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Full text: Berlinerleben (Rights reserved) Issue2019,1 (Rights reserved)

Ausgabe 1⁄2019 DAS MAGAZIN DER GEWOBAG INNOVATIV SEIT DER GRÜNDERZEIT BALKONIEN So gestalten Sie sich Ihre Wohlfühl-Oase KOCHEN EHRENAMT Rentnerin macht Schulkindern Frühstück Gewobag-Mieter zaubern Gerichte aus aller Welt INHALT 100 JAHRE GEWOBAG AKT U E LLE S 4 Kurznachrichten S C H WE R PUN KT 20 6 100 Jahre Gewobag: Innovatives Wohnen stand immer im Vordergrund 11 Michael Bienert über die Geschichte der Gewobag MIT BE S T IMME N UNTERHALTUNG 12 Mieterrat: Rückblick und Ausblick 24  Kieztermine in Berlin 25 Jugendseite: Trend­sport Bouldern 13 Mieterratswahlen 2019 06 VIER MIETER, VIEL ZU ERZÄHLEN Ali Erdem, Katja Lingelbach und Aurelian Edelmann, Günter Heinatz. 14 Neue Mieterbeiräte gesucht 26  Kinderseite: Wie kommt das Küken ins Ei? S T IF T UN G 27 Rätsel Unser Extra FRÜJAHRSG RÜSSE Wildblumen samen 15 „Abenteuer Oper!“ feiert sein zehnjähriges Bestehen Service-Center – so erreichen Sie uns E N G AG IE R E N Service-Center Fon: 0800 4708-800 (kostenfrei) Mo bis Do 08:00–18:00 Uhr und Fr 08:00–15:00 Uhr E-Mail: service@gewobag.de 16 Gewobag-Mieter kochen 18 Brigitte Heilmeyer bereitet Kindern Schulfrühstück vor Vermietungs-Service E-Mail: vermietung@gewobag.de 20 Frühjahrsputz: Ausmisten, aber richtig 22 Tipps für den Balkon UNSER TITELBILD 100 Jahre Gewobag heißt 100 Jahre modernes Wohnen. Mehr ab S. 6 INTERNATIONALE KÜCHE Gewobag-Mieter kochen Gerichte aus aller Welt. berlinerleben FOTOS: guiskard studio / Harry Schnitger (Titel, S. 2); Konstantin Börner 19 Miete zahlen leicht gemacht FOTOS: Gewobag (1), Fotolia/Tkachuk Oksana; Illustration: Martin Rümmele WO H N E N 16 SPERRMÜLL, ADE! Entrümpeln tut nicht nur der Seele gut – andere freuen sich über Ihre Schätze. Reparatur-Service & Notdienst Mo bis Fr 06:30 bis 20:00 Uhr, im Notfall 24 Stunden. F ür Mieter der Gewobag: Fon: 0800 4708-200 (kostenfrei) Liebe Leserinnen und Leser, schon ein ganzes Jahrhundert lang prägt die Gewobag das Wohnen in Berlin. Ihr Auftrag war dabei immer der­­selbe: Menschen aller Bevölkerungs­s chichten bezahlbare und gute Wohnungen anzubieten. Aber was heißt das konkret? Wie sah gutes Wohnen früher aus – und was heißt es heute? Am 14. Mai 1919 wurde die Heimstätten AG Groß-Berlin (HEIMAG), die heutige Gewobag, gegründet. Im Jubiläumsjahr 2019 werden wir in der berlinerleben immer wieder einen Blick zurückwerfen in die Geschichte des Unternehmens – und nach vorn (ab S. 6). Feiern wollen wir natürlich auch! Deshalb finden Sie in diesem Heft auf S. 5 einen kleinen Blumengruß zum Jubiläum. Wenn Sie möchten, können Sie Ihren Balkon frühlingsfertig machen oder das Fensterbrett erblühen lassen – wie es geht, lesen Sie auf S. 22/23. F ür Mieter der Gewobag WB: Fon: 0800 4708-300 (kostenfrei) F ür Mieter der Gewobag PB: Fon: 0800 4708-400 (kostenfrei) Mehr Infos auf www.gewobag.de Snezana Michaelis Mitglied des Vorstandes berlinerleben Markus Terboven Mitglied des Vorstandes 4 A KTUELLES e t k e j o Pr A K T U E LLE S & Die ganze Auswahl an nur einem Ort n e t i e k g Neui MOBIL UNTERWEGS Aus der Bahn steigen und spontan mit dem Elektro-Roller, Rad oder Carsharing-Auto weiter? Die Gewobag macht das gemeinsam mit der BVG möglich. An verschiedenen Knotenpunkten steht künftig das passende Fahrzeug an soge­nannten Mobili­ tätshubs bereit. Gebucht wird bequem über die neue App „Jelbi“. Die Gewobag stellt dafür die Flächen und errichtet darauf die Hubs. So will das Wohnungsunternehmen seinen Mie­ terInnen einen besonderen Mobilitätsservice direkt vor der eigenen Haustür bieten und die Quartiere noch attraktiver gestalten. An der Gitschiner Straße in Kreuzberg, in unmittelbarer Nähe des U-Bahn­hofs Prinzenstraße, wurde der erste Hub bereits im April eröffnet. Die nächsten Stationen entstehen am U-Bahn­hof Jakob-Kaiser-Platz sowie an der Landsberger Allee/Petersburger Straße. Ein Tausch, der alle glücklich macht BITTE EINZIEHEN! Die Gewobag errichtet 607 Wohneinheiten am nordöstlichen Stadtrand Berlins. „Mein Falkenberg“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der drei Berliner Wohnungsunternehmen Gewobag, GESOBAU und HOWOGE. Nun sind 64 Einfamilienhäuser fertiggestellt, die ersten Mietverträge unterschrieben. Seit Oktober 2016 entsteht nahe dem S-Bahnhof Ahrensfelde eine Siedlung mit rund 1.200 Wohneinhei­ ten: Wohnungen im Geschosswohnungsbau sowie Einfamilienhäuser in drei verschieden­en Größen: mit 82 m², 109 ­m² und 124 m² Wohnfläche. Gut angebunden und direkt am Landschafts­park Gehrensee – ­ideal für Familien. Die nächsten Reihenhäu­ ser mit Garten werden im August vermietet, Ende des Jahres folgen weitere. www.gewobag.de/falkenberg berlinerleben 100 JAHRE GEWOBAG Mit vielfältigen Projekten, Aktionen und Veranstaltungen schafft die Gewobag Raum für Begegnungen und sammelt Ideen für unsere Stadt. Aktuelle Informationen zum Programm des Jubiläumsjahres finden Sie ab Mai unter www.gewobag.de. Ein bunter Blumenstrauß zum Geburtstag DER 100. GEBURTSTAG ist ein Grund für einen bunten Blumenstrauß. In Kooperation mit dem NABU Berlin verschenkt die Gewobag deshalb ein buntes Wildblumen-­Potpourri. Die Samenmischung reicht für ­einen Quadratmeter, ist also ideal für Balkonkästen. „Die Gewobag wollte damit nicht nur für einen schönen Kiez sorgen, sondern auch etwas Wertvolles für die Natur machen“, sagt Dr. Melanie von Orlow, die 2. Vorsit­ zende vom NABU-Berlin. Ziel sollte es sein, etwas für die vom ­Aussterben bedrohten Wildbienen zu tun. Denn herkömmliche Balkonpflanzen sind nutzlos für diese Insekten. Aber die zum Teil mehrjährige Mischung, u. a. mit Schafgarbe, Glockenblume, Kornblume und Margerite, helfe den Insekten zu überleben. Stadtnah im Grünen FOTOS: Fotollia (4), City-Press, City-Press/Florian Pohl – Senatorin Katrin Lompscher (links) und Gewobag-Vorstand Snezana Michaelis (rechts) gratulierten zur neuen Wohnung. NEUBAUPROJEKT FOTOS: Gewobag / CityPress GmbH, Visualisierung: Gewobag ERFOLGREICH UMGEZOGEN Im September 2018 startete das neue digitale Wohnungstauschportal der sechs landes­eigenen Wohnungsbau­ gesellschaften „InBerlinWohnen“. Der erste erfolgreiche Umzug über das Portal erfolgte zwei Monate später: Die Mieter der degewo und eine Mieterin der Gewobag tauschten ihre Wohnungen in Prenzlauer Berg. „Das Wohnungs­ tauschportal ist eine weitere Möglich­keit für unsere MieterInnen, eine passende Wohnung zu finden, wenn sich ihre Lebensverhältnisse ändern“, erklärt Snezana Michaelis, GewobagVorstands­mitglied. Aufgrund des Missverhältnisses zwischen Nachfrage und Angebot habe der Tausch aber nicht den Umfang, der erwünscht wäre, fügt sie hinzu. Doch ein erster Schritt ist getan. „Ich freue mich, wenn wir mit diesem neuen Angebot einen Beitrag zu einer bedarfsgerechteren Verteilung des vorhandenen Wohnraums leisten können“, sagt Senatorin Katrin Lompscher. www.inberlinwohnen.de Im Mai beginnt das Jubiläumsjahr – BVG-Vorstandsmitglied Dr. Henrik Haenecke, Vorstandsmitglied der Gewobag Snezana Michaelis und Staatssekretär für Verkehr Ingmar Streese (v. l. n. r.) eröffnen den Mobilitätshub in der Gitschiner Straße. berlinerleben 5 10 0 JA HR E GEWO B AG 100 JAHRE GEWOBAG SIE FÜLLEN DIE HÄUSER MIT LEBEN Innovatives Wohnen In der 100-jährigen Geschichte der Gewobag stehen die MieterInnen und ihre Bedürfnisse im Vordergrund. Ein Besuch in drei unterschiedlichen Wohnanlagen. D Reichsforschungssiedlung Haselhorst In den Jahren 1930 bis 1935 entsteht zwischen Spandau und Siemensstadt die Großsiedlung Haselhorst. Namhafte Architekten wie Bauhaus-Gründer Walter Gropius, Paul Mebes und Otto Bartning beteiligten sich am Projekt. Der neue Stadtteil hat 3.500 Wohnungen und Versorgungseinrichtungen für über 12.000 ­Menschen. 1935 SEIT wohnt Günter Heinatz in Haselhorst. ie ersten Krokusse schauen bereits aus den Wiesen, Kinder schaukeln auf dem Spielplatz: ein beschaulicher Nach­mit­tag in der Großsiedlung Haselhorst. Günter Heinatz steht auf seinem Balkon. Vom dritten Stock aus hat er einen weiten Blick über die Häuserreihen hinweg bis zum Kraftwerk West. In der Siedlung kennt Günter Heinatz jeden Stein. Seit mehr als 80 Jahren lebt er hier. Als er 1935 auf die Welt kam, wohnten seine Eltern bereits im Burscheider Weg 24B, nur wenige Meter von seiner jetzigen Adresse entfernt. Sie gehörten zu den ersten Mietern der „Reichsforschungs­siedlung Haselhorst“, damals der Inbegriff des modernen Wohnens. In den 20ern erlebte die Hauptstadt des Deutschen Reiches einen Boom: Wohnungsknappheit war die Folge. Die Heimstätten AG Groß-Berlin (­HEIMAG), die heutige Gewobag, die im Jahr 1919 als Tochtergesell­schaft der Gagfah gegründet wurde, hatte einen klaren Auftrag: Es sollten möglichst schnell viele preisgünstige Wohnungen entstehen. Praktisch ausgestattet, in einem lebenswerten Umfeld. Obwohl Martin Gropius den Wett­be­werb gewann, übernahmen die Architekten Paul Mebes, Otto Bartning, Fred Forbát und Paul Emmerich die Planung. Aus seriell hergestellten Bauteilen entstanden unterschiedliche Haustypen. Für die MieterInnen, die oft aus dunklen und feuchten Hinterhofwohnungen nach Haselhorst zogen, waren die kleinen, aber praktikabel eingerichteten Wohnung­en ein Gewinn an Lebensqualität. Viele arbeiteten in den Spandauer Industriebetrieben. Auch Günter Heinatz arbeit­ete ­einige Jahre im Dynamowerk, später bei Schering. Nach der Hochzeit 1957 teilte er sich mit seiner Frau erst ein halbes Zimmer bei den Eltern, dann lebten sie zur Untermiete in der ­Spandauer Altstadt. Als das Ehepaar 1962 den Bescheid für seine Wohnung im Burscheider Weg bekam, wussten beide den Komfort zu schätzen, trotz des begrenzten Raums. „Wir waren ja mit unserem Sohn zu dritt, da musste man auf 42 Quadratmetern erfinderisch sein.“ Als gelernter Maschi­ nenschlosser fiel es ihm nicht schwer, zusätzlichen Platz zu schaffen. Sohn Andreas schlüpfte abends in sein ausklappbares Bett in der Küche. Für seine Frau und sich baute er im Schlafzimmer einfach ein Bett mit Stauraumfächern. berlinerleben 7 8 100 JA HR E GEWO B AG 10 0 JA HR E GEWO B AG – Gründerbauzeit: Französische Balkone, hohe Decken und Flügel­­türen – die Wohnungen wurden von 1992 bis 1994 umfassend saniert. 1984 SEIT wohnt Ali Erdem in der Arndtstraße. FOTOS: S. 6–8 guiskard studio/Harry Schnitger (2), Gewobag, S. 9 mauritius / Juergen Henkelmann, Fotolia, picture alliance / zb E » »Als wir 1984 hier einzogen, waren die Bedingungen noch sehr einfach, wir heizten mit einem Kohleofen.« ALI ERDEM, Mieter Chamissokiez berlinerleben twa 30 Minuten mit der U7 in Rich­tung Osten von Hasel­ horst entfernt liegt der Chamisso­ kiez in Kreuzberg. In der Arndtstraße unweit des Chamissoplatzes wohnt Ali Erdem. Aus dem Osten der Türkei kam er 1979 nach Deutschland, arbeitete erst im Ruhrgebiet, bevor er bei den amerikanischen Alliierten einen Job als Koch in West-Berlin fand. Mit den Jahren zogen seine Frau und die sechs Kinder nach Deutschland, vier von ihnen gingen in Kreuzberg zur Schule. Einige wohnen auch heute noch im Kiez. „Als wir 1984 hier einzogen, waren die Bedingungen noch sehr einfach“, erinnert sich Ali Erdem. „Das Haus war alt, man heizte mit einem Kohleofen, es gab nur kaltes Wasser und die Toilette war auf halber Treppe zur Wohnung und wurde mit dem Nachbarn geteilt. Wir bewohn­ten jeweils eine Ein-Zimmer-Wohnung in der ersten und eine in der zweiten Etage. Das war nicht immer ganz einfach.“ Von 1992 bis 1994 sanierte die Gewobag die Wohnungen umfassend. Die Erdems mussten zwei Jahre lang ausziehen, während Bäder und Heizungen eingebaut, helles Laminat verlegt, die Grundrisse angepasst und die Küche modernisiert wurden. Auch wenn das Treppensteigen dem Rentner einige Mühe macht, lebt er gerne mit seiner Frau in der 70 Qua­ dratmeter großen Drei-Zimmer-Wohnung mit den hohen Decken im Hinterhaus des Gründerzeitbaus. Dort wohnten schon damals ganz unterschiedliche soziale Schichten in einem Haus: in den Vorderhäusern Kauf- oder Ratsleute, hinten Arbeiter und Angestellte. Diese soziale Mischung gibt es bis heute rund um den Chamissoplatz. Mit ihrem Wohnungsangebot setzt sich die Gewobag dafür ein, dass dies so bleibt. berlinerleben Kreuzberger Chamissokiez Hauptsächlich klassische Gründerzeitbauten In den 70er- und 80er-Jahren kam es zu heftigen Konflikten, Häuser wurden besetzt, Straßenkämpfe mit der Polizei brachen aus. Die Gewobag trat als Schlichter auf, kaufte und sanierte insgesamt 1.685 Wohnungen. Die Altmieter konnten bleiben. Im Kinofilm „Berlin Chamissoplatz“ von Rudolf Thome dienten die Konflikte 1980 als Kulisse für eine Liebesstory. 9 10 100 JA HR E GEWO B AG SCHWE R P UN K T 11 2 2019 SEIT gehören Katja Lingelbach und Aurelian Edelmann zu den ersten Mietern und schätzen die Vorzüge einer nagelneuen Wohnung. 1 r Badezimme KOLUMNE Küche Der Traum vom Wohnen auf 38 Quadratmetern – 3.549 m² großes Grundstück 1,5- bis 4-Zimmer­ Wohnungen mit Flächen zwischen 39,33 m² und 126,80 m² – 2015 wurde der Neubau in der Kiefholzstraße fertig: top isoliert, Fußbodenheizung und technisch auf dem neuesten Stand. Freien Zugang zum Grünzug Heidekampgraben (Teil des Berliner Mauerwegs) W berlinerleben A FOTOS: Gewobag (3), ILLUSTRATION: Martin Rümmele Moderne Wohnanlage mit 98 Wohnungen eiter in Richtung Osten in der Kiefholzstraße in Treptow-Köpenick leben Aurelian Edelmann und Katja Lingelbach in einem Haus, das etwa 120 Jahre nach dem Kreuzberger Gründerzeitbau von Ali Erdem entstand. Heute ist es ein lebendiger Kiez, nur wenige Hundert Meter vom ehemaligen Grenzstreifen entfernt. Aurelian Edelmann und Katja Lingelbach gehören zu den ersten Mie­tern des 2015 fertiggestellten Neubaus. „Es war schon ein komisches Gefühl, dass wir die Wohnung vorher lediglich als Musterwohnung im Rohbau ansehen konnten“, sagt Aurelian Edelmann, der Industrie-Design studiert. Die Idee, in einen Neubau zu ziehen, wo alles auf dem neuesten Stand ist, gefiel ihm. Und tatsächlich hat das Leben im ersten nagelneuen Haus, das die Gewobag seit Jahrzehnten realisiert hat, seine Vorteile: Die Fußbodenheizung unterm Echtholzparkett kommt kaum zum Einsatz. „Im ersten Winter mussten wir nicht heizen und später auch nur minimal, so gut ist das Haus isoliert“, sagt Katja Lingelbach. Die Projektmanagerin bei einem Berliner Industrieunternehmen findet vieles richtig praktisch: Tiefgarage, Fahrradkeller, Stellplätze vor dem Haus und die großen Fenster lassen sich durch eine elektrische Jalousie verschatten. Die offene Wohnküche mit Balkon finden beide zwar zeitgemäß, wenn Freunde da sind, sie bringt aber auch Nachteile mit sich. „Wir haben nur das Schlafzimmer, sonst gibt es recht wenig Raum, um uns zurückzuziehen“, sagt Aurelian Edelmann. Das Paar möchte sich gerne vergrößern. In ihrem Kiez und bei der Gewobag haben sie sich so gut eingelebt, dass für sie nur eine Wohnung in ihrem Haus infrage kommt. FOTOS: guiskard studio/Harry Schnitger, Gewobag Kiefholzstraße 403 – 404 A ngefangen hat alles mit dem Traum vom eigenen Häuschen im Grünen: Im Steglitzer Heimstättenweg stehen zweigeschossige Reihenhäuser mit kleinen Gärten, vor 100 Jahren geplant und gebaut von der Gewobag, die seinerzeit unter dem Namen Heimstätten AG Groß-­Berlin (HEIMAG) gegründet wurde. Die Initiative ging von An­gestelltenverbänden aus, deren ­Mitglieder nicht länger in dunklen, überfüllten Miets­kasernen hausen wollten, sondern lieber in hellen und geräumigen Eigenheimen. Das war damals für die Mittel­schicht unbezahlbar und so baute die HEIMAG in Steglitz rund 100 solcher Angestelltenwohnungen in Serie. Für einfache Arbeiter waren diese Häuschen jedoch immer zu teuer. Darauf reagierte die Gewobag mit dem Bau von Großsiedlungen in Zeilenbauweise: Von 1930 bis 1934 errichtete sie in Spandau und Hohenschönhausen über 4.000 Kleinstwohnungen für Geringverdiener. Eine Wohnküche mit einer Kochnische, ein Schlafraum, ein Minibadezimmer und Flur waren auf 37 Quadratmetern für ein Paar vorgesehen. Für eine vierköpfige Familie wurden 45 Quadratmeter mit einem weiteren Zimmer geplant. Manchmal gehörte ein Balkon dazu. Der Kohleofen in der Kochnische diente zugleich als Herd. Immerhin gab es schon elektrisches Licht. Ab Mitte der 1930er-Jahre stattete die Gewobag Wohnungen mit Elektro- statt mit Gasherden aus. Kohleöfen gehörten jedoch auch nach dem Krieg noch viele Jahre zur Grund­ ausstattung. Erst allmählich wurden sie durch umweltfreundlichere Zentralhei­zungen oder Fernwärme ersetzt. Modern zu wohnen, darüber gab es in den einzelnen Dekaden unterschiedliche Vor­stellungen. In den neu gebauten Hochhäu­ sern der 1970er-Jahre etwa waren Perso­nen­aufzüge, Müllschlucker und Balkone mit Fernblick das Nonplus­ ultra. Und natürlich Einbauküchen und Badezimmer mit Dusche. Heute geht es vor allem um mehr Vielfalt und mehr Platz. Wohnquartiere wie die geplante „WATERKANT Berlin“ in Spandau sehen Raum für unterschiedliche Lebensentwürfe vor: Vom kleinen Single-Appartement bis zur geräumigen Familienwohnung. Überwiegend sind die Wohnung­en barrierefrei zugänglich. Man sieht, die Gewobag hat in den 100 Jahren ihrer Geschichte das Bauen immer wieder neu erfunden. Michael Bienert DER BUCHAUTOR UND JOURNALIST ist begeisterter Kulturhistoriker. Insbesondere die Siedlungsgeschichte der Stadt hat es ihm angetan. www.text-der-stadt.de berlinerleben 1  Damals modern: Waschküche in Haselhorst. 2  Ein Badeofen sorgte für Warmwasser, heute kommt die Energie aus modernen Blockheizkraftwerken. 3  In den 30er-Jahren diente der Kohle­ofen in der Küche zugleich als Herd. 3 12 Für den Inhalt dieser zwei Artikel verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Mieterrat der Gewobag. RÜCKBLICK & AUSBLICK Neues vom amtierenden Mieterrat Überarbeitung der Wahlordnung für Mieterbeiräte (MBR); Beschluss dazu, dass es keine zeitliche Begrenzung mehr bei Wiederwahlen gibt 2017  ieterInnen können sich M auch für Kieze ohne MBR starkmachen 2018  nsere Agenda-Entwicklung: U 11 Themenpunkte des Mieterrats (MR) als Grund­­lage zur Zusammenarbeit mit den MBR  orkshops, Seminare mit W und in Unterstützung der Gewobag haben keine Einschränkungen mehr hinsichtlich der Teilnehmer­zahlen, damit verbunden gibt es bereits deutlich eine stärkere Vernetzung von MR–MBR  flicht von Mieterversamm­ P lun­gen seitens der Gewobag vor größeren Sanierungsund Modernisierunsmaß­ nahmen, sozialverträgliche Einzelfall­­regelungen bei umlage­fähigen Kosten  inweise und Verbesserungs­ H vorschläge beim Re­pa­ratur­­service Fletwerk, dem Hausservice Fa. 3 B/B&O und Service-Center wurden angenommen und sind in der Umsetzung  eue NachbarschaftsN konzepte für die Kiezstuben  orantreiben der ­neuen V Bedingungen bei Woh­nungstausch und -wechsel I nitialisierung zukünftig neuer Bedin­g­­ungen für ­Kabelanbieter für die gesamte Mieterschaft  erstärkter Einbezug der V Streubestände möglich  Stärkere Beteiligung des MR an der Investitions­ planung ab 2019  eteiligung des MR bei B der Wohnraumversorgung Berlin AöR (WVB) an der Änderung der Muster­ satzung und Musterwahl­ ordnung für die MR, bei der Gewobag erfolgte bereits die Umsetzung – Ansässige Mieterbeiräte entscheiden auch am Mehringplatz mit.  eiterentwicklung der W Mietermitbestimmung in Kooperation mit der WVB Streubestand – Der Weg in die Gewobag-Familie  der Gewobag hat MR ­bereits eine Vorreiterrolle gegenüber den anderen 5 MR der Landeseigenen Vorschläge des Mieter­rates an die Gewobag  Umfangreiche Beteiligung des MR an Planungsvorhaben der Gewobag schon in der Planungsphase erwünscht für Vorhaben, die MieterInnen direkt betreffen  ußerdem soll von der Gewobag eine Stra­ A tegie zur Deckelung BEKO erstellt werden (z. B. siehe Kabelzwang in Mietvertrag, weitere Einspa­rungen durch Erbringung von Dienstleistungen zusammen mit anderen LWU etc.), um die Steigerung der Mietkosten zu begrenzen  Qualität der Serviceleistungen Reparatur soll weiterhin verbessert werden (durch Gewobag scheinbar unzureichende Kontrolle der erbrachten Leistungen der Subunternehmen, siehe etwa langer Ausfall von Heizungskesseln für Hunderte von Wohnungen im Winter 2018/19; Ausfall des Außen-Treppenlifts im Hüttenroder Weg, bedingt durch lange Lieferzeiten für Ersatzteile)  Auch Serviceleistungen wie Gartenpflege (z. B. zu starke Beschneidung von Grün) und Hausreinigung (z. B. ungenügende Reinigung) werden immer wieder von einigen Mieter­ Innen beanstandet, da teilweise nicht ordentlich ausgeführt, Gründung des Technischen Qua­litätsmanagement (TQM) ist wichtiger Schritt und diese Qualitätskontrolle muss unbedingt ausgebaut werden  entral ist außerdem, den MieterInnen RückZ meldungen über den Stand der Reparatur zu geben, (z. B. direkt bei Anruf bei Reparatur­ dienst darauf hinweisen, wie lange die Reparatur längstens dauern darf, und durch Aushang – falls es das ganze Haus betrifft –, sodass die MieterInnen wissen, dass der Fall bearbeitet wird, und einschätzen können, wann die Reparatur fertig ist  Häusern in sozialen Brennpunkten mit z. B. In Vandalismusproblemen ist unbedingt eine ganzheitliche Strategie mit Polizei, Streetworkern, MieterInnen gewünscht und weitere konkrete Maßnahmen (z. B. Objektbestreifung) sollten erwogen werden  epräsentanz des Streubestandes der R ­Gewobag in Vertretungsgremien der MieterInnen unbefriedigend geregelt (z. B. teilweise sehr weite Wege zu den jeweiligen Quartiersbüros), klare Regel­­ung gewünscht, an welche Vertretung sich gewandt werden kann  Bezug auf die Kommunikation mit Mieter­ In Innen wird gewünscht, dass der MR im Kundenmagazin ohne Themenbe­schränkung berichten kann  egelmäßige Abstimmungen bzw. VorstelR lungen der Investitionsplanungen mit dem Vorstand erweitern, besser 2- bis 4-mal pro Jahr gewünscht  Autor: Klemens Witte berlinerleben Die Sprechstunden für die MieterInnen werden auch nach der Neuwahl des Mieterrats im Februar 2019 fortgeführt 08.05.2019: 19–20.30 Uhr Café 157, John-Schehr-Straße 157, 10407 Berlin 12.06.2019: 19–20.30 Uhr Kiezstube Steinmetzstraße, Steinmetzstraße 22, 10783 Berlin  eitere Informationen unter W www.mieterrat-gewobag.de FOTOS: Corbis / W2 Photography (li.), Jan Ahrenberg (re.)  ommunikationsfluss von Gewobag zu K den MieterInnen und dem MR verbes­se­ r­­­ungswürdig, teilweise werden Mieter­ Innen und MR zu kurzfristig informiert (z. B. Sanierung im Haus u. a. von einem MRMitglied oder Mitbestimmung bei Besetzung Kiezstuben) IHRE STIMME ZÄHLT Mieterratswahlen 2019 Rückblick auf unsere Amtszeit 2016 bis 2019 2016 M I T B E ST I M M E N Der Gewobag gehören im westlichen Teil Berlins große Bestände, wie z. B. der Mehringplatz, Haselhorst und vieles mehr. Dort gilt bereits die demokratische Mitsprache und Organisation mittels der ansässigen Mieterbeiräte. Es sind derzeit 17 Mieterbeiräte in den Wohnungsbeständen der Gewobag über demokratische Wahlen installiert worden. Dies gilt nicht für Wohnhäuser und deren MieterInnen, die sich nicht als Siedlungen der Gewobag bezeichnen dürfen, sich im Einzelbesitz der Gewobag befinden. Sie sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt und werden in der Verwaltungssprache als „Streubestand“ bezeichnet. Bis heute gibt es dort allerdings keine Mieterbeiräte. Dank des persönlichen Engagements des Mieterrats beginnt jetzt die Entwicklung einer planmä­ßigen Zusammenarbeit zwischen Gewobag MB, Mieterrat und dem Vertreter zumindest eines Streubestandes derzeit probeweise in Steglitz-Süd. Die dort wohnenden Mieter sind an der Etablierung eines Mieterbeirats sehr interessiert und bedankten sich beim Mieterrat für sein offenes Ohr und sein EngageAutorin: Heike Strehlau ment.  Am 22. und 23. Februar 2019 zählten ehrenamt­ liche Helfer unter Vorsitz der beiden Wahlleiter Elmar Michalczyk und Wolfgang Doß die Wahlzettel aus. Mit 6.240 abgegebenen Stimmen entspricht die Wahlbeteiligung 11,06 Prozent. Das endgültige Ergebnis der Gewobag-Mieterratswahl steht nun fest. Am 12. März 2019 fand die konstituierende Sitzung des neuen Mieterrats statt. www.gewobag.de/mieterratswahl 1 So haben Sie gewählt 1  Im 2  Alexandra 3  Künftig 4  Im 5  Zur Wahlbezirk 1 bilden Martin Hoffmann und Klemens Witte den Mieterrat. Engel und Gerhard Bormann konnten im Wahlbezirk 2 die meisten Stimmen für sich gewinnen. wird Bernd Heßlein neuer Mieterrat im Wahlbezirk 3. Wahlbezirk 4 wurde Roland Knödler wieder­ gewählt. Ihm zur Seite steht Brigitte Meyer, lang­jährige Mieterbeirätin und nunmehr auch zur stellv. Vorsitzenden des MR bestimmt. Vorsitzenden des neuen Mieterrats wurde Heike Strehlau gewählt, die zusammen mit Peter Weber den Wahlbezirk 5 gewinnen konnte. berlinerleben 13 Die Wahl ST I F T UN G WO WIRD 2019 GEWÄHLT? Am Mühlenberg, Georg-Ramin-Siedlung, Heerstraße/ Maulbeerallee, Klausenerplatz, Kniprodestraße/ Danziger Straße, Bülowstraße Ost (ehemals Steinmetzkiez), Wohnpark Mariendorf, Haselhorst – Zum Projektabschluss besuchen Jung und Alt eine Aufführung in der Komischen Oper Berlin. WIE KANDIDIERE ICH? Kandidieren für das jeweilige Quartier können alle MieterInnen, die seit mindestens sechs Monaten einen Mietvertrag haben, nicht aber GewerbemieterInnen. Füllen Sie den Bogen aus, den Sie bis Ende Mai erhalten. Noch ein Foto dazu – und bis zum 14. Juni (Eingangsstempel) an die Mieterberatung schicken! 10 Jahre Musik, Spaß und Abenteuer MIETERBEIRAT Acht Mal engagiert für den Kiez WIE WÄHLT MAN? Im Anschluss erhält jeder Haushalt (auch GewerbemieterInnen) eine Broschüre mit den KandidatInnen eines Quartiers sowie einen Stimm­ zettel: Gewählt wird bis zum 13. September (Eingang) per Briefwahl. Beim Projekt „Abenteuer Oper!“ entdecken Kinder und SeniorInnen die Welt der Oper. – Auf gute Nachbarschaft! Gemeinsame Projekte verbinden die Menschen. Nachbarschaft gestalten mit eigenem Budget „Grundsätzlich geht es darum, die Interessen der MieterInnen gegenüber der Gewobag zu vertreten und ein offenes Ohr für die Anliegen der Nachbar­Innen zu haben“, erklärt Anna Regine Müller, welche die Projektleitung bei den diesjährigen Mieterbeiratswahlen innehat. „Darüber ­ hinaus sind die Mieterbeiräte aber auch dazu eingeladen, ihre Quartiere mitzugestalten – etwa durch Feste, Versammlungen oder gemeinsame Pflanzaktionen.“ Jeder Mieterbeirat verfügt über ein eigenes Budget, mit dem er eigene Schwerpunkte in der Quartiersarbeit setzen kann. „Und natürlich steht ihnen eine feste Ansprechperson seitens der Gewobag zur Seite, mit der sie sich abstim- berlinerleben men und die sie bei ihren Aufgaben unterstützt“, sagt Anna Regine Müller. Besser informiert über das Quartier Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen und hängt auch davon ab, wie stark man sich einbringen möchte: „Zu den festen Terminen gehört lediglich eine Mietersprechstunde pro Monat und ein Treffen für die Koordinierung mit der Gewobag.“ In den Sprechstunden haben die MieterInnen die Gelegenheit, ihre Wünsche und Anliegen vorzutragen. Je nachdem, ob es um übergeordnete Themen für das Quartier oder um einen Einzelfall geht, trägt der Mieterbeirat die Themen dann an die Mieterberatung der Gewobag heran oder gibt Tipps zum weiteren Vorgehen – das kann zum Beispiel der Kontakt zur zuständigen Kundenbetreuung oder HausverwalterIn sein. „Bei Schulungen und Informationsveranstaltungen erhalten die Mieterbeiräte auch tiefere Einblicke in das Unternehmen und in die Entwicklungen im Quartier“, sagt Anna Regine Müller. Vorkenntnisse braucht man also nicht. Dafür Lust am Gestalten – und auf eine gute Nachbarschaft.  Mehr Infos unter www.gewobag.de/mieterbeirat FOTOS: Aurelio Schrey M it der Europawahl, vier Landtags- und diversen Kommunalwahlen gilt 2019 bereits jetzt als Superwahljahr. Und auch bei der Gewobag stehen zahlreiche Wahlen an: Gleich acht neue Mieter­ beiräte sollen bis zum Herbst die Geschicke in ihrem Quartier übernehmen. Doch welche Möglichkeiten bietet dieses Ehrenamt überhaupt, und welche Aufgaben kommen auf die neuen VertreterInnen zu? P eter Pan“, „Das Gespenst von Canterville“ oder „Die Schneekö­ ni­gin“. Die Titel der Inszenierungen wechseln, aber der Auftrag von „Abenteuer Oper!“ bleibt gleich: die Oper in den Kiez bringen – und umgekehrt. Nun feiert das Projekt der Stiftung Berliner Leben seinen zehnten Geburtstag. FOTO: Aurelio Schrey Verantwortung übernehmen, Quartiere mitgestalten – welche Aufgaben hat der Mieterbeirat überhaupt? Die Welt der Oper entdecken Workshops lassen Kinder und Jugend­ liche die Welt der Oper für sich entdecken, zu der sie sonst kaum Zugang haben. Angefangen hat „Abenteuer Oper!“ mit SchülerInnen der vierten Klasse der Otto-Wels-Grundschule in Berlin-Kreuzberg. 98 Prozent von ihnen kommen aus Familien, in denen kein Deutsch gesprochen wird. Seit 2013 wurde „Abenteuer Oper!“ erweitert: Mit der Askanier-Grundschule in Berlin-Spandau ist eine weitere Partner­ schule hinzugekommen. Zusammen mit den Kindern entwickelt die Komische Oper Berlin Szenen der aktuellen Kinderoper in den Schulen. SeniorInnen aus umliegenden Einrichtungen beteiligen sich am Projekt. Sie unterstützen die Kinder: Sie fertigen gemeinsam Kostüme an, übernehmen »Wir möchten mehr Kinder – und ihre Familien – über einen längeren Zeitraum begleiten.« DR. HANS-MICHAEL BREY, Vorstandsvorsitzender Stiftung Berliner Leben kleinere Rollen und fungieren als Testpublikum bei den Proben. Die Projektwoche schließt mit einer Schulaufführung für die Eltern und Geschwister ab. „Der Stolz am Ende der eigenen Auf­führung stärkt das Selbstbewusstsein der SeniorInnen und der Kinder “, sagt die Musikpädagogin Anne-Kathrin Ostrop. Seit 2009 haben 1.224 Kinder, Jugend­liche und ältere Menschen gesun­­gen, geschauspielert und musiziert, Kostüme genäht und Kulissen umgebaut. Sie haben staunend einer Aufführung der Komischen Oper beigewohnt, dort den Orchestergraben erkundet und Theaterberufe kennengelernt. „‚Abenteuer Oper!‘ verbindet Jung und Alt genauso wie Familien mit verschie- berlinerleben – Junge Talente proben für ihre Aufführung an der Schule. denen kulturellen Hintergründen“, sagt Dr. Hans-Michael Brey, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Berliner Leben. „Wir überlegen, wie wir die Arbeit des Projektes verstetigen und ausweiten können. Wir möchten mehr Kinder – und ihre Familien – über einen längeren Zeitraum begleiten.“ Die Kooperation mit der Komischen Oper Berlin ist ein großer Erfolg, weil die vermeintlich abgehobene Kunstform Oper wieder zu dem wird, was sie ursprünglich war: nämlich Unterhaltung für alle. Sie weckt vor allem kreative Potenziale und bringt die Generationen zusammen.      Die Broschüre finden Sie unter www.stiftung-berlinerleben.de/projekte/abenteueroper/ – Die Projektbroschüre berichtet ausführlich über Protagonisten und die Hinter­ gründe und gewährt span­nende Einblicke. 15 ENG AGEMENT E N G AGE M E N T – Gemeinsames Essen auf dem Emstaler Platz. 17 Fabiola Haskour kocht Itsch aus Armenien Seit drei Jahren wohnt die 6 ­ 3-Jährige aus Syrien mit ihrem Mann in den ­Gewobag-Häusern in Tegel-Süd. Kochen ist ihre große Leidenschaft. ­Gelernt hat sie es von ihrer Mutter, die aus Armenien stammt. Oft ist sie bei den Koch-Runden in der Kiezstube dabei und freut sich über die bunt gemischte Gemeinschaft. „Itsch ist ein sehr einfaches, vegetarisches Alltagsgericht, das es bei uns vor allem freitags gibt, weil wir da kein Fleisch essen“, sagt sie. Aber sie liebt auch kompliziertere Gerichte wie gefüllte Weinblätter mit einer sauren Traubensoße und Lammfleisch obendrauf. Kochen Sie mit! E aus REZEPT elt aller W – Fabiola Haskour, 63 Jahre, stammt aus Syrien. Gewobag-Mieter kochen international Zutaten    Saft von 2–3 Zitronen    1 Bund Petersilie Zwiebeln, Frühlings­ zwiebeln und Petersilie hacken. Öl in einer großen Pfanne erhitzen und darin die Zwiebeln anschwitzen.    1 Bund Frühlingszwiebeln    500 g Tomatenmark    1 EL Paprikapaste    2 Zwiebeln Aus aller Welt kommen die Gerichte, die die Gewobag-    1/4 Tasse Granatapfelsirup MieterInnen gemeinsam kochen und essen. 1 2    1 TL Paprikapulver    500 g Bulgur I n Tegel-Süd gibt es das Patenschafts­pro­jekt „Miteinander im Kiez“. Seit Dezember 2017 gehören auch regelmäßige Kochevents wie „Gewobag-Mie­ter kochen“ dazu. Menschen, die Freude am Kochen haben, Männer wie Frauen, bereiten einmal im Monat Lieblingsgerichte aus ihrer Heimat zu. Bis zu 50 Personen nehmen an der großen Schlemmer-Aktion in der Kiezstube Tegel-Süd teil. Im Juli 2018 luden die Gewobag und der Humanistische Verband Deutschlands die AnwohnerInnen auf dem Ems­taler Platz zur „Langen Tafel der Nachbarschaft“ ein. Ein beson­ deres Erlebnis! Bei ausgelassener Stimmung präsentierten die Köche ihre Künste. Die Gäste freuten sich über die bunte Vielfalt mit sieben Gerichten.    Olivenöl Alle waren sich einig: Das machen wir bald wieder! Seitdem wurde öfter auch draußen gemeinsam gegessen. Aufgrund des positiven Zu­spruchs wird es bald ein Kochbuch geben, in dem un­ter anderem Fabiola Haskour ihr Lieblingsrezept vorstellt. berlinerleben Nach und nach Tomatenmark und Paprikamark dazugeben, mit Salz und Kreuzkümmel würzen. Eine Weile köcheln lassen und dann Wasser und Bulgur dazugeben, mit Zitrone säuern und auf kleiner Hitze garen, bis alles Wasser aufgesogen ist.    Kreuzkümmel    Salz Mitmachen! Jeden ersten Montag im Monat wird ab 16 Uhr in der Kiezstube gemeinsam gekocht. Interessierte sind herzlich eingeladen! Sie haben Lust, Ihr Lieblingsrezept in der berlinerleben vorzustellen? Schreiben Sie uns an: berlinerleben@gewobag.de FOTOS: Konstantin Börner 16 Alles ein wenig abkühlen lassen, mit dem Sirup und den fein gehackten Kräutern vermengen, eventuell nachwürzen. Auf einer großen Platte anrichten, mit Petersilie und Frühlingszwiebeln bestreuen, servieren. Das Gericht kann auch kalt gegessen werden. Dazu passen salziger Kräuterjoghurt oder Buttermilch. 3 Das veg etar Gericht ische wird traditio nell freit ags gegesse n. berlinerleben E NG AGEMENT WO HN E N 2 AUS DEM SERVICE-CENTER Miete zahlen leicht gemacht »Etwas Hektik mag ich gerne« Brigitte Heilmeyer bereitet seit fünf Jahren Schulfrühstück für Kinder vor. Hier erzählt sie, warum ihr die ehrenamtliche Arbeit Spaß macht. Es ist Rückzugsort und Familientreffpunkt zugleich, ein Ort, der Geborgenheit vermittelt und der nach dem eigenen Geschmack eingerichtet ist: das Zuhause! Wer allerdings nicht zu den Eigenheimbesitzern gehört, kommt um eine Sache nicht herum – Mietzahlungen. Die Miete ist im Mietvertrag festgeschrieben und muss monatlich im Voraus an den Vermieter, also an die Gewobag, gezahlt werden. Nach der gesetzlichen Regelung wird das Geld zum 1. eines Monats fällig und muss spätestens bis zum dritten Werktag im Monat auf dem Konto des Vermieters eingehen. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die hier aufgelistet sind. Ehrenamt ENGAGIE RTE MIE TER Brigitte H eilmeyer E 1 Brigitte Heilmeyer LEBT SEIT 2016 im Seniorenwohnhaus „Wohn!Aktiv“ für Menschen über 60 Jahre. Dort engagiert sich die 70-Jährige für ein besseres Miteinander unter den Bewohnerinnen und Bewohnern. berlinerleben Ehrenamtliche helfen in Schulen Mein Einsatz in der Frühschicht dauert von 6.30 Uhr bis 9 Uhr. Um 8.30 Uhr kommt eine weitere Kraft dazu, die bereitet dann alles für die Pause vor, in der es noch einmal Frühstück gibt. Unterstützt wird das Schulfrühstück übrigens von der Initiative Brotzeit e. V. Der Discounter Lidl spendet die Lebensmittel dafür. Mehr als 200 Schulen in zehn Förderregionen kommt dieses Engagement zugute. Ehrenamtliche helfen vor Ort, ohne die ginge es nicht. Ich bin jetzt 70, aber noch ziemlich fit und mache diese Arbeit gerne, zumal ich keine eigenen Enkelkin­ der habe. Wenn ich die leuchtenden Augen sehe, dann freut mich das immer sehr. Unkomplizierte SEPA-Lastschrift Hierbei bucht die Gewobag das Geld selbstständig und kos­ten­ los vom Konto des Mie­ters ab. MieterInnen müssen nur einmal seine Erlaubnis dafür erteilen. Änderungen in der Miet­höhe oder Guthaben werden auto­ ma­tisch von der Gewobag be­rücksichtigt. MieterInnen können der Abbuchung acht Wochen lang wider­sprechen. 3 4 5 FOTOS: Fotolia, ICONS: Raufeld Medien / Lisa von Klitzing s macht mich traurig zu sehen, wie viele Kinder morgens ohne Frühstück aus dem Haus gehen müssen. Dabei trifft es nicht nur arme Kinder. Oft kümmern sich die Eltern nicht darum. Es gibt Kin­ der, die stehen schon um 7 Uhr in der Früh vor der Hermann-SchulzGrundschule hier in Reinickendorf und warten auf das Frühstück. Ich kenne die Schule, meine Tochter ist dort früher auch zur Schule gegangen. Seit mehr als fünf Jahren bereite ich das Frühstück vor. Drei bis vier Mal die Woche decke ich dort die Tische, koche Tee und stelle die Teller auf. Ich bringe Butter, Brot, Wurst, Käse, es gibt aber auch Milch und Müsli. Etwa 70 bis 80 Kinder lassen sich das Frühstück morgens schmecken. In der großen Pause kommen noch einmal 30 bis 40 Kinder, denen zu Hause niemand ein Pausenbrot bereitet hat. Ich arbeite im Laufschritt – aber das macht mir nichts aus, ein bisschen Hektik mag ich sogar ganz gerne. Bis zur Pensionierung habe ich in einer großen Versicherung gearbeitet, der Arbeitsalltag dort war auch stressig. FOTOS: guiskard studio / Lena Ganssmann 18 berlinerleben Pünktlicher Dauerauftrag MieterInnen beauftragen ihre Bank, monatlich einen festen Betrag zu überweisen. Vorteil: Der Termin steht fest und wird eingehalten. Nachteil: Änderungen in der Höhe oder die Beendigung der Zahlungen müssen MieterInnen selbst veranlassen. Ob bei dieser Methode Kosten anfallen, hängt vom Geldinstitut des Mieters ab. Umständliche Einzelüberweisung MieterInnen müssen jeden Monat eine separate Überweisung vorneh­men. Da kann leicht mal ein Termin verschwitzt werden, beispielsweise weil man krank ist. Dafür kann die Höhe der Mietsumme aber jederzeit problemlos angepasst werden. Auch hier häng­en mögliche Kosten vom Geldinstitut des Mieters ab. Zeitaufwändig mit EC-Karte Für MieterInnen, die mit einer Überweisung gar nicht klarkommen, bietet die Gewobag auch die Zahlung mit der EC-Karte an. Sie müssen dafür aller­dings ins Quartierbüro gehen, was nur während der Sprechzeiten möglich ist. Das heißt, man ist termingebunden und hat zudem einen hohen zeitlichen Aufwand. Nicht akzeptiert: Barzahlung Bar bezahlen ist gar nicht möglich. Der Hauptgrund dafür ist, dass die Sicherheit der ­Gewobag-MitarbeiterInnen nicht gewährleistet werden könnte wegen der Mengen an Bargeld, die es zu bewachen gilt. Außerdem stünde der Aufwand nicht im Verhältnis zu den Einnahmen. 19 21 WO HNEN Frühjahrsputz Ausmisten, aber richtig Wer sich einmal jährlich von Ballast trennt, sorgt damit zugleich für mehr Platz im Kopf. D er Frühling steht vor der Tür – jetzt halten wieder Licht und Luft Einzug in die Wohnung und in so manchem keimt der Wunsch nach Ordnung und Leichtigkeit. Nicht alles wegschmeißen Wenn der vollgestopfte Kleiderschrank, die unübersichtliche Vorratskammer und die alte Schrankwand den Frühjahrsputz erschweren, hilft nur eines: endlich ausmisten! Entrümpelungsaktionen bringen nicht nur Ordnung in die Wohnung, sondern befreien auch Kopf und Seele von überflüssigem Ballast. Wer einmal jährlich Inventur macht, weiß außerdem besser, was er wirklich nutzt und braucht, und kann damit auch bess­ere Kaufentscheidungen treffen – das verhindert unnötigen Müll und beugt dem Frust der vollgestopften Ecken und Winkel vor. Apropos Müll: Natürlich müssen Sie nicht alles wegwerfen, was Sie aussortieren! Ökologisch und sozial sinn- voller ist es, gut erhaltene Möbel, Gegenstände und Kleidung zu verkaufen oder zu verschenken. Dazu gehen Sie am besten mit System vor. Ausmisten macht nämlich Spaß, wenn man es richtig angeht: Sortieren Sie nicht zwischen Tür und Angel, sondern nehmen Sie sich ausgiebig Zeit. Arbeiten Sie sich von Raum zu Raum vor oder wählen vorab die Ecken aus, in denen sich Ungenutztes angesammelt hat. Die magischen drei Kartons Stellen Sie drei Kartons bereit: In den ersten sortieren Sie gut erhaltene Gegenstände, die Ihnen einfach nicht mehr gefallen oder die ungenutzt herumstehen. Diese können Sie noch verkaufen. Der zweite Karton ist zum Verschenken und zum Spenden! Füllen Sie ihn mit allem, was noch nutzbar, aber nicht mehr hochwertig genug ist, um es zu verkaufen – und mit den Gegenständen, die Sie unmittelbar an berlinerleben einen Freund oder Bekannten denken lassen. Schenken macht Freude! Im dritten Karton sammeln Sie alles, was tatsächlich niemand mehr nutzen möchte, und entsorgen es anschließend fachgerecht. Es gibt wahre Philosophien über das Ausmisten, die sicher lesenswert sind. Die Hauptsache ist aber, Sie packen es an – dann kann der Frühling kommen! Was tun, wenn nicht wegschmeißen? 1 Verschenken ONLINE-FOREN Verschenken Sie Ihre gebrauchten Gegenstände auf Online-Foren zum Selbstabholen. SOZIALES Die Sozialkaufhäuser in Ihrem Kiez freuen sich über Spenden. Die BSR bietet außerdem eine nach Stadtteilen geordnete Liste karitativer Organisationen, denen Sie mit Sachspenden weiterhelfen können. Die Kunst des Aufräumens ... ... lehrt die Japanerin Marie Kondo in Büchern und auf Netflix. In ihrer Serie bekommt sie jedes Chaos lächelnd in den Griff. Teilnehmer und Teilnehmerinnen unseres Rätsels (S. 27) können „Das große MagicCleaning-Buch“ von Kondo gewinnen. ILLUSTRATION: Martin Rümmele 20 SPENDEN Oft werden Möbelspenden kostenfrei abgeholt. Kleiderspenden können in verschlossenen Plastiktüten in dafür vorgesehenen Containern entsorgt werden – ach­ten Sie auf seriöse Anbieter wie das Deutsche Rote Kreuz. bsr.de/spenden-statt-wegwerfen-­2 1204.php, kalaydo.de 2 Verkaufen FLOHMÄRKTE Verkaufen Sie hoch­wertige und gut erhaltene Gegenstände und Kleidung auf lokalen Flohmärkten. Vielleicht haben Sie einen Mitstreiter, mit dem Sie die Standgebühr teilen können. ANBIETER Für den Verkauf im Internet gibt es verschiedene Anbieter, die für Privatpersonen kostenfrei sind. Besonders praktisch: Oft holen die Käufer auch sperrige Möbelstücke selber ab. VIRTUELLER MARKTPLATZ Tolle Alternative zum Bargeld: Auf dem kostenfreien Tausch- und Verschenk­ markt der BSR bieten Sie Ihre gebrauchten Gegenstände gegen eine Wunschprämie an. bsr.de/verschenkmarkt, ebay-kleinanzeigen.de, quoka.de, markt.de, kleiderkreisel.de berlinerleben 3 Verschrotten RECYCLING Entsorgen Sie nicht mehr nutzbare Gegenstände bei der BSR: Im Internet und auf den Recyclinghöfen selbst erhalten Sie Beratung zur fachgerechten Sortierung. Auch die Gewobag bietet ihren Mieterinnen und Mietern Informationen zur richtigen Abfallentsorgung. Wer Sperrmüll zu entsorgen hat, kann diesen entweder selber zum Recyclinghof fahren oder die BSR kostenpflichtig mit der Abholung beauftragen. Achten Sie bei privaten Entrümpelungsanbietern auf transparente Preise oder vereinbaren Sie einen Festpreis. Vorsicht bei ungewöhnlich günstigen Angeboten! gewobag.de/muell-2008, www.bsr.de WO HNEN WO HN E N WILLKOMMEN ZU HAUSE Besonders gemütlich wirken alte Sessel oder Stühle vom Flohmarkt, die eigentlich in der Wohnung stehen – ein echter Hingucker! Schöner wohnen 23 ATMOSPHÄRE schafft eine schöne Lichterkette (ab 24 Euro, z. B. www. leuchten-trends.de). TIPPS BALKON ofi vo m P r KLEIN, ABER FEIN Wer gern auf dem Balkon essen möchte, ist mit einem Klapptisch aus wetterfestem Holz gut beraten (ab 50 Euro, z. B. www.otto.de). RELAXEN Ein Outdoor-Teppich oder eine schöne Sichtschutzmatte (ab 20 Euro, z. B. www.bauhaus.de) sorgen für Urlaubsgefühle. INTERVIEW Lebendiger Ort der Entspannung Privat-Oase, Freiluft-Wohnzimmer, Picknick-Ecke: Ein Balkon sollte alles sein. Garten Fräulein weiß, wie Sie das hinkriegen! – Verlegen Sie doch Ihr Wohnzimmer auf den Balkon – und ge­nießen Sie die Oase. Gewinnen Sie! In unserem Rätsel (S. 27) können Sie das Buch „Mein kreativer Stadtbalkon” vom Garten Fräulein gewinnen. Die Expertin weiß, wie der Balkon zum Lieblingsort wird. www.garten-fraeulein.de berlinerleben FOTOS: Garten Fräulein (2), freepik / busbus (2), amazon.de/ balkonerlebnis.de, KoCo, home24 22 Liebes Garten Fräulein, wie lädt selbst ein kleiner Balkon zum Verweilen ein? Lernen Sie Ihren Balkon zuerst richtig kennen! Welche Abmessungen und welche Him­melsrichtung hat er, wie viel Sonne bekommt er? Dann kann man gezielt nach Lö­sun­gen ­suchen. Es gibt für kleine Balkone sehr schlaue Möbel wie einklappbare Tische. Beson­ ders gemütlich wird der Balkon mit einem Outdoor-Teppich oder mit Möbelstücken, die eigentlich in der Wohnung stehen, etwa einem kleinen Sessel. Kerzen und Lichterketten zaubern eine einladende Atmosphäre. Womit bepflanzen Anfänger ihren Balkon? Toll sind Kräuter, da ist es relativ simpel: Die me­diterranen Kräuter wie Salbei, Rosmarin und­ Thymian brauchen Sonne, während Petersilie, Schnittlauch und jetzt im Frühling auch Bärlauch toll auf Schattenbalkonen wachsen. Ganz wichtig: Pflanzen sind Lebewesen! Nicht umsonst steht auf den Etiketten, welcher Standort bevorzugt wird. Viele Anfänger scheitern, weil sie pflanzen, was sie gerne hätten, und nicht, was auf ihrem Balkon funktioniert. Was gibt es bei der Bepflanzung eines Stadtbalkons sonst zu beachten? Am besten schaut man in den Mietvertrag. Oft dürfen Blumenkästen nicht nach außen hängen. Überhaupt sollte alles fest angebracht sein, falls es mal stürmt oder es ein Sommer­ gewitter gibt. berlinerleben Schöne DIY- und Pflanztipps für den Balkon GARTEN FRÄULEIN Ob Sonne oder Schatten, klein oder groß: Das Garten Fräulein gibt in Blog und Büchern Tipps und Inspiration für grüne Oasen jeder Art. Absolut lesenswert! www.garten-fraeulein.de UN T ER HA LT UNG Umweltfestival am Brandenburger Tor si n b e l r E Tipps UN T E R HA LT UN G r ü f n o Ac t i e h c i l d Jug e n TopTipp GEMEINSAM FÜR DIE UMWELT: Wie funktioniert ein Blockheizkraftwerk, wie schmeckt ein vegetarischer Burger – zum 25. Mal verwandelt der Natur- und Umweltschutzverband „Grüne Liga” die Straße des 17. Juni in eine ökologische Erlebnis­meile. Rund 250 Aussteller versorgen kleine wie große BesucherInnen mit Informationen rund um die Umwelt, mit Musik und Bewirtung. Klettern – auch in Berlin. Kraft, Ehrgeiz und Koordination machen den Trendsport aus – in der Halle oder im Freien. Ritterfest im Museumsdorf Düppel ZURÜCK IN DER ZEIT Bauern, Krieger, Kirchenleute – beim Ritterfest im Freilichtmuseum Düppel in Zehlendorf schlagen sie alle ihre Zelte auf. Was macht den Alltag um das Jahr 1200 aus? BesucherInnen lauschen den Geschichten der Menschen im Mittelalter und tauchen hautnah in deren Lebenswelt ein. fezMachen! Action, fertig los! SCHATZSUCHE, BOGENSCHIESSEN, SLACKLINE ... Kistenklettern, Bauen und Malen: Im FEZ können kleine und große Abenteurer die Welt der Fantasie und Abenteuer erkunden, mit Action, Spaß und Spannung zu Wasser, zu Lande und in der Luft. Bei Regen gibt es eine Indoor-Variante! Termin: 30./31.05. und 08.–10.06. jeweils 12–18 Uhr Ort: FEZ-Berlin, Straße zum FEZ 2, 12459 Berlin Eintritt: Tagesticket: 4 Euro p. P., Familien ab 3 P.: 3,50 p. P. www.fez-berlin.de P Termin: 18.–19.05., 10–18 Uhr Ort: Museumsdorf Düppel, 14163 Berlin (Zehlendorf) Eintritt: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt, Erwachsene zahlen 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro (Studierende, Auszubildende, Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger) www.dueppel.de st, ganz unter uns: Bouldern ist Klettern. Das kann man angesichts des Hypes, der hochbezahlten Profis und der brummenden Industrie drum herum zwar leicht vergessen. Aber gerade das macht doch das Bouldern aus: Es ist Klettern in seiner reinsten, ursprünglichsten Form. Keine Seile, keine Haken, keine Gurte, kaum Hilfsmittel, wenig Equipment, nur du und der Fels. Der Internationale Museumstag lädt ein SONDERFÜHRUNGEN, Vorführungen und freien Eintritt bieten viele Einrichtungen anlässlich des Internationalen Museumstags. Das diesjährige Motto lautet „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“. So kann man im Militärhistorischen Museum Gatow noch einmal in die Berlin-­Blockade und die Luftbrücke eintauchen, die im Frühjahr vor 70 Jahren endete, im Technikmuseum Miniaturschiffe bestaunen oder im Naturkundemuseum dem Riesen­dino einen Besuch abstatten. berlinerleben Termin: 19.05.2019 Ort: Verschiedene Museen in Berlin www.museumstag.de FOTOS: Ostbloc, Fotolia Termin: 02.06.2019, 11–19 Uhr Ort: Zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule Eintritt: frei www.umweltfestival.de Bouldern ist das neue FOTOS: www.hennigs-photography.de, chsrisko1960 / Pixabay, Michael Fahrig 24 Hallen zum Hangeln Davon kommt auch der Name: Ein „boulder“ ist im Englischen ein Felsblock. Den zu bezwingen, darum geht es beim Bouldern – und nicht unbedingt darum, schwindelerregende Höhen zu erklimmen. Bouldern findet in der Regel in Höhen bis zu drei Metern statt und ist deshalb auch für Kinder geeignet. Manche Hallen haben zudem im Freien eine Boulderwand. Nötig dazu sind eigentlich nur die typischen Boulderschuhe. Wer will, kann sich noch ein Säckchen Mag­ nesium umhängen, damit die schweißnassen Hände Halt am Stein finden. Aber das kann sich der interessierte Anfänger auch ausleihen, bevor er die Wände nt die n o k e G ehen in hochg Berlin“. c „Ostblo Indoor-Klettern B  ERTA BLOCK Mühlenstraße 62 13187 Berlin-Pankow Tel. 030 91424730 www.bertablock.de B  OULDERKLUB KREUZBERG Ohlauer Straße 38 10999 Berlin-Kreuzberg Tel. 030 51302181 www.boulderklub.de O  STBLOC BERLIN Hauptstraße 13 10317 Berlin-Lichtenberg Tel. 030 55499422 www.ostbloc.de B  RIGHT SITE PROJECT Wilhelm-Kabus-Straße 40 Naumannpark Haus 10 10829 Berlin-Schöneberg Tel. 030 49080707 www.boulder-project.de berlinerleben ersten akrobatischen Versuche an der Wand startet. Fortgeschrittene können anhand der verschiedenfarbigen Griffe anspruchsvolle Schwierigkeitsgrade klet­­tern und ihren Ehrgeiz befriedigen. In der Halle, von denen es in Berlin viele für alle Ansprüche gibt, von der riesigen Halle Berta Block in Pankow bis zum familienfreundlichen Boulder­ klub Kreuzberg, kann man das Bouldern erst einmal ausprobieren – am besten unter Aufsicht und nach einem Einführungskurs. Dann wird man schnell merken, wie nicht nur alle Muskeln in Anspruch genommen werden, sondern auch die Fantasie: Wie komme ich am elegantesten von A nach B? Am meisten Spaß macht das natürlich in der freien Natur, also dort, wo das Bouldern vor mehr als hundert Jahren erfunden wurde: am Fels. 25 26 UNTER UN T ER HA HA LT LT UNG UNG Kinder fragen Schlüpft aus jedem Ei ein Küken? K eine Sorge: In den Eiern, die ihr zum Frühstück esst oder an Ostern bunt anmalt, sind keine Küken. Denn Küken gibt es nur in Eiern, die zuvor von einem Hahn befruchtet wurden. Die Eier, die ihr im Supermarkt kaufen könnt, sind nicht befruchtet. Sie kommen von sogenannten Legehennen, die auf Hühner­höfen wohnen und die ganze Zeit futtern, schlafen, Eier legen. Bis zu 300 Eier kann so ein Huhn im Jahr legen, fast jeden Tag eines. Leider werden Legehennen oft nicht gut behandelt: Sie haben zu wenig Platz. Beim Einkaufen könnt ihr darauf achten, ob auf der Packung das Wort „Bio“ steht. Es bedeutet, dass die Hühner viel Auslauf haben. R berlinerleben 2 10 2 3 Zwei Tageskarten für die Boulderhalle Berta Block in der Pankower Mühlenstraße 4. – 5. PREIS Hochwertiges Schneidebrett aus geräucherter Eiche (29 x 12 x 1,2 cm; Holzdesignpur) Wind am Gardasee 4 4 KfzZeichenSiegen 8 locker, wacklig 1. PREIS Ob mit Pünktchen oder Strichen – beim Bemalen der Kugeln ist Fantasie gefragt! Ganz zum Schluss knotest du den Faden einfach zusammen – fertig ist der Eierbecher. Das Schöne ist: Er sieht nicht nur zu Ostern hübsch aus. englisches Bier Nachbarstaat des Iran Kopfschutz FERTIG 11 lebhaftes o. lustiges Treiben Nadelloch 1 Unzufriedenheit äußern Meeresvogel Verpackungsgewicht krankhafte Abhän­ gigkeit FOTOS: Fotolia (2) s el bst gem a ch t 2 Lebenshauch ein Sternbild 1 5 6 russ.amerik. Autor (Vladimir) Kellner Tagesabschnitt 9 3 US-Filmstar & Tänzer (Fred) auf sich zu 3 an einer höher gelegenen Stelle FOTOS: guiskard studio, ILLUSTRATION: Martin Rümmele VORBEREITUNG Bestandteil des Pfefferminzöls 7 FÄDELN Fädele den Baumwollfaden durch die Öse der Nadel. Nun kannst du die Kugeln ganz einfach auffädeln. Wer Lust hat, kann die holzfarbenen Kugeln mit dem Filzstift bemalen – das sieht lustig aus. Du brauchst pro Eierbecher 8 Holzkugeln von 2,0–2,5 cm ø, 1 buntes Baumwollbändchen, 1 Nadel mit großer Öse und 1 Neonmarkerstift, um die Kugeln zu bemalen. Windschattenseite e. Schiffs blühendeWasserpflanze Lösung 1 Senden Sie das Lösungswort unter Angabe Ihres Namens und Ihrer vollständigen Adresse per Post bis zum 15. Juni an: Gewobag, Redaktion berlinerleben, Tatjana Hoth, Alt-Moabit 101 A, 10559 Berlin, oder per E-Mail an: gewinn@gewobag.de. Laubbaum, Rüster Ein kleiner Vogel entwickelt sich nur dann in der Schale, wenn die Henne das Ei bei 38 bis 40 Grad warm hält. Das schafft sie, indem sie sich auf die Eier setzt. Unter ihrem Federkleid ist es warm – wie unter einer Bettdecke aus Daunen. Damit die Entwicklung des Kükens weitergehen kann, muss die Henne das Ei regelmäßig um­ drehen. Jeden Tag wird das Küken größer, bis es nach 21 Tagen vollständig entwickelt ist. Erst dann ist es bereit, die Schale mit dem Schnabel aufzubrechen und zu schlüpfen. E IE R - B E C H E R Mitmachen und gewinnen ätsel gewaltsame Selbstbefreiung Aber was passiert mit Eiern, die von einem Hahn befruchtet wurden? Die brütet die Henne aus. Dafür legt sie mehrere Tage hinter­ einander jeweils ein Ei in ihr Nest. Erst wenn sie einige beisammen hat, beginnt sie mit dem Brüten – damit alle Küken gleichzeitig schlüpfen. 27 Schauspiel-, Ballettschülerin 5 Herzlichen Glückwunsch Das Lösungswort des Rätsels in der Ausgabe 4/2018 lautete „LEBKUCHENHAUS“. Die Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt. Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind alle Gewobag-­ MieterInnen ab 18 Jahren. Die Gewobag schließt jede Haftung für Ver­anstaltungen und Coupon­angebote aus. Für Letztere sind die Firmen und Veranstalter selbst verantwortlich und haftbar. An der Verlosung neh­men ausschließlich Zusendungen mit dem richtigen Lösungswort teil. Einsender müssen ihren vollständigen Namen und ihre vollständige Postadresse angeben. ­Jeder Einsender wird nur einmal in der Verlosung berücksichtigt. Persönliche Daten aus der Beteiligung an Preisrätseln oder Aktionen werden von der Gewobag nicht gespeichert oder an Dritte weiter­gegeben. Werden mehr richtige Lösungen eingesandt, als Preise zur Verfügung stehen, entscheidet das Los. Die ­Gewinnspielteilnahme von Mit­arbeitern der ­Gewobag und ihrer Tochtergesellschaften sowie deren Angehörigen ist aus­ geschlossen. Eine Bargeldumwandlung von Gewinnen und der Rechtsweg sind ebenfalls ausge­schlos­sen. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Die Gewinne werden per Post zugesandt. Für Termine wird keine Gewähr über­nommen. 12 6 7 8 9 10 11 12 „Mein kreativer Stadtbalkon“ vom Garten-Fräulein mit tollen Profi-Tipps und Anregungen 6. – 10. PREIS berlinerleben berlinerleben, Ausgabe 1/2019, © Gewobag 2019 Herausgeber: Gewobag WohnungsbauAktien­gesellschaft Berlin, Alt-Moabit 101 A, 10559 Berlin, E-Mail: service@gewobag.de, Internet: www.gewobag.de, Fon: 0800 4708-800 (kostenfrei) Chef­redaktion/Projektleitung: Josiette Honnef (V. i. S. d. P.) (j.honnef@gewobag.de), Tatjana Hoth (t.hoth@gewobag.de) Produktion: Raufeld Medien GmbH, Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin, www.raufeld.de Redaktion: Jan Ahrenberg, Ariane Breyer, Simone Jacobius, Judith Jenner, Kirsten Niemann, Gesa Olkusz, Karin Reimold, Till Schröder, Thomas Winkler, Christopher Wasmuth Layout: Juliana Hesse (AD), Daniella Heil, Carolin Kastner, Lisa von Klitzing Titelbild: Harry Schnitger Auflage & Druck: 62.500 Stück, Eversfrank Berlin GmbH 2. – 3. PREIS Gutschein im Wert von je 10 Euro für das Pflanzencenter Der Holländer Impressum Wir drucken umweltfreundlich: 10 € bag Images, Gewo FOTOS: Getty     Mitmachen! Stellen Sie Ihr liebstes Rezept vor Vor-, Haupt- oder Nachspeise, von hier oder international – egal! In unserer neuen ­Rubrik „Gewobag-Mieter kochen“ stellen Sie Ihre Lieblingsrezepte vor, damit alle das Gericht nachkochen können. flauf LN u a l e DE Nud E NU CHT GEKO BELN 400 G ZWIE E CKEN F LTE R Ü N STÜ 2  G EW TEN I O H C RIK AS 3  PAP IS E MA  DOS 1 HNE A S L 2  00 M MAND L SCH BEN) 2  00 M GE R I E IK A ÄSE ( PAPR K G KAT, S 2  00 U M FER , , PFEF S  ALZ . itzen te n . p f e rh anbra em To a ik in r e p a in P r e ie z Butt ann d d kur eln, d en un Zwieb ugeb ffern. z a fe d p d nd ais en un hne u Den M . Salz pf Sa e n o e T m n r e in ein e r wä . In d Alles hmen r, r ze n . e e ü n b s w ü , r u d Ra eben Käse and g c ke n . e und S chm e n ba , Soß t m u r in o ff M u 0 a 2 fl Au 15 bis 0 0° C bei 2 Möchten Sie Ihr Lieblingsrezept präsentieren? Dann schreiben Sie uns: berlinerleben@gewobag.de
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