Path:

Full text: Mobilität in unserer wachsenden Region

AG NORD

AG

AG

OST

WEST

AG SÜD

Mobilität in unserer wachsenden Region
Wohin und wie steuern wir den Verkehr in der Metropolregion
Berlin-Brandenburg?
Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums
19. November 2015

Impressum
Veranstalter
Kommunales Nachbarschaftsforum Berlin-Brandenburg
Vorbereitung, Organisation, Durchführung und Dokumentation
Geschäftsstelle des Kommunalen Nachbarschaftsforums bei der Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt
Abteilung I, Stadt- und Freiraumplanung
Am Köllnischen Park 3
10179 Berlin
Juliane Sgouros
http://kommunalesnachbarschaftsforum.berlin-brandenburg.de
Unterstützung der Geschäftsstelle
JAHN, MACK & PARTNER
Gerlinde Mack
Fotonachweis: Jahn, Mack & Partner
Stand der Dokumentation
Berlin, Januar 2016

Inhalt
Die Jahreskonferenz

4

Ergebnisse der Umfrage

5

Mobilität in unserer wachsenden Region

6

Arbeitsgruppen

10

Das KNF im Gespräch

20

Resümee

22

Der Weg ist das Ziel

23

Anhang:
Teilnehmerliste (Referenten und Gesprächspartner/ Gesamtverzeichnis) 30
Programm und Arbeitsgruppenbeschreibung

34

Kartenmaterial

38

Die Jahreskonferenz
Anlass

ǏĪ"+1)& %" "/("%/0+$",1"U !"/ 201+! 3,+ 1/;"+U !0 ʳ+$",1 +
Park & Ride oder die Möglichkeiten sich mit dem Fahrrad fortzubewegen – kurz2*R"/("%/)& %",&)&1Ǚ1e"1/"Ī"+2+01Ǚ$)& %Q+!"/2-101!1/"$&,+42/den diese Netze in den letzten 25 Jahren mit hohen Investitionen ausgebaut und
erneuert – aus Sicht anderer Metropolregionen sogar vorbildlich.
Die Zunahme der Bevölkerungszahlen und die Realisierung von Wohnraum stel)"+!&""1/,Ī"+"+
,**2+"+2+!ʴ"/)&+"/ʴ"7&/("ǭ"/!&"/"+7"+!"/"&$"nen Zuständigkeit vor die Herausforderung, die Organisation der Verkehre sowie die Leistungsfähigkeit der Verkehrsinfrastruktur in Zusammenarbeit mit
anderen sicherzustellen und weiter zu verbessern.
Die Metropolregion Berlin-Brandenburg ist darüber hinaus in transeuropäische
Verkehrsnetze eingebunden und muss entsprechende Anforderungen im eigenen Interesse berücksichtigen. Die Nutzer verändern durch neue Technologien
ihr Verhalten und sollen ihre Ziele gut und sicher erreichen können. Die Finanzierung soll planbar sein und nicht zuletzt besteht der Anspruch, die Lebensqualität zu verbessern, Emissionen zu reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Die Mitglieder des Kommunalen Nachbarschaftsforums Berlin-Brandenburg
(KNF) beschäftigen sich daher im Rahmen ihrer diesjährigen Jahreskonferenz
mit Fragen der Mobilität. Was bedeutet Wachstum für die Metropolregion BerlinBrandenburg, insbesondere für den Verkehr? Was wurde in den letzten Jahrzehnten erreicht und wie ist die aktuelle Situation? Mit welchen Anforderungen
ist zu rechnen? Welche Strategien und Konzepte werden benötigt?

Begrüßung

Jens-Holger Kirchner

4

	"+0d,)$"/
&/ %+"/"$/ǭ;1!&"ʳ+4"0"+!"+2+!3"/)"&%1!"*+%)1!"/	%reskonferenz eine starke Bedeutung hinsichtlich der Arbeit des KNF. Er bedankt
sich für die gute Vorbereitung durch die Anliegengruppe und wünscht den Teilnehmern einen guten Konferenzverlauf und interessante Gespräche.

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Ergebnisse der Umfrage
Anreise zur Konferenz

Anlässlich des Themas „Mobilität in unserer wachsenden Region“ wurden die
Teilnehmenden nach ihrem Weg zum Konferenzort befragt:
Welche Verkehrsmittel haben Sie für die Anreise zur Konferenz genutzt? Wie
lange waren Sie etwa unterwegs? Wie oft sind Sie umgestiegen? Wie zufrieden
waren Sie mit der Pünktlichkeit und dem Komfort bei Ihrer heutigen Anreise?
Die Ergebnisse waren Anlass, über das Mobilitätsverhalten und die Zufriedenheit
ins Gespräch zu kommen.
Von 134 Konferenzteilnehmenden haben sich 83 Personen an der Umfrage
beteiligt. Rücklaufquote: 62%

1% Sonstige

1% Pkw-Mitfahrt
nur ÖPNV-Nutzung: 59%

16% Pkw

nur Pkw-Nutzung: 6%

?²722;
15% Fahrrad

+

ÖPNV und Fahrrad: 13%

66% ÖPNV

durchschnittlich:

1,5 Umstiege
Spitzenwert:

4

durchschnittlich:

51min

insgesamt:

4.249min
9 von 10 mindestens „zufrieden“
mit dem Komfort bei der Anreise zur Konferenz

mindestens „zufrieden“ mit der Pünktlichkeit
bei der Anreise zur Konferenz

5

Mobiliät in unserer wachsenden Region
Egbert Neuman

Rückblick, Bestand, Ausblick

Verkehrliche Meilensteine
in Berlin und Brandenburg seit 1990

Die Voraussetzungen für die gemeinsame Arbeit sind mit Strukturen wie der
Gemeinsamen Landesplanung, dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg, dem

,**2+)"+
 %/0 %#10#,/2*$"0 %Ī"+Q&1)+4"/("+U4&"!"*+desentwicklungsplan (LEP) Standortsicherung Flughafen, dem LEP Berlin-Brandenburg sowie mit der Gesamtverkehrsprognose 2025 und gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsprojekte wurden gemeinsame Entwicklungsziele und
-perspektiven gesetzt.

„Zur Bewältigung der aktuellen Herausforderung,
mit der Bevölkerungsund Arbeitsplatzentwicklung in der Region, ist ein
gemeinsames Denken
vonnöten!„

Es wurden zahlreiche Lücken geschlossen, das Angebot wurde ausgeweitet sowie das übergeordnete Fahrradroutennetz ausgebaut. Vor allem konnten die
ʳ+$",1"&*ǏĪ"+1)& %"+"/("%/20$"214"/!"+Q+!"/ʴ&)+70&+!/ǭ ()Ǚ2Ħ$""/("%/0*"+$"+&*1/;"+3"/("%/2+!#ǭ/ʴ"/)&+!"21)& %""/)$"/2+$0"Ī"(1"72**4")13"/2+!*"00/Q0$&1!"21)& %"
 %#/$"01"&$"rungen im SPNV sowie eine Zunahme im Tourismus und im Fernverkehr.
¬&"
"17"*ǭ00"+$"*Ǚ;!"/0"%/"+"/20#,/!"/2+$"+4"&1"/"+14& (")1
sowie die Finanzierung von Infrastruktur gewährleistet werden. Hinzu kommt
die Berücksichtigung der Ansprüche der Bevölkerung inkl. der Wirkungen aus
Innovationen sowie die Klimaneutralität und Gesetzgebung. Die Einhaltung der
EU-Grenzwerte für Luft und Lärm sind zwingend erforderlich.

Korridoruntersuchung für
den neuen Landesnahverkehrsplan 2018 - 2022

Korridoruntersuchungen sind erforderlich, um die Nachfragezuwächse bzw.
ǭ ($Ǚ+$"72&!"+1&Ħ7&"/"+2+!!/20"&+"++!)2+$0"!/##ǭ/!0Ǐ
d
Angebot abzuleiten. Dies ist die Basis für Nahverkehrspläne, Ausschreibung der
Verkehre, Ausbau der Infrastruktur, Ausbau des Berlin-Brandenburg-Takts bis
2020/2030, etc.

„Mit der Korridoruntersuchung kann die strategische Ausrichtung des
ÖPNV diskutiert werden.“

Das ÖPNV Konzept 2030 stützt sich sowohl auf Korridoruntersuchungen im Regionalverkehr als auch auf Stadtumlandkonzepte.

Egbert Neumann

6

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Transeuropäische Verkehrsnetze

Martin Heiland

Die Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg ist zentrales Element des TEN-V Kernnetzes. Hier kreuzen sich der Nordsee - Ostsee-, der Orient - östliches Mittelmeer- sowie der Skandinavien - Mittelmeer-Kernnetzkorridor. Die Korridore
haben die koordinierte Verwirklichung des Kernnetzes für alle Verkehrsträger,
einen ressourcenschonenden multimodalen Verkehr und eine verbesserte territoriale Zusammenarbeit zum Ziel. Insbesondere in grenzüberschreitenden Abschnitten und bei Engpässen soll eine koordinierte Entwicklung der Infrastrukturen erfolgen.

„Die Bedeutung der Metropolregion als Knoten im
europäischen Verkehrsnetz wird zunehmen.“

¬&"
+,1"+!"0
"/++"17"00&+!01Ǚ!1&0 %"
+,1"+"&+0 %)&";)& %&%/"/Ǚ#"+2+!
Flughäfen. Durch die Neuausrichtung der transeuropäischen Netze sollen Pro'"(1"*&1"2/,-Ǚ&0 %"/")"3+7&+!"/"$&,++$"01,;"+4"/!"+Q
"*"&+0 %#1)& %0&+!#ǭ/1/;"+Uʴ%+2+! %&"+"+$ǭ1"/3"/("%/d4"&1"
+14& ()2+$001+!/!0!"Ħ+&"/1U!&"&0@HAH"/#ǭ))14"/!"+0,))"+Q¬72$"%ǩ/"+7QʴQ!"/ǭ ("+0 %)200"& %+"))01/;"+,!"/ʳ21,%+"+U!&""&012+$0fähigkeit des Schienengüterverkehrs (Traglast, Zuglänge, Streckengeschwindig("&1hU&+)2$d2+!ʴ&++"+%Ǚ#"+0,))"+)1"/+1&3"02"/"
/#101,Ī""&+$"0"171
werden.
Den angestrebten Entwicklungsstandards steht ein Handlungsbedarf gegenüber. Dieser besteht vor allem beim Ausbau von sicheren Parkplätzen, beim
&+017)1"/+1&3"/
/#101,Ī""&
/#1#%/7"2$"+U"&*ʳ202!"02/,-Ǚ&schen Eisenbahnverkehrsleitsystems ERTMS/ETCS sowie bei der Bereitstellung
3,++#/01/2(12/#ǭ/02"/"
/#101,Ī"&+)2$d2+!ʴ&++"+%Ǚ#"+Q
Mit dem Projektscouting Connecting Europe Facility (CEF) der Gemeinsamen
Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg sollen förderfähige Studien iden1&Ħ7&"/1U+3"01&1&,+03,/%"+2+1"/01ǭ1712+!/,'"(11/Ǚ$"/"/1"+4"/!"+Q

„Als „städtischer Knoten“
können aus der Region
Anträge auf EU-Fördermittel für Infrastruktur*;+%*"+U!"/«,++" ting Europe Facility (CEF)
gestellt werden.“

Im Rahmen der CEF Transport Calls 2015 können Projektanträge gestellt werden, z.B. zum Einsatz von innovativen und neuen Technologien, Ausbau sicherer
+#/01/2(12/"+,!"/&+1"))&$"+1"+"/("%/0!&"+01"&*1/;"+3"/("%/00"(1,/
(ITS), Entwicklung von Infrastruktur für Hinterlandanbindungen zu den Seehäfen sowie Verbindungen zu multimodalen Logistikplattformen.

Martin Heiland

Martin Lambert

7

Mobiliät in unserer wachsenden Region
Klaus J. Beckmann

Was bedeutet Wachstum für die Region?
Wachstum bedeutet für eine Region immer sowohl einen Gewinn als auch
(Wachstums-)Schmerzen. Wachstum stärkt die Metropolregion Berlin-Brandenburg und somit auch deren Rolle in Europa und der Welt. Die Zunahme der Bevölkerung wirkt sich zum einen positiv auf die Altersstruktur sowie die ethnische
Diversität aus, zum anderen kann sie aber auch zu Unausgeglichenheit innerhalb der Bevölkerung und der Arbeitsmärkte sowie der Wohnungsmärkte füh/"+Q¬&"0"!"21"1%Ǚ2Ħ$0,7&)"-++2+$"+2+!"+1/&Ħ7&"/2+$Q0"01"%1
die Gefahr einer unkoordinierten Siedlungsentwicklung.
Sollte keine nachhaltige Raum-, Verkehrs- und Infrastrukturentwicklung erfolgen, können Kapazitätsengpässe und Erneuerungsbedarfe von Infrastrukturen
die Folge sein.

„Brandenburg und Berlin
müssen zu Gunsten einer
langfristigen Nachhaltigkeit kooperieren.“

Die Region Berlin-Brandenburg ist ein gemeinsamer Lebens- und Wirtschaftsraum, der integriert entwickelt werden muss. Dies wird besonders bei den Pend)"/3"/ħ" %12+$"+!"21)& %Q¬ʴ"/)&+0&+ħ200"/"& %"&!"+"+!)"/+$/,;&01U
)"$"+!&"0"$/,;"¬&01+7"+72/ǭ (Q¬&"&+-"+!)"/7%)"+4"/!"+4"&1"/01"&gen.
Die Megatrends der Stadt-/Regionsentwicklung spielen für Städte und Regionen
eine zunehmend bedeutende Rolle und wirken sich auf die Verkehrssysteme aus.
¬&"00&+!7QʴQ+"/$&"4"+!"U
)&*0 %217U!"*,$/Ħ0 %"/+!")U0,7&)"-)tung/Exklusion, Wertewandel und Verhaltenswandel in der Mobilität.
Es geht um die Stärkung der Europäischen Achsen TEN-T (Kernnetze) mit dem
Knoten Berlin – Brandenburg und die abnehmende Symbolbedeutung des Pkw.
Immer weniger Menschen haben ein Auto, der Trend geht zur gemeinsamen
Nutzung von vorhandenen Fahrzeugen. Immer mehr Menschen nutzen mehrere Verkehrsmittel (Multimodalität) und sind im Umweltverbund unterwegs.
Ebenso sind Elektrofahrzeuge (Pkw, Zweiräder) auf dem Vormarsch. Dies ist eine
«%+ "#ǭ/!"++& %1d*,1,/&0&"/1"++!&3&!2)3"/("%/2+!!"+ǩĪ"+1)& %"+"/sonennahverkehr (ÖPNV).
Angesichts der genannten Tendenzen im Bereich Mobilität muss die Siedlungsund Verkehrsentwicklung entsprechend gesteuert werden.

Prof. Dr. Klaus J. Beckmann

8

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Für die Siedlungsentwicklung in einer wachsenden Region sollten folgende Leitideen gelten:
–  %012*&0174/(2*.2+1&11&3""&+ħ200/U(++"//Ǚ2*)& %$"steuert werden.

„Die geänderten Verhaltensweisen im Mobilitätsbereich aufgreifen und
damit umgehen.“

– ¬&"&"!)2+$0"+14& ()2+$0,))1"+!"+dcdʴ%+dʳ %0"+2+!)1"-2+(ten (Transit-Oriented-Development) orientiert werden. In Achsen-ZwischenRäumen sollte die Siedlungsentwicklung auf eine Eigenentwicklung der Gemeinden begrenzt werden.
– ʴ%+%ǩ#"2+!)1"-2+(1"0&+!)0/107"+1/"+2+!&+1"/*,!)"Z,&)&tätspunkte“ zu entwickeln.
– ¬&""01"%"+!"+1!1d2+!/107"+1/"+*ǭ00"+$"01Ǚ/(14"/!"+Q
– "++$"*"&+0*"+14& ()2+$0d2+!+!)2+$07&")"2*$"0"1714"/!"+U
sollte dies mit Finanztransfers und Anreizen honoriert werden.
Die Siedlungsprinzipien werden ergänzt durch eine integrierte und nachhaltige
Verkehrsentwicklung, z.B. durch Erneuerung der Schieneninfrastruktur und Haltepunkte, Ausbau der Schieneninfrastruktur für neue Siedlungsachsen und
durch Verbesserung der „intermodalen“ Verknüpfungspunkte. Weitere Bausteine können die Verbreitung von Sharing-Angeboten, der Ausbau von „Radschnellwegen“, Erweiterungen und Tests von Kombikarten wie der „Mobilitätskarte“
der DB und die Privilegierung von Elektro-Fahrzeugen (Pkw, Pedelec) sein.

„Es entstehen synergetische Wechselwirkungen
durch die Stärkung des
Nahraums und des postfossilen Verkehrs.“

Zur Stärkung des ÖPNV und Fahrrads zur Entlastung des ÖPNV gibt es in Europa bereits bemerkenswerte Beispiele. wie London: „Barclays Bank – Cycle Superhighways“, Kopenhagen: Grüne Welle für Fahrradverkehr, Paris: „Boulevardring
!"/ǝ %25Y*&1+"2"/1/;"+%+U3&")"1!1%+-/,'"(1"&+/+(/"& %Q
Um die Ziele einer Integrierten Siedlungs- und Verkehrsplanung im Nachbarschaftsverband zu erreichen, muss die Stärkung des gemeinsamen Verständnisses als Metropolregion und vorhandener Partnerschaften im Fokus stehen.

„Kooperation macht
stark! Der Nachbarschaftsverband spielt dabei eine besondere Rolle.“

Die Stakeholder (IHKs, HWKs, Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Universitäten, etc.)
*ǭ00"+(1&3"&+$"2+!"+0,4&"Z"&1Ħ$2/"+Y72/(,+0".2"+1"+"/#,)$2+$
des Themas installiert werden. Arbeitsschritte in diese Richtung sind die IdentiĦ(1&,+3,+)Ǚ %"+-,1"+7&)"++ %&"+"+ %0"+U!&"$"*"&+0*"1+!,/1-)+2+$2+!1+!,/10& %"/2+$U!&"!"+1&Ħ(1&,+3,+
-7&1Ǚ10/"0"/3"+3,+
1/;"+2+! %&"+"+01/" ("+Q¬&"20$"4Ǚ%)1"+ʳ %0"+*ǭ00"+&+&%/"/"&0tungsfähigkeit ausgebaut sowie die Knoten aufgewertet werden.

Lothar Wiegand

Ephraim Gothe

9

Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 1

Angebotsgestaltung im Busverkehr

Zentrale Thesen/
Forderungen

Es wird in der Diskussion eine Neusortierung der Bestellfunktion für den ÖPNV
im Stadtumland angeregt. Der VBB oder das KNF als Zweckverband wären mögliche Besteller. Somit könnte ein einheitlicher starker Besteller den Mobilitätsbedarf des Berliner Umlands zielgerichtet gestalten und decken. Der Abstimmungsaufwand zwischen den einzelnen Landkreisen, Berlin und dem VBB wäre
/"!27&"/1Q¬&"!"/7"&1)+$"+*0"172+$07"&1"+3,+/,'"(1"+(ǩ++1"+$"01/Ī1
4"/!"+Q¬&"&++7&"/2+$4ǭ/!"+1"&)&$2 %!2/ %!&""1/,Ī"+"+
,**2+"+
erfolgen, da die Landkreise den Mobilitätsbedarf im Umland nicht alleine decken
können. Die möglichen Finanzierungsmodelle werden jedoch kritisch gesehen.
Es wird diskutiert, wie der Ausgleich innerhalb des Landkreises per Kreisumlage
(Berlin-fernen und Berlin-nahen Kommunen) erfolgt.

Wir benötigen eine Neusortierung der Bestellfunktion für den ÖPNV
im Stadtumland.
Wir müssen den Verteilungsschlüssel der Einnahmen im Verbund
optimieren.
Wir müssen den Bus als
Zubringer weiter stärken.

„Jede Bahn braucht einen
Bus“

Ein weiterer Aspekt ist der Verteilungsschlüssel der Einnahmen im Verkehrsverbund (Einnahmeschlüssel). Wenn man Zubringerverkehre fördern möchte, dann
muss man diese verändern, da die S-Bahn mit dem derzeitigen System (Schwerpunkt der Verteilung sind die gefahrenen Kilometer) bei der Verteilung bevor72$14&/!Q"&1"/%&+(,**"+!&"&++%*"+*&172$/,;"/"&13"/7ǩ$"/2+$"&
den Aufgabenträgern an.
Die Erhebungen des VBB haben gezeigt, dass der Bus als Zubringerverkehr zur
ʴ%+"&+"$/,;",))"0-&")1U"/ʳ202-,1"+7&)%1Q	"!"ʴ%+/2 %1"&+"+
Bus, die Umsteigemöglichkeiten müssen besser kombiniert und optimiert wer!"+U2 %40!&"/*,+&0&"/2+$!"/(12+$"+"1/&Ī1g"&+%"&1)& %"/@Hd&nuten-Takt). Das Auto als Zubringer wird laut den Erhebungen des VBB überschätzt, dagegen sprechen allerdings Erfahrungen z.B. aus Hoppegarten
(Mangel an P&R-Plätzen).
Generell wurde angeregt, die Finanzierung des ÖPNV im Stadtumland auf stärkere und mehrere Schultern zu verteilen. Eine Verbesserung des Angebots führt
72"&+"/ʳ11/(1&3&1Ǚ1001"&$"/2+$3,+!"/))"-/,Ħ1&"/"+Q,/!"*&+1"/$/2+!
&++,31&3"/
,+7"-1"4&"0-4Qħ&+ "/#,)$1!"/ʳ2#/2#+!&"ʳ2#$"+1/Ǚ$"/U
sich vermehrt mit alternativen Mobilitätskonzepten auseinanderzusetzen.
Durch die Ergänzung der traditionellen Mobilität, z.B. mit Online-Plattformen,
(ǩ++"+6+"/$&""Ī"(1""+101"%"+U!&"
2+!"+"!/#"+"+1$"$"+(,**"+Q

10

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Herr Dr. Ralf Günzel stellt die Zwischenergebnisse des Verkehrskonzeptes der
AG Ost (entlang der S5) vor. Es wurde untersucht, ob mit Angebotsverdichtung
und -optimierung die Fahrgastnachfrage gesteigert werden kann. Das Büro hat
entlang der S5 zehn Buslinien untersucht. Es wurde geprüft, mit welchen Nachfragezuwächsen bei einem 20-Minuten-Takt der Linien ganztags und zur Haupt3"/("%/07"&172/" %+"+&012+!4") %""%/(,01"+"+101"%"+Q¬"/Ī"(1g%/gastzuwachs) bei der Taktverdichtung ist generell hoch, in der Hauptverkehrszeit
!,--")10,$/,;4&""&+71$03"/!& %12+$Q04&/!3,+"&+"/-,0&1&3"+ǭ (wirkung auf die Standortattraktivität, Umweltwirkung etc. ausgegangen. Trotz
starker Fahrgastzuwächse erfolgt jedoch nur eine geringe Aufwanddeckung
durch die niedrige Erlösquote (Einnahmenaufteilung).

Kurzvorträge

Herr Kai Dahme und Herr Niels-Friso Weber berichten über das neue Buskonzept
Buch-Panketal-Ahrensfelde. Herr Dahme führt zunächst in die aktuellen Zahlen
zu Pendlerbewegungen im Berliner Umland ein. Als problematisch sieht er die
unterschiedlichen Standards zwischen Berlin und Umland. Wachstum erfordert
ein Nachsteuern des ÖPNV-Angebots. Herr Weber stellt das Buskonzept BuchPanketal-Ahrensfelde vor. Das Konzept hatte zum Ziel, die Linienführungen zu
01/Ī"+U!&"(1"723"/!& %1"+2+!723"/"&+%"&1)& %"+Q"&1@H?B)Ǚ2#1!0
neue Buskonzept. Die Fahrgastzahlen sind um ca. 38%, die Verkehrsleistung
(Fahrplankilometer) um 23% gestiegen. Die Mehrkosten für den Landkreis Barnim liegen bei jährlich 112.481,20 €, die Mehreinnahmen fallen deutlich gerin$"/)0-/,$+,01&7&"/120U3QQ4"&)!&"&++%*"2#1"&)2+$+2/*&1$/,;"/"/zögerung wirksam wird.

„Das Auto wird als SBahn-Zubringer überschätzt.“

Herr Dr. Florian Krummheuer01"))1!01/1d-d/,'"(1Zħ&+ Y3,/Q)&+ &01"&+"
+)&+"d)11#,/*U*&1!"/0-,+1+",!"//"$")*Ǚ;&$"&1#%/$")"$"+%"&1"+*&1
dem PKW zur S-Bahn oder zu Freizeitaktivitäten gefunden werden können. Die
Nutzer können als Mobilitätsart Fahrgemeinschaften oder ÖPNV-Verbindungen
204Ǚ%)"+Q,&01"&+"
,*&+1&,+3,+"Ĭ7&"+1"/
d
2172+$2+!"00"/"/
/0 %)&";2+$!"0Ǐ
c
d
"17"0*ǩ$)& %Q++,31&3"2+!1/!&1&,+"))",&)&1Ǚ14"/!"+0,*&1(,*&+&"/1Q¬"/7"&14&/!ħ&+ (1&3&+!"/%"&+d&+d"gion und im Schwarzwald-Baar-Kreis genutzt.

„Es muss ein digitaler
Zugang zur Mobilität
$"0 %Ī"+4"/!"+QY

Weitere ähnliche Konzepte sind: Buskonzept in Teltow, Kleinmachnow und
Stahnsdorf, im Flughafenumfeld. Das Konzept Oberhavel ruht derzeit.

Gute Beispiele

Moderation: Ephraim Gothe
Berichterstattung: Dr. Wilhelm Benfer

Moderation/
Berichterstattung

Dr. Wilhelm Benfer

Dr. Uwe Klett

„Angebotsverbesserung
und Einwohnerzuwächse
potenzieren sich gegenseitig.“

„An der Stadtgrenze gibt
es einen Bruch in der Angebotsqualität.“

Dr. Florian Krummheuer

11

Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 2

Bahnhof und Reisekomfort

Zentrale Thesen/
Forderungen

0$&1"&+"$/,;"ʳ(1"2/03&")#)12+!3&")"2+()/"201Ǚ+!&$("&1"+U!&""&+"
7ǭ$&$";+%*"2*0"172+$3"/%&+!"/+Q04"/!"+$"*"&+0*"
,+7"-1""nötigt, die frühzeitig von allen Beteiligten verbindlich abgestimmt werden. Die
Verantwortlichkeiten der Akteure müssen deutlich formuliert und in eine Kom*2+&(1&,+001/2(12/"&+$"2+!"+4"/!"+Q¬0$&)12 %#ǭ/()"&+";+%*"+
wie Instandsetzung/ Reinigung.

Wir benötigen gemeinsame Konzepte und verbindliche Abstimmungen
mit allen Akteuren.
Es ist eine Systematisierung (Priorisierung, Bewertung) der Bahnhofkonzepte auf Länder- und
Regionalebene erforderlich.
Wir benötigen viel Engagement vor Ort und müssen Prozesse von der Planung bis zur Realisierung
optimieren.


""+!"/&+/& %12+$"&+"//"$")*Ǚ;&$"+1"2"/2+$0/2+!"U!&""&0-&")04"&0"
den Neugestaltungsprozess des Bahnhofumfeldes in Königs Wusterhausen koordiniert hat, wurden die frühzeitige Einbindung der Bürgerinnen und Bürger
sowie kommunales Engagement (Kümmerer vor Ort) thematisiert. Projekte gelingen durch „Triebkraft“, wenn Kenntnisse der Partner und aktives Handeln
gebündelt werden.
ǭ/"&+""/#%/"+0,-1&*&"/2+$*ǭ00"+!&"ʴ%+%,ĩ,+7"-1"2#Ǚ+!"/d2+!
Regionalebene systematisiert werden. Um den gestiegenen Bedarf serviceorientiert bedienen zu können, muss eine länderübergreifende Bewertung und Priorisierung erfolgen. Diskutiert wurde ein Stationsentwicklungs- bzw. Bedarfsplan
#ǭ/!"+"/ħ" %12+$0/2*Qʴ&0)+$724"+&$"/ǭ (0& %1&$1)"&"+!&"()"&+"+
Bahnhöfe, die wenig Service bieten und einer Attraktivierung bedürfen.
#1*)03"/%&+!"/+)+$")+2+$0d2+!")&0&"/2+$07"&1/Ǚ2*""&+""Ĭ7&"+1"
ʳ200 %ǩ-#2+$))"/"00,2/ "+2+!4&/("+0& %%"**"+!2#!&"Ħ++7&"))"+
Rahmenbedingungen aus. „Selbst, wenn der Wille da ist zu bauen, das Geld da
ist und die Planungen vorliegen, dauert es bis zu 7 Jahre bis zur Umsetzung.“
Wünschenswert wäre eine deutliche Verkürzung der Vorhabenzeiten, um Finanzierungsmöglichkeiten im Rahmen von Förderperioden besser nutzen und umsetzen zu können.
Die Wirtschaft sollte als (Finanzierungs-)Partner stärker in den Planungsprozess
eingebunden werden.

Jens Krause

12

Dr. Andreas Hamprecht

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Herr Jörg Glase und Herr Jens Krause stellen die Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes in Königs Wusterhausen vor, die in enger Abstimmung und Kooperation mit allen Beteiligten umgesetzt wurde. Wegen der zunehmenden Bedeutung des Umsteige-Bahnhofs für die Flughafenregion war eine Anpassung des
Verkehrsangebots an die wachsenden Anforderungen notwendig.
Der Schwerpunkt lag auf der Verkehrsverknüpfung in quantitativer und qualitativer Sicht, der Gestaltung insbesondere des östlichen Bahnhofsumfeldes und
der barrierefreien Zugänglichkeit der Bahnsteige sowohl von der westlichen als
auch von der östlichen Seite der Bahn, die durch einen Tunnel miteinander verbunden wurden.
Der Engpass durch die Eingleisigkeit für Regional-, Fern- und Güterverkehr
* %1"&+"+1ħ" %12+$!"0
,/!(,-#"0!"0ʴ%+%,#"0*&1"&+"*720Ǚ17)& %"+
Regionalbahngleis dringend erforderlich.

Kurzvorträge
„Es sind funktionsfähige
regionale Zirkel für die
Entwicklung/Umsetzung
gemeinsamer Konzepte
notwendig.“
„Mobilität in unserer Region braucht Infrastruktur.“

In Kooperation mit Bahn und Land soll die Erneuerung der Bahnbrücke mit dem
ʳ202!"/1,/(,4"/1/;"3"/(+ǭ-#14"/!"+Q
Herr Dr. Andreas Hamprecht"/& %1"1ǭ"/7"&1$"*Ǚ;""/3& "d2+!,&)&tätsangebote am Bahnhof. In Berlin und Brandenburg nutzen täglich 4 Mio.
Reisende 440 Haltepunkte und Bahnhöfe, deren Entwicklung zu Mobilitätsdrehscheiben ihre Rolle in einem dynamischen Mobilitätsmarkt stärkt. Insbesondere
für Pendler sind ausreichende und bedarfsgerechte Parkmöglichkeiten sowie ein
ÖPNV-Anschluss wesentlich.

„Zusätzliche Halte aufgrund vorhandener
sprintstarker Fahrzeuge
0&+!,#1,%+"0&$+&Ħ(+1"
Fahrzeitverluste möglich.“

An Bahnhöfen im Stadtgebiet Berlin ist eine zunehmende Etablierung von Carsharing und E-Ladeinfrastruktur zu verzeichnen. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor
für die Vernetzung der Verkehrsträger sind multimodale Informationen. Durch
$"7&")1"+11&,+0+"22&+!"/
Ǚ%"3,+20/"& %"+!$/,;"+2"))"+2+!&"len, sowohl im ländlichen als auch im städtischen Raum, können zusätzliche
Kunden gewonnen und Regionen besser und attraktiver erschlossen werden.
,!"/1&,+R	ǭ/$"+,;

Moderation/
Berichterstattung

Berichterstattung: Ansgar Kuschel

Ansgar Kuschel

	ǭ/$"+,;

Jörg Glase

13

Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 3

Alternativen im Pendlerverkehr

Zentrale Thesen/
Forderungen

Neue Wohngebiete sollten dort entwickelt werden, wo Schulen sind sowie ein
2$+$72*ǩĪ"+1)& %"+"/("%/2+!"&+"
Ǚ%"72ʳ/"&10-)Ǚ17"+"01"%"+Q
Die ÖPNV/ SPNV-Achsen müssen durch die Siedlungsentwicklung gestärkt werden. Ob es auch sinnvoll sein kann, Entwicklungen und Verbindungen in Achsenzwischenräumen zu stärken, um Überlastungen auf den Achsen entgegen
zu wirken, wurde kontrovers diskutiert.

Wir müssen die Siedlungsentwicklung besser
steuern und benötigen
eine vorausschauende
Planung.
Wir brauchen eine Grundlagenermittlung zum Modal Split, mit der die Umsteigebereitschaft
untersucht wird.
Wir müssen die Infrastruktur für den Radverkehr wesentlich verbessern.
Wir müssen die Umsteigevorgänge im multimodalen Verkehr optimieren.

Mehr Pendler müssen zum Umsteigen vom reinen KFZ-Pendeln auf den ÖPNV
bewegt werden. Bislang ist noch zu wenig über die Umsteigebereitschaft bekannt. Es gilt, sowohl Schmerzgrenzen (z.B. Umsteigezeiten/ Fahrzeiten/ Kos1"+h%"/2072Ħ+!"+U)02 %"&+"ʴ"4"/12+$3,+ʳ+/"&7"+U4&"7QʴQ3"/Ǚ+!"/1"
Tarife, Attraktivität der Umsteigepunkte oder Angebote von P+R-Plätzen zu
untersuchen.
Das Pedelec und das E-Bike haben Zukunft. Die Bereitschaft zum Umsteigen auf
!0%//!4Ǚ %01!2/ %!&"(ǭ/7"/"+%/7"&1"+74Q!&"$/ǩ;"/"+//"& %barkeitsradien. Zudem sinken die Kosten für den Arbeitsweg. Es werden primär
sichere, einfach erreichbare Abstellmöglichkeiten am Wohn- und Arbeitsort benötigt. Die Kommunen können die Kosten nicht alleine tragen. Es müssen Förderprogramme für Radinfrastruktur aufgelegt werden.
¬&"2)&1Ǚ10+0-/ǭ %"&*ʴ203"/("%/U!Q%Q(ǭ/7"/""&0"7"&1"+U(2/7"*01"&gezeiten, Pünktlichkeit und Fahrplanstabilität, müssen sich erhöhen. Der Busverkehr benötigt eine bessere Finanzierung und eine Kundenorientierung bei
den Busunternehmen. Zuverlässige Busangebote, auch in den Tagesrandzeiten,
sind für die Sicherung des Fachkräftenachwuchses im Stadt-Umland wichtig.
Mehr ÖPNV-Nutzer erfordern mehr ÖPNV-Angebote. Wünschenswert wäre es,
!00&+ʴ/+!"+2/$!"/Ǐ
ǭ"/!"+ %ǭ)"/3"/("%/%&+20"&+"ħ& %12#gabe der Daseinsvorsorge werden würde.

Gute Beispiele

- Fahrradparkhäuser in Bernau und Potsdam
- Potsdam plant Fahrradschnellwege im Rahmen Stadt-Umland-Wettbewerb
- Kopplung von Parkhausgebühren im P + R mit dem ÖPNV-Ticket (z.B. in Amsterdam)

Michaela Waigand

14

Jörg Schleinitz

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Herr Christian Weiße sieht in der Steuerung des Pendlerverkehrs eine wesentliche Aufgabe. Umsteiger erwarten schnelle Umsteigezeiten. Busfahrgäste warten mit 15 bis 30min am längsten auf die Weiterfahrt! Das Umsteigen vom Bus
auf die Bahn hat einen Nachholbedarf im Vergleich zu den anderen Umsteigeverkehren. Deshalb sollten die Busnetze ausgebaut und optimiert werden. Die
2)&1Ǚ10+0-/ǭ %"U!Q%Q(ǭ/7"/""&0"7"&1"+U(2/7"*01"&$"7"&1"+Uǭ+(1)& %keit und Fahrplanstabilität, müssen sich erhöhen. Der Busverkehr benötigt eine
bessere Finanzierung.

Kurzvorträge

Herr Jörg Becker sieht in P+R-Konzepten im Umland einen Baustein zur Lösung
!"0"+!)"/-/,)"*0Q/0 %)Ǚ$1#ǭ+#;+%*"+72//,)"*"%"2+$3,/R
P+M-Plätze an den Autobahnen in einiger Entfernung zu Berlin; ausreichend
sichere und leistungsfähige P+R oder B+R-Plätze am Stadtrand an leistungsfähigen ÖPNV-Strecken; günstige Tarifbedingungen für Umsteiger vom Auto oder
Fahrrad zum ÖPNV; die Anpassung des ÖPNV-Angebotes an das steigende Fahr$012ĩ,**"+0,4&""&+ħǙ %"+!" ("+!"0/()"&10601"*&+!"/++"+01!1Q

„Wir sind im Grund einer
Meinung: der KFZ-Pendlerverkehr darf nicht weiter steigen.“

Frau Michaela Waigand stellt als gutes Beispiel das Fahrradparkhaus in Bernau
vor. Die Verhandlungen mit der Bahn bis zum Grunderwerb haben fünf Jahre
$"!2"/1Q¬0%//!-/(%2042/!"&*	2)&@H?A"/ǩĪ+"1Qʳ2#!/"&"0 %,00"+42/!"+CDD%//!01"))-)Ǚ17"$"0 %Ī"+Q¬&"
,01"+"1/2$"+?UDC&,M
die mit EFRE Mitteln in Höhe von 0,9 Mio € gefördert wurden. Das Fahrradparkhaus ist voll ausgelastet. Normale Stellplätze sind kostenfrei.

„52.000 € durchschnittliche Bewirtschaftungskosten im Jahr stehen Einnahmen in Höhe von
10.000 € gegenüber.“

Herr Hermann Blümel sieht viele Vorteile im „E-Bike Pendeln“ als Autoersatz,
z.B. weniger Flächenbedarf, weniger Verkehrslärm, weniger Mineralölverbrauch,
4"+&$"/2#10 %!01,Ī"204Q¬0dʴ&("%1"&+"%,%"ʳ11/(1&3&1Ǚ1&*+1#"/nungsbereich von 5 bis 15 km. Eine wichtige Voraussetzung für die Nutzung sind
sichere Parkangebote am Wohnort und am Ziel.

„Eine Verlagerung von
rund 50% der Pkw-Arbeitswege im Entfernungsbereich von bis zu
15 km ist möglich.“

Moderation: Rainer Hölmer

Moderation/
Berichterstattung

Berichterstattung: Jörg Schleinitz

Rainer Hölmer

«%/&01&+"&;"

„Angesichts wachsender
Pendlerzahlen und einer
steigenden Nachfrage ist
ein Paradigmenwechsel
erforderlich.“

Jörg Becker

15

Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 4

Netzschlüsse im Schienenpersonennahverkehr

Zentrale Thesen/
Forderungen

Alle Schienenlücken im Berliner Stadtumland müssen geschlossen werden. Offen ist dabei, ob Lücken durch S-Bahn-Erweiterungen oder dem Ausbau des
Regionalverkehrs geschlossen werden sollten.

Wir wollen alle Schienenlücken im Berliner Stadt2*)+!0 %)&";"+Q
Wir müssen langfristig
alle Bahntrassen sichern
Wir benötigen eine zusätzliche Finanzierung.

Vorrangig vor der technischen Ausgestaltung ist allerdings die Frage, welche
Anbindungsqualität nötig und gewünscht ist. Wichtig ist ebenso die langfristige
Sicherung aller Bahntrassen, um Handlungsoptionen für die Zukunft zu erhalten. Mitunter benötigen die Kommunen dazu auch Unterstützung, da Liegenschaften erworben werden müssen und eine Sicherung im Flächennutzungsplan
vielfach nicht ausreichend ist.
Die Finanzierung für den SPNV ist zu sichern und zusätzliche Mittel sind erforderlich, insbesondere durch den Rückgang der Regionalisierungsmittel in Brandenburg. In dieser Frage hat auch Berlin Interesse an einer besseren Finanzierung, um gemeinsam Lückenschlüsse voranbringen zu können.
Dem sollte eine verbindliche Abstimmung zwischen Berlin und Brandenburg vorausgehen. Wie das geschehen kann, beispielsweise ob ein gemeinsames Planungsgremium etc. erforderlich ist, wurde in der Arbeitsgruppe kontrovers diskutiert.
Transparente Kriterien in Kosten-Nutzen-Rechnungen für Verkehrsprojekte,
Umgang mit hohen Nutzungsentgelten für Schienen und Bahnhöfe, die bevorstehende Korridoruntersuchung in Brandenburg und behäbige Entscheidungsstrukturen werden angesprochen, jedoch nicht weiter vertieft.
- Regionalbahn 24 (RB24) zwischen Berlin-Lichtenberg und Eberswalde
d /00"+0& %"/2+$!2/ %!0+!"0$"0"17ǭ"/!"+ǩĪ"+1)& %"+"/0,+"+nahverkehr in Schleswig-Holstein.

Gute Beispiele

Gunther App

16

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Herr Matthias Horth verdeutlicht, dass aufgrund von begrenzten Finanzierungsmitteln für den Schienenausbau klare Prioritäten erforderlich sind.

Kurzvorträge

Für Lückenschlüsse nennt er folgende Säulen der Finanzierung: Finanzhilfen für
+3"01&1&,+"++ %!"*"*"&+!"3"/("%/0Ħ++7&"/2+$0$"0"17gʴ2+!"0programm), Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) Mittel 8.7, Entħ" %12+$0*&11")g#/ǭ%"/Ǚ+!"/-/,$/**h2+!ʴ"!/#0-)+/,'"(1"!"0
Bundes (nur im Ausnahmefall, z.B. Dresdner Bahn).

Z¬"/Ħ++7&"))"-&")raum für Lückenschlie;2+$"+&01"+$U4"0%)
eine klare Prioritätensetzung angezeigt ist.“

Regionalisierungsmittel können noch investiv verwendet werden. Bei der Län!"/Ħ++7&"/2+$&+ʴ"/)&+01"%"+!&",/%"+&+
,+(2//"+772&++"/01Ǚ!1&schen ÖPNV und SPNV Projekten.
Staus im Berufsverkehr, wachsende Zahl an Ein- und Auspendlern und eine zunehmende Bevölkerungszahl veranlassen Herrn Hans-Werner Labitzky für eine
Entlastung durch die Heidekrautbahn bzw. für eine Verlängerung bis zum Berliner Gesundbrunnen einzutreten. Die mögliche Trasse besteht grundsätzlich
und könnte beispielsweise auch das Märkische Viertel (Berlin) anbinden.

„Die Heidekrautbahn gab
es schon Anfang 1900,
um die Menschen schnell
zur Arbeit zu bringen.“

Herr Stephan Wilhelm berichtet, dass der Ausbau auf der Dresdner Bahn bereits
schrittweise umgesetzt wird. Zum Beispiel sind die Unterführung und der Lärmschutz in Rangsdorf fertig gestellt. Für den Wiederaufbau der Dresdner Bahn
sprechen: Fahrzeit (Rangsdorf - Potsdamer Platz in 22 bis 24 Minuten), mögliche
Taktverdichtung, hoher Fahrzeugkomfort und der Nutzen für alle Orte südlich
3,++$0!,/#Q"//&)%")*2+!!&""*"&+!"+$0!,/#"$/ǭ;"+!&")nung bzw. den Wiederaufbau der Regionalverbindung auf der Dresdener Bahn.
2012 hatte eine Nutzen-Kosten-Untersuchung im Auftrag der Gemeinde Rangsdorf ein negatives Ergebnis für eine Verlängerung S-Bahn-Strecke ergeben.

„Wir sollten fragen, welche Verbindungen, welchen Standard haben
sollten. Von der Technikdiskussion S-Bahn oder
Regionalbahn sollten wir
uns lösen.“

Moderation: Karsten Knobbe

Moderation/
Berichterstattung

Berichterstattung: Christfried Tschepe

Hans-Werner Labitzky

Karsten Knobbe

Christfried Tschepe

17

Arbeitsgruppen
Arbeitsgruppe 5

"&012+$0#Ǚ%&$("&12+!2(2+#1!"01/;"+3"/("%/0&+
Stadt und Umland

Zentrale Thesen/
Forderungen

"%/Ǐ
"+1)01"1!&"1/;"+Q¬&"0"/Ǐ
"+ǩ1&$1"&$"+"/00"+gʴ20
und Bahn auf einer Trasse) mit zeitlich unterschiedlichen Vorrangschaltungen
(Pendlerströme). Diskussionen über die Notwendigkeit der kostenlosen Bereitstellung bzw. dem gegenüber der Bewirtschaftung von Park & Ride-Angeboten
sind auf den Punkt zu bringen. Generell bedeutet das „Abfangen“ des MIV an
ʴ%+%ǩ#"+"&+"+1)012+$!"/1/;"+Q&+"!"21)& %"/"/(/2*"4&/10 %#tung in Berlin würde dies unterstützen.

Wir benötigen einen Vorrang des ÖPNV bei Stra;"+202d2+!
d+"22*;+%*"+Q
Wir müssen die Prozesse
von der Planung bis zur
Realisierung optimieren
(Vorhabenzeiten reduzieren).
Wer über Verkehr redet,
muss auch Wohnen denken und umgekehrt (länderübergreifend).
Wir brauchen eine vertragliche Einigung zwischen Wirtschaft und
Kommunen zum Wirtschaftsverkehr/ für die
„letzte“ Meile.

ÖPNV - Verbesserungen gestalten sich schwerfällig (z.B. eine neue Haltestelle in
Gewerbegebiet brauchte acht Jahre zur Genehmigung). Dies ist kontraproduktiv
für die bessere Nutzung des ÖPNV. Verkehrsabstimmungen zwischen Brandenburger Gemeinden und Berliner Bezirken sollten zur gegenseitigen Verkehrsentlastung schneller realisiert und Belastungen frühzeitig verhindert werden. Einmal beschlossene Verkehrstrassen sollten durchgehend umgesetzt werden, da
Teilstücke nicht nützen bzw. eher zu Staus und Unmut führen.
Wachstum in der Stadtregion bedeutet mehr Verkehr aller Art. Schienen und
1/;"+*ǭ00"+20$"214"/!"+Q¬2/ %!&"+14& ()2+$3,+,%+"+2+!
Gewerbe und zunehmende Pendlerströme gibt es einen Zusatzbedarf an Verkehrstrassen zwischen den Ländern. Gebündelte Verkehre, z.B. auf Umgehungs01/;"+U"+1)01"+¬,/#01/2(12/"+2+!,%+$"&"1"Q,%+$"&"1001/;"+(ǩ+nen für den Durchgangsverkehr „geschlossen“ werden. Die tangentiale Ableitung
von Verkehr auf direkten Wegen zu ihren Zielen ist sinnvoller als die zentrale
Zuleitung in die Innenstadt und dortige Verteilung. Jedoch bedeutet Ausbau an
der einen Stelle auch Veränderung/ ggf. Belastungen an anderer Stelle. Attraktive Alternativen (z.B. Radschnellwege auf eigenen Bahnen) sollten bedacht und
gebaut werden.
Im Wirtschaftsverkehr, insbesondere dem Lieferverkehr, sind andere Lösungen
nötig. City-Logistik-Konzepte der 1990er Jahre sollten evaluiert werden. Zur Optimierung der Bestellung bei der Lieferung müssen Lieferdienste und Besteller
zusammenarbeiten (und das trotz Konkurrenz). Die „letzte“ Meile aus einer
Hand ist in Malmö eine „erzwungene gemeinsame“ Meile. Für Brandenburg und

Sylvia Hirschfeld

18

1"Ī"+1"/+"

Christian Ostendorf

Benjamin Böning

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Berlin sollte es vertragliche Einigungen zwischen Wirtschaft und Kommune ge"+Q"+1/)"Zʳ+)&"#"/2+$0-2+(1"Yg4&"7QʴQ!&"("10 %)&";#Ǚ %"/h2+!!&"
Feinverteilung in der Innenstadt mit Tram, Rad oder Elektrofahrzeugen wurden
bereits erprobt. Bezogen auf den Schwerlastverkehr müssen die für ihn geltenden Regelungen über Brandenburg und Berlin hinausreichen.
Herr Jens-Holger Kirchner 7"&$1*ʴ"&0-&")!"/ʴ2+!"001/;"@74&0 %"+/")!"/1/;"&++(,42+!!"*¬/"&" (ʴ/+&*!&"&!"/0-/ǭ %"74&0 %"+
ÖPNV und MIV auf, die mit Lösung der Einschränkungen der Leistungsfähigkeit
diskutiert werden müssen. Neben dem Ausbau durchgängiger 4-spuriger Stra;"+*&1)"&012+$0#Ǚ%&$"+
+,1"+U/102*$"%2+$001/;"+#ǭ/()"&+"/10 %#1"+
g) %,4U&+!"+"/$h2+!"&+"/$/,;/Ǚ2*&$"++$"+1&)3"/&+!2+$
,/!U
insbesondere für den wachsenden Bezirk Pankow mit neuem Wohnungsbau,
sind durchgehende separate ÖPNV Trassen für dessen Attraktivitätssteigerung
zu sichern. Ansonsten stehen ÖPNV und MIV gemeinsam im (Dauer)stau. Ein
Ausbau lediglich für MIV verstärkt nur diesen Mobilitätssektor im Stadt-UmlandVerkehr. Eine Leistungsfähigkeit für Spitzenverkehre wird nie wirklich erreichbar
sein.

Kurzvorträge

Herr Christian Ostendorf stellt dar, dass sowohl der Güter- als auch der Personenverkehr bis 2030 zunehmen werden: der Güterverkehr um 38% (Bahn 43%,
Lkw 39%) und der Personenverkehr um 13% (Bahn 19%, Pkw 10%) ab 2010. Um
!&"0&++,31&372*"&01"/+U0"&!&""&012+$0#Ǚ%&$("&1!"/+#/01/2(12/*;$"bend. Der Stadt-Umland-Verkehr ist bereits heute deutlich überlastet. So führte
die steigende Bevölkerungsentwicklung und Zahl der Unternehmen in BerlinLichtenberg, Berlin-Marzahn und im Barnim von 2005 bis 2013 zu einem Anstieg
der Pendlerströme nach Berlin um 70.000 und nach Brandenburg um 40.000.
Industrieunternehmen und Spediteure beklagen vor allem die schlechte Erreichbarkeit für den Schwerlastverkehr. Laut einer Befragung der IHK von fünf Industrieunternehmen hängen 6.000 Arbeitsplätze von Schwerlastverkehren ab. Seit
2012 steigt die Zahl der Transporte kontinuierlich (2012: 2.090, 2015: ca. 3.000).
¬0ʴ"/)&+"/ʳ21,%+d2+!ʴ2+!"001/;"++"17"04"&013&")"ʴ/"++-2+(1"#ǭ/
Staugefahr gerade dieser Verkehre auf.

„Der Schwerlastverkehr
braucht eine Lobby.“

Moderation: Martin Lambert

Moderation/
Berichterstattung

Berichterstattung: Jens-Holger Kirchner

Martin Lambert

„Ohne Ausbau des ÖPNV
auf eigenen Trassen stehen ÖV und MIV gemeinsam im Desaster“

Jens-Holger Kirchner

19

Das KNF im Gespräch
Uwe Madel

Mehr Mobilität – Wohin und wie steuern wir den Verkehr
in der Metropolregion Berlin-Brandenburg?

Das KNF im Gespräch mit:

Das Kommunale Nachbarschaftsforum kommt, moderiert durch Herrn Uwe Madel, ins Gespräch und den Austausch mit den Staatssekretären der beiden Länder, dem Verkehrsverbund sowie Verkehrs- und Wirtschaftsexperten. Die Teilnehmer können die in den Arbeitsgruppen erhaltenen Eindrücke und
¬&0(200&,+"+*&1!"+,!&2*01"&)+"%*"/+/"ħ"(1&"/"+2+!!"+723,/#,/*2)&"/1"+,/!"/2+$"+"%ǩ/3"/0 %Ī"+Q

(Moderation)

Katrin Lange
Christian Gaebler
Susanne Henckel
Prof. Dr. Klaus J. Beckmann
Prof. Dr. Oliver Schwedes
Frank Wruck

Im Anschluss an die Vorstellung zentraler Thesen und Forderungen aus den
Arbeitsgruppen durch die Berichterstatter (siehe Protokolle der Arbeitsgruppen)
4"/!"+!&"2)&1Ǚ1!"/!"/7"&1&$"+)Ǚ+!"/ǭ"/$/"&#"+!"+20**"+/"&1U
Projektumsetzung und Finanzierungsmöglichkeiten diskutiert.

Prozessoptimierung Abstimmung und Umsetzung

Um Mobilität in der Metropolregion langfristig sichern zu können, wird gefordert, die Mobilitätsstrategie 2030 nicht nur für das Land Brandenburg zu erarbeiten, sondern gemeinsam mit dem Land Berlin. Es wird kritisiert, dass in beiden Ländern keine gemeinsame strategische Verkehrspolitik betrieben wird. Es
gebe gemeinsame Interessen aber keine Gemeinsamkeiten.

„Es ist eine gemeinsame
länderübergreifende Positionierung notwendig!“

Frau Lange, Frau Henckel und Herr Gaebler betonen, dass die Erarbeitung der
Mobilitätsstrategie durchaus in enger Zusammenarbeit mit Berlin erfolgt. Beide
Länder treten als Partner gegenüber dem Bund auf, gleiches gilt auch für den
Landesnahverkehrsplan. Die Zusammenarbeit und Abstimmung der Länder ist
vorhanden und wird praktiziert, obwohl es natürlich Verbesserungsbedarf auf
der Arbeitsebene gibt.

„Auch wenn sich beide
Länder gegenseitig nach
allen Möglichkeiten einbeziehen, es bleiben
letztlich zwei Länder.“

Der Bedarf, sich länderübergreifend abzustimmen und gemeinsame Ziele voranzubringen, ist hoch. Die Abstimmungs- und vor allem die Umsetzungsprozesse sind durch eine bessere Kooperation aller Beteiligten zu optimieren. Es müssen Hemmnisse in der Kommunikation und Kooperation auf allen Ebenen der
ʴ"1"&)&$1"+2+!&+))"+ʴ"/"& %"+&!"+1&Ħ7&"/14"/!"+U2*"&+"$"*"&+0*"
Strategie erfolgreich erarbeiten und umsetzen zu können.

Rainer Hölmer

20

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Unterschiedliche Interessenlagen müssen durch einen kontinuierlichen, problem- und zielorientierten Austausch gelöst werden. Eine Idee aus dem Gespräch
ist die Initialisierung der Gemeinsamen Landesplanungsabteilung als länderübergreifende Verkehrsplanungsbehörde.
Der VBB fungiert als Moderator zwischen beiden Genehmigungsbehörden sowie
den Verkehrsunternehmen und kann in dieser Funktion noch stärker ein Initiator für einen gemeinsamen Dialog sein. Dadurch könnten lange Realisierungszeiträume reduziert werden. Es wird jedoch derzeit noch nicht über neue Strukturen oder Rolle des VBB nachgedacht.

„Man muss auch aus den
guten Beispielen der Vergangenheit lernen.“

Wichtige Aufgabe ist die Verzahnung der Verkehre an der Stadtgrenze, um Nut7"/(,+ħ&(1"72"+10 %Ǚ/#"+Q0/2 %1"&+()/"0-,)&1&0 %"0ʴ"("++1+&0"&!"/
ʴ2+!"0)Ǚ+!"/U!"+ %&"+"+-"/0,+"++%3"/("%/2+!!"+ǏĪ"+1)& %"+"/0,nennahverkehr zu stärken und mehr in die Verkehrsinfrastruktur zu investieren.
Hierzu sind Schwerpunktsetzungen und Priorisierungen erforderlich. Bei Attraktivitätssteigerung des ÖPNV muss der MIV unattraktiver werden, sonst wird es
keine Veränderung des modal split geben.

Finanzierung

Da es keine Finanzierungssicherheit gibt, müssen Lösungen mit den zur Verfügung stehenden Mitteln entwickelt werden. Teure Infrastruktur bedeutet teure
Unterhaltungskosten. Es ist erforderlich, nach verbindlicher Abstimmung zwischen Berlin und Brandenburg die Finanzierung für den SPNV zu sichern und
zusätzliche Mittel zu nutzen.

„Die Entwicklung ist kein
Selbstläufer.“

„Es gibt keine Finanzierungssicherheit.“

Die Mittel im ÖPNV müssen dynamisiert werden. Fördermittel könnten gemeinsam beantragt werden. Der auf der Tagung nicht anwesende Bund muss als
wichtiger Gesprächspartner einbezogen werden. Daneben ist ein Kümmerer vor
Ort notwendig, um Ziele schrittweise umzusetzen.

Christian Gaebler

Katrin Lange

Susanne Henckel

Robert Radzimanowski

21

Resümee
Jens-Holger Kirchner
„Wir gewinnen alle, wenn
wir zusammenarbeiten.“

Die Konferenz und die vielfältigen Themen in den Arbeitsgruppen haben gezeigt,
dass man aus guten Beispielen und ebenso aus Fehlern bei der Umsetzung von
/,'"(1"+)"/+"+(++Q"%)"/-00&"/"+d%,Ī"+1)& %("&+74"&1"0)Q¬"/ʳ20tausch untereinander hat deutlich gemacht, dass mit einem gemeinsamen Willen und einer gemeinsam formulierten Zielstellung mehr zu erreichen ist.
Insbesondere die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg arbeitet aktiv daran, dass die beiden Länder näher zusammen kommen. Ich schlage vor,
dass die Gemeinsame Landesplanung ihrem Namen alle Ehre macht und auch
eine gemeinsame Verkehrsplanung der Bundesländer übernimmt.
Die Vorträge im ersten Teil der Konferenz haben verdeutlicht, dass es nicht allein
um Berlin und das Umland gehen kann. Die Metropolregion ist insgesamt ein
wichtiger Knoten im europäischen Verkehrsnetz. Hier bieten sich weitere Möglichkeiten gemeinsam aufzutreten und zu agieren.
ǭ/!&"*
,+#"/"+71$%Ǚ2Ħ$1%"*1&0&"/1"
,//&!,/2+1"/02 %2+$&+,/"reitung des Brandenburger Landesnahverkehrsplan 2018 bis 2022 biete ich die
Unterstützung des KNF ausdrücklich an.
Alle Beteiligten wären gut beraten, das KNF, seine Strukturen und die darin
gebündelte Lokalkompetenz zu nutzen. Denn das KNF arbeitet seit beinahe zwei
Jahrzehnten an der Schnittstelle zwischen Berlin und dem brandenburgischen
Umland. Auf diesen Raum zielt u.a. auch die Korridoruntersuchung.
Das KNF kann genutzt werden, um die Expertise der Mitglieder zu gewinnen und
gemeinsam an einer Mobilitätsstrategie für die Metropolregion zu arbeiten.

22

Jahreskonferenz 2016

Die Diskussion wird in der nächsten Jahreskonferenz am 06. Juni 2016 mit dem
Schwerpunkt „Wohnen und Leben in unserer wachsenden Region“ fortgesetzt.
Im Anschluss der Konferenz 2016 wird das 20-jährige Bestehen des KNF mit einem kleinen Festakt gewürdigt.

Jens-Holger Kirchner

v.l.n.r.: Klaus J. Beckmann, Susanne Henckel, Christian Gaebler, Katrin Lange, Frank Wruck, Oliver Schwedes

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Der Weg ist das Ziel
Überlegungen eines Mobilitätsendverbrauchers in Berlin
und Brandenburg

Harald Martenstein

Meine Damen und Herren,
vielen Dank für Ihre Einladung. Ich bin ein treuer Kunde, ich fahre zum Beispiel
regelmäßig vom Potsdamer Platz nach Wilmersdorf in der Uckermark. Aber ich
bin auch nur ein Laie, seien Sie bitte nicht zu streng mit mir. Allerdings habe ich
mich gefragt, wieso ausgerechnet ich hier reden darf. Ich habe ja in den letzten
Jahren ein paar Mal kritisch über den Berliner Nahverkehr geschrieben. Warum
will man sich bei einer Fachkonferenz von einem Typen etwas anhören, der von
den komplizierten Fachfragen keine Ahnung hat?
Als ich die Probleme recherchiert habe, die es speziell im Nahverkehr unserer
(¼+10¼+%6\%+0+&*5&*0(..%(+'(00¼4+į(0$¸)¸5)$*4(4¼(.$0'(6Y+(5(5
Problem gibt es auch anderswo, aber in Berlin scheint es besonders ausgeprägt
zu sein. In Berlin werden immer mehr Busfahrer angespuckt, geschlagen und
gebissen: Diese Meldung wurde, nahezu wortgleich, in den Jahren 2007, 2009
¸0'GOFH7(4ǣį(06.+&*6Y
Ich möchte Ihnen beispielhaft den typischen Umgang mit einem Problem vor#ǭ%/"+U4&""/&+¬"210 %)+!ǭ)& %&01Qʳ)0!&"01"&$"+!"%)!"/ʳ+$/&Ī"72*
ersten Mal durch die Presse ging, meldete sich dazu recht bald ein CDU-Rechtsexperte, Niels Korte. Er forderte, dass ein neuer Paragraph eingeführt wird,
Zʳ+$/&Ī"&*"/0,+"++%3"/("%/YU&+!"0101/#"74"&	%/"
+01Q
Seit ich denken kann, fordert, immer, wenn ein irgendein Problem auftaucht,
jemand von der CDU einen neuen Paragraphen und schärfere Strafen. Man
(ǩ++1"+!"/1/;"+" ("ʳ21,*1"+2#01"))"+U*&1«¬d,$,Q¬&"0"ʳ21,maten rufen, wie eine Kuckucksuhr, alle 30 Minuten: „Schärfere Strafen! Schärfere Strafen sind die Lösung für alles! Sie da! Sie gehören auch eingesperrt!“
¬++*")!"1"0& %3,+!"/¬%,*0
)"&+"&!*Q/0$1"U+3&")"+ʳ+$/&Ī"+
seien die Busfahrer selber schuld. Sie würden provozieren. Ein SPD-Automat
würde rufen: „Der Mensch ist gut! Der Mensch ist gut! Wenn der Mensch etwas
Böses tut, dann kann unmöglich er selber dran schuld sein! Er wird von der Gesellschaft provoziert!“

Harald Martenstein

23

Der Weg ist das Ziel
Harald Martenstein

Als nächstes kommt aus der SPD immer der Ruf nach einem staatlichen Beschäftigungs- und Konjunkturprogramm. Der damalige Innensenator Körting (SPD)
hat folglich angekündigt, dass Arbeitslose als „Verkehrsbegleiter“ eingesetzt
würden, mit 300 Verkehrsbegleitern gehe es los. 2.000 Arbeitsplätze könnten es
am Ende werden.
Von den Grünen habe ich zur Busfahrerfrage eine Erklärung gefunden, aus der
hervorgeht, dass die Grünen „empört“ seien. Sie waren empört über die Gewalt
gegen Busfahrer, sie waren empört über die Lösungsvorschläge der anderen, sie
waren über alles empört. Die Grünen sind, wenn es irgendein neues Problem
gibt, immer erst mal zwei oder drei Jahre lang viel zu empört, um überhaupt
einen klaren Gedanken zu fassen.
Die BVG prüfte, ob man die Fahrscheinkontrollen im Bus nicht generell abschaffen könnte. Bei den Kontrollen gibt es natürlich besonders oft Ärger und Streit.
¬&"2-10 %2)"+* %"+'2 %ƿ/$"/2+!4"/!"+!"0%)$"0 %Ī1Q¬&"
2"))"!"0ƿ/$"/0"&+# %720 %Ī"+&01"&/,)"*"+&**"/-1&,+
2*mer vier, nach Empörung, Verschärfung der Gesetze und dem staatlichen Beschäftigungsprogramm. Es ist noch nicht lange her, es war im September, als
die renommierte Zeitung Financial Times einen völlig ernst gemeinten Vorschlag
zur Lösung sämtlicher Finanz- und Schuldenkrisen unterbreitet hat: Man solle
"&+# %!0")!0 %Ī"+Q
In dem allgemeinen Stimmengewirr während der Busfahrerkrise ging eine kleine Meldung aus der BVG-Pressestelle fast unter. Sie besagte, dass in den ersten
acht Monaten des Jahres 2008 die Zahl der Attacken auf Busfahrer von 128 auf
91 zurückgegangen war, das sind fast 30%. Womöglich besteht der Kern des
Problems ja auch darin, dass über jeden einzelnen Fall in den Medien berichtet
wird.
Ich will nicht feige sein. Ich lese ihnen den kritischsten Text vor, den ich jemals
über den berlin-brandenburgischen Nahverkehr geschrieben habe. Das war auf
dem Höhepunkt der S-Bahn-Krise. Danach komme ich zur Gegenwart.
Ein paar Jahre lang sah es beinahe so aus, als ob Berlin, die alte Skandalnudel,
"&+"+,/*)"/,;01!1$"4,/!"+4Ǚ/"Qʳ"/!&""0 %& %1"%Ǚ)1#ǭ/ʴ"/)&+&*mer wieder heroische Momente bereit. Denn dass in einer europäischen Millio-

Harald Martenstein

24

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

+"+01!1!"/ǩĪ"+1)& %"
%3"/("%/720**"+/& %1U+& %1"14&+#,)$"3,+
Streik oder Krieg, sondern einfach nur durch Missmanagement, so etwas kommt,
historisch gesehen, ähnlich selten vor wie die Teilung einer Millionenstadt durch
eine Mauer.
Die „Süddeutsche Zeitung“ spricht von „indischen Verhältnissen“, die im Berliner Nahverkehr herrschen.
1945, bei der letzten vergleichbaren S-Bahn-Krise, verkehrten die Züge bis zum
GJY24+.\8(0+¼($¼(714'(4$2+6¸.$6+10\6416;56Ǔ0'+¼(4¸)6$0¼4+į(¸0'
trotz Artilleriebeschuss. Am 25. April 1945 waren 75% der Wagen wegen der
Russen nicht mehr funktionsfähig. In der S-Bahn-Krise des Jahres 2009 waren
70% der Wagen wegen des Managements nicht mehr funktionsfähig. Das heißt,
die Auswirkungen des ehemaligen Bahnchefs Mehdorn auf den Berliner Nahverkehr sind, rein quantitativ, durchaus mit den Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges zu vergleichen. Denn im Hintergrund der S-Bahn-Katastrophe standen
ja die Pläne Mehdorns, die Bahn durch rücksichtslosen Kampf bis zum letzten
	$*4¼$56*1&*241º6$%(.;¸/$&*(0Y05(4($'5$6;8(..(0%4(&*(0\¸05(4(ǣ4senpläne nie! Alle Räder stehen still, weil Mehdorn an die Börse will.
Besonders faszinierend ist der Gedanke, dass Berlin, obwohl extrem verschuldet,
die S-Bahn mit hohen Millionenbeträgen aus Steuermitteln subventioniert, während die S-Bahn gleichzeitig Gewinne an ihren Mutterkonzern überwiesen hat.
Was wird eigentlich aus diesem Steuergeld? Ist „Betrug“ das richtige Wort, oder
muss man das irgendwie anders nennen?
Um die Berliner S-Bahn im April 1945 zum Stehen zu bringen, benötigte die Rote
Armee 2,5 Millionen Soldaten, 6.000 Panzer, 7.500 Flugzeuge und 10.000 Geschütze. Der Bahn ist das Gleiche durch den Einsatz von lediglich vier Managern
gelungen.
Was die vier Manager erreicht haben, war ein militärisches Wunder. Deswegen
läge es nahe, die vier Manager nach Afghanistan zu schicken, damit sie dort die
"/0,/$2+$04"$"!"/)&+)%*)"$"+Q"&!"/0&+!!&"3&"/+$"/Ħ++7&"))
so gut versorgt, dass sie ein Engagement bei der Bundeswehr nicht nötig haben.
Ende des Zitats. Die S-Bahn-Krise hat ja, wie ich der Presse entnehme, kürzlich
&%/Cd'Ǚ%/&$"0	2&)Ǚ2*$"#"&"/1Q0* %"+4&/!] %Ī"+4&/!&"dʴ%+
ab? Ich glaube, ich hätte eine etwas kundenfreundlichere Lösung.

25

Der Weg ist das Ziel
Harald Martenstein

Ich kann nicht verstehen, warum man in Berlin und Brandenburg nicht einfach
die Pferdebahn wieder einführt. Das ist technisch viel umkomplizierter, auch
&))&$"/2+!0& %"/"/Q+/&0%1!0$"0*1"1/;"+%++"17U#ǭ/&))&,+"+
von Passagieren, von 1855 bis 1938 mit Pferden funktioniert, ohne Probleme.
Die Pferdebahn auf der Isle of Man ist seit 1876 ununterbrochen in Betrieb.
Disneyland hat eine Pferdebahn – für Millionen Besucher. Es ist öko, lässig, pittoresk, slow, sogar mit dem Tierschutz ist es vereinbar. Und wer es wirklich eilig
hat, der benutzt doch auch heute schon andere Verkehrsmittel als die S-Bahn.
Die Firma „Manufactum“ könnte das betreiben. Man muss immer versuchen,
seine Schwächen in eine Stärke umzuwandeln.
Mein Beitrag ist als „Satire“ angekündigt worden. Sie erwarten vermutlich, dass
ich mich jetzt noch ein paar Minuten lang lustig mache. Aber ich habe mich entschlossen, Sie zu überraschen. Ich möchte ein Loblied auf den Nahverkehr in
Berlin und Brandenburg singen.
Der Nahverkehr in Berlin und Brandenburg hat in den letzten Jahren, wie erwähnt, ein paar Krisen erlebt, aber im Großen und Ganzen kommt man meistens
an. Der Nahverkehr gehört zu den Dingen, die in Berlin und Umgebung deutlich
besser funktionieren als der Bau von Flughäfen.
Ich frage mich, wie mein Leben aussehen wird, wenn sie den Flughafen wirklich
nicht fertigkriegen, zumindest nicht, bevor Tegel unter der Überlastung zusammenbricht. Das ist ja keine ganz unrealistische Vision. Ich glaube, wenn ab Berlin
¸0'4$0'(0%¸4¼-(+0(	.¸¼;(¸¼(/(*4»+(¼(0\'$000(*/(+&*(+0)$&*;¸$..(0
Zielen die U-Bahn oder den Regionalexpress.
Eine Kollegin, die Kolumnistin Meike Winnemuth, hat einen Bestseller geschrie"+UZ¬0$/,;",0YQ&"%11""&Z"/4&/!&))&,+Ǚ/Y3&")")!$"4,++"+U
kündigte ihren Job und beschloss, ein Jahr lang in jedem Monat in einer anderen
Stadt zu leben. In Berlin musst du, um so etwas zu machen, nicht kündigen.
ʴ"/)&+&01U$)2"& %U!&"0 %*217&$01"1!1¬"210 %)+!0Q1/;"+2+!ʴǭ/$"/steige sind voller Löcher, die Regionalzüge platzen zur Rush Hour fast vor Menschen. Berlin ist arm, überfüllt, versinkt im Chaos und pfeift auf dem letzten
, %Q&"0,*+2+"!&+$1+ %2*&ħ&"$"+*200U4"++*+ʴ"/)&+3,/
der Nase hat, begreife ich nicht.

26

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Die Berliner Kulturszene und die Clubszene werden immer wieder mit New York
verglichen. Mit dem New York der 70er Jahre, genauer gesagt, der Zeit, in der
New York richtig gut war. Die Berliner Architektur rund um den Alexanderplatz
und die Karl-Marx-Allee dagegen erinnert stark an das Moskau in der Endphase
der Sowjetunion. Wer Berlin kennt, kann sich Moskau im Grunde sparen.
Der Markt am Kreuzberger Maybachufer dagegen erinnert jeden, der mal in Istanbul war, an Istanbul. In Lichtenberg stehen sechs alte Fabrikhallen, die jetzt
Z¬,+$2+Y%"&;"+2+!"&+"+$&$+1&0 %"+3&"1+*"0&0 %"+/(1&)!"+U&+klusive etlicher vietnamesischer Restaurants mit interessanten Speisen wie ge(, %1"ǭ%+"/(/))",!"/2))"&+$/ǭ+"/,;"Q0&014&"&++,&Q %(2#"
dort gerne Schuhe.
In der „Frankfurter Allgemeinen“ stand vor ein paar Wochen, ernsthaft, dass
0& %ʴ"/)&+))*Ǚ%)& %&+"&+"0!"/$/ǩ;1"+
12/-/!&"0"2/,-03"/4+!")1Q
Der Grund dafür ist, dass Parks und Grünanlagen aus Geldmangel nur noch sehr
2+/"$")*Ǚ;&$$"-ħ"$14"/!"+(ǩ++"+Q¬"+101ǭ+!"+'"171ʴ&,1,-"*&10")1"+"+ħ+7"+2+!&"//00"+U4&"*+0&"0,+01+2/&+,,0,!"/"0"/31"+
Ħ+!"1Q2*ʴ"&0-&")0&+!!&"-"/)&+$"&+#01))"+!"210 %"+/,;01Ǚ!1"+3,*
Aussterben bedroht, in Berlin natürlich nicht.
Am 1. Mai brechen in Kreuzberg und Friedrichshain meistens Unruhen aus, ohne
dass ein Grund dafür erkennbar wäre. Es brennt hier und da, tausende Polizisten
marschieren auf, stundenlang kreisen Hubschrauber - ich würde Berlin am 1.
Mai nicht direkt mit Mogadischu vergleichen, „Mogadischu light“ könnte man
es vielleicht schon nennen. Wenn du aber die vielen Kanäle siehst, die alten
Häuser und die Brücken, dann fällt dir sofort Amsterdam ein. Berlin hat 2.100
Brücken, Amsterdam lediglich 1.500. Bei der Zahl der Drogendealer haben wir
ʳ*01"/!*0,$/+, %!"21)& %"/$"%Ǚ+$1Qʴ"/)&+&01#ǭ/))"
&Ī"/!0	*&ca von Europa. Die Winter in Berlin sind leider so hart, dunkel und hässlich wie
die Winter in Helsinki, deswegen wird bei uns in Berlin auch ähnlich hart getrunken wie in Helsinki. Die Sommer dagegen sind so beschwingt und lebenslustig
4&"&+ǭ+ %"+U2+0"/ʴ,$"+%20"+%"&;1%)1¬%)"*Q
Berlin hat eine Verschuldungsrate von 17.500 Euro pro Kopf, das entspricht fast
genau der Pleitestadt Detroit in den USA. Unsere Stimmung aber ist super, wir
haben so gute Museen wie Paris, bessere Bands als Seattle und unser Bürgermeister Wowereit war auf der Partystrecke noch besser unterwegs als Berlusconi es in Rom jemals gekonnt hat.

27

Der Weg ist das Ziel
Harald Martenstein

Wenn ich von dem einen Berlin die Nase voll habe, fahre ich einfach mit Bus, Soder U-Bahn in ein anderes Berlin. Das heißt, sofern die Straßen gerade nicht
¼(52(4465+0'\51)(40'+(j$*0;¸)Ǔ..+¼)Ǔ*46\51)(40+&*8('(4%(-+į601&*
betrunken bin oder es nicht gerade Januar ist und minus fünfzehn Grad hat.
Deshalb lebe ich in Berlin. Der einzigen Stadt, die einen Flughafen nicht wirklich
braucht. Ich ärgere mich jeden Tag über diese Stadt, und jeden Tag bin ich froh
darüber, hier zu sein. Wenn ich aber das alles nicht haben will, wenn ich Lust auf
die Weite Sibiriens habe und einsame Bahnhöfe in den endlosen Steppen Kirgisiens, dann bleibt mir immer noch der Regionalverkehr in Brandenburg.
Ich bin ja nicht in allen Fragen dem Fortschritt zugeneigt. Manche Sachen sollten
bleiben, wie sie sind. Zum Beispiel habe ich Angst vor dem fahrerlosen, computergesteuerten Auto, das demnächst kommen soll. Ich will vor allem keine Busse
¸0'$*0(01*0(*$¸į(¸4(Y(5*$.%/ǣ&*6(+&*/+6(+0(4+(%(5(4-.Ǔ4¸0¼$0
die Berliner Busfahrer schließen. In diesem Text kommt auch Frankreich vor.
Einer der wichtigsten Unterschiede zwischen unserer Lebensart, und mit „uns“
meine ich alle, die hier leben, und dem islamistischen Fanatismus besteht darin,
dass wir lachen können, sogar über uns selbst.
Ich habe eine Umfrage über die Deutschen und ihr Verhältnis zu den Atommächten gelesen. In dieser Umfrage ging es darum, welche Atommacht als besonders
+$01"&+ħǩ;"+!"*-#2+!"+4&/!"7&"%2+$04"&0"4"/¬"210 %)+!*&1"&+"*
Atomkrieg bedroht. Ein Prozent der Befragten erklärte, dies sei Frankreich. Da
%"& %$"! %1U'"!"/2+!"/101"U!"/*&/2#!"/1/;""$"$+"1U&01(,*-)"113"//ǭ (12+!$$Q
2/"&+"01ǩ/1"/(++!, %"/+01%#1!&"ʳ2Ī002+$
vertreten, dass Frankreich einen Atomkrieg gegen Deutschland plant, da würde
& %'+, %"%"/2#"&+"+ʳ1,*+$/&Ī3,+ʳ2;"/&/!&0 %"+1&--"+Q
Daraufhin habe ich angefangen, mich intensiver mit Umfragen zu befassen.
Man bekommt dadurch einen anderen Blick auf die Menschen. Zum Beispiel
haben in einer Umfrage 11% der Befragten erklärt, dass wegen der deutsch)&" %1"+01"&+&0 %"+1"2"/ĪǙ/""&+
/&"$$"$"+&" %1"+01"&+$"/" %1#"/1&$1
wäre. Ich gebe zu, dass ich selbst auch einmal kurz darüber nachgedacht hatte,
ich hätte sogar fast eine Kolumne über den Krieg gegen Liechtenstein geschrieben, aber dann dachte ich, nein, es ist zu crazy.

Prof. Dr. Oliver Schwedes

28

Prof. Dr. Klaus J. Beckmann

Susanne Henckel

Uwe Madel

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

0(4.+0524(&*(05+&*+0(+0(4/)4$¼(LI)ǧ4'+((8$į0¸0¼'(4¸5)$*4(4
aus. Das wäre so eine Art zweite Bundeswehr. Man könnte dann die Berliner
Busfahrer mit Fallschirmen über Liechtenstein abwerfen oder sie gegen die französische Atomstreitmacht in Marsch setzen. Mein Gott, lebe ich denn unter lauter Irren? 82% der Deutschen wollen angeblich, dass ein neues Schulfach mit
dem Namen „Ernährung und Gesunderhaltung“ eingeführt wird, allein schon
!&"0"/
*"()&+$1!, %4&"!&"/Ħ+!2+$"&+"0-06 %,-1%&0 %"+6-, %,+ders, der Name passt doch auch auf keinen Stundenplan, so lang, wie er ist. Auf
die Frage, welches die Stadt ihrer Träume sei, antwortet ein Prozent der Deutschen: „Bochum.“ Bochum, wohlgemerkt, ist eine angenehme und freundliche
Stadt, aber trotzdem, da stimmt doch was nicht.
Wenn man fragt, welches Auto sie sich kaufen würden, wenn Geld oder praktische Erwägungen einmal überhaupt keine Rolle spielten, antworten zwei Prozent: „Einen Škoda.“ Laut einer Umfrage der Zeitschrift Woman vertreten 24%
!"/!"210 %"+/2"+!&"ʳ+0& %1U!00*+U4"++*+0& %!/2;"+2#!"+
Boden setze, zum Beispiel im Wald, keine Sitzdecke brauche. Berliner Busfahrer
brauchen Gewehre – aber für ein Picknick im Wald braucht man keine Decke!
Verstehen Sie? Es gibt Westdeutsche und Ostdeutsche, auch in den Umfragen.
Vor allem in zwei Punkten unterscheiden sich die Ostdeutschen klar von den
Westdeutschen. Dem Satz „Salz borgen bringt Unglück“ stimmen nur 4% der
Westdeutschen zu, aber 13% der Ostdeutschen. Was hat denn da der Sozialismus in den Köpfen schon wieder angerichtet? Andererseits, vielleicht lässt sich
der deutsch-liechtensteinische Krieg ja noch abwenden, indem man den Liechtensteinern einfach Salz borgt.
Auf die Frage, ob sie gerne 150 Jahre alt werden würden, antworten mit Ja 33%
der Ostdeutschen, aber nur 24% der Westdeutschen. Im Westen gibt es also eine
$"4&00",!"00"%+02 %1U!0-001U!"++4"++!"/#/+7ǩ0&0 %"ʳ1,*+$/&Ī
(,**1U0&+!'3,/))"*!&"1Ǚ!1"&*"01"+"1/,Ī"+U)"&!"/2 %ʴ, %2*Q
Die Berliner Busfahrerarmee kann dann von Osten her mit ihren Bussen in Rich12+$/+(/"& %3,/01,;"+U0&"0,))1""/2 %ʴ20#%/"/&++"+!"&%"+Q
Denn in Frankreich haben bei einer Umfrage 9% der Männer erklärt, dass sie,
bei freier Auswahl unter allen Frauen der Erde, gerne eine Beziehung mit einer
Deutschen hätten.
Ich wünsche Ihnen noch eine erfolgreiche Konferenz. Ach, noch etwas: Erzählen
Sie mir bitte bei Gelegenheit, was eigentlich aus den Verkehrsbegleitern geworden ist, die unsere Busfahrer schützen sollen!

Jörg Schleinitz

Frank Wruck

Prof. Dr. Oliver Schwedes

Christian Gaebler

Katrin Lange

29

Teilnehmerliste
Referenten und Gesprächspartner
$/(

056+6¸6+10

Jörg Becker

ADAC Berlin-Brandenburg

Prof. Dr. Klaus J.

KJB.Kom Prof. Dr. Klaus J. Beckmann

Beckmann

Kommunalforschung, Beratung, Moderation und

Leiter Verkehr und Technik

Referent AG 3
Referent Plenum

Kommunikation
Hermann Blümel

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und

Abt. VII A

Referent AG 3

Umwelt
Kai Dahme

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

Planung und Fahrgastinformation

Referent AG 1

Christian Gaebler

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und

Staatssekretär für Verkehr und

Gesprächspartner

Umwelt

Umwelt

Jörg Glase

Stadt Königs Wusterhausen

Stabsstellenleiter Stadtentwicklung

Referent AG 2

und Wirtschaftsförderung
Dr. Ralf Günzel

Referent AG 1

PROZIV Verkehrs- und Regionalplaner GmbH & Co.
KG

Dr. Andreas Hamprecht
Martin Heiland

Deutsche Bahn
IPG Infrastruktur- und

Leiter Geschäftsentwicklung DB
Station&Service AG

Referent AG 2
Referent Plenum

Projektentwicklungsgesellschaft mbH
Susanne Henckel

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg

Geschäftsführerin

Gesprächspartner

Matthias Horth

Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und

Referatsleiter ÖPNV

Referent AG 4

Umwelt
Jens-Holger Kirchner

Bezirksamt Pankow von Berlin

Bezirksstadtrat

Sprecher Kommunales

(Abt. Stadtentwicklung)

Nachbarschaftsforum,
Referent AG 2

Referent AG 5
Jens Krause

Industrie- und Handelskammer Cottbus

Stellv. Hauptgeschäftsführer und

Florian Krummheuer

Deutsche Bahn

Projektleiter DB Regio AG

Referent AG 1

Hans-Werner Labitzky

Gemeinde Mühlenbecker Land

Fachbereichsleiter Bauen, Wohnen

Referent AG 4

Katrin Lange

Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Staatssekretärin

Leiter Geschäftsbereich Wirtschaft

und Tourismus
Gesprächspartner

des Landes Brandenburg
Uwe Madel

Journalist, Rundfunk Berlin-Brandenburg

Moderation Plenum

Harald Martenstein

Journalist und Autor

Humoristische Lesung

Egbert Neumann

Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung Abteilungsleiter Verkehr

Referent Plenum

des Landes Brandenburg
Christian Ostendorf

Industrie- und Handelskammer Berlin

Prof. Dr. Oliver Schwedes Technische Universität Berlin

Infrastruktur und Stadtentwicklung

Referent AG 5

Leitung Fachgebiet Integrierte

Gesprächspartner

Verkehrsplanung

30

Michaela Waigand

Stadt Bernau bei Berlin

Dezernentin, stellv. Bürgermeister

Referent AG 3

Niels-Friso Weber

Landkreis Barnim

Dezernat Kreisentwicklung, ÖPNV

Referent AG 1

Christian Weiße

Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH

Planung und Fahrgastinformation

Referent AG 3

Stephan Wilhelm

Gemeinde Rangsdorf

Gemeindevertreter

Referent AG 4

Frank Wruck

Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg,

Vizepräsident,

Gesprächspartner

Barnimer Busgesellschaft mbH

Geschäftsführer

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Teilnehmerliste
Gesamtverzeichnis
$/(
Bernd
Michael
Gunther
Bernd
Beate
Sören
Jörg
Prof. Dr. Klaus J.
Dr. Wilhelm
Bettina
Thomas
Hermann
Benjamin
Ute
Babette
Jochen
Sabine
Lynn
Kai
Sven
Ute
Axel
Jan
Ronald
Volker
Corinna
Klaus
Ulrike
Marianne
Rainer
Gabi
Stefan
Patrick
Christian
Detlef
Wilfried
Johannes
Jörg
Thorsten
Ephraim
Birgitt
Dr. Ralf
Hans-Joachim
Dr. Andreas
Galene
Martin
Susanne
Ariane
Peter

Albers
Altermann
App
Arm
Bahr
Bauer
Becker
Beckmann
Benfer
Beyer
Blesing
Blümel
Böning
Börner
Braunsdorf
Brückmann
Brüggmann
Ciminski
Dahme
Dehler
Deutsch
Dörrie
Drews
Eckert
Eichmann
Elsing
Emmerich
Engelke
Feldtmann
Fornell
Fraedrich
Fritzsche
Gaarz
Gaebler
Gärtner
Gehrke
Ginten
Glase
Golm
Gothe
Grünert
Günzel
Hacker
Hamprecht
Haun
Heiland
Henckel
Hennig
Herwig

056+6¸6+10
Gemeinde Stahnsdorf
Gemeinde Großbeeren
Stadt Nauen
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
complan Kommunalberatung GmbH
Stadt Eberswalde
ADAC Berlin-Brandenburg
KJB.Kom Prof. Dr. Klaus J. Beckmann Kommunalforschung, Beratung,
Landkreis Barnim
Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
Bezirksamt Neukölln von Berlin
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Gemeinde Stahnsdorf
Bezirksamt Pankow von Berlin
Industrie- und Handelskammer Berlin
Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Tourismus-Marketing Brandenburg
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Stadt Oranienburg
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Stadt Potsdam
Gemeinsame Landesplanungsabteilung
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
CenterNahverkehrBerlin
Gemeinsame Landesplanungsabteilung
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
complan Kommunalberatung GmbH
Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin
Gemeinde Panketal
Stadt Falkensee
Jahn, Mack & Partner
PROZIV Verkehrs- und Regionalplaner GmbH & Co. KG
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Landkreis Teltow-Fläming
Gemeinde Ahrensfelde
Industrie- und Handelskammer Potsdam
Stadt Königs Wusterhausen
Industrie- und Handelskammer Cottbus
Gemeinsame Landesplanungsabteilung Berlin-Brandenburg, GL
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
PROZIV Verkehrs- und Regionalplaner GmbH & Co. KG
Auto Club Europa (ACE)
Deutsche Bahn
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
IPG Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Jahn, Mack & Partner
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

31

Teilnehmerliste
Gesamtverzeichnis
$/(
Marcel
Ingo
Sylvia
Rainer
Detlef
Matthias
Elke
Christian
Ines
Susanne
Catrin
Andreas
Sabine
Jens-Holger
Lutz
Dr. Uwe
Karsten
Andreas
Isabel
Wilfried
Jens
Daniel
Dr. Florian
Antje
Michael
Claudia
Ansgar
Annekathrin
Hans-Werner
Martin
Katrin
Stefanie
Gerlinde
Uwe
Steffen
Axel
Christiane
Janina
Sabine
Ralf
Egbert
Jan
Guido
Bodo
Christian
Jutta
Detlef
Gabriele
Hans-Peter

32

Herzog
Hildebrand
Hirschfeld
Hölmer
Höppe
Horth
Hube
Huber
Hübner
Jahn
Jenichen
Johnke
Kern
Kirchner
Klauber
Klett
Knobbe
Knop
Köhne
Kolb
Krause
Krüger
Krummheuer
Kuhl
Künzel
Kurtz
Kuschel
Kuß
Labitzky
Lambert
Lange
Ludwig
Mack
Madel
Materne
Mauruszat
Meyer
Meyer-Klepsch
Mücke
Neumann
Neumann
Nickelsen
Noack
Oehme
Ostendorf
Pauluhn
Pfefferkorn
Pfeil
Pohl

056+6¸6+10
Stadt Fürstenwalde
Gemeinde Blankenfelde-Mahlow
Stadt Bernau bei Berlin
Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Bezirksamt Spandau
Deutsche Bahn
Stadt Velten
Jahn, Mack & Partner
Landkreis Barnim
Bezirksamt Pankow von Berlin
Gemeinde Dallgow-Döberitz
Bezirksamt Pankow von Berlin
Regionale Planungsgemeinschaft Havelland-Fläming
Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf
Gemeinde Hoppegarten
Gemeinde Ahrensfelde
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Stadt Wildau
Industrie- und Handelskammer Cottbus
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Deutsche Bahn
Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Gemeinde Petershagen/ Eggersdorf
Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel
Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg
Gemeinde Mühlenbecker Land
Bezirksamt Reinickendorf von Berlin
Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes
Jahn, Mack & Partner
Jahn, Mack & Partner
Journalist, RBB
Stadt Oranienburg
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)
Landkreis Barnim
Gemeinde Neuenhagen bei Berlin
Bezirksamt Pankow von Berlin
Landkreis Teltow-Fläming
Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung des Landes
Landkreis Havelland
Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg
Gemeinde Schönwalde-Glien
Industrie- und Handelskammer Berlin
Stadt Hennigsdorf
Stadt Potsdam
Bezirksamt Pankow von Berlin
Stadtverordneter Falkensee

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

Teilnehmerliste
Gesamtverzeichnis
$/(
Beate
Dr. Jana
Robert
Stefan
Andreas
Angelica
Jürgen
Wolfgang
Carmen
Jörg
Angela
Lisa
Roland
Prof. Dr. Oliver
Wolfgang
Juliane
Sabine
Peter
Anja
Beate
Jutta
Jörg
Siegmund
Christfried
Ralf
Sina
Matthias
Michaela
Niels-Friso
Christian
Lothar
Stephan
Erik
Frank
Berthold
Thomas

Profé
Radant
Radzimanowski
Reinsberg
Retschlag
Röhrs-Teuber
Roß
Rump
Schiene
Schleinitz
Schnabel
Schöne
Schröder
Schwedes
Schwerin
Sgouros
Sperling
Staamann
Stöpel
Szulzewsky
Thieke
Thoma
Trebschuh
Tschepe
Ullrich
Vielberg
von Popowski
Waigand
Weber
Weiße
Wiegand
Wilhelm
Wolfram
Wruck
Zenner
Zylla

056+6¸6+10
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Gemeinde Wandlitz
Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg
Landkreis Oberhavel
Ortsverband der CDU „An der Panke“
Gemeinde Neuenhagen bei Berlin
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
Regionale Planungsgemeinschaft Oderland-Spree
Gemeinde Petershagen/ Eggersdorf
Landkreis Märkisch-Oderland
Gemeinde Hoppegarten
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
LPG Landesweite Planungsgesellschaft mbH
Technische Universität Berlin
Landkreis Dahme-Spreewald
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Gemeinsame Landesplanungsabteilung
Gemeinde Glienicke/Nordbahn
Jahn, Mack & Partner
Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Gemeinde Schönefeld
Landkreis Oder-Spree
Landkreis Teltow-Fläming
Stadt Fürstenwalde
Regionale Planungsgemeinschaft Lausitz-Spreewald
Jahn, Mack & Partner
complan Kommunalberatung GmbH
Stadt Bernau bei Berlin
Landkreis Barnim
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg GmbH
Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Gemeinde Rangsdorf
Stadt Potsdam
Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg
Stadt Velten
Stadt Falkensee

33

34

Da die Themen Verkehrsentwicklung und Siedlungsentwicklung in einem engen Zusammenhang stehen,
soll 2016 die Auseinandersetzung mit den Anforderungen in einer wachsenden Region mit dem Schwerpunkt
Wohnen und soziale Infrastruktur fortgesetzt werden.

Vorträge, konkrete und anregende Beispiele aus dem KNFRaum sowie das Gespräch miteinander sollen ein Beitrag
sein, um den Fragen auf den Grund zu gehen. Verkehrliche Netze bzw. Angebote in den Berliner Bezirken und
Umlandgemeinden sollen geprüft und Probleme benannt
werden. Vor allem stehen Lösungsansätze und eine gemeinsame Agenda der KNF-Mitglieder zur Diskussion.

Die Mitglieder des Kommunalen Nachbarschaftsforums
Berlin-Brandenburg (KNF) beschäftigen sich daher im Rahmen ihrer diesjährigen Jahreskonferenz mit Fragen der
Mobilität. Was bedeutet Wachstum für die Metropolregion
Berlin-Brandenburg, insbesondere für den Verkehr? Was
wurde in den letzten Jahrzehnten erreicht und wie ist die
aktuelle Situation? Mit welchen Anforderungen ist zu rechnen? Welche Strategien und Konzepte werden benötigt?

Öffentliche Verkehrsangebote, der Zustand von Straßen,
das Angebot an Park&Ride oder die Möglichkeiten sich mit
dem Fahrrad fortzubewegen – kurzum: Verkehrliche Mobilität – betreffen uns täglich. In der Hauptstadtregion wurden
diese Netze in den letzten 25 Jahren mit hohen Investitionen ausgebaut und erneuert – aus Sicht anderer Metropolregionen sogar vorbildlich. Die Zunahme der Bevölkerungszahlen und die Realisierung von Wohnraum stellen die
betroffenen Kommunen und Berliner Bezirke über die Grenzen der eigenen Zuständigkeit vor die Herausforderung,
die Organisation der Verkehre sowie die Leistungsfähigkeit
der Verkehrsinfrastruktur in Zusammenarbeit mit anderen
sicherzustellen und weiter zu verbessern. Die Metropolregion Berlin-Brandenburg ist darüber hinaus in transeuropäische Verkehrsnetze eingebunden und muss entsprechende
Anforderungen im eigenen Interesse berücksichtigen. Die
Nutzer verändern durch neue Technologien ihr Verhalten
und sollen ihre Ziele gut und sicher erreichen können. Die
Finanzierung soll planbar sein und nicht zuletzt besteht
der Anspruch Lebensqualität zu verbessern, Emissionen zu
reduzieren und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

- Wohin und wie steuern wir den Verkehr in der
Metropolregion Berlin-Brandenburg?

Mobilität in unserer wachsenden Region
Kommunales Nachbarschaftsforum
Berlin-Brandenburg (KNF)

Senatsverwaltung
für Stadtentwicklung und Umwelt
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Großer Saal (Raum 101)

Veranstaltungsort

Impressum

Geschäftsstelle
des Kommunalen Nachbarschaftsforums
bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt
Abteilung I, Stadt- und Freiraumplanung
Am Köllnischen Park 3
10179 Berlin

Mit dem Auto
Im Bereich des Veranstaltungsortes stehen begrenzt kostenpflichtige Parkplätze zur Verfügung.

Anfahrt
Mit dem ÖPNV
U-Bahnhof Fehrbelliner Platz (U7, U3)
Buslinien 101, 104, 115

Stefan Fritzsche
Tel.: 030 - 85 75 77 27
Fax: 030 - 85 75 77 29
E-Mail: s.fritzsche@jahn-mack.de

Ansprechpartner

Fachliche Vorbereitung, Jahn, Mack & Partner
Organisation,
Alt-Moabit 73
Durchführung und
10555 Berlin
Moderation der Tagung

Veranstalter
267

:(67

Fachtagung der Mitglieder des KNF
am 19.11.2015, 9.00 - 16.00 Uhr

Programm

Jahreskonferenz 2015
des Kommunalen Nachbarschaftsforums

Wohin und wie steuern wir den
Verkehr in der Metropolregion
Berlin-Brandenburg?

Mobilität in unserer
wachsenden Region

$*

$*

$*6h'

$*125'

Programm und Arbeitsgruppenbeschreibung

AG 5 - Leistungsfähigkeit und Zukunft des
Straßenverkehrs in Stadt und Umland

AG 4 - Netzschlüsse im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

AG 3 - Alternativen im Pendlerverkehr

AG 2 - Bahnhof und Reisekomfort

AG 1 - Angebotsgestaltung im Busverkehr an
der Berliner Stadtgrenze

11.00 Uhr Arbeit in Gruppen (siehe Anlage):

10.30 Uhr Kaffeepause

09.45 Uhr Was bedeutet Wachstum für die Metropolregion Berlin-Brandenburg? Wie lange reicht die
vorhandene Verkehrsinfrastruktur aus? Welche
kurzfristigen, mittelfristigen und langfristigen
Strategien und Konzepte werden benötigt?
Herr Prof. Dr. Klaus J. Beckmann

09.15 Uhr Verkehrliche Meilensteine in Berlin und Brandenburg – Was wurde seit 1990 erreicht?
Herr Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr,
Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Brandenburg
Verkehrskonzept 2020/ 2030 – Korridoruntersuchung in Vorbereitung der Fortschreibung
des Landesverkehrsplans Brandenburg
Herr Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr,
Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung
Brandenburg
Transeuropäische Verkehrsnetze und die
Bedeutung für die Metropolregion BerlinBrandenburg
Herr Martin Heiland, Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft mbH

09.00 Uhr Begrüßung
Herr Jens-Holger Kirchner, Bezirksstadtrat Bezirk
Pankow von Berlin und Sprecher des Kommunalen
Nachbarschaftsforums Berlin-Brandenburg

16.00 Uhr Ausklang

Ausblick und Verabschiedung
Herr Jens-Holger Kirchner

Gäste:
• Frau Katrin Lange
Staatssekretärin, Ministerium für Infrastruktur
und Landesplanung Brandenburg
• Herr Christian Gaebler
Staatssekretär für Verkehr und Umwelt, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
Berlin
• Frau Susanne Henckel
Geschäftsführerin Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg
• Herr Prof. Dr. Klaus J. Beckmann
KJB.Kom Prof. Dr. Klaus J. Beckmann Kommunalforschung, Beratung, Moderation und
Kommunikation
• Herr Prof. Dr. Oliver Schwedes
Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung,
Technische Universität Berlin
• Herr Frank Wruck
Vizepräsident, Industrie- und Handelskammer
Ostbrandenburg

Einleitung: Vorstellung von zentralen Thesen
und Forderungen durch die Berichterstatter aus
den Arbeitsgruppen

14.30 Uhr Das KNF im Gespräch: Mehr Mobilität - Wohin
und wie steuern wir den Verkehr in der Metropolregion Berlin-Brandenburg?
Moderation: Herr Uwe Madel, Journalist Rundfunk
Berlin-Brandenburg

14.00 Uhr „Der Weg ist das Ziel. Erfahrungen eines
Mobilitätsendverbrauchers in Berlin und
Brandenburg.“
Humoristische Lesung von Harald Martenstein,
Journalist und Autor

13.00 Uhr Mittagsbuffet

ab 8.30 Uhr

Anmeldung

PROGRAMM

PROGRAMM

AG ____ (1. Wahl)
AG ____ (2. Wahl)

Name
____________________________________________________
Institution
____________________________________________________
E-Mail

_______________________________________________

möchte aber eine/n Vertreter/in vorschlagen:

Name

_______________________________________________

Ich kann leider nicht teilnehmen:

Teilnahme an

Name
____________________________________________________
Institution
____________________________________________________
E-Mail

_______________________________________________

Jahreskonferenz 2015
Kommunales Nachbarschaftsforum
am 19. November 2015

Hiermit melde ich mich an zur

per Fax an 030 - 85 75 77 29.

per Mail an knf@jahn-mack.de oder

Bitte senden Sie Ihre Anmeldung
bis Dienstag, 03. November 2015

ANMELDUNG

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

35

36
Die Metropolregion Berlin-Brandenburg bietet ein
gutes Straßennetz, dennoch gibt es Verbindungen
mit Handlungsbedarf und in der AG 5 Diskussionsbedarf wie und wo Ressourcen sinnvoll eingesetzt
werden, um Verbesserungen herzustellen und den
Bestand instand zu halten. Ein zu bedenkender
Aspekt ist dabei der Wirtschaftsverkehr. Daher wird in
Arbeitsgruppe 5 im Schwerpunkt über Pro und Contra des Ausbaus von Bundes- und Landesstraßen und
Straßenverkehr als Teil von ganzheitlicher Mobilität
gesprochen. Anregung zur Diskussion bieten folgende Beiträge.

Die S-Bahn-und Regionalbahnverbindungen
zwischen Berlin und Brandenburg sind in der
Arbeitsgruppe 4 Diskussionsthema. Überlegungen zu Kosten und die Verlängerung von
S-Bahnverbindungen contra schnelle Angebote
durch Regionalzüge werden die Teilnehmer beschäftigen. Anregungen geben dazu folgende
Beiträge.

Ansprechpartner Stefan Fritzsche
Tel.: 030 - 85 75 77 27
Fax: 030 - 85 75 77 29
E-Mail:
s.fritzsche@jahn-mack.de

Berichterstattung: Herr Christfried Tschepe, Stadt
Fürstenwalde

Moderation: Herr Karsten Knobbe, Bürgermeister
Gemeinde Hoppegarten (AG Ost)

Impressum Geschäftsstelle
des Kommunalen Nachbarschaftsforums
bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt
Abteilung I, Stadt- und Freiraumplanung
Am Köllnischen Park 3
10179 Berlin

Berichterstattung: Herr Jens-Holger Kirchner

Moderation: Herr Martin Lambert, Bezirksstadtrat
Bezirk Reinickendorf von Berlin (AG West)

• Das Beispiel Bundesstraße 2 zwischen Greifswalder
Straße und Kreuz Barnim
Herr Jens-Holger Kirchner, Bezirksstadtrat Bezirk Pankow von Berlin und Sprecher Kommunales Nachbarschaftsforum
• Wirtschaftsverkehr in Berlin und Brandenburg
Herr Christian Ostendorf, Industrie- und Handelskammer Berlin

Leistungsfähigkeit und Zukunft
des Straßenverkehrs in Stadt und Umland

Netzschlüsse im Schienenpersonennahverkehr (SPNV)

• Rahmenbedingungen für die Schließung von
SPNV-Netzlücken
Herr Matthias Horth, Referatsleiter ÖPNV, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin
• Notwendigkeit und Auswirkung von Netzschlüssen am Beispiel der Dresdner Bahn
Herr Stephan Wilhelm, Gemeindevertreter Rangsdorf
• Heidekrautbahn bis Gesundbrunnen - ein Netzschluss mit großen Potenzialen für den Nordraum
Herr Hanns-Werner Labitzky, Fachbereichsleiter
Bauen, Wohnen und Tourismus, Gemeinde Mühlenbecker Land

AG-5

AG-4
267

:(67

Fachtagung der Mitglieder des KNF
am 19.11.2015, 9.00 - 16.00 Uhr

Arbeitsgruppen

Jahreskonferenz 2015
des Kommunalen Nachbarschaftsforums

Wohin und wie steuern wir den
Verkehr in der Metropolregion
Berlin-Brandenburg?

Mobilität in unserer
wachsenden Region

$*

$*

$*6h'

$*125'

Programm und Arbeitsgruppenbeschreibung

Berichterstattung: Herr Dr. Benfer, Landkreis Barnim

Moderation: Herr Ephraim Gothe, war bisher
Referatsleiter, Gemeinsame Landesplanung BerlinBrandenburg

• Ergebnis der Untersuchung zur „ÖPNV-Anbindung
entlang der S-Bahnlinie 5 zwischen Mahlsdorf und
Strausberg“
Herr Dr. Ralf Günzel, PROZIV – Verkehrs- und Regionalplaner
• Bessere Busverbindung im Stadt-Umland-Verkehr:
Das neue Buskonzept Buch-Panketal-Ahrensfelde
Herr Kai Dahme, Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
(VBB); Herr Niels-Friso Weber, Landkreis Barnim
• „flinc“ im Berliner Stadtumland unterwegs? – Online-Plattform zur Zusammenführung von ÖPNVAngebot und privaten Mitfahrgelegenheiten
Herr Dr. Florian Krummheuer, Projektleiter, DB Regio
AG

Moderation: Herr Rainer Hölmer, Bezirksstadtrat
Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin (AG Süd)
Berichterstattung: Herr Jörg Schleinitz, Landkreis
Märkisch-Oderland (AG Ost)

Moderation: Herr Jürgen Roß, Verkehrsverbund
Berlin-Brandenburg (VBB)
Berichterstattung: Herr Ansgar Kuschel, Leiter
Planungsstelle, Regionale Planungsgemeinschaft
Prignitz-Oberhavel (AG West/ Nord)

Die Arbeitsgruppe 3 thematisiert den Pendlerverkehr im KNF-Raum. Probleme und Erfahrungen aus Maßnahmen zur Verbesserung werden
in dieser Arbeitsgruppe mit folgenden Beiträgen diskutiert.

Die Arbeitsgruppe 2 setzt sich mit der Frage, welche Bedingungen müssen Bahnhöfe als Knoten
für verschiedene Mobilitätsangebote/ Verkehre
erfüllen, auseinander.
Erkenntnisse und Erfahrungen aus Maßnahmen
zur Verbesserung werden in dieser Arbeitsgruppe mit folgenden Beiträgen aufgezeigt.

Die Arbeitsgruppe 1 wird sich schwerpunktmäßig
mit der Angebotsverdichtung und -optimierung
der Busverkehre in der ÖPNV-Vernetzung beschäftigen. Im Fokus steht der Kreis-und Länderübergreifende Busverkehr und die Anbindung der
S- und Regionalbahnhöfe durch Busverkehre. Die
AG Teilnehmer bringen Problemstellungen ein,
diskutieren Maßnahmen und tauschen sich über
Kosten- und Finanzierungsquellen aus. Folgende
Beiträge sind geplant.
• Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes in Königs
Wusterhausen
Herr Jörg Glase, Stabsstellenleiter Stadtentwicklung
und Wirtschaftsförderung, Stadt Königs Wusterhausen (AG Süd) und
Herr Jens Krause, Industrie- und Handelskammer
Cottbus
• Zeitgemäßer Service und Mobilitätsangebote am
Bahnhof (u.a. Car-Sharing, E-Mobility)
Herr Dr. Andreas Hamprecht, Leiter Geschäftsentwicklung, DB Station&Service AG

Alternativen im Pendlerverkehr

Bahnhof und Reisekomfort

Angebotsgestaltung im Busverkehr an der
Berliner Stadtgrenze

• Befragung zu Umsteigezeiten zwischen Bahn
und Bus
Herr Christian Weiße, Verkehrsverbund BerlinBrandenburg (VBB)
• P+R - Konzept für das Stadtumland
Herr Jörg Becker, Leiter Verkehr und Technik, ADAC
Berlin-Brandenburg e.V.
• Fahrradparkhaus Bernau
Frau Michaela Waigand, Dezernentin und stellv.
Bürgermeisterin, Stadt Bernau (AG Nord)
• Projekt E-Bike Pendeln in Berlin-Brandenburg
Herr Hermann Blümel, Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Berlin

AG-3

AG-2

AG-1

Jahreskonferenz des Kommunalen Nachbarschaftsforums 2015

37

Kartenmaterial

- Ergebnis der Verkehrsrecherche im Raum des Kommunalen Nachbarschaftsforums Berlin-Brandenburg
- Strukturkarte Verkehrsanbindung im KNF-Raum (Stadt-Umland-Region)
- Europäischer Verkehrsknoten Berlin-Brandenburg
- Berlin und Berliner Umland - Schwarzplan

38
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.