite 2). So betrachtet, sind Investitionen in den Klima- und Umweltschutz keine Luxusausgaben, sondern unumgehbare Aufwendungen für eine nachhaltige Wirtschaftsentwicklung. ro Weitere Informationen zum Zusammenhang von Wirtschafts-, Umwelt- und Klimapolitik finden Sie in der Studie „Zukunftsfähige Deutschland in einer globalisierten Welt“, Hrsg. BUND, Brot für die Welt und Evangelischer Entwicklungsdienst (EED), 660 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-596-17892-6. Zu bestellen unter www.zukunftsfaehiges-deutschland.de Wer ist die Schönste im Land? Allenwettbewerb 2009 Seite 4 Wurzellos: Vom Umgang mit Straßenbäumen in Neukölln Seite 4 Bessere Luft dank Umweltzone: BUND fordert zweite Stufe in Kraft zu setzen Seite 5 Ein Gewinn für die Umwelt: Berliner Umweltpreis 2008 verliehen Seite 6 Was wir für den Klima­ schutz tun können: das Projekt „Berliner Energiesparcheck“ Seite 6 NATUR ERLEBEN Dünenland im Winterschlaf: der Naturpark Dahme-Heideseen Seite 7 KURZ & BUND Film ab für die Zukunft unseres Planeten Seite 8 Krise als Chance in Zahlen Seite 8 www.BUNDzeit.de THEMA Franz Josef Radermacher, Informatikprofessor, Mitinitiator des Global Marshall Plans und Mitglied des Club of Rome, über Umweltschutz in Zeiten der Finanzkrise BUNDzeit: Herr Professor Radermacher, wie weit kommen wir eigentlich noch mit dem Wirtschaftssystem, das wir haben? Mitmachen Woher kommt die Schokolade? Ökounternehmen setzen auf Klimaschutz und durchschaubare Strukturen Ob Windenergie oder Solarwirtschaft: Die Krise an den internationalen Kapitalmärkten geht an Unternehmen, die sich im Ökobereich engagieren, nicht spurlos vorbei. Anders als die traditionelle Wirtschaft gibt sich die Umweltindustrie aber verhalten optimistisch. „Der Energieanlagenbau guckt zuversichtlich in die Zukunft“, sagt Thorsten Herdan, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA). Nach einem durchschnittlichen Wachstum der Windanlagenbauer von 40 bis 50 Prozent im vergangenen Jahr seien die für 2009 vorsichtig prognostizierten 20 Prozent mehr ein „Durchatmen“ denn ein wirkliches Problem. Zuversichtlich gibt sich auch der Bundesverband Windenergie. Mit dem Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), das am 1. Januar 2009 in Kraft trat und das dem Strom aus Windkraftanlagen Vorrang einräumt vor Strom aus fossilen Energieträgern, seien die Rahmenbedingungen für Windenergie gut, sagt Ulf Gerder, Sprecher des Bundesverbandes Windenergie. Hinzu komme ein relativ verlässlicher europäischer Markt für Windkraftanlagen. Ebenso betont entspannt stellt sich die Solarindustrie dar. Eine interne Befragung der Mitglieder des Bundesverbands Solarwirtschaft Ende 2008 hat ergeben, dass gut zwei Drittel aller Solarunternehmen keine deutlich EDITORIAL Viele Produkte, die wir konsumieren, werden im Ausland unter kaum vorstellbaren sozialen und die Umwelt belastenden Bedingungen hergestellt. Bei ihrer zweistündigen globalisierungskritischen Stadtführung zeigt die BUNDjugend Berlin, was der tägliche Einkauf mit Globalisierung zu tun hat und was Verbraucher verändern können. Führung für Gruppen auf Nachfrage unter Tel. 030/392 82 80 Fax: 030/80 94 14 77 Seite 2 Keine Angst vor der Krise: Solarunternehmen wachsen weiter Gut aufgestellt von Burkhard Voß und Christian Arns Gemeinsam mit anderen Umweltverbänden hat der BUND Anfang Dezember gegen die Kfz-Steuerbefreiung von Neuwagen und den abgeschwächten CO2Grenzwert für Autos vor dem deutschen Bundestag protestiert. „Das Beispiel zeigt die Absurdität der geplanten Steuerbefreiung: Große und teure Sprit­ fresser bekommen das Geld hinterher geschmissen und den Normalkunden fehlt der steuerliche Anreiz, spritsparende Modelle zu kaufen“, kommentierte Werner Reh, Verkehrs­referent des BUNDBundesverbandes, die Entscheidungen der Bundesregierung und der EU-Kommission. Viel sinnvoller sei, die Kfz-Steuer ab sofort daran zu bemessen, wie viel CO2 ein Fahrzeug ausstoße. Käufer von Benzin sparenden Autos sollten möglichst komplett von der Steuer befreit werden. Das sei nicht nur ökologisch, sondern auch sozial gerecht. © Rainer Sturm/PIXELIO Sparautos statt Spritfresser negativen Einflüsse auf die Nachfrage bei der Solartechnik erwartet. In der Rangfolge der Risiken, die die Solarunternehmen für ihre Branche sehen, rangiert die Finanzkrise auf Platz fünf, weit hinter Sorgen um günstige politische Rahmenbedingungen. Bedenken bereiten dem Verband nämlich Äußerungen aus Politik und Wirtschaft, die angesichts der Krise fordern, die Klimaschutzauflagen zu lockern. „Erneuerbare Energien sind ein wichtiger Job- und Exportmotor. Nicht stehen bleiben, sondern Deutschlands Spitzenposi­ tion bei der Solarenergie festigen und weiter ausbauen, ist das wirtschaftspolitische Gebot der Stunde“, sagt Sebastian Fasbender, Pressesprecher des Verbandes. Problem der finanzierenden Institute: „Wenn die Banken sich untereinander nicht trauen, kann niemand etwas machen“, so Evers. Auf der Suche nach neuen Märkten Die GLS-Bank finanziert neben Kindergärten, Schulen und Behinderteneinrichtungen auch regenerative Energieprojekte wie Windparks und Fotovoltaikanlagen. Riskante Spekula­ tionen an internationalen Finanzmärkten sind tabu, dafür müssen sich die Kunden bei Kapitalanlagen mit einigen Prozentpunkten weniger als bei anderen Banken begnügen. Kredite prüft die GLS-Bank nach eigenen Angaben besonders gründlich. „Die Ausfallrate ist deshalb unterdurchschnittlich“, so Lützel. Der Erfolg gibt der GLS-Bank recht: Bezogen auf die Bilanzsumme verzeichnete die Ökobank 2008 ein Wachstum von 25 Prozent. ro Das Berliner Fotovoltaikunternehmen Solon SE hat seine Umsatzerwartungen jedenfalls der veränderten Weltwirtschaftslage angepasst. Nach sagenhaften 91 Prozent Umsatzzuwachs in den ersten neun Monaten des Jahres 2008 erwartet Solon jetzt „nur“ noch ein Wachstum von rund 50 Prozent. Wichtiger denn je sei jetzt, sich neue Märkte zu erschließen, stellt Unternehmenssprecherin Katrin Evers fest. Solon versuche, im europäischen Ausland, in Mexiko und den USA stärker Fuß zu fassen. Die Wirtschaftskrise sei in erster Linie ein Einer Bank vertrauen die Verbraucher mehr denn je: Die Bochumer „Gemeinschaftsbank für Leihen und Schenken“, kurz GLS-Bank. Das Unternehmen mit dezidiert ethisch-ökologischem Anspruch verzeichnet seit September eine bis zu dreifache Zahl von Anrufern in der Kundenzentrale. „Die Leute sagen: ‚Jetzt reicht’s“, berichtet Christof Lützel, Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Viele seien mit dem Gebaren der großen Finanzunternehmen in höchstem Maße unzufrieden. mit einem Mal als völlig normal dar, dass die Steuerzahler für ihre Fehler ­bezahlen. Noch weiß keiner, welche Folgen die Finanzkrise sonst noch mit sich bringen wird. Nur eine kennen wir jetzt: Genau, für den Klimaschutz ist natürlich kein Geld mehr übrig. Wie soll das eigentlich gehen? Vielleicht so: „Nö, lieber Wandel, wir sind gerade ein bisschen klamm. Lass das doch mal mit den blöden Folgen, wir kümmern uns später um dich. Okay?“ Liebe Leserinnen und Leser, mal ehrlich, irgendwie haben wir doch alle damit gerechnet: Wenn’s Konflikte gibt, steht wieder keiner mehr zu seinen Klimaschutz-Zusagen. Die kurzzeitig aufkeimende Hoffnung auf einen Wandel im Verständnis der Entscheider in Politik und Wirtschaft – sie ist dahin. Kein Zweifel: Bei den Banken hat es mächtig gerappelt, die Autoindustrie folgte. Die Ackermänner dieser Welt stellen es Nein, nicht okay! Überhaupt gar nicht. Wenn etwas bei dieser Krise klar geworden ist, dann doch wohl, dass nachhaltiges Wirtschaften eben kein Luxus oder gar eine Spinnerei ist, sondern absolute Notwendigkeit. Diese Sichtweise ist durch und durch ökonomisch, wie die Beiträge in dieser Ausgabe belegen. Trotz des Ärgers über die Umfaller in der politischen Führung: Ihnen viel Freude bei der Lektüre. Franz Josef Radermacher: Die grundsätzliche Herausforderung für die Menschheit ist heute, dass wir die Lebensbedürfnisse von derzeit 6,7 Milliarden Menschen erfüllen müssen. Wir brauchen also ein leistungsfähiges Wirtschafts- und Wertschöpfungssystem, das in der Lage ist, die erschreckende Armut in vielen Teilen der Welt zu überwinden. Nach aller historischer Erfahrung kann das nur eine vernünftig organisierte Marktwirtschaft leisten. Planwirtschaft ist chancenlos und Marktfundamenta­­lismus mörderisch. Entscheidend ist der Zusatz „vernünftig organisiert“. Eine solche Marktwirtschaft braucht eine strikte ökosozial-kulturelle Regulierung. BUNDzeit: In der derzeitigen Diskussion scheint es manchmal, als seien Umwelt- und Sozialstandards purer Luxus. Radermacher: Sie sind kein Luxus, sie müssen weltweit durchgesetzt werden und machen Sinn für alle. Allerdings geht es dabei um die Verteilung von Belastungen. Wir stehen heute vor dem Problem der doppelten Zurück­ haltung. Zunächst müssen wir uns als Menschheit so verhalten, dass der Globus unser kollektives Tun aushält. Dann muss sich die reiche Welt ein zweites Mal zurückhalten, damit die anderen aufschließen können. Wir diskutieren allenfalls die erste Zurückhaltung, nie die zweite. Umwelt- und Klimabelastungen sind primär eine Folge von Wohlstand, und der meiste Dreck auf diesem Globus wird nach wie vor mit der saubersten Technik gemacht. BUNDzeit: Der Raubtierkapitalismus soll laut Bundeskanzlerin Angela Merkel zur „menschlichen Marktwirtschaft“ werden – Umweltschützer würden ergänzen: zur menschlichen und ökologischen Marktwirtschaft. Wie kann eine solche Marktwirtschaft aussehen? Radermacher: Frau Merkel hat schon 2007 auf dem G8Gipfel in Heiligendamm die Regulierung des Weltfinanzsystems und der Hedgefonds gefordert. Und sie unterstützt die aus meiner Sicht richtige Lösung für das Klimaproblem, nämlich ein globales Cap-and-Trade-System … BUNDzeit: …bei dem Verschmutzungsrechte erworben und gehandelt werden. Radermacher: Ja. Ich halte dieses System für das geeignete Konstrukt, um ökologische und soziale Fragen der Globalisierung anzugehen. BUNDzeit: Wie viele Vorgaben braucht der Umweltschutz, damit er eine treibende, wirtschaftliche Kraft werden kann? Radermacher: Der Umweltschutz ist schon seit langem eine treibende wirtschaftliche Kraft - neben anderen. Das Entscheidende ist, dass sich Nutzungsgrenzen durch­ setzen lassen. Das ist nicht einfach in einer Welt von 191 Nationalstaaten mit ganz unterschiedlichen Machtund Interessenlagen, in der kein funktionsfähiges Global Governance-System existiert, also so etwas wie eine Weltordnungspolitik. BUNDzeit: Wie viel Chance geben Sie denn einem Global Governance-System? Radermacher: Die Reparatur des Weltfinanzsystems bietet jetzt viele Ansatzpunkte, um die Weltökonomie zu „ökologisieren“. Und mit der neuen US-Regierung verbessern sich doch deutlich die Bedingungen für den ausstehenden Welt-Klima-Vertrag. Die Vorschläge, die auf dem Tisch liegen – ob es um das „Einhegen“ von Steuerparadiesen geht oder um das Weltklimaabkommen Kyoto II – sind genau die Teile einer Weltordnungspolitik, die die Eigentumsinteressen der Reichsten berühren. Hoffentlich ziehen die Regierungen die richtigen Schlüsse, nämlich: ökosozial statt marktradikal. THEMA Info „Umwelt- und Sozialstandards sind kein Luxus“ Info McPlanet Franz Josef Radermacher BUNDzeit: Erste Reaktionen auf die Finanzkrise waren Überlegungen, die mühsam erarbeiteten Klima- und Energievereinbarungen wieder in Frage zu stellen. Widerspricht das nicht I­hrer Hoffnung auf eine ökosoziale Marktwirtschaft? Radermacher: Zunächst gilt das Prinzip „First things first“. Wenn das Haus brennt, muss es gelöscht werden. Das hat dann Vorrang vor noch so dringenden Umbauarbeiten. Aber mittelfristig gesehen bleiben diese Umbauarbeiten das entscheidende Thema, und ich habe schon den Eindruck, dass das der Politik voll bewusst ist. BUNDzeit: Gibt es eigentlich eine Möglichkeit für Regionen wie zum Beispiel Berlin und Brandenburg, sich zu einer ökologisch und sozial wirtschaftenden Leuchtturmmetropole zu entwickeln? Radermacher: Die Globalisierung ist der absolute Mega­ trend, eng verbunden mit dem gigantischen Potential der modernen Informations- und Kommunikationstechnik. Die unglaublichen Möglichkeiten, innerhalb des Welt­ finanzsystems Geldquellen förmlich zu plündern, haben in diesen technischen Möglichkeiten ihren Ausgangspunkt. Die unbändige Kraft von hunderten Millionen Indern und Chinesen, die sich aus der Armut arbeiten wollen, kombiniert mit der Chance für Hedgefondsmanager, in einem Jahr mehrere Millionen Dollar verdienen zu können, treibt den Prozess mächtig voran. Werden solche Kräfte nicht gebändigt, dann sprengen sie auch zukunftsweisende lokale Initiativen. Selbst ein reiches Land wie Deutschland kann sich nur begrenzt ausklinken, eine Stadt wie Berlin aus eigener Kraft schon gar nicht. BUNDzeit: Das klingt deprimierend. Radermacher: Krisen eröffnen auch Chancen. Und in der Europäischen Union (EU) gibt es durchaus alternative Ansätze. Die EU ist die einzige supranationale GovernanceStruktur, die Umwelt- und Sozialstandards durchsetzt, auch bei Neuankömmlingen. Die EU beweist, dass Staaten übergreifende Lösungen möglich sind. Die EU, richtig weiter entwickelt, ist das eigentliche globale „Leuchtturmprojekt“. Das Gespräch führte Saphir Robert. Who is who Im Club of Rome, gegründet 1968 von einem italienischen Industriellen und einem Mitarbeiter der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), suchen Ökonomen, Industrielle und Wissenschaftler nach Lösungsansätzen für globale Fragen wie Armut und Umweltzerstörung. Die Global Marshall Plan Initiative, gegründet 2003, fordert einen neuen Ordnungsrahmen für die Weltwirtschaft, bei dem ökonomische, soziale, ökologische und demokratische Standards mit­ einander verknüpft werden. Als Vordenker gelten hier der frühere US-Vizepräsident Al Gore und Ex-Bundesaußenminister Joschka Fischer. „Game over – Neustart“: So lautet in diesem Jahr das Motto des globali­ sierungskritischen McPlanet-Kongresses vom 24. bis 26. April 2009 in Berlin. Hauptthemen sind die Finanzkrise und ihre Auswirkung auf die globale Machtverteilung, der Klimawandel und die Ernährungskrise. Die BUNDjugend sucht noch Mitstreiter, die Lust haben, sie bei der Vorbereitung auf den Kongress zu unterstützen. Interessenten melden sich bitte bei Fabian, E-Mail: fabian@BUNDjugendberlin.de Informationen unter www.mcplanet.com Klima der Gerechtigkeit Was muss getan werden, damit Klimapolitik gerecht wird? Antworten gibt der Tagungsband „Klima der Gerechtigkeit – das Buch zum dritten McPlanet. com“. Unter dem Motto „Alle reden vom Wetter – wir auch. Aber anders!“ beleuchten die Beiträge aus Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen die Frage nach der Gerechtigkeit im internationalen Klimaschutz. Buch „Klima der Gerechtigkeit“ mit DVD, VSA Verlag 2007, 192 Seiten, ISBN 978-3-89965-243-7, 12,80 Euro Zu bestellen unter www.BUNDladen.de Welt mit Zukunft Der Druck auf die Ökosysteme nimmt zu, durch eine ansteigende Bevölkerungszahl und dadurch, dass sich das westliche Wirtschafts- und Lebens­ modell immer weiter durchsetzt. Franz Josef ­Radermacher und Bert Beyers beschreiben, mit welchen Konsequenzen wir rechnen müssen, wenn sich an unserer Art des Wirtschaftens nichts ändert. „Welt mit Zukunft. Überleben im 21. Jahrhundert“, Murmann Verlag 2007, 224 Seiten ISBN-10: 3938017864 16 Euro Seite 3 Kritisch durch die Berliner Innenstadt Für Gruppen, die in Berlin nicht nur Sehenswürdigkeiten betrachten wollen, sondern vor allem etwas über den Stand der Stadtplanung und des Umweltschutzes erfahren wollen, bietet der BUND Berlin auf Nachfrage verschiedene Stadtführungen an: Potsdamer Platz Alles ist schön, noch ziemlich neu und sauber in der Welt von Daimler-City und Sony-Center – oder doch nicht? Kritischer Rundgang um den Potsdamer Platz. Regierungsviertel Bauten, Botschaften und (Bus)Verkehr: Spaziergang zu den Standorten von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat Südkreuz Seit drei Jahren gibt es den großen Umsteigebahnhof in Schöneberg. Wie hat sich der Standort entwickelt? Nachfragen und Anmeldungen unter Tel. 030/78 79 00-17 oder E-Mail: schlegel@BUNDBerlin.de AKTUELL AKTUELL Mitmachen Wer ist die Schönste im Land…? BUND ruft auf zum Wettbewerb „Allee des Jahres 2009“ Yesil Çember erhält ersten Preis der Berliner Tulpe S ind Sie in Ihrem letzten Urlaub wieder einmal durch eine wunderschöne Allee gefahren? Oder haben Sie eine Straße voller alter Baumriesen sogar direkt vor der Haustür? Dann kennen Sie sicher dieses Gefühl ehrfürchtigen Staunens über die schier endlose Reihe knorriger, alter Bäume, an denen manchmal sogar schon Kaiser und Könige vorüber gezogen sind. Gentechnik in der Landwirtschaft? – Nein Danke!: Aktion von Gentechnik-Gegnern in Perleberg Welche Allee ist Ihrer Meinung nach die Schönste, die Interessanteste oder Ungewöhnlichste? Machen Sie mit beim bundesweiten Wettbewerb „Allee des Jahres 2009“! Schicken Sie uns ein Bild und eine Begründung, warum eine bestimmte Allee Ihrer Ansicht nach ausgezeichnet werden sollte: Weil sie besonders schön aussieht. Weil sie eine interessante Geschichte hat. Oder weil sie aus ungewöhnlichen Baumarten besteht. Mitmachen können Einzelpersonen oder auch Gemeinden. Eine Jury wählt dann die „Allee 2009“ aus. Einsender, deren Vorschläge in die engere Auswahl kommen, erhalten jeweils einen Preis. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein Bündnis von Verbänden, die sich für den Schutz der Alleen engagieren, erstmalig den bundesweiten „Tag der Allee“ ausgerufen. Im Oktober wurde die „Allee 2008“ gekürt: Diese steht auf Rügen und verbindet auf rund sieben Kilometern die Gemeinden Silenz und Neuenkirchen. Sie zeichnet sich durch einen alten Bestand besonders schützenswerter Bäume aus. Rund tausend Bergahorne, Spitzahorne, Eschen und Krimlinden, die meisten 80 bis 100 Jahre alt, säumen die Kreisstraße. Leider ist an dieser Allee bereits abzulesen, wie gefährdet die Straßenbäume in Deutschland sind. Viele sind unsachgemäß beschnitten worden oder haben unter dem Tausalz gelitten, das im Winter auf die Straßen gestreut wird. Seit neun Jahren kümmern sich BUND-Alleen-Paten um die Bäume, vor kurzem konnten unter anderem auf ihre Initiative hin einige Bäume neu gepflanzt werden. Kein Platz für Gen-Pflanzen Aktionsbündnis in der Prignitz sorgt für neuen Rekord bei gentechnikfreien Flächen A Schönes Kulturerbe: brandenburgische Allee Durch den bundesweiten „Tag der Allee“ bekommt der Alleenschutz in Deutschland noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit. Denn die „grünen Tunnel“ sind für unsere Kulturlandschaft von unschätzbarem Wert: Sie sind für einige Regionen ein unverwechselbares Wahrzeichen, bieten Brut- und Rastplätze für Vögel, Insekten und Kleinsäuger, spenden Schatten, verringern den Straßenlärm und binden Staub und Abgase. Silke Friemel Weitere Informationen unter www.bund.net/alleen Silke Friemel, Tel. 0331/23 70 01 42 E-Mail: silke.friemel@BUND.net uf mehr als einer Million Hektar Landwirtschaftsfläche in Deutschland werden seit dem vergangenen Jahr keine gentechnisch veränderten Pflanzen angebaut. Das ist der Erfolg jahrelanger Überzeugungsarbeit vieler Landwirte, Umwelt- und Naturschützer und Kirchen. Entscheidend dazu beigetragen hat die Gründung des „Aktionsbündnisses für eine gentechnikfreie Region Prignitz“. Durch das Bündnis allein kam eine gentechnikfreie Fläche von fast 10.000 Hektar zusammen. Mehr als zehn Jahre lang hatten Gentechnikgegner und auch die Verwaltung des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe Brandenburg auf verschiedenen Veranstaltungen über die Gefahren der grünen Gentechnik informiert. Dazu gehört, dass es bislang noch nicht klar ist, welche gesundheitlichen Folgen der Verzehr gentechnisch veränderter Produkte hat. Außerdem werden diese Pflanzen – vor allem Mais und Raps – häufig in Monokultur angebaut, wodurch sich Böden verschlechtern und die biologische Vielfalt immer stärker eingeschränkt wird. Und schließlich führt der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen dazu, dass Landwirte sich von einigen wenigen Unternehmen abhängig machen, die über die Patente für diese Produkte verfügen. Im April 2008 schließlich gründete sich das „Aktionsbündnis für eine gentechnikfreie Region Prignitz“. Nach dem Wunsch des Bündnisses sollen nicht nur Landwirte, sondern auch andere Unternehmer dafür gewonnen werden, sich für eine gentechnikfreie Region auszusprechen. „Vor allem der Tourismus könnte mit diesem Titel gut werben“, sagt Daniela Dörfel, die Sprecherin des Prignitzer Bündnisses. Das Ziel des übergeordneten „Aktionsbündnisses gentechnikfreie Landwirtschaft Berlin-Brandenburg“ ist jetzt, ein Bündnis für die Region Oder-Spree zu gründen. Eine entsprechende Initiative gibt es schon. 30 Landwirte und Kommunalpolitiker haben bereits unterschrieben und damit angekündigt mit dafür zu sorgen, dass die Region gentechnikfrei bleibt. Weitere Informationen unter www.gentechnikfreies-brandenburg.de Wurzellos Info In Neukölln werden Straßenbäume radikal Bessere Luft dank Umweltzone beschnitten BUND lobt Senat Lob für seinen Lärmminderungsplan bekam der Senat für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz vom BUND Berlin. „Wir begrüßen ausdrücklich die Ausweitung der Tempo-30-Zonen in der Nacht und die Ankündigung des Senats, in einigen Straßen leiseren Asphalt auftragen zu lassen“, sagte Martin Schlegel, Verkehrsreferent des BUND Berlin. Er wünsche sich allerdings, dass noch mehr Straßen entsprechend neu belegt würden. Positiv seien die Pläne des Senats, für Anwohner von Straßen, in denen keine Geschwindigkeitsbegrenzungen und Umbauten geplant seien, zusätzliche Mittel für Schallschutzfenster zur Verfügung zu stellen. Seite 4 R ad fahren ist gesund und umweltfreundlich. Vor allem der letzte Punkt gilt aber nicht mehr, wenn für den Ausbau von Radwegen reihenweise Bäume so stark geschädigt werden, dass sie wenige Wochen später gefällt werden müssen. So geschehen im Herbst 2008 in Neukölln. Der BUND Berlin hat aus diesem Grund Dienst- und Fachaufsichtsbeschwerde gegen das Bezirksamt Neukölln eingelegt. BUND-Mitarbeiter Norbert Prauser traute seinen Augen nicht: Als er Anfang Oktober an einer Baustelle für einen neuen Fahrradweg in der Neuköllner Gutschmidtstraße vorbeikam, waren die Bäume, die unweit der Bauarbeiten standen, weder vorschriftsmäßig gesichert noch sonst irgendwie wenigstens provisorisch vor möglicher Beschädigung geschützt. Ein noch viel schlimmeres Bild bot sich auf den zweiten Blick: Um den Radweg gerade und eben anzulegen, hatten die Arbeiter armdicke Zugwurzeln verschiedener Bäume einfach gekappt. Auf Nachfragen des BUND stellte sich heraus, dass für den Bau des Radweges keine detaillierten Pläne vorlagen. Dass sich dort, wo der Weg verlaufen sollte, Bäume befanden, war anscheinend weder dem Tiefbauamt, das die Bauarbeiten plante, noch dem Unternehmen, das den Radweg anlegen sollte, bekannt. Um ihren Auftrag wie gewünscht zu erfüllen, griffen die Arbeiter also zur Säge. So stark beschädigte Bäume haben keine Chance. Zum einen können schädliche Pilze eindringen. Zum anderen geben die Wurzeln den Bäumen Halt. Werden sie entfernt, besteht die Gefahr, dass die Bäume bei Sturm umfallen. Dadurch könnten Menschen verletzt werden, und deshalb lässt das Bezirksamt sie dann vorsorglich fällen. Neun Bäume mussten in Neukölln bereits entfernt werden. Info Nachfragen des BUND im Neuköllner Bezirksamt ergaben, dass es dort für Straßen keinen detaillierten Übersichtsplan gibt, auf dem die jeweils bestehende Vegetation eingezeichnet ist. Kontrollen auf den Baustellen seitens des Gartenbauamts sind nicht ausreichend möglich: In den vergangenen zwei Jahren wurde das Personal allein in Neukölln um zwei Drittel reduziert. Die Dienstaufsichtsbeschwerde hat offenbar etwas Bewegung in das Neuköllner Bezirksamt gebracht. Vom Gartenbauamt ist zu hören, es werde künftig stärker in Planungen mit einbezogen. Sieben Bäume sollen nachgepflanzt werden. ro D ie Feinstaubbelastung der Luft in Berlin geht zurück. Das zeigen Messungen der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz in den einzelnen Stadtteilen und an verschiedenen Hauptverkehrsstraßen. Danach lagen die Werte in Berlin 2007 und 2008 erstmals seit sieben Jahren unter den europaweit festgelegten Grenzwerten. Ein Grund für den Rückgang: die Umweltzone, die seit Januar 2008 in Kraft ist. Der BUND begrüßt diesen deutlichen Erfolg. Städte, die 2008 keine Umweltzone eingeführt haben, wie beispielsweise Essen oder Dortmund weisen deutlich schlechtere Werte auf. Der BUND fordert für Berlin, die zweite Stufe der Umweltzone wie geplant durchzusetzen, weil die Stickoxidbelastung der Luft weiterhin viel zu hoch ist. Der Jahresmittelwert der Stickoxidbelastung (NO2) in der Berliner Luft liegt in den Hauptverkehrsstraßen bei 60 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Die EU-Grenzwerte sehen vor, dass bis 2010 nur noch durchschnittlich 40 Mikrogramm pro Kubikmeter erreicht werden dürfen. Zu viel Stickoxid in der Luft belastet die Lungen und kann Pseudo-Krupp, Asthma und chronische Bronchitis auslösen. Den mit 5000 Euro dotierten ersten Preis nahm die Sprecherin der Gruppe, Gülcan Nitsch, von Klaus Wowereit entgegen. Der türkischstämmige Komiker Murat Topal sagte in seiner Laudatio. „Yes¸il Çember füllt mit ihrem Umwelt-Engagement eine Lücke und hat mit ihren Aktivitäten eine wichtige Vorbildfunktion.“ Schreiben Sie uns! Hat Ihnen diese BUNDzeit gefallen? Haben Sie Lob, Anmerkungen, Kritik zu den einzelnen Artikeln? Dann schreiben Sie uns! Wir freuen uns über jeden Leserbrief. BUND fordert, die zweite Stufe der Richtlinie wie geplant im Jahr 2010 in Kraft zu setzen Abgetrennt: Kein Pardon für Bäume, deren Wurzeln dem Radweg in der Gutschmidtstraße im Wege waren Die türkischsprachige Umweltgruppe des BUND Berlin, Yes¸il Çember („Grüner Kreis“), hat am 8. Dezember 2008 den Preis „Berliner Tulpe für deutsch-türkischen Gemeinsinn“ erhalten. Den Preis bekam Yes¸il Çember für ihr Engagement in der Umweltbildung. Die Umweltgruppe hat umfangreiches türkischsprachiges Informationsmaterial - beispielsweise zu den Themen Energiesparen und Mülltrennung – entwickelt und organisierte in den Jahren 2007 und 2008 einen Türkischen Umwelt­ tag im Kreuzberger Familiengarten, mit Diskussionen, Beratungen und Bastelangeboten für Kinder. Erfolgreich: Seit Autos nur noch mit Plakette in die Innenstadt dürfen, hat sich die Berliner Luft verbessert Adresse: Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Berlin, Redaktion BUNDzeit, Crellestr. 35, 10827 Berlin, E-Mail: redaktion@BUNDzeit.de Bis zu 80 Prozent der Stickoxidbelastung der Luft verur­sacht der Autoverkehr. Trotz Einführung des Katalysators hat sich daran nur wenig geändert. Im Gegensatz zu städtischen Gebieten beträgt die Stickoxidmenge in der Atemluft auf dem Land nur durchschnittlich acht Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. NO2 ist nicht nur gesundheitlich bedenklich. Es reagiert darüber hinaus zu Salpetersäure, die etwa zu einem Drittel an der Bildung des sauren Regens beteiligt ist. Dieser wiederum schädigt den Wald und kann sogar Baustoffe und Metalle angreifen. ro Weitere Informationen unter www.berlin.de/sen/umwelt/luftqualitaet/index.shtml Seite 5 Bedrohte Lausitz „Bedrohte Lausitz“: So lautet der Titel einer Broschüre, die der BUNDLandesverband Brandenburg herausgegeben hat. Darin sind Naturschutz­ gebiete und ­Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten aufgezählt, die durch den geplanten Braunkohleabbau im Süden Brandenburgs zerstört würden. Die Broschüre ­erschien im Zusammenhang mit dem Volksbegehren „Keine neuen Tagebaue“, bei dem alle Brandenburger bis zum ­ 9. Februar 2009 in den für sie zuständigen Einwohnermeldeämtern gegen den weiteren Braunkohle­ abbau unterschreiben können. Die Broschüre „Bedrohte Lausitz“ ist erhältlich beim BUND-Landesverband Brandenburg, Friedrich-Ebert-Str. 114a 14467 Potsdam Tel. 0331 / 237 00 141 E-Mail: BUND.Brandenburg@bund.net © Rainer Sturm/PIXELIO AKTUELL D ie Umwelttheatergruppe der Grundschule im Grünen, der Trägerverein Lichtenrader Volkspark und die Howoge Wohnungsbaugesellschaft: Das sind die Preisträger des Berliner Umweltpreises 2008 des BUND. Sie erhielten die Auszeichnung für vorbildhaftes Umweltengagement. Laudatoren waren die Fernsehmoderatorin Tita von Hardenberg, die Wirtschaftsprofessorin Claudia Kemfert und Katrin Lompscher, Berliner Senatorin für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz. Ein Pinguin und ein Eisbär im Kampf gegen den Klimawandel: Das ist der Inhalt eines Musikals, das die Kinder der Grundschule im Grünen eingeübt haben. „Die Umwelttheatergruppe der Grundschule im Grünen ist ein hervorragendes Projekt, das zeigt, wie mit Spaß, Spiel und viel Kreativität Kinder auch für schwierige und bedrohliche Themen sensibilisiert werden können“, hat die Umweltpreis-Jury befunden. Die Gruppe wurde in der Kategorie Kinder und Jugend ausgezeichnet und erhielt einen Bahn-Gutschein über 1000 Euro. Hinter dem Preisträger in der Kategorie „Umweltengagement“, dem Trägerverein Lichtenrader Volkspark, verbirgt sich eine der ältesten Berliner Bürgerinitiativen. In Eigenregie und ohne öffentliche Finanzierung gestalten, pflegen und betreiben hier Einwohner aus Lichtenrade das 40.000 Quadratmeter große Parkgelände. „Der Verein zeigt beispielhaft, wie sich Menschen mit Erfolg für mehr Grün in der Stadt dauerhaft engagieren“, so die Begründung der Jury. Die Initiative erhielt einen Scheck in Höhe von 3000 Euro. Eine ideelle Auszeichnung wurde der Wohnungsbaugesellschaft Howoge zuteil. Sie hatte die Jury mit dem Umbau eines Plattenbaus zu Deutschlands größtem Niedrigenergiehaus überzeugt – ein Projekt, das großes Aufsehen erregte. Nach Ansicht der Jury hat die Howoge damit gezeigt, dass es durchaus möglich ist, Standards zu setzen, die gleichermaßen für Bewohner, Besitzer und die Umwelt ein Gewinn sind. Weitere Informationen unter www.berliner-umweltpreis.de Ausgezeichnet gerappt: Kinder der Umwelttheatergruppe der Grundschule im Grünen A uf strohfarbenen Wiesen steht das Wasser, von den niedrigen Temperaturen griesartig verdichtet. In den Halmen glitzern zu Eisperlen gefrorene Tautropfen. Kahle Bäume stemmen sich widerborstig mit verdrehten Ästen gegen den Wind, zerzauste Wolken rasen über den Himmel. Im schräg einfallenden Sonnenlicht leuchtet der angrenzende, zentimeterdick von Kiefernnadeln bedeckte Waldboden rot auf, kontrastreich durchsetzt von leuchtendgrünen Moosinseln. In den kühlen und kalten Monaten, wenn Wassersportler, Laubenpieper und Wochenendurlauber lieber zu Hause bleiben, sind Struktur und Vielfalt der Landschaft im Naturpark Dahme-Heideseen südöstlich von Berlin am besten zu erkennen. Heideflächen, Dünen und ausgedehnte Wälder wechseln sich ab mit von Wasserläufen und Kanälen durchzogenen Wiesen und Mooren. Mehr als 100 Seen gibt es hier, manche von ihnen wie von der Faust eines Riesen in den Boden geschlagen, wildromantisch umwuchert von Büschen und Bäumen. Im Dämmerlicht sind die vereinzelten, von Feuchtigkeit dunkel gewordenen Höfe und Ställe kaum zu erkennen. In den Bäumen hocken wie erstarrt große Greifvögel und warten auf Beute. Runterdrehen: Ein Grad kälter wohnen spart sechs Prozent Heizkosten Was wir alle für den Klimaschutz tun können BUND Berlin startet das Projekt „Berliner Energiecheck“ Die etwas abgegriffene Bezeichnung „Streusandbüchse“ findet sich am häufigsten für dieses Gebiet zwischen Königs Wusterhausen, Storkow und Spreewald. Das in der letzten Eiszeit abfließende Schmelzwasser hatte dafür gesorgt, dass sich der Sand weiträumig ablagerte. Der Wind hat ihn an manchen Stellen zu Binnendünen aufgehäuft. Heidekraut, Sandnelken und Thymian haben sich angesiedelt, Wolfsschwärmer und Schlingnattern leben hier. W eg von der Kohle als Energielieferant, spritsparende Automodelle entwickeln und Häuser besser dämmen: Um die drohende Klimaerwärmung abzubremsen, werden auf politischer Ebene viele Ideen diskutiert. Weil manche von ihnen sehr forschungs- und kostenintensiv sind, kommt nicht alles so vorwärts, wie sich Umweltschützer das manchmal wünschen. Eine ganz einfache Möglichkeit, das Klima zu entlasten, kommt in den Diskussionen oft zu kurz: Wir müssen im Alltag mehr Energie einsparen. Um dieses Thema stärker in die Öffentlichkeit zu tragen, hat der BUND Berlin das Projekt „Berliner Energiecheck spart Kohle“ gestartet. Dabei werden Interessierte – beispielsweise Langzeitarbeitslose, ehrenamtliche Mitglieder von Verbänden oder auch Studenten – zu „Energiesparberatern“ geschult. Diese gehen dann in private Haushalte – vorwiegend mit geringem Einkommen - und geben umfassende Tipps, wie es gelingen kann, weniger Strom, Heizenergie und Wasser zu verbrauchen. 20 bis 40 Prozent der Energie in Privathaushalten kann nach Schätzungen des BUND mittelfristig eingespart werden. Weitere Informationen unter www.berliner-energiecheck.de Wenn die Zitronenfalter, Libellen und Hornissen ausschwärmen, sind auch die Sommerfrischler, Nacktbader, Dauercamper und Wochenendausflügler wieder da. Sie fegen das Laub von den Hütten und Wohnwagen, streichen die Fensterläden neu und lassen ein paar Ruderboote zu Wasser. Spechte nutzen Blechdächer und Fahnenmasten ebenso wie Bäume um trommelnd auf sich aufmerksam zu machen. Die Fischotter verlegen dagegen ihre Beutesuche lieber in die Abend- und Nachtstunden. ro Frühlingsgefühle: Blick auf die Dahme Auf den Spuren der Biber Besuch bei den Bibern am Tegeler See. Veranstalter: BUND Berlin, Anke Willharms Termin: 14. März 2009, 16 Uhr, und 28. März 2009, 16.30 Uhr Dauer: 1,5 Stunden Teilnahmeentgelt: Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro Anmeldung und Infos zum Treffpunkt unter Tel. 030/78 79 00-58 oder E-Mail: willharms@ BUND-Berlin.de Das Schöneberger Süd­ gelände zählt zu den wertvollsten Naturschutzge­ bieten in Berlin. Der BUND bietet Führungen an. „Bahnbrechende Natur“ Einblicke in die einzig­ artige Symbiose von Natur und Technik. Termin: Jeden Sonntag vom 5. April bis 5. Juli 2009, 11 Uhr Kosten: 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro Dauer: ca. 90 Minuten Gefährdetes Gewächs: Wollgras an der Dahme Anzeige Anzeige Natürlich ohne Motten! /BUSMJDIF1SPEVLUFGS (BSUFO )BVTIBMU ,zSQFSQGMFHF Mitmachen Bahnbrechende Natur In den Wäldern des Naturparks ist es in der kühlen Jahreszeit still, auf der nahe mäandernden Dahme schnattern hin und wieder ein paar Enten, durch die Bäume tönt das raue Rätschen der Eichelhäher. Zwischen den Bäumen stapeln sich Besuchen Sie uns am 4. und 5. April auf dem Berliner Staudenmarkt im Botanischen Garten, Dahlem. Wir zeigen Ihnen die praktische Demonstration „Nützlinge für die Mottenbekämpfung“. Seite 6 Der feuchtweiche Waldboden gibt unter den Schritten nach. Wollgräser und Zwergsträucher ducken sich wintermüde. Kaum zu glauben, dass hier dann im Mai Moosbeeren und Kuckucks-Lichtnelken rosafarbene Blütenteppiche entstehen lassen. Zuvor haben sich schon Moorfrösche und Rotbauch­ unken laut knarzend auf Partnersuche gemacht und sich mühevoll durchs Gehölz geschlagen, um im nächsten Flachgewässer den Laich abzulegen. Auf den ersten Blick unspektakulär, aber ungewöhnlich sind die Salzwiesen zwischen Kolberg und Storkow. Durch Spalten, die den Untergrund durchziehen, steigt salzhaltiges Wasser bis zur Erdoberfläche auf. Speziell angepasste Arten wie die Salzbinse und das Salzmilchkraut wachsen in diesen Gebieten, ebenso der von Ferne an Schnittlauch erinnernde, essbare Strand-Dreizack. Bereits Anfang Dezember 2008 startete die erste Schulung. Insgesamt 12 Freiwillige erfuhren, wie wichtig es beispielsweise ist, Energiesparlampen einzuschrauben oder die Heizung herunter zu drehen, wenn sich niemand in der Wohnung aufhält. Das Projekt „Berliner Energiecheck“ läuft bis Ende 2009 und wird von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz finanziert. Erste Kooperationspartner sind der Stadtteilverein Tiergarten, die Wohnungsbausgesellschaft Howoge, das Lichtenberger Klimabüro und der Lichtenberger Nachbarschaftsverein „Kiezspinne“. Neben dem Klimaschutz hat das BUND-Projekt noch weitere positive Nebeneffekte: Zum einen bekommen Langzeitarbeitslose die Möglichkeit, sich zu engagieren und so einen wichtigen Schritt in Richtung Berufsleben zu gehen. Zum anderen leiden vor allem Haushalte mit geringem Einkommen unter den hohen Energiepreisen. Sie erfahren über die Energiesparberater, wie sie mit einfachen Mitteln die Stromrechnungen senken und so ihr Portemonnaie deutlich entlasten können. ein paar Klappbänke, die das nahe gelegene Gründerzeithotel hier überwintern lässt. Sobald es warm wird, werden die Angestellten mit Wassereimer und Schwämmen die Bänke blank scheuern, einsatzfähig für die erste Landpartie ihrer Gäste. © Karl-Heinz Liebisch/PIXELIO Der BUND hat das von der EU-Kommission erlassene Verbot konventioneller Glühlampen begrüßt. Nach Ansicht des Verbandes ist dies eine richtige Entscheidung für besseren Klimaschutz. Der BUND ruft Verbraucher, Handel und Hersteller auf, die Umstellung auf energiesparende Beleuchtung aktiv zu unterstützen und möglichst schnell und umfassend Glühlampen auszutauschen. Der Verband fordert, in einem nächsten Schritt Heizpilze, Nachtspeicherheizungen und Standby-Schaltungen zu verbieten, da auch diese zu viel Energie verbrauchen. BUND Berlin vergibt Berliner Umweltpreis 2008 Ruhige Stunden im Naturpark Dahme-Heideseen © milliways/PIXELIO BUND begrüßt Verbot von Glühlampen Dünenland im Winterschlaf NATUR ERLEBEN Info Ein Gewinn für die Umwelt ♥ 'PSEFSO4JFKFU[U *ISFO,BUBMPHBO SNOEK GmbH Tannenweg 10 D-27356 Rotenburg/Wümme Telefon 0 42 68 – 400 Fax 0 42 68 – 13 13 info@snoek-naturprodukte.de www.snoek-naturprodukte.de „Vögel entdecken“ Vogelkundliche Wanderung. Ferngläser bitte mitbringen! Termin: Jeden Sonntag vom 5. April bis 5. Juli 2009, 9 Uhr Kosten: 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro Dauer: ca. zwei Stunden Ort: Schöneberger Süd­ gelände, Haupteingang Weitere Infos: Tel. 030 / 78 79 00-0 Weitere Gruppenführungen auf Anfrage möglich Wölfe in der Schorfheide Ein Tag rund um das Wolfsgehege im Wildpark Schorfheide. Bitte Fernglas mitbringen. Termin: 29. März 2009, 9.40 bis 17.40 Uhr Treffpunkt: Bahnhof Friedrichstraße, vor dem DB Reisezentrum. Kosten: 19 Euro, ermäßigt 11 Euro Veranstalter: BUND Berlin, Eckart Klaffke in Kooperation mit der VHS Tempelhof-Schöneberg Anmeldung bei der Volkshochschule TempelhofSchöneberg unter Tel. 030 / 75 60 30 00 Seite 7 Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Berlin e.V. Crellestr.35 10827 Berlin www.BUND-Berlin.de und Landesverband Brandenburg e.V. Friedrich-Ebert-Str. 114a 14467 Potsdam www.BUND-Brandenburg.de Kontakt Tel. 030 / 78 79 00 - 0 E-Mail: redaktion@BUNDzeit.de www.BUNDzeit.de Redaktion Saphir Robert (ro) Carmen Schultze (cs) V.i.S.d.P. Vertrieb & Marketing Thorsten Edler und primeline.werbemedien gmbh Marienburger Straße 16 10405 Berlin Anzeigen bigben reklame bureau gmbh An der Surheide 29 28870 Fischerhude Tel. 042 93 / 72 72 Druck Neef + Stumme GmbH & Co. KG, Druck und Verlag Schillerstraße 2 29378 Wittingen Gestaltung sujet.design Uhlandstraße 85 10717 Berlin www.sujet.de/sign Erscheinungsweise: vierteljährlich, der Bezugspreis ist im Mitgliedsbeitrag enthalten Auflage 30.000 Gedruckt auf Ultra Lux semiglos, 100% Recycling Die nächste BUNDzeit erscheint Ende April 2009. Anzeigenschluss ist der 20. März 2009. Spendenkonto BUND Berlin Bank für Sozialwirtschaft BLZ 100 205 00 Kto. 32 888 00 BUND Brandenburg Mittelbrandenburgische Sparkasse BLZ: 160 500 00 Kto. 350 202 62 45 Erbschaften an den BUND sind nach §13 ErbStG von der Erb­schaftssteuer befreit. Wir informieren Sie gerne: erbschaftsratgeber@BUNDBerlin.de Krise als Chance in Zahlen © Paul-Georg Meister/PIXELIO Herausgeber KURZ & BUND Impressum Film ab für die Zukunft unseres Planeten Was kann ich heute für morgen tun: einen Wald pflanzen? Einen Fußgängertag planen? Mich gegen den Hunger in der Welt engagieren? Die Aktion Mensch sucht im Rahmen der Gesellschafter-Initiative gemeinsam mit dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Brot für die Welt und dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) Antworten auf diese Frage. Sie ruft Einzelpersonen und Gruppen dazu auf, Ideen zu entwickeln und diese in einem Kurzfilm festzuhalten. Im Rahmen des Wettbewerbs „Tatort Erde“ können alle, die sich für diese grundlegenden Fragen interessieren, die Regie für die eigene Zukunft übernehmen und ihre Vorstellungen in maximal 15 Filmminuten festhalten. Die Filme sollen zeigen, wie die Welt verträglicher für die Natur und gerechter für den Menschen werden kann – ob humorvoll, dokumentarisch oder kunstvoll, der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Alle Beiträge können bis zum 30. April 2009 an www.diegesellschafter.de geschickt werden. Die Filme werden dort eingestellt, ab Mai 2009 wählt eine Jury die besten zehn Kurzfilme aus. Die Regisseure der prämierten Streifen gewinnen die Teilnahme an einem professionellen Filmworkshop. Weitere Informationen unter www.diegesellschafter.de/tatorterde Kosten… Umfang des Finanzfonds … … die der Klimawandel laut einem vom früheren Weltbank-Chefökönomen Nicholas Stern veröffentlichen Report bis zum Jahr 2100 verursachen wird, in Billionen Euro: 5,5 … mit dem die Bundesregierung angeschlagene Banken retten will, in Milliarden Euro: 500 Zahl der Beschäftigten … … in der Atomindustrie in Deutschland: 38.000 … in der deutschen Auto­ industrie: 761.600 … im Bereich Erneuerbare Energien in Deutschland: 250.000 … die laut Umweltbundesamt im Umweltsektor insgesamt arbeiten: 1.800.000 Geldmenge… … mit der das Bundesumweltministerium im Jahr 2008 Investitionen in den Klima­ schutz förderte, in Millionen Euro: 400 … die 2006 in umwelt- und klima­schädliche Subventionen wie zum Beispiel die Steinkohleförderung geflossen ist, in Millionen Euro: 42.000 Geld, das Betriebe ... … in Berlin im Jahr 2005 in den Umweltschutz investierten, in Millionen Euro: 11 … in Brandenburg im Jahr 2005 in den Umweltschutz investier­ ten, in Millionen Euro: 29,8 Geld, das ... … die Berliner Wohnungsbaugesellschaft Howoge 2007 in die energetische Sanierung eines Doppelhochhauses mit rund 300 Wohnungen investierte, ­in Millionen Euro: 8 … der Berliner Senat bis 2020 für die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude ausgeben will, um den Kohlendioxid­aus­ stoß zu verringern, in Millionen Euro: 26 … der Energiekonzern Vattenfall in den Bau eines klimaschädlichen Steinkohlekraftwerkes in Klingenberg investieren will, in Millionen Euro: 1.000 Ich bin natürlich interessiert ... ... am Abonnement der BUNDzeit, 4 Mal im Jahr, Gesamtpreis 5 Euro (für BUNDmitglieder und BUNDförderer im Jahresbeitrag enthalten) ... bitte senden Sie mir Informationen über den BUND Berlin Brandenburg ... bitte senden Sie mir den E-Mail-Newsletter des BUND Berlin ... an einer Mitgliedschaft beim BUND, denn eine starke Natur- und Umweltlobby braucht eine finanziell unabhängige Unterstützung (Jahresbeitrag: 50 E, Familien: 65 E, erm. Beiträge möglich) Name, Vorname Straße, Hausnummer PLZ Ort E-Mail Bitte ausfüllen, ausschneiden und senden an: BUND Berlin • Crellestraße 35 • 10827 Berlin bzw. BUND Brandenburg • Friedrich-Ebert-Straße 114a • 14467 Potsdam BUNDzeit Seite 8
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