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Periodical volume

Full text: Berlinerleben Issue 2013,4

AUSGABE 4 / 2013

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GUTES TUN
Die neue Stiftung Berliner
Leben unterstützt Projekte,
Initiativen und Vereine in
GEWOBAG-Kiezen
DIE FÜCHSE KOMMEN
Immer mehr wilde Tiere
zieht es in die Stadt. Was
Menschen beachten sollten

Bunt und
liebenswert

Kaum ein Berliner Stadtteil hat sich
in den vergangenen Jahren so stark
verändert wie Prenzlauer Berg.
Ein Streifzug durch den Kiez

GEWOBAG
› BONUS
Gewinne &
Online-Service

2 EDITORIAL & INHALT

GEWOBAG-NEWS 3

Liebe Leserinnen und Leser,
schon seit vielen Jahren engagiert sich die GEWOBAG für soziale Projekte, Initiativen und
Vereine. Die neu gegründete
Stiftung Berliner Leben bündelt
nun diese Aktivitäten unter einem Dach. So kann die dauerhafte Unterstützung der Projekte gesichert werden – mit dem
Ziel, die Quartiere für die Mieter noch attraktiver zu machen (Seiten
12–13). Helfen lohnt sich, dieser Ansicht sind auch viele Mieter und engagieren sich ehrenamtlich für ihre Nachbarschaft, wie zum Beispiel
der Lesepate Jürgen Nordmann, der in seiner Freizeit eine Grundschule unterstützt (Seiten 14–15). Die Innenstadtviertel werden immer begehrter – und in der Regel immer teurer. Allen voran der Prenzlauer
Berg. Viele alteingesessene Bewohner fürchten sich vor steigenden Mieten. Die GEWOBAG-Mieter in Prenzlauer Berg haben in uns jedoch einen verlässlichen Partner. Wir unternehmen einen Streifzug durch den
Kiez, der sich in den vergangenen Jahren so verändert hat wie kaum
ein anderer in Berlin (Seiten 8–11). Nicht nur bei Zweibeinern ist die Innenstadt beliebt: Immer häufiger begegnet man in den Parkanlagen und
auf den Straßen Füchsen, Waschbären und anderen wilden Tieren. Hier
finden sie Nahrung und Lebensraum. Lesen Sie, was Menschen im Umgang mit ihnen unbedingt beachten sollten (Seiten 16–17).
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.

› GEWOBAG-News

KUNST IM KIEZ

Gesichter am Mehringplatz

››› Neu in der Geschäftsführung
Seit dem 15. Oktober 2013 verstärkt Dr.
Klaus Boemer als Mitglied der Geschäftsführung das Team der Berliner
GEWOBAG EB Entwicklungs- und Baubetreuungsgesellschaft mbH. An der
Seite von Geschäftsführer Jens Goldmund wird er die Leitung und strategische Weiterentwicklung der GeschäftsDr. Klaus Boemer
tätigkeit der Tochtergesellschaft der
GEWOBAG wahrnehmen. Schwerpunkte sind der Ankauf von Berliner Bestandsimmobilien und der Erwerb
schlüsselfertiger Projektentwicklungen im Bereich des Wohnungsneubaus. Dr. Klaus Boemer ist ein ausgewiesener Experte der Immobilienwirtschaft. Durch verschiedene Führungspositionen verfügt er über
umfassende Erfahrungen in den Bereichen An- und Verkauf von Immobilien, Akquisition und Finanzierung. Zuletzt unterstützte Klaus Boemer als geschäftsführender Alleingesellschafter eines Beratungsunternehmens nationale und internationale Investoren.
Impressum

Bereits beim Anbringen der großformatigen Porträts
weckte das Projekt Neugier bei den Passanten.

berlinerleben, Ausgabe 4 / 2013, © GEWOBAG 2013

DIE GEWOBAG STEHT IM KONSTRUKTIVEN DIALOG MIT IHREN MIETERN – DESHALB WURDE IN EINER
REPRÄSENTATIVEN UMFRAGE DIE ZUFRIEDENHEIT MIT DEN LEISTUNGEN DES UNTERNEHMENS UNTERSUCHT.

D

Markus Terboven
Mitglied des Vorstandes

Inhalt

Kiez & Quer
Die GEWOBAG engagiert sich für mehr Neubauten
Das Symposium „Verantwortung für die Zukunft“

Seite 4
Seite 5

Service & Freizeit
Dekorationsideen für Weihnachten
Wenn der Nachwuchs klingelt

Seiten 18 – 19
Seiten 20 – 21

Tipps & Termine

14 – 15

8 – 11

Volles Programm in Berlin
Rätsel & Coupons
Ihr direkter Draht zu uns

Seite 22
Seite 23
Seite 24
berlinerleben 4 / 2013

FOTOS: GEWOBAG (2), GRAFIK: RAUFELD MEDIEN

6–7

Seiten 6 – 7
Seiten 8 – 9
Seiten 10 – 13
Seiten 14 – 15
Seiten 16 – 17

FOTOS: GEWOBAG (2), RÜDIGER KNOBLOCH, TINA MERKAU (2)

Wohnen & Leben
Gründung der Stiftung Berliner Leben
Alle Kiezstuben auf einen Blick
Ein Spaziergang durch Prenzlauer Berg
Mieter im Ehrenamt
Wilde Tiere erobern die Stadt

Nachbarn unterschiedlicher kultureller Herkunft.
„Die Ausstellung spricht
Passanten sehr direkt an,
indem sie die Anwohnerschaft in ihrer Vielfalt vorstellt“, so GEWOBAGVorstand Hendrik Jellema.
„Zugleich wirkt sie nach innen: Sie stärkt die
Identifikation mit dem Quartier und regt zur
Kommunikation an, etwa wenn sich zwei
,Säulen-Nachbarn’ zukünftig beim Bäcker um
die Ecke treffen und wiedererkennen.“ Gefördert wurde die Ausstellung durch das Programm „Soziale Stadt“ über das Quartiersmanagement am Mehringplatz.

Zufrieden mit der GEWOBAG

Herausgeber: GEWOBAG Wohnungsbau-Aktiengesellschaft Berlin, Bottroper Weg 2,
13507 Berlin · E-Mail: info@gewobag.de, Internet: www.gewobag.de, Fon: 030 4708-10,
Fax: 030 4708-1250 Chefredaktion/Projektleitung: Volker Hartig (V. i. S. d. P., v.hartig@
gewobag.de), Sandra Mager (s.mager@gewobag.de) Produktion: Raufeld Medien GmbH,
Paul-Lincke-Ufer 42/43, 10999 Berlin, www.raufeld.de Redaktion: Kirsten Niemann, Ariana
Mirza, Cosima M. Grohmann Layout: Juliana Hesse, Andreas Pilz, Daniel Krüger (AD) Titelbild:
Tina Merkau Auflage & Druck: 57.500 Stück, Druckhaus Schöneweide GmbH, Berlin

Wir drucken umweltfreundlich:

Hendrik Jellema
Mitglied des Vorstandes

Ist das nicht mein Nachbar?
Und woher kenne ich bloß
diese Familie? Die Passanten
rund um den Kreuzberger
Mehringplatz bleiben derzeit
häufiger unter den Arkaden
stehen, die den grün bepflanzten Platz umgeben.
Der Grund: die Aktion „Gesichter am Mehringplatz“. 80 Bewohner des Quartiers haben sich
fotografieren lassen. Die plakatierten Ganzkörperporträts laden zum Rundgang um den
Mehringplatz ein. Die Fotos zeigen einen
Querschnitt durch die vielfältige Nachbarschaft. Mitgemacht haben junge wie alte Bewohner, Hausfrauen wie Studenten sowie

ie GEWOBAG ist mit rund
58.000  Mietwohnungen in Berlin
und Brandenburg sowie einem breiten Angebot an Immobiliendienstleistungen
eines der führenden Wohnungsunternehmen in Deutschland. Die Zufriedenheit seiner Kunden ist dem kommunalen Unternehmen sehr wichtig. Um Schwachstellen besser
zu erkennen und eine generelle Einschätzung
vornehmen zu können, hat die GEWOBAG
in diesem Jahr eine repräsentative Mieterbefragung durchgeführt. Jetzt liegt die Auswertung vor – mit positivem Ergebnis. Rund
85 Prozent der Mieter sind mit ihrer gegenwärtigen Wohnsituation sehr zufrieden, voll
und ganz zufrieden oder zufrieden. Dieses
Ergebnis bestätigt, dass die GEWOBAG als
kundenorientiertes Wohnungsunternehmen
auf Erfolgskurs ist und die Modernisierungsstrategien im Wohnungsmanagement von
den Mietern als Verbesserung der Lebensund Wohnqualität erfahren werden.

Kritikpunkte genau betrachten
Natürlich ist die GEWOBAG über die positiberlinerleben 4 / 2013

31 %
Sehr
zufrieden

40 %
Zufrieden

12 %
Unzufrieden
14 %
Voll und ganz
zufrieden

3%
Sehr
unzufrieden

Die Auswertung der Befragung bestätigte die hohe
Zufriedenheit der GEWOBAG-Mieter.

ve Resonanz erfreut, die durch die repräsentative Befragung deutlich wird. Um sich als
Dienstleister kontinuierlich zu verbessern, ist es
aber wichtig, einzelne Kritikpunkte der Kunden,
die insgesamt nicht vollständig mit den Leistungen der GEWOBAG zufrieden sind, genauer zu
betrachten: Bei den 15 Prozent der Befragten,
die mit ihrer Wohnsituation nicht vollständig
zufrieden sind, liegen die Ursachen hierfür am
häufigsten in der Nachbarschaft und im sozialen Umfeld begründet. Auch den Zustand der
Wohnung oder des Gebäudes benannten Mieter als Störfaktoren. Das Wohnumfeld wurde
von einem Drittel dieser Mietergruppe als ver-

besserungswürdig eingestuft. Mit den Serviceleistungen zeigten sich hingegen nur 19 Prozent dieser Mietergruppe unzufrieden. Die
Wohn- und Nebenkosten sowie die Beschaffenheit der Wohnung fanden rund 10 Prozent
der befragten Teilgruppe nicht optimal. Alle
Antworten fließen in die Analyse der Befragung
ein, um verbessernde Maßnahmen entwickeln
zu können.
In der Kundenbefragung wurden auch Zahlen und Fakten bezüglich der Pünktlichkeit von
Wohnungsübergaben oder der Ausführung
von Reparaturen ermittelt, die für eine Optimierung dieser Leistungen genutzt werden
können. Zudem diente die Umfrage dazu, Mietervorschläge zu sammeln und die Anregungen auszuwerten. So werden Vorschläge zur
Verbesserung des Wohnklimas in die künftigen Strategien einfließen und Hinweise auf
mögliche bauliche Veränderungen für mehr Lebensqualität, wo es möglich ist, umgesetzt.
Auch zielgerichtete Anregungen der Mieter zu
den Themen Sicherheit und mehr soziales Miteinander finden in den aktuellen Plänen der
GEWOBAG Berücksichtigung.

4 KIEZ & QUER

5

gestrebt, dass rund 10.000 Wohnungen pro
Jahr errichtet werden, davon etwa 8.000 Wohnungen im Geschosswohnungsbau“, sagt Grit
Schade von der Wohnungsbauleitstelle, die der
Senat speziell für die Koordination der Neubauvorhaben eingerichtet hat. Zum Maßnahmenkatalog des Landes Berlin gehören auch die
Auflage eines Förderprogrammes für Wohnungsneubau und der Abschluss von Bündnissen mit den städtischen WohBei den geplanten Neu- nungsbaugesellschaften und
bauten der GEWOBAG
den Verbänden der Wohfügt sich die Archinungs- und Bauwirtschaft.
tektur harmonisch ins
„Der Bestand an städtischen
Straßenbild ein.
Wohnungen soll kontinuierlich erneuert und erhöht werden. Insbesondere in der Innenstadt sollen durch Neubau auch die sozialen
Ziele umgesetzt werden“, erklärt Grit Schade.
Die GEWOBAG unterstützt diese Ziele und
hat deshalb in diesem Jahr neben Wohnungsankäufen auch den Neubau von 3.000 Wohnungen beschlossen. „Ab 2014 werden sich die
Baukräne drehen“, sagt GEWOBAG-Vorstand
Hendrik Jellema. Doch schon derzeit wird eine
Vielzahl von Bauvorbereitungen durchgeführt.
Dazu gehören Baugrunduntersuchungen,
Schallgutachten und die Erstellung von Lageplänen. Im Fokus stehen nicht nur kleine Siedlungen in Stadtrandlagen, sondern auch die innerstädtischen Wohngebiete. Der Hintergrund:
Noch immer gibt es in Berlin zahlreiche Baulücken in der traditionellen Blockrandbebauung,
die durch die Bombardierung während des 2.
Weltkriegs entstanden sind. Durch das Schließen dieser Lücken lassen sich Neubauten gut
in gewachsene Viertel integrieren und es wird
neuer innerstädtischer Wohnraum geschaffen.
DIE GEWOBAG SETZT AKTIV DIE NEUBAUINITIATIVE DES SENATS UM.
„Die neuen Häuser werden barrierearm sein
und mindestens den Energiestandard KfWZIEL IST DIE BEHUTSAME STADTENTWICKLUNG MIT MEHR WOHNRAUM.
Effizienz 70 erfüllen“, sagt GEWOBAG-Vorstand
Markus Terboven. Die Nettokaltmiete soll bei
ie Zeit drängt. Schon jetzt fehlen in eini- genen Jahren nur wenig Wohnungsbau 7,50 Euro pro Quadratmeter starten. In den
gen Berliner Kiezen bezahlbare Wohnun- betrieben wurde, und zudem vorrangig im Neubauten wird es einen nachfragegerechten
gen. Deshalb möchte der Senat den Bau hochpreisigen Mietsegment oder für Eigen- Mix aus Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnunvon Miet- und Genossenschaftswohnungen vo- tumswohnungen, ist diese soziale Mischung gen geben. Die Neubauten bieten zudem Raum
ranbringen, um das Wohnungsangebot nach- gerade im innerstädtischen Bereich nun in Ge- für Einrichtungen, die die soziale Infrastruktur
stärken, wie beispielsweise Kindertagesstätten.
haltig zu erhöhen und insbesondere preiswer- fahr. Hier ist ein Gegensteuern gefordert.
ten Wohnraum für Menschen mit mittlerem
Bei ihren Planungen hat die GEWOBAG aber
Der Senat strebt deshalb eine kontinuierlioder geringem Einkommen anbieten zu kön- che Sicherung und Ausweitung des Woh- nicht nur die neuen Mieter und ihre Ansprüche
nungsbestandes mit bezahlbaren Mieten und und Vorstellungen im Blick. Alle derzeit notnen.
Die soziale Mischung von Quartieren ist ei- Zugangsregelungen für untere bis mittlere wendigen bauvorbereitenden Arbeiten und
nes der wichtigsten Ziele in der Wohnungspo- Haushaltsgruppen an. Dafür soll eine Neu- auch die folgenden Bauarbeiten werden so anlitik des Landes Berlin. Doch da in den vergan- bauförderung angeboten werden. „Es wird an- wohnerfreundlich wie möglich durchgeführt.

In Impulsreferaten erörterten Redner aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft Zukunftsfragen. GEWOBAG-Aufsichtsratsvorsitzender Lutz Freitag informierte sich bei Verena Thole
von der Komischen Oper Berlin über das von der Stiftung geförderte Projekt „Abenteuer Oper!“.

Verantwortung für die Zukunft
DIE GEWOBAG LUD ZUM SYMPOSIUM EIN – ES GING UM TRAGFÄHIGE KONZEPTE FÜR STÄDTISCHES WOHNEN.

B

Bauen für Berlin

berlinerleben 4 / 2013

FOTOS: TINA MERKAU

FOTOS: GEWOBAG

D

ei dem Symposium „Verantwortung für
die Zukunft“, zu dem die GEWOBAG geladen hatte, standen gesellschaftspolitische, ökonomische und ökologische Themen
auf der Agenda, die eng mit der Wohnungswirtschaft verbunden sind. Namhafte Referenten sprachen in ihren Impulsreferaten wichtige Aufgabenstellungen für die Zukunft an. Nur
ein flexibles Management, so der Tenor, könne auf die unterschiedlichen Herausforderungen reagieren. Erstmals wurde der Öffentlichkeit auf dem Symposium auch die Stiftung der
GEWOBAG, „Berliner Leben“, vorgestellt.
Vorrangig ging es um die Steuerungsmöglichkeiten städtischer Entwicklung. Verschiedene Redner wiesen auf die wachsende Bedeutung von Lebensqualität in Wohnquartieren
hin. Denn die Ansprüche an die Infrastruktur
steigen bei allen Bewohnergruppen in städtischen Quartieren. Sogenannte Schlafsiedlungen entsprechen nicht mehr der Zeit. Ein
ausgewogenes Angebot für verschiedene Mietergruppen zu entwickeln, sieht auch die
GEWOBAG als eine ihrer Hauptaufgaben für
die Zukunft an. Soziale Projekte, die durch die
Stiftung Berliner Leben gefördert werden, können hier ebenso einen Beitrag leisten wie der
Ausbau von Einkaufs- und Freizeitangeboten.
Ein weiteres zentrales Thema war die demografische Entwicklung. In den kommenden

berlinerleben 4 / 2013

„Jedes Unternehmen braucht Werte
und Wertschöpfung.“
Lutz Freitag, GEWOBAG-Aufsichtsratsvorsitzender
Jahren ist die Mammutaufgabe zu stemmen,
genügend barrierearme Wohnungen für Senioren zur Verfügung zu stellen. Auch die energetische Sanierung und die damit verbundenen Kosten für die Wohnungsbaugesellschaften
wurden beleuchtet. Es müsse den Mietern vermittelt werden, dass diese Maßnahmen ökologisch sinnvoll und letztlich finanziell vorteilhaft sind. Zudem ging es um den Bedarf an
Neubauten in Berlin.
Als Erfolg verbuchte
das Symposium, dass
die Attraktivität der
Wohnungswirtschaft für
Auszubildende deutlich
gesteigert
werden
konnte. Darüber hinaus gab
es weiteren
Grund

zur Freude. Der Aufsichtsratsvorsitzende Lutz
Freitag feierte seinen 70. Geburtstag und hatte anstelle von Geschenken um Spenden für
die Stiftung Berliner Leben gebeten. Dank
zahlreicher Spender konnte er der Stiftung
Berliner Leben einen Scheck über 30.000
Euro überreichen.
Im Ergebnis waren sich alle Referenten einig, dass nur verantwortliches wirtschaftliches
Handeln die Zukunft sichert. „Jedes Unternehmen braucht Werte und Wertschöpfung“,
sagte Lutz Freitag zum Veranstaltungsabschluss.
Auch die Initiative „Wir aktiv. Boxsport & mehr“
profitiert vom Spendenscheck für die Stiftung
Berliner Leben (siehe S. 6 – 7).

6 WOHNEN & LEBEN

7

WIR AKTIV. BOXSPORT & MEHR

Neue Stiftung hilft helfen

Seit 2005 trainieren mehr als 200 Kinder und Jugendliche aus
dem Kiez um die Potsdamer Straße unter fachkundiger Anleitung beim Isigym Boxsport Berlin e. V. Die Heranwachsenden werden nicht nur sportlich gefördert, sondern lernen
auch soziales Miteinander. Der Verein stellt mehrere Jugendweltmeister. Das neueste Projekt richtet sich speziell an Mädchen. Ein klares Ja für dieses Engagement gibt es von der Stiftung Berliner Leben.
› www.boxverein-berlin.de

SEIT LANGEM ENGAGIERT SICH DIE GEWOBAG FÜR SOZIALE PROJEKTE. NUN WURDE DIE STIFTUNG
BERLINER LEBEN GEGRÜNDET, UM DAS ENGAGEMENT ÜBER DIE QUARTIERE HINAUS ZU STABILISIEREN.

V

FÖRDERN DURCH
SPIELMITTEL E. V.

ABENTEUER OPER!
„Abenteuer Oper!“ – so heißt die Kooperation der GEWOBAG mit der
Komischen Oper Berlin, die nun von der Stiftung Berliner Leben gefördert wird. Seit 2009 sorgt das Projekt dafür, dass Kinder und Jugendliche, die sonst kaum einen Zugang zur Oper haben, diese Welt für sich
entdecken. Sie lernen die Arbeitsabläufe auf und hinter der Bühne kennen und erhalten Einblicke in die Berufe rund ums Musiktheater. Seit
diesem Jahr sind auch Senioren in das Projekt eingebunden und begleiten Kinder in die Welt der Oper.
› www.komische-oper-berlin.de

EISHOCKEYCLUB ECC PREUSSEN

SARAH WIENER STIFTUNG
Ob Koch- und Ernährungskurse an Kitas und
Schulen oder Ausflüge zu Biobauernhöfen –
die Sarah Wiener Stiftung sorgt dafür, dass
Berliner Stadtkinder ein Gefühl für gesunde Ernährung entwickeln können. Die jungen Teilnehmer der Kurse erfahren auf Landpartien
den Wert von Lebensmitteln durch eigene Erlebnisse. Dieser auf Nachhaltigkeit bedachte
pädagogische Ansatz hat die GEWOBAG
überzeugt. Deshalb unterstützt die Stiftung
Berliner Leben die zahlreichen Aktivitäten der
Sarah Wiener Stiftung.
› www.sarah-wiener-stiftung.org
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FOTOS: TINA MERKAU (2), AURELIO SCHREY (2), LUC BENEVELLO

erantwortung wahrnehmen bedeutet, die
Zukunft zu sichern.“ Dieser Satz kann als
Leitbild der neuen Stiftung Berliner Leben gelten, die im Mai 2013 gegründet wurde. Ein starkes Team aus den Bereichen Wohnungswirtschaft, Kultur und Kommunikation
bildet den Vorstand der Stiftung und ein ebenso kenntnisreich besetztes Kuratorium übernimmt die Kontrollfunktion. Die Stiftung Berliner Leben engagiert sich in den Bereichen
Kunst, Kultur, Jugend, Sport und Altenhilfe.
Durch eine effektive Verwaltungsstruktur fließen alle Spenden direkt in die Förderarbeit.
Fünf Initiativen, die sich bereits durch eine
nachhaltige Wirkung ausgezeichnet haben,
stehen derzeit im Fokus. Die Projekte haben
bei allen Unterschieden eines gemeinsam – sie
fördern die Kreativität, das Selbstbewusstsein
und die soziale Kompetenz von Kindern und
Jugendlichen. Wir stellen Ihnen die Konzepte
der Förderung auf diesen Seiten vor.

In der Eissporthalle des ECC Preussen sind regelmäßig Kita-Gruppen und ABC-Schützen zu
Gast. Zuvor besuchen freiwillige Trainer des
Eishockeyclubs Kitas und bieten eine kindgerechte Einführung, um die Kinder für den Sport
zu begeistern. Für die GEWOBAG gehört die
frühkindliche Sportorientierung zu den Schlüsselaufgaben von sozialer Förderung. Zudem
lernen die Kinder bei den Trainings die Vorteile
gesunder Ernährung kennen und erleben
das erfolgreiche Zusammenspiel im Team. Bei
den Trainings mit den vier- bis sechsjährigen
Vorschülern wurde schon so manches Nachwuchstalent für den Eishockeysport entdeckt.
› www.eccpreussen.de

Der international arbeitende Verein mit Sitz in
Prenzlauer Berg hat in zwei Jahrzehnten ein
großes Angebot für Kinder, Jugendliche und
Erwachsene mit und ohne Behinderung aufgebaut. Im Mittelpunkt steht das kreative Entwickeln und Herstellen von innovativen
Spielzeugen. Spielzeuge, die gemeinsam mit gehandicapten Kindern entwickelt werden, gehen auf die entsprechenden Bedürfnisse ein. Hier
ist das Schlagwort „Inklusion“,
also das Miteinander von Kindern mit und ohne Behinderung,
gelebter Alltag.
› www.spielmittel.de

Mit Ihrer Spende unterstützen Sie die laufenden und
neuen Projekte der Stiftung Berliner Leben. Sie können
per Banküberweisung spenden oder bei der Stiftung
ein Spendenformular anfordern. Jedem Spender wird
eine entsprechende Spendenbescheinigung zugestellt.
Spendenkonto: Landesbank Berlin AG,
BLZ: 100 500 00, Konto: 0190233508
www.stiftung-berliner-leben.de

berlinerleben 4 / 2013

8 KIEZ & QUER

9

Die Erzieherin Michelle Taylor fädelt beim Spielenachmittag in der Kiezstube Buckow
gemeinsam mit Nahren und Arina bunte Ketten auf. Andere Kinder aus der Nachbarschaft basteln unterdessen an einer hölzernen Puppenstube, formen Knetgummifiguren oder probieren neue Brettspiele aus. Zum einjährigen Jubiläum der Kiezstube
Buckow wurde engagierten Seniorinnen für ihre Unterstützung gedankt (unten rechts).

Die 91-jährige Käthe Bensol wird von ihrer Nachbarin
zum Mittagstisch in der Kiezstube am Kastanienplatz
begleitet (oben links). Dort lernen junge Frauen auch
nähen (links). In der Kiezstube EMSI in Tegel-Süd berät
Gisela Preuß (links) Senioren (oben).

Miteinander im Kiez
DIE KIEZSTUBEN DER GEWOBAG GEBEN DER GANZEN NACHBARSCHAFT RAUM
FÜR AKTIVITÄTEN. OB FREIZEITANGEBOTE FÜR KINDER ODER BERATUNGEN FÜR
ERWACHSENE UND SENIOREN – JEDER KANN ETWAS BEITRAGEN.

FOTOS: RÜDIGER KNOBLOCH

N
berlinerleben 4 / 2013

adja hat heute ihre beiden jüngeren Geschwister mitgebracht, mit denen sie gerade ein neues Brettspiel ausprobiert. Die
quirlige Saliha hinterlässt ein Pfand für den Basketball, mit dem sie nun vor der Tür üben darf.
Drinnen baut unterdessen eine Gruppe von Kindern gemeinsam mit dem angehenden Erzieher Kai Hodapp an einem Puppenhäuschen:
Alltag an einem Spielenachmittag in der Buckower Kiezstube. In dieser Einrichtung kooperiert die GEWOBAG mit dem Jugendamt Neu-

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kölln. So ist das Zusammenspiel von Freizeit- und
Beratungsangeboten für Kinder und Jugendliche besonders effektiv. Auf dem Programm stehen auch regelmäßige Ausflüge zum Abenteuerspielplatz, und zahlreiche Kinder nutzen die
Schularbeitenhilfe oder nähern sich unter Anleitung einer freiwilligen Helferin dem Thema
Kunst. „Hier wird jeden Tag etwas geboten“,
erklärt Jörg Hagel, der die Angebote koordiniert. Künftig soll das Engagement aber noch
stärker auf Ältere und Erwachsene ausgeweitet werden. „Da suchen wir gerade gemeinsam
mit engagierten Bewohnern nach den passenden Angeboten.“ Beim Fest zum einjährigen
Bestehen der Kiezstube haben sich bereits viele Nachbarn und der Mieterbeirat eingebracht.
Vier Damen aus dem nahe gelegenen Seniorenwohnhaus Franken haben gemeinsam mit
den Kindern leckere Kuchen gebacken.
In der Kiezstube EMSI in Tegel-Süd sind die
älteren Anwohner ebenfalls willkommen. Dort
berät das Mitglied der Seniorenvertretung
Reinickendorf, Gisela Preuß, regelmäßig ältere
Menschen bei Fragen, Sorgen und Nöten.
Während Gisela Preuß heute der GEWOBAGMieterin Christel Brandt ein Infopaket zu Betreuungsangeboten zusammenstellt, beantwortet gleich nebenan die Gesundheitslotsin Gülcan Köse telefonisch Fragen, die Anwohner zu
den Bereichen Gesundheit, Pflege oder soziale
Dienstleistungen haben. „Außerdem trifft sich
in den Räumlichkeiten der Kiezstube zwei Mal
im Monat die Seniorengruppe der AWO und an
Wochenenden richten wir die Jugendschreibwerkstatt aus“, erklärt Elvira Smolakova, die
das Programm der Reinickendorfer Kiezstube
koordiniert. „Das Angebot für Kinder und Jugendliche möchten wir künftig aber noch ausbauen“, sagt Smolakova. Anregungen der Anwohner werden gern aufgegriffen.

Szenenwechsel: Direkt am neu gestalteten
Kastanienplatz in Kreuzberg liegt die gleichnamige Kiezstube, die für die bunt gemischte
Nachbarschaft ebenso vielfältige Angebote präsentiert. Heute treffen sich die 81-jährige Brunhilde Wylezich, die zehn Jahre ältere Käthe Bensol und die 89-jährige Margot Gramse dort zum
Mittagstisch. Mit von der Partie ist auch Luzia
Barcuk, mit ihren 73 Jahren das Küken in der
Runde. „Schön, dass man mal rauskommt, und
das Essen hier ist immer lecker und preiswert“,
lobt Brunhilde Wylezich das Mittagstisch-Angebot. Über die warmen Dankesworte freut
sich die Koordinatorin Hoda Kayed ebenso wie
über die nachbarschaftliche Hilfe, die Anwohnerinnen wie die junge Manal Khaled den alten Damen anbieten. „Wir sind ja fitter als die
Älteren“, winkt Manal schmunzelnd ab.
Am nächsten Tag ist das Durchschnittsalter
in den Räumen der Kiezstube wesentlich geringer. Junge Frauen üben sich unter Anleitung
an der Nähmaschine. Morgen kommt das Erzählcafé an die Reihe. Und wann findet eigentlich der nächste Mutter-Kind-Treff statt? Kiezstube, das wird hier am Kastanienplatz deutlich,
ist gelebte Nachbarschaft.

› GEWOBAG-Projekt
Kiezstuben
Um das Miteinander in den Wohngebieten zu stärken, hat die GEWOBAG mit starken Partnern, wie
etwa Möbel Kraft und lokalen Trägern, die Kiezstuben in verschiedenen Stadtteilen eröffnet. Gemeinsam mit sozialen Trägern, den Mieterbeiräten und
Anwohnern werden Angebote entwickelt und in
die Tat umgesetzt. Das Programm im Netz:
› www.gewobag.de/veranstaltungen

10 KIEZ & QUER

11

Die Künstlerin Kerstin Heymann arbeitet
in einem ehemaligen Ladengeschäft in der
Immanuelkirchstraße.

Das Leben in Prenzlauer Berg scheint von Müßiggang geprägt zu sein. Szenen aus der Kastanienallee, die viele angesichts der modischen Klientel auch „Castingallee“ nennen.

Immer noch schön

„Es vergeht kaum ein
Tag, an dem dieses Haus
nicht fotografiert wird.“

FREUNDLICHE CAFÉS, HIPPE GESCHÄFTE UND PROMINENTE BEWOHNER

Kerstin Heymann, Künstlerin

– PRENZLAUER BERG GILT ALS PARADEBEISPIEL DES STADTTEILWANDELS.

FOTOS: TINA MERKAU

EIN SPAZIERGANG DURCH DEN NACH WIE VOR BELIEBTEN BEZIRK.

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Secondhandshops neben Designerläden:
Die kleinen Geschäfte in Prenzlauer Berg
bedienen den besonderen Geschmack.
berlinerleben 4 / 2013

V

or dem Haus stehen wieder Leute. Berlin-Besucher, die durch das Winsstraßenviertel spazieren, die Kamera im Anschlag. In dem ehemaligen Laden hinter dem
schön bewachsenen, roten Backsteinbau mit
den großzügigen Bogenfenstern arbeitet Kerstin Heymann an ihrer Staffelei. Es riecht nach
Farben und Terpentin. Riesige Gemälde mit
opulenten Blumen aus Acryl und Öl schmücken
die hohen Wände. „Es vergeht kaum ein Tag,
an dem dieses Haus nicht fotografiert wird“,
sagt die zierliche Künstlerin. Das hat Vorteile.
„Häufig kommen die Leute rein und schauen
sich meine Bilder an.“
Nach dem Studium der Freien Kunst in Kiel
und Edinburgh erhielt Kerstin Heymann eine
Reihe Stipendien im Ausland. Sie lebte und arbeitete in Holland, in Costa Rica und in den
USA. „Berlin ist die einzige Stadt in Deutschland, in der es mich reizt zu leben“, sagt die
Malerin und GEWOBAG-Mieterin. Vor sieben
Jahren hat sie ihr Atelier, das auch Ausstellungs- und Verkaufsraum ist, in der Immanuelkirchstraße 25 bezogen. In der Nachbarschaft
schätzt man ihre Bilder, sie passen in das Ambiente des Viertels mit seinen kleinen Cafés,

Geschäften und Kopfsteinpflaster. In einem Laden um die Ecke, in der Winsstraße, sind einige ihrer Arbeiten ausgestellt. „Ich liebe den
Prenzlauer Berg – immer noch“, sagt sie. Auch
ihre privaten Räume hat Kerstin Heymann in
diesem Bezirk, der sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat wie kaum ein anderer in Berlin. „Der Punk ist weg“, sagt die Künstlerin –
und klingt dabei nicht besonders bedauernd.
Schon zu DDR-Zeiten prägten Studenten,
Literaten und andere Kulturschaffende das
Image von Prenzlauer Berg. Als Kerstin Heymann Mitte der 90er-Jahre nach Berlin zog,
war der Bezirk ein Sehnsuchtsort für junge
Künstler, Studenten und Glücksritter aus West
und Ost. Die meisten Häuser waren noch unsaniert, die Mieten niedrig. Fast jeden Tag öffnen neue Kneipen und Restaurants. Die jungen Leute von damals bekamen Kinder, blieben
hier wohnen und machten aus dem trubeligen
Szenekiez zwischen Helmholtzplatz und Wasserturmplatz eine mitunter bürgerliche Nachbarschaft. Die Cafés rund um den Kollwitzplatz
wurden mit Spiel- und Krabbelecken kleinkindtauglich, auf den Grünflächen wuchsen Spielplätze. Die Häuser wurden von Grund auf sa-

12 KIEZ & QUER

13

„Das Viertel und seine Klientel
haben sich in den letzten Jahren
stark verändert.“

Christoph Krone

Christiane Schwarze, Inhaberin Uhranus

zwölf Jahren.

God bless you an der
Kastanienallee seit

Kapitalismuskritik im Kiez (oben). Der Wasserturm ist das Wahrzeichen der Knaakstraße
(unten). Grüne Oase Mauerpark (ganz unten).

Christiane
Schwarze
von Uhranus
verkauft Dinge,
die einfach
Spaß machen.

wird saniert und der Strom der Flaneure drängt
sich auf einem schmalen, provisorisch angelegten Gehsteig. Selbst Konnopke’s Imbiss an
der Schönhauser Allee, wo Günther Ziervogel
1960 die erste Currywurst Ostberlins verkaufte, ist von einem Bauzaun umgeben.
Prenzlauer Berg, immer mal wieder als
„Schwabenexil“ verspottet, ist natürlich nach
wie vor beliebt – aus gutem Grund. An den
Samstagvormittagen drängen sich die Menschen an den Marktständen am Kollwitzplatz,
um französischen Käse, von Hand gefertigte
Nudeln und Gemüse vom Biobauern zu kaufen. Der Duft von frischen Kräutern und heißen Maroni hängt in der Luft. Es gibt Erbsensuppe aus der Gulaschkanone und Winzersekt.
Man spricht über gutes Essen und die Lebens-

qualität im Kiez. Vertrautes Kleinstadtflair in
der Millionenmetropole. Man kennt sich
schließlich, steht in Grüppchen zusammen und
prostet sich zu. So macht man das hier jedes
Wochenende.
Weniger gediegen, aber nicht weniger charmant geht es an den Wochenenden im Mauerpark zu. Der Mauerpark sei eine typische Berliner Sehenswürdigkeit, so spottete einst
Kultautor Wladimir Kaminer: „Hier gibt es weder eine Mauer noch einen Park.“ Wenn sich
die Schlangen über den Flohmarkt schieben,
auf der Suche nach einem Kronleuchter aus den
20er Jahren oder antiken Türbeschlägen, und
die Karaoke-Truppe um die Aufmerksamkeit
der Zuschauer wirbt, dann ist es hier eigentlich
wie immer: weltoffen, lebendig und herzlich.
berlinerleben 4 / 2013

Der Currywurst-Papst Konnopke steht für den Prenzlauer
Berg, wie er schon vor der Wende gewesen ist.

Im Elias-Kuppel-

FOTOS: TINA MERKAU

niert und ihre Fassaden in frischen Farben
getüncht. Zum GEWOBAG-Bestand in Prenzlauer Berg zählen rund 14.000 Wohnungen. Nina
Hoss, Daniel Brühl, Sandra Maischberger – und
viele andere bekannte Persönlichkeiten wohnen
in Prenzlauer Berg, dessen Charme bis weit über
die Stadtgrenzen hinaus strahlt. Wenn man
nicht gerade bei einer städtischen Wohnungsgesellschaft wohnt, muss man mit hohen Mietforderungen rechnen. Längst gilt der Stadtteil
als ein Paradebeispiel für die Verdrängung alteingesessener Mieter zugunsten einer neuen,
finanzstarken Klientel. Senioren sieht man kaum
noch auf den Straßen, die Jüngeren ziehen in
den preiswerteren Wedding. Die Mehrzahl der
Bewohner ist heute zwischen 30 und 45 Jahre
alt und hat einen Hochschulabschluss.
So homogen wie die Bewohner ist auch die
Architektur: Fünfgeschossige Wohnhäuser in
geschlossener Blockbauweise mit zahlreichen
Hinterhöfen bestimmen den Kiez. Mehr als 300
Gebäude stehen unter Denkmalschutz. Der
Prenzlauer Berg ist eines der größten zusammenhängenden Sanierungsgebiete Europas.
Seit der Wende sind 80 Prozent der Bewohner
neu in den Bezirk gezogen. Christiane Schwarze, die an der Kastanienallee mit Uhranus einen Laden für Design und „Dinge, die einfach
Spaß machen“, betreibt, kennt die Nachbarschaft noch aus den Jahren vor dem Mauerfall. „In Zeiten wie diesen eine Mietsicherheit
zu haben, ist viel wert“, sagt die GEWOBAGMieterin. „Das Viertel und die Klientel haben
sich stark verändert.“ Immer mehr Berlin-Besucher zieht es in das Viertel nördlich der Torstraße, um das spezielle, kreativ anmutende
Flair zu atmen, das die Kastanienallee immer
noch umweht. Die großen Marken wie Hennes & Mauritz und Benetton haben hier immer
noch keine feste Adresse. „Die Läden sind zu
klein für diese Unternehmen“, sagt Christoph
Krone, der seit rund zwölf Jahren den Modeladen God bless you betreibt. „Das ist gut für
uns kleine Gewerbetreibende!“
Der Wandel ist noch lange nicht vollzogen.
Im Moment ist an der Kastanienallee buchstäblich der Bürgersteig hochgeklappt: Die Straße

betreibt seinen Laden

saal in der
Göhrener Straße
finden häufig
Konzerte statt.
berlinerleben 4 / 2013

14 KIEZ & QUER

15

Für Jürgen Nordmann ist das
Mitanpacken Ehrensache.
Der Rentner setzt sich ein,
wo immer er gebraucht wird.

Beim Leseopa Jürgen Nordmann macht das Lernen des Alphabets genauso viel Spaß wie das Vorlesen. Jedes Kind bekommt von ihm die gleiche Aufmerksamkeit.

Helfen lohnt sich
DER REINICKENDORFER JÜRGEN NORDMANN ENGAGIERT SICH ALS
LESEPATE, MIETERBEIRAT UND SPENDENSAMMLER.

berlinerleben 4 / 2013

FOTOS: RÜDIGER KNOBLOCH

J

amal blickt konzenJürgen Nordmann
triert auf seine Leseist Lesepate an der
„Überall in Berlin suchen
karte. Zuoberst steReinickendorfer HaGrundschulen freiwillige Helfer.“
hen zwei Buchstaben:
velmüller-Schule. Er
Jürgen Nordmann, Lesepate
ein L und ein E. Zusamweiß, wie wichtig Anmen, das lernt der Ersterkennung und Unklässler zurzeit, wird
terstützung für die
dies zum „Le“. In der nächsten Reihe ist ein „Li“ Kinder sind, die zu ihm kommen. Aufmerksam
dran, und dann liest der Junge die Silbe „Lo“ vor. lauscht er nun der neunjährigen Nora, die ihm
Ups, da hat er doch glatt das A mit dem O ver- eine lustige Geschichte über ein rechnendes
wechselt. „Jamal, das ist gar nicht schlimm, lies Pferd vorliest. Vor lauter Eifer verhaspelt sich
die Reihe einfach noch einmal vor“, beruhigt die Grundschülerin an der einen oder anderen
Jürgen Nordmann den Jungen. Ermutigt fährt Stelle ihres Lieblingsbuches, aber die einfühlder Erstklässler fort – und darf sich am Ende same Art von Jürgen Nordmann bringt wieder
der zehn Minuten, die er heute im Lesezim- Ruhe in den Vortrag.
mer verbringt, sogar über ein Sternchen für
Während wir auf das nächste Kind warten,
erzählt der 68-Jährige, dass er durch seinen
eine besonders gute Leistung freuen.

Enkel zum Leseopa geworden ist. „Als der Junge eingeschult wurde, suchte die Schule händeringend Lesepaten, ich war damals gerade
in den Ruhestand gegangen und habe spontan zugesagt, seitdem bin ich dabei.“ Mittlerweile ist Nordmanns Enkel längst Teenager,
aber der wöchentliche Termin in der Havelmüller-Schule gehört seither zum privaten Wochenplan des Ruheständlers.
Gerade klopft es wieder leise an der Tür.
Dann tritt Danika ein. Die Drittklässlerin nimmt
ihren Zeigefinger zu Hilfe, um nicht in der Zeile zu verrutschen, aber sie liest flüssig und mit
Betonung. Eigentlich hätte sie keine Unterstützung nötig. „Die Kinder tragen sich alle freiwillig auf einer Liste in ihrer Klasse ein. Manche, weil sie Übung brauchen, andere, weil sie
so gern vorlesen“, erklärt der Lesepate. Sieben
Kinder sind es heute Vormittag, die mit erwartungsvollem Gesicht den Raum betreten – und
mit einem stolzen Lächeln verlassen. „Die ehrliche Freude der Kinder ist die schönste Belohnung“, sagt Jürgen Nordmann. „Außerdem fiele mir irgendwann die Decke auf den Kopf,
wenn ich nur zu Hause hocken und Däumchen
drehen würde.“
berlinerleben 4 / 2013

Bei so viel Energie erstaunt es nicht, dass
der frühere kaufmännische Angestellte und Filialleiter auch im Mieterbeirat der GEWOBAG
aktiv ist. „Früher war ich zu stark durch die Arbeit eingebunden, aber jetzt nutze ich die Zeit,
um etwas Sinnvolles zu tun.“ Jürgen Nordmann fühlt sich mit seinem Reinickendorfer
Kiez eng verbunden und möchte dazu beitragen, dass die Nachbarschaft im Wohngebiet
gut und das Lebensgefühl positiv bleibt. „Seit
1977 wohnen wir nun schon hier“, erklärt
Nordmann, „und möchten uns gern weiterhin
im Kiez zu Hause fühlen.“
Geboren wurde der heutige Reinickendorfer Ende des Zweiten Weltkriegs in Schlagenthin
im Jerichower Land. Seine Mutter war vor dem
Bombenhagel auf die Hauptstadt geflohen,
aber dass Nordmann im Grunde ein waschechter Berliner ist, macht schon sein trockener
Humor deutlich: „Meine Frau ist übrigens auch
froh darüber, wenn ich durch meine Ehrenämter mal aus dem Haus bin.“
Sein natürlicher Charme und seine umgängliche Art kommen Jürgen Nordmann
nicht nur bei seiner Tätigkeit als Lesepate in
der Havelmüller-Schule oder bei Diskussi-

onen im Mieterbeirat zugute. Auch für seine
jüngste Aktivität als Spendensammler ist es
hilfreich, dass er nicht auf den Mund gefallen
ist. „In der Max-Beckmann-Oberschule gibt es
ein Solarprojekt, das ich für sehr sinnvoll halte. Dafür sammle ich jetzt“, erklärt der engagierte Ruheständler. Für das innovative Wissenschafts- und Energiesparprojekt der
Reinickendorfer Schülerinnen und Schüler sind
weitere Sponsoren jederzeit willkommen.
› Am Projekt „Solartec MBO“ der Reinickendorfer
Max-Beckmann-Oberschule Interessierte können
sich jederzeit über den Mieterbeirat mit Jürgen
Nordmann in Verbindung setzen:
www.mieterbeirat_tegel_sued@yahoo.de

16 LEBEN & WOHNEN

17

WILDE TIERE FINDEN IM URBANEN RAUM GUTE LEBENSBEDINGUNGEN VOR: NAHRUNG, RUHE UND NISTPLÄTZE
SIND IN BERLIN REICHLICH VORHANDEN. ABER DER MENSCH TUT GUT DARAN, SICH VON DEN WILDTIEREN
FERNZUHALTEN – UND DAS FÜTTERN MUSS TABU SEIN.

I

n Zehlendorf graben Wildschweine die Gärten um, der Marder knabbert an
den Kabeln parkender Autos
und der Fuchs stiehlt nicht nur die
Gans, sondern auch die Wurst
vom Grill. Wir sprachen mit Anja
Sorges vom Naturschutzbund
Deutschland über wilde Tiere in der Stadt
und wie man sich ihnen gegenüber verhalten sollte.
berlinerleben: Frau Sorges, was führt Wildschweine, Waschbären und Co. zu uns?
Erst einmal die Ruhe: In den Wäldern werden die Tiere bejagt, in der Stadt hingegen
so gut wie gar nicht. In großen Gärten, Parkanlagen, Friedhöfen und in Berliner Wäldern
finden sie ausreichend Versteckmöglichkeiten. Parkanlagen, Wälder und auch Straßen
bieten Nahrung durch unsere menschlichen
Hinterlassenschaften wie Kompost und Abfälle, die einfach auf die Straße geworfen werden.
berlinerleben: Welche Tiere kommen noch?
Verschiedene Greifvögel, wie zum Beispiel
der Sperber, Habicht, Turmfalke, Wanderfalke. Auch sie finden in der Stadt Brutraum und
Nahrung. Sie fressen Kaninchen, Tauben und
Mäuse. Auch für Krähenvögel wie die Saat- und
Nebelkrähe sind die Nahrungsbedingungen
aufgrund der zunehmenden Industrialisierung
der Landwirtschaft in der Stadt häufig besser
als auf dem Land. Feldlerchen sind die großen
Verlierer der intensivierten Landwirtschaft
und haben nun auf dem ehemaligen Flugfeld
Tempelhof und dem Flugfeld Tegel bedeutende Populationen etablieren können.
berlinerleben: Ist das ein neueres Phänomen,
dass die Tiere zu uns ziehen?

flüssig ist. Diese Arten rücken
dann dem Menschen näher, als
ihm lieb ist. Letzteres sehen wir vor
allem beim Waschbär.
berlinerleben: Was müssen wir
beachten, wenn wir einem
Fuchs oder Wildschwein
begegnen?

Nein.
Eine ganze Reihe von Wildtieren – vor allem
Wildschwein
und Fuchs – haben schnell gelernt,
wo es Nahrung und Ruhe gibt, und sind schon
lange als Kulturfolger bekannt. Neu ist das Aufkommen verschiedener Vogelarten.
Auffallend ist die große Zahl der Krähen, die vor allem in den nahrungsarmen Wintermonaten die Feldfluren verlassen und den urbanen Raum aufsuchen.
Anhand der Feldlerche wird der Zusammenhang zwischen Lebensraumvernichtung durch
Landwirtschaft und Ausweichen auf offene
städtische Flächen sehr deutlich.

FOTOS: FOTOLIA (4), ISTOCKPHOTO/CHRIS WOLF

Besucher aus dem Wald

Niedlich, aber nervig: Waschbären kommen dem Menschen oft näher, als ihm lieb ist. Wildschweine können aggressiv werden.

Sie in Ruhe lassen. Nicht füttern. Nicht versuchen zu streicheln. Auch wenn Fuchs und
Wildschwein noch so zutraulich sind, es handelt sich immer noch um Wildtiere und nicht
um Haustiere. Wildtiere verhalten sich bei aller Zutraulichkeit am Ende doch wieder wie
Wildtiere: Sie laufen weg,
schubsen oder beißen,
wenn sie sich bedrängt fühlen.
Füchse weichen dem
Menschen
in der
Regel
aus.

Taucht ein Fuchs auf dem Kinderspielplatz
auf, so liegt dies sicher daran, dass sich der
Spielplatz in der Nähe seines Baus oder des
Jagdreviers befindet. Oder der Fuchs hat seine
Jungtiere in der Nachbarschaft untergebracht.
Da Deutschland derzeit als tollwutfrei gilt,
geht vom Fuchs keine Ansteckungsgefahr
aus. Trotzdem ist zu beachten: Der Fuchs ist
kein Kuscheltier!
berlinerleben: Vor Wildschweinen haben die
meisten Menschen ohnehin mehr Respekt.
Ja, und zwar mit Recht. Denn Wildschweine sind verhältnismäßig groß und kräftig und
verteidigen ihre Frischlinge teilweise mit Vehemenz. Zudem belagern Wildschweinrotten
gerne Parkplätze in Berliner Wäldern, wenn
sie wissen, dass sie dort gefüttert werden
oder genügend Lebensmittel im Müll finden.
Also sollte man keine Reste vom Picknick dort
liegen lassen. Wie bei allen Waldbewohnern
gilt auch hier: In der Regel halten Wildschweine Abstand vom Menschen. Wenn sie jedoch
partout den Weg nicht freigeben wollen,
dann sollte der Spaziergänger sich eine
andere Route überlegen – und den
Schweinen keinesfalls auf
den Pelz rücken.

Der Fuchs hält in

berlinerleben: Sind Wildtiere in der Stadt zutraulicher?
Das kann man nicht pauschal sagen. Vögel
halten zum Menschen meist einen gewissen Abstand. Säugetiere verlieren die Scheu, wenn sie gefüttert
werden – was übrigens völlig über-

der Regel Abstand
zum Menschen. Doch
manchmal ist er nicht

› Mehr Informationen über Wildtiere in
Städten und den besten Umgang mit ihnen
gibt es beim Deutschen Naturschutzbund.
www.nabu.de

bereit, wegen eines
entgegenkommenden
Passanten die Straßenseite
zu wechseln.
berlinerleben 4 / 2013

berlinerleben 4 / 2013

› Unbeliebte Tiere
Tauben
Experten gehen davon aus,
dass etwa 10.000  Stadttauben durch die Hauptstadt flattern. Noch im
Jahr 2000 waren es vier Mal
so viele. „Ratten der Lüfte“ nannte man sie lange Zeit zu Unrecht. Denn Krankheiten übertragen diese menschenfreundlichen Vögel nicht.
Dennoch werden die gurrenden Zeitgenossen
oft als störend empfunden, vom Dreck, den sie
hinterlassen, ganz zu schweigen. Für den Menschen heißt das: Bitte nicht füttern! Taubenfutter
in Gartenanlagen und auf Balkonen zieht sie erst
recht an. Auch kann es anderes Getier wie Mäuse herbeilocken.
Ratten
Ratten bevölkern zu Hunderttausenden die Stadt.
Und diese Plagegeister sind
immer weiter auf dem Vormarsch, wie der Einsatz der
Berliner Kammerjäger zeigt: 2010 rückten sie rund
4.500 Mal aus, im vorigen Jahr wurden sie mehr als
5.000 Mal gerufen. Sie sind nicht ungefährlich: Forscher haben jetzt entdeckt, dass Ratten multiresistente Keime tragen. Eindämmen lässt sich die
Plage vor allem dadurch, dass man ihre Lebensbedingungen ungünstiger macht. Auch Mieter
können dazu beitragen, indem sie dafür sorgen,
dass kein Müll offen herumliegt und die Tonnen
verschlossen bleiben.

18 SERVICE & FREIZEIT

19

Festtage für
alle Sinne

für 4 Personen

DEKORS, REZEPTE UND SPIELE FÜR
WEIHNACHTEN UND SILVESTER

den Tisch“, zusammengestellt von
Karen Meier-Ebert.

ben“

rle

ō Sc h ö
Warm und niedlich
Die Stiefelchen aus Filzresten sind schnell genäht. Beim Füllen ist Fantasie gefragt. Zimtstangen
und Tannengrün geben
einen schönen Duft!

„berline

Scharade
Reihum stellen die Anwesenden mit Gesten und
pantomimisch ein Tier oder einen Beruf dar. Wer am
Schluss der Runde die meisten Begriffe erraten hat,
ist Gewinner. Je nach Alter der Kinder kann die Begriffspalette auch auf Berühmtheiten oder Gegenstände ausgeweitet werden.

Wunderkerzen griffbereit
Wenn es an Silvester zwölf schlägt, hat jeder seine Wunderkerzen schon zur Hand: Sie sind nämlich mit einem dünnen Streifen Alufolie um die
Serviette gebunden. Im Supermarkt oder Kaufhaus erhältlich.

„Festlich tafeln: Die
schönsten Ideen für

11:
e
g
l
Fo liche
Fest deko
Tisch

Silvester-Spiel

Glückskekse mit individuellen Sprüchen
Glückskekse sind immer für eine Überraschung gut:
Persönlicher wird’s, wenn man die Kekse auspackt,
einen individuellen Spruch auf den Zettel schreibt
und ihn zurückschiebt. Beim Asia-Markt erhältlich.
berlinerleben 4 / 2013

FOTOS: PROMO, GEWOBAG, FOTOLIA (6), „FESTLICH TAFELN“/ BLOOM‘S BY ULMER

GEWOBAG
› GEWINN
Tischdekoideen

Wohne

ō

m

it

Weihnachten & Silvester
Weihnachtliche
Tafel
Weihnachtssterne
passen mit ihrem
leuchtenden Rot gut
zu weißem Geschirr.
Ihre Blütenpracht veredelt das Festtagsmenü. Im Blumenladen erhältlich.

r
ne

n

Z

u Weihnachten und Silvester kann man
seine Kreativität besonders gut ausleben. Unser Festtagsmenü (rechts) orientiert sich an der klassischen deutschen Küche:
Die Gans schmeckt allen Gästen  – von den
Großeltern bis zu den Enkeln. Für die wird es
beim Nachtisch noch einmal spannend: Nach
einem dänischen Weihnachtsbrauch versteckt
der Koch eine Mandel im Milchreis. Der Finder
muss die Mandel bis zum Schluss heimlich im
Mund behalten. Zur Belohnung winkt ein kleines Geschenk. Aber zu kurz kommt bestimmt
keiner: Denn mit seinen Lieben Zeit zu verbringen, ist ohnehin das Schönste!

WEIHNACHTSGANS MIT SOSSE
Zutaten Gans: 1 Gans, 2 Äpfel, 2 Orangen,
1 Gemüsezwiebel, Gänseschmalz, 1 Bund
Majoran, 1 Bund Thymian, 1 x Beifuß,
1 x Liebstöckel, Salz, Pfeffer
Zutaten Soße: 1 Gemüsezwiebel, 5 bis 6
Karotten, 350 ml roter Traubensaft, Soßenbinder für dunkle Soßen, Küchentuch, Eiswürfel

1. Heizen Sie den Backofen bei Ober- und Unterhitze auf 195 Grad vor. Tipp: Die Garzeit
wird nach dem Gewicht der Gans berechnet.
Pro Kilogramm sollten Sie eine Stunde Garzeit kalkulieren. Würfeln Sie die unbehandelten Äpfel und Orangen ungeschält.
Schneiden Sie die Karotten und eine Zwiebel
in grobe Stücke.

2. Zupfen Sie eventuelle Gänsefedern mit der
Pinzette. Entfernen Sie das sichtbare Fett
und waschen Sie die Gans. Salzen und pfeffern Sie sie dann von außen und innen.
Stopfen Sie anschließend die Apfel- und
Orangenstücke sowie Beifuß, Liebstöckel,
Majoran und Thymian in den Bauch. Nähen
Sie die Gans nun mit Nadel und Faden zu

ÜBERRASCHUNGS-MILCHREIS
Zutaten: 2 l Milch, 250 g Milchreis, 1 Prise Salz,
1 Ei (getrennt), 1 ganze Mandel, Butter,
zu gleichen Teilen Zucker und Zimt vermischen

GEWOBAG online
Mehr Tipps zum Thema
Tischdekoration finden Sie
unter www.gewobag.de/
Tischdeko
berlinerleben 4 / 2013

und legen Sie sie in den Bräter. Verteilen Sie
Karotten und Zwiebel darin und gießen Sie
alles mit 350 ml Traubensaft an. Reiben Sie
die Gans mit Gänseschmalz ein (das gibt eine schöne Kruste).

3. Schieben Sie den Bräter in den Ofen (unterste Schiene). Begießen Sie die Gans mit der
Soße in einem Intervall von 20 bis 30 Minuten. So verhindern Sie, dass die Gans verbrennt und sie bleibt saftig.

4. Wenn die Gans fertig ist und eine goldbraune Kruste hat, gießen Sie die Soße aus dem
Bräter in einen Topf. Um das überschüssige
Fett zu entfernen, legen Sie Eiswürfel in ein
Küchentuch und formen Sie ein Säckchen.
Schwenken Sie dieses langsam durch die Soße, sodass das Fett erstarrt und an dem Küchentuch hängen bleibt. Binden Sie die Soße
nun mit einem Esslöffel Soßenbinder ab.

5. Für Vegetarier sind Grünkernfrikadellen oder
ein Seitan-Schnitzel aus dem Biomarkt eine
tolle Alternative. Beides kann gut mit Rotkohl und Klößen serviert werden.

1. Milch mit der Prise Salz zum Kochen bringen
und dann den Reis 20 Minuten kochen. Ei,
Zucker und Milch vermischen und nach den
20 Minuten unterrühren. Dann kurz aufkochen lassen. Eiweiß zu Eischnee schlagen
und unter den erkalteten Milchreis heben.

2. Milchreis in kleine Schüsseln geben und in
einer Portion die Mandel verstecken. Zucker
und Zimt darüberstreuen. Mit kleinen Butterstückchen verzieren und servieren. Eine
Alternative zu Zimt und Zucker sind heiße
Kirschen.

20 SERVICE & FREIZEIT

21

› Kindersicherheit

Willkommen zu Hause
OB ÄMTERGÄNGE, ARZTBESUCHE ODER NESTBAU – VIELE DINGE REGELN WERDENDE ELTERN AM BESTEN,
BEVOR DER NEUE MITBEWOHNER DA IST.

Christina Scharfe, Hebamme

A

GEWOBAG online

Ein großer Augenblick: Mit der richtigen
Vorbereitung bekommt das Baby einen
schönen Empfang.

Mehr Tipps für den
Nachwuchs gibt es
unter www.gewobag.de/
Nachwuchs

FOTOS: SHUTTERSTOCK, PRIVAT, BABYDAN, ISISAFE, FOTOLIA, BJÖRN DAHLGREN / INTER IKEA SYSTEMS B.V., TAUSENDKIND

ls Hebamme hat Christina Scharfe
mehr als 400 Frauen in ihrer Schwangerschaft und am Wochenbett begleitet. Im Interview verrät sie, worauf werdende Eltern achten sollten.
berlinerleben: Frau Scharfe, viele Paare, die ein
Kind erwarten, wissen erst einmal nicht, woran
sie zuerst denken sollen – können Sie helfen?
Zunächst einmal sollte man sich Zeit nehmen,
um sich zu freuen. Unverheirateten Paaren rate ich dann nach dem dritten Monat die Frage
des Sorgerechts zu klären. Auch, ob der Vater
in der Geburtsurkunde eingetragen werden
will, muss mit der Vaterschaftsanerkennung
geregelt werden. Die Papiere für das Elternund Kindergeld trägt man ebenfalls am besten in dieser Zeit zusammen.

by und stabil anbringen. Das Kind braucht außerdem einen eigenen Schlafplatz, der wiederum nicht zu warm sein sollte. Regelmäßige
Frischluftzufuhr ist ganz wichtig, weil Heizungsluft die Atemwege austrocknet. Die optimale Schlaftemperatur liegt bei 18  bis
20 Grad. Das Baby sollte lieber entsprechend
warm angezogen sein. Ein Schlafsack sowie
eine Decke aus reiner Wolle, um das Baby darin einzuwickeln, sind wichtig. Eine normale
Decke braucht das Kind in den ersten Monaten nicht.
berlinerleben: Unterstützung braucht die Mutter
dann ja vor allem im Wochenbett ...
Richtig, und es ist hilfreich, wenn klar ist, wer
welche Aufgaben übernimmt. In der Regel hilft
der Mann, aber auch Freunde und Eltern sind
häufig mit dabei. Sie sollten sich um Essen,
Haushalt und genügend Ruhe für die Mutter
kümmern. In einigen Fällen können Gynäkologen auch den Anspruch auf eine Haushaltshilfe bescheinigen.

berlinerleben: Wann wird die Hebamme aktiv?
Vom Anfang der Schwangerschaft bis acht
Wochen nach der Geburt hat jede Frau Anspruch auf Hebammenhilfe. Idealerweise sollte
die Schwangere ihre Hebamme etwa zehn
Wochen vor dem Geburtstermin kontaktieren.
Nach der Geburt sind zehn Besuche der Hebamme obligatorisch, wir beraten beim Stillen,
berlinerleben: Wann sollte der Nestbau sinnvol- beantworten Fragen und schauen, ob das Balerweise beginnen?
by genügend zunimmt, der Bauchnabel gut
Ab dem fünften Schwangerschaftsmonat verheilt und ob sich bei der Mutter die Gebärmacht es Sinn, einige Dinge anzuschaffen. mutter zurückbildet. Aber auch schon wähDer Platz zum Wickeln etwa sollte warm und rend der Schwangerschaft kann die Hebamme
praktisch sein. Wer keine Wickelkommode eine Hilfe und Stütze sein, beispielsweise bei
möchte, kann auch eine Auflage für die Ba- Schwangerschaftsbeschwerden helfen oder
dewanne oder das Bett nehmen – beides
im Mutterpass dokumentierte
TÜV-geprüft.
Werte erklären. Es besteht übriGEWOBAG
› GEWINN
gens auch die Möglichkeit, die
berlinerleben: Für einen schicken KinderwaVorsorgeuntersuchungen abFußsack von
gen stürzen sich viele in Unkosten, ist das
wechselnd beim Gynäkolotausendkind
nötig?
gen und der Hebamme zu
Auf keinen Fall. Kinderausstattung kann
machen. Alle Leistungen der
man wunderbar auf Flohmärkten und BaHebamme werden von der
bybörsen erstehen. Auch eine Schenkliste
Krankenkasse bezahlt. Eine
macht Sinn: Freunde und Verwandte können
Hebamme findet man zum
sich etwas aussuchen und anschaffen.
Beispiel unter › www.kidsgo.de
berlinerleben: Was ist sonst zu beachten?
Wer über dem Wickeltisch eine Wärmelampe
nutzen möchte, sollte sie nicht zu nah am Baberlinerleben 4 / 2013

Verlosung: Wind- und wasserabweisender Fußsack für den Kinderwagen. www.tausendkind.de

Kaum sind sieben bis neun Monate vergangen,
starten die Kleinen ihre ersten Krabbelversuche.
Und damit beginnt auch die Neugierde auf alles, was in der Wohnung nicht niet- und nagelfest ist. Ein paar Sicherheitsvorkehrungen sind
daher unerlässlich.
Tischeckenschutz
Selbst Erwachsene stoßen
sich zuweilen an Tischecken. Wenn die Kleinen
ihre ersten Krabbel- und
Stehversuche machen, wird
es aber gefährlich. Zum Glück bieten Drogeriemärkte praktische Schutzkappen für Tischecken
an. Ab 1,50 Euro in der Drogerie.
Fensterschutz
47 Prozent aller Kinderunfälle im Haushalt sind
Stürze – besonders gefährlich sind Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Isi
Safe bietet Fensterschutz-Modelle für Holz-,
Kunststoff- und Aluminiumfenster. 19,95  Euro
von www.isi-safe.com
Steckdosenschutz
Mit den Schutzkappen
zum Einsetzen verhindert
man, dass Babys ihre Finger unbemerkt in die Steckdose stecken. Den Steckdosenschutz erhalten sie in der Drogerie ab 1,50 Euro.
Schubladensperre
Schnell können sich Kleinkinder in einer Schublade die Finger einklemmen. Doch nicht nur das:
Ständig die Unterlagen, CDs oder Krimskrams
wieder einzuräumen, macht auch keinen Spaß.
Ein Schubladenschutz schafft Abhilfe. Er ist ab
etwa 2 Euro in der Drogerie erhältlich.
Rutschfeste Badematte
Eine rutschfeste Badematte verhindert, dass
Kleinkinder in der Wanne ausgleiten. Ikea sorgt
mit dem grünen Krokodil für 7,99 Euro für einen
sicheren Stand. www.ikea.de

22 TIPPS & TERMINE

RÄTSEL & COUPONS 23

Mitmachen und gewinnen!

volles programm in berlin

RÄTSELN UND LÖSUNG EINSENDEN – SO SICHERN SIE SICH IHREN GEWINN.

Musical

Gefährten

1x2
Freikarten

Aquarium

Jubiläum

Viele bunte Fische

Falkenhagener Feld

Zehn Jahre Sea Life Berlin! Das Aquarium beherbergt Fische aller Gewässerzonen von der
Spree über die Nordsee bis zum Atlantik.
Auch exotischeren Bewohnern wie Kraken,
Krabben, Rochen, Seesternen und kleinen
Haien bieten die Becken ein Zuhause. Der
AquaDom ist übrigens das größte zylindrische
Salzwasseraquarium der Welt. Der Acrylglasbehälter ist 25 Meter hoch und hat einen
Durchmesser von 11,5 Metern. In der Mitte
können Besucher in einem Aufzug durch das
Innere des Aquariums fahren.
› Sea Life, Spandauer Straße 3, Mitte,
täglich geöffnet von 10 bis 19 Uhr

Vor 50 Jahren wurde der Grundstein für das
Falkenhagener Feld gelegt. Heute leben in
dieser Großsiedlung im Westen von Spandau
etwa 25.000 Menschen. Anlässlich des Jubiläums gibt es bis Mai 2014 Veranstaltungen.
Die Ausstellung „50 Jahre Falkenhagener
Feld“ schildert die Geschichte der Großsiedlung. Die Schirmherren wie der Bezirksbürgermeister Helmut Kleebank sowie die Bezirksstadträte Carsten Röding und Gerhard Hanke
haben übrigens eine besondere Beziehung zur
Siedlung: Sie haben viele Jahre dort gelebt.
› Informationen und Events im Internet:
www.50jahre-ff.de

einge-­
poetisch: dickter
nicht
Auszug hart
Adler
(Pharm.)

Erinne-­
rung;
Souvenir
Nachbar-­
schaft
Abk.  für
Deutscher
Aktien-­
index

1

österr.
Bad  im
Salzkam-­
mergut

4

7
Ein-­
siedler,
Klausner

3

Honig-­
wein

12

3

1. Preis:
Ein Besuch des erfolgreichen Musicals „Gefährten“ für zwei Personen
im Stage Theater des Westens

10
Stadt
in  den
Nieder-­
landen

schmü-­
cken,
verschö-­
nern

2

feines
Gewebe

5

metall-­
haltiges
Mineral

kleines
Schub-­,
Zug-­
fahrzeug

freund-­
lich

1

land-­
schaft-­
lich:
bügeln

schwie-­
rige  Zeit

kleines
hirsch-­
artiges
Waldtier

Auf-­
sehen,
Skandal

Schein-­
glanz,
wertloser
Schein

6

Haus-­
halts-­
plan

Bedeu-­
tung,
Geltung

persönl.
Fürwort
(zweite
Person)

Nörgelei
deut-­
sches
Mittel-­
gebirge

9

8

4

5

6

2

7

8

11

9

10

11

12

Senden Sie das Lösungswort und Ihre Adresse bis zum 20. Januar 2014 an:
GEWOBAG, Redaktion berlinerleben, Tatjana Hoth, Bottroper Weg 2,
13507 Berlin, oder per E-Mail an: gewinn@gewobag.de

Theater

Die Schneekönigin
Hingehen!
Noch wissen wir nicht, wie der kommende
Winter sein wird. Schnee und Eis bringt er uns
zumindest im Stück „Die Schneekönigin“ nach
dem Märchen von Hans Christian Andersen.
An einem Wintertag wird Kay von Splittern eines Zauberspiegels getroffen, was sein Herz
zu Eis gefrieren lässt – bis er der Schneekönigin begegnet. Von ihrer Schönheit geblendet
verlässt er wegen ihr sein Zuhause, um mit ihr
im Eispalast zu leben. Bis Gerda auszieht, um
ihn zu retten.
› „Die Schneekönigin“, Theater an der
Parkaue, Do. 26.12., 16 Uhr, auch im
Januar, www.parkaue.de

In Ausnahmefällen können sich Terminänderungen ergeben. Werfen Sie kurz vor der Veranstaltung einen Blick auf www.gewobag.de (Kundenservice) oder in die aktuelle Tagespresse!

berlinerleben 4 / 2013

FOTOS: THOMAS LOHNES, GEWOBAG (2), BRINKHOFF-MOEGENBURG (2), PROMO (3), TAUSENDKIND, CHRISTIAN BRACHWITZ

GEWOBAG
› GEWINN

Das Stück „Gefährten“ erzählt von der Freundschaft
des Bauernjungen Albert zu seinem geliebten Pferd
Joey. Als der Erste Weltkrieg ausbricht, werden die
beiden getrennt. Nun folgt das Stück der Reise des
Pferdes und zeigt, wie es das Leben der Menschen,
denen es begegnet, verändert. Die Geschichte basiert auf dem in Großbritannien sehr beliebten Roman des englischen Jugendbuchautors Michael Morpurgo. Das vom National Theatre of Great Britain
produzierte Stück „War Horse – Gefährten“ inspirierte Steven Spielberg zu seinem gleichnamigen Film
aus dem Jahr 2011. „Gefährten“ sei „das bewegendste und spannendste Bühnenereignis des Jahres“, schrieb die „Sunday Times“. Die Hauptdarsteller
sind eine Sensation: lebensgroße von Schauspielern
bewegte Pferdefiguren, die sich bewegen wie echte
Tiere. Vor allem aber wird „Gefährten“ dem Publikum
als eine ermutigende europäische Geschichte über
Versöhnung und Frieden in Erinnerung bleiben.
› „Gefährten“, Stage Theater des Westens,
Kantstraße 12, Charlottenburg, Di., Do., Fr.,
Sa.: 19.30 Uhr; Mi.: 18.30 Uhr; Sa./So.: auch
14.30 Uhr, Fon: 018054444

Herzlichen Glückwunsch! Das Lösungswort des Rätsels in der Ausgabe 3/2013 lautete
„Baggerfahren“. Zwei Eintrittskarten für die Comedy-Show „Caveman“ konnte Dagmar
Welz in Empfang nehmen. Über die beiden Freikarten für eine Stadtrundfahrt durch das
vorweihnachtliche Berlin freute sich W. Ryl. Die Teekanne von ASA gewann Ralph
Werner. Das Haushaltssurvival-Buch von Bianka Bleier & Birgit Schilling bekamen die
GEWOBAG-Mieter Jürgen Heidrich, Antje Scholz, Anke Maaß und Sarah Luedemann von
uns zugesandt.

4.–6. Preis:
Der Ratgeber „Festlich tafeln –
Die schönsten Ideen für den Tisch“
zeigt Dekorationen für jeden
Anlass

Teilnahmebedingungen:
Die GEWOBAG schließt jede Haftung für Veranstaltungen und Couponangebote aus. Für Letztere sind die Firmen und Veranstalter
selbst verantwortlich und haftbar. Persönliche Daten aus der Beteiligung an Gewinnspielen oder Aktionen werden von der GEWOBAG
nicht gespeichert oder an Dritte weitergegeben. Werden mehr richtige Lösungen eingesandt, als Preise zur Verfügung stehen, entscheidet das Los. Die Gewinnspielteilnahme von Mit arbeitern der GEWOBAG, ihrer Tochtergesellschaften sowie deren Angehörigen
ist aus geschlossen. Eine Bargeldumwandlung von Gewinnen und der Rechtsweg sind ebenfalls ausge schlos sen. Alle Gewinner werden schriftlich benachrichtigt und in der nächsten Ausgabe der berlinerleben veröffentlicht. Die Gewinne werden per Post zugesandt.
Für Termine wird keine Gewähr übernommen.

berlinerleben 4 / 2013

2. Preis:
Ein Besuch für zwei Personen im Berliner
AquaDom & Sea Life, dem größten zylindrischen Salzwasseraquarium weltweit

3. Preis:
Ein wind- und
wasserabweisender
Fußsack für den
Kinderwagen

WIR WÜNSCHEN
IHNEN schöne,
besinnliche Weihnachtstage
im Kreise Ihrer Lieben, einen
guten Rutsch und ein
erfolgreiches Jahr
2014!

www.gewobag.de

FOTO: TINA MERKAU

Frohe Feiertage

LEBKUCHENWÄNDE, SCHOKOZIEGEL,
GUMMIBÄRCHENFENSTER

200 kleine Baumeister ...
bauten im Dezember 2013 im Rahmen der
GEWOBAG-Weihnachtsaktion leckere Knusperhäuschen. Bereits zum vierten Mal fand das
adventliche Bauen statt – diesmal im Falkenhagener Feld und am Mehringplatz. Mit der
Knusperhausaktion und vielen anderen Projekten gibt die GEWOBAG Wohnvierteln positive
Impulse und bringt sich aktiv in die Stadtteilentwicklung ein.
        
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