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Full text: Treffpunkt (Rights reserved) Issue2019,[2] Sommer (Rights reserved)

Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. Quartiersmanagement Heerstraße AUSGABE Sommer 2019 „Stadtteilfest Heerstraße – gesund & bunt!“6. September 2019, 14 bis 18 Uhr, rund um das Gemeinwesenzentrum Heerstraße Nord Zum allseits beliebten Stadtteilfest Heerstraße wird dank zahlreicher Anmeldungen mit großem freiwilligem Engagement wieder ein vielfältiges Programm für die ganze Familie auf die Beine gestellt! Viele haben sich für das Stadtteilfest aus der Nachbarschaft, aus Vereinen, von Trägern und Einrichtungen, Kitas, Schulen, Stadtteilbibliothek, Jugendzentren STEIG und KiK, Kirchengemeinde, Medienkompetenzzentrum, Staaken Center, Kiosk-Frauentreff, ALBA e.V., Chance usw. sowie die Mietergruppen und -initiativen gemeinsam mit Wohnungsgesellschaften Gewobag, Adler Wohnen und ADO Immobilien Management GmbH angemeldet. Voraussichtlich auch wieder mit dabei Polizei, Freiwillige Jugendfeuerwehr mit Löschfahrzeug, Sport- und Kunstvereine und Spandauer Initiativen. In Zeiten des globalen Klimawandels soll es unverkrampft und kreativ möglichst klimaneutral und nachhaltig zugehen. Kitas, Schulen und Gruppen basteln aus Wertstoffen, die sonst im Müll landen würden, die Deko zum Fest: Wimpelketten, Girlanden und Standschmuck. Neudeutsch: „Re-Use“ und „Recycle-Up“. Alle sind aufgerufen, Gläser und Becher selbst mitzubringen! Beim Fest ist ein Pfandsystem für Becher geplant und Staakkato wird voraussichtlich eine Spülstation einrichten. Für bunte Köstlichkeiten sorgen Gruppen aus dem Stadtteil mit Süßem und Herzhaftem – egal ob heimisch oder aus aller Welt – für jeden ist etwas dabei! Wer anschließend seine Zahngesundheit überprüfen möchte, kann am Zahnputzbrunnen und anschließenden Gang den Kariestunnel der Landesarbeitsgemeinschaft Berlin zur Verhütung von Zahnerkrankungen durchlaufen Stadtteil und darüber hinaus. Das bunte Bühnenprogramm wird in diesem Jahr von Petra Sperling moderiert. Veranstalter des über Soziale Stadt geförderten Festes ist der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. und sich über Zahnpflege informieren. Das Fest wird mit einem Trommelzug von der Schule zur großen Bühne am Stadtteilzentrum Obstallee von den Morgenstern-Trommlern um 14 Uhr eröffnet. Nach kurzen Grußworten heißt es dann: „Bühne frei“. Neben der Christian-Morgenstern-Grundschule wirken auch die Grundschule am Amalienhof wieder mit einem Programm der gesunden bewegten Hofpause mit sowie viele weitere spannende Talente aus dem mit Unterstützung durch die Stadtteilkonferenz und das Staaken Center. Kontakttelefon für das Stadtteilfest: Angelina Seibt 0178/580 75 87. Dank großem ehrenamtlichem Einsatz können wir uns auf ein schönes Fest freuen! Alle Nachbarn und alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum großen Stadtteilfest Heerstraße für die ganze Familie mit Musik, Spiel, Sport und Tanz und vielen Attraktionen! Nakissa Imani Zabet 2 AUS DEM STADTTEIL Familienklasse an der Grundschule am Amalienhof Ein Win-Win-Win-Modellprojekt Schulklassen sind elternfreie Zonen – auch an der Grundschule am Amalienhof (GsA). Außer am Mittwochvormittag, da drückt ein auserwählter Kreis von Müttern und Vätern gemeinsam mit ihren Kindern die Schulbank ... und das freiwillig! Vor einigen Wochen war die Senatorin für Bildung, Jugend und Familie Sandra Scheeres zusammen mit Fachleuten aus der Schulverwaltung zu Gast am Weinmeisterhornweg, um sich einen Eindruck zu verschaffen von den Erfahrungen der Kinder, Eltern, Pädagogen und Schulleitung mit dem innovativen Modellprojekt Familienklasse. Am 20. Juni endete bereits das dritte Schuljahr, in dem das Klassen und Jahrgänge übergreifende Konzept der Familienklasse an der Grundschule am Amalienhof vor allem für Eltern und ihre Kinder angeboten wird, die im Schulalltag durch ihr Verhalten auffällig geworden sind. Wer da denkt, es geht ausschließlich um Klassenclowns und wilde Rabauken oder unkonzentrierte Faulenzer* und Schulschwänzer*, die den Unterricht stören, der irrt gewaltig. Denn im Fokus der Familienklasse sind gerade auch schüchterne Leisetreter* und einseitig begabte Außenseiter*innen oder Jungs und Mädchen, die als Über- bzw. Unterforderte, als Trennungskind oder Mobbingopfer... so manchen schweren Ranzen in den Schulalltag mit- Ente … bringen, der für das Vorankommen in ihrer Entwicklung und Schulkarriere hinderlich ist. Oberstes Prinzip der erfolgreichen Teilnahme an dem Projekt Familienklasse aber ist Freiwilligkeit zimmers zeigen – „Ich glaube an mich!“ oder „Ich bleibe bei mir und arbeite zügig“ ... Apropos Bewertungen: Die Punkte vergeben die Eltern. Deren Bewertung ist Thema des abschließen- Im Stuhlkreis am 22. Mai mit eingereiht: Schulsenatorin Scheeres sowie Raed Saleh (Fraktionsvorsitzender der SPD im Abgeordnetenhaus) gepaart mit Zuverlässigkeit. Aus beruflichen oder familiären Gründen ist das oft alles andere als einfach für Mütter oder Väter: Jeden Mittwoch von 9 – 12 Uhr volle Zeit und Aufmerksamkeit für ihr Kind und für die konkreten Tagesaufgaben auf dem Weg zum Erreichen der individuellen Ziele, die gemeinsam von Eltern, Kind und beiden Lehrerinnen der Familienklasse erstellt wurden, aufzubringen. Und diese Ziele sind keineswegs an Schulnoten orientiert, sondern lauten eher – wie die Tafeln mit den Diagrammen der Bewertungen an den Wänden des Familienklassen- den Stuhlkreises mit Eltern, Schüler* und Lehrer*innen eines jeden Schultages der mit maximal acht Kindern besetzten Familienklasse. Dort sowie davor in Gesprächen an den Lerntischen und in der Abschlussrunde der Besucher*innen mit den Lehrer*innen und zwei Eltern gab es Gelegenheit, von allen drei Seiten Antworten zu bekommen auf die Frage nach dem in Schulnoten kaum messbaren „Erfolg oder Misserfolg“ des Modells Familienklasse. Also alles in allem ein Win-WinWin-Projekt für Kinder, Eltern und Schule. Thomas Streicher europäisch … Mir als Ente gefällt die Europafahne ja sehr gut: Blau, wie ein schöner Teich, mit einem gelben Sternenreigen, der mich an „Alle meine Entchen“ erinnert. Traurig nur, dass ein Entchen ganz abtauchen will. Traurig auch, dass sich im Teich Strömungen breit machen, die klares Wasser behaupten, obwohl sie verdorbene braune Brühe aufwärmen. Und welch komische Vögel halten solche Kloaken für frisches Quellwasser? Da müssen wohl auch jene, die bisher die Politik dominierten, ein paar winzige Fehler gemacht haben? Vielleicht in der Bildungspolitik? Oder beim Thema: soziale Gerechtigkeit? Erfreulich allemal, dass wieder viel mehr als beim letzten Mal gewählt haben. Und viele hatten dabei unseren Planeten samt Klimawandel und Artensterben besonders im Blick! Höchste Zeit, „Alle Vögel sind schon da“ können wir ja kaum mehr guten Gewissens anstimmen! Schließlich verkümmern viele von uns auf „Roten Listen“ oder sind bereits ausgestorben … C. D. TREFFPUNKT IM GESPRÄCH 3 An der Schnittstelle zwischen allen Angeboten im Stadtteil Angelina Seibt, Koordinatorin im Familientreff Seit Juni 2018 sind Sie Koordinatorin im Familientreff. Wie aufregend und anregend war das erste Jahr für Sie? Aufregend war es, da sich sowohl mein Arbeitsort nach Berlin verlagerte und auch der Schwerpunkt meiner Tätigkeit im Gemeinwesenverein ein anderer ist. Hier geht es eher um persönlichen Kontakt zu den Menschen im Stadtteil und weniger um Arbeit am Schreibtisch. Ich habe sozusagen meine „Komfortzone“ verlassen. Ja, das erste Jahr war gefüllt mit dem Kennenlernen der Einrichtungen im Stadtteil, vielen Höhepunktveranstaltungen, anregenden Gesprächen, Kontakten zu Kooperationspartnern und Mitarbeiter*innen von Trägern sowie mit interessanten Fortbildungsangeboten und natürlich damit, Familien und Einzelpersonen kennenzulernen, die den Familientreff aufsuchen. Worin sehen Sie hauptsächlich Ihre Aufgabe? Ich sehe meine Aufgabe darin, Angebote zu entwickeln, die die Bedürfnisse der Familien im Stadtteil treffen. Mein Anliegen ist, Familien aktiv in Angebote einzubeziehen und sie bei der Umsetzung von Ideen zu unterstützen. Gleichzeitig halte ich die Vernetzung im Stadtteil für sehr wichtig, um Familien die Möglichkeit zu geben, Angebote aus der großen Trägervielfalt für sich zu nutzen. Der Familientreff ist immer noch Anlaufstelle für unterschiedlichste Fragen, für die eine Lösung zu suchen und der Ort zu finden ist, wo die Bedürfnisse gut aufgehoben sind. Ich sitze also an der Schnittstelle zwischen allen Angeboten und kann mich als eine Art Lotsin sehen. Bei welchen Angeboten sind Sie dabei und welche finden großen Anklang? Was könnte noch ein Bedarf sein? Derzeit führe ich das Frühaufste- her-Café für Kita-Eltern durch und gestalte gemeinsam mit meinen Kolleginnen den Familiennachmittag. Wenn es zeitlich machbar ist, bin ich in der Krabbelgruppe und beim Nachbarschaftsfrühstück mit dabei. Beliebt sind die monatlich stattfindende Familiendisco, die Krabbelgruppe, das Sport- und Spielangebot und natürlich auch Höhepunktveranstaltungen und Ferienangebote wie beispielsweise der Koch- oder Backkurs oder die Familienreise (FIF). Weitere Bedarfe sehen wir beispielsweise in einem Gruppenangebot für Alleinerziehende. Auch Kinderbetreuung bei Sprachkursen wird gewünscht. Für Familien mit Kindern ohne Kitaplatz gibt es – ganz neu! eine Gruppe einmal in der Woche. Gäbe es die Möglichkeit, dieses Angebot auszuweiten, wenn es gut angenommen wird? Meine Kollegin Viola Scholz-Thies und ich haben dieses Angebot im Juni gestartet. Hier sollen Eltern unbedingt dabei sein. Es ist also kein reines Betreuungsangebot. Es geht vielmehr darum, frühzeitig Fähigkeiten von Kindern zu entwickeln, und zwar gemeinsam mit den Eltern. Eine Erweiterung wäre eine Raum- und Personalfrage. Die Angebote des Familienzentrums werden an verschiedenen Orten im Stadtteil durchgeführt. Dies ist einerseits ein großer Vorteil, um möglichst viele Familien zu erreichen. Andererseits bleiben weitere Möglichkeiten und Angebote des Familientreffs „verborgen“ oder sind nicht zu erkennen, was an einem gemeinsamen Ort einfacher wäre. Dazu kommen auch Zeit- und Raumfragen, die abgestimmt werden müssen. Schwebt Ihnen etwas vor, was es im Familientreff noch geben könnte oder sollte? Ich wünsche mir, dass Familien viele Ideen mitbringen und mitgestalten. Und ich wünsche mir sehr, dass sich die Vielfalt der Kulturen des Stadtteils in den Gruppen widerspiegeln möge. Ich bedanke mich herzlich für das Gespräch. Brigitte Stenner Aktuelles und Wissenswertes aus dem Stadtteil finden Sie unter www.staaken.info.de Das Stadtteilportal 4 AUS DEM STADTTEIL Büffel auf der Orchideenwiese Drei waschechte Wasserbüffel haben ihr Sommerdomizil in den Orchideenwiesen in den Ausläufern des Egelpfuhlgrabens bezogen. Nun können nach und nach auch noch Schafe und Ziegen auf das Weidequartier nachfolgen. Wie auf Tiefwerder oder am Hahneberg sollen die Büffel wieder mehr Raum für Artenvielfalt schaffen. Die beiden schon stark verlandeten Tümpel in den Orchideenwiesen wurden zuletzt sogar mit Hilfe der Feuerwehr bewässert. Vielleicht kann Regenwasser aus den Wohngebieten am Blasewitzer Ring oder an der Schmidt-Knobelsdorf-Straße eine Hilfe sein. Ziel der Beweidung ist es, beim Stadtumbau West am Egelpfuhlgraben die Natur zurück zu gewinnen. Kommen bald noch die Schafe und Ziegen??? Auftaktveranstaltung: Was ich schon immer über Sucht und Süchte wissen wollte... In einer Kooperation mit dem Bezirksamt Spandau, der Abteilung Suchtprävention, den bezirklichen Beratungsstellen Caritas, Fixpunkt und vista und dem Quartiersmanagement möchten wir uns ab Herbst 2019 in einer Veranstaltungsreihe mit diesem on über Drogen eher auf dem Fokus eines entspannteren Miteinanders in unserem Stadtteil. Aber auch viele andere Bereiche zum Thema Sucht wurden bereits diskutiert. Zum Schluss der Veranstaltung kamen wir dann auf die Geschichte der Sucht und kulturelle, sowie zeitbezogene Aspekte. sehr breitgestreuten Thema beschäftigen! In einer ersten Sondierungsrunde im Mai haben wir gemeinsam mit Bürger*innen und Mitgliedern des Quartiersrates als auch Fachkräften bereits einige sehr spannende Themenbereiche gesammelt. Benannt wurden Alkoholkonsum im Außenbereich und sichtbarer Handel mit illegalen Drogen in unserer unmittelbaren Nachbarschaft. Wie gehen wird damit um? Sollten wir einen Verhaltenskodex etablieren wie „Drogen-No Go Orte“ an Spielplätzen? Hier lag die Diskussi- den Essstörungen genauso wie der Gebrauch von ungesunden Fast Food-Erzeugnissen wie Energiedrinks und dem Gebrauch von Zucker! Wann ist etwas eine Sucht? Wann eine schlechte Gewohnheit? Ist es Sucht, wenn wir zuviel essen, Alkohol trinken, und ab wann genau!? Was ist mit den „Nicht-stoffgebundenen Abhängigkeiten“ wie „shoppen gehen“ oder beständig ins Sportstudio rennen zu müssen oder Computerspiele zu machen? Ist mein Kind süchtig, wenn es ständig online ist? Oder ist das die neue Art der Kommunikation? den, welche im Herbst beginnt! Auf unserem Stadtteilfest am 6.9.2019 werden wir bereits mit konkreten Daten für Vorträge, Gesprächsrunden mit unseren Expert*innen informieren! Falls Sie bis dahin Bedarf an einem Gespräch haben: Kommen Sie in unsere Suchtberatung! oelle AN h l e i p s tsuchhtopharmaka TH r o p s food ogen psyc RBEITSSUCH t s a f n oge nikotin dr artphone A EL shoppen r d e l a g T illeinks Zucker internet sm COMPUTERSPIrauch H C U S L E I SP energiedr sssucht uero mentenmissb Sie sehen: Das Theb t t e e l w o t h alko Y magersuchschlafmittelAFFEE medika ma ist sehr vielfältig! Wir haben viel D k n l o i e h t s t i a f m s Was ist eigentlich Stoff bekommen, aus dem wir nun t fas beruhigung ein gesundes Leben? Benannt wur- eine Veranstaltungsreihe bilden wer- Die vista gGmbH Alkohol- und Medikamentenberatung und die Caritas Jugend- und Suchtberatung bieten immer mittwochs von 16-18 Uhr eine kostenlose und streng vertrauliche Sprechstunde im Stadtteilzentrum, Obstallee 33E, an. Petra Sperling AUS DEM STADTTEIL 5 Einsatz für Mieter der Westgrund/Adler Nachdem sich verschiedene Mietergruppen mehrere haben, stellt sich hier eine weitere Mieterinteressengemeinschaft im Bereich Westgrund/Adler vor: Unsere Mieterinteressengemeinschaft gibt es schon seit über 30 Jahren. Einige von uns wurden bereits zu BEWOGE-Zeiten in den Mieterbeirat gewählt. Seit dieser Zeit versuchen wir, uns für die Belange der Mieter in unserer Siedlung einzusetzen. Wir sind stets bemüht, mit dem Eigentümer Westgrund/Adler und der Verwaltung zu kooperieren. Sollte dies nicht möglich sein, scheuen wir uns auch nicht, Ämter und Behörden einzuschalten. Wir bitten in schwierigen Fällen und bei Belangen im öffentlichen Straßenland auch Politiker um Hilfe. In unseren regelmäßigen Treffen Zweitschlüssel für Müllplätze GmbH pro Mieteinheit einen kostenlosen zweiten Schlüssel für den Müllplatz/Müllraum aus. Dies soll einen Beitrag dazu leisten, dass weniger Mülltüten vor die Müllplätze ge- Auf Anfrage gibt die Hausverwaltung ADO Immobilien Management waltung weiter. Damit konnten wir bereits zum Thema Sicherheit einiges bewegen. Die vielen defekten Rauchabzugsfenster werden nach und nach repariert. Gerne können die Mieter mit ihren Anliegen zu uns kommen. Wir treffen uns jeden 1. Dienstag im Monat um 17 Uhr im Café Pi 8, Pillnitzer Weg 8, Ch. Hass, Chr. Wegener, R. Lehmann und K.-P. Hartwich (v.l.n.r) im Gemeindehaus. nehmen wir die Hinweise aus der Gerne können Sie in dringenMieterschaft auf und geben sie mit den Fällen Christian Hass unter der der Bitte um Erledigung an die Ver- Nummer 0179-974 95 82 erreichen. stellt werden. Damit geht die ADO auf einen Vorschlag von Mietern ein, die sich in der „Mietergruppe ADO Heerstraße Nord“ für ein besseres Wohnen im Kiez engagieren. Betriebskosten prüfen lohnt sich – ADO zahlt Geld zurück Eine Mieterin aus Staaken konnte sich die Erhöhung der Sperrmüllkosten um das Fünffache innerhalb eines Jahres in der letzten Betriebskostenabrechnung nicht erklären. Sie forderte bei der ADO ihr Recht auf Einsicht der Rechnungen ein, aus denen die Betriebskostenabrechnung erstellt wird. Welche Kosten der Vermieter an die Mieter weitergeben darf, ist gesetzlich geregelt. Ebenso ist festgelegt, dass der Mieter ein Jahr Zeit hat, um die Belege und Verträge einzusehen – also nicht nur vier Wochen, wie es die ADO im Brief mit der Jahresabrechnung schreibt. In den eingesehenen Belegen fanden sich Fotos von aufgefundenem Sperrmüll, die als Nachweise dienten. Doch nach Aussage der Mieterin konnte man auf einem Teil der Bilder nichts erkennen. Andere Fotos wurden für sie eindeutig nicht in den Kellerräumen der Wohnhäuser in der Abrechnungseinheit aufgenommen. Dazu kam ihre Erinnerung, dass im Jahr 2017 ein großer Container auf dem Parkplatz aufgestellt war, in dem Handwerker Abfälle von der Sanierung mehrerer Wohnungen entsorgten. Die Mieterin vermutete, dass die Kosten dieses Containers ebenfalls auf die Betriebskosten umgelegt wurden. Dieser Sperrmüll ist aber nicht auf alle Mieter umlegbar. Dies alles schrieb sie der ADO. Diese klärte den Verdacht jedoch nicht auf, sondern erließ der Mieterin „aus Kulanz und ohne Erkennung rechtlicher Pflichten“ die kompletten Sperrmüllkosten. Somit lohnte es sich für die Mieterin, kritisch ihre Rechte wahrzunehmen. Dass sie kein Einzelfall ist, zeigt bereits die Tatsache, dass die oben genannte und in Teilen angezweifelte Betriebskostenabrechnung an mehr als 150 Mieter in dieser Ab- rechnungseinheit erging. Nach Aussage von Marcel Eupen, Alternativer Mieter- und Verbraucherschutzbund, haben aber lediglich zwei der über 150 Mieter bislang erfolgreich Betriebskosten zurückgefordert. Und nicht nur die Sperrmüllkosten: Die ADO stornierte bei ihnen auch die Positionen Ungezieferbekämpfung, Wartung der Dachventilatoren, der Brandmeldeanlagen sowie der Rauch- und Wärmeabzugsanlagen komplett und die Stromkosten für den Aufzug, die Heizung und die Hausbeleuchtung um 15 Prozent. Wer nun Zweifel an der Korrektheit seiner eigenen Betriebskostenabrechnung hat, kann zur kostenlosen Mieterberatung des AMV gehen: jeden Montag 16.00 bis 18.00 Uhr im Stadtteilzentrum Obstallee 22E (Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V.). Tom Liebelt 6 NEUES VOM QUARTIERSMANAGEMENT Aktualisierung IHEK Entdeckertouren mit Klima im Blick am Tag der Städtebauförderung Nach Abstimmungen im Stadtteil und in der Verwaltung sowie der Vorstellung des aktualisierten Handlungs- und Entwicklungskonzeptes – IHEK für das Gebiet Heerstraße im Stadtentwicklungsausschuss wurde das Handlungskonzept der Auftraggeberin des Quartiersmanagements, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, vorgelegt. Sobald das IHEK zur Veröffentlichung frei gegeben wird, finden Sie es online auf dem Stadtteilportal staaken.info. Nutzung Stadtteilladen Staaken beendet Wie bereits mitgeteilt, hat das Staaken Center die Möglichkeit der temporären Nutzung des Stadtteilladens zu den eingeräumten günstigen Bedingungen nun beendet, und das Quartiersmanagement hat den zentral gelegenen Stadtteilladen aufgegeben. Es ist trotz Raumknappheit gelungen, so gut wie alle Angebote andernorts unterzubringen. Vielen Dank dafür. Wo finden Sie die Angebote? l – – – – Im Stadtteilzentrum Obstallee 22E: Der Quartiersrat und die Aktionsfondsjury Die offene Mietrechtsberatung, montags von 16.00 bis 18.00 Uhr Die Kiezsprechstunde der Mietergruppen/-initiativen (1. Montag im Monat) Die Ehrenamtssprechstunde (nach Bedarf) l Die Stadtteilredaktion in den Räumen des QM‘s, Blasewitzer Ring 32 l Die Eltern-Deutschkurse der Volkshochschule finden direkt in der VHS statt. Räume im Stadtteil werden gesucht. Aktuelles und Wissenswertes aus dem Stadtteil finden Sie unter www.staaken.info.de Das Stadtteilportal Zum Tag der Städtebauförderung hat das Team des Quartiersmanagements wieder einen Rundgang durch das Gebiet zum Thema „Klima im Blick: Einblicke in die Entwicklungen der Großwohnsiedlung“ angeboten. Mit einer großen Besuchergruppe wurden die grünen Orte und nachhaltigen Projekte der Sozialen Stadt besucht. Dazu wurde gemeinsam mit der AG Bunte Vielfalt und Toleranz gezielt auf „Europa bei uns vor Ort“ geblickt (s. Seite 9). Anschließend eröffnete Stadtrat Bewig im Stadtteilzentrum die Ausstellung zum Energetischen Quartierskonzept Obstallee. Die drei „Bs“: Bewohner*innen, Bezirksamt und Beauftragte waren sich einig, dass Maßnahmen im Rahmen der energetischen Quartiersentwicklung vor allem sozialverträglich sein müssen. Nach kurzer Stärkung mit einem Imbiss startete die Radtour entlang des „grünen Rings“, um die grünen Seiten des Stadtumbaus und bedeutende Vorhaben entlang dieser wichtigen Grünverbindung zu entdecken. Schön, dass so viele an den Entdeckertouren zum Tag der Städtebauförderung teilgenommen haben! Aufruf an alle Bewohner*innen für den Aktionsfonds Bewohnerinnen und Bewohner können für kleinere Aktionen, die direkt der Nachbarschaft dienen, Fördermittel (max. 1.500 Euro) beantragen. Bitte wenden Sie sich mit Ihren Ideen für Herbst und Winter direkt an das Büro des Quartiersmanagement Heerstraße im Blasewitzer Ring 32 oder rufen Sie an unter Telefon 617 400 77. Die Bewohner*innen-Jury tagt wieder im August/September. l l In diesem Jahr gab es bereits schöne Aktionen: einen Ostermarkt mit Osterfeuer und Osterbasteln den Stadtteilputz im Mai mit vielen Beteiligten Diese bereits abgestimmten Aktionen können wir ankündigen: l Herbstputz: Staaken kehrt am 21.9. von 10 bis 14 Uhr l Kinderwasserfest am 3. August 2019 auf der Wiese am Gemeinwesenzentrum l Halloween am 31.10.2019 im Familienhaus am Cosmarweg l Sankt Martinstag im Herbst 2019. Diese Aktionen sind in Vorbereitung: Eltern-Bau- und Pflanzaktion: Hochbeete für die Kita Wunderblume in Kooperation mit dem Soziale-Stadt-Modellprojekt: „Kita-Sozialarbeit“ und Pflanz- und Erntedank-Fest NEUES VOM QUARTIERSMANAGEMENT Infos zu SozialeStadt-Projekten Der Großteil der Fördermittel fließt in mehrjährige Projekte, von denen die Aktiven im Stadtteil, das Bezirksamt und die Senatsverwaltung nachhaltige positive Wirkungen für die Entwicklung des Stadtteils und das Zusammenleben der Bewohner*innen erwarten. 7 Kiosk_aller.Hand.Arbeit Nach dem stimmungsvollen Frühlingsfest und mehreren Auswertungsrunden wurde mit Schreiben an stetigung geplant. Das in Heerstraße entwickelte Soziale-Stadt-Modellprojekt „Kita-Sozialarbeit“ wird Senat, Bezirk, Ausschüsse, Hausverwaltung usw. Unterstützung zum Erhalt der wichtigen Einrichtung nach Auslaufen der Förderung gesucht. Auf jeden Fall hat der Ort für Frauen die Unterstützung der neuen Spandauer Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten, Juliane Fischer, als bezirklicher Patin des Projekts. Für den Herbst ist eine weitere Auswertung und Beratung zur Ver- seit Jahren gefördert und wissenschaftlich begleitet. Das Konzept gilt als erfolgreich und soll auch im Falkenhagener Feld umgesetzt werden. Gleichzeitig laufen Bemühungen, eine Finanzierung des Projektes nach Auslaufen der Förderung zu sichern. Unterstützungsschreiben u.a. der Stadtteilkonferenz Heerstraße Nord wurden erarbeitet. Cornelia Dittmar Engagierte aus dem Quartier Heerstraße. Ganz besonders am Sonnabend, 18. Mai, beim „Kehrenbürgerlichen Putzen & Pflanzen“ und dem europablauen Aufmöbeln im Stadtteil (s. Seite 9). Jung und Alt, Groß und Klein, Gruppen, Familien und Solisten aus der Anwohnerschaft oder von Akteuren aus dem Stadtteil versammelten sich am Samstagmorgen zum Frühjahrsputz zwischen Obstund Maulbeerallee. Organisiert von Anwohner*ìnnen und unterstützt aus dem Aktionsfonds Soziale Stadt, von Gewobag und ADO und deren Facility-Gesellschaft cfm waren sie angetreten, um als Feger* und Sammler* auf Wegen und am Wegesrand, auf Grün-, Spiel- und Parkplätzen den achtlos „entsorgten“ Müll zu beseitigen. Gut ausgestattet von der BSR mit orangefarbigen Westen, mit Besen, Greifzangen, Säcken und Arbeitshandschuhen wurden haufenweise Dreck und Kippen aus den Plattenritzen gefegt sowie Verpackungsmüll und Scherben eingesammelt Es wurde auch mancherorts im Dreh (k)ehrenbürgerlich gegraben, gesät und gepflanzt. Programmplanung 2019 Im Schwerpunkt Frühe Förderung / Familienförderung wurde im Quartiersrat entschieden, eine Trägerauswahl für ein Pilot-Projekt „Starke Familien in Staaken“ durchzuführen. Das Projekt richtet sich an Familien mit Kleinkindern Durch gezielte Unterstützung in den ersten Lebensjahren sollen Kinder bessere Chancen erhalten. In dem Schwerpunkt Nachbarschaft stärken soll das Projekt mit dem Arbeitstitel „Hallo Nachbar*in“ direkt an das Stadtteilzentrum angeschlossen werden. Dabei sollen unter anderem auch nachbarschaftliche Konflikte behandelt werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Suchtprävention (siehe Artikel S.4). Großes Engagement beim Stadtteilputz in Staaken Vielfachen Einsatz im und für den Kiez zeigten viele kleine und große Am weltweiten „Cleanup Day“ Samstag, 21. September 2019, von 10 bis 14 Uhr wollen Kiezinitiativen, unterstützt von BSR, Gewobag und ADO, für eine saubere Umgebung in Staaken sorgen. Wer mithelfen möchte, kann sich gern an das Quartiersmanagement Heerstraße, Telefon 617 400 77, wenden. Die Beteiligung war groß, vielleicht auch wegen des vorab am Zaun an der Turnhalle der Christian-Morgenstern-Grundschule aufgehängten Banners und der direkten Ansprache von Kitas und Grundschulen. 8 AUS DEM STADTTEIL Stadtumbau: Umgestaltung vor dem Staaken Center Machbar: mehr Platz für den neuen Platz Auf der öffentlichen Sitzung des Quartiersrates am 21. Mai haben die Fachleute für Verkehrsplanung und Platzgestaltung des mit der Machbarkeitsstudie beauftragten Planungsbüros „stadtraum“ die Ergebnisse präsentiert, die nun auch noch mit der Verkehrsbehörde, mit Polizei, Feuerwehr und BVG abgestimmt werden müssen. chen Ecken und Angst verursachenden Winkeln über Störungen durch Verschmutzung, Lärm und Verkehr bis zu der unattraktiven Platzgestaltung ohne jegliche Sitzmöbel, mit dem Kiosk an einem die Sicht und die Wege versperrenden Ort, was die trennende Wirkung des Magistratswegs nur verstärkt. Gestaltungsvorschlag: Center-Eingang, mit Rampen, kleiner Dachterrasse und der aufgewerteten Nische, mit Fahrradständer und Wasserspiel In die Planungen eingeflossen sind zahlreiche von Anwohner*innen wie auch von den Einzelhändlern des Staaken Centers benannten Defizite des Platzes wie auch viele Ideen und Vorschläge: von hässli- Suche nach Kompromissen Jedoch, es allen Recht machen kann man beim besten Willen nicht. Denn, wo die einen mehr Attraktivität und Aufenthaltsqualität für Klein und Groß mit Spielgelegenheiten, Bänken, sogar mit Tischen für Kartenspiel oder Schach wünschen, wollen andere genau das Gegenteil, möglichst wenig Gelegenheiten für längeren Verbleib, da der Mensch in Gruppen eher schmutzt und stört. Dem tragen die Entwürfe der Machbarkeitsstudie Rechnung, wenn sie Spiel, Markt und Aufenthalt den Balkonen, Schlaf- und Wohnzimmern der angrenzenden Hochhäuser abgewandt oder unter dem „Lärmschutz“ von Bäumen anordnen. Jedoch haben die von der Architektin Annegret Müller von „stadtraum“ präsentierten Vorschläge zur Platzgestaltung noch einen langen Weg mit Überarbeitungen und weiteren Bürgerbefragungen vor sich, bis sie auf dem großzügigen Areal des neuen Stadtplatzes Gestalt annehmen können. Thomas Streicher Fahrschule Taner ist die erste Adresse im Kiez Angeboten wird auch ein Schnellkurs (Führerschein in vier Wochen), Führerschein mit siebzehn oder Führerschein in den Ferien. Der Neuköllner ist seit zehn Jahren Fahrlehrer. Er fühlt sich an der Obstallee sehr wohl. Der Kontakt zur Kundschaft und zu den Nachbarn im Center lässt nicht zu wünschen übrig. „Es läuft sehr gut hier“, sagt Taner Kocadag. Lernen auf Neuwagen Prüfung bestanden „Die beste Werbung für eine Fahrschule ist doch, wenn die Schüler die Prüfung beim ersten Mal bestehen“ – nach dieser Devise betreibt Taner Kocadag (45) seine Fahrschule im Staaken Center. Seit drei Jahren können Frauen und Männer bei ihm den PKW-Führerschein erwerben. Vier weitere Fahrlehrer und eine Fahrlehrerin sorgen dafür, dass Anfänger den sicheren Weg in den Verkehr finden. Das Publikum ist multikulturell. Gelernt wird auf BMW- und VW-Neuwagen, und zwar mit Schaltgetriebe- und Automatikfahrzeugen. Einfahren in das Parkhaus In der Fahrschule Taner gibt es übrigens ein ganz besonderes Angebot: „Bei uns kann man hier im Staaken Center das Einfahren in ein Parkhaus üben. Das ist bei anderen Schulen nicht möglich“, sagt der Chef. Gern genutzt wird auch die Möglichkeit, ausländische Führerscheine auf deutsche Papiere umschreiben zu lassen. Paul F. Duwe Wer einen Führerschein erwerben möchte, kann sich bei Herrn Kocadag unter Telefon 0178-33 155 96 erste Informationen einholen oder im Fahrschul-Büro, das von Montag bis Freitag von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet ist, vorbeischauen. Dreimal in der Woche gibt es dort ab 18.00 Uhr theoretischen Unterricht. Anmeldungen sind auch im Internet möglich (www.fahrschule-taner.com). AUS DEM STADTTEIL 9 Wo steckt EUROPA in unserem Stadtteil? Mai-Aktionen der AG Bunte Vielfalt und Toleranz Viele meckern über die EU, vergessen aber, dass auch wir in Staaken über die Förderprogramme mit EU-Mitteln direkt von Europa profitieren. Vor den EU-Wahlen hat die Arbeitsgruppe Bunte Vielfalt und Toleranz der Stadtteilkonferenz mit Unterstützung des Spandauer EU-Beauftragten Christoph Chmielorz sowie von Sophie Schäfer, der Koordinatorin von Partnerschaft für Demokratie in Spandau, gezielt auf „Europa bei uns vor Ort“ geblickt. Los ging es am 11. Mai beim QM-Rundgang am Tag der Städtebauförderung (siehe Seite 6). Mit dem flotten kommunalen Lastenfahrrad des Bezirks, vollgepackt mit EU-Fähnchen, Infokarten und Ballons, wurden all die Orte entlang der Route markiert, die es ohne EU so nicht gäbe. Die blauen Fähnchen mit den goldenen Sternen waren aber gerade für die eher kleinen Entde- cker so attraktiv, dass sie nicht lange an ihren Bestimmungsorten blieben, sondern überall im Stadtteil freudig geschwungen wurden. Auch beim Stadtteilputz am 18. Mai spielte die Europäische Union eine nachhaltig schmückende Rolle. Die ursprünglich gelben „Sitz-Linien“ hinter dem Staaken Center bekamen einen neuen Anstrich im „EU-Look“. Maßgeblich beteiligt: Schüler*innen plus Lehrerin aus der Carlo-Schmid-Oberschule sowie große und kleine Kehrenbürger. Die Vorbehandlung, Farben, Pinsel und Rollen wurden von der ADO Immobilien Management GmbH gestiftet. Am Montag vor der EU-Wahl gab es dann bei „Wir stehen auf Europa“ mit Info, Diskussion, Aktion & Musik von Trommelgruppe und Chor der „Christian-Morgenstern“ den Abschluss der Aktionen im Stadtteilzentrum an der Obstallee. Die Teilnehmer*innen haben sich Mobilitätshilfedienst wird 30! Das 30. Jubiläum seines Mobilitätshilfedienstes feierte der Fördererverein Heerstraße Nord am 5. Juni in seinen Räumen an der Heerstaße 438. Der Dienst leistet vielen Senioren tagtäglich große Hilfe, so dass sie trotz Beeinträchtigungen ihrer Beweglichkeit noch viele Besorgungen selbst erledigen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Wer hätte das vor fünf oder sechs Jahren gedacht, als die Gesundheitsverwaltung des Senats meinte, ihren Plan von exakt zwölf Mobili- tätshilfediensten in Berlin rigoros durchzusetzen zu können und dabei den einzigen in Spandau ansässigen Dienst des Förderer vereins Heerstraße Nord zu opfern. Die Proteste der Betroffenen, wie auch von Vereinen, Einrichtungen und Politikern aus dem Bezirk haben damals bewirkt, dass die Entschei- gemeinsam auf die wichtigsten sechs Begriffe geeinigt, die positiv für die EU heute stehen und die sechs Punkte benannt ,wo die EU noch tüchtig nachlegen müsste. Ob und wie sich das auf die EUWahl im Stadtteil ausgewirkt hat, kann man auf staaken.info und exakt nach Wahllokalen unter: www.wahlen-berlin.de nachlesen. Th. Streicher Die Treffpunkt-Redaktion alles Gute für die nächsten 30 Jahre! dung erst verschoben und letztlich klammheimlich fallen gelassen wurde. 10 REDAKTION UNTERWEGS Zu jeder Jahreszeit sehenswert Ein Besuch im Botanischen Garten W ann waren Sie zuletzt im Botanischen Garten? Schon länger her? Oder vielleicht noch nie? Dann sollte eines Ihrer nächsten Ausflugsziele dorthin führen. Verändert hat sich eigentlich nicht viel, aber der Besuch lohnt sich – zu jeder Jahreszeit. Wegen einer Baustelle am Eingang chen auf den Stämmen. Überhaupt Königin-Luise-Platz war der „Ein- schaut man hier überwiegend nach stieg“ etwas schwierig, aber gerade oben, eben, weil alles so hoch gedeswegen kamen Wasserpflanzen, wachsen ist und fast die Glaskuppel Gewächse und Gräser in unseren berührt. Blick, die wir auf direktem Wege Der Besuch in den Gewächshäuvielleicht nicht wahrgenommen hät- sern führt durch die Pflanzenwelt ten. der Kontinente. Von Kakao-KafAuf dem Weg zu den Arzneipflan- fee- und Zimtsträuchern zu Banazen streiften wir die Berg-Regionen nenstauden und einfach nur schön mit vielen Glockenblumen, z.B. dem anzuschauenden Gewächsen. War Spanischen Hasenglöckchen, balan- es in den Subtropen doch etwas uncierten über die Steine des Gebirgs- angenehm schwül, kann man sich in baches. Ziemlich lange hielten wir Australien wieder erholen. Besonuns bei den medizinisch nutzbaren ders reizvoll fanden wir das Haus mit Gewächsen auf, um uns intensiv den Kakteen. Was gibt es doch für mit den einzelnen Pflanzen zu beschäftigen. Für jedes innere Organ und jedes Wehwehchen findet sich ein „Kraut“, das die Heilung unterstützen kann. Dieser Gartenbereich wirkte auf uns ausgesprochen liebevoll angelegt. Die nächste Attraktion: Die Schauhäuser. Das gigantische Tropenhaus mit seiner beeindruckenden Konstruktion ist zu seinem 100. Geburtstag restauriert worden und wirkt wie neu. Staunend steht man vor den riesigen Bambus-Bäumen, einige mit kunstvoll wirkenden Stri- bizarre Exemplare! Einige prunkten mit wunderschönen Blüten, andere wieder mit „mörderischen“ Stacheln. Niedlich sahen aneinander gekuschelte Kugelkakteen aus. Und wer kennt sie nicht, die berühmten Schwiegermuttersessel (Foto rechts unten) – hier mit beeindruckenden Exemplaren vertreten. Eine Besonderheit war für uns der Bereich der Sumpf- und Moorpflanzen. Unglaublich, mit welcher Feinheit kleinste Moose und Pflänzchen eingesetzt wurden, wie bei einem Puzzle mit abertausenden Tei- len – ein wunderbares Biotop. Auch finden sich hier die Fleisch fressenden Pflanzen, die wir noch aus dem Biologie-Unterricht kennen: die Venus-Fliegenfalle und Drosophila, die kleineren Insekten den Garaus machen. Bei einigen Gewächshäusern lohnt sich ein Besuch im Februar/ März (also vormerken!), der einen Duft- und Farbenrausch verspricht: Dann blühen üppig Azaleen und Kamelien. Wieder an der frischen Luft geht es zum Duft- und Tastgarten, der für sehbehinderte und blinde Menschen angelegt wurde. Besonders der Duft der Vanilleblume (Heliotrop) steigt in die Nase. Schön anzusehen sind die unterschiedlichsten Gräser im weiteren Bereich des Botanischen Gartens. Mit seiner großzügigen Weite, den Blumenanlagen, seltenen und seltsamen Pflanzen, dem wunderbaren Baumbestand, den Teichen und Wildblumen-Wiesen lädt der Botanische Garten zu einem Spaziergang ein, der immer wieder begeistern kann. Mit dem Eintrittsgeld von immerhin 6 Euro, ermäßigt 3 Euro – Familienkarten gibt es auch – kann man auch das Botanische Museum mit interessanten Einblicken in die Kulturgeschichte der Pflanzen sowie interessante Sonderausstellungen besuchen, wenn die Geduld dazu noch reicht. Brigitte Stenner/Uli Kluge Anfahrt: U7 bis Fehrbelliner Platz, Bus 101 Richtung Zehlendorf oder U7 bis Yorckstraße S1 Richtung Wannsee Station Botanischer Garten REDAKTION LIEST / AUS DER STADTTEILBIBLIOTHEK 11 Abgeschlagen Der erste Band einer Paul-HerzbergTrilogie Doktor Paul Herzberg ist Pathologe und Assistenzarzt am Institut für Rechtsmedizin in Kiel. In diesem Thriller begleiten wir ihn an die Tatorte brutaler Verbrechen. Herzberg ist ein eifriger und gründlicher Mediziner. Damit zieht er sich die Ablehnung seines Oberarztes Professor Doktor Volker Schneider zu. Dieser hält sich für ein Genie. Gleichwertigkeit oder Konkurrenz sind undenkbar. Er spekuliert auf die Chefarztnachfolge. Daher unterlässt er nichts, sich bei Behörden, Politik und Presse in ein günstiges Licht zu stellen. Und in diesem Spannungsfeld werden nun Tatorte untersucht, Leichen geöffnet und Todesursachen ermittelt. Herzberg hat die taffe Dottore Lucia Tattoli aus Italien als Assistentin. Hauptkommissar Michael Tomforde ist dabei, wenn es um unkla- re Todesfälle geht. Der Toxikologe Uhlemann wird einbezogen. Von ihm erzählt man sich, er sei „Toxikologe geworden, um herauszufinden, ob es noch etwas Giftigeres als ihn selbst gibt.“ Herzberg lebt mit seiner Lebensgefährtin Petra und ihrem Kind zusammen. Oft kann er ihr gemachte Zusagen und Versprechen nicht einhalten. Immer wieder gibt es Tote, die durch die Art ihres Auffindens nach einer raschen Klärung der Ursachen und Umstände ihres Todes verlangen. Häufig haben es Pathologen und Polizei zunächst mit Leichenteilen zu tun. Bei Tätern sind große Rollkoffer beliebte Transportmöglichkeiten. Da spielt das Verschwinden einer Machete aus der Asservatenkammer eine besondere Rolle. Die Stadtteilbibliothek empfiehlt Heidi Hetzer berichtet in ihrem Buch „Ungebremst leben – wie ich mit 77 Jahren die Freiheit suchte und einfach losfuhr“ von ihrer Reise einmal um die ganze Erde. In ihrer Heimatstadt Berlin startet sie mit einem Hudson Baujahr 1930 und fährt zunächst ostwärts bis nach China. Von Singapur bringt ein Containerschiff Heidi Hetzer und ihren liebevoll Hudo genannten Oldtimer nach Australien. Auf getrennten Wegen – Hudo wird wieder in ein Schiff verladen, Heidi fliegt hinterher – geht es in die USA, dann noch nach Südamerika. Weiter geht es nach Südafrika und dann mit dem Containerschiff nach Spanien. Nach 960 Tagen, 84 000 Kilometern und vielen Abenteuern und Autopannen treffen die beiden von Westen kommend wieder in Berlin ein. Heidi Hetzer erzählt nicht nur von dieser faszinierenden Reise, sondern in Rückblenden auch von ihrem außergewöhnlichen Leben. Schon in ihrer Kindheit interessierte sich Heidi für die Autos in der Werkstatt ihres Vaters, und in den 50er Jahren erlernte sie den Beruf der Kfz-Mechanikerin. Diese Begeisterung für Autos und auch Motorräder begleitete sie durch ihr ganzes Leben. Nachtrag: Heidi Hetzer ist am 21. April 2019 völlig unerwartet im Alter von 81 Jahren gestorben. Mit ihr wurde eine junge Frau grausam ermordet. Hansen, der Hausmeister, hat einen Verdacht. Er vertraut sich Herzberg an. Auch Margaret Schalck spielt eine Rolle. Sie hat sich nach dem plötzlichen Tod ihres Gerwin allein und hilflos gefühlt. Da kam ihr Volker Schneider als starke Schulter gerade recht. Bei seinen Nachforschungen gerät Herzberg immer tiefer in eine ungeheuerliche Geschichte hinein. Weitere Menschen, wichtige Zeugen wie Hansen, werden ermordet. Petra verschwindet. Und Herzberg soll die Ursache des besonders perfiden Mordes herausfinden, um das Leben seiner Frau und letztlich sein eigenes zu retten. Michael Tsokos ist Leiter der Pathologie der Charité Berlin und Autor. Wahre Kriminalfälle seines Arbeitsalltags verwandelt er in spektakuläre Thriller. Im letzten Drittel dieses Buches hält man den Atem an vor Spannung, ob der sich überschlagenden Ereignisse. Maria Romberg „Honigduft und Meeresbrise“ von Anne Barns ist ein unterhaltsamer Roman für die Sommerzeit. Anna besucht ihre Oma in Lüdinghausen, die einen geheimnisvollen Brief erhält, der 1941 an Annas Urgroßmutter geschrieben wurde. Der Brief führt Anna und ihre Großmutter nach Ahrenshoop, wo die beiden einem Familiengeheimnis auf die Spur kommen. Während dieser Reise gelingt es Anna, den Verlust ihrer besten Freundin Mona besser zu verarbeiten. Sie fängt wieder an zu malen und findet in ihrer ehemaligen Schulkameradin Peggy eine gute Freundin. Auch eine neue Liebe bahnt sich an. Sabine Kucher 12 VEREINE IM STADTTEIL Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. Obstallee 22D/E • 13593 Berlin • Tel. 030 / 914 90 889 (9–17 Uhr) gwvbln@aol.com • www.gwv-heerstrasse.de Ansprechpartnerin: Angelina Seibt Telefon 0178 / 580 75 87 und 030 / 363 41 12 post@familientreff-staaken.de Soziale Beratung: Mo und Fr 9.00 bis 13.00 Uhr Do 14.00 bis 17.00 Uhr Obstallee 22D/E, 13593 Berlin Telefon 030/914 90 889 Nur für Familien: Do von 14.00 bis 17.00 Uhr im Büro Pillnitzer Weg 8 (direkt neben dem Café Pi8) Dienstag 17.15–18.25 + 19.00 –20.00 Uhr Gymnastik für Frauen Pillnitzer Weg 8 jeden 1. und 3. Mittwoch 16.00 bis 18.00 Uhr „Geschichtstreff“ Obstallee 22D Mittwoch 8.00 bis 12.00 Uhr Sprache und Beratung Soziale Beratung und gemeinsam die deutsche Sprache üben. Familienzentrum Hermine „Gelber Container“ an der Christian-Morgenstern-Grundschule, Eingang Maulbeerallee 23 Donnerstag 10.00 bis 12.00 Uhr PAULA (Mutter-Kind-Gruppe) Blasewitzer Ring 27 17.30 bis 19.30 Uhr jeden 2. und 4. Donnerstag „Depressionen“ Selbsthilfegruppe (nur mit tel. Voranmeldung) Obstallee 22D Kinderrechte, fertig los! Und „alle Neune“ sind mit dabei! Anlässlich der 9. Familiennacht gestalten die neun Spandauer Familienzentren am Samstag, 28.9.2019, von 16.00 bis 20.00 Uhr wieder gemeinsam ein buntes Programm mit vielfältigen Mitmachangeboten für Familien. In diesem Jahr laden wir Groß und Klein, Alt und Jung in den Familientreff Staaken und ins benachbarte KiK-Jugendcafé ein und freuen uns auf gemeinsame Erlebnisse und Entdeckungen. Unter anderem wird gemeinsam gebastelt, geknetet und getanzt. Natürlich wird auch für das leibliche Wohl gesorgt. Lasst Euch überraschen. Kommt vorbei und macht alle mit. Weitere Veranstaltungen und Angebote auf einen Blick  Märchenerzählerin Rebecca lädt ein zur Märchenstunde jeden 2. Sonntag im Monat um 12.30 Uhr im Café Pi8, Pillnitzer Weg 8 (Kooperationsveranstaltung von Café Pi8 und Familientreff Staaken) Samstag 17.00 bis 18.00 Uhr „Zumba-Kids“ für die ganze Familie. In der Turnhalle im Gemeindehaus, Pillnitzer Weg 8  Ferienbrunch mit Kaspar und Gitarre (mit dem Kulturzentrum Staaken und der Kita Sozialarbeit) am Donnerstag, 25.7.2019 von 10.00 bis 12.00 Uhr, im Kulturzentrum Staaken, Sandstraße 41 Rentenberatung  Babymassage ab 26.8.2019 (insgesamt 4 Termine) montags von 10.00 bis 11.30 Uhr in der Kita Regenbogen, Obstallee 22B Herr Weinert (LVA + BfA) Telefon 030 / 366 67 23 1., 3. + 5. Montag: Pillnitzer Weg 8 (neben dem Café Pi8) 2. + 4. Montag: Obstallee 22D/E jeweils 15.00 bis 17.00 Uhr Die bisher vom Gemeinwesenverein angebotene Rechtsberatung entfällt.  Familiendisco 23.8., 27.9., 25.10., 22.11.2019 von 16.00 bis 18.00 Uhr, im Kulturzentrum Staaken, Sandstraße 41  Fun®Baby-Kurs ab 6.8.2019 (insgesamt 8 Termine + Nachtreffen) dienstags von 10.00 bis 11.30 Uhr im KiK-Jugendcafé, Obstallee 22G  Kinderkochkurs für Kinder ab 5 Jahren 8.10. und 9.10.2019 jeweils von 10.00 bis 12.00 Uhr, im Kulturzentrum Staaken, Sandstraße 41  Kinderwasserfest am Samstag, 3.8.2019 von 15.00 bis 18.00 Uhr auf der Wiese am Gemeinwesenzentrum VEREINE IM STADTTEIL 13 Obstallee 22C, 13593 Berlin Telefon (030) 375 898-0 www.foerdererverein.de info@foev-hn.de „Frühstücksgarten“ – Gemeinsam jung Seit Februar 2019 haben wir nicht nur ein neues Angebot am Mittwochvormittag in der Obstallee 22C (9.00 – 11.30 Uhr), sondern auch eines mit einem ganz besonderen monatlichen „Treffen der Generationen“! Jeden Mittwoch treffen wir uns ab 9.00 Uhr zu einem gemütlichen Frühstück, um gemeinsam in den Tag zu starten. Im Anschluss wird gemeinsam geklönt, gebastelt, gemalt und gegärtnert (je nach Saison und Wetterlage). Unsere Beete vor und hinter dem Gemeinwesenzentrum bekommen nach und nach eine fröhlich-bunte „natürliche Dekoration“, welche all unsere Besucher zum Betrachten und natürlich auch zum gemeinsamen Gestalten und Pflegen einlädt. Gepflanzt werden nach Möglichkeit mehrjährige typische Gartenblumen, welche uns zum Verweilen und Bestaunen einladen und so ganz nebenbei einen Lebensraum für unsere städtischen Insekten bieten. Neben unseren Blumen haben wir auch ein kleines Kräuterbeet angelegt, dessen Ernte wir gern für die Zubereitung von Frühstück und Mittagessen nutzen. Jeder Gast unseres „Frühstücksgartens“ darf nach Lust und Laune mithelfen, unsere Beete zu gestalten und zu pflegen. Als besonderes Highlight gilt unseren Gästen der Besuch einer Kita-Gruppe aus der Kita „Havelnest“ in der Jaczostraße. Über eine Besucherin kam ein wunderbar fröhlicher und spannender Kontakt zu dieser Kita zu Stande, welcher auch gleich zu gemeinsamen Aktivitäten führte. Zusammen wird viel gesungen und gebastelt, und werden viele Geschichten aus der heutigen und der früheren Zeit ausgetauscht. Aktuelles Thema mit vielen Fragen zwischen Jung und Alt: Wie wur- de früher Ostern gefeiert, und wie macht man es heute? Gab es viele Geschenke oder nur einen Schokohasen? Wo waren die Eier versteckt? Hat schon mal jemand den Osterhasen gesehen? Beim gemeinsamen Erzählen und Basteln gab es viel zu lachen und auch die eine oder andere neue Erkenntnis. Abgerundet wurde das „Treffen der Generationen“ durch ein mit viel Liebe aufgeführtes Handpuppenspiel über und mit dem „Osterhasen“. Abschließend lässt sich nur sagen: Es war ein rundum gelungener fröhlicher Start in den Tag und vor allem: Ein sehr herzliches und großes Dankeschön an die Kinder der Kita „Havelnest“ und die engagierten Erzieher, die dieses Treffen überhaupt erst möglich gemacht haben! Auf bald – wir freuen uns schon sehr darauf ! Ein großes Dankeschön geht auch an unsere Gäste, welche sich mit großer Freude und Neugier auf diese Generationstreffen einlassen! Gemeinsame Osterbastelei der Senioren und der Kita-Kinder: Osternestbecher, die dann für die Kinder und Senioren gefüllt wurden. Haben Sie Lust, mit uns gemeinsam bei einem gemütlichen Frühstück in den Tag zu starten? Dann rufen Sie uns sehr gern an unter: 030 – 470 60 50 40 (Frau Christiane Paetz). Wir freuen uns auf Sie! Geplante Ausflüge: Juli + August Picknick in der Freizeitanlage Südpark Spaziergang an der Imchenallee Kladow  Besuch der Naturschutzstation am Hahneberg  Erkundung des Fränckelgartens  Spaziergang am Lindenufer und in der Zitadelle  Erkundung des Schlosspark Charlottenburg Die Termine der Ausflüge bitte telefonisch erfragen, da sie sich nach der Wetterlage richten. Zur Planung der Ausflüge ist eine telefonische Anmeldung nötig. Tel. 030 – 470 60 50 40 (Frau Stefanie Bath)   14 STADTTEILLEBEN – MITTENDRIN UND UNVERZICHTBAR Blumen machen schon immer Freude fangen hat alles 1967. Die Eltern haben auf ihrem Grundstück ein kleines Haus mit Verkaufsflächen errichtet. Rundherum waren noch Felder, die ersten Gebäude wurden an der Heerstraße errichtet. Zu der Zeit gab es leider in der spärlichen Bebauung einige „Spitzbuben“, die sich gerne Blumen „besorgten“. Die Veränderung des Wohngebietes hat dazu geführt, dass im Laufe der Jahre nette, hilfsbereite Bewohner und treue Kunden zu ihrem Umfeld gehören. Auch das Bezirksamt Ute Baderschneider inmitten ihrer blühenden Schätze und die Heimatkundliche ür unsere Artikelserie über Vereinigung Spandau zählt sie zu ihkleine Läden im Kiez habe ich ren langjährigen Kunden. Frau Baderschneider erzählt, dass diesmal einen Besuch im Blumenhaus Baderschneider gemacht. sie sich manchmal geschäftlich ganz Jetzt werden viele Bewohner fragen: schön durchkämpfen muss, aber trotz der oftmals mehr als zehn StunWo gibt es denn ein Blumenhaus? Es befindet sich im Meydenbauer den Arbeitszeit macht ihr die Arbeit Weg 48/Ecke Anschützweg auf der immer noch Spaß. Neben den Angeboten für den Südseite der Heerstraße. Ich habe die Tochter der Gründer Garten oder Balkon hat sie besondes Blumenhauses befragt, und die dere Freude an der Gestaltung von konnte uns einige Dinge über da- Sträußen und Gestecken. Und das Mo-Fr 9-18 Uhr, Sa 9-14 mals und die heutige Situation erzählen. Sie führt das Geschäft in zweiter und So 10-12 Uhr. (Tel. 363 56 23) Wie vielen anderen kleinen LäGeneration seit 1994, hat also in diesem Jahr 25jähriges Jubiläum. Ange- den bereitet ihr die Konkurrenz von F Neuer Treffpunkt – neues Suchrätsel! Diesmal suchen wir ein Gebäude! Für die richtige Lösung gibt es Gutscheine. Aus allen Einsendungen werden die Gewinner gezogen. Schreiben Sie die Lösung auf einen Zettel und geben ihn im QM-Büro, Blasewitzer Ring 32, ab, oder Mail an: kluge@gwv-heerstrasse.de Einsendeschluss: 30. Juli 2019 Die Gewinner werden persönlich benachrichtigt. Das Geschäft im Jahr 1967 großen Ladenketten natürlich einige Probleme. Denen stellt sie sich aber durch ihre „Handarbeit“. Deshalb will sie auch über ihr bevorstehendes Rentenalter hinaus – wegen der zu erwartende geringe Rente – den Blumenladen weiter betreiben. Solange sie Freude an der Arbeit hat, will sie zu einem liebenswerten Kiez beitragen. Zum Schluss habe ich Frau Baderschneider gefragt, welche Art von Läden im Kiez noch fehlt. Spontan kam der Vorschlag: Handarbeitsund Schuhmacherladen. Übrigens werden beide Vorschläge auch häufig von Nutzern des Staaken Centers genannt. Ich habe diesen Blumenladen „so nebenbei“ entdeckt und nutze ihn jetzt auch. Also, liebe Bewohner: Tun Sie das auch. Gerade kleine Läden sind die „Würze“ im Kiez. Dort kauft man mit toller Beratung und erfährt nebenbei so manche Geschichten über den Kiez und seine Bewohner*innen. Hans-Jürgen Wanke Auflösung Suchbild Ausgabe Frühjahr 2019 Es ist die „Große Kopf-Figuration“ in der Obstallee 21. Aus allen Einsendungen haben wir 5 Gewinner gezogen, die sich über einen Einkaufs-Gutschein des Staaken Centers über 20,00 Euro freuen dürfen. VERSCHIEDENES 15 Jobcenter übernimmt Mitgliedsbeitrag im Mieterverein Mietrechtschutzversicherung ist inklusive Bereits seit Anfang des Jahres übernehmen Jobcenter, Sozialamt oder Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten für zunächst zwei Jahre die Kosten für die Mitgliedschaft im Mieterverein. Dazu muss vorher dort ein formloser Antrag auf Kostenübernahme gestellt werden. Dies gilt für bereits bestehende Mitgliedschaften sowie für neue Mitglieder. Für letztere ist zu beachten, dass die inbegriffene Mietrechtschutzver- Musik für und mit den ganz Kleinen sik und Tanz in der Kita Regenbogen und Elementare Musikerziehung im Familientreff Staaken mit Eltern und Kindern im Alter von 1-3 Jahren. Falls Ihre Kinder Interesse am Instrumentalunterricht haben, können Sie mit Herrn Walter Kontakt aufnehmen. Christian Walter, Nehringstraße 17, 14059 Berlin Telefon 0163 / 343 89 60 Seit Oktober 2018 unterrichtet der Musiklehrer Christian Walter von der Musikschule Spandau Mu- Es wird noch Zuwachs in der kostenfreien Eltern-Kind-Gruppe, mittwochs zwischen 12.30 und 13.15 Uhr im Familientreff Staaken. sicherung erst nach dreimonatiger Mitgliedschaft greift. Die Kostenübernahmeerklärung des Amtes ist dann mit dem Aufnahmeantrag beim Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbund (AMV) oder beim Berliner Mieterverein (BMV) einzureichen. Diese beiden Mietervereine haben bislang Vereinbarungen mit dem Senat über die Kostenübernahme getroffen. Tom Liebelt Neu in der Hermine Rat & Sprechstunden l Finanzen & Schulden jeden 1. Freitag im Monat 12.30 – 13.30 Uhr l Familienhebamme offene Sprechzeiten Dienstags 10 – 12 Uhr l Queere Beratung kostenfrei + ohne Anmeld. Donnerstags 15 – 17 Uhr Familienzentrum Hermine gelber Container – Zugang via Weg an Maulbeerallee 23 Kontakt: Bernadette Korndörfer Tel. 364 03 877 familienzentrum-hermine@ trialog-berlin.de Das Familienzentrum Hermine lädt ein zum Sommerpicknick für die ganze Familie. Sonntag, 29. Juni 2019 von 10.00 bis 13.00 Uhr Bitte bringen Sie eine Picknickdecke und einen Beitrag für das Buffet mit. 10. Mieter-Versammlung Getötete Lämmer am Hahneberg Ort: Gemeindesaal Ev. Kirchengemeinde, Pillnitzer Weg 8 Datum: Mittwoch, 7.8.2019 Beginn: 18.00 Uhr Ende: 20.00 Uhr Den Schäfer Björn Hagge an der Naturschutzstation am Hahneberg erwartete am 21. Mai in der Frühe eine böse Überraschung. In der Nacht zuvor sind drei wenige Tage alte Lämmer verschwunden. Blutspuren deuteten daraufhin, dass die Tiere ziemlich roh getötet wurden. Sieghild Brune Sprecherin Mieter-Interessenvertretung – Wohnanlage Staaken (Adler/Westgrund) Tel. 030 / 76 74 99 01 Mobil 0176 / 782 50 04 sieghild–brune@gmx.de Offensichtlich war es zu schwierig, auf der Weide Tiere einzufangen, sodass zwei extra im Stall stehende Mutterschafe von ihren Lämmern getrennt wurden. Der Verlust wiegt umso schwerer, als es sich bei den kleinen Schafen, einem Zwillingspärchen und einem Geschwisterschaf, um wertvollen Zucht-Nachwuchs handelte. Offensichtlich gibt es Menschen, denen der erfreuliche Anblick von niedlichen Lämmern nicht genügt. Die Polizei hat den Diebstahl aufgenommen – der Ausgang der Ermittlungen ist offen. Nein – es waren keine Wölfe, die ihr Unwesen trieben! 16 VERSCHIEDENES / VERANSTALTUNGEN / IMPRESSUM Auszug aus dem Sommer-Programm im Kulturzentrum Staaken 26. 7. 2019, Einlass 17 Uhr Bunter Abend Schlager, Oldies und Evergreens Neue Lieder aus dem Schlager- und Oldie-Repertoire von Kalle Hanschke, dem Spandauer Entertainer. Zum Mitsingen, Mitsummen und Mitfiebern. 3. 8. 2019, Einlass 15 Uhr Bunter Nachmittag Stimm-Bänd. Reine Stimme, keine Instrumente: A-cappella-Konzert mit der sechsköpfigen „Stimm-Bänd“ aus Berlin-Brandenburg. Erleben Sie den Charme des stimmgewaltigen Sextetts und den feinen Witz der Inszenierungen von „Veronika der Lenz ist da“ bis hin zu kleinen Kabarettstückchen. 13. 9. 2019, Einlass 18 Uhr Theater für Kinder 22. 8. 2019, Beginn 10 Uhr Kasperle und das Monster Die Prinzessin hat einen neuen Ball zum Geburtstag bekommen. Plötzlich taucht ein Monster auf, das ihr einen Platz zum Spielen zeigen will. Der König bittet den Kasper um Hilfe, ihm seine Tochter zurück zu holen. Was Kasper dabei erlebt, könnt Ihr selber sehen. Für Kinder von 2 bis 6 Jahren. 19. 9. 2019, Beginn 10 Uhr Wackelzahnkrimi Hurra! Jakob hat endlich einen Wackelzahn und kommt bald zur Schule! Die Zahnfee weiß bereits, dass der Zahn noch in dieser Nacht herausfallen wird und schickt ihre Zahnelfe. Da beginnt eine spannende Detektivgeschichte. Für Kinder von 4 bis 7 und ihre Eltern. Zille – Erleben Se Jeschichten über „Pinselheinrich“ Lauschen Se Jeschichten und Anekdoten und unternehmen Se eene Reise inne Zeiten von det alte Berlin. Mit Albrecht Hoffmann als Heinrich Zille. Veranstaltet in Kooperation mit der AWO Kreisverband Spandau e.V. Kurse: Montags (14-tägig) 17 – 19 Uhr Malen & Gestalten. Entdecken Sie Ihre Kreativität. Keine Vorkenntnisse erforderlich. Dienstags 10 – 11 Uhr Trampolin-Gymnastik. Bewegung, Spaß und Gesundheit. Mittwochs 10 – 12 Uhr Salsa. Tanz und Bewegung zu lateinamerikanischen Rhythmen mit Eduardo Villegas. Donnerstags 15 – 16 Uhr Schlager-Singen. Hits und Gassenhauer der 50er, 60er und 70er Jahre von Peter Alexander bis Frank Zander. Playback-Singen mit Heinz Kötteritzsch. Für weitere Informationen zum Programm: Telefon 030 / 36 43 51 43 Impressum Herausgeber: Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. Redaktion/Medienwerkstatt: Cornelia Dittmar, Paul F. Duwe, Ulrich Kluge, Tom Liebelt, Stefan Pfeiffer, Maria Romberg, Brigitte Stenner, Thomas Streicher Hans-Jürgen Wanke Fotos: Archive, Thomas Streicher, Ulrich Kluge, Privat Layout: Ulrich Kluge Gefördert durch: Kaninchenschau mit 350 Tieren Auch 103 Jahre nach seiner Gründung ist der Kleintierzuchtverein Staaken e.V. weiter am Ball und präsentiert am 29. und 30. Juni Kaninchen aus dem Zuchtjahr 2019. Die Jungtierschau findet auf dem Gelände des Vereins in 13591 Berlin-Staaken, Wolfshorst 50, inmitten der Kleingartenkolonie „Am Kiesteich“ an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr statt. Rund 350 Kaninchen vom Deutschen Riesen bis zum Farbenzwerg sind zu bewundern. Es werden auch einige Zuchtrammler zur Bewertung vorgestellt. Für die Besucher stehen selbstgebackener Kuchen und Getränke bereit. Das Vereinsgelände ist gut mit den Buslinien 131 und 237 vom Rathaus Spandau aus zu erreichen. Naturschutzstation Hahneberg 5.7.2019 von 17.30-18.30 Uhr Märchenwanderung für Groß und Klein, spazieren Sie mit unserem Märchenerzähler Grannus durch die Landschaft des Hahnebergs bis zu unserem Märchenpfad und lassen Sie sich in die Welt der Fabelwesen entführen. Treffpunkt ist die Naturschutzstation, Voranmeldung bitte bei der Naturschutzstation. Spontane Besuche sind aber auch möglich. Telefon: 030 / 263 00 787 Aktuelles und Wissenswertes aus dem Stadtteil finden Sie unter www.staaken.info.de Das Stadtteilportal Anschrift der Redaktion: QM Projektbüro, Blasewitzer Ring 32, 13593 Berlin Tel. 030 / 617 400 77 – Fax 030 / 617 400 76 treffpunkt@heerstrasse.net oder kluge@gwv-heerstrasse.de Druck: Druckerei Conrad, Auflage 7.500
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