Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364450
Path:
April 2o19

01. Newsletter 2019
Städtebaulicher Denkmalschutz | Luisenstadt Kreuzberg
Liebe Leser*innen,
in der Ihnen vorliegenden Ausgabe unseres Newsletters haben wir die Neugestaltung der Grünanlage an der Skalitzer Straße als Schwerpunktthema gewählt. Das Kapitel beleuchtet die bisherige Beteiligung zur Neugestaltung und
das Wettbewerbsverfahren, das im Februar abgeschlossen wurde.
Außerdem stellen wir Ihnen die Projekte vor, für die Fördermittel aus dem kommenden Programmjahr beantragt
werden. Für weitere Informationen zum Förderprogramm Städtebaulicher Denkmalschutz und zum Gebiet sowie
zu den einzelnen Projekten möchten wir Sie gerne auf unsere letzten Newsletter aufmerksam machen, die Sie auf
unserer Homepage finden: http://www.stattbau.de/index.php?id=182
Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für den Frühling,
das Team der Beauftragten STATTBAU GmbH.

1 // Schwerpunktthema
»»Neugestaltung Grünanlage Skalitzer Straße

3

2 // Aktuelle Meldungen
»»Verkehrskonzept: Aktion zum Tag der Städtebauförderung 2018 

7

»»Radbahn in Kreuzberg

7

»»Rio Reiser angemessen ehren!

7

3 // Laufende Projekte
»»Jugendzentrum Naunynritze

8

»»Ballhaus Naunynstraße

8

»»Volkshochschule Wassertorplatz

9

»»Freifläche Waldemarstraße 57

9

»»Ehemalige Beamtenwohnhäuser am Mariannenplatz

10

»»Spielplätze Manteuffelstraße

10

»»Hauptgebäude Bethanien

11

»»Freiflächen Bethanien 

11

4 // Projekte in Vorbereitung
»»Maßnahmen aus dem Verkehrskonzept

12

»»Wrangelstr. 136 (ehem. E.O.Plauen-Grundschule)

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5 // Ansprechpartner*innen und weiterführende Links

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Newsletter 2o19

Übersichtsplan Luisenstadt Kreuzberg
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Urbanhafen

Fertiggestellte Projekte (Auswahl)

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Laufende und geplante Projekte (Auswahl)

1 Nürtingen-Grundschule (orangenes Haus)

1 Freifläche Bethanien

2 Hauptgebäude Volkshochschule

2 Ballhaus Naunynstraße

3 Turnhalle Mariannenstraße
4 Alfred-Döblin-Platz

3 Jugendfreizeiteinrichtung Naunynritze
4 Nürtingen-Grundschule (rotes & gelbes Haus)

5 Kindernotdienst & Haus des Sports
6 Kinderhaus & Familienzentrum Waldemarstraße

5 Freifläche Waldemarstraße 57
6 Ehemalige Beamtenwohnhäuser

7 Familienzentrum Adalbertstraße
8 AWO Begegnungszentrum

7 Blockpark Skalitzer Straße
8 Oranienstraße

9 Georg-von-Rauch-Haus

9 Ehemaliger Luisenstädtischer Kanal

K Kitas

K Kitas

S Spielplätze

S Spielplätze
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Newsletter 2o19

1 // Schwerpunktthema

Neugestaltung Grünanlage Skalitzer Strasse
»»Kooperativer

Wettbewerb – Wir haben einen ersten Preis!

Aktuelle Situation
Die Kreuzberger Luisenstadt rund um den Heinrichplatz ist ein dicht bebautes Gebiet mit zahlreichen gewerblichen,
gastronomischen und sozial-kulturellen Angeboten und einer starken Frequentierung durch verschiedenste Nutzergruppen. Gerade weil es im Bezirk einen großen Mangel an Grünflächen gibt, ist die Grünanlage an der Skalitzer
Straße 108/121 besonders wichtig für die Umgebung.
Die Grünanlage ist ein unter Kreuzberger*innen sehr unterschiedlich wahrgenommener Ort. Einerseits weist sie
einige Besonderheiten auf, die von den Anwohner*innen teils sehr geschätzt werden, wie z.B. die Bastion (eine
erhöhte Plattform an der Ecke Skalitzer Str. / Mariannenstr.), die Wiesenfläche oder der Kinderspielplatz. Andererseits ist sie in den letzten Jahren aufgrund andauernder Fehlnutzungen, wie z.B. Drogenkonsum und -verkauf oder
die Verwendung als Übernachtungsplatz sowie altersbedingter Abnutzung stark heruntergekommen. Neben einer
erschwerten Nutzbarkeit führt auch der starke Nutzungsdruck durch die hohe Besucheranzahl im Gebiet dazu, dass
die Gestaltung nicht mehr angemessen für den Ort erscheint. Einerseits bietet diese zu viele Nischen und Verstecke,
andererseits aber kaum Aufenthaltsqualitäten für die Anwohner*innen aller Altersgruppen. Letzteres stellt sich
insbesondere auf der Blockspitze an der Kreuzung Oranienstr./ Skalitzer Str. als Problem dar.
Ziele der Planung (gemäß Auslobungstext) sind es, die gesamte Grünanlage inkl. der Blockspitze mit Mitteln des
Programms Städtebaulicher Denkmalschutz so zu gestalten, dass deren wichtige Funktionen als öffentliche Grünfläche, Stadtplatz und stadträumlicher „Eingang“ in die Kreuzberger Luisenstadt wieder erfüllt werden können.
Vorbereitendes Beteiligungsverfahren
Um herauszufinden, wie groß das Interesse der Anwohner*innen ist, sich an der Neugestaltung der Anlage zu beteiligen, wurde von Mitte März bis Ende April 2018 in den umliegenden Wohngebäuden, in Kitas und Nachbarschaftseinrichtungen mit Postkarten um Rückmeldung und erste Hinweise und Ideen für eine Neugestaltung gebeten.
Mehr als 50 Anwohner*innen, Einrichtungen und Initiativen im Quartier haben daraufhin per Postkarte oder Email
ihr Interesse bekundet und/oder bereits Ideen und Wünsche für die künftige Grünanlage formuliert. Die Beteiligungsformate wurden dann aufgrund der Teilnahmebereitschaft der Anwohner*innen und in Kooperation mit
starken Partnern vor Ort geplant.

Grünfläche im Westteil

Stadtplatz im Ostteil

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Newsletter 2o19

Schwerpunktthema: Grünanlage Skalitzer Straße
Bei einer öffentlichen Veranstaltung am 5. Juni 2018 vor Ort kamen noch einmal zehn Anwohner*innen sowie Mitarbeiter*innen vom Quartiersmanagement Zentrum Kreuzberg/ Oranienstraße und Fixpunkt gGmbH zusammen,
um sich über das geplante Verfahren zu informieren und bei einem gemeinsamen Rundgang zu aktuellen Problemen und Bedarfen und möglichen künftigen Nutzungen auszutauschen.
Kooperatives Wettbewerbsverfahren
1. Bearbeitungsphase
Nach der vorbereitenden Bürger*innenbeteiligung startete im September das kooperative Wettbewerbsverfahren
zur Neugestaltung der Grünanlage an der Skalitzer Straße mit sechs ausgewählten Planungsbüros. Die Auswahl
erfolgte nach einem Teilnahmewettbewerb, an dem sich 16 Büros beteiligten. Die ausgewählten Landschaftsplaner*innen präsentierten auf einer Planungswerkstatt am 17.Oktober 2018 der Öffentlichkeit erste Konzeptideen
und Vorschläge und diskutierten diese im Anschluss in Werkstätten mit den Anwesenden.
Da Menschen mit sehr unterschiedlichen Interessen zusammenkamen und auch die Büros ganz verschiedene Konzepte präsentierten, bildete sich eine große Bandbreite an Ideen und Problemlösungsansätzen ab. In vielen Themen
standen sich Aussagen der Bürger*innen konträr gegenüber. So wurde z.B. über den Erhalt der Bastion, mögliche
Sportnutzungen, die Möglichkeiten von Lärmvermeidung oder ökologische Parkkonzepte diskutiert. Ein weiteres
kontroverses Thema stellte die Öffnung, Abgrenzung und auch eine mögliche Abschließbarkeit der Fläche dar. In
den Planungswerkstätten entstanden anregende Gespräche und die Büros erhielten einen Einblick in die Sichtweisen der Anwohner*innen sowie Anregungen, Kritik und Vorschläge für die Weiterarbeit an deren Entwurfskonzepten. Trotz unterschiedlicher Meinungen fanden die Werkstätten insgesamt in einer freundlichen und konstruktiven
Atmosphäre statt.
Zum Ende der Veranstaltung wurden fünf Bürgervertreter*innen gewählt, die als Mitglieder des Preisgerichts am
14. Dezember 2018 über den Siegerentwurf beraten und mit zwei von neun Stimmen in der Jury mitentscheiden
konnten.
Preisgericht
Zwei Wochen nach Abgabe der Wettbewerbsarbeiten präsentierte die Vorprüfung einen Abend vor der Jurysitzung
am 13. Dezember 2018 alle eingegangenen Arbeiten im Friedrichshain-Kreuzberg Museum der Öffentlichkeit, wobei
die zahlreichen anwesenden Bürger*innen Fragen stellen und Anmerkungen einbringen konnten.

Gemeinsamer Rundgang vor Ort

Planungswerkstatt

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Newsletter 2o19

Schwerpunktthema: Grünanlage Skalitzer Straße
Auch hier zeigte sich deutlich, wie unterschiedlich die Anwohner*innen über die Fläche denken und wie kontrovers
ihre derzeitige und künftige Nutzung gesehen wird. Besonders deutlich wurde dabei die Sorge vor neu hinzukommenden Lärmbelastungen für die direkten Anwohner*innen, weshalb sich die Anwesenden stark für anwohnerorientierte Angebote, Nutzungen und Gestaltungen aussprachen. Auch weitere kommerzielle Nutzungen wurden
kritisch gesehen. Dafür waren die Anwohner*innen gerne bereit, sich in der Gestaltung und Pflege der Grünanlage
nach der Fertigstellung zu beteiligen.
In der Jurysitzung am nächsten Tag wurde intensiv über die sechs eingegangenen Arbeiten diskutiert, so dass zwar
eine engere Wahl getroffen werden konnte, zur Festlegung eines Siegers allerdings eine Überarbeitung von drei
Arbeiten empfohlen wurde.
2. Bearbeitungsphase
Somit arbeiteten drei Büros anhand von Überarbeitungshinweisen der Jury an einer Anpassung ihrer Entwürfe. Die
Jury tagte ein zweites Mal am 27.02.2019. Auch diese Sitzung war geprägt von langen Diskussionen, konnte aber
am Ende zur Bestimmung der Preise führen: 1. Preis Henningsen Landschaftsarchitekten, 2. Preis hutterreimann
Landschaftsarchitektur GmbH, 3. Preis Belvedere GmbH mit Gehrke Landschaftsarchitektur. Der Siegerentwurf des
Büros Henningsen Landschaftsarchitekten wird nun unter weiterer Öffentlichkeitsbeteiligung (siehe Zeitschiene
und Termine) detailliert ausgearbeitet und soll ab 2020 realisiert werden.
Der Siegerentwurf
Unter dem Motto „kiezadresse“ entsteht in dieser Arbeit ein urbaner Freiraum unter Beteiligung der Bürger*innen,
der sich in drei Teilbereiche mit jeweils eigenständigen räumlichen und atmosphärischen Qualitäten gliedert (Grünfläche, Spielplatz, Stadtplatz). Dabei können verschiedene aktive Nutzungen nebeneinander stattfinden, die eine
soziale Aufmerksamkeit erzeugen und Möglichkeiten zur Begegnung bieten. Die Grünfläche erhält außerdem einen
neuen zentral gelegenen Eingang an der Südseite, der auch die Situation zur Skalitzer Straße hin auflockert. Durch
ein Rasenkissen wird die Bastion abgesenkt, so dass die Anlage überschaubarer wird und trotzdem der Großteil der
Bäume erhalten bleibt.
An der Blockspitze entsteht eine einheitliche, unaufgeregte Gestaltung als Stadtplatz mit einem gemeinschaftlich
nutzbaren und multifunktionalen Kiosk-/ Werkstattelement. Wesentliches Merkmal des Entwurfes ist, dass die Ausstattungselemente gemeinsam mit den Bürger*innen entwickelt werden sollen, so dass sich die Anwohner*innen
mit dem Park identifizieren, Verantwortung tragen und ihn besser nutzen können.

Siegerentwurf vom Büro Henningsen Landschaftsarchitekten

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Newsletter 2o19

Schwerpunktthema: Grünanlage Skalitzer Straße
»»Weitere

Schritte und Termine

Alle Beiträge des Wettbewerbs wurden vom 27.03. – 07.04.2019 im Rathaus Kreuzberg ausgestellt. Danach wird die
Ausstellung online zur Verfügung gestellt werden. Sie können diese in Kürze unter www.stattbau.de und auf der
Website des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg besuchen.
Ab Mai wird es wieder die Möglichkeit geben, sich an der konkreten Ausgestaltung des Siegerentwurfs zu beteiligen:
ƒƒ 07. Mai 2019: Kinder- und Jugendbeteiligung gemeinsam mit dem Kinder- und Jugend-Beteiligungsbüro KJBb

und den Henningsen Landschaftsarchitekten

ƒƒ 15. Mai 2019, 16:00-20:00 Uhr, vor Ort in der Grünanlage Skalitzer Straße: Öffentlichkeitsbeteiligung I, alle In-

teressierten können gemeinsam mit den Verfasser*innen den Siegerentwurf besprechen und die Ausgestaltung
des Parks gemeinsam weiterdenken

ƒƒ Voraussichtlich nach den Sommerferien: Öffentlichkeitsbeteiligung II, hierbei soll es insbesondere um die kon-

krete Abstimmung der Ausstattungselemente zwischen den Interessierten und den Henningsen Landschaftsarchitekten gehen.

Nach der Ausarbeitung des Entwurfs werden erste vorgezogene Maßnahmen Ende 2019 erfolgen, so dass voraussichtlich Anfang/ Mitte 2020 mit dem Umbau der Fläche begonnen werden kann.
APRIL/MAI

JUNI/JULI

AUGUST/SEPTEMBER

ab NOVEMBER

Erarbeiten der Entwurfsplanung durch
das Büro

Weiterbearbeitung der Entwurfsplanung

Übergabe und Prüfung
der BPU im Bezirksamt
sowie Abgabe bei der
Senatsverwaltung

Vorgezogene
Maßnahmen (z.B:
Baumfällungen)

Kinder- und Jugendbeteiligung am
07.05.2019

ANFANG/ MITTE 2020
Baubeginn

Öffentlichkeitsbeteiligung am 15.05.2019

Jurysitzung

Vision der Neugestaltung

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2 // Aktuelle Meldungen

Verkehrskonzept: Aktion zum Tag der Städtebauförderung 2018
»»..

unter den 20 besten Veranstaltungen bundesweit!
Das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) präsentiert auf der
Webseite des bundesweiten Tages der Städtebauförderung Best Practice
Beispiele für gelungene Veranstaltungen und Aktionen aus den Vorjahren. Seit kurzem sind die Praxisbeispiele aus dem Jahr 2018 online.
Unter den besten 20 Veranstaltungen 2018 ist auch die Erprobung des
Maßnahmenvorschlags aus dem Verkehrskonzept für die südliche Luisenstadt.

Tag der Städtebauförderung 2018

Link: www.tag-der-staedtebaufoerderung.de/informationen/praxisbeispiele/2018/berlin-kreuzberg/

Radbahn in Kreuzberg
erhält Förderung aus dem Bundesprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“

© PROMO

»»..

Skizze der Radbahn

„Berlin erhält 8,81 Millionen Euro vom Bund für drei innovative Projekte der Stadtentwicklung: [...] Mobilität, Nachhaltigkeit und integrierte
Stadtentwicklung sind Kernanliegen des Reallabor Radbahn, in dem das
Vorhaben eines überdachten Radwegs unter der Hochbahnstrecke der
U1 weiterentwickelt werden soll. Es handelt sich um ein ambitioniertes
und einmaliges Projekt für Berlin. [...]“
Link zur Pressemitteilung: www.stadtentwicklung.berlin.de/aktuell/pressebox/archiv_volltext.shtml?arch_1904/nachricht6700.html

Rio Reiser angemessen ehren!
eines Teiles des Mariannenplatzes in „Rio-Reiser-Platz“

© IMAGO

»»Umbenennung

Kreuzberger Legende: Rio Reiser

„Die Bezirksverordnetenversammlung beschließt: Das Bezirksamt wird
beauftragt, Rio Reiser angemessen zu ehren und darüber hinaus an sein
gemeinsames Wirken mit der Band Ton Steine Scherben in Kreuzberg zu
erinnern und diese Erinnerung im Stadtraum sichtbar und damit erlebbar zu machen. [...]“
Link zur Drucksache: www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/bezirksverordnetenversammlung/online/vo020.
asp?VOLFDNR=8218
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3 // Laufende Projekte

Jugendzentrum Naunynritze
Zugang und Grundsanierung

© Sting Architekten

»»Barrierefreier

Zugang zur Naunynstraße

Nach dem Baubeginn konnten im Jahr 2017 die Fassade sowie das Dach
saniert werden. Im letzten Jahr konzentrierten sich die Arbeiten hauptsächlich auf die Innenräume der drei Gebäude des Ensembles (Hauptgebäude, Hoftheater, Remise). Grundansatz der Baumaßnahme ist das
„Bauen im laufenden Betrieb“, um die „Naunynritze“ als Freizeiteinrichtung auch während der Bauzeit kontinuierlich zu betreiben. In 2018 wurden darüber hinaus der Aufzug und das neue Treppenhaus im Hauptgebäude eingebaut sowie die Sanitärräume saniert. Die für 2018 avisierte
Fertigstellung konnte aufgrund von Verzögerungen im Bauablauf nicht
gehalten werden und ist nun für Herbst 2019 geplant.
Ein weiterer Bauabschnitt soll zu einem späteren Zeitpunkt für die Freifläche der Einrichtung angemeldet und durchgeführt werden.

Ballhaus Naunynstrasse
in vollem Gange

© SDARC Architekten

»»Sanierung

Dachgeschoss

Im Ballhaus konnten 2018 Maßnahmen fertiggestellt werden, die dem
Besucher nicht ins Auge fallen, da sie nicht öffentlich zugängliche
Bereiche des Gebäudes betreffen. So wurden die Tragkonstruktion des
Hauptdaches saniert, zahlreiche Schadstoffe entsorgt und die Lüftungszentrale ausgetauscht. Weiterhin erhielt die Künstlergarderobe einen
neuen Sanitärraum. Auch die Arbeiten zum Umbau des öffentlichen
Treppenhauses begannen im letzten Jahr. Neben dem Einbau eines Aufzugs konnte auch die schallschutztechnische Ertüchtigung der Fenster
und Außentüren umgesetzt werden.
Die Nutzer wurden intensiv in den Abstimmungsprozess einbezogen. Die
Anforderungen aus der Nutzung wurden ebenso, wie der Wunsch nach
einem möglichst langen und ungestörtem Spielbetrieb in die Baumaßnahme eingearbeitet.
Die für 2018 avisierte Fertigstellung kann aufgrund von zusätzlich
erforderlichen Baumaßnahmen an den Fassaden erst im Herbst 2019
erfolgen.

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Laufende Projekte

Volkshochschule Wassertorplatz
»»Gebäude-

und Freiflächensanierung
Das Hauptgebäude wurde bereits denkmalgerecht erneuert. Zur besseren Nutzbarbarkeit des Standortes aufgrund der erweiterten Angebote
bzw. des gestiegenen Raumbedarfs soll nun auch die denkmalgeschützte
Remise baulich saniert sowie der nicht denkmalgeschützte Ergänzungsbau erweitert werden. Für beide Gebäude ist im Rahmen der Maßnahme
eine energetische Ertüchtigung vorgesehen. Das Planungsverfahren wird
in diesem Jahr umgesetzt.
Die Freifläche befindet sich in einem schlechten Zustand und soll qualifiziert werden, um mehr Aufenthaltsqualität für die Nutzer*innen der VHS
zu gewährleisten. Die Umgestaltung der Freiflächen wird an die Sanierung des Gesamtstandortes anschließen.

Eingangssituation Volkshochschule

Freifläche Waldemarstrasse 57
»»Baumaßnahmen

verspätet

Entwurf hochC

© hochC

Nach einer mehrjährigen Planungs- und Beteiligungsphase zu den Freiflächen hat das Landschaftsarchitekturbüro hochC in enger Abstimmung
mit dem Kinderhaus, dem Civilipark und der Kita Florian eine Planung
für die Freiflächen erarbeitet, die die unterschiedlichen Anforderungen
und Wünsche der Einrichtungen und Fachämter berücksichtigt.
Eigentlich sollten die Bauarbeiten zur Umgestaltung der Freiflächen
um die Gebäude Waldemarstraße 57 auf dem Bethaniengelände im
Jahr 2018 beginnen. Allerdings konnte aufgrund der Marktlage keine
Garten- und Landschaftsbaufirma beauftragt werden. Mit dem Ziel, die
Baumaßnahme 2019/20 umzusetzen, wurde Anfang 2019 eine erneute
Ausschreibung durchgeführt.

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Laufende Projekte

Ehemalige Beamtenwohnhäuser am Mariannenplatz
vorbereitet

© Lichtschwärmer

»»Sanierung

© Lichtschwärmer

Derzeitiger Zustand

Die beiden Beamtenwohnhäuser am Mariannenplatz 1 und 3 sind
denkmalgeschütze Gebäude auf dem Bethaniengelände. Das Gebäude am Mariannenplatz 1 ist sanierungsbedürftig und soll gemäß den
abgestimmten Standards für die anderen Gebäude auf dem Bethanien
saniert werden. Im Zuge der Sanierung ist die Einrichtung einer Tagesgroßpflegestelle für Kleinkinder mit 10 Plätzen vorgesehen. Außerdem
werden die Hüllensanierung, die Erneuerung des Treppenhauses und die
Sanierung der im Erdgeschoss geplanten Kita/Tagespflege gefördert. Die
Sanierungsmaßnahme soll voraussichtlich 2021 beginnen.
Das Pestalozzi-Fröbel-Haus am Mariannenplatz 3 beherbergt eine
pädagogische Einrichtung für Schulkinder. Als Ausweichstandort dafür
werden zweigeschossige Container aufgestellt. Als Standort wird die
ebenfalls für die Zwischenumsetzung des Horts der Nürtingen-Schule
vorgesehene Grünanlage hinter dem Haus auf dem Bethaniengelände
genutzt. Voraussichtlich soll im Jahr 2020 mit der Sanierung begonnen
werden.

Derzeitiger Zustand

Spielplätze Manteuffelstrasse
»»zum

Spielen freigegeben
Die Luisenstadt Kreuzberg ist durch einen Mangel an Spielplätzen
gekennzeichnet, der aufgrund fehlender Grundstücke nicht beseitigt
werden kann. Wichtig ist daher die qualitativ hochwertige Ausstattung
der vorhandenen Spielplätze.

Spielplatz „Tortuga“

Nach einem Beteiligungsprozess im Frühjahr 2017, in den verschiedene
Kitas und Kinder aus der Nachbarschaft eingebunden waren, startete die
Sanierung des Spielplatzes Manteuffelstraße 23 im Herbst 2017. Mit der
Fertigstellung des erneuerten Spielplatzes im April 2018 ist eine wichtige Spielplatzfläche im Gebiet wieder für die Nachbarschaft in vollem
Umfang nutzbar gemacht worden. Unter dem Motto „Tortuga“ verwandelt sich die Fläche mit Hängebrücke, Hangelgirlande, Matschrinne und
vielem mehr spielend in eine ferne Pirateninsel.
Der Spielplatz auf dem Eckgrundstück Manteuffelstraße 38/ Naunynstraße 89 bedarf einer zeitgemäßen Qualifizierung der Spielgeräte
sowie der Aufenthaltsqualität und einer Begrünung. Der Spielplatz soll
mittels eines Beteiligungsverfahrens umgestaltet werden. Die Fertigstellung der Maßnahme wird 2019 erfolgen.
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Laufende Projekte

Hauptgebäude Bethanien
»»Bausubstanzgutachten

fertiggestellt - Wie geht es weiter?

© Lichtschwärmer

Nachdem in den letzten Jahren bereits mehrere Freiflächen rund ums
Bethanien erneuert wurden, steht nun die Sanierung des denkmalpflegerisch herausragenden Hauptgebäudes an.

Hauptgebäude Bethanien

Dazu wurde 2017/2018 ein Bausubstanzgutachten erstellt. Zu den
Arbeitsschritten gehörten auch Abstimmungsgespräche mit den Nutzer*innen, da der Nutzungsdruck hier besonders hoch ist. Die Sanierung
des gesamten Kunstquartiers ist in mehreren Bauabschnitten für die
nächsten Jahre vorgesehen.
Wegen des hohen Finanzbedarfs muss die Übernahme der Kosten im
Vorfeld gut vorbereitet werden. Dazu begann im Jahr 2018 die Erstellung
eines Bedarfsprogramms und grobe Überlegungen zu möglichen Finanzierungwegen und -quellen.
Die Maßnahme wird eng mit den verschiedenen Nutzern und dem Mieterrat Bethanien abgestimmt. Die GSE gGmbH als Treuhandnehmer wird
das Verfahren maßgeblich begleiten.

Freiflächen Bethanien
»»Leitsystem

geplant

Schon seit langem sollen die Flächen um das Georg-von-Rauch-Haus,
samt Wegenetz neu gestaltet werden. Die für 2016 geplanten Maßnahmen konnten jedoch erst 2018 vollständig umgesetzt werden, da die Fläche um das Georg-von-Rauch-Haus erst nach Neuverlegung einer Heizleitung vom Hauptgebäude zum Beamtenwohnhaus Mariannenplatz 1
im Jahr 2018 komplett fertig gestellt werden konnte. Die Nutzer*innen
wurden kontinuierlich in den Abstimmungsprozess einbezogen.
Weiterhin erforderliche Maßnahmen sind die Planung und Aufbau eines
Leitsystems für die soziokulturellen Einrichtungen und die Optimierung
vorheriger Abschnitte in Auswertung der Nutzungserfahrungen.
Der nächste und letzte Bauabschnitt wird dann die Freifläche vor und in
weiten Teilen hinter dem Beamtenwohnhaus am Mariannenplatz 3 und
die Realisierung des Leitsystems umfassen.

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4 // Projekte in Vorbereitung

Massnahmen aus dem Verkehrskonzept
Im Rahmen der Erstellung des Verkehrskonzepts wurden 2017 bereits
eine Auftaktveranstaltung mit Stadtspaziergängen zur Bestandsaufnahme durchgeführt. 2018 fanden zwei weitere öffentliche Veranstaltungen
statt, bevor das Konzept im selben Jahr fertiggestellt wurde. Das Verkehrskonzept wurde im Februar 2019 vom Bezirksamt beschlossen und
wird noch in der BVV erörtert. Das Konzept soll als Handlungsgrundlage
für die nächsten Jahre dienen. Für die folgenden zwei Straßenräume
wurden bereits Mittel aus dem Programm Städtebaulicher Denkmalschutz beantragt:

Verkehrschaos in der Oranienstraße

Die Oranienstraße ist eine bedeutsame Wegeverbindung für alle Verkehrsteilnehmer*innen und Gewerbetreibende. Mit den geplanten Maßnahmen soll die unübersichtliche Verkehrssituation verbessert und der
MIV reduziert werden. Unter Durchführung eines Beteiligungsverfahrens
sollen ab 2020 die baulichen Maßnahmen geplant werden. 2019 wird
dafür ein Ingenieurbüro gesucht.
Die Straßen rund um den ehem. Luisenstädtischen Kanal sind als Radwegeverbindung wegen des Kopfsteinpflasters nur stark eingeschränkt
nutzbar, bieten jedoch entlang des Grünstreifens eine kurze Verbindung
zwischen Urbanhafen und Bethaniendamm, die gestärkt werden soll.
Auch hier wird 2019 zunächst europaweit ein Ingenieurbüro für die Planung zum fahrradgerechten Abschliff des Granitpflasters gesucht.

© Ouwerkerk

Wrangelstr. 136 (ehem. E.O.Plauen-Grundschule)

ehem. E-O-Plauen-GS

Dieses Jahr wird der Schulbetrieb der E.O.Plauen Grundschule eingestellt
und die Gebäude sollen überwiegend von der benachbarten Nürtingen-Grundschule weitergenutzt werden. Weitere Flächen sollen in die
Nutzung der Resik-Vasely-Oberschule übergehen.
Unter Einbeziehung der bezirklichen und schulischen Gremien bzw.
Fachämter erfolgte die Abstimmung der Aufgabenstellung für die Erarbeitung des räumlichen Gesamtkonzeptes. Mit den Baumaßnahmen am
sogenannten Roten Haus (Haus 1) wurde 2018 begonnen. Dabei wurden
zunächst Maßnahmen an den technischen Anlagen (Haus- und Sanitärtechnik) sowie Schadstoffsanierungen in einem Teil des Westflügels
durchgeführt. Die komplette Beräumung des Schulgebäudes ist für 2019
geplant. Der Bezirk plant hierfür die Bereitstellung von Containern auf
dem Bethaniengelände. Weitere Maßnahmen im Bereich der technischen
Anlagen sowie die Hüllensanierung werden ab 2019 erfolgen.
Für das sogenannte „Gelbe Haus“ (Haus 2) mit seinen räumlichen Kapazitäten soll ggf. 2019 ein Bausubstanzgutachten erstellt werden.
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5 // Ansprechpartner*innen und weiterführende Links

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen
Referat Städtebauförderung/Stadterneuerung (IV C)
Württembergische Straße 6 | 10707 Berlin | web: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/

Programmdurchführung Städtebaulicher Denkmalschutz
Martina Mineif | mail: martina.mineif@sensw.berlin.de

Gebietskoordination für die Luisenstadt Kreuzberg
Emine Başaran | mail: emine.basaran@sensw.berlin.de
web: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/staedtebau/foerderprogramme/denkmalschutz/index.shtml

Landesdenkmalamt: Liste, Karte, Datenbank zu Berliner Denkmalen
web: https://www.berlin.de/landesdenkmalamt/denkmale/liste-karte-datenbank/denkmalliste/

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg
Stadtentwicklungsamt | Gruppe Infrastruktur und Städtebauförderung
Yorckstraße 4-11 | 10965 Berlin |
web: http://www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/politik-und-verwaltung/aemter/stadtentwicklungsamt/

Gruppenleitung
Christa Haverbeck | mail: christa.haverbeck@ba-fk.berlin.de

Ansprechpartner für die Luisenstadt Kreuzberg
Alexander Matthes | mail: alexander.matthes@ba-fk.berlin.de
Ralf Ahlemann | mail: ahlemann@ba-fk.berlin.de

BASD - Büro für Architektur, Städtebau und Denkmalpflege
Puschkinallee 1 | 12435 Berlin | web: http://www.basd-berlin.de/

Denkmalpflegerische Betreuung der Maßnahmen
Gerhard Schlotter | mail: SDS_Fh-K@basd-berlin.de

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Ansprechpartner*innen und weiterführende Links

Stattbau Stadtentwicklungsgesellschaft mbH
Pufendorfstraße 11 | 10249 Berlin | web: http://www.stattbau.de/

Geschäftsführerin und Projektleitung
Marion Schuchardt | mail: schuchardt@stattbau.de

Impressum
STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft mbH im Auftrag des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg
Redaktion: Marion Schuchardt (V.i.S.d.P.), Sabine Sternberg, Meike Hartmuth, Nina Franzkowiak
Fotos (soweit nicht anders angegeben): STATTBAU GmbH
Bei einer Verletzung von fremden Urheberrechten oder sonstiger Rechte, ist auf die Verletzung per E-mail hinzuweisen.
Bei Bestehen einer Verletzung wird diese umgehend beseitigt.

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