Path:
Periodical volume

Full text: Stadt und Land Issue 52.2016

Ausgabe 52 | 2016

STADT UND LAND
Das Magazin

Eiskalte Verführung

Hausgemachtes Eis von Jan Michalowski – ein Hit in Schöneweide

Unterwegs im Kunger-Kiez
Kultur, Wohnen und Gewerbe: Die Highlights des Quartiers

Frisch und modern in
die Zukunft
Die STADT UND LAND zeigt ihr neues Markengesicht

Liebe Mieterinnen und Mieter,

Anne Keilholz und Ingo Malter
Geschäftsführung

endlich wird die Natur von einem grünen Hauch überzogen, alles wirkt frisch
und lädt zum Verweilen ein. Zeit für Muße bleibt allerdings nicht – zu groß sind
die Aufgaben, die vor uns liegen. Neben dem beherrschenden Thema Neubau
steht auch die Versorgung unterer und mittlerer Einkommensschichten mit
bezahlbarem Wohnraum ganz oben auf der Agenda. Das neue Wohnraum­
versorgungsgesetz nimmt uns diesbezüglich weiter in die Pflicht. Vor dem
Hintergrund dieser dynamischen Entwicklung auf dem Wohnungsmarkt haben
wir den Auftritt der STADT UND LAND einer Frischekur unterzogen: Das mo­
dernisierte Logo und verschiedene Grüntöne auf weißem Untergrund wirken
klar und offen, aber auch nah an den Menschen. Mit unserem neuen Slogan
­„Zimmer, Küche, Bad, Berlin“ positionieren wir uns mit unserem Kerngeschäft
und versprechen nichts, was wir nicht halten können. Auch dieses Mieter­
magazin wurde auf Basis des neuen Designs überarbeitet. Es bietet nun mehr
Struktur, aber auch mehr Abwechslung in der Darstellung verschiedener The­
men. Sie finden weiterhin Kurzweiliges, Informatives und Vertiefendes für den
schnellen Überblick oder die ausführliche Lektüre.
Wir wünschen Ihnen viel Freude dabei.

Herausgeber
STADT UND LAND
­Wohnbauten-­Gesellschaft mbH
Werbellinstraße 12
12053 Berlin
Telefon 030 6892-6205
Telefax 030 6892-6469
journal@stadtundland.de
Gesamtredaktion und ViSdP
Frank Hadamczik, Leitung
­Unternehmenskommunikation
Redaktionelle Mitarbeit
J. Hansen, A. Libramm, D. Pogade,
A. Setzepfandt, T. Wahl
Fotos
C. Kruppa, W. Popp, photoDesign
Annett Scholz, Fotolia.de,
Shutterstock
Herstellung
STÖBE. Die Agentur für
­Kommunikation GmbH
Scharnhorststraße 25
10115 Berlin
Druck
Mundschenk Druck+Medien,
J. u. M. Radlbeck GbR
Auflage
42.000 Exemplare
Redaktionsschluss
12. April 2016

2	

Eiskalte
Verführung
Unschlagbare Eis-Experten: Wer gutes Eis sucht, muss
Kinder konsultieren. Niederschöneweide hat mit der
„Eiskultur“ in der Schnellerstraße einen neuen Anzie­
hungspunkt im Kiez: Jan Michalowski verkauft hier haus­
gemachtes Speiseeis.

18
Unterwegs im
Kunger-Kiez

8

Theater und Tai Chi, Kunst und
Kulinarik: Das Quartier zieht
immer mehr junge Leute und
Familien an.

28

Markenrelaunch
Die STADT UND LAND präsentiert sich
mit neuem Design und einer frischen
Imagekampagne.

4	

Einblick

23	

6	

Ausblick

24	Familienzeit

8	

Eiskalte Verführung

26 	

Im besten Alter

14	
Weichenstellung für
	
die Zukunft:
	
Das Wohnraum	versorgungsgesetz
16	
Neubau und
	Wohnungsankauf

27 	

Unsere Gewerbemieter

28 	
	

Frisch und modern
in die Zukunft

30 	

Mitmachen und gewinnen

Schnell erklärt

18	
Unterwegs im
	Kunger-Kiez

STADT UND LAND — NR. 52

3

Einblick
Aktuelles aus dem Unternehmen

Tag der Neubauten
Am 25. Juni 2016, ab 12 Uhr, öffnen die städti­
schen Wohnungsunternehmen ausgewählte
Baustellen.­Interessenten sind zu einem Besuch
des STADT UND LAND-Neubaus am Bruno-BürgelWeg 39 in Treptow eingeladen. Direkt am Spree­
ufer entstehen dort 284 neue Wohnungen. ●­

Pilotprojekt für junge
Flüchtlinge
Leistungsspektrum
Wohnungsbau
Gemeinsam sind die sechs kommunalen Woh­
nungsbaugesellschaften des Landes Berlin die
Nummer 2 am deutschen Mietwohnungsmarkt.
Erstmalig präsentierten degewo, GESOBAU, Ge­
wobag, HOWOGE, STADT UND LAND und WBM
jetzt im Schulterschluss das gemeinsame Leis­
tungsspektrum. Das Magazin „Wir bauen für Ber­
lin“ ist ein Handbuch für den Wohnungsneubau
der kommunalen Wohnungsbaugesellschaften
und belegt nachdrücklich, warum die Landesei­
genen der Motor der Berliner Stadtentwicklung
sind. Die Gesellschaften zeigen ihre Neubaustan­
dards, beschreiben, wie kosteneffizient sie arbei­
ten, und geben einen Gesamtüberblick über die
Neubauprojekte der kommunalen Unternehmen.
Einblick können Sie unter www.stadtundland.de
→ Unternehmen → Publikationen nehmen. ●

4	

Seit Mitte März absolvieren sechs syrische
Flüchtlinge ein Praktikum im Konzern STADT
UND LAND: Eine junge Frau hospitiert in der
Personalabteilung, fünf junge Männer sind in
der Facility-Gesellschaft im Einsatz und damit
auch in unseren Wohngebieten. Sie sind Teil­
nehmer des Pilotprojektes „START 3 + 3 – Das
Programm für junge Flüchtlinge“, an dem sich
auch die STADT UND LAND beteiligt. Unter dem
Motto „Talente sichten – Flüchtlinge in Sport
und Unternehmen“ hat dieses Projekt drei Zie­
le: Beschäftigung, Qualifikation und Integration
junger Flüchtlinge. Umgesetzt wird dies durch
eine qualifizierte soziale Betreuung und Beglei­
tung (u. a. Sprachausbildung, Gesundheits­
training), eine zertifizierte Ausbildung (zum
Beispiel als sportlicher Übungsleiter) sowie ein
Praktikum bzw. eine Berufs-Hospitanz in einem
Unternehmen. Mit diesem Engagement möchte
das Unternehmen konkret zur Integration junger
Flüchtlinge beitragen. ●

Austausch beim Empfang: Die neu gewählten Mieterbeiräte vom Wartheplatz (1.v.l. Sprecherin Verena Götze) besprachen ihre Sorgen und Wünsche mit der Neuköllner Bezirksbürgermeisterin Dr. Franziska Giffey (2.v.l.) und den
STADT UND LAND-Geschäftsführern Anne Keilholz (3.v.l.) und Ingo Malter (3.v.r.).

Neujahrsempfang für
die Mieterbeiräte

Sonnenstrom für
Hellersdorf

Der traditionelle Neujahrsempfang für die Mie­
terbeiräte und den Grünklub der STADT UND
LAND bot wieder reichlich Raum für informative
Gespräche zwischen den ehrenamtlich enga­
gierten Mietern und den Vertretern des Unter­
nehmens. Diese Möglichkeit nutzen nicht nur
die neu gewählten Mieterbeiräte aus Alt-Tem­
pelhof, der Heidekampsiedlung, Johannisthal,
Lankwitz und vom Wartheplatz. Auch die Inte­
ressenvertreter aus Lichtenrade, dem Rollberg
und vom Baumschulenweg suchten das Ge­
spräch, um die Anliegen der Mieter vorzubrin­
gen. Im festlichen Rahmen des Ochsenstalls auf
dem Gutshof von Schloss Britz konnte so man­
ches Problem besprochen werden. ●

In Hellersdorf wurden zwei weitere große
Photo­voltaikanlagen in Betrieb genommen: Die
Berliner Stadtwerke GmbH versorgt im Rat­
hausviertel aktuell über 560 Haushalte mit
­Solarstrom, die Berliner Energieagentur hat in
der Adele-Sandrock-Straße 156 Solarmodule
verbaut, die 44 Wohnungen mit Strom versorgen
können. Damit verfügt die STADT UND LAND über
die größte Auf-Dach-Solaranlage Deutschlands.
Über 10.000 Hellersdorfer haben inzwischen
die Möglichkeit, umweltfreundliche Energie zu
nutzen. ●

Mieterbüro Altglienicke
umgezogen
Die Mitarbeiter des Mieterbüros Altglienicke er­
reichen Sie seit dem 27. April 2016 im Servicebü­
ro Treptow am Sterndamm 7. Ihre Ansprechpart­
ner können Sie weiterhin unter den vertrauten
Telefonnummern kontaktieren. ●

STADT UND LAND — NR. 52

5

Ausblick
Neuigkeiten aus unseren Berliner Bezirken

Im Einsatz für ein lebendiges Quartier:
Cornelia Würz (links) und Veronika Schmidt.

Frische Äpfel aus
dem Rollberg
Bereits im November – zur besten Pflanzzeit –­­
wurden im Rollberg-Kiez Apfelbäume g­ epflanzt.
Sie befinden sich allerdings nicht in ganz öffent­
lichen Grünanlagen, sondern in den Innenhöfen,
die überwiegend nur den Mietern zugänglich
sind. Diese hatten sich die Pflanzung von Obst­
bäumen gewünscht und sich auch zur Pflege der
Jungbäume bereit erklärt. Veronika Schmidt
aus der Falkstraße übernahm offiziell die Paten­
schaft für zwei Bäume der Sorten Gravensteiner
und Geheimrat Dr. Oldenburg. Gemeinsam mit
Service­büroleiterin Cornelia Würz sorgte sie für
die erste Bewässerung. Ein anderer Gravenstei­
ner Apfelbaum wird von Kindern der benachbar­
ten Kita MiniMix International gepflegt, damit die
Kleinen künftig frische Äpfel ernten können. ●

6	

Ein Porträt von Udo Lindenberg aus
dem Jahr 1983.

Gemalte Geschichte
Seit 35 Jahren hat der Maler Sigurd Wendland
ein Atelier in den denkmalgeschützten Meisen­
bachhöfen in Schöneberg. Im lichtdurchfluteten
Dachgeschoss der ehemaligen Fabrik entstanden
in diesen Jahrzehnten viele großformatige Ölge­
mälde und Aquarelle. Detailreich und üppig malt
Wendland Motive aus dem Großstadtmilieu,­oft
mit vielen Figuren in Szene gesetzt und durchaus
ästhetisch und politisch provokant. Ein Teil die­
ser Werke ist noch bis zum 5. Mai 2016 in einer
Ausstellung unter dem Titel „Gemalte Geschich­
te“ in der Galerie Fahrradbüro in Schöneberg zu
sehen. Ein Besuch lohnt sich. ●

Galerie Fahrradbüro
Hauptstraße 146
10827 Berlin Schöneberg
Mi–Fr 15–19 Uhr, Sa 15–18 Uhr

Kreative Autoren
gesucht:
Oasen der
Großstadt

Chance für junge
Künstler
Junge, kunstinteressierte Menschen
(14–27 Jahre) können sich noch bis
zum 4. Mai 2016, 12 Uhr, mit Projekt­
ideen für die Freie Kunstklasse Mar­
zahn-Hellersdorf bewerben. Sie bietet­­
die Möglichkeit, einen künstlerischen­
Schaffensprozess von der Idee bis
zum fertigen Kunstwerk, von der
Planung bis zur Realisierung einer
Kunstausstellung mit professioneller
Begleitung zu durchlaufen. Die ent­
standenen Kunstwerke werden in
einer 4-wöchigen Gruppenausstellung­
im Marzahn-Hellersdorfer Ausstel­
lungszentrum Pyramide öffentlich
präsentiert. Für die Bewerbung sind
erste Erfahrungen in einer individuell
gewählten künstlerischen Ausdrucks­
form erwünscht. Diese kann sein:
Zeichnung, Malerei, Bildhauerei, In­
stallation, Fotografie, Konzeptkunst,
Performance, Medienkunst oder Film.
Das Thema der Projektidee ist frei­
gestellt. Los geht es am 21./22. Mai
mit dem ersten Klassentreffen in der

STADT UND LAND — NR. 52

VHS Marzahn-Hellersdorf, am 08. Juli
wird die Ausstellung in der Pyramide
eröffnet. Die Freie Kunstklasse ist ein
Projekt der Berliner Künstler und Fil­
memacher Vera Müller und Matthias
Schwelm und wird von der STADT UND
LAND unterstützt. ●

Weitere Informationen unter:
www.freie-kunstklasse.de
Bewerbungen an:
bewerbung@freie-kunstklasse.de
Einsendeschluss: 04. Mai 2016, 12 Uhr

Die Schreibwerkstatt Marzahn ruft un­
ter dem Motto „Schreib dich grün“ zu
einem berlinweiten Schreibwettbe­
werb auf. Anlass ist die Internationa­
le Gartenausstellung, die 2017 in den
„Gärten der Welt“ in Marzahn statt­
findet. Junge Menschen zwischen 11
und 29 Jahren können ihre ganz per­
sönliche Oase zum Anlass nehmen,
sich mit einem Gedicht oder einem
Prosabeitrag an dem Wettbewerb zu
beteiligen. Dabei muss es sich nicht
unbedingt um ein grünes Thema han­
deln. Auch das Café um die Ecke oder
das heimische Sofa bieten Ruhe und
Entspannung. Der Phantasie sind also
keine Grenzen gesetzt. In der Jury
werden der Autor und Kabarettist
Horst Evers sowie Schreibcoach Tanja
Steinlechner mitwirken. Den Gewin­
nern winken attraktive Preise, von der
Autorenausbildung über E-Book-Rea­
der bis zum fertigen Buch. Die besten
Texte werden übrigens gemeinsam
mit den Autorenfotos und Kurzbiogra­
fien als Buch veröffentlicht. Na dann,
ran an die Feder! ●

Einsendezeitraum: 01.05.2016 bis
31.12.2016
Die genauen Teilnahmebedingungen
sind zu finden unter:
www.oasendergrossstadt.wordpress.com

7

Eiskalte
Verführung
Eisläden, die für Menschenaufläufe sorgen und in Bestenlisten miteinander verglichen werden – die gab es bislang
eher in den Citybezirken wie Prenzlauer Berg, Kreuzberg
oder Friedrichshain. Niederschöneweide aber war lange
ein weißer Fleck in der Eis-Szene. Bis im Frühjahr 2015
Jan Michalowski die „Eiskultur“ in der Schnellerstraße eröffnete. Seine Eismanufaktur entwickelte sich schnell zum
Treffpunkt im Kiez.

8	

STADT UND LAND — NR. 52

9

„Ich verwende nur natürliche Stoffe und
erkläre den Kunden
gerne, wie man zum
Beispiel frische Minze
verarbeitet. Oder dass
man echtes VanilleEis an den schwarzen
Punkten erkennt.“Jan Michalowski
der Kirsche verführt“. Wer glaubt, alle Sorten zu
kennen, wird immer wieder überrascht: Mehr­
fach pro Woche wechselt das Angebot.

Die Sonne scheint durch die großen Scheiben in
den Laden hinein und verspricht viel Kundschaft
am Nachmittag. Schon vor Ladenöffnung ist Jan
Michalowski voll in seinem Element. Er wiegt
Früchte, Zucker, Sahne und Milch ab, schnippelt
frisches Obst klein, püriert, verfeinert und pro­
duziert aus 1,8 Kilogramm Früchten eine große
Portion feinstes Erdbeereis mit einem Schuss
Balsamicoessig.
Bei der Arbeit trägt der Meister eine lavendelfar­
bene Kochjacke. Lavendel steckt auch im Logo
von „Eiskultur“ – und in diesem Jahr erstmals im
Eis. Jan Michalowski kann es gar nicht erwarten,
demnächst aus frischen Lavendelblüten eine
neue Eiskreation zu entwickeln. Sein Laden wirkt
zwar gemütlich klein, die Auswahl in der Eisvitri­
ne ist aber erstaunlich breit und bunt.
Neben den Klassikern wie Erdbeer, Himbeer,
Vanille und Schokolade bietet Jan Michalowski
selbst kreierte Geschmackssorten wie „Grüne
Gurke“ (mit Zitrone und Basilikum), „Pink Grape­
fruit“, „Kürbiskern“ oder „Karotte-Banane“ an.
Aber sogar das populäre Schokoladeneis, das
der Eismacher auch privat am liebsten mag, wird
hier in Variationen angeboten: mal feurig scharf
mit Chili, mal abgerundet mit Ingwer, mal „von

10	

Für alle Sorten gilt: Hier werden weder Farb­
stoffe noch Zusatzstoffe oder künstliche Aromen
verwandt. Statt Ei werden Guarkernmehl und
Johannisbrotmehl eingesetzt. Jan Michalowski­
setzt auf Obst und Gemüse in Bioqualität und
verwendet möglichst regionale Zutaten, etwa
Honig vom Imker aus Berlin-Oberspree oder
Birnen und Äpfel aus Brandenburg. Gern lässt
er sich bei der Eiszubereitung zuschauen – das
schafft Vertrauen und weckt Interesse.
Manufaktur bedeutet hier tatsächlich ech­
te Handarbeit: Milch, Zucker und Bindemittel
werden erhitzt und gemischt, dann gekühlt.

Bei der Mischung der Zutaten
hilft die Rührmaschine.

Das Endprodukt, auf minus 22 Grad gekühlt.

Dazu kommen die Früchte, die Jan Michalowski­
klein geschnitten und püriert hat. Beides wird
in einer weiteren Maschine gemixt, auf minus
22 Grad gekühlt – und ist so immer frisch. Beim
Zuschauen lernt der Kunde nebenbei, warum
natürliches Vanille-Eis nicht gelb ist, sondern
schwarze Punkte hat, und dass echtes MinzeEis eben nicht grün ist. Für das Vanilleeis kratzt
der Eismeister das Mark aus den Schoten, Minze
wird als frisches Kraut verarbeitet.
Hygiene ist für ihn oberstes Gebot – schließlich
ist er gelernter Koch. Jan Michalowski arbeitete
einige Jahre lang als Surf- und Snowboardleh­
rer, war Reiseverkehrskaufmann und entdeckte
schließlich beim Eismachen in Kreuzberg seine
Berufung.

STADT UND LAND — NR. 52

In Schöneweide fand er mit seiner Frau bei der
STADT UND LAND das passende Gewerbeobjekt,
ein früheres Versicherungsbüro. Er ließ Wände
einziehen und ein Fenster zum Arbeitsbereich of­
fen, damit der Kunde sieht, wie das Eis gemacht
wird. So viel Transparenz gefällt den Gästen.
Die erste Saison lief sofort gut an, war aber für
die Familie sehr anstrengend. „Aber ein positi­
ver Stress“, resümiert der Eismann. Ohne Ruhe­
tag, ohne Sommerurlaub, oft 16 Stunden am Tag
schuftete das kleine Team durch. Vier Aushilfen,
meist Studenten, arbeiteten mit – die Betreiber
suchen vor allem für den Sommer noch weite­
re Mitstreiter. Auch Michalowskis Frau Carina,
die sich um Buchhaltung und Warenbestellung
kümmert, steht oft am Nachmittag am Tresen.

11

Kinder aus der gegenüberliegenden
Grundschule sind treue Kunden.

Die beiden Kinder muss meist die Oma betreu­
en – zum Glück wohnt die Familie nicht weit
entfernt, in Oberspree. Und die Schule liegt ge­
genüber dem Laden. Was nicht nur die Kinder
der Familie, sondern auch deren Klassenkame­
raden begeistert.
Die Winterpause haben Jan Michalowski und
seine Frau genutzt, um sich zu erholen, aber
auch, um neue Maschinen anzuschaffen und die
Arbeitsabläufe besser zu strukturieren. Er hat
das Mobiliar vor und im Laden erneuert – das
bisherige hatte dem Ansturm nicht standge­
halten. Natürlich wurden auch weitere Rezepte
ausprobiert. Zur Seite steht ihnen bei all den
neuen Kreationen ein Patisseur aus Luckenwal­
de, weitere Anregungen holte sich Jan Micha­
lowski auf der Eismesse Mostra Del Gelato

12	

in Venedig, die im Mutterland der Eiskultur das
Beste und Neueste präsentiert.
Der Start in die neue Saison verlief vielverspre­
chend. Bei eisigen Außentemperaturen von vier
Grad bildete sich an einem Sonntag Mitte März
schon eine halbe Stunde vor Eröffnung eine
Schlange. Da staunte selbst Jan Michalowski.
Besonders neue Sorten wie „Apfel mit Butter­
streuseln“ waren in kurzer Zeit regelrecht „ver­
dampft“. Dass die Eismanufaktur so beliebt ist,
liegt auch am Wandel des Kiezes. Rings um die
Schnellerstraße, früher eine zugige Durchgangs­
straße, sind in den letzten Jahren viele Familien
gezogen – die Kinder aus der gegenüberliegen­
den Grundschule und der nahe liegenden Wal­
dorf-Schule sind treue Kunden der „Eiskultur“.
Dass jede Kugel 1,10 Euro kostet,­liegt an den

„Unser Eisladen hat
sich zum Dorfladen
entwickelt. Das haben
wir bei der Saison­
eröffnung im März
gesehen. Die Leute
standen schon eine
halbe Stunde vorher
an und unterhielten
sich prächtig.“ Jan Michalowski

Auch von außen einladend: Mit viel Liebe zum Detail
hat Jan Michalowski seinen Eisladen eingerichtet.

ausgewählten Zutaten. Doch ab der dritten Ku­
gel kostet jede nur noch einen Euro, und Kinder
können auf einer Bonuskarte Punkte sammeln.
Toppings und Smarties obendrauf gibt’s kos­
tenlos. Beliebt sind auch die Vorratsbehälter. In
500 ml großen Bechern können die Kunden ihr
Lieblingseis mit nach Hause nehmen.
Für größere Partys bietet die „Eiskultur“ einen­
Eiswagen zur Ausleihe an. Den Kontakt zur
Kundschaft pflegt Eisproduzent Michalowski
auch über Facebook. Schon die Fotos vom „Eis
des Tages“ wecken den Appetit. Den meisten
Umsatz hat der Eisladen in der Schnellerstraße­
übrigens nicht im Sommer, sondern jetzt, im
Frühling, wenn alle noch vom heißen Sommer
träumen.

STADT UND LAND — NR. 52

Die Farben leuchten ganz ohne
künstliche Zusätze.

Eiskultur
Schnellerstraße 118, 12439 Berlin
Öffnungszeiten: März, April & Oktober von 12 Uhr bis
19 Uhr und Mai bis September von 11 Uhr bis 20 Uhr
– bei gutem Wetter und Nachfrage auch länger.
www.eiskultur-berlin.de

13

Weichenstellung für die Zukunft:
Das Wohnraumversorgungsgesetz
Angesichts des starken Wachstums unserer Stadt hat
der Berliner Senat die Wohnungspolitik in den letzten
Jahren immer stärker in den Fokus genommen. Nach
den großen Mietrechtsreformen und den „Mietenbündnissen“ trat nun das neue Wohnraumversorgungs­
gesetz in Kraft.
Mit diesem Gesetz hat der Berliner Senat die Grundlage dafür geschaffen, dass die sechs landeseigenen Woh­
nungsunternehmen Berlins – w
­ ie die STADT UND LAND– in Zukunft noch stärker sozial ausgerichtet sind. Das Ziel
ist klar: Gutes und bezahlbares Wohnen in Berlin auch weiterhin zu sichern.
Das Wohnraumversorgungsgesetz sichert und erweitert nicht nur zahlreiche Vereinbarungen zu Begrenzungen von
Mieterhöhungen, Wohnungstausch und Kiezorientierung – es stärkt auch das soziale Profil und das wirtschaftliche
Fundament der landeseigenen Wohnungsunternehmen.

Ein Gesetz, viele Facetten

Einige der wesentlichen Inhalte:
Stärkung des sozialen
Profils:
Die soziale Ausrichtung der landeseigenen Wohnungs­
unternehmen ist nun erstmals Gesetz. Ihre Vermie­
tungspraxis wird stärker auf die Wohnraumversorgung
auch von einkommensschwächeren Haushalten aus­
gerichtet. 55 Prozent der neu vermieteten Wohnungen
sind dieser Zielgruppe vorbehalten.

14	

Stärkung der
Mieterpartizipation durch
Mieterräte:
Neben den bestehenden Mieterbeiräten werden im Laufe
dieses Jahres zusätzlich „Mieterräte“ eingeführt. Alle
Mieterinnen und Mieter werden zeitnah und umfassend zu
den weiteren Schritten Ende April per Postwurfsendung für
jeden Haushalt informiert. Die Mieterschaft erhält zudem
einen Sitz im Aufsichtsrat ihrer jeweiligen Gesellschaft.

Stärkung der rechtlichen
Selbstständigkeit:

Stärkung der wirtschaftlichen
Grundlagen:

Die landeseigenen Wohnungsunternehmen bleiben
rechtlich selbstständig als GmbH oder AG. Es wird
aber eine nicht rechtsfähige und vermögenslose
„Wohnraumversorgung Berlin – Anstalt öffentlichen
Rechts” (AöR) errichtet, die den Senat und die Woh­
nungsunternehmen in fachlichen Fragen berät.

Das Gesetz stärkt die Eigenkapitalausstattung der
landeseigenen Wohnungsunternehmen – eine wichtige
Voraussetzung für mehr Wachstum.

Stärkung der sozialen
Neubauförderung:
Es wird ein Wohnungsbau-Sondervermögen eingerich­
tet, über das neben Neubau auch Modernisierungen
und Instandsetzungen gefördert werden können.

Stärkung von
Sozialmieterinnen und
-mietern:
Im „alten“ Sozialwohnungsbestand im 1. Förderweg sollen
die Mieten nicht mehr als 30 Prozent des Haushaltsein­
kommens beanspruchen. Was – Angemessenheit der
Wohnfläche vorausgesetzt – über diesen Wert hinausgeht,
wird durch das Land abgefangen. Anträge dazu können
unter http://www.stadtentwicklung.berlin.de/wohnen/
mietzuschuss/ gestellt werden.

Sie können mitbestimmen!
Das neue Wohnraumversorgungsgesetz beinhaltet auch
die Wahl von Mieterräten, die der STADT UND LAND künftig
bei vielen Entscheidungen über die Schulter schauen wer­
den. Das gewählte Gremium – der Gesamt-Mieterrat – be­
stimmt aus seinen Reihen ein Mitglied für den Aufsichtsrat
der STADT UND LAND, welches zukünftig stimmberechtigt
die Entscheidungen des Aufsichtsrates mitträgt. Ein weite­
res Mitglied kann, nach Zustimmung durch den Aufsichts­
rat, als Gast an den Sitzungen teilnehmen.
Um die Mieterräte zu wählen, werden sechs große Wahl­
kreise gebildet, aus denen sechs gewählte Mieter als Mit­
glieder für den Gesamt-Mieterrat hervorgehen. Dieser
befasst sich künftig unter anderem mit den Unternehmens­
planungen bei Neubau-, Modernisierungs- und Instand­
setzungsprogrammen sowie mit der Quartiersentwicklung
und nimmt gegenüber der Unternehmensleitung hierzu

STADT UND LAND — NR. 52

Stellung. Der Mieterrat hat damit eine andere Funktion als
die in unserem Unternehmen bereits bestehenden Mieter­
beiräte, die parallel erhalten bleiben und sich auch wei­
terhin um die Quartiere und ihre Entwicklung kümmern. Er
kooperiert mit den Mieterbeiräten und vertritt die Interes­
sen aller Mieter gegenüber der STADT UND LAND.
Für dieses neue Gremium und für die Wahlkommission
werden in den nächsten Wochen Kandidaten und ehren­
amtliche Mitglieder für die Wahlkommission gesucht.
Dazu erhalten Sie in Kürze umfangreiche Unterlagen mit
Informationen und Wahlunterlagen in jeden Haushalt. Die
STADT UND LAND freut sich auf Ihr Engagement und eine
aktive Wahlbeteiligung!

15

Neubau und Wohnungsankauf
Neue Wohnungen in
Berlin-Lichtenberg
Tannhäuserstraße 97–104
10318 Berlin
Baustart: 2015
147 Wohnungen

Neue Wohnungen an den
„Gärten der Welt“
Hasenholzer Allee 70
12685 Berlin
Start: 2015
287 Wohnungen

Pankow

Reinickendorf

Adlershof: ein neuer Stadtteil entsteht
Katharina-Boll-DornbergerStraße 11–17 a
12489 Berlin
Baustart: 2015
62 Wohnungen

Spandau

MarzahnHellersdorf

Mitte

Charlottenburg-­
Wilmersdorf

4

Lichtenberg
Friedrichshain-Kreuzberg
1

TempelhofSchöneberg
Treptow-Köpenick
3

SteglitzZehlendorf

6

2

Neukölln
5

7

Ankauf in Lankwitz
Am Elsenbruch 1–4/
Siemensstr. 30, 30 a
12247 Berlin-Lankwitz
76 Wohnungen
Verwaltung: SB Tempelhof

Spatenstich Am Amtsgraben
in Köpenick
Am Amtsgraben 1
12559 Berlin
90 Wohnungen

Ankauf in Rudow
Wohnanlage Glashütter Weg
12, 18, 20, Neudecker Weg
7–21 unger., An der Rudower
Höhe 28–34 ger.
12355 Berlin-Rudow
165 Wohnungen
Verwaltung: SB Neukölln
Vertragsunterzeichnung für Wohnquartier in Altglienicke
Ortolfstraße 50–58/
Schönefelder Chaussee
12524 Berlin
Baustart: 2016
406 Wohnungen/4 Gewerbe

16	

1

147 neue Wohnungen in Berlin-Lichtenberg

Die STADT UND LAND baut erstmals auch neue Wohnungen im Berliner
Bezirk Lichtenberg. Das Bauprojekt „Wagner Carré“ mit 147 geplanten
Wohneinheiten in der Tannhäuserstraße 97–104 im Stadtteil Karlshorst
ging 2015 an den Start. Die Wohnungen werden 2017 schlüsselfertig von
einem Bauträger an die STADT UND LAND übergeben. Die fünfgeschos­
sigen Gebäude bieten Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen mit Terrasse
oder Balkon sowie Aufzug.

Spatenstich Am Amtsgraben in Köpenick
3

In Köpenick entstehen zwischen
Müggelspree und Altstadt 90 neue
Wohnungen zur Miete. Im Februar
2016 wurde der Spaten­stich gefeiert.­
Die STADT UND LAND schafft in dem
vier- bis sechsgeschossigen Gebäude­­ensemble Wohnungen unterschied­
licher Größen, von denen rund 20
Prozent mit öffentlichen Fördermit­
teln entstehen sollen, sodass sie
für 6,50 Euro/m2­­ angeboten werden
können. Alle Wohnungen werden
über Balkon oder Terrasse verfügen.
Die Fertigstellung ist für den Herbst
2017 geplant.

© IG Real Estate Asset Delta GmbH

2

Adlershof: Ein neuer Stadtteil entsteht

Im neuen Bebauungsgebiet „Wohnen am Campus“ entsteht auf ­
14 Hektar­ein Quartier mit einem Mix aus Miet- und Eigentumswohn­
ungen, das künftig Wohnraum für über 2.000 Menschen bieten wird.
In der Katharina-Boll-Dornberger-Straße, mitten im Herzen des neuen
Stadtteils, baut die STADT UND LAND 62 neue Mietwohnungen an
­einem zentral gelegenen Anger.

© Schrobsdorff Bau AG

287 neue Wohnungen
an den „Gärten der Welt“
4

Zwischen dem Naherholungsgebiet
Wuhletal und den „Gärten der Welt“
entstehen 349 Neubau-Wohnungen.­
287 davon hat die STADT UND LAND
schlüsselfertig angekauft. Sie vertei­
len sich auf sieben viergeschossige­
Stadtvillen und vier Mehrfamilien­
häuser. Den Schwerpunkt bilden 145
3-Zimmer-Wohnungen, dazu kommen
79 2-Zimmer- und ­63 4–5-ZimmerWohnungen. Rund 60 Wohnungen
sollen gefördert und für 6,50 Euro/m2­
nettokalt vermietet werden.

Zur feierlichen Grundsteinlegung begrüßte die Geschäftsführung Prof. Dr.-Ing.
Engel­bert Lütke Daldrup, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
und Umwelt (2.v.r.), und den Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Christoph Landerer (r.).­

STADT UND LAND — NR. 52

17

Unterwegs
im KungerKiez

18	

P

hantasievolle Holzskulpturen, turbulente Interpretationen von Shakespeares „Macbeth“ oder
elegante Cocktailkleider aus den 60er-Jahren –­
in diesem Kiez gibt es mittlerweile viele Ange­
bote, die der Ortsfremde nicht unbedingt in dem
kleinen Viertel rings um die Karl-Kunger-Straße
vermuten würde. Wir haben uns näher in AltTreptow umgesehen.

Am liebsten mit Holz:
Künstler Ahmad Fouad Shamma.

Als Ahmad Fouad Shamma vor acht Jahren in
den Kiez kam, war er noch ein Vorreiter. Der
Bildhauer und Maler mietete in der Karl-KungerStraße 8 einen leer stehenden Laden von der
STADT UND LAND und eröffnete hier sein Atelier.­
Inzwischen steht der vielseitige Künstler, der vor
24 Jahren aus Damaskus nach Deutschland kam,
mit vielen Kreativen im Austausch, lobt die ge­
genseitige Hilfe und Inspiration im Viertel. Mul­
titalent Shamma, der auch als Tänzer, Sänger
und Marionettenspieler auftritt, sucht nicht nur
den Austausch zu Kollegen: Er führt Neuköllner
Grundschüler an die Kunst heran und unterrich­
tet in Willkommensklassen. In seiner Werkstatt
arbeitet er mit seinem liebsten Material – schö­
nem Holz. Viele seiner Skulpturen erinnern an
phantasievolle Instrumente: Das Cello kann
mit seinen wohlgeformten Rundungen und dem
glatten Schliff, je nach Blickwinkel, ein strenger
Mann oder eine zarte Geliebte sein.

STADT UND LAND — NR. 52

Die Holzverarbeitung hatte einst die Gegend­
vor den Toren Berlins erschlossen. Bis Mitte des
19. Jahrhunderts wurden hier im Norden von
Alt-Treptow die Baumrinden, Lohen genannt,
für Gerbereien gemahlen. Der Name Lohmüh­
lenweg erinnert noch an diese Vergangenheit.
Heute finden­hier eine grüne Wagenburg, die im
Sommer viel Kultur bietet, eine neu angelegte
Schmetterlingswiese, Spielplätze sowie Neu­
bauten nebeneinander Platz. So hat die STADT
­­­
UND LAND gerade ein Mehrfamilienhaus mit 12
Wohnungen fertiggestellt. Von den bodentiefen
Fenstern und den großzügigen Balkons blicken
die Mieter auf den Landwehrkanal, der Berlin ein­
mal trennte. Der breite Uferweg, auf dem ab 1961
DDR-Grenzer patrouillierten, wird heute von Spa­
ziergängern, Joggern und Radfahrern genutzt.

Das neue Mehrfamilienhaus der
STADT UND LAND am Lohmühlenweg 26 a.

19

„Ich brauche den kulturellen Austausch. Im
Kunger-Kiez finde ich
eine tolle Atmosphäre
voller Kreativität und
Inspiration. Hier unterstützen sich viele Leute
gegenseitig.“Ahmad Fouad Shamma
Bunte Vielfalt im Perlenatelier „Pings Art“ in der Bouchéstraße.

Das Viertel, das zu Mauerzeiten nach Westen
und Norden abgeriegelt worden war, ist in den
letzten Jahren für junge Familien interessant ge­
worden. Inzwischen leben hier wieder mehr als
10.000 Menschen.
Entlang der Karl-Kunger-Straße führt der Weg
an einigen Läden für Spielzeug und Kindermode
vorbei. Es geht hier weniger hektisch zu als in
den Szenekiezen von Neukölln oder Friedrichs­
hain, der nahe Treptower Park bietet zudem eine
perfekte Grünanbindung. Zu den Vorzügen des
Quartiers zählt auch eine lebendige Kulturszene,
an der sich Bürger mit viel Engagement beteili­
gen. Im Verein „KungerKiezInitiative“ haben sich
Nachbarn zusammengefunden, um mit kulturel­
len und sportlichen Angeboten Alteingesessene
und Neumieter zusammenzubringen. Die Räume
in der Karl-Kunger-Straße 15, die der Verein seit
2006 dank der Unterstützung der STADT UND
LAND nutzen kann, dienen nicht nur als Treff­
punkt, sondern beherbergen auch die Kiezgale­
rie sowie eine Tauschbücherei: Wer bringt, darf
auch mitnehmen.
Der Treffpunkt wird auch als Kursraum rege ge­
nutzt: Die Palette reicht von Pilates, Tango und
Tai Chi bis zum Malkurs und dem Flüchtlings­chor.
Weitere Kurse und Kursangebote gibt es in der
Kiefholzstraße 20. Diana Stoffels, die den monat­
lichen Flyer „KiezKunstKultur“ für den Verein he­
rausgibt und das Perlenatelier „Pings Art“ in der
Bouchéstraße betreibt, berichtet, dass der Kiez
lebendiger und jünger geworden sei. Allerdings
gehe vielen die Entwicklung zu schnell.

20	

Viele internationale Kunden begrüßt Andreas
Halbmeier in seinem Laden „Verdampftnoch­
mal“ in der Karl-Kunger-Straße 28. Er bietet Va­
porizer (Inhalationsgeräte) aus aller Welt an und
hat ein Sortiment, das seinesgleichen sucht. Mit
Vaporizern werden Kräuter wie zum Beispiel Sal­
bei oder Minze verdampft, um die ätherischen
Öle zu inhalieren. Halbmeier und sein Team bie­
ten den Kunden nicht nur eine große Auswahl,
sondern auch eine umfassende Beratung.
Der Friseur an der Ecke gegenüber braucht kei­
nen flippigen Namen, sondern bedient als „Figa­
ro“ schon seit Jahrzehnten treu seine Kundschaft.
Das Team bietet auch Kosmetik und Fußpflege
an – und sucht gerade einen gelernten Friseur,
um die gestiegene Nachfrage zu bedienen.

In Handarbeit gefertigter Vaporizer
aus der Schweiz.

STADT UND LAND — NR. 52

21

STECKBRIEF ALT-TREPTOW

Diana Stoffels und Uli Gersiek
von der KungerKiezInitiave.

Der kleine Platz vor dem Jugendkunst- und Kul­
turzentrum „Jukuz“ und der Manfred-Bofinger-Bi­
bliothek ist schon länger ein Treff für Kulturfreun­
de. Hier stand zunächst ein Kino, das dem früh
verstorbenen französischen Filmstar Gerard Phi­
lipe gewidmet war und später zu einem Jugend­
klub umfunktioniert wurde, der weit über den
Kiez hinaus bekannt war. Der Name „Gerard Phili­
pe“ lebt im Neubau weiter. In diesem Frühjahr be­
geisterten hier die „Macbeth“-Aufführungen des
KungerKiezTheaters. Das „Jukuz“ lädt Kinder und
Jugendliche ein, ihre Talente im Malen, Töpfern,
Tanzen oder Schauspielen auszuprobieren.

Ahmad Fouad Shamma
Galerie und Atelier
Karl-Kunger-Str. 6
12435 Berlin
Verdampft noch mal
Karl-Kunger-Str. 28
12435 Berlin
Tel 030 5473 3733
Mo–Fr 10–18 Uhr
www.verdampftnochmal.de
Friseur Figaro
Plesser Str. 7
12435 Berlin
Mo–Fr 10–19 Uhr
Tel 030 5337 649
Nachbarschaftsgalerie der
KungerKiezInitiative e. V.
Karl-Kunger-Str. 15
12435 Berlin
Tel 030 7012 1007
Do–So 15–19 Uhr
www.kungerkiez.de

22	

Alt-Treptow genießt laut Mieterbefragung die höchsten Zufriedenheitswerte
unter den STADT UND LAND-Mietern.
Singles, Familien und Senioren fühlen
sich im Kiez wohl. Eine aktive Künstlerszene zieht Kreative an. Nahe dem
Treptower Park gelegen, bieten sich
viele Freizeitmöglichkeiten.
Die STADT UND LAND im Bezirk:
–	Über 900 sanierte Altbauwohnungen
und Bauten aus den 60er-Jahren
–	 26 Gewerbemieter

Schnell erklärt
Schwarmstadt Berlin

1.
Geranie

3.
Sommerheide

2.
Stiefmütterchen

4.
Petunie

5.
Primel

24 €

gibt jeder Deutsche
pro Jahr für Beetund Balkon­be­pflanzung aus.

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und
Immobilienunternehmen e. V. hat empirica beauf­
tragt, eine Studie zum Thema „Schwarmverhalten“
zu erarbeiten. Die Studie wurde 2015 angefertigt und
beleuchtet die Muster der Bevölkerungswanderung
in Deutschland. Welche Regionen entleeren sich, wo
zieht es die Menschen hin? Erwartungsgemäß hat sich
Berlin als „Schwarmstadt“ herauskristallisiert – eine
Stadt, in der insbesondere die jüngere Bevölkerung
zwischen 20 und 34 Jahren aus anderen Regionen
Deutschlands wie ein Schwarm Vögel landet und für
knappen Wohnraum sorgt. Die Gründe für den Zuzug
liegen hauptsächlich in den Ausbildungsmöglich­
keiten und dem Start in das Berufsleben. Und eine
hohe Dichte an jungen Menschen zieht weitere junge
Menschen an.
Schwarmstädte zeichnen sich aber auch durch eine
angenehme Atmosphäre und durch ihren Ruf aus. Die
Gründerzeitviertel Berlins, der hohe Freizeitwert der
Stadt und das kreative Potenzial bilden die Grundlage
für die starke Anziehungskraft und haben eine große
Bedeutung für die Neuberliner. Doch das Wohnungs­
angebot kann sich nicht so schnell der Nachfrage
anpassen, was zu steigenden Mieten führt. Inwieweit
dies zu einer Abbremsung des Schwarmverhaltens
führt, konnte im Rahmen der Studie noch nicht gezeigt
werden. Tendenziell haben gestiegene Wohnkosten
jedoch das Potenzial, den Zuzug einzuschränken. Ob
diese Annahme letztendlich richtig ist, wird sich erst
in einigen Jahren zeigen.

Die Winter-Linde (Tilia cordata) wurde zum Baum des
Jahres 2016 gekürt. Allein bei der STADT UND LAND gibt
es davon 651 Exemplare, u. a. in der John-Locke-Siedlung,
am Mariendorfer Damm, in der Landhaussiedlung Rudow,
in der Rollbergsiedlung, am Cecilienplatz, in der LilyBraun-Straße und der Eisenacher Straße. Die Winterlinde
kann bis zu 1.000 Jahre alt werden und ihre Blüten sind
eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und
andere Insekten. Sie ist robust, genügsam und wird ­
bis 25 m­hoch. Der Baum spielt auch in der Naturheilkun­
de eine wichtige Rolle: Lindenblüten und auch Blätter
enthalten medizinisch wirksame Substanzen und werden
als Tee, Sud oder Umschlag zu Heilzwecken genutzt.
Robust und genügsam: Die Winterlinde.

STADT UND LAND — NR. 52

23

Familienzeit
Eigenhändig Erdbeeren pflücken:
Wo Berliner die süßen Früchte
ernten können
Selbst gepflückt schmeckt besser, und es nach eigenem Ge­
schmack einzukochen, verschafft noch mehr Zufriedenheit. Auch
wer keinen eigenen Garten besitzt, kann rund um Berlin Früchte
ernten und nach Hause tragen. Mitte Mai geht es mit den Erd­
beeren los. Der Berliner Beerengarten betreibt einige Gärten im
Berliner Umland. Hier können Großstädter nach Herzenslust ge­
sunde Früchtchen pflücken – und den Feldeinsatz vielleicht mit
einer Fahrradtour verbinden, die an Feldern, Koppeln und kleinen
Dorfidyllen vorbeiführt.
Erdbeeren schmecken nicht nur gut, sie enthalten auch viele
wertvolle Inhaltsstoffe, darunter Folsäure und Mineralstoffe, au­
ßerdem Kalium und Magnesium. So wird die Erntearbeit in jeder
Hinsicht reichlich belohnt.
Die Kilopreise können je nach Erntestand variieren. Zu Beginn der
Saison kostet das Kilo noch vier bis fünf Euro, dann sinken die
Preise, je mehr es zu pflücken gibt.

Strandleben urban:
Die Berliner Freibäder öffnen
wieder
Freibäder sind die erfrischendsten Treffpunkte im Sommer, sie
sind Zeitvertreib und Leidenschaft, soziales Biotop und Spaß­zone
für die Jugend. Jeder Besucher schwört auf seinen persönlichen
Favoriten: Dem einen schmecken in seinem Lieblingsbad die
Pommes am besten, der andere schätzt die BeachvolleyballAnlage, und der Dritte braucht einfach seine Spiralrutsche zum
Glücklichsein. Ende Mai werden die ersten Freibäder in Berlin
öffnen.­Hier ein paar Tipps für jeden Geschmack.
Kinderbad Monbijou
Für Kinder gut zum Planschen geeignet, ein Spielplatz befindet
sich gleich nebenan. Den spektakulären Blick von hier auf die his­
torische Museumsinsel werden vor allem die Eltern genießen.
Oranienburger Straße 78, 10178 Berlin

24	

Die Berliner Beerengärten
Berlin-Gatow: Straße 265, 14089
Berlin, Tel 03301 5751 00
Dahlwitz-Hoppegarten: B1/B5 Ecke
Neuer Hönower Weg, 15366 Dahlwitz
Hoppegarten
Oranienburg: Tiergartenstraße Ecke
An den Eichen, 16515 Oranienburg
Falkensee: Falkenseer Chaussee
Übergang zur Spandauer Straße,
13583 Falkensee
Schönfließ: Bergfelder Chaussee,
16567 Schönfließ
www.berliner-beerengarten.de

Strandbad Plötzensee
Traditionsreich, aber fast ein wenig versteckt im
Norden des Wedding – dafür umso idyllischer. Ein
natürlicher See mit Sandstrand und viel Platz für
Sport und Spiele. Eine sehenswerte Architektur
aus den Zwanzigerjahren zeichnet das Eingangs­
gebäude aus.
Nordufer 26, 13351 Berlin

Freibad Wendenschloss
Noch ein natürliches Gewässer, zudem eines mit
langem weißem Sandstrand, im wasserreichen
Köpenick gelegen. Hier weitet sich die Dahme
zum Langen See. Am gegenüberliegenden Ufer
sieht man die Regattastrecke Berlin-Grünau.
Möllenhausenufer 30, 12557 Berlin
www.berlinerbaeder.de

Basteltipp
Am 10. Mai ist Muttertag: Schenk Mama dein Herz!

1

Was du dafür brauchst:
– P appe oder dünnen Karton
– kleine dünne Ästchen
– Alleskleber
– Schere
– roten Faden
–w
 enn du es bunt magst: Pinsel und
Farbe, am besten Acrylfarbe

2

Und so geht’s:
Male ein Herz mit Bleistift auf die Pap­
pe oder den Karton. Sammle kleine,
trockene Ästchen. Diese schneidest
oder brichst du so zurecht, dass sie in
das vorgezeichnete Herz passen.

3

Nimm die Ästchen wieder von der Pappe. Wenn
du magst, kannst du sie auch anmalen. Leg
sie zum Trocknen auf altes Zeitungspapier. Du
kannst sie aber auch unbemalt lassen. Wenn al­
les getrocknet ist, trägst du den Alleskleber auf
eine Seite der Ästchen und klebst diese dann in
die Herzform auf die Pappe. Zum Schluss klebst
du den roten Faden um das Herz und schon ist
dein Geschenk fertig!

Tipps: Kinderkarneval der Kulturen
Zu seinem 20. Jubiläum feiert der Kinderkarneval dieses Jahr mit dem
König der Tiere! Am Pfingstsamstag, 14. Mai 2016, steht alles unter dem
Motto: Löwe.

Wann:
Am Samstag, dem 14. Mai 2016, startet um 13.30 Uhr der Kostümumzug
und um 15 Uhr das Kinderfest.

Dieser besondere Tag für viele Berliner Kinder besteht aus einem Kos­
tümumzug durch Kreuzberg und dem anschließenden interkulturellen
Kinderkarnevalsfest mit Musik, Tanz, Spiel und Spaß im Görlitzer Park.
Das Bühnenprogramm der Musik- und Tanzbühnen umfasst Aufführun­
gen von Berliner und Brandenburger Kinder- und Jugendgruppen.

Wo:
Kostümumzug durch Kreuzberg ab
Mariannenplatz und multikulturelles
Kinderfest im Görlitzer Park.
Eintritt: frei

STADT UND LAND — NR. 52

25

Im besten Alter
SOPHIA hilft mit
Rat und Tat
Selbstständig zu Hause wohnen – mit etwas Unter­
stützung geht das bis ins hohe Alter. Die STADT UND
LAND bietet mit dem Tochterunternehmen SOPHIA
(Soziale Personenbetreuung – Hilfen im Alltag) einen
kompetenten Ansprechpartner für betagte Mieter und
ihre A
­ ngehörigen. Einen Hausnotruf bekommt man bei
SOPHIA bei Vorliegen einer Pflegestufe bereits ab­
0 Euro mo­nat­­lich. Darüber hinaus hilft SOPHIA ganz
konkret im Alltag: Ehrenamtliche „Paten“ telefonieren
regel­mäßig mit den Senioren, helfen vor Ort, z. B. als
Begleitung zum Arzt, und vermitteln Dienstleistungen
– vom Pflege­service über den Lieferservice für Lebens­
mittel bis zur mobilen Fußpflege.
SOPHIA-Mitarbeiter helfen auch bei der Antragstellung
für eine Pflegestufe, beim Erstellen einer Patientenver­
fügung oder einer Vorsorgevollmacht. Sie übernehmen
zum Beispiel die Korrespondenz und unterstützen beim
Ausfüllen der vielen Formulare. Denn es ist nicht ein­
fach, seine Wünsche richtig und rechtssicher zum Aus­
druck zu bringen.

Maren Zoworka kümmert sich um den Einsatz der Haushaltshilfen.

SOPHIA bietet Sicherheit und Unterstützung für ein lan­
ges selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wän­
den. Für weitere Informationen oder ein Beratungs­
gespräch wenden Sie sich bitte an die SOPHIA Berlin
GmbH. ●
Telefon 030 9302 087-0, www.sophia-berlin.de

Ü60 – Senioren wählen Interessenvertreter
Wer in Berlin das 60. Lebensjahr vollendet hat, gehört
zu den Seniorinnen und Senioren und kann eine eige­
ne Interessenvertretung wählen oder selbst als Ver­
treter kandidieren. Ende 2016 ist es laut dem Berliner
Seniorenmitwirkungsgesetz wieder so weit. In jedem
Bezirk engagieren sich bis zu 17 gewählte Vertreter für
ein selbstbestimmtes Leben im Alter. Sie unterstützen
Senioren ehrenamtlich rund um die Themen Wohnen,
Wohnumfeld, Mobilität, ÖPNV, Pflege, Gesundheit und
Verbraucherschutz. Wer Interesse an einem Engage­
ment hat und über eine Kandidatur nachdenkt, kann
schon jetzt an den monatlichen Beratungen der bezirk­

26	

lichen Seniorenvertretungen teilnehmen. Gefragt sind
ein reicher Erfahrungsschatz, Kenntnisse im Umgang
mit Behörden und Netzwerken sowie gute Ideen für
neue Projekte. Interesse geweckt? Im neuen Infoportal
www.ü60.berlin informiert die Landesseniorenvertre­
tung Berlin von nun an regelmäßig über das Wahlver­
fahren in den Bezirken und ruft zur Mitwirkung auf. ●

Unsere Gewerbemieter
Bürgerstiftung Treptow-Köpenick
Die Bürgerstiftung Treptow-Köpenick wurde 2013 durch Bürgerinnen
und Bürger sowie Unternehmen ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist es, bür­
gerschaftliches Engagement im Bezirk zu initiieren und zu fördern. Dank
zahlreicher Stifter und Spender ist es inzwischen möglich, Projekte
für Jung und Alt, von Kunst bis Sport, von Bildung bis Tourismus
zu unterstützen. Einzelne Projekte können mit bis zu 1.000 Euro­
gefördert werden, gute Ideen und Vorschläge sind immer gefragt.
Gesucht werden auch Stifter und Spender, um das finanzielle Engage­
ment ausweiten zu können. Nähere Informationen zur Bürgerstiftung
finden Sie unter http://buergerstiftung-tk.de.
Geschäftsstelle: Brückenstr. 3, 12439 Berlin, Tel 030 5462 4496,
info@buergerstiftung-tk.de

Kunstverein Neukölln
Seit 2008 bereichert der Kunstverein Neukölln durch Ausstellungen
und viele weitere Projekte die kulturelle Landschaft in Berlin-Neukölln.
Er versteht sich als ein offenes Forum für Berliner und internationale
Künstler, fördert ihren Austausch und will ihre Arbeiten der Öffentlich­
keit vorstellen. Jeden Monat präsentiert der Verein eine Ausstellung
mit zeitgenössischer Kunst aller Gattungen in seinen Räumen. Ergän­
zend dazu finden auch Lesungen, Konzerte und Performances statt.
Weitere Information unter www.kunstverein-neukoelln.de.
Geschäftsstelle: Mainzer Straße 42, 12053 Berlin, Tel 030 5682 1964
CUTOUT: „Genius Loci – Rekonstruktion eines
Raumes“­(Foto: René Moritz)

WomenFairTravel – Reisen für Frauen mit Weltblick
Reisen Frauen anders als Männer? Bei WomenFairTravel auf jeden Fall.
Die erfahrene Reiseveranstalterin Evelyn Bader gründete das Unterneh­
men gemeinsam mit mehreren gleichgesinnten Kolleginnen, um „sinn­
liche, ökologische und faire Reisen für Frauen zu kreieren“. Denn all die
positiven Reiseerlebnisse fühlen sich umso besser an, wenn man sich
sicher sein kann, dass die Reisen auch fair gehandelt und bezahlt wur­
den. Zudem ist es Evelyn Bader wichtig, damit Frauen im Reiseland zu
unterstützen und ihre jeweilige Situation ins Blickfeld zu rücken.
Geschäftsstelle: Crellestr. 19/20, 10827 Berlin, Tel 030 2000 520 30,
www.womenfairtravel.com

STADT UND LAND — NR. 52

27

Frisch und modern
in die Zukunft
„Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die
einen Mauern und die anderen Windmühlen“,
sagt ein chinesisches Sprichwort. In Berlin weht
nicht nur ein laues Lüftchen, der Wind des Wandels pfeift regelrecht durch die Straßen. Die
STADT UND LAND baut neue Wohnungen und hat
nun auch ihren Markenauftritt für die Zukunft
fit gemacht.

Die dynamische Entwicklung Berlins
und der Bedarf an neuem und vor allem
bezahlbarem Wohnraum stellen das
Unternehmen vor große Aufgaben. Lag
unser Arbeitsschwerpunkt rund an­
derthalb Jahrzehnte vorrangig in der
Bestandsbewirtschaftung, sind wir jetzt
als Wohnungsbaugesellschaft wieder im
eigentlichen Sinne gefordert. Im Rahmen
einer Reorganisation wurden in den letz­
ten beiden Jahren die Abläufe, Struk­
turen und Prozesse im Unternehmen
schlanker gestaltet, der Konzern wurde
für die großen Herausforderungen des
Neubaus und Ankaufs von Wohnungen
fit gemacht. Dabei gilt es, wirtschaftlich
handlungsfähig zu bleiben.

28	

Diese Neuausrichtung unseres Unterneh­
mens haben wir zum Anlass genommen,
unseren etwas in die Jahre gekommenen
Markenauftritt zu überarbeiten. Wichtig
war uns dabei, die jahrzehntelange Tra­
dition als kommunales Wohnungsbau­
unternehmen Berlins zu bewahren, aber
dennoch modern, klar und mit frischen
Farben aufzutreten.
Deshalb haben wir unserem Logo eine
zeitgemäße Optik gegeben, unsere Häuser
von ihrem Kreis befreit und sie jetzt links
neben unserem Namen positioniert. Das
Logo bleibt in einem seriösen, jetzt etwas
dunkleren Blauton, aber der Strich ist weg­gefallen. Neu sind verschiedene­Grüntöne,
die unseren Auftritt nun beleben.

Neuer Claim und neue Optik: das erste Motiv
der aktuellen Kampagne im Stadtgebiet.

Unser neuer Werbespruch, in der Fach­
sprache „Claim“ genannt, konzentriert
sich absolut auf unser Kerngeschäft:
Zimmer, Küche, Bad, Berlin.
Wir versprechen nichts, was wir nicht
halten können, das gehört zu unserem
Selbstverständnis.
Wer mit offenen Augen durch die Stadt
geht oder fährt, der wird die STADT UND
LAND an vielen Stellen im neuen Gewand
entdecken: an S- und U-Bahnhöfen, an
Bushaltestellen, auf Plakatwänden und
auch auf einer Straßenbahn und einem
Bus. Auch dieses Magazin für unsere
Mieterinnen und Mieter wurde kom­
plett überarbeitet. Wir hoffen, es gefällt
Ihnen.

STADT UND LAND — NR. 52

Profiarbeit im Fotostudio: Fotograf und Visagisten
setzen die Models ins richtige Licht.

29

Mitmachen und gewinnen

TEILNAHME
Einsendeschluss für alle Gewinnspiele: 29.05.2016
Einsendeadresse: STADT UND LAND,
Unternehmenskommunikation,
Werbellinstraße 12, 12053 Berlin,
E-Mail: journal@stadtundland.de
(Rechtsweg ausgeschlossen)
Teilnahmebedingung: An den Gewinnspielen dürfen nur Mieter der
STADT UND LAND teilnehmen. Bitte
geben Sie auch bei E-Mails Ihre
Adresse an.

Extrem laut und unglaublich nah
Jonathan Safran Foer
Kaum zu glauben, dass Oskar Schell erst
neun Jahre alt ist. Der ebenso neugie­
rige wie altkluge Junge weiß einfach
alles – nur nicht, warum sein Vater am
11. September 2001 sterben musste.
Den Anrufbeantworter mit den Anru­
fen aus dem Twin Tower hütet er wie
einen Schatz. Vom Vater stammt ein
Schlüssel in einem Umschlag mit dem
Namen Black. Oskar will herausfinden,
wo der Schlüssel passt, und beginnt,
alle Blacks in ganz New York aufzusu­
chen. Wie er dabei die Metropole, seine
Familien­geschichte und sich selbst ent­
deckt, das ist extrem unterhaltsam.
Argon Verlag
6 CDs, ca. 7 Stunden, 31 Minuten

Monsieur Ibrahim und die Blumen
des Koran
Eric-Emmanuel Schmitt
Erst elf Jahre alt ist Moses und muss
schon viel aushalten. Der Vater, trau­
matisiert vom Tod seiner Eltern im
Nazi-Regime, ist nie mit ihm zufrieden,
erlegt ihm viele Pflichten auf und bringt
sich schließlich um. Moses findet Wär­
me bei den Damen im Pariser Viertel –­
und bei Monsieur Ibrahim, der einen
Krämerladen betreibt. Der Araber
adop­
tiert den verwaisten jüdischen
Jungen, nennt ihn Momo und führt
ihn behutsam hin zu den Fragen nach
einem erfüllten Leben. Die sanfte Bot­
schaft für religiöse Toleranz erwärmte
Millionen Leser in aller Welt.
Fischer Verlag
Hardcover, 100 Seiten

Zu jedem Hör- und Lesetipp verlosen wir ein Exemplar.

Das Berlin-Rätsel
Am 10. Januar 2016 verstarb der Ausnahmekünstler Da­
vid Bowie. Von 1976 bis 1978 wohnte er in Berlin. In den
legendären Hansa-Studios nahm er u. a. die LP „Heroes“
auf. Bowie verarbeitete im Titelsong Beobachtungen, die
er in Berlin gemacht hatte: Liebende an der Berliner Mauer,
Wachtürme und Grenzsoldaten wurden zum Thema.

30	

?

PREISFRAGE

Lösen Sie unser Rätsel, dann winkt Ihnen mit etwas Glück ein
100-Euro-Einrichtungsgutschein.
Wo wohnte David Bowie in seiner Berliner Zeit?
a) am Kaiserdamm 155 in Berlin-Charlottenburg
b) in der Schönhauser Allee 155 in Berlin-Prenzlauer Berg
c) in der Hauptstr. 155 in Berlin-Schönberg

Nicht weit von Berlin liegt der Schwielowsee inmitten der stillen märkischen Landschaft.

Erholung am Schwielowsee
Wer an den Ufern der Havelseen nicht
zu Ruhe und Gelassenheit findet, dem
wird wohl auch kein Karibik-Urlaub
helfen. Schilfufer und weite Kiefern­
wälder prägen hier die märkische
Landschaft, Wasservögel rasten an
den Ufern, auf Brücken und Stegen
ruhen Wanderer und träumen. Histo­
rische Attraktionen wie das idyllische
Schloss Caputh, einst Eigentum von
Kurfürst Friedrich Wilhelm, ziehen
Besucher an.
Als schönster und südlichster Teil
der Havelseenkette ist der Schwie­
lowsee harmonisch in die Landschaft
eingebettet. Mit rund acht Quadrat­
kilometern Wasserfläche zählt er zu
den größten Seen in Brandenburg.
Urlauber können hier unter zahl­
reichen Aktivitäten wählen. Es gibt
eine Fülle von Fahrrad- und Wander­
wegen, man kann sich beim Segeln,
Surfen und Paddeln entspannen.

Ein idealer Ausgangspunkt für Tou­
ren und Besichtigungen ist das Resort
Schwielowsee in Werder, eine 4-Ster­
ne-Plus-Hotelanlage, direkt am Ufer
des Sees. Nach nur 40 Minuten Anrei­
se aus Berlin kann man von dort direkt
in die Natur starten – und im Resort
allen erdenklichen Komfort wie den
TAO-Life Wellnessbereich mit Innenund Außenpool, Sauna, Dampfbad,
Biosolarium, Ruhepagode und Fit­
nessraum genießen. In den Sommer­
monaten lohnt sich auf jeden Fall ein
Besuch im Hafenrestaurant Ernest –
ein ausgezeichnetes Fischrestaurant
direkt an der hoteleigenen Marina.
Menschen aller Gemütslagen und
Temperamente kommen in diesem
von Wasser umgebenen Resort zu
ihrer ganz individuellen Art der Erho­
lung.

?

PREISFRAGE

Einen Gutschein für 2 Übernachtungen
im Doppelzimmer mit Frühstück und
einem Begrüßungsgetränk können Sie
gewinnen, wenn Sie uns folgende Frage
beantworten:
Wer hat das Schloss Caputh erworben
und hier die Sommerfrische genossen?
a) Friedrich Wilhelm II.
b) Kurfürst Friedrich Wilhelm
c) König Ludwig II. von Bayern

Resort Schwielowsee
Am Schwielowsee 117
14542 Werder/Havel
Tel 03327 5696-0
www.resort-schwielowsee.com

GEWINNER DER LETZTEN AUSGABE:
„Berlin-Rätsel“, Lösung: 26 Mio m3, Gewinner: H. Mundry, 12526 Berlin (Hier hatte sich der Fehlerteufel eingeschlichen: 26 Mio m3 wurden
1972 und 1957 10 Mio m3 Bauschutt abgeladen.)
„Berliner Bäderbetriebe“, Lösung: Mermaiding, Premiumkarte: H. Klett, 12627 Berlin | Gutscheine: C. Rodewald, 12101 Berlin; C. Conrad,
12627 Berlin, R. Malitzki, 12487 Berlin
Hotelgutschein „Schloss Grube“, Lösung: 3 Bundesländer, Gewinner: C. Gailat, 12627 Berlin
Buchverlosung „Nie wieder Weihnachten?“: S. Baumann, 12435 Berlin | „Die Vermessung der Welt“: B. Dietz, 12619 Berlin; B. Chisari,
12355 Berlin; K.-U. Störr, 12487 Berlin; A.-L. Stephan, 12435 Berlin; B. Gläsing, 12101 Berlin; S. Forberg, 12619 Berlin | Hörbuch „Weit
weg und ganz nah“: R. Fellenberg, 12101 Berlin

STADT UND LAND — NR. 52

31

Ich bin jetzt
Multimediadär.

Wahlweise mit

NEU:
mit
Jetzt nk!
fu
Mobil

Besuchen Sie unseren
Tele Columbus Shop
Hellersdorfer Straße 77 – 83
(im Spreecenter Hellersdorf)
12619 Berlin
Produktberater
Frank Kühn, Mobil 0176 31686797
0800 58 58 110 36 (kostenfrei)
telecolumbus.de

*Voraussetzung: technische Verfügbarkeit. Ggf. zzgl. KabelTV zum monatlichen Vorzugspreis von 10 €, sofern bei Buchung kein Kabelanschlussvertrag mit einem Unternehmen der Tele Columbus AG zur Wohneinheit vorliegt. 24 Monate Mindestvertragslaufzeit, danach Verlängerung um jeweils 12 Monate. 6 Wochen Kündigungsfrist zum Vertragsjahresende. Zzgl. einmaligem Einrichtungsentgelt von 49,99 €, ggf.
Versandkosten maximal 9,99 € pro Versand. Der Empfang der HD-Programme ist nur in Verbindung mit HDTV-fähiger Hardware (Receiver und/oder Fernsehgerät) möglich. CI+ Modul oder Receiver sowie die
SmartCard werden von Tele Columbus bereitgestellt. Zusammenstellung der Programme kann sich im Vertragszeitraum ändern. Telefon-Flatrate: Call-by-Call und Pre-Selection nicht möglich; beinhaltet Gespräche
ins deutsche Festnetz. Gespräche in Mobilfunknetze, zu Sonderrufnummern und ins Ausland werden gemäß aktueller Preisliste berechnet. Bei Wechsel und Mitnahme der Telefonnummern ist ein Portierungsauftrag
erforderlich. Gesonderte Informationen zur Rufnummernmitnahme sind zu beachten. Neukundenvorteil für 3er Kombi 20, 60, 120 und 200: Aktionspreis: während der ersten 12 Monate beträgt der Monatspreis
24,99 €. Ab dem 13. Monat beträgt der Monatspreis für die 3er Kombi 20 29,99 €, für die 3er Kombi 60 39,99 €, für die 3er Kombi 120 44,99 € und für die 3er Kombi 200 54,99 €. In den Paketen 3er Kombi 60, 120,
200 und 400 ist die WLAN-Option, zur Nutzung eines privaten kabellosen Netzwerks inkl. Bereitstellung der Tele Columbus WLAN Kabelbox, kostenfrei enthalten. Kunden mit aktiver WLAN-Option sind für den
„Community-WLAN“-Service freigeschaltet und können nach Anmeldung über Benutzername und Passwort das öffentliche Signal freigeschalteter WLAN-Hardware anderer Kunden zu ausschließlich nichtgewerblichen Zwecken nutzen. Voraussetzung ist die technische sowie regionale Verfügbarkeit.
        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.