Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364800
Path:
REPORT

2018/2019
#smartmove

DEUTSCHES VERKEHRSFORUM

REPORT 2018/2019

WWW.VERKEHRSFORUM.DE

Inhalt:
Digitalisierung und Vernetzung

...................6

Finanzierung und Infrastruktur . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Energie und Umwelt

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Nationale Standortpolitik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Europa und Internationales

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Chronik 2018/2019 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Im Fokus

. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46

Präsidium des Deutschen Verkehrsforums . . . . . . . . . . . 48
Mitglieder des Deutschen Verkehrsforums . . . . . . . . . . 50

Herausgeber:
Deutsches Verkehrsforum e.V.
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Berlin, Februar 2019

Die Chancen
sehen

Das vergangene Jahr gestaltete sich ver-

gestaltet werden kann. Doch wir sollten

als auch bei den Planungs- und Geneh-

kehrspolitisch außergewöhnlich: Selten

gleichzeitig den Blick auf die Chancen

migungsbehörden. Das Vorhaben eines

erfuhr der Verkehrssektor eine solche

richten. Sie liegen nicht nur in einem

Fachkräfteeinwanderungsgesetzes für

öffentliche Aufmerksamkeit. Der Koali-

verbesserten Klimaschutz, sondern auch

Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Ländern ist

tionsvertrag der Bundesregierung setzte

darin, die Zukunft für unsere Industrie

begrüßenswert. Gleichzeitig müssen wir

starke verkehrspolitische Akzente – mit

zu sichern, die Verkehrsinfrastruktur in-

die eigenen Potenziale effektiver nutzen

dem Bekenntnis

tensiver zu nutzen oder auch die Nutzer-

und die betreffenden Berufe attraktiver

freundlichkeit und Verkehrssicherheit

gestalten.

Investitionshoch-

durch die Möglichkeiten der Digitalisie-

Auf anderen Gebieten hat die Regierung

lauf, mit dem

rung zu erhöhen. Ohne Anstrengungen

bestehende Hemmnisse bereits abge-

Planungs-

zum dauerhaften

wird dieses Ziel allerdings nicht zu errei-

baut, etwa durch das Zukunftsbündnis

beschleuni-

chen sein. Daher hat das DVF-Präsidium

Schiene und den Masterplan Schienen-

gungsge-

in einem Brief an die vier Minister für

güterverkehr, die Aufhebung der Befah-

setz, mit der

Verkehr, Wirtschaft, Finanzen und Um-

rensabgaben und die Förderung emis-

Stärkung von Schiene und ÖPNV sowie

welt massive Investitionen in den Klima-

sionsarmer Motoren. Beim Straßennetz

der Gründung der Bundesautobahnge-

schutz bei allen Verkehrsträgern gefor-

sind neben dem gezielten Ausbau weiter-

sellschaft. Gleichzeitig zeigte sich bei-

dert. Denn das Verfehlen dieses Sektor-

hin Sanierung und Modernisierung nö-

spielhaft, dass versäumte Investitionen

ziels hat künftig finanzielle Folgen für

tig. In wichtigen Seehäfen müssen die

in die Infrastruktur dramatische Folgen

Deutschland.

seewärtigen Zufahrten angepasst und

haben.

Für den Erfolg beim Klimaschutz ist eine

die Hinterlandanbindungen verbessert

konsequente Digitalisierung des Ver-

werden. Im Luftverkehr stehen die

Überwiegend kritisch geprägt war das

kehrssektors erforderlich. Die Bundes-

Strukturreform der Fluggastkontrollen

letzte Jahr infolge der umweltpolitischen

regierung muss unbedingt dafür sorgen,

und die Entlastung bei den regulatori-

Diskussionen um Fahrverbote sowie

das mobile Breitband entlang der Ver-

schen Kosten im Pflichtenheft.

durch einzelne geleakte Diskussionsan-

kehrswege und für die Logistikzentren

Dank der Sachkompetenz und des Enga-

sätze aus der Klimaschutz-AG der Natio-

schnell auszubauen. Wenn wir neue

gements unserer Mitglieder waren wir

nalen Plattform Zukunft der Mobilität.

Mobilitätsformen erschließen und den

auch im vergangenen Jahr ein wichtiger

Das Deutsche Verkehrsforum arbeitet in

bestehenden Güterverkehr leistungsfähi-

Ratgeber für die politischen Entschei-

dieser wichtigen Arbeitsgruppe daran

ger gestalten wollen, muss die flächen-

dungsträger. Detaillierte Informationen

mit, Vorschläge zu unterbreiten, um

deckende Versorgung mit mobiler Breit-

zu unserer Arbeit finden Sie in diesem

das Klimaziel »minus 42 Prozent CO2

bandtechnologie zeitnah erfolgen.

Report.

bis 2030« zu erreichen. Dabei gibt es

Ein Hemmnis für die Mobilitätsbranche

erheblichen Klärungsbedarf, wie dieser

ist der Mangel an Fachkräften. Es fehlen

Ihr

tief greifende Wandel in so kurzer Zeit

Mitarbeiter sowohl in den Unternehmen

Dr. Jörg Mosolf

www.verkehrsforum.de

5

Digitalisierung
und Vernetzung
Die Digitalisierung im Mobilitätssektor wirkt als Effizienzwerkzeug: Sie erleichtert die Vernetzung unterschiedlicher Dienstleister und Akteure, steuert Auslastung und Kapazitäten und
ermöglicht eine stärkere Kundenbindung durch maßgeschneiderte Angebote. Diese Bündelungseffekte wirken sich auch positiv auf den Klimaschutz aus. Ohne Investitionen in die digitale
Infrastruktur, wie Glasfasernetz, ETCS, künstliche Intelligenz und Automatisierung, können die
Klimaziele nicht erreicht werden.

Für die fortschreitende Digitalisierung

aber Perspektiven für die immer noch

der Branche wird das Datennetz immer

verbleibenden weißen Flecken auf

wichtiger. Schon im Vorfeld der letzten

der Landkarte. Die vorgeschriebenen

Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen

500 Stationen je Mobilfunkbetreiber im

2015 hat sich das DVF für eine Versor-

ländichen Raum bis 2022 sind nur ein

gungsverpflichtung der Provider mit

Tropfen auf den heißen Stein. Es fehlt

einem leistungsfähigen Datennetz ent-

eine Übergangsstrategie, wenigstens mit

lang der Hauptschienenstrecken und

geringeren, aber nutzbaren Bandbreiten

Bundesautobahnen starkgemacht. Mit

und mit verlässlichen Fristen in die Flä-

der nächsten Frequenzvergabe fordert

che zu gehen.

das DVF, die Bandbreiten auszubauen

Es braucht eine starke Bundesnetzagen-

und auch dem nachgeordneten Netz,

tur, um die Mängel auszubügeln. Ein

Knotenpunkten und Logistikzentren ein

ständiges Controlling des Ausbaus mit

Upgrade zu verpassen. Gleiches gilt für

eigenen Messungen der Bundesnetz-

den Ausbau des Glasfasernetzes.

agentur muss sicherstellen, dass sich

Die Bundesnetzagentur hat versucht,

sorgungssituation einstellt – vor allem

dem Mobilitätsstandort Deutschland mit

auch entlang der Verkehrsadern. Schon

neuen, weitergehenden Versorgungs-

heute besteht dringender Handlungsbe-

eine signifikante Verbesserung der Ver-

»Wir bringen Gigabitnetze in alle Regionen
und schaffen damit die
Voraussetzung für alle
Innovationen der Mobilität 4.0. Damit verpassen wir der Mobilität
in Deutschland ein
kräftiges Upgrade.«
Andreas Scheuer MdB,
Bundesminister
für Verkehr und digitale Infrastruktur

6

#smartmove

auflagen gerecht zu werden. Auf der

darf: Erst die Messungen der Deutschen

Habenseite finden sich Versorgungsauf-

Bahn auf den Hauptverkehrsadern haben

lagen entlang der wichtigsten Verkehrs-

gezeigt, dass die Funkabdeckung an den

wege und Frequenzspektren für lokale

Verkehrswegen den bisherigen Ausbau-

Nutzer, beispielsweise aus der Industrie

verpflichtungen hinterherhinkt. Die

und Logistik. Auch die Entscheidung, bei

Funklochkommunen müssen die Mög-

der Flächendeckung mit 5G auf die ab

lichkeit bekommen, mit den lokalen

2025 frei werdenden niedrigeren und

Frequenzen eigene Ausbauinitiativen

darum wirtschaftlicheren Frequenzen

voranzutreiben, und dafür vom Bund

zu setzen, ist nachvollziehbar. Es fehlen

gefördert werden.

STANDPUNKT
D ig it al e D as e in svo rs o rg e: I nf ra st r uk tu r
e rt üc ht i ge n , N et zle ist un g a us ba ue n
■

Breitbandausbau: Priorität für Verkehrswege und Logistikknoten; Monitoring
und Einforderung der Netzbandbreite durch die Bundesnetzagentur; Übergangsstrategie für die Erschließung der Fläche; zügige Ausweitung der lokalen Testfelder zur Erprobung von 5G

■

Automatisierung: Testfelder für die Automatisierung bei allen Verkehrsträgern ausweiten

■

Schiene: flächendeckender Austausch der Signalsysteme mit europäischer
Leit- und Sicherungstechnik und digitalen Stellwerken; Förderung der während der Migration notwendigen Doppelausrüstung der Schienenfahrzeuge

■

Straße: Ausbau der Verkehrsinformationsdienste; Verbesserung der Prognosequalität; Ausbau intelligenter Infrastrukturelemente

■

Luftverkehr: Förderung von Umsetzungsmaßnahmen für neue Flugsicherungstechnologien im Rahmen des SESAR-Programms bei der Flugsicherung,
den Fluggesellschaften und Flughäfen

■

Wasserstraße: Unterstützung des Ausbaus der River Information Services

■

Mobilität 4.0 für den ÖPNV: ÖPNV-Datenplattform Delfi langfristig absichern; Mobilitätsdatenplattform in die mCloud und den Mobilitäts-DatenMarktplatz integrieren; Verbreitung von E-Ticketing weiter fördern

■

Künstliche Intelligenz für Kapazitätsmanagement, Prognosen und individualisierte Angebote nutzen

■

Digitale Verwaltung: Ertüchtigung der Verwaltungsinfrastruktur mit entsprechenden Schnittstellen, zum Beispiel digitale Anbindung an Logistikketten, papierlose Genehmigungs- und Zulassungsprozesse

Stadtverkehr braucht Digitales

Taxi und den Rufbus zu entstauben,

Datenbasis schaffen

Jeder Bürger ist im Schnitt jeden Tag

digital aufzupeppen und salonfähig zu

Im Bereich der Information und des

39 km und 80 Minuten unterwegs, so

machen. Auch Verkehre mit variabler

Vertriebs sind die Potenziale der Digitali-

die aktuellen Ergebnisse der Studie

Linienführung und virtuellen Haltestellen

sierung noch deutlich ausbaufähig. Oft-

»Mobilität in Deutschland 2017« des

gehören in den Werkzeugkasten.

mals existieren nur isolierte Pilotprojekte,

Bundesministeriums für Verkehr und digi-

obwohl die Bausteine zur Angebotsver-

tale Infrastruktur (BMVI). Insgesamt sind

Bisher dauert die Zulassung neuer An-

besserung am Markt frei verfügbar sind.

das in Deutschland 260 Millionen Wege

gebote durch die Behörden selbst für

Es fehlen in breiter Anwendung bei-

pro Tag. Der Bericht zeigt: Mobilität ist

etablierte Nahverkehrsunternehmen

spielsweise verkehrsträgerübergreifende

auch weiterhin ein fester Bestandteil un-

länger als 9 Monate, die Sondierungs-

Bezahlsysteme und Prognosen zur Park-

seres Alltags. Gerade die Ballungsräume

gespräche davor können sich ebenso

raumsituation. Verkehrsprognosen flie-

haben dabei den größten Zuwachs an

lange hinziehen. Damit neue Angebote

ßen zu selten in die Verkehrssteuerung

Verkehrsaufkommen und -leistung zu

zeitnah umgesetzt werden können, muss

und die Echtzeitmeldungen des ÖPNV

schultern. Unter den Verkehrsmitteln

der Genehmigungsprozess beschleunigt

ein, und intelligente Mobilitätsdienste

hat das Automobil mit rund 57 Prozent

werden. Klarere rechtliche Rahmenbedin-

sind noch nicht in das ÖPNV-Angebot

auch weiterhin den größten Anteil an

gungen zur Einordnung der Mobilitäts-

integriert. Zudem setzt die Nutzung

diesen Wegen. Bei der Wachstumsdyna-

dienste sind daher dringend notwendig.

wechselnder Verkehrsmittel bei den Bür-

mik liegt der sogenannte Umweltverbund

Denkbar wäre eine neue Klassifizierung

gern Informationsbereitschaft, Technik-

– Busse, Bahnen und Fahrrad – jedoch

von Poolingangeboten im PBefG. Das

affinität und Einarbeitungszeit voraus.

vorn.

BMVI hat eine Überprüfung und Anpassung des PBefG für die laufende

Für zuverlässige Prognosen und bedarfs-

Diese Zahlen geben die Richtung für die

Legislaturperiode vorgesehen. Das DVF

gerechte Echtzeitinformationen müssen

verkehrspolitische Strategie des Bundes

bringt sich aktiv in diesen Prozess ein.

die vorhandenen selbstlernenden Systeme

und der Länder vor, um mit dem offen-

auf die ebenso vorhandene Datenbasis

sichtlichen Verkehrswachstum in der

des öffentlichen Verkehrs angesetzt

Alltagsmobilität umzugehen. Aufgrund

werden. Eine solche digitale Ertüchtigung

der Klimaziele der Bundesregierung und

der Verkehrssysteme in den Städten

durch die gerichtlich verordneten Fahr-

und Gemeinden – und damit auch des

verbote in einigen Städten ist dies eine

ÖPNV – muss Teil der Investitionspakete

große Herausforderung. Die Entwick-

im Zuge der Klimapolitik werden. Das

lung muss vor allem durch neue Initiativen im öffentlichen Nahverkehr und
eine Digitalisierungsstrategie begleitet
werden.
Bedarfsgerechte Angebote
Gerade mit Blick auf überlastete Innenstädte und die laut BMVI-Studie unzufriedenen ÖPNV-Kunden in den Randgebieten müssen die Einpendler stärker
als bisher adressiert werden. Das DVF
fordert: Dazu sollten Busse, Bahnen und
neue Mobilitätsdienste ihre Kräfte bündeln. Änderungen im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) sollten diese Zusammenarbeit gezielt unterstützen. Es
gilt gewissermaßen, das Anruf-Sammel-

8

#smartmove

»Durch Mobilitätsmanagement wird es
gelingen, innovative
Services entlang von
Mobilitätsketten zu gestalten. Das schafft
enorme Potenziale für
die Verlängerung der
Wertschöpfungskette
und neue Reisemöglichkeiten für die Kunden.«
Ulrich Klaus Becker,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Vizepräsident für Verkehr ADAC
Allgemeiner Deutscher AutomobilClub e.V.

DVF und seine Mitglieder arbeiten aktiv
an der europäischen Initiative mit, Fahrplandaten und andere Informationen für
Mobilitätsdatenplattformen länderübergreifend digital verfügbar zu machen.
Wie wichtig die digitale Begleitung der
Verkehrsteilnehmer auf ihren Wegen ist,
zeigt eine Befragung von Infas im Auftrag des DVF. Gerade die jüngere Generation informiert sich über Fahrtrouten,
Fahrtzeiten des öffentlichen Verkehrs
und Staus mit Hilfe ihres Mobilgerätes.
Dabei ist das Gros der Nutzer mit dem
Angebot der einzelnen Dienstleistungen
zufrieden. Diese grundsätzliche Bereitschaft, digitale Werkzeuge zu nutzen,
muss noch stärker aktiviert werden.

Kaum Glasfaser in Deutschland
Anteil stationärer Breitbandanschlüsse, realisiert mit Glasfaser in ausgewählten OECDStaaten im Dezember 2017, in %
76,8

76,7

70,8

64,6

61,8

2,3

Durchschnittliche
Verbindungsgeschwindigkeit in
Mbit/s

28,6

15,3

Südkorea

Japan

Litauen

Lettland

Schweden

Deutschland

Quelle: Statista

Mehrwert der digitalen Schiene

1,5 Milliarden Euro zusätzlich erforder-

Der Schlüssel, um mehr Personen und

lich, die eine zügige Grundsatzentschei-

Waren kostengünstiger, pünktlicher,

dung für den Investitionsetat des Ver-

umweltfreundlicher und flexibler auf

kehrshaushalts erfordern.

der Schiene zu transportieren, liegt in
der europäischen Leit- und Sicherungs-

Die digitale Vernetzung bietet darüber

technik (ETCS) und digitalen Stellwerken.

hinaus enorme Chancen zur Prozessver-

Zu diesem Ergebnis kommt die vom

besserung in den Häfen, der Schifffahrt

BMVI in Auftrag gegebene Machbar-

und der Luftfahrt. Das mit 64 Millionen

keitsstudie. Auch das DVF unterstützt

Euro bis 2020 dotierte Förderprogramm

die entschlossene und zügige Digitalisie-

des Bundes für Innovative Hafentechno-

rung der Schiene, um die angestrebte

logien (IHATEC) ist stark nachgefragt

deutliche Kapazitätssteigerung im Perso-

und ausgeschöpft. Das DVF begrüßt

nen- und Güterverkehr zu erreichen.

deshalb den Beschluss des Haushaltsaus-

Diese Kapazitätsgewinne sind nötig,

schusses des Deutschen Bundestages

um das wachsende Verkehrsaufkommen

ein Nachfolgeprogramm ab 2021 mit

bewältigen zu können, ohne dabei wei-

den erforderlichen Mitteln auszustatten.

tere Flächen zu verbrauchen.

Ein weiterer positiver Schritt ist die För-

Der Bund und die Branche sprechen sich

derung digitaler Testfelder in den Häfen

für eine flächendeckende Einführung

und die Aufnahme von Digitalisierungs-

neuer Leit- und Sicherungstechnik sowie

maßnahmen in den künftigen Master-

digitaler Stellwerke aus. Für eine erfolg-

plan Binnenschifffahrt. Schließlich spielt

reiche systemische Umstellung sind jähr-

die Digitalisierung im Rahmen der Natio-

liche Investitionen in Höhe von rund

nalen Plattform Zukunft der Mobilität

»Um die Eisenbahn als
Herzstück vernetzter
und moderner Mobilität
zu etablieren, ist es erforderlich, auch die digitalen Innovationen auf
der Schiene voranzutreiben. Voraussetzung
dafür ist eine gleichberechtigte Behandlung
der Verkehrsträger seitens der Politik auch in
Sachen Digitalisierung:
Genauso wie für das
Fernstraßennetz muss
die Versorgung mit
schnellem Mobilfunk
künftig auch für das
Schienennetz gewährleistet werden.«
Cem Özdemir MdB,
Vorsitzender des Ausschusses
für Verkehr und digitale Infrastruktur
im Deutschen Bundestag

www.verkehrsforum.de

9

eine wichtige Rolle. Die digitale Ver-

kommt im Logistiksektor die Block-

netzung und das automatisierte Fahren

chain-Technologie zum Zuge, gerade in

erhöhen die Effizienz und Nachhaltigkeit

Deutschland gibt es schon erste Anwen-

im gesamten Verkehrssystem. Sie liefern

dungen. Das Ziel der Blockchain ist es,

somit in Zukunft einen unverzichtbaren

dass Transaktionen leichter direkt unter

Beitrag zum Klimaschutz.

Partnern abgewickelt und dokumentiert
werden können und dezentral organi-

Digitalisierung für Vision Zero

siert werden. Damit droht der Mittels-

Das DVF hat sich an der Verbändeinitia-

mann, zum Beispiel Banken oder Spedi-

tive von Bundesverkehrsminister Andreas

teure, beim Datenaustausch zunächst

Scheuer beteiligt, um die Ausrüstung

überflüssig zu werden. Das DVF erachtet

von Nutzfahrzeugen mit Abbiegeassisten-

es daher als wichtig an, dass Logistiker

ten voranzutreiben. Hier leistet die Digi-

sich bereits heute in diesem Bereich

talisierung einen wichtigen Beitrag zur

Kompetenz erarbeiten. Aus seiner Histo-

Vision Zero – der Reduzierung der Ver-

rie als Bitcoin-Währung heraus ist die

kehrstoten. Unternehmen wie Mobileye

Blockchain noch mit einem extremen

bieten bereits Nachrüstlösungen für

technischen Overhead versehen, der die

bestehende Flotten an. Das Ziel dieser

Sicherheit im verteilten System garantie-

Assistenzsysteme ist es, die Verkehrs-

ren soll. Um den Aufwand, die Rechen-

situation visuell zu erfassen, zu verstehen

leistung, die Latenz und den ökologi-

und darauf zu reagieren. Laut Unfall-

schen Fußabdruck zu optimieren, ist es

statistik ist der Faktor Mensch für

wichtig, dass ein Teil der Akteure einan-

93 Prozent der Unfälle verantwortlich.

der vertraut. Auch die Einschränkung

Mit einem Entscheidungsspielraum von

des Nutzerkreises einer Blockchain hilft.

2 Sekunden aufgrund von Warnsignalen

»Als Startpunkt ist eine
Grundsatzentscheidung
in einem möglichst
breiten Konsens und
mit möglichst vielen
Beteiligten vonnöten,
die den Beginn des Einstiegs in die Bahn 4.0
mit digitaler Signaltechnik und digitalen
Stellwerken markiert.«
Wolfgang Wiehle MdB,
stellvertretender Vorsitzender
der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen Bundestag

10

#smartmove

aus Assistenzsystemen ließen sich fast

Die Blockchain steht technisch im Wett-

alle Auffahrunfälle vermeiden. Ein Zu-

bewerb zum Plattformansatz. Aber viel-

satznutzen der Assistenzsysteme liegt in

leicht ist die Zukunft auch eine Kombi-

der Analyse des Fahrverhaltens und der

nation aus beiden Lösungsansätzen.

Identifizierung von Hotspots im Straßen-

Denn selbst wenn die Blockchain eigent-

verkehr. Die Abbiegeassistenten der

lich keinen »Kümmerer« braucht, läuft

neuesten Generation wurden speziell

sie flüssiger und kostengünstiger mit

mit dem Schwerpunkt auf den Stadtver-

einem Trustee. Logistiker können ihre

kehr entwickelt. Durch strategisch ange-

Rolle stärken, indem sie sich in die neue

brachte Sensoren werden gezielt schwa-

Technologie mit ihrem guten Namen als

che Verkehrsteilnehmer erkannt, und es

Vertrauensinstanz einbringen oder die

wird mit einem zweistufigen Warnsys-

Blockchain gemeinschaftlich betreiben.

tem auf Ereignisse im Umfeld reagiert.

Auch Systemhäuser und Banken können
sich so quasi neu erfinden. Das DVF

Blockchain: Neue Rolle

sieht hier aber auch den Staat in der

für den Logistiker

Pflicht. Er muss diese Entwicklungen

Neben Datenplattformen für den Perso-

begleiten, indem digitale Verfahren wie

nenverkehr werden Datendrehscheiben

sogenannte Smart Contracts juristisch

für den Logistiksektor immer wichtiger.

sattelfest abgesichert werden und die

Dienstleister wie DAKOSY haben bereits

Behörden digitale Schnittstellen für den

einzelne Hubs in Häfen, Binnenhäfen

Datenaustausch schaffen.

und Flughäfen digitalisiert. Zunehmend

fizieren; Kameras erfassen den Zustand

KI im Verkehrsbereich marktreif
Auf dem Gebiet der künstlichen Intelli-

von Bahnsteigen oder die Sicherheits-

genz (KI) ist Deutschland für den Mobili-

lage. Bereits heute sind datenschutz-

tätssektor gut aufgestellt: Hier sind viele

konforme Lösungen verfügbar, damit

Konzepte unter Einsatz der KI marktreif

Verkehrsunternehmen abschätzen

und befinden sich bereits im Einsatz,

können, wie sich die Kundenströme

während in anderen Anwendungsfeldern noch experimentiert wird.
Deutsche Unternehmen sind ganz vorn
mit dabei, wenn es darum geht, Daten
zusammenzuführen, sie zu analysieren,
automatisiert Entscheidungen zu fällen
und die Güte der Ergebnisse bei künftigen Entscheidungen einzubeziehen. Gerade angesichts der Herausforderungen,
die durch Klimaschutz und Verkehrswachstum auf den Sektor zukommen, ist die
KI unverzichtbar. Künstliche Intelligenz
kann die vernetzte Mobilität leichter erfassbar, nutzbar und damit attraktiver
machen, sie kann Prozesse automatisieren, um bedarfsgerecht reagieren zu
können, sowie Kapazitäten und die Auslastung optimieren, um dadurch das Ver-

»Es gibt in den Wertschöpfungsketten der
Logistik eine ganze
Reihe von ungenutzten
Potenzialen, die Produktivität zu steigern sowie
den Handel und die
Zahlungsströme
sicherer, konsistenter,
transparenter und zuverlässiger zu machen.
Deshalb ist die Zeit reif
für die Blockchain.«

bewegen und voraussichtlich entwickeln

Wolfgang Wendt,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Mitglied der Geschäftsführung
IBM Deutschland GmbH

tionen und Umsetzungsprozessen. Bei-

werden oder wie viele Personen den
Nachtbus erwischen müssen. Damit
kann der ÖPNV seine Kapazitäten optimal steuern, auch das wirkt positiv in
Richtung Klimaziele.
Das alles ist eine gute Ausgangsbasis
für den Mobilitätsstandort Deutschland,
die jetzt weiter ausgebaut werden muss.
Gerade die öffentlichen Verkehrsunternehmen sind auf Unterstützung angewiesen, den Schritt zur Mobilität 4.0
zu machen. Dazu zählen die Beratung,
aber auch die Finanzierung von Investides neben den betrieblichen Aufgaben
zu realisieren ist eine Herausforderung

kehrsaufkommen maximal zu bündeln.

für die Unternehmen, die im Sinne der

So werden beispielsweise in der Logistik

digitalen Daseinsvorsorge von der öffent-

Frachtdaten ausgewertet, um falsch de-

lichen Hand begleitet werden muss,

klariertes Gefahrgut frühzeitig zu identi-

fordert das DVF.

Finanzierung
und Infrastruktur
Die Verkehrsinfrastruktur ist die Lebensader unserer Volkswirtschaft, deshalb brauchen wir
leistungsfähige Verkehrswege sowohl für den Individualverkehr als auch für bündelnde
Verkehrsmittel wie das Schiff und die Güterbahn. Eine ähnlich große Bedeutung haben das
Stromnetz und die Breitbandinfrastruktur. Das Geld ist da, der Investitionshochlauf ist seit der
letzten Legislaturperiode gesichert, kommt aber zu langsam in der Infrastruktur an. Es fehlen
Planungs- und Baukapazitäten, und die Verfahren bei der Planung und Genehmigung von Bauprojekten dauern immer noch zu lange. Mehr Personal und Reformen sind daher dringend nötig,
um den Investitionsstau zu beenden.

Die Prioritäten des Bundesverkehrswe-

Genehmigung von Verkehrsinfrastruk-

geplans haben sich bereits zum Teil in

turprojekten führen. Der Koalitionsver-

den Investitionsplänen der Bundesregie-

trag hat sich diese 12-Punkte-Strategie

rung niedergeschlagen. Wichtige Pro-

des BMVI zu eigen gemacht. Das

jekte, die der Standort dringend braucht,

Planungs- und Baubeschleunigungs-

sind die seewärtigen Zufahrten, das

gesetz greift erste Maßnahmen daraus

740-m Netz im Schienenverkehr, die

auf, die kurzfristig vom deutschen Ge-

Vorbereitung des Deutschlandtakts und

setzgeber angestoßen werden können.

die Stärkung der Verkehrsknoten bei

»Der nun vorgelegte
Gesetzesentwurf zur
Planungsbeschleunigung ist ein wichtiges
Signal der Bundesregierung, dass sie das
Thema ernst nimmt.
Alle Maßnahmen nutzen
direkt dem Bürger,
dem Arbeitnehmer, der
Industrie und der Logistikwirtschaft.«
Nikolaus Graf von Matuschka,
DVF-Präsidiumsmitglied und
CEO HOCHTIEF Solutions AG,
Mitglied des Vorstands HOCHTIEF
Aktiengesellschaft

12

#smartmove

allen Verkehrsträgern. Insgesamt sind

Wichtige Maßnahmen im Planungs- und

im Verkehrsinvestitionshaushalt 2019

Baubeschleunigungsgesetz sind unter

rund 14 Milliarden Euro vorgesehen –

anderem die Erweiterung der Möglich-

ein klares Signal für die vom DVF ge-

keiten, eine Plangenehmigung statt ei-

forderte Verstetigung und Fortsetzung

ner Planfeststellung zu erteilen, soweit

des Investitionshochlaufs. Die Umset-

eine Umweltverträglichkeitsprüfung

zung der Baumaßnahmen geht trotz

durchzuführen ist und die Einführung ei-

vorhandener Finanzmittel jedoch nur

ner einheitlichen Klagebegründungsfrist

schleppend voran.

mit Nachfrist nur in begründeten Fällen.
Eine Entlastung für das Personal vor Ort

Planungsprozesse beschleunigen

birgt die Möglichkeit zur Einsetzung von

Darum fordert das DVF, die Vorschläge

Projektmanagern, um die Verfahren zu

aus dem Innovationsforum Planungsbe-

straffen und zu bündeln. Sinnvoll ist

schleunigung konsequent umzusetzen.

auch die Bündelung von Anhörungen zu

Unter Leitung des Bundesministeriums

Schienenprojekten beim Eisenbahn-Bun-

für Verkehr und digitale Infrastruktur

desamt, denn bisher sind für die Beteili-

(BMVI) und unter der Mitwirkung vieler

gung von Bürgern, Verbänden und Be-

Experten – auch aus dem DVF heraus –

hörden 33 Länderbehörden zuständig.

werden hier Maßnahmen aufgezeigt,

Durch die Zusammenlegung beim Eisen-

die zu einer schnelleren Planung und

bahn-Bundesamt werden Schnittstellen

STANDPUNKT
P la nu n g s be s c h le u n ig u n g we it e rent wi c ke l n
■

Über das Planungsbeschleunigungsgesetz hinaus auch das Fachplanungsrecht
nach dem Personenbeförderungsgesetz anpassen, damit auch bei U- und
Straßenbahnen vereinfachte Verfahren möglich sind

■

Zentrale Elemente für zügigere Planungs- und Genehmigungsverfahren in das
Verwaltungsverfahrensgesetz integrieren

■

Entwicklung einer Sachverständigen-Grundlage, um eine neue Verordnung
zum Baulärm mit rechtlichen Vorgaben für die Zumutbarkeit von Immissionen
durch Baulärm zu beschließen.

■

Stärkere Integration von Raumordnungsbelangen in das Planfeststellungsverfahren bis hin zu einem integrierten Genehmigungsverfahren

■

Erlass einer Bundeskompensationsverordnung, um dem Vorgehen und der
Bewertung einen länderübergreifenden Rahmen zu geben

■

Das Bundesnaturschutzgesetz um eine Regelung zur Einrichtung von Kartierund Artendatenbanken in den Bundesländern ergänzen. Ausgleichsmaßnahmen im Artenschutz mithilfe von Ökopools / Ökopunkten erleichtern

■

Die EU-Wasserrahmenrichtlinie konkretisieren, um Planungsprozesse zu
beschleunigen

■

Die Personalkapazitäten bei Behörden ausbauen

■

Auf allen Ebenen mehr partnerschaftliche Instrumente nutzen: vom Partnering bis zu ÖPP

■

Umwelt- und Naturschutzvorgaben transparent und handhabbar halten und
mit klarem Stichtagsbezug versehen

reduziert, Doppelprüfungen vermieden

feststellung. Vielversprechend ist eben-

Ländern, Kommunen und dem Bund auf

und Synergien sinnvoll genutzt. Die

falls der Ansatz einer stärkeren Inte-

dem Papier aufgestockt, aber die Plan-

Möglichkeit, schon vor Erlass des Plan-

gration von Raumordnungsbelangen in

stellen werden nur zögerlich besetzt,

feststellungsbeschlusses mit vorbereiten-

das Planfeststellungsverfahren – bis hin

und bereits heute sind weitere Engpässe

den Baumaßnahmen zu beginnen, kann

zu einem integrierten Genehmigungs-

absehbar.

ebenfalls beschleunigend wirken. Eine

verfahren. Das steht auch so in der 12-

weitere wichtige Regelung ist die Erwei-

Punkte-Strategie des Bundesverkehrs-

Partnerschaften ausbauen

terung der Liste von Vorhaben, für die

ministeriums.

Angesichts des andauernden Personalmangels in der Verwaltung gilt es, mit

das Bundesverwaltungsgericht die erste
Weiterhin gibt es für den Umwelt- und

den vorhandenen knappen Ressourcen

Artenschutz gute Vorschläge, die ge-

besser zu wirtschaften. Der Staat muss

prüft und umgesetzt werden sollten. Mit

auf allen Ebenen mehr partnerschaftliche

Das Bundesverkehrsministerium war gut

einer Bundeskompensationsverordnung

Instrumente nutzen: vom Partnering bis

beraten, in einem ersten Schritt nur sol-

soll ein länderübergreifendes koordinier-

zu öffentlich-privaten-Partnerschaften

che Gesetze zu ändern, bei denen dies

tes Vorgehen erreicht werden. Ebenfalls

(ÖPP). Das ist wichtig, denn die richtigen

unkritisch und mit geringem Zeitverzug

diskutiert werden Ökopools und Öko-

wirtschaftlichen Anreize helfen, die Pla-

möglich war. Das DVF plädiert weiterhin

punkte, um Ausgleichsmaßnahmen, ins-

nungs- und Bauzeit zu verkürzen und

dafür, es nicht bei diesen Maßnahmen

besondere für den Artenschutz, zu be-

die Qualität der Leistung zu erhöhen.

zu belassen. Während also die Änderun-

schleunigen. Zudem gibt es Prüfaufträge

und zugleich letzte Gerichtsinstanz ist.
Weitere Maßnahmen einführen

gen aus dem neuen Planungs- und Bau-

aus dem Koalitionsvertrag wie die Wie-

Der Bundesrechnungshof hat im Aus-

beschleunigungsgesetz hoffentlich in

dereinführung der Präklusion. Was aber

tausch mit dem DVF bestätigt, dass man

Kürze greifen, müssen schon die näch-

fehlt, ist ausreichendes Personal zur Pla-

sich mit dem Bundesverkehrsministerium

sten Änderungen vorbereitet und in An-

nung und Genehmigung. Zwar wurde

auf eine gemeinsame Grundlage für die

griff genommen werden.

die Personalausstattung der Behörden in

Wirtschaftlichkeitsrechnung geeinigt
habe, sodass einem fairen Vergleich zwi-

Die Beschleunigung darf außerdem

schen partnerschaftlichen Lösungen und

nicht vor regionalen Verkehrsprojekten

herkömmlicher Leistungsbestellung

haltmachen, fordert das DVF. Auch für

nichts mehr im Wege steht. Gleichzeitig

neue U- und Straßenbahnen müssen

muss sich diese Zusammenarbeit auch in

vereinfachte Verfahren möglich sein.

Prozessen und Verfahren niederschlagen,

Der Druck nimmt an dieser Stelle weiter

indem die Abläufe modernisiert und

zu, denn die Mittel aus dem Gemeinde-

noch stärker die Vorteile der Digitalisie-

verkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG) sollen erhöht werden mit der Konsequenz,
dass sie auch zügig abfließen müssen,
also verbaut werden. Zielführend wäre
außerdem, beschleunigende Ansätze im
Verwaltungsverfahrensgesetz zu verankern, um Reformen allen Infrastrukturmaßnahmen gleichermaßen zukommen
zu lassen.
Eine weitere Zukunftsaufgabe ist die
Entwicklung einer SachverständigenGrundlage für eine neue Verordnung
zum Baulärm, denn sonst erfordert jede
Lärmsanierung automatisch eine Plan-

14

#smartmove

»Es müssen gezielt Verwaltungsmängel identifiziert und beseitigt
werden, um die Mittel
effizienter zu verbauen
und Projekte schneller
fertigzustellen. Generell
soll das Budgetrecht
des Bundestags aber
nicht angetastet
werden.«
Ingrid Remmers MdB,
verkehrspolitische Sprecherin der
Bundestagsfraktion DIE LINKE

rung genutzt werden, beispielsweise
durch Building Information Modeling
(BIM). Das DVF fordert, die vom BMVI
geplanten Pilotprojekte zu Partnerschaften und BIM zügig umzusetzen, damit
die Erfahrungen dem gesamten Projektportfolio zugutekommen können.
Infrastrukturgesellschaft aufbauen
Ein weiterer Baustein sind die Infrastrukturgesellschaft für Autobahnen IGA und
das Fernstraßenbundesamt. Beide befinden sich im Aufbau und bis zum Jahr
2021 soll der Betriebsübergang der Auftragsverwaltung abgeschlossen sein.

Entwicklung der Investitionsrückstände in ausgewählten Bereichen
■

gravierender Rückstand ■ nennenswerter Rückstand ■ geringer / kein Rückstand

Straßen und Verkehrsinfrastruktur

2012

Öffentliche Verwaltungsgebäude

2012

Schulen (inkl. Erwachsenenbildung)

2012

14

2017

52

17
6

2017

34
57

31

63

9

37

7

2017

26

54

36

56

15

43

42

2012

4

36

60

2017

4

36

60

2012

5

34

61

Kinderbetreuung

Sportstätten und Bäder
2017
2012

9
2

38

52

43

55

Gesamt
2017

7

60

33

Quelle: KfW-Kommunalpanel 2018, durchgeführt vom Difu von August bis Oktober 2017

Dafür müssen 13.000 Mitarbeiter über-

die Qualität des Schienennetzes. Dar-

entfallen rund 39 Milliarden Euro auf die

zeugt werden, zur Bundesgesellschaft

über hinaus erhöht sie die Effizienz und

Straßen- und Verkehrsinfrastruktur und

zu wechseln; 500 verschiedene Soft-

Flexibilität durch mehrjährige Planbar-

den öffentlichen Personennahverkehr.

wareausprägungen müssen harmonisiert

keit. Die Herausforderung der aktuellen

werden. Das DVF fordert, die Herkules-

Verhandlungen zur LuFV III liegt darin,

Daher ist es zu begrüßen, dass die Mittel

aufgabe anzunehmen und nicht nur

die notwendige hohe Bautätigkeit mit

für Investitionen in die kommunale Ver-

eine weitere nachgeordnete Behörde

möglichst geringen Einschränkungen für

kehrsinfrastruktur über das GVFG bis

zu schaffen. Die Restrukturierung muss

die Kunden umzusetzen. Dafür sollen

zum Jahr 2021 stetig auf 1 Milliarde

dazu genutzt werden, um echte Neue-

die Erkenntnisse aus dem Runden Tisch

Euro erhöht werden sollen. Gerade vor

rungen, beispielsweise einen Investitions-

Baustellenmanagement berücksichtigt

dem Hintergrund der Klimaschutzziele

und Zustandsbericht, Risikobudgets,

und die Auswirkungen der Baumaßnah-

und der verordneten Fahrverbote gilt:

langfristige mehrjährige Finanzierungs-

men auf die Kunden möglichst gering

Die Ballungsräume dürfen mit ihren

pläne und partnerschaftliche Elemente,

gehalten und reduziert werden. Die

Verkehrsproblemen nicht alleingelassen

einzuführen.

Verhandlungen über die LuFV III enden

werden. Wie die Studie des BMVI »Mo-

zum Frühjahr 2019, sodass die Regelun-

bilität in Deutschland« zeigt, wird der

Kundenfreundliches Bauen

gen am 1. Januar 2020 in Kraft treten

öffentliche Personennahverkehr gerade

Die Modernisierung der Infrastruktur

können.

ist ein höchst komplexer Prozess und

dort gut angenommen. Darum ist die
Umsetzung der geförderten Sofortmaß-

erfordert eine langfristige Finanzierungs-

Kommunen aktiv unterstützen

nahmen zur Luftreinhaltung ebenso

sicherung für die Stabilität des Schienen-

Auch bei der kommunalen Verkehrs-

wichtig wie die schnelle Überführung

netzes. Mit der Leistungs- und Finan-

infrastruktur muss eine immense Investi-

der zusätzlichen GVFG-Mittel in Pro-

zierungsvereinbarung (LuFV) gibt es seit

tionslücke geschlossen werden. Der von

jekte. Die Fahrzeugflotten müssen nach-

2009 eine vorbildliche und langfristige

den Kommunen wahrgenommene

gerüstet und aufgestockt und die Infra-

Mittelsicherheit für die Eisenbahninfra-

Investitionsrückstand ist im Jahr 2017

struktur erweitert werden, damit Busse

strukturunternehmen (EIU), wie Netz,

laut KfW-Kommunalpanel auf knapp

und Bahnen nicht Opfer des eigenen

Station und Energie. Sie gewährleistet

159 Milliarden Euro gestiegen. Davon

Erfolges werden.

www.verkehrsforum.de

15

Energie
und Umwelt
Ausgehend vom Pariser Klimaabkommen und den Klimaschutzbeschlüssen der Europäischen
Union (EU) hat die Bundesregierung ein ehrgeiziges Ziel vorgegeben: Der deutsche Verkehrssektor soll seine CO2-Emissionen bis 2030 um mindestens 40 Prozent senken. Dafür bedarf es
einer gewaltigen qualitativen Umstellung der Energiebasis, der Antriebe und des Zusammenspiels der Verkehrsträger. Alle Akteure im Deutschen Verkehrsforum erhöhen ihre Anstrengungen, um künftig deutliche absolute Emissionssenkungen zu erreichen. Der Klimaschutz im
Verkehrssektor ist ein Jahrhundertprojekt.

»Wir stehen vor großen
Fragen: Wie können wir
die Mobilität neu organisieren? Wenn wir es gut
machen, schützen wir
nicht nur erfolgreich das
Klima, sondern steigern
auch die Lebensqualität
in den Städten. Auch
ökonomisch ist der
Klimaschutz für den
Verkehrssektor eine
Riesenchance. Denn er
macht unsere Unternehmen fit für die Märkte
der Zukunft.«
Svenja Schulze,
Bundesministerin für Umwelt,
Naturschutz und nukleare Sicherheit

16

#smartmove

Um verkehrsträgerübergreifende

trägern für den Klimaschutz unabding-

Lösungsansätze für eine nachhaltige,

bar. Mit der Lastenteilungsverordnung

bezahlbare und klimafreundliche Mobili-

der EU und dem künftigen Klimaschutz-

tät zu entwickeln, hat die Bundesregie-

gesetz wird ein Verfehlen des Sektorziels

rung die Nationale Plattform Zukunft

finanzielle Konsequenzen für Deutsch-

der Mobilität (NPM) eingerichtet. Das

land haben. Dies birgt Gefahren: Die

DVF wirkt im Lenkungskreis der NPM

Bundesregierung und der Deutsche Bun-

und in der Arbeitsgruppe zum Klima-

destag müssen bei der Ausgestaltung

schutz im Verkehr mit, die Maßnahmen

des Klimaschutzgesetzes Sorge dafür

zur Erreichung des Klimaziels 2030 vor-

tragen, dass den Verbrauchern und den

schlagen soll. Um in den nächsten 10

Unternehmen nicht die Mittel entzogen

Jahren hohe Emissionsreduktionen zu

werden, die sie dringend benötigen, um

erreichen, muss der Modernisierungs-

die klimapolitisch geforderte Umstellung

prozess im gesamten Verkehrssektor

zu vollziehen. Es ist darauf zu achten,

deutlich beschleunigt werden. Im Stra-

dass die soziale Akzeptanz der Maßnah-

ßenverkehr stellt die Elektromobilität

men und die Wirtschaftlichkeit der Mo-

sehr hohe Investitionsanforderungen an

bilität in Deutschland erhalten bleiben.

die Wirtschaft und die Verbraucher.

Notwendig ist ein Rahmen, der die Um-

Auch die öffentlichen Investitionen müs-

stellung fördert, der aber den Beteiligten

sen deutlich erhöht und beschleunigt

auch hinreichend Zeit, Optionen und

werden. Dies betrifft die öffentlichen

Spielräume lässt, um diese fundamen-

Flotten, den ÖPNV, die Schienenwege

tale Transformation erfolgreich umzu-

und die Wasserstraßen. Der Infrastruk-

setzen.

turausbau für Ladestrom und alternative
Kraftstoffe muss noch stärker unter-

Umstellung im Straßenverkehr wird

stützt und bürokratische Hemmnisse

ein Kraftakt

müssen beseitigt werden. Außerdem ist

Die deutsche Automobilindustrie will

ein schneller Ausbau der Digitalisierung

den bevorstehenden Transformations-

und Automatisierung bei allen Verkehrs-

prozess offensiv gestalten und weitet ihr

STANDPUNKT
K l im as c h u t z im Ve rke h rs se k to r
■

Klimaschutz im Verkehr wird epochaler Kraftakt. Zentrale Bausteine sind neue
Antriebe und Kraftstoffe, mehr Effizienz, Vernetzung und Digitalisierung.

■

Der Erfolg der Elektromobilität hängt von ihrer Akzeptanz und der Ladeinfrastruktur ab. Der Ausbau Letzterer ist stark zu beschleunigen und bürokratische
Hindernisse sind zu beseitigen.

■

Mittelfristig sind in großem Umfang eFuels, Brennstoffzellenantriebe und
Wasserstofftankstellen oder Oberleitungssysteme für schwere Lkw erforderlich. Kurzfristig können LNG und Biokraftstoffe helfen.

■

Damit der ÖPNV, die Schiene und die Wasserstraße Anteile übernehmen
können, sind für sie massive Investitionen nötig.

■

Änderungen der Besteuerung und der Maut können wirksame Signale zur
Anschaffung von Niedrigemissionsfahrzeugen setzen. Die Steuern und die
Maut dürfen aber nur langfristig, planbar und schrittweise angepasst werden.
Mobilität muss bezahlbar bleiben. Niedrigemissionsfahrzeuge müssen in ausreichender Zahl verfügbar und wettbewerbsfähig sein.

■

Regulatorische Instrumente, die kaum einen klimapolitischen Nutzen haben,
starke Akzeptanzprobleme hervorrufen oder technologische Vorfestlegungen
beinhalten, sind zu vermeiden, etwa Tempolimits und E-Fahrzeugquoten.

■

Auch für den Luftverkehr und die Schifffahrt müssen saubere Kraftstoffalternativen bereitgestellt werden.

■

Der Luftverkehr und die Seeschifffahrt brauchen eine globale Klimaschutzregelung durch die ICAO und IMO.

■

Die digitale Vernetzung und Automatisierung muss für alle Verkehrsträger
schnell und effektiv ausgebaut werden.

Angebot an batterieelektrischen Pkw

Flottenmodernisierung. Das DVF setzt

deutlich aus. Die Umstellung des Be-

auf das gemeinsame Ziel, die Mobilität

stands von 47 Millionen Pkw in Deutsch-

zu erhalten und Fahrverbote zu verhin-

land bedeutet auch für die Verbraucher

dern oder abzumildern. Mit Blick auf

einen Kraftakt, der nicht in 10 Jahren

den Klimaschutz ist der Beitrag des Die-

vollzogen sein wird. Noch schwieriger ist

selantriebs zur CO2-Senkung unverzicht-

die Elektrifizierung schwerer Lkw, die in

bar.

Deutschland ein Drittel der Gesamtemissionen des Verkehrs ausmachen. Das

Emissionsfreier Schienenverkehr

DVF hat sich dafür ausgesprochen, den

Das DVF unterstützt die Ziele der Bun-

Blick nicht auf einzelne Technologien zu

desregierung zur Elektrifizierung und

verengen, sondern alle Ansatzpunkte zu

Nutzung alternativer Antriebe im Schie-

nutzen. Für schwere Nutzfahrzeuge sind

nenverkehr; sie ergänzen sich. Die Bun-

LNG-Antriebe eine gute, kurzfristig ver-

desregierung hat sich vorgenommen,

fügbare Option. Außerdem müssen e-

die Elektrifizierung der Strecken auf

Fuels, Wasserstroff/Brennstoffzelle und

70 Prozent im Jahr 2025 zu erhöhen.

der Oberleitungs-Lkw gefördert werden.

Auf weniger frequentierten Strecken,

Biokraftstoffe werden einen stärkeren

deren Elektrifizierung unverhältnismäßig

Beitrag leisten müssen. Für leichte Nutz-

teuer wäre, sollte hingegen auf alter-

fahrzeuge und Busse im Stadtverkehr ist

native Antriebe gesetzt werden. Damit

die Umstellung auf batterieelektrische

könnte der Schienensektor seine CO2-

Antriebe eine realistische Möglichkeit.

Emissionen auf null senken. Mit Förder-

Die Logistikunternehmen und kommu-

programmen für Fahrzeuge und die

nalen ÖPNV-Unternehmen sind zur Inves-

Tankstelleninfrastruktur kann diese Um-

tition in elektrische Flotten bereit.

stellung zügig eingeleitet werden. Das
DVF arbeitet im Rahmen der Umsetzung

»Natürlich ist es richtig,
dass Europa ambitionierte Klimaziele verfolgt. Die europäischen
Nutzfahrzeughersteller
halten Minderungsziele
von 7 Prozent bis 2025
und von 16 Prozent
bis 2030 für sehr anspruchsvoll, aber machbar. Bei den schweren
Lkw schießen die Vorstellungen von Kommission und Parlament
jedoch weit über das
Ziel hinaus.«
Bernhard Mattes,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Präsident des Verbands der Automobilindustrie e.V. (VDA)

Luftqualität und Zukunft Diesel

des Masterplans Schienengüterverkehr

Neben dem Klimaschutz ist die Verbes-

an den Eckpunkten für die Förder-

serung der Luftqualität in den städti-

instrumente und bringt hierbei das Wis-

schen Belastungsschwerpunkten eine

sen der Praktiker ein. Die technischen

große Herausforderung. Das DVF hatte

Lösungen sind vielzählig und erforscht.

gungs- und Bebunkerungsstandards in

in der Expertengruppe II des Nationalen

So bietet die Bahnindustrie bereits emis-

allen deutschen Häfen erforderlich.

Forums Diesel an der Erarbeitung von

sionsfreie Fahrzeuge mit Wasserstoff-

Außerdem müssen der Landstrom und

konkreten Maßnahmenvorschlägen mit-

antrieb ebenso wie mit rein batterie-

der Strom von Kraftwerksschiffen abga-

gearbeitet. Das Sofortprogramm Sau-

elektrischen Antrieben und deren

benseitig entlastet werden. Im Master-

bere Luft ist von der Bundesregierung

Mischformen an.

plan Binnenschifffahrt spielt die Antriebs-

auf 1,5 Milliarden Euro aufgestockt wor-

schleunigen, sind einheitliche Genehmi-

modernisierung eine wichtige Rolle.

den. Die Mittel stehen im Zeitraum von

See- und Luftverkehr international

2017 bis 2020 insbesondere für saubere

regeln

Auch für die Fluggesellschaften muss

ÖPNV-Flotten und Digitalisierungsmaß-

Die Schifffahrt und die Häfen erhöhen

der Einsatz von alternativen Flugkraft-

nahmen im städtischen Verkehr zur Ver-

ihre Investitionen in saubere Antriebe

stoffen ausgebaut sowie die Effizienz

fügung. Zusätzlich stellt der Bund 430

und Kraftstoffe. LNG wird in Zukunft als

der Prozesse in der Luft und am Boden

Millionen Euro für die Hardwarenachrü-

Kraftstoffalternative für Seeschiffe eine

erhöht werden. Regulatorisch richten

stung von kommunalen Fahrzeugen be-

große Bedeutung haben. In Deutschland

sich große Anstrengungen auf die Vor-

reit. Dem vorangegangen war eine Ver-

werden Bunkerstationen für LNG gebaut

bereitung des internationalen Systems

einbarung der Koalitionsspitzen zur

und ein nationales LNG-Terminal ist in

zur Emissionsreduktion CORSIA. Es soll

Nachrüstung von Diesel-Pkw und zur

Vorbereitung. Um den Prozess zu be-

ab dem Jahr 2021 weite Teile des inter-

18

#smartmove

Änderung des CO2-Ausstoßes Verkehr vs. Verkehrsleistung in Deutschland, in Prozent*
■

Güterverkehr in Mrd. tkm ■ Personenverkehr in Mrd. km ■ CO2 in Mio. t

276
218

209
170
100
100

143

100

112

166

153

181

102

94

58

0
1990

2000

2010

2016

2030

2050

* 1990 = 100 Prozent, Werte 2030/2050 sind Prognose bzw. Ziel
Quelle: Deutschland in Zahlen

nationalen Luftverkehrs erfassen,

Zwischenergebnisse vorgestellt werden,

und die bisherige Einbeziehung der

die bis 2020 in einen Masterplan mün-

europäischen Airlines in das EU-Emis-

den. Rund 180.000 Wagen sind im

sionshandelssystem muss vollständig

deutschen Netz unterwegs, darunter

durch CORSIA ersetzt werden.

60.000 von europäischen Güterwagenbetreibern. Um sicherzustellen, dass alle

Verkehrslärm reduzieren

in Deutschland verkehrenden Wagen

Um die Anwohner an lärmbelasteten

leiser fahren, muss das Gesetz zur Sen-

Schienenstrecken zu entlasten, rüsten

kung des Schienenlärms schnellstens

die Betreiber des Schienengüterverkehrs

durch die EU bestätigt werden, damit

ihre Züge auf leise Bremssysteme um

es in Kraft treten kann.

und setzen neue leisere Wagen ein.
Gemeinsam haben sich die Regierung

Auch die Flughäfen und Fluggesellschaf-

und die Branche zur Halbierung des

ten messen der Lärmsenkung und dem

Lärms bis zum Jahr 2020 bekannt. Die

Schutz der Anwohner eine hohe Bedeu-

Zwischenbilanz fällt positiv aus. Die

tung bei. In lärmarmes Fluggerät und

Deutsche Bahn hat rund zwei Drittel

Schallschutzmaßnahmen an den Flug-

ihrer Güterwagen mit leiser Bremstechnik

häfen fließen Investitionen in Milliarden-

ausgerüstet. Bis Ende 2020 sollen alle

höhe. Die Bundesregierung hat im Eva-

Güterwagen der DB AG geräuscharm

luierungsbericht an den Deutschen

fahren. Auch die privaten Güterwagen-

Bundestag bestätigt, dass das bestehen-

halter stellen ihre Flotten kontinuierlich

de Fluglärmgesetz sein Schutzziel erreicht.

auf leise Technik um.

Die Lärmgrenzwerte sind angemessen.

Im Rahmen des Zukunftsbündnisses

Sie entsprechen weiterhin dem Stand

Schiene arbeiten der Bund und das

der Forschung. Das DVF spricht sich ge-

DVF an Maßnahmen zur weiteren Lärm-

gen eine Verschärfung der Lärmschutz-

reduktion. Im Frühjahr 2019 sollen erste

grenzwerte aus.

»Wir wünschen uns
einen Ausgleich dafür,
dass wir unsere Bemühungen für eine noch
klimafreundlichere
Schiene verstärken. Im
Fernverkehr fahren wir
zu 100 Prozent mit Ökostrom. Auf der anderen
Seite zahlen wir sehr
hohe energiepolitische
Steuern und leisten erhebliche Abgaben.«
Dr. Richard Lutz,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Bahn AG

www.verkehrsforum.de

19

Nationale
Standortpolitik
In der breiten Öffentlichkeit wird viel über den Fachkräftemangel in der Pflege, in Schulen oder
Kitas diskutiert. Mittlerweile ist das Problem des Personalmangels auch im Verkehrssektor gravierend. Das DVF hat unter seinen Mitgliedern abgefragt, in welchen Bereichen Arbeitskräfte
fehlen. Die Unternehmen haben so gut wie in allen Berufsfeldern Bedarf und reagieren darauf
mit eigenen Personalgewinnungsmaßnahmen in vielfältiger Weise. Allerdings sehen sie auch
Handlungsbedarf aufseiten der Politik.

Die DVF-Mitglieder decken nahezu das

Pflicht, insbesondere in vier Handlungs-

gesamte Spektrum der Mobilitätswelt

feldern:

ab: Alle Verkehrsträger, den Personen-

■

und Güterverkehr, die Consulting- und

voirs: Regelung der Zuwanderung

Baubranche, Hersteller und Start-ups

und Entlastung von Familien im Hin-

sind hier vertreten. Das Ergebnis der

blick auf die Betreuung und Pflege

Umfrage zeigt, dass ein Mangel sowohl

von Angehörigen

im akademischen Bereich als auch bei

»Die Planungsverlässlichkeit von großen Infrastrukturprojekten in
Deutschland muss sich
deutlich verbessern.
Wir brauchen eine
zügige Aufstockung
des Planungspersonals,
zum Beispiel in der
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung.
Das ist eine sehr große
Herausforderung.«
Christian Pegel MdL,
Minister für Energie, Infrastruktur
und Digitalisierung des Landes
Mecklenburg-Vorpommern

20

#smartmove

Erweiterung des Arbeitskräftereser-

■

Verbesserung im Bildungswesen, zum

den Ausbildungsberufen und gering

Beispiel bessere Ausbildungsinfra-

qualifizierten Jobs zu verzeichnen ist.

struktur und -initiativen vor allem für

Auffällig ist ein Defizit an Experten in

Zukunftsberufe, Umstellung der Uni-

der Informations- und Kommunikations-

landschaft auf Nanodegrees in der

technologie, also an Digitalisierungs-

Weiterbildung, Beschleunigung der

experten. Auch Ingenieure verschiedener

Lkw-Fahrer-Ausbildung, die Verschlan-

Fachrichtungen sowie Planer, Fluglotsen
und Berater gibt es zu wenige. Bei den

kung der IHK-Sachkundeprüfung
■

Work-Life-Balance: etwa durch be-

Ausbildungsberufen fehlen neben Fah-

zahlbaren Wohnraum, ein arbeitneh-

rern von Lkw, Tankwagen, Bus-/U-Bahn-

merfreundliches Umfeld wie sichere

Fahrern und Lokführern auch Maschi-

Lkw-Parkplätze, Flexibilisierung der

nisten, Kfz-Handwerker, Techniker,

Höchstarbeitszeit, einheitliche EU-

Verfahrensmechaniker, Disponenten,

Regelungen

Mitarbeiter an Hafen- und Flughafen-

■

Imagepflege: qualifikationsgerechte

terminals und in der Binnenschifffahrt.

Bezahlung, gesellschaftliche Akzep-

Ausnahmslos alle befragten Unterneh-

tanz der Berufe, Aufwertung der

men beteiligen sich selbst aktiv in der

Lehre und Fachausbildung

Aus- und Weiterbildung, größere an
verschiedensten Recruitingprogrammen

Ein erhebliches Problem ist für alle Un-

und Anreizmodellen. Aber die Wirt-

ternehmen – und am Ende auch für die

schaft sieht auch die Politik in der

Gesellschaft – der Personalengpass der

STANDPUNKT
25 Ja h re B ah n refo r m
■

1986, knapp 10 Jahre vor der Bahnreform, hat das DVF (damals Verkehrsforum Bahn) ein Thesenpapier »Deutsche Bundesbahn als Unternehmen«
und in der Folge konkrete Vorschläge zur Ausarbeitung eines neuen Bahngesetzes skizziert. Das DVF leitete eines der größten und wichtigsten Reformprojekte im Verkehrssektor ein.

■

Der Arbeitskreis Deutsche Bundesbahn als Unternehmen wurde im Verkehrsforum Bahn gegründet, er trat für eine sinnvolle Weiterentwicklung der DBUnternehmensverfassung an.

■

1994 wurde das Sondervermögen des Bundes in eine Aktiengesellschaft
überführt.

■

Artikel 87 des Grundgesetzes wurde geändert, um die Aufteilung der Bundesbahn in drei eigenverantwortliche Funktionsbereiche, die Personenverkehr
AG, die Güterverkehr AG und die Fahrweg AG, unter der Führungsholding
DB AG zu ermöglichen.

■

Die DB AG sollte damals frei von staatlicher Einflussnahme und ohne Beschränkungen des öffentlichen Dienstrechts entstehen. Die gemeinwirtschaftlichen Aufgaben sollten vom Besteller bezahlt und beauftragt werden, die
Altschulden hingegen durch den Bund übernommen werden und zunächst
alle AGs im Eigentum des Bundes verbleiben.

öffentlichen Hand, vor allem in Pla-

dass mithilfe der Digitalisierung die Ka-

nungs- und Genehmigungsbehörden,

pazität, Pünktlichkeit und Emissionsre-

Bauplanungs- und Aufsichtsbehörden,

duktion im Schienenverkehr deutlich ge-

Bundesämtern sowie im Bundesamt für

steigert werden können, ohne weitere

Güterkraftverkehr und der Bundesnetzagentur. Die Folge sind schleppende
Bearbeitungen von Anträgen und Genehmigungen, Verzögerungen bei technischen Abnahmen, Überwachungen,
Zulassungen. Auch Mängel in der Entscheidungsqualität und den Ausschreibungsunterlagen oder langsame Reaktionszeiten verzögern oder verhindern
am Ende die Durchführung von Infrastrukturvorhaben und Investitionen.
Das DVF sieht eine Lösung dieser Probleme darin, dass sich die Politik, die
Verwaltungen und die Mobilitätswirt-

Flächen zu verbrauchen. Die Basis dafür

»ETCS und DSTW sind
strategische Themen.
Damit kann eine bessere Pünktlichkeit,
höhere Zuverlässigkeit
und mehr Kapazität bei
gleichzeitiger Reduktion
der Betriebs- und Instandhaltungskosten
erreicht werden.«
Enak Ferlemann MdB,
Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr und
digitale Infrastruktur

bilden die europäische Leit- und Sicherungstechnik (ETCS) und digitale Stellwerke (DSTW). Damit können mehr
Personen und Waren kostengünstiger,
pünktlicher, umweltfreundlicher und
flexibler transportiert werden, denn das
ETCS und die DSTW ermöglichen eine
Kapazitätssteigerung im Personen- und
Güterverkehr von bis zu 20 Prozent. Die
Systeme bilden gleichzeitig die Basis zur
Automatisierung weiterer Prozesse. Das
deutsche Schienensystem muss daher
entschlossen und zügig digitalisiert
werden. Elementar für die erfolgreiche

schaft gegenseitig unterstützenn. Dort,

Einführung ist ein auf lange Sicht zu-

wo Verwaltungspersonal fehlt, kann die

verlässiges und auskömmliches Finanzie-

Wirtschaft mit eigenen Mitteln helfen

weiterlaufen, ebenso wie die Vermark-

rungsinstrument, das Innovationen un-

und sich noch mehr in die Prozesse ein-

tungsoffensive des Logistikstandort

terstützt, statt konventionelle Technik zu

bringen, etwa durch eine stärkere Selbst-

Deutschland über die Logistics Alliance

erhalten. Dies bestätigten die Vertreter

verpflichtung in Prüfverfahren und Zu-

Germany LAG.

von Regierung und Opposition sowie

lassungsprozessen, im Zuge von ÖPP-

Mit Unterstützung des DVF und anderer

der Wirtschaft beim Parlamentarischen

Projekten oder durch die Nutzung von

Branchenverbände wird zurzeit an einem

Abend Schienenverkehr der Parlaments-

Modellen des partnerschaftlichen Bauens.

Innovationsprogramm Logistik 2030

gruppe Schienenverkehr des Deutschen

gearbeitet, um Maßnahmen zu bestim-

Bundestags. Das DVF setzt sich daher

Innovationsprogramm Logistik 2030

men, die den Logistiksektor nachhaltig

für eine intelligente Strategie mit einem

Die Bundesregierung will an die ver-

in die Zukunft begleiten. Das Maßnah-

Zeitplan und einem Finanzierungskon-

gangenen Legislaturperioden anknüpfen

menbündel soll im Frühjahr 2019 fertig-

zept inklusive einer angemessenen För-

und ihre erfolgreiche Logistikpolitik fort-

gestellt sein. Das Innovationsprogramm

derung der Fahrzeugumrüstung ein. Klar

setzen. Besonders wichtig für die Bran-

soll unter anderem die Digitalisierung

sollten auch die Kosten für diese Moder-

che ist die langfristige Finanzierung der

des Logistiksektors vorantreiben, eine

nisierung sein: In den Jahren 2020 bis

Infrastruktur; für die Jahre 2018 und

intelligente Infrastruktur gewährleisten,

2025 werden zusätzlich 1,7 Milliarden

2019 stehen 1,9 Milliarden Euro zusätz-

die Verkehrsträger effizienter vernetzen,

Euro benötigt. Das bedeutet, dass für

liche Mittel zur Verfügung. Die Stärkung

Multimodalität unterstützen und eine

eine erfolgreiche Umsetzung der der-

des kombinierten Verkehrs (KV) wird

deutliche Emissionseinsparung im Güter-

zeitige Haushaltsansatz deutlich erhöht

auch fortgesetzt, dies ist mit jährlich

transport erreichen. Aus Sicht des DVF

werden muss.

1,4 Milliarden eingesparten Lkw-Kilome-

sollten auch Ansätze zur Beseitigung des

tern und 2 Millionen t CO2 ein bedeu-

Fachkräftemangels dringend im Innova-

Masterplan Schienengüterverkehr

tender Beitrag für den Klimaschutz.

tionsprogramm enthalten sein.

Das DVF beteiligte sich an der Umsetzung des Masterplans Schienengüter-

Möglich ist dies durch die Förderprogramme des Bundes für Umschlagan-

Digitale Schiene Deutschland

verkehr und begrüßte es, dass die EU-

lagen und Gleisanschlüsse. Das DVF

In seinem Positionspapier »Attraktiver

Kommission im Dezember 2018 die

begrüßt, dass die Förderprogramme

Schienenverkehr 2020+« zeigt das DVF,

Senkung der Trassenpreise genehmigte.

22

#smartmove

Finanzierungsbedarf beim ETCS
■

Gütern von ausländischen Bahnen.

Verpflichtungsermächtigung für den Bundeshaushalt zur Ausrüstung der deutschen Infra-

struktur und von rollendem Material mit dem ERTMS (in Mio. EUR) ■ Fehlbetrag zu den notwendigen 1,5 Mrd. EUR jährlich laut Machbarkeitsstudie des BMVI vom September 2018:
Finanzmittel für die bundesweite Inbetriebnahme des ETCS und von digitalen Stellwerken
sowie zur Fahrzeugumrüstung

Das DVF hat den Fehler dem BMVI
gemeldet. Die Brisanz der falschen
Statistik besteht darin, dass die
Mengen im Schienengüterverkehr
für die Nutzen-Kosten-Bewertun-

2020 = 70

gen von Infrastrukturprojekten

2021 = 80

ebenso benötigt werden wie für

2022 = 150
2023 = 150

die Prüfung von Förderanträgen,

2024 = 160

beispielsweise für Gleisanschlüsse

2025 = 160

und Projekte im kombinierten

2026 = 185

Verkehr. Um die Statistik zu ver-

2027 = 140
2028 = 125

bessern, forderte das DVF, das Er-

2029 = 50

hebungsverfahren so umzustellen,

2030 = 40

dass die Berichtspflicht auf alle
1,5 Mrd.
Quelle: BMF/ Bundeshaushalt 2019; Machbarkeitsstudie zum Projekt Zukunft Bahn (ETCS/Neupro) v. 19.09.2018 i. A. BMVI

Eisenbahnverkehrsunternehmen,
und hier vor allem auf ausländische
Unternehmen, ausgeweitet wird.

Dies war eine von fünf Sofortmaßnah-

kehr in Deutschland unzureichend er-

men des Masterplans. Ebenso gelang es,

fasst worden. Diese müssen nach oben

Zukunftsbündnis Schiene

die Bewertung der Maßnahmen für das

korrigiert werden. Vor allem fehlten teil-

Mit dem von Bundesverkehrsminister

740-m Netz abzuschließen, die eine

weise Angaben zu den transportierten

Andreas Scheuer ins Leben gerufene Zu-

überdurchschnittlich hohe Wirtschaft-

kunftsbündnis Schienenverkehr besteht

lichkeit gewährleisten. Aufgrund der

nach Einschätzung des DVF die einma-

geringen Gewinnmargen im Schienen-

lige Chance, eine starke Stimme für den

güterverkehr waren die Unternehmen

Schienenverkehr über die Verkehrsexper-

gezwungen, ihre Investitionen in Innova-

ten hinaus zu formen, um gemeinsam

tionen zurückzustellen, was sich negativ

den vom Verkehrsminister gewünschten

auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirkt.

»Wow-Effekt« umzusetzen. Das DVF

Das DVF wird weiterhin ausreichende

und seine Mitglieder arbeiten im Len-

Finanzmittel samt Verpflichtungsermächtigung für die Folgejahre einfordern, um
marktreife Innovationen im Schienengüterverkehr einführen zu können.
Das Zukunftsprogramm Schienengüterverkehr enthält konkrete Pilotprojekte
zur Erprobung innovativer Technologien,
etwa zum automatischen Kuppeln oder
für alternative Antriebskonzepte, die
ausschlaggebend dafür sein werden, die
Wettbewerbs- und Logistikfähigkeit des
Schienengüterverkehrs zu stärken.
Einen markanten Fehler hat das DVF
beim Statistischen Bundesamt aufgedeckt: über Jahre hinweg sind die Verkehrsmengen für den Schienengüterver-

»Das ETCS ist das Rückgrat für die ›Digitale
Schiene Deutschland‹.
Damit ist die schnelle
Einführung des ETCS
es wert, in die Reihe
der Top-Zukunftsprojekte Deutschlands
aufzusteigen, und sollte
rasch unter finanzieller
Beteiligung des Bundes
implementiert werden.«
Stephan Krenz,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Vorsitzender der Geschäftsführung
Abellio GmbH

kungskreis und den Arbeitsgruppen zu
den Themen Deutschland-Takt, Steigerung der Kapazitäten, Erhöhung der
Wettbewerbsfähigkeit, leiserer Schienenverkehr und Innovationen mit. Das
Bündnis wird bis zum Ende der Legislaturperiode einen Masterplan für die
Verdopplung der Fahrgastzahlen bis
2030 vorlegen. Im Frühjahr 2019 soll ein
Zwischenbericht mit den dringendsten
Sofortmaßnahmen stehen.
Masterplan Binnenschifffahrt und
Nationales Hafenkonzept
Das Deutsche Verkehrsforum hat sich
außerdem dafür eingesetzt, dass das
Nationale Hafenkonzept mit Priorität

www.verkehrsforum.de

23

umgesetzt wird. Im Zentrum steht un-

häfen muss sich deutlich erhöhen. Da-

verändert der Ausbau der seewärtigen

her hat sich das DVF besonders dafür

Zufahrten und der Hafenhinterland-

eingesetzt, dass die EU, der Bund und

anbindungen. Zur Elbe ist ein erneuter

die Länder Schritte zur Beschleunigung

Planergänzungsbeschluss ergangen,

beim Bau hafenrelevanter Verkehrsinfra-

sodass die bauliche Umsetzung der

strukturen ergreifen. Neben der Verbes-

Fahrrinnenanpassung beginnen kann.

serung der Verfahren und der Personal-

Weitere Schwerpunktthemen sind der

ausstattung auf Bundesebene gehören

Ausbau digitaler Technologien, die Siche-

dazu auch Reformen im EU-Recht, etwa

rung von Wachstumsflächen, Maßnah-

der Wasserrahmenrichtlinie.

men zum Klima- und Umweltschutz und
die Gewährleistung fairer internationaler
Wettbewerbsbedingungen für die Häfen.

»Die deutschen Häfen
arbeiten hocheffizient.
Aber 15 Jahre Planungszeit bei seewärtigen
Zufahrten und den Hinterlandanbindungen
kann sich kein Standort
im Wettbewerb leisten.
Darum hat das Planungsbeschleunigungsgesetz, über das der
Bundestag jetzt berät,
unsere volle Unterstützung.«
Frank Dreeke,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Vorsitzender des Vorstands,
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Luftverkehrsstandort Deutschland
Schon in den vergangenen Jahren hat
das DVF auf zwei Trends aufmerksam

Als Ergänzung dazu dient der Master-

gemacht, die sich negativ auf den Luft-

plan Binnenschifffahrt, den die Bundes-

verkehrsstandort Deutschland auswir-

regierung mit dem Gewerbe erarbeiten

ken: die wachsenden regulatorischen

will. Die Binnenschifffahrt soll im Ge-

Kosten und die zunehmenden Beschrän-

samtverkehrssystem gestärkt und die

kungen bei der Nutzung und dem Aus-

Potenziale der Wasserstraße als Trans-

bau der Flughafenkapazitäten. Mit der

portweg besser ausgeschöpft werden.

Koalitionsvereinbarung der neuen Bayeri-

Die Maßnahmen setzen bei der Infra-

schen Staatsregierung steht fest, dass

struktur, den Antrieben und Kraftstof-

die dritte Bahn am Flughafen München

fen, der multimodalen Einbindung der

vorläufig nicht gebaut wird und die

Binnenschifffahrt, der Digitalisierung

Flughafenkapazitäten in Deutschland

und der Fachkräftegewinnung an. Au-

in den kommenden Jahren somit nicht

ßerdem werden die Befahrensabgaben

wachsen werden. Das anhaltende Nach-

für die Binnenwasserstraßen aufgeho-

fragewachstum zeigt jedoch: Die dritte

ben, um die Wirtschaftlichkeit der Bin-

Bahn in München wird gebraucht. Darum

nenschifffahrt zu erhöhen. Das DVF ist

setzt sich das DVF auch in Zukunft für

in den Arbeitsgruppen vertreten und

den Ausbau in München ein – und

unterstützt den Masterplan Binnen-

ebenso für die erweiterte Kapazitäts-

schifffahrt ebenso wie das Nationale

nutzung am Flughafen Düsseldorf.

Hafenkonzept.
Gleichzeitig steigen die regulatorischen

24

#smartmove

Planungsbeschleunigung für die Häfen

Belastungen für die Luftverkehrsunter-

Die deutschen Häfen sind die Nahtstellen

nehmen weiter an. Die Luftverkehr-

zwischen dem Industriestandort Deutsch-

steuer, die dem Fiskus nach der Intention

land und der Weltwirtschaft. Die Pla-

des Gesetzgebers jährlich 1 Milliarde

nungszeit bei der Fahrrinnenanpassung

Euro einbringen soll, ist im Bundeshaus-

von Elbe und Weser von mittlerweile

halt 2019 mit einer Einnahmenhöhe von

15 Jahren stehen zur volkswirtschaft-

rund 1,2 Milliarden Euro angesetzt –

lichen Bedeutung der Häfen in einem

Tendenz steigend. Dass die Steuer sol-

offensichtlichen Widerspruch. Auch das

che Airlines überproportional belastet,

Tempo bei der Sanierung und dem Aus-

die vom Standort Deutschland aus ope-

bau der Binnenwasserstraßen sowie bei

rieren, ist evident. Daher fordert das DVF

der Kapazitätserweiterung der Binnen-

nach wie vor die Aufhebung der Steuer.

»Ich appelliere an die
Politik, die Diskussion
um Betriebszeiten und
Flughafenkapazitäten
sehr ernst zu nehmen.
Wir müssen wachstumsfähig bleiben. Deutschland hat nur noch sehr
wenige nachtoffene
Flughäfen. Jede weitere
Einschränkung würde
dem Standort massiv
schaden.«
Thorsten Dirks,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Mitglied des Vorstandes Eurowings
Deutsche Lufthansa AG

Auch bei den Sicherheitskosten sind

der Zuständigkeit für Fluggastkontrollen

Betrag auslegen und die Erstattung be-

Entlastungen notwendig, um die Wett-

ist ein wichtiges Reformvorhaben der

antragen. Bei einer Einfuhr über das EU-

bewerbsbedingungen gegenüber aus-

Luftverkehrspolitik. Die Verspätungen

Ausland ist hingegen keine Zwischen-

ländischen Fluggesellschaften und Dreh-

und Flugausfälle im Sommer 2018

finanzierung erforderlich, weil die

kreuzen anzugleichen. Hinzu kommt die

haben gezeigt, dass nicht nur die Passa-

Einfuhrumsatzsteuer erst im Zuge der

wichtige Reform der Fluggastkontrollen:

gierprozesse, sondern auch die Infra-

Umsatzsteuervoranmeldung angesetzt

Die Bundesregierung prüft mit der Luft-

struktur des Luftverkehrs am Boden und

und dann sofort verrechnet wird. Um

verkehrswirtschaft und den Ländern, die

in der Luft die Verkehrsnachfrage kaum

die Attraktivität des Logistikstandorts

Zuständigkeiten neu zu organisieren.

mehr bewältigen können. Zur Lösung

Deutschland für internationale Unter-

Die Tätigkeit der Bundespolizei soll auf

dieses Problems müssen die Fluggesell-

nehmen zu stärken, sollte das Verfahren

hoheitliche Kernaufgaben konzentiert

schaften und Flughäfen, ebenso aber

in Deutschland vereinfacht werden.

und die Prozessorganisation der Flug-

auch die EU, der Bund und die Länder

Insbesondere ist es wichtig, dass das

gastkontrollen auf die Flughäfen über-

beitragen.

Erhebungsverfahren vollständig auf die

tragen werden. Das DVF unterstützt die-

Verrechnungslösung umgestellt und

sen Schritt nachdrücklich. Damit würden

Einfuhrumsatzsteuer vereinfachen

nicht nur die Rückerstattungszeit ver-

die Abläufe an andere europäische Flug-

Ein bedeutendes Projekt zur Zukunfts-

kürzt wird. Die Bundesregierung hat

häfen angepasst. Durch eine praxisge-

sicherung des Logistikstandorts Deutsch-

sich die Optimierung des Erhebungs-

rechtere Aufgabenverteilung können die

land ist die Reform des Erhebungsver-

verfahrens im Koalitionsvertrag vorge-

Beteiligten flexibler auf den Kontroll-

fahrens der Einfuhrumsatzsteuer.

nommen. Neben einer Vielzahl von Ver-

bedarf reagieren sowie die Prozesse, die

Momentan wird die Steuer sofort bei

bänden sprechen sich inzwischen auch

Technik und die Personalverfügbarkeit

der Einfuhr in Deutschland fällig. Der

die Finanzminister der Bundesländer für

schneller anpassen. Die Neuverteilung

Importeur muss den entsprechenden

diesen Schritt aus.

www.verkehrsforum.de

25

Europa
und Internationales
Am 26. Mai 2019 finden die Wahlen zum Europaparlament statt. Damit verbleibt wenig Zeit für
den Abschluss sehr kontrovers diskutierter Dossiers. Die EU-Kommission veröffentlichte vornehmlich in der zweiten Hälfte ihrer Amtszeit neue Vorschläge und mit dem Mobilitätspaket von
2017 eines der umstrittensten Dossiers im Verkehrssektor. Während die legislativen Arbeiten
fortgesetzt werden, prägten vor allem die Brexit-Verhandlungen das erste Halbjahr 2019. Auch
die Verhandlungen über den mehrjährigen Finanzplan (MFP) 2021–2027 und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft waren ein wichtiges Thema.

Die Verhandlungen zum MFP bestim-

ringerer Einnahmen infolge des Austritts

men die zukünftige Finanzierung der

Großbritanniens jedoch unwahrschein-

europäischen Verkehrsinfrastruktur. Mit

lich. Die Verkehrsminister der EU-Mit-

einem Beschluss über die Mittelhöhe

gliedstaaten haben ihre Position zu-

wird zum Ende des Jahres 2019 gerech-

nächst ohne Aussagen zur Finanzhöhe

net. Teil des MFP ist das Instrument

beschlossen. Die Festlegung der Mittel-

Connecting Europe Facility (CEF), mit

höhe wird im Rahmen der Verhandlun-

dem unter anderem die Umrüstung auf

gen zur mehrjährigen Finanzplanung der

leise Bremssysteme für Güterwagen und

EU getroffen und bleibt abzuwarten.

die Umsetzung des Europäischen Zug-

»So ermöglicht die Digitalisierung eine stärkere
Nutzung von multimodalen Lösungen für
Fahrgäste und Güter.
Die Digitalisierung kann
die Dekarbonisierung
für den Verkehrssektor
voranbringen. Und das
ist von hoher Bedeutung, weil der Verkehrssektor bereits zu einem
Viertel der CO2-Emissionen beiträgt.«
Dr. Markus Pieper MdEP,
Mitglied des Verkehrsausschusses des
Europäischen Parlaments

26

#smartmove

sicherungs- und Leitsystems (ETCS) geför-

Beim KV Flickenteppich vermeiden

dert werden soll. Das DVF hat in Gesprä-

Beim kombinierten Verkehr (KV)

chen mit hochrangigen Vertretern der

werden Ladeeinheiten (Container,

EU-Kommission und des EU-Parlaments

Wechselbrücken oder Lkw-Sattelauf-

eine deutliche Erhöhung der Finanzmit-

lieger) über längere Distanzen auf der

tel für Verkehrsinfrastrukturen gefordert.

Schiene oder der Wasserstraße transpor-

Vor allem die Doppelausrüstung der Fahr-

tiert. Der Lkw wird nur auf einer mög-

zeuge muss stärker gefördert werden.

lichst kurzen Strecke im Vor- und Nach-

Das EU-Parlament stimmte Ende des

lauf eingesetzt, um die Ladeeinheiten zu

Jahres 2018 für eine deutliche Mittel-

einer KV-Umschlaganlage zu transpor-

erhöhung von über 5 Milliarden Euro

tieren oder von dort abzuholen und zum

für den Verkehrsbereich. Damit stünden

Entladeort zu bringen.

Deutschland und allen anderen Nichtkohäsionsländern zusammen mehr Mit-

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag

tel für die strecken- und fahrzeugseitige

zur Anpassung der geltenden KV-Rege-

Umrüstung auf das ETCS sowie für Wa-

lungen erstellt und dabei die Vor- und

genumrüstungen auf leise Bremsen zur

Nachläufe neu definiert. So sollen Teil-

Verfügung. Die Annahme durch den EU-

strecken auf der Straße nicht länger als

Rat erscheint vor dem Hintergrund ge-

150 km sein oder maximal 20 Prozent

STANDPUNKT
Ein vere inte s E u ro pa i st e in st ar kes E u ro p a
■

Harmonisierte Regelungen sind wachstumsfördernd. Die Mehrheit der deutschen Exporte geht in die EU, allen voran nach Frankreich. Großbritannien ist
mit 84,4 Milliarden Euro im Jahr 2017 das fünftwichtigste Exportland. Die
Ungewissheit über einen geordneten oder ungeordneten Austritt hat die Unternehmen schwer belastet.

■

Europäische Regelungen im Mobilitätssektor schaffen zusätzlichen Nutzen,
wenn sie ausgewogen und eindeutig sind:
■

Die Novellierung der Richtlinie zum KV darf nicht hinter die aktuelle Regelung fallen und muss Flickenteppiche vermeiden.

■

Der Umfang und der Geltungsbereich der Richtlinie zu Informationen im
öffentlichen Sektor (PSI) im Bereich Mobilität müssen an die beschlossene
fachspezifische Regelung (delegierte EU-Verordnung 2017/1926) angepasst
werden.

■

Europäische Infrastrukturprojekte sind durch Aufstockung der CEF- und

■

Die EU-Luftraumreform muss konsequenter umgesetzt werden, damit

TEN-Mittel auskömmlich zu finanzieren.
mehr Kapazität geschaffen wird.
■

Die Wasserrahmenrichtlinie muss konkretisiert werden, um die Planungsprozesse zu beschleunigen.

■

Ein einheitlicher europäischer Rechtsrahmen muss die Voraussetzungen
dafür schaffen, dass Europa eine Vorreiterrolle beim automatisierten Fahren
einnehmen kann.

der Gesamtstrecke umfassen. Dieser

Information – eFTI) die Akzeptanz von

Die Umsetzung muss genau beobachtet

Vorschlag wurde seitens der EU-Verkehrs-

digitalen Informationswegen sowohl

werden, da wesentliche Details zur Platt-

minister eingeschränkt. Vor- und Nach-

innerhalb der Logistikbranche als auch

form und den Dienstleistern von eFTI im

läufe per Lkw, die länger als 150 km sind,

aufseiten der Behörden vorantreiben.

Rahmen delegierter Rechtsakte erlassen

sollen im Einzelfall genehmigt werden,

Das DVF begrüßt diesen Ansatz, sieht

werden sollen, und sie sich später dem

wenn beispielsweise ein Umschlagtermi-

jedoch mittelfristig Bedarf für eine Aus-

Einfluss der Mitgliedstaaten entziehen

nal mit erforderlicher Leistungsfähigkeit

weitung der Digitalisierung auf weitere

werden. Gleiches gilt für den Zertifizie-

und geeigneten Schienengüterverkehrs-

Bereiche der Transportkette. Um eine

rungsprozess. Beides muss nach Auf-

diensten weiter entfernt liegt.

größtmögliche Interoperabilität zwischen

fassung der Branche transparenter und

den unterschiedlichen Ansätzen zur

unter enger Mitwirkung von Branchen-

Für das DVF ist es wichtig, dass die Re-

Digitalisierung von Begleitpapieren und

experten gestaltet werden

geln europaweit harmonisiert werden,

Frachtinformationen zu erreichen und

um einen Flickenteppich von Zusatz-

darüber hinaus Parallelstrukturen zu

Besonders problematisch ist es aus Sicht

regelungen pro Mitgliedstaat zu ver-

vermeiden, sollten weitere Bereiche wie

des DVF, dass die EU-Kommission die

meiden. Die Nachweispflichten der

Zoll, intermodale Systeme, Frachtbrief

Behörden – abgesehen von der Pflicht

Endkunden sollten reduziert und die

etc. unbedingt einbezogen werden. Aus

zur Annahme der elektronischen Doku-

administrativen Aufwendungen für

Sicht des DVF sollten behördenseitige

mente – nicht ausreichend zur Harmoni-

Spediteure/Verlader gering gehalten

Informationen auch digital in Richtung

sierung von Inhalten und der Umset-

werden. Sammelgenehmigungen für

Dienstleister und Verlader zurückfließen.

zung von digitalen Standards anhält.

regelmäßige Verkehre sind zu ermögli-

Eine uneinheitliche Umsetzung schränkt

chen. Bevor Terminals gefördert werden,

jedoch den Nutzen eines strukturierten

sollte die Wettbewerbssituation geprüft

Informationsprozesses rund um eine

werden, um Fehlinvestitionen zu vermei-

eFTI-Plattform maßgeblich ein.

den. Die in der aktuell geltenden Fassung enthaltene Regelung zum Einsatz

Mobilitätsdaten: zweierlei Maß

von 20-Fuß-Containern sollte beibehal-

In den Forderungen des DVF zur Digitali-

ten werden. Der Vorschlag der EU-Kom-

sierung des Mobilitätssektors steht die

mission ermöglicht die Anpassung der
teils veralteten Regeln an die heutigen
digitalen Erfordernisse.
Allerdings drohen dem Beschluss der
EU-Verkehrsminister die geltenden Regeln verschlechtert zu werden. Daher
müssen die Triloggespräche genutzt werden, um Flickschusterei zu verhindern
und stattdessen europaweit harmonisierte Regeln zu treffen. Die Triloggespräche unter rumänischer Ratspräsidentschaft zum kombinierten Verkehr
sollten für einen erfolgreichen Abschluss
genutzt werden.
EU setzt Digitalisierungsrahmen für
Frachtinformationen
Die EU-Kommission will mit einer Initiative zu elektronischen Frachtinformationen (Electronic Freight Transport

28

#smartmove

»Den öffentlichen
Verkehrsunternehmen
droht der Super-DatenGau. Mit der PSI-Richtlinie sollen sie dazu
verpflichtet werden,
ihre Daten in großem
Umfang öffentlich
freizugeben. Die Privatunternehmen bleiben
davon ausgenommen.
Damit schießt Brüssel
weit über das Ziel
hinaus.«
Dr. Sigrid Nikutta,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Vorstandsvorsitzende
und Vorstand Betrieb,
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), AöR

Datenverfügbarkeit an erster Stelle. Das
DVF beteiligt sich in Zusammenarbeit
mit dem Bundesverkehrsministerium
sowie anderen Verbänden und Verkehrsunternehmen daran, den Rahmen für
eine verkehrsträgerübergreifende Datenbasis aufzubauen, die 2019 an den
Start gehen soll. Grundlage dafür ist
die Vorgabe der EU-Kommission im
Rahmen der delegierten EU-Verordnung
2017/1926, Mobilitätsdaten aus allen
Bereichen verfügbar zu machen. Alle
Verbände und Unternehmen ziehen dabei an einem Strang und arbeiten daran
mit, dass ab 2019 verkehrsträgerübergreifend Fahrplandaten und Mobilitätsinformationen im Sinne von Open Data
zur Verfügung stehen. Damit sollen sich
die Nutzer noch besser als bisher ein Bild
von den vielfältigen Mobilitätsangebo-

ten machen und zwischen Alternativen

tet dies, dass Wettbewerbsrelevante Da-

abwägen können. Dies ist eine wichtige

ten künftig an Mitbewerber gelangen,

Grundlage für intelligente vernetzte

ohne dass diese im Gegenzug zur Offen-

Mobilitätsdienstleistungen.

legung ihrer eigenen Daten verpflichtet

Allerdings wird gerade eine andere

des ÖPNV und anderer öffentlicher Ver-

rechtliche Vorgabe in Brüssel überarbei-

kehrsakteure. Zudem ist das Ganze für

sind – ein klarer Wettbewerbsnachteil

tet, die sich genau kontraproduktiv aus-

die öffentlichen Unternehmen umso in-

wirkt. Mit der angepassten Open Data-

transparenter, da die Liste der bereitzu-

Richtlinie (Public Sector Information /

stellenden High-value Data Sets noch

PSI) Kommissionsvorschlag 2018/234

von der EU-Kommission festgelegt wird.

schießt die EU-Kommission im Verkehrssektor über das eigentliche Ziel, die Be-

Das DVF fordert daher, dass es den Ver-

dingungen für den Mobilitätssektor zu

kehrsdienstleistern erlaubt sein muss,

verbessern, hinaus. Danach sollen die

selbst auszuwählen, mit welchen Unter-

ÖPNV-Unternehmen über den bisher ge-

nehmen sie ihre Daten über den durch

setzten Rahmen hinaus ihre Daten frei-

die delegierte Verordnung 2017/1926

geben. Es ist für sie auch nicht möglich,

gesetzten Rahmen von Open Data hin-

diese Daten exklusiv als Mehrwert in

aus teilen wollen. Durch den neuen Ge-

eine unternehmerische Partnerschaft

setzesvorstoß der EU werden diese Part-

einzubringen. Im Umkehrschluss bedeu-

nerschaften zwischen ÖPNV und neuen

»Bei der bevorstehenden EU-Richtlinie kommt
es auf die Umsetzung
an. Gewerbliche Anwendungen dürfen dabei
nicht behindert werden.
Dazu gehört auch eine
einheitliche Zulassung
von Drohnendiensten in
allen Bundesländern.«
Bernd Reuther MdB,
Vorsitzender der Arbeitsgruppe
Verkehr der FDP-Bundestagsfraktion

www.verkehrsforum.de

29

Mobilitätsdienstleistern, die in vielen

raummanagementsystem eingerichtet

Städten entstehen, gefährdet. Im Zwei-

werden. Dafür sind gute Mobilfunk-

fel werden Unternehmen eher darauf

netze und eine Registrierungspflicht

verzichten, die bei Ihnen vorliegenden

notwendig. Zum anderen müssen die

Datenschätze aktiv zu nutzen, als sie mit

bislang sehr aufwendigen Verfahren

unberechenbaren Internetgiganten zu

zur Genehmigung von Drohnenflügen

teilen. Das Anwendungsausmaß der PSI-

in Deutschland vereinheitlicht und effi-

Richtlinie ist noch nicht abzuschätzen,

zienter gestaltet werden. Das in Deutsch-

da generell alle öffentlich kontrollierten

land der Drohnenbetrieb noch unzurei-

Unternehmen, wie öffentlicher Verkehr,

chend geregelt ist, darüber waren sich

Postdienste, Häfen und Flughäfen, be-

alle Teilnehmer beim Parlamentarischen

troffen sein können.

Abend des DVF zu diesem Thema einig.

Das DVF forderte die Europäische Kom-

signalisierte auf der Veranstaltung, dass

mission auf, den Umfang und den Gel-

die Politik diese Situation verbessern

tungsbereich der PSI-Richtlinie im Bereich

möchte.

Auch Staatssekretär Steffen Bilger MdB

Mobilität an die delegierte EU-Verord-

»Assistenzsysteme
ermöglichen deutliche
Sicherheitsgewinne,
wenn sie gleichzeitig
vor Cyberangriffen
geschützt werden.
Unabhängige Prüfungen
der Systeme können
das gewährleisten und
schaffen damit das
nötige Vertrauen in
die neue Technik.«
Stefan Kölbl,
DVF-Präsidiumsmitglied und
Vorsitzender der Vorstände
DEKRA e.V. und DEKRA SE

30

#smartmove

nung 2017/1926 anzupassen. Hierbei

Für die Registrierungspflicht hat die

geht es vor allem darum, die Verkehrs-

Europäische Union inzwischen die

unternehmen – egal ob privat oder öffent-

Grundlagen geschaffen. Mit dem

lich – selbst über ihre wertvollen Daten,

Inkrafttreten der neuen EASA-Grund-

die High-value Data Sets, bestimmen zu

verordnung unterliegen die Herstellung

lassen. Der Konsens der Branche, aus-

und der Betrieb von Drohnen einheit-

gewählte Daten als Open Data über

lichen europäischen Regeln. Diese

Mobilitätsdatenplattformen verfügbar

Bestimmungen müssen zwar von der

zu machen, darf nicht gefährdet werden.

Europäischen Kommission und der
Europäischen Agentur für Flugsicherheit

EU schafft einheitlichen Rahmen für

(EASA) noch weiter ausgestaltet werden,

Drohnenanwendungen

aber die Grundverordnung legt wichtige

Im Luftverkehr gewinnen drohnen-

Prinzipien bereits fest. Dazu zählt insbe-

basierte Dienste eine zunehmende

sondere eine Registrierungspflicht für

wirtschaftliche Bedeutung. Dieser neue

Drohnen ab einer bestimmten Größe

Sektor entwickelt sich weltweit sehr

und für Personen, die unbemanntes

dynamisch. Die Europäische Kommission

Fluggerät steuern.

geht davon aus, dass bis 2050 im europäischen Drohnensektor 150.000 Arbeits-

Cybersicherheit und Wettbewerbs-

plätze entstehen. Das DVF setzt sich

fähigkeit ausbalancieren

dafür ein, dass in Deutschland gute Be-

Ende Dezember 2018 einigten sich das

dingungen für die Entwicklung und den

Parlament, der Rat und die Kommission

Einsatz von Drohnen geschaffen werden.

der Europäischen Union darauf, das Man-

Es geht darum, Drohnen sicher in den

dat der EU-Cybersicherheitsagentur

Luftraum zu integrieren und zugleich

(Agentur der Europäischen Union für

Spielräume für Innovationen zu öffnen.

Netz- und Informationssicherheit – ENISA)

Dazu sind zwei konkrete Gesichtspunkte

dauerhaft zu verlängern und damit zu

besonders wichtig: Zum einen muss für

stärken. Ziel ist es, die Bewältigung von

den kommerziellen Drohnensektor

Bedrohungen und Angriffen im Bereich

schnell ein angepasstes, digitales Luft-

der Cybersicherheit in der Europäischen

Weltweites Marktpotenzial für Drohnendienstleistungen

Investitionen sicherzustellen. Dieses Vor-

Geschätztes Marktpotenzial in Mrd. US-$ pro Jahr (Gesamt: 127,3 Mrd. $)

gehen sichert langfristig die Entwicklung
der Seidenstraße und bietet gleichzeitig

Infrastruktur

45,2

Transport
Versicherung
Media/ Entertainment
Telekommunikation

6.8

Gezielte Maßnehmen gegen
Fachkräftemangel

8,8

Angesichts des gravierenden Fachkräfte-

6,3

Landwirtschaft
Sicherheit

die Annäherung der Staaten an Europa.

13

32.4

mangels in Deutschland, der auch die
Mobilitätswirtschaft in ihrer ganzen

10.5

Breite erfasst hat, hat das BundeskabiBergbau

4,3

nett Ende 2018 einen Entwurf für ein
Fachkräfteeinwanderungsgesetz ver-

Quelle: PwC 2016 »Clarity from above«

abschiedet, das nun in den weiteren
parlamentarischen Prozess überführt
Union besser zu bewältigen. Gleichzeitig

neuen Seidenstraße über Asien bis hin

wird. Ziel des Gesetzes ist es, die Rege-

schafft die Einigung zum Cybersecurity-

zu den neu entwickelten afrikanischen

lungen für den Aufenthalt und die Zu-

Rechtsakt einen EU-Rahmen für die

Häfen. Nach Auffassung des DVF sollten

wanderung von Fachkräften aus Dritt-

Cybersicherheitszertifizierung, um die

Investitionen zur Anbindung der Seiden-

staaten dem wirtschaftlichen Bedarf

Sicherheit von Onlinediensten und von

straße an Europa von europäischen

entsprechend zu öffnen und insgesamt

Endgeräten zu stärken. Zu diesem Zweck

Unternehmen, aber unter Einbeziehung

klarer und transparenter zu gestalten.

soll die ENISA Kriterien für neue euro-

lokaler Wertschöpfung vorangetrieben

Damit soll der Rahmen für eine gezielte

päische Cybersicherheitszertifizierungen

und von der Europäischen Union aktiv

und gesteigerte Zuwanderung qualifi-

von Produkten, Diensten und Verfahren

begleitet werden. Die Mitgliedstaaten

zierter Fachkräfte geschaffen werden.

der Informations- und Kommunikations-

sollten hier aktiv werden. Dies ist in

Der Gesetzesentwurf sieht vor, dass

technik (IKT) erarbeiten. Die Branche

Zeiten des Niedrigzinses für den Staat

Fachkräfte in allen Berufen, zu denen

könnte den neuen Mechanismus nut-

unschädlich. Die EU-Außenbeauftragte

sie ihre Qualifikation befähigt, arbeiten

zen, um Produkte wie vernetzte Fahr-

Federica Mogherini stellte erste Ansätze

können, wenn ein Arbeitsvertrag sowie

zeuge zu zertifizieren. Aus Sicht des

einer EU-Strategie vor, um Investitionen

eine anerkannte Qualifikation vorliegen.

DVF ist es wichtig, die Balance zwischen

in der Region zu unterstützen. Teil davon

Damit geht ein Verzicht auf die derzeit

Cybersicherheit und Wettbewerbsfähig-

sind zum Beispiel Ausfallbürgschaften

noch geltende Vorrangprüfung sowie

keit zu wahren.

durch einen europäischen Fonds; weitere

der Wegfall der Beschränkung auf so

Schritte sollen folgen.

genannte Engpassberufe einher.
Das DVF begrüßt diesen Vorstoß als ziel-

Seidenstraße europäisch flankieren
Mehrere deutsche Logistikunternehmen

Deutschland sollte dieses Vorgehen

führend, um die Fachkräftegewinnung

sind im vergangenen Jahr auf dem Land-

durch eine gezielte Investitions- und

im Nicht-EU-Ausland zu erleichtern.

und Seeweg der sogenannten neuen

Außenhandelsstrategie unterstützen, die

Gleichzeitig mahnt das DVF weiterhin

Seidenstraße aktiv geworden. China öff-

Projekte begleitet, beispielsweise durch

an, das Fachkräftepotenzial inländischer

net sich, und die Möglichkeiten für neue

außenpolitische Vorbereitung, Bürg-

Arbeitnehmer zu heben und die An-

Direktinvestitionen in Logistikterminals

schaften, Kredite für lokale Partner und

strengungen zur Qualifizierung und Re-

als Standbein für weitere Kooperationen

den Ausbau lokaler Wertschöpfung.

krutierung von Fachkräften aus Deutsch-

und zur Markterschließung müssen un-

Ebenso sollten bei europäischen Projek-

land zu intensivieren. Hierzu haben die

bedingt genutzt werden. Die Weiterent-

ten Mindestanteile an lokaler Wert-

Mitglieder des DVF ein Strategiepapier

wicklung der Schienenverbindungen

schöpfung eine notwendige Bedingung

erarbeitet, das weitere Vorschläge für

und auch der Seewege schaffen neue

für die Auftragsvergabe sein. Gleicher-

eine bessere Personalausstattung der

Möglichkeiten für die Arbeitsteilung mit

maßen gilt es, europäische und interna-

Unternehmen in der Mobilitätswirtschaft

China und anderen Staaten entlang der

tionale technische Standards bei diesen

unterbreitet.

www.verkehrsforum.de

31

CHRONIK
2018/2019

März

Abendveranstaltung »Digital, ver-

Sitzung des Lenkungskreises Häfen

netzt, automatisiert: Mobilität zwi-

und Schifffahrt unter Leitung seines

schen Datenverfügbarkeit und Da-

Vorsitzenden, Frank Dreeke, Vorsitzen-

tenschutz« unter Leitung von Dr. Heike

der des Vorstands BLG LOGISTICS

van Hoorn. Vortragende waren Dr. Maik

GROUP AG & Co. KG. Vortragende

Böres, Head of Future Mobility Team,

waren Dr. Markus Appel, Partner der

BMW Group; Dr. Henrik Haenecke, Vor-

Linklaters LLP; Jörg Cezanne MdB, Bun-

stand Finanzen, Digitalisierung und Ver-

destagsfraktion DIE LINKE, Sprecher der

trieb, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG),

Parlamentarischen Gruppe Binnenschiff-

AöR; Dieter Janecek MdB, Obmann

fahrt (PGBi); Gustav Herzog MdB, Stell-

der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/

vertretender Verkehrspolitischer Sprecher

DIE GRÜNEN im Ausschuss für Digitale

der SPD-Bundestagsfraktion; Dr. Heike

Agenda; Thomas Jarzombek MdB, Spre-

van Hoorn, Geschäftsführerin Deutsches

cher der CDU/CSU Bundestagsfraktion

Verkehrsforum (DVF); Hilde Kammerer,

im Ausschuss für Digitale Agenda;

Bundesministerium für Verkehr und digi-

Marion Jungbluth, Leiterin Mobilität

tale Infrastruktur (BMVI); Claudia Müller

und Reisen, Verbraucherzentrale Bundes-

MdB, Sprecherin für maritime Wirtschaf

verband e.V. (vzbv). Es moderierte Dr.

der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/

Hendrik Wieduwilt, Wirtschaftskorrespon-

DIE GRÜNEN; Dr. Christoph Ploß MdB,

dent, Frankfurter Allgemeine Zeitung.

Mitglied im Ausschuss für Verkehr und
digitale Infrastruktur der CDU/CSU-Bun-

April

destagsfraktion; Bernd Reuther MdB,

Konstituierende Sitzung der Parla-

Sprecher der Parlamentarischen Gruppe

mentsgruppe Schienenverkehr im

Binnenschifffahrt (PGBi), Vorsitzender

Deutschen Bundestag. Vortragende

der AG Verkehr der FDP-Bundestags-

waren Dr. Heike van Hoorn; Dr. Richard

fraktion.

Lutz, Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bahn AG; Cem Özdemir MdB, Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN,

32

#smartmove

Vorsitzender des Ausschusses für Ver-

der Geschäftsführung Bombardier Trans-

kehr und digitale Infrastruktur im Deut-

portation GmbH sowie Präsident Region

schen Bundestag und Vorsitzender der

Zentral- und Osteuropa, GUS, Russland,

Parlamentsgruppe Schienenverkehr im

Israel, China, Bombardier Transportation

Deutschen Bundestag.

GmbH; Dr. Heike van Hoorn; Wolfgang
Langhoff, Vorsitzender des Vorstands BP

68. Sitzung des Präsidiums unter Lei-

Europa SE; Holger Lösch, Stellvertreten-

tung seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mo-

der Hauptgeschäftsführer Bundesver-

solf, Vorsitzender des Vorstands (CEO)

band der Deutschen Industrie e.V. (BDI);

MOSOLF SE & Co. KG. Teilnehmer wa-

Bernhard Mattes, Präsident des Verban-

ren Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident

des der Automobilindustrie e.V. (VDA);

für Verkehr beim ADAC Allgemeiner

Nikolaus Graf von Matuschka, CEO

Deutscher Automobil-Club e.V.; Frank

HOCHTIEF Solutions AG, Mitglied des

Dreeke; Dr. Florian Eck, Stellvertretender

Vorstands HOCHTIEF Aktiengesellschaft;

Geschäftsführer Deutsches Verkehrsfo-

Michael Peter, Chief Executive Officer,

rum (DVF); Michael Fohrer, Vorsitzender

Siemens Mobility GmbH; Dr. Hansjörg

Von oben links nach unten rechts:
Cezanne MdB, Herzog MdB, Müller MdB
wissen, dass das Planungspersonal in den
Behörden knapp ist
V. l. Dr. Haenecke, Dr. van Hoorn und
Jungbluth im Vorgespräch zum Parlamentarischen Abend »innovationsfreundlicher Datenschutz«
Die Wahl der Mitglieder der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen
Bundestag durch die Abgeordneten
Der Vorstand der PG Schiene v. l. Burkert
MdB, Özdemir MdB (Vorsitzender),
Wiehle MdB, Leidig MdB, Donth MdB und
Herbst MdB
V. l. Özdemir MdB, Dr. van Hoorn, Geschäftsführerin der PG Schiene, und Dr.
Lutz als Ehrengast bei der konstituierenden Sitzung der PG Schiene

www.verkehrsforum.de

33

Von oben links nach unten rechts:
Dr. van Hoorn (l.) und Dr. Mosolf (r.) bei
der Verabschiedung von Wissmann aus
dem Präsidium
V. l. Verkehrsminister Scheuer, Dr. van
Hoorn, Ludwig MdB und Luksic MdB im
Publikum
Dr. Mosolf hält seine Rede vor vollem
Haus über die Herausforderungen für
die Verkehrspolitik.
Verkehrsminister Scheuer MdB wird von
Dr. Mosolf zur Mitgliederversammlung
begrüßt.
V. l. Dr. Schulte, Dr. van Hoorn, Busch,
Dr. Clark, Jarzombek MdB und Sitta MdB
sprachen über Verbesserungen bei der
Fluggastkontrolle

34

#smartmove

Rodi, Vorsitzender der Geschäftsleitung

tale Infrastruktur Andreas Scheuer MdB.

Deutschland und der Region Zentral-

In der anschließenden Podiumsdiskus-

und Osteuropa Kühne + Nagel (AG &

sion sprachen Martin Burkert MdB,

Co.) KG; Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender

SPD-Bundestagsfraktion, Mitglied im

des Vorstands Fraport AG; Norbert

Ausschuss für Verkehr und digitale Infra-

Schüßler, Geschäftsführender Gesell-

struktur; Stephan Kühn MdB, Verkehrs-

schafter der Schüßler-Plan GmbH;

politischer Sprecher der Bundestags-

Dr. Arnt Vespermann, Chief Executive

fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN;

Officer (CEO) Hamburg Südamerikani-

Daniela Ludwig MdB, Verkehrspolitische

sche Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS

Sprecherin der CDU/CSU-Bundestags-

& Co KG.

fraktion, Stellvertretende Generalsekretärin der CSU; Oliver Luksic MdB, Ver-

34. Mitgliederversammlung unter Lei-

kehrspolitischer Sprecher der FDP-

tung des Vorsitzenden des Präsidiums

Bundestagsfraktion. Moderiert wurde

Dr. Jörg Mosolf. Den Festvortrag hielt

die Veranstaltung von Marc Brost, Leiter

der Bundesminister für Verkehr und digi-

Hauptstadtbüro DIE ZEIT.

Von oben nach unten:
V. l. Klare MdB, Jarzombek MdB, Wendt,
Dr. van Hoorn, Dr. Eck und Frankenberg
diskutierten über das autonome Fahren,
Mobilitätsplattformen und »Vision Zero«.
V. l. u.: Dr. van Hoorn, Lühmann MdB,
Schüßler, Zimmermann, Kühn MdB,
Schnabel und Reimann bei der Gemeinschaftsveranstaltung des Bundesverbands öffentlicher Binnenhäfen (BÖB),
Zentralverbands der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) und DVF.
Ferlemann MdB sagte, er wolle die Genehmigungsverfahren effizienter machen
und Schnittstellen einsparen.

Arno Klare MdB, Berichterstatter Verkehr und Umwelt in der AG Verkehr und
digitale Infrastruktur der SPD-Bundestagsfraktion.
Expertenpanel und gemeinsamer
Parlamentarischer Abend mit dem
Bundesverband Öffentlicher Binnenhäfen (BÖB) und dem ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe
Mai

zenden Wolfgang Wendt, Vice President

zum Thema »Schicksalsfrage für die

Sitzung des Lenkungskreises Luftver-

Vertrieb Branchenkunden, Mitglied der

deutschen Häfen: Verkehrsinfra-

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden

Geschäftsführung IBM Deutschland

struktur schneller planen, schneller

Dr. Stefan Schulte. Vortragende waren

GmbH. Vortragende waren Ulrike Beuck,

bauen, Wachstumschancen sichern«.

Dagmar Busch, Leiterin Abteilung Bun-

Referat DG 23 – Digitalisierung des öf-

Vortragende waren Dr. Hans Ascher-

despolizei Bundesministerium des Innern,

fentlichen Verkehrs, Galileo/Satellitenna-

mann, Leiter Rechtsamt in der Behörde

für Bau und Heimat; Dr. Alisdair Clark,

vigation im BMVI; Michael Frankenberg,

für Wirtschaft, Verkehr und Innovation

Aviation Fuels Research & Development

Geschäftsführer – CEO, HaCon Inge-

Hamburg; Holger Banik, Sprecher der

Manager, BP Europa SE; Thomas Jarzom-

nieurgesellschaft mbH; Stefan Gelbhaar

Geschäftsführung Niedersachsen Ports

bek MdB; Frank Sitta MdB, Stellvertre-

MdB, Bundestagsfraktion BÜNDNIS

GmbH & Co. KG; Enak Ferlemann MdB,

tender Vorsitzender der FDP-Bundes-

90/DIE GRÜNEN, Obmann im Ausschuss

Parlamentarischer Staatssekretär beim

tagsfraktion.

Verkehr und digitale Infrastruktur; Ma-

Bundesminister für Verkehr und digitale

thias Höhne, Business Development,

Infrastruktur; Thomas Groß, Geschäfts-

Juni

Deutsches Zentrum für Luft- und Raum-

führer Hülskens Wasserbau GmbH & Co.

Sitzung des Lenkungskreises Digitale

fahrt e.V. (DLR) Institut für Verkehrssy-

KG; Dr. Heike van Hoorn; Stephan Kühn

Vernetzung unter Leitung seines Vorsit-

stemtechnik; Thomas Jarzombek MdB;

MdB; Kirsten Lühmann MdB, Verkehrs-

www.verkehrsforum.de

35

Von oben links nach unten rechts:
Beim Lenkungskreis Infrastruktur ging es
um das Dauerthema Planungs- und Baubeschleunigung, hier v. l. Scherer-Leydecker, Dr. Sangenstedt, Dr. Balthaus, Dr.
Eck, Matuschka, Dr. van Hoorn, Schnieder
MdB, Stein MdB und Kühn MdB
Schnieder MdB (m.) bewertete öffentlichprivate-Partnerschaften als wichtige Beschaffungsvariante, deren Vorteile man
nutzen solle.

politische Sprecherin der SPD-Bundes-

rierte Sebastian Reimann, Stellvertreten-

tagsfraktion; Prof. Dr. Michael Reinhardt,

der Chefredakteur DVZ – Deutsche Ver-

Institut für Deutsches und Europäisches

kehrs-Zeitung, Mitglied der Chefredak-

Wasserwirtschaftsrecht, Universität Trier;

tion.

Dr. Christian Scherer-Leydecker, Rechtsanwalt und Partner bei CMS Hasche Si-

Sitzung des Lenkungskreises Infra-

Die Teilnehmer der gemeinsamen Sitzung
der Lenkungskreise Bahntechnologie und
Schienenverkehr setzten sich für die Modernisierung des Schieneninfrastruktur
ein.

gle Partnerschaft von Rechtsanwälten

struktur unter Leitung seines Vorsitzen-

und Steuerberatern mbB; Frank Schna-

den Nikolaus Graf von Matuschka. Vor-

bel, Geschäftsführer Brunsbüttel Ports

tragende waren Prof. Dr. Hansgeorg

GmbH / Schramm Group, Präsidiumsmit-

Balthaus, HOCHTIEF Engineering GmbH;

Pofalla (l.) erklärte, wie ETCS und digitale
Stellwerke mehr Kapazität auf das Schienennetz bringen; Peter (m.) und Dr. van
Hoorn

glied Zentralverband der deutschen See-

Stephan Kühn MdB; Dr. Christoph San-

hafenbetriebe (ZDS); Joachim Zimmer-

genstedt, Leiter des Referates Fachüber-

mann, Präsident des Bundesverbandes

greifende Angelegenheiten des Umwelt-,

Eine hochkarätig besuchte Sitzung v. l.
Schlichting, Bührsch, Hüllen, Euler, Lühmann MdB, Pofalla, Herbst MdB und
Peter

Öffentlicher Binnenhäfen e.V. (BÖB) und

Bau- und Städtebaurechts, Bundesmini-

Geschäftsführer Bayernhafen GmbH &

sterium für Umwelt, Naturschutz und

Co. KG, bayernhafen Gruppe. Es mode-

nukleare Sicherheit; Dr. Christian Scherer-

36

#smartmove

Leydecker; Patrick Schnieder MdB, infra-

Becker, Frank Dreeke und Wolfgang

strukturpolitischer Berichterstatter der

Langhoff. Vortragende waren Matthew

CDU/CSU-Bundestagsfraktion; Mathias

Maldwin, Deputy Director-General Coor-

Stein MdB, Infrastrukturpolitischer Be-

dination of Directorates C, D & E, DG

richterstatter der SPD-Bundestagsfraktion.

Mobility and Transport, European Commission; Dr. Markus Pieper, Committee

Gemeinsame Sitzung der Lenkungs-

on Transport and Tourism, European

kreise Bahntechnologie und Schie-

Parliament.

nenverkehr unter Leitung der Vorsitzenden Michael Peter und Ronald

August

Pofalla, Vorstand Infrastruktur, Deutsche

Gespräch des DVF-Präsidiums mit

Bahn AG. Vortragende waren Philipp

Andreas Scheuer MdB. Vom DVF

Bürsch, Leiter ETCS Programm Strategie

nahmen teil Ulrich Klaus Becker; Michael

und Technik, DB Netz AG; Torsten

Fohrer; Renata Jungo Brüngger, Vor-

Herbst MdB, Obmann im Ausschuss für

standsmitglied Integrität und Recht,

Verkehr und digitale Infrastruktur der

Daimler AG; Dr. Heike van Hoorn; Ingrid

FDP-Bundestagsfraktion; Jürgen Hüllen,

Kudirka, Leiterin Presse- und Öffentlich-

Beauftragter des Vorstands, VTG Aktien-

keitsarbeit DVF; Stephan Krenz; Vorsit-

gesellschaft; Kirsten Lühmann MdB; Jörn

zender der Geschäftsführung, Abellio

Schlichting, Leiter ETCS Programm, Pla-

GmbH; Wolfgang Langhoff; Dr. Richard

nung und Umsetzung, DB Netz AG,

Lutz; Bernhard Mattes; Nikolaus Graf

Von oben links nach unten rechts:
V. l. u. Baldwin, Dr. van Hoorn, Dr. Pieper
MdB, Dr. Mosolf, Dreeke, Langhoff und
Becker. Das DVF-Präsidium forderte in
Brüssel die Stärkung des transeuropäischen Verkehrsnetzes.
Pieper MdB erklärte, dass durch CEF- und
EFSI-Programme besonders die Schiene
und Wasserstraße profitieren.

Das DVF-Präsidium traf sich zum Meinungsaustausch mit Bundesverkehrsminister Scheuer MdB.
Am runden Tisch im Verkehrsministerium
herrschte eine gute Gesprächsatmosphäre
zwischen DVF-Präsidium und dem Bundesminister.

von Matuschka; Dr. Jörg Mosolf; Dr.
Working Lunch des Präsidiums des

Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und

Deutschen Verkehrsforums (DVF) im

Vorstand Betrieb, Berliner Verkehrsbe-

Europäischen Parlament unter Leitung

triebe (BVG), AöR; Dr. Stefan Schulte;

seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mosolf und

Norbert Schüßler.

den Präsidiumsmitgliedern Ulrich Klaus

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37

Von oben links nach unten rechts:
Beermann, Graf von Matuschka, Hermann
MdL, Dr. van Hoorn, Bartol MdB, Pofalla
und Horn machten auch Personalmangel
als Bremse für schnelles Bauen verantwortlich.
V. l. Bartol MdB, Beermann und Hermann
MdL tauschten ihre Erfahrungen vor Beginn der Veranstaltung aus.
Hermann MdL vermisste einige
Vorschläge der Länder im Planungsbeschleunigungsgesetz.
Wieczorek (l.) und Dr. Mosolf waren sich
einig, dass Logistik ein wichtiges Werkzeug für die Klimapolitik ist.
V. l. Christ, Tiemann, Dr. Mosolf, Oswald,
Dr. van Hoorn, Wieczorek und Reinhardt
beim Lenkungskreis Güterverkehr und
Logistik

38

#smartmove

September

Abendveranstaltung »Schneller

Sitzung des Lenkungskreises Häfen

bauen für die Zukunft: Was muss ein

und Schifffahrt in Wismar unter Leitung

Planungs- und Baubeschleunigungs-

seines Vorsitzenden Frank Dreeke. Die

gesetz leisten?« unter Leitung von

Sitzung eröffnete der Bürgermeister der

Präsidiumsmitglied Nikolaus Graf von

Stadt Wismar Thomas Beyer. Vortragende

Matuschka. Vortragende waren Sören

waren Heiner Dettmer, CEO der Dettmer

Bartol MdB, Stellvertretender Vorsitzen-

Group KG, Dr. Jan Dirks, Referat WS 21 –

der der SPD-Bundestagsfraktion; Guido

Nationale See- und Binnenschifffahrts-

Beermann, Staatssekretär im Bundes-

politik, Hafenwirtschaft im BMVI; Mi-

ministerium für Verkehr und digitale

chael Kremp, Geschäftsführer Seehafen

Infrastruktur, Winfried Hermann MdL,

Wismar GmbH; Ben Lodemann, Älter-

Minister für Verkehr des Landes Baden-

mann der Lotsenbrüderschaft Elbe;

Württemberg; Dietmar Horn, Leiter Ab-

Christian Pegel MdL, Minister für Ener-

teilung G im Bundesministerium für

gie, Infrastruktur und Digitalisierung

Umwelt, Naturschutz und nukleare

des Landes Mecklenburg-Vorpommern.

Sicherheit sowie Ronald Pofalla. Mode-

Von oben nach unten:
Krenz eröffnete das Dialogforum auf der
Innotrans »Neue Mobilitätsdienste plus
Bus und Bahn – wie verändert Digitalisierung den öffentlichen Verkehr?«
Die Vortragenden v. l. Erdogan, Krenz,
Kreienkamp, Herbst MdB, Dr. van Hoorn,
Werner, Jarzombek MdB, Wieduwilt,
Huber, D´Inca und Harms
Blick auf das Dialogforum

2018. Vortragende waren Joachim Berends, Vizepräsident des VDV und Vorstand der Bentheimer Eisenbahn AG; Dr.
Silvius Grobosch, Stellvertretender Vorsitzender des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V.;
Univ.-Prof. Dr. Rainer König, Inhaber der
Professur für Bahnverkehr, öffentlicher
Stadt- und Regionalverkehr am Institut
für Bahnsysteme und Öffentlichen Verkehr der Technischen Universität Dresden; Malte Lawrenz, Vorsitzender des
VPI – Verband der Güterwagenhalter in
Deutschland e.V.; Mirko Pahl, Vorstandsvorsitzender TX Logistik AG.
Dialog Forum mit dem Verband
Deutscher Verkehrsunternehmen
(VDV) und dem DVF zum Thema
»Neue Mobilitätsdienste plus Bus
und Bahn – wie verändert die Digitariert wurde die Veranstaltung von Dr.

hardt, Regional Sales Manager, Mobileye

lisierung den öffentlichen Verkehr?«

Katrin Prüfig.

Germany GmbH, An Intel Company.

auf der InnoTrans 2018 unter Leitung

Sitzung des Lenkungskreises Güter-

69. Sitzung des Arbeitsausschusses

Tolga Erdogan, Digital Innovator, Ram-

verkehr und Logistik unter Leitung

unter Leitung des Präsidiumsvorsitzen-

boll GmbH; Torsten Herbst MdB; Ole

seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mosolf. Vor-

den Dr. Jörg Mosolf. Es nahmen teil

Harms, Geschäftsführer, Moia GmbH;

tragende waren Egon Christ, MOSOLF

Frank Dreeke, Dr. Florian Eck; Dr. Heike

Berthold Huber, Vorstand Personenver-

Transport Solutions GmbH; Dr. Heike

van Hoorn; Dr. Richard Lutz; Bernhard

kehr, Deutsche Bahn AG; Joris D'Incà,

van Hoorn; Gerhard Oswald, Geschäfts-

Mattes; Dr. Stefan Schulte.

Partner, Oliver Wyman GmbH; Eva Krei-

von Stephan Krenz. Vortragende waren

enkamp, Geschäftsführerin, Mainzer

führer der GOMULTIMODAL GmbH;
Björn Tiemann, Projektleiter Schiene,

Dialog Forum mit dem Verband

Verkehrsgesellschaft mbH (MVG); Tho-

Konrad Zippel Spediteur GmbH & Co.

Deutscher Verkehrsunternehmen

mas Jarzombek MdB; Roland Werner,

KG; Johannes Wieczorek, Leiter der Un-

(VDV) und DVF zum Thema »Digitali-

Head of Government Affais & Policy

terabteilung G 1, Grundsatzangelegen-

sierung des Schienengüterverkehrs:

DACH, Uber Germany GmbH. Die Ver-

heiten und Strategien für Personen- und

Herausforderungen und Chancen für

anstaltung moderierte Dr. Hendrik Wie-

Güterverkehr im BMVI; Anatoliy Rein-

die Unternehmen« auf der InnoTrans

duwilt.

www.verkehrsforum.de

39

Von oben links nach unten rechts:
Wie kann man das große Potenzial von
kommerziellen Drohnen ausschöpfen?
Darüber diskutieren v. l. Manns, Lief, Dr.
Reisbeck, Wiśniewski, Dr. van Hoorn,
Schepp, Klare MdB und Fockenbrock.
V. l. Prof. Scheurle, Reuther MdB, Klare
MdB, PSts. Bilger MdB und Fockenbrock
waren sich einig, dass es einen besseren
Rechtsrahmen für Drohnen geben muss.
Die Teilnehmer am Lenkungskreis Bahntechnologie im beeindruckenden Eingangsbereich der Siemens Mobility
Zentrale in Berlin
Der Sitzungsraum sorgte für eine ganz
besonders gute Gesprächsatmosphäre.

Abendveranstaltung »Innovation

Oktober

am Horizont – Drohnen nutzen und

Sitzung des Lenkungskreises Bahn-

sicher regulieren«. Vortragende waren

technologie unter Leitung seines Vor-

Steffen Bilger MdB, Parlamentarischer

sitzenden Michael Peter. Vortragende

Staatssekretär beim Bundesminister für

waren Lars Deiterding, Prokurist, Leiter

Verkehr und digitale Infrastruktur; Dr.

Bereich Transport und Logistik, HaCon

Heike van Hoorn, Arno Klare MdB; Al-

Ingenieurgesellschaft mbH; PSts Enak

fred LiefSenior System Engineer, Airbus

Ferlemann MdB; Wolf-Dietrich Geitz,

Defence and Space GmbH; Dario Manns,

Partner, Railistics GmbH; Prof. Dr. Kars-

Chief Innovation Officer & Co-Founder,

ten Lemmer, Vorstand Energie und Ver-

FairFleet GmbH; Dr. Tilman Reisbeck,

kehr, Deutsches Zentrum für Luft- und

Leiter Ingenieurbau, DB Netz AG; Bernd

Raumfahrt e.V. (DLR).

Reuther MdB, Vorsitzender der AG Verkehr und Berichterstatter Luft- und Raum-

November

fahrtpolitik der FDP-Bundestagsfraktion;

Gemeinschaftsveranstaltung mit der

Ralph Schepp, Vice President Program-

COMMERZBANK AG »business:fo-

& Project Management, Group Techno-

rum Transport & Logistik: Block-

logy, Deutsche Telekom AG; Prof. Klaus-

chain – der Gamechanger?!« mit

Dieter Scheurle, Vorsitzender der

Wolfgang Wendt. Vortragende waren

Geschäftsführung, DFS Deutsche Flug-

Dr. Florian Eck; Thomas Jarzombek MdB;

sicherung GmbH; Adam Wiśniewski,

Andreas Roth, Branchenkapitän Trans-

Direktor PricewaterhouseCoopers

port & Logistik, Niederlassungsleiter

GmbH. Die Veranstaltung moderierte

Großkunden Region Ost, Commerzbank

Dieter Fockenbrock, Chefkorrespondent

AG; Christian Schultze-Wolters, Ge-

Handelsblatt.

schäftsbereichsleiter IBM Blockchain Solutions DACH; Florian Seffert, Head of
Global Innovation, Imperial Logistics In-

40

#smartmove

ternational B. V. & Co. KG; Michael

tragende waren Prof. Torsten R. Böger,

Spitz, CEO main incubator & Co-Head

Geschäftsführer, VIFG Verkehrsinfra-

DLT Lab Commerzbank, Commerzbank

strukturfinanzierungsgesellschaft mbH;

AG; Dr. Philipp Sprenger, Fraunhofer-In-

Martin Friewald, Geschäftsführer, VIFG

stitut für Materialfluss und Logistik IML;

Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsge-

Jens Wagener, Branchenkapitän Trans-

sellschaft mbH; Christoph Meyer MdB,

port & Logistik, Director Corporate Fi-

Mitglied im Haushaltsausschuss der FDP-

nance Advisory, Sektorteam Automotive

Bundestagsfraktion; Ingrid Remmers

& Transport, Commerzbank AG. Mode-

MdB, Verkehrspolitische Sprecherin der

riert wurde die Diskussion von Frauke

Bundestagsfraktion DIE LINKE; Harald

Heistermann, Vorsitzende Rat für Tech-

Riedel, Stadt Nürnberg, Stadtkämmerei.

nologie.
Parlamentarischer Abend »KlimaSitzung des Lenkungskreises Infra-

schutz im Verkehrssektor – Strategie

struktur unter Leitung seines Vorsitzen-

2018plus« unter Leitung des Präsidi-

den Nikolaus Graf von Matuschka. Vor-

umsvorsitzenden Dr. Jörg Mosolf. Vor-

Von oben links nach unten rechts:
Beim Lenkungskreis Infrastruktur debattierten Meyer MdB (l.) und Remmers
MdB über die Entwicklungsperspektive
der Infrastrukturgesellschaft Autobahnen.
Dr. Mosolf eröffnete die Veranstaltung
»Klimaschutz in Verkehrssektor – Strategie 2018 plus« und erklärte vorab, welche
enorme Anstrengungen das für alle Akteure bedeute.
Prof. Dr. Kagermann (l.) und Dr. van
Hoorn waren überzeugt, dass es eine gesamtgesellschaftliche Strategie zur Erreichung der Klimaziele braucht.
Alle Redner v. l. Küster, Sitta MdB, Klare
MdB, Dr. van Hoorn, Dr. Mosolf, Mattes,
Prof. Dr. Kagermann, Schreiner MdB,
Haverkamp und Kühn MdB
V. l. Kühn MdB, Haverkamp, Brost, Mattes
und Schreiner MdB sprachen über weitere
Möglichkeiten außer E-Mobilität und
Energieeffizienz

www.verkehrsforum.de

41

Von oben nach unten:
V. l. Özdemir MdB, Gratza, Birlin, Pofalla
und Donth MdB im Lenkungskreis Schienenverkehr
Dirks berichtete beim Lenkungskreis Luftverkehr über den Luftfahrtgipfel und dessen Ergebnisse.
V. l. Dr. van Hoorn, Dr. Schulte, Reuther
MdB, Colsman und Dr. Anton beim Lenkungskreis Luftverkehr in Köln

tragende waren Dr. Henrik Haenecke;
Kristina Haverkamp, Geschäftsführerin
Deutsche Energie-Agentur GmbH
(dena); Prof. Dr. Henning Kagermann,
Vorsitzender des acatech Kuratoriums,
acatech – Deutsche Akademie der Tech-

RheinCargo GmbH & Co. KG; Cem Öz-

BMVI; Thorsten Dirks, Mitglied des DVF-

nikwissenschaften; Arno Klare MdB;

demir MdB; Michael Donth MdB, Mit-

Präsidiums und Mitglied des Vorstandes,

Stephan Kühn MdB; Holger Küster, Ge-

glied im Ausschuss Verkehr und digitale

Eurowings, Deutsche Lufthansa AG; Jan

schäftsführer, ACV Automobil-Club Ver-

Infrastruktur der CDU/CSU-Bundestags-

Heitmann, Manager Public Affairs, Air-

kehr e.V.; Bernhard Mattes; Felix Schrei-

fraktion; Hugo Gratza, Leiter der Abtei-

port Operations CGN, United Parcel Ser-

ner MdB, Vorsitzender im Parlamentskreis

lung E – Eisenbahnen im BMVI.

vice Deutschland S.à r.l. & Co. OHG,

fraktion; Frank Sitta MdB. Die Veranstal-

Sitzung des Lenkungskreises Luftver-

MdB.

tung moderierte Marc Brost.

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden

Elektromobilität CDU/CSU-Bundestags-

Flughafen Köln/Bonn; Bernd Reuther

Dr. Stefan Schulte mit anschließender

69. Sitzung des Präsidiums unter Lei-

Sitzung des Lenkungskreises Schie-

Besichtigung des UPS Air Hub am Flug-

tung seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mo-

nenverkehr unter Leitung seines Vor-

hafen Köln/Bonn. Vortragende waren

solf. Vortragender und Gast war Svenja

sitzenden Ronald Pofalla. Vortragende

Dr. Frank Anton, Executive Vice Presi-

Schulze, Bundesministerin für Umwelt,

waren Wolfgang Birlin, Mitglied des Vor-

dent eAircraft, Siemens AG, Corporate

Naturschutz und nukleare Sicherheit.

standes Häfen und Güterverkehr Köln

Technology AIR; Johann Friedrich Cols-

Teilnehmer waren Ulrich-Klaus Becker;

AG (HGK) und Geschäftsführer der

man, Leiter der Abteilung Luftfahrt im

Dr. Florian Eck; Michael Fohrer; Dr. Heike

42

#smartmove

van Hoorn; Stefan Kölbl, Vorsitzender

waren Kay Euler, Leiter Konzernpro-

der Vorstände DEKRA e.V. und DEKRA

gramm Digitale Schiene Deutschland,

SE; Stephan Krenz; Wolfgang Langhoff;

Deutsche Bahn AG; PSts Enak Ferle-

Holger Lösch; Dr. Richard Lutz; Dr. Sigrid

mann MdB; Stephan Krenz; Dr. Jörg

Nikutta; Michael Peter; Dr. Hansjörg

Nikutta, Sprecher der Geschäftsführung

Rodi; Dr. Stefan Schulze; Norbert Schüß-

Alstom Transport GmbH; Cem Özdemir

ler. Weiterer Gast Prof. Dr. Raimund

MdB; Wolfgang Wiehle MdB, Stellver-

Klinkner, Institute for Manufacturing

tretender Vorsitzender der Parlaments-

Excellence GmbH.

gruppe Schienenverkehr, AfD-Bundestagsfraktion. Die Veranstaltung

Parlamentarischer Abend der Parla-

moderierte Dieter Fockenbrock.

mentsgruppe Schienenverkehr im
Deutschen Bundestag zum Thema

Kooperationsveranstaltung »6. ZEIT

»Digitale Schiene – vom guten Fahr-

Konferenz Logistik & Mobilität im

zeug über das bessere Netz zum be-

Rahmen der Fachmesse Hypermo-

sten Schienensystem«. Vortragende

tion« von DIE ZEIT, Messe Frankfurt

Von oben links nach unten rechts:
Bundesumweltministerin Schulze zu Besuch bei der Präsidiumssitzung mit Dr.
Mosolf
V. l. Dr. van Hoorn, Herbst MdB und Krenz
vor Beginn des Parlamentarischen
Abends zum Thema »Digitale Schiene«
Ein großer Kraftakt ist notwendig, um die
dringend benötigte Kapazität und Verlässlichkeit auf der Schiene zu erreichen,
so v. l. Wiehle MdB, Dr. van Hoorn, PSts
Ferlemann MdB, Özdemir MdB, Euler, Dr.
Nikutta, Krenz und Fockenbrock.
Özdemir MdB eröffnete den Parlamentarischen Abend der PG Schiene.
Staatssekretär Ferlemann MdB sah fundamentale Veränderungen im Verkehrsbereich durch Digitalisierung.

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43

Von oben links nach unten rechts:
Bei der gemeinsamen Sitzung der Lenkungskreise Digitale Vernetzung und
Straße ging es u. a. um den adäquaten
Rechtsrahmen für neue Mobilitätsdienstleistungen. V. l. Salzmann, Wolf, Wendt,
Fischer, Dr. Miethaner, Dr. Leutner und
Dr. Eck
Jahresauftaktveranstaltung zum Thema
»Intelligente Mobilität braucht ein gutes
Datennetz« mit v. l. Meyer-Kahlen, Dr.
Springer, Herzog MdB, PSts. Bilger MdB,
Dr. van Hoorn, Schmidt, Fehling, Meier
und Dr. Wieduwilt
Meyer (l.) und Dr. Springer

und DVF unter Beteiligung von Dr. Jörg

zenden Ulrich Klaus Becker und Wolf-

Mosolf und Dr. Stefan Schulte. Vortra-

gang Wendt. Vortragende waren Mi-

gende waren Dr. Thomas Becker, Leiter

chael Fischer, Head of PR & Public Af-

Politik & Außenbeziehungen, BMW

fairs, MOIA GmbH; Dr. Henrik

Group; Detlef Braun, Geschäftsführer

Haenecke; Dr. Gerd Leutner, Partner /

Messe Frankfurt GmbH; Dr. Rainer Esser;

Rechtsanwalt, CMS Hasche Sigle; Dr. To-

Angela Titzrath, Vorstandsvorsitzende,

bias Miethaner, Bundesministerium für

HHLA Hamburger Hafen und Logistik

Verkehr und digitale Infrastruktur ; Axel

AG; Gleb Tritus, Gründer und Investor,

Salzmann, Leiter des Kompetenzzen-

Director Verture Development & Mit-

trums für das Straßenverkehrsgewerbe

V. l. Dr. Wieduwilt, Bilger MdB, Fehling
und Herzog MdB wussten um die Schwierigkeiten bei der flächendeckenden Versorgung mit schnellem Breitband

glied der Geschäftsleitung, Lufthansa

und Logistik, KRAVAG-LOGISTIC Versi-

Innovation Hub.

cherungs-AG; Oliver Wolff, Hauptge-

Der Mobilitäts- und Logistikbereich ist
immer mehr auf flächendeckende Internetverbindung angewiesen, mahnt Dr.
van Hoorn bei ihrer Rede.

Gemeinsame Sitzung der Lenkungs-

44

#smartmove

schäftsführer, Verband Deutscher Verkreise Digitale Vernetzung und Straßenverkehr unter Leitung ihrer Vorsit-

kehrsunternehmen e.V. (VDV).

Von oben nach unten:
v. l. Maurer, Dr. van Hoorn, Dr. Mosolf,
Dr. Mellwig, Wüllhorst und Schmied
V. l. Peter und Hermann MdL waren sich
einig, dass der Schienensektor dringend
modernisiert werden muss.

Januar 2019

Wirtschaft, Verkehr und Innovation,

Abendveranstaltung »#Smart #Mobil

Freie und Hansestadt Hamburg; Martin

#Digital: Intelligente Mobilität

Schmied, Leiter Verkehr, Lärm und

braucht ein gutes Datennetz!«. Vor-

räumliche Entwicklung im Umwelt-

tragende waren Dr. Heike van Hoorn;

bundesamt; Wolfgang Wüllhorst, Leiter

PSts Steffen Bilger MdB, Thomas Feh-

Fuhrparkmanagement, Berliner Stadt-

ling, Bürgermeister der Kreisstadt Bad

reinigungsbetriebe AöR (BSR).

Hersfeld; Gustav Herzog MdB; Jens
Meier, Vorsitzender der Geschäftsfüh-

Februar 2019

rung, Hamburg Port Authority AöR; Jan-

Sitzung des Lenkungskreises Bahn-

Peter Meyer-Kahlen, Leiter Forschungs-

technologie unter Leitung seines Vor-

und Entwicklungszentrum Eurolab,

sitzenden Michael Peter. Vortragende

Ericsson GmbH; Stefan Schmidt, Chief

waren Dr. Klaus Bonhoff, Geschäftsfüh-

Digital Officer (CDO), IAV GmbH, Inge-

rer (Sprecher), NOW GmbH, Nationale

nieurgesellschaft Auto und Verkehr; Dr.

Organisation Wasserstoff- und Brenn-

Johannes Springer, Digital Division –

stoffzellentechnologie; Winfried Hermann

Connected Mobility, T-Systems Interna-

MdL; Stefan von Mach, Chefingenieur

tional GmbH. Die Veranstaltung mode-

Talent 3 Batteriezug, Bombardier Trans-

rierte Dr. Hendrik Wieduwilt.

portation GmbH; Jure Mikolčić, Geschäftsführer (Vorsitz) Executive Vice

Sitzung des Lenkungskreises Güter-

President Division Deutschland und Mit-

verkehr und Logistik unter Leitung

glied der Konzernleitung, Stadler Pan-

seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mosolf. Vor-

kow GmbH; Dr. Henning Tegner,

tragende waren Michael Maurer, Ge-

Mitglied der Geschäftsführung, KCW

schäftsführer Gauff Telematics GmbH;

GmbH Strategie- und Management-

Dr. Wibke Mellwig, Leiterin der Abtei-

beratung.

lung Hafen und Logistik, Behörde für

www.verkehrsforum.de

45

IM FOKUS
POSITIONSPAPIERE,
LENKUNGSKREISE, GREMIEN

Lenkungskreis Bahntechnologie

■

Strategiegespräch: Politik für Digitale
Vernetzung und intelligente Mobilität

rungen, Strategien und Perspektiven

■

Digitaler Knoten 4.0 – Gestaltung und

für den Logistiksektor

Michael Peter, Chief Executive Officer,
Siemens Mobility GmbH

■

Fahrer- und Fachkräftemangel: Erfah-

Regelung städtischer Knotenpunkte
Themenauswahl:
■

Digitale Schiene Deutschland und
neue Technologien: ETCS und digitale

■

Stellwerke – Perspektiven für einen
Flächenrollout, Innovativer Güterwagen
-automatische Kupplung, lärmmindern-

für sicheres und effizientes, automati-

Lenkungskreis Häfen und Schifffahrt

siertes Fahren im gemischten Verkehr

Frank Dreeke, Vorsitzender des

Werkstattberichte: Die Mobilitätsplatt-

Vorstands BLG Logistics Group

form »Mobility Inside«, Strategien für

AG & Co. KG

Mobilität 4.0
■

de und energieeffizienzsteigernde

Haftungsfragen des automatisierten

Themenauswahl:

Fahrens

■

Technologien
■

Logistik und Schifffahrt in der neuen

Forschung im Schienenverkehr: Denk-

Lenkungskreis Güterverkehr und

Legislaturperiode des Deutschen

anstöße für ein deutsches Schienen-

Logistik

Bundestages

forschungsprogramm und -institut;

Dr. Jörg Mosolf, Vorstandsvorsitzender

Zukünftige Herausforderungen im

(CEO), MOSOLF SE & Co. KG

Schienensektor – Ergebnisse des EUForschungsprojekts NEAR 2050

Themenauswahl:

Wolfgang Wendt, Vice President Ver-

Lotsdienste in der Deutschen Buch –
und Modernisierung von Versetzfahrzeugen

und Handlungsbedarf aus Sicht des
Umweltbundesamtes

Ausbau der digitalen Kommunikation

■

Entwicklungsperspektiven Seehafenstandort Wismar

Telematikgestützte Kapazitätsoptimierung von Lkw-Stellplätzen

Lenkungskreis Infrastruktur

■

CO2-freie Logistik mit dem Schienen-

Nikolaus Graf von Matuschka, CEO

güterverkehr

HOCHTIEF Solutions AG, Mitglied des

■

Best Practices für den Kombinierten

Vorstands HOCHTIEF Aktiengesellschaft

zung der Verordnung 2017/1926 zur

#smartmove

■

zepte und Best Practices aus Hamburg

Themenauswahl:

46

Masterplan Binnenschifffahrt

Klimaschutz in der Logistik: Potenziale

■

informationsdienste in Deutschland

hafenrelevante Infrastrukturprojekte
■

■

schäftsführung, IBM Deutschland GmbH

Bereitstellung multimodaler Reise-

Planungs- und Baubeschleunigung für

Logistik in der Letzten Meile: Kon-

trieb Branchenkunden, Mitglied der Ge-

Mobilitäts(daten)plattformen: Umset-

■

■

Lenkungskreises Digitale Vernetzung

■

Prioritäten für die Bereiche Häfen,

Verkehr

Themenauswahl:
■

■

Strategiegespräch mit Haushalts- und
Verkehrspolitikern des Deutschen

■

Bundestages zur Verkehrsinfrastruk-

Strategiegespräch zur Bundes-

Leidig MdB, Wolfgang Wiehle MdB,

schienenpolitik

Geschäftsführerin: Dr. Heike van Hoorn

Anforderungen der Güterbahn an die
Schienenpolitik

turpolitik
■

■

Externe Gremienarbeit
■

Lenkungskreis Straßenverkehr

Mobilität« der Bundesregierung: Über-

Grenzen der Planungsbeschleunigung

Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für

geordneter Lenkungskreis sowie der

Perspektiven für ein Planungs- und

Verkehr des ADAC

Arbeitsgruppe 1 »Klimaschutz im
Verkehr«

Baubeschleunigungsgesetz aus Sicht

■

der Bau- und Planungsbranche;

Themenauswahl:

Die Infrastrukturgesellschaft Autobah-

■

nen (IGA) des Bundes: Status, nächste
Schritte, Entwicklungsperspektiven
■

■

setzungsAG, sowie seinen UnterAG’s

Sauberer Stadtverkehr, Reduktion von

■

Haftungsfragen beim automatisierten

des BMVI
■

Arbeitsgruppen 1 bis 5
■

Fahren
■

Verkehrssicherheit – aktueller Sach-

■

Prioritäten der Straßenverkehrspolitik

»Masterplan Binnenschifffahrt« des
BMVI: Arbeitsgruppen 1 und 4

■

»Aktionsbündnis Klimaschutz« des

■

»Intelligente Mobilität im Rahmen

stand und Handlungsbedarf

standes Fraport AG

»Zukunftsbündnis Schiene« des BMVI:
Beteiligung am Lenkungskreis und

neue Mobilität, Ridepooling

Lenkungskreis Luftverkehr
Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vor-

desregierung im Straßenverkehr

Vernetzung durch Plattformdienste,

Bundesrechnungshofes

»Masterplan Schienengüterverkehr«:
Beteiligung am Runden Tisch, der Um-

■

in Nürnberg
Bewertung von ÖPP aus Sicht des

■

Digitalisierungsagenda des der Bun-

NOX-Emissionen

Kommunales Investitionsmanagement
für Verkehrsinfrastruktur: Erfahrungen

■

Nationale Plattform »Zukunft der

Umweltrechtliche Potenziale und

BMU

in der neuen Legislaturperiode

des IT-Gipfels der Bundeskanzlerin«
des BMVI, BMWi: Fokusgruppe

Themenauswahl:
■

■

Organisationsreform, Effizienz und

Positionspapiere 2018/2019

Finanzierung der Fluggastkontrollen

■

»Klimaschutz im Verkehrssektor«

■

»Attraktiver Schienenverkehr 2020+

Flugausfällen 2018

Moderner und flexibler durch Digitali-

Prioritäten und Maßnahmen für die

■

Rahmen des Digital-Gipfels der
Bundeskanzlerin
■

»Expertenkommission Großprojekte«
des BMVI

sierung« Positionspapier der Len-

■

»Digitalisierung im ÖPNV« des BMVI

Luftfahrtindustrie und den Luftver-

kungskreise Bahntechnologie und

■

»Arbeitskreis Laderampe« des BMVI

kehrsstandort Deutschland in der

Schienenverkehr, Juni 2018

■

Branchenarbeitskreis Transport und

aktuellen Legislaturperiode
■

Fokusgruppen »Intelligente Mobilität«
und »Intelligente Vernetzung« im

Positionspapier des DVF, Mai 2018

Stabilität vs. Produktivität – Schlussfolgerungen aus den Verspätungen und

■

■

■

»Mitarbeiter dringend gesucht! – Der

Klimaschutz im Luftverkehr – Perspek-

Fachkräftemangel in der Mobilitäts-

tiven für alternative Flugkraftstoffe

wirtschaft verlangt gemeinsame Ant-

und Elektrifizierung

worten«, Strategiepapier, Januar 2019

Verkehr des UP KRITIS

Rahmenbedingungen für die Luftfracht; Standort Köln-Bonn

Parlamentsgruppen
Das DVF ist auch wieder für die

Lenkungskreis Schienenverkehr

19. Legislaturperiode mit der Geschäfts-

Ronald Pofalla, Vorstand Wirtschaft,

führung der interfraktionellen Parla-

Recht und Regulierung,

mentsgruppe des Deutschen Bundesta-

Deutsche Bahn AG

ges beauftragt worden:
Schienenverkehr

Themenauswahl:
■

Vorstand: Cem Özdemir MdB (Vorsitzen-

Klimaschutzplan 2050 und seine Her-

der), Martin Burkert MdB, Michael

ausforderung für den Schienenverkehr

Donth MdB, Torsten Herbst MdB, Sabine

www.verkehrsforum.de

47

PRÄSIDIUM

DES
DEUTSCHEN VERKEHRSFORUMS

Dr. Jörg Mosolf

Dr. Ulrich Nußbaum

Vorsitzender des Vorstands (CEO)
MOSOLF SE & Co. KG
(Vorsitzender seit April 2018)

(Vorsitzender bis April 2018)

Ulrich Klaus Becker

Thorsten Dirks

Frank Dreeke

Vizepräsident für Verkehr
ADAC Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.

Mitglied des Vorstandes Eurowings
Deutsche Lufthansa AG

Vorsitzender des Vorstands
BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

Michael Fohrer

Renata Jungo Brüngger

Stefan Kölbl

Vorsitzender der Geschäftsführung Bombardier Transportation GmbH sowie Präsident Region Zentral- und Osteuropa,
GUS, Russland, Israel, China
Bombardier Transportation GmbH

Vorstandsmitglied Integrität und Recht
Daimler AG
(seit April 2018)

Vorsitzender der Vorstände
DEKRA e.V. und DEKRA SE

Stephan Krenz

Wolfgang Langhoff

Holger Lösch

Vorsitzender der Geschäftsführung
Abellio GmbH

Vorsitzender des Vorstands
BP Europa SE

Stellvertretender Hauptgeschäftsführer
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)

48

#smartmove

Dr. Richard Lutz

Bernhard Mattes

Nikolaus Graf von Matuschka

Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Bahn AG

Präsident
Verband der Automobilindustrie (VDA)
(seit März 2018)

CEO HOCHTIEF Solutions AG,
Mitglied des Vorstands
HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Dr. Sigrid Nikutta

Michael Peter

Ronald Pofalla

Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), AöR

Chief Executive Officer
Siemens Mobility GmbH

Vorstand Infrastruktur
Deutsche Bahn AG

Dr. Hansjörg Rodi

Dr. Stefan Schulte

Norbert Schüßler

President of European Region
Kühne + Nagel (AG & Co.) KG

Vorsitzender des Vorstands
Fraport AG

Geschäftsführender Gesellschafter
Schüßler-Plan GmbH

Dr. Arnt Vespermann

Wolfgang Wendt

Sprecher der Geschäftsführung
Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft
A/S & Co KG

Vice President Vertrieb Branchenkunden
Mitglied der Geschäftsführung
IBM Deutschland GmbH

Dr.– Ing. E.h. Heinz Dürr
(Ehrenvorsitzender)
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates DÜRR AG

Stand Februar 2019

www.verkehrsforum.de

49

MITGLIEDER

DES
DEUTSCHEN VERKEHRSFORUMS

A

C

Abellio GmbH, Berlin
■ ACV Automobil-Club Verkehr e.V.,
Köln
■ ADAC e.V., München
■ AGES International GmbH & Co. KG,
Langenfeld
■ Airbus Operations GmbH, Hamburg
■ ALSTOM Transport Deutschland GmbH,
Salzgitter
■ Andreas Schmid Logistik AG, Gersthofen
■ APCOA PARKING Holdings GmbH,
Stuttgart
■ ARS Altmann AG, Wolnzach
■ Arthur D. Little GmbH, Frankfurt/M
■ Assecor GmbH, Berlin
■ AUDI AG, Ingolstadt
■ Autobahn Tank & Rast Gruppe GmbH
& Co. KG, Bonn
■ Autohof – Tanken – Rasten – Parken
eG, Herbolzheim
■

B
BearingPoint GmbH, Frankfurt/M
BEITEN BURKHARDT Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Berlin
■ Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR)
AöR, Berlin
■ Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) AöR,
Berlin
■ BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen
■ BMW AG, München
■ Boeing Operations International, Inc.,
Berlin
■ Bombardier Transportation GmbH, Berlin
■ BP Europa SE, Hamburg
■ BPW Bergische Achsen KG, Wiehl
■ bremenports GmbH & Co. KG, Bremen
■ Bundesverband Baustoffe – Steine und
Erden e.V., Berlin
■ Brunsbüttel Ports GmbH, Brunsbüttel
■
■

50

#smartmove

■

CBH Rechtsanwälte Cornelius Bartenbach Haesemann & Partner Partnerschaft von Rechtsanwälten mbB, Köln
■ CMS Hasche Sigle Partnerschaft von
Rechtsanwälten und Steuerberatern
mbB, Berlin
■ COMMERZBANK AG, Frankfurt/M
■ Condor Flugdienst GmbH, Frankfurt/M
■ Container Terminal Wilhelmshaven
JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co.
KG, Wilhelmshaven
■

D
Daimler AG, Stuttgart
DAKOSY Datenkommunikationssystem
AG, Hamburg
■ DEKRA e.V., Stuttgart
■ Dettmer Group KG, Bremen
■ Deutsche Bahn AG, Berlin
■ Deutsche Energie-Agentur GmbH
(dena), Berlin
■ Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt/M
■ Deutsche Post AG, Bonn
■ DEVK Allgemeine Versicherungs-AG,
Köln
■ DFDS Seaways GmbH, Cuxhaven
■ DFS Deutsche Flugsicherung GmbH,
Langen
■ DHL Freight Germany Holding GmbH,
Bonn
■ DLR Deutsches Zentrum für Luft- und
Raumfahrt, Köln
■ Dornier Consulting International
GmbH, Berlin
■ DVV Media Group GmbH, Hamburg
■ DXC Technology Deutschland GmbH,
Bad Homburg
■ Dyckerhoff GmbH, Wiesbaden
■ DZ BANK AG, Frankfurt/M

Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin

F
Fichtner Water and Transportation
GmbH, Stuttgart
■ Flughafen Düsseldorf GmbH, Düsseldorf
■ Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg
■ Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
■ Flughafen München GmbH, München
■ Fraport AG, Frankfurt/M
■ Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply
Chain Services (SCS), Nürnberg
■

■
■

E
■

Ernst Frankenbach GmbH, MainzKastel

G
GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf
■ Go-Ahead Verkehrsgesellschaft
Deutschland GmbH, Berlin
■ GOMULTIMODAL GmbH, Hamburg
■ Greenberg Traurig Germany, LLP, Berlin
■ GRE-Gauff Rail Engineering GmbH &
Co. KG, Frankfurt/M
■

H
HaCon Ingenieurgesellschaft mbH,
Hannover
■ Hafen Hamburg Marketing e.V., Hamburg
■ Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft, Hamburg
■ Hamburger Hochbahn AG, Hamburg
■ Hamburg Port Authority AöR,
Hamburg
■ Hamburg Südamerikanische Dampfschifffahrts-Gesellschaft ApS & Co KG,
Hamburg
■ Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V., Berlin
■ Hellmann Worldwide Logistics GmbH &
Co. KG, Osnabrück
■ Hermes Germany GmbH, Hamburg
■ HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen
■

HOPPECKE Batterien GmbH & Co. KG,
Brilon-Hoppecke
■ Hülskens Wasserbau GmbH & Co. KG,
Wesel
■

I
IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto
und Verkehr, Berlin
■ IBM Deutschland GmbH, Ehningen
■ igr AG, Hamburg

N
NIIT Technologies GmbH, Stuttgart
■ NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT
GmbH, Chemnitz
■ North Sea Terminal Bremerhaven
GmbH & Co., Bremerhaven
■

U
UBER Germany GmbH, Berlin
UNION TANK Eckstein GmbH & Co.
KG, Kleinostheim
■ United Parcel Service Deutschland
S.à.r.l. & Co. OHG, Neuss
■
■

■

J
■

Oliver Wyman GmbH, München
■ On Rail GmbH, Mettmann
P

JadeWeserPort Realisierungs GmbH &
Co. KG, Wilhelmshaven

K
Kaspersky Labs GmbH, Ingolstadt
KCW GmbH, Berlin
■ KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt/M
■ Kienbaum Consultants International
GmbH, Düsseldorf
■ Knorr-Bremse AG, München
■ KombiConsult GmbH, Frankfurt/M
■ Konrad Zippel Spediteur GmbH & Co.
KG, Hamburg
■ KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen Kraftverkehrs VaG, Hamburg
■ Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Hamburg
■
■

L
Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale, Frankfurt/M
■ Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)
GmbH, Leipzig
■ Liebherr-Aerospace & Transportation
SAS, Toulouse (F)
■ Linklaters LLP, Berlin
■ LNC LogisticNetwork Consultants
GmbH, Hannover
■ LogPay Financial Services GmbH, Eschborn
■ Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion mbH, München
■ Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH,
Lübeck
■

M
Mainzer Verkehrsgesellschaft mbH
(MVG), Mainz
■ MAN Truck & Bus AG, München
■ Maritime LNG Plattform e.V., Hamburg
■ Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing
■ McKinsey & Company, Inc., München
■ Messe Frankfurt Venue GmbH, Frankfurt/M
■ MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft
mbH, Mannheim
■ Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA,
Karlsruhe
■ Mitteldeutsche Flughafen AG,
Leipzig/Halle
■ M&M Militzer & Münch Deutsche Holding GmbH, Hof
■ Mobileye Germany GmbH, An Intel
Company, Düsseldorf
■ MOIA GmbH, Berlin
■ MOSOLF SE & Co. KG, Kirchheim/Teck
■ MTU Aero Engines AG, München
■

O

V/W

■

PANALPINA Welttransport (Deutschland) GmbH, Mörfelden
■ PLANCO Consulting GmbH, Essen
■ Plasser & Theurer GmbH, Wien
■ Port of Rotterdam, Rotterdam
■ PricewaterhouseCoopers AG WPG,
Frankfurt/M
■

R
Railistics GmbH, Wiesbaden
Ramboll Management Consulting
GmbH, Hamburg
■ RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss
■ RIO | The Logistics Flow, München
■ RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund
GmbH, Hofheim
■ Robert Bosch GmbH, Stuttgart
■ Rödl & Partner GbR Wirtschaftsprüfer
Steuerberater Rechtsanwälte, Nürnberg
■ Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG,
Dahlewitz
■

VDA Verband der Automobilindustrie
e.V., Berlin
■ VdTÜV - Verband der TÜV e.V., Berlin
■ VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, Köln
■ VITRONIC Dr.-Ing. Stein Bildverarbeitungssysteme GmbH, Berlin
■ VOLKSWAGEN Konzernlogistik GmbH
& Co. OHG, Wolfsburg
■ Vössing Ingenieurgesellschaft mbH,
Düsseldorf
■ Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl
■ VTG Aktiengesellschaft, Hamburg
■

■

Z
ZDS Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe e.V., Hamburg
■ Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe e.V. (ZDK), Bonn
■ ZVEI – Zentralverband Elektrotechnikund Elektronikindustrie e.V., Frankfurt/M
■

Stand: Februar 2019
S
Schenker AG, Essen
Schenker Deutschland AG, Kelsterbach
■ Schnellecke Group AG & Co. KG,
Wolfsburg
■ Schüßler Plan GmbH, Düsseldorf
■ Seaports of Niedersachsen GmbH, Oldenburg
■ Seehafen Wismar GmbH, Wismar
■ Siemens Mobility GmbH, Berlin
■ Sopra Steria SE, Hamburg
■ Stadler Pankow GmbH, Berlin
■
■

T
Talgo (Deutschland) GmbH, Berlin
Telefónica Germany NEXT GmbH,
München
■ Teradata GmbH, Augsburg
■ TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für kombinierten Güterverkehr
mbH, Mainz
■ Thales Management & Services
Deutschland GmbH, Stuttgart
■ thyssenkrupp Steel Europe AG, Duisburg
■ Toll Collect GmbH, Berlin
■ TRAFINEO GmbH & Co. KG, Bochum
■ TransCare GmbH, Wiesbaden
■ Transdev GmbH, Berlin
■ TRANSPORTWERK Magdeburger Hafen
GmbH, Magdeburg
■ T-Systems International GmbH, Frankfurt/M
■ TX Logistik AG, Troisdorf
■
■

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