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Full text: Report Issue 2014/15

Report

2014/2015

DEUTSCHES VERKEHRSFORUM

REPORT 2014/2015

WWW.VERKEHRSFORUM.DE

Inhalt:
Finanzierung und Infrastruktur . . . . . . . . . . . . 6
Standort und Märkte . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Energie und Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Personenverkehr und Telematik . . . . . . . . . . . 24
Güterverkehr und Logistik . . . . . . . . . . . . . . . 30
Chronik 2014/2015 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Foren und Positionen 2014/2015 . . . . . . . . . 43
Präsidium des Deutschen Verkehrsforums . . . 46
Mitglieder des Deutschen Verkehrsforums . . . 48

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

DASEINSVORSORGE SICHERN –
WETTBEWERBSPOSITION VERTEIDIGEN

Mobilität ist Voraussetzung für Wohlstand und

die Stärkung des Logistiksektors. Mit der Europa-

Beschäftigung, denn ohne ein reibungslos funk-

wahl 2014 erhielt der Verkehrssektor eine neue

tionierendes Verkehrssystem wäre Deutschland

Chance zur Lösung dringender Probleme. Wir

weder 2014 Logistikweltmeister geworden noch

haben dazu einen Fahrplan definiert und ihn an
die EU-Abgeordneten sowie an die Entscheider

überhaupt eine der füh-

in der EU-Kommission verschickt. Die zentralen

renden Industrie- und

Handlungsfelder unserer Agenda »Mobilität für

Dienstleistungsnationen

Europa« zielen auf einen diskriminierungsfreien

der Welt. Damit dies so
bleibt, hat das Deut-

Marktzugang im Schienenverkehr, die Stärkung
des deutschen Luftverkehrs im globalen Wett-

sche Verkehrsforum

bewerb, echte Prioritäten im Transeuropäischen

(DVF) auch im ver-

Verkehrsnetz und eine offensive Förderung der

gangenen Jahr tatkräftig an der Verbesserung

digitalen Vernetzung ab.

der Mobilitätsbedingungen mitgewirkt.
Zu letzterem Thema hat das DVF im Januar dieEs verdient Anerkennung, dass der Bundeshaus-

ses Jahres mit seiner Veranstaltung »#Intelligente-

halt für den Verkehrsbereich um 5 Milliarden

Mobilität« und seinem Aktionsplan »Intelligente

Euro über die gesamte Legislaturperiode aufge-

Mobilität« ein Ausrufungszeichen gesetzt: Die

stockt und die überjährige Verwendung der

Digitalisierung im Verkehrssektor birgt vielfältigs-

Investitionsmittel beschlossen wurde. Kritisch

te Möglichkeiten, um den Verkehr effizienter,

jedoch ist die Tatsache, dass etliche Themen

sicherer und kundenfreundlicher zu gestalten.

ungelöst blieben, zum Beispiel die dringend not-

Allerdings muss der Staat dazu die rechtlichen

wendige Erhöhung der Regionalisierungsmittel

und politischen Rahmenbedingungen schaffen,

für den ÖPNV, fehlende Investitionen in die Eng-

damit die Entwicklung und Wertschöpfung der

pässe bei der Infrastruktur, ein aussagekräftiger

Digitalisierung bei uns im Land stattfindet. Das

Verkehrsinfrastrukturbericht und die Abschaf-

DVF wird weiterhin eine innovative Verkehrs-

fung der Luftverkehrssteuer. Daher haben wir

politik einfordern, die politischen Entscheidungs-

uns auf Bundesebene im Jahr eins nach der

träger an ihre Verantwortung erinnern und sie

Wahl noch vehementer für folgende Themen

mit der Kompetenz des gesamten Mobilitäts-

eingesetzt: ein schlüssiges Gesamtkonzept zur

sektors unterstützen.

effizienten Infrastrukturfinanzierung, einen wirkungsvollen Klimaschutz mit fairem Ausgleich
von Ökologie und Ökonomie, eine nachhaltige
und bezahlbare Energieversorgung, den Einsatz
alternativer Antriebe und Kraftstoffe, für Lärmminderung, vernetzte Mobilitätsangebote und

Ihr
Klaus-Peter Müller
Vorsitzender des Präsidiums,
Vorsitzender des Aufsichtsrates
COMMERZBANK AG

5

Report 2014/2015
Finanzierung und Infrastruktur

FINANZIERUNG
UND INFRASTRUKTUR

Laut einer infas-Umfrage im Auftrag des DVF nehmen die Deutschen bereits heute eine
deutliche Ver schlechterung der Verkehrswege wahr: 8 von 10 Bürgern finden, dass in ihrem
Umfeld der Zustand der Verkehrsinfrastruktur über die vergangenen Jahre schlechter geworden ist. Dabei sehen 58 Prozent der Bürger sogar eine deutliche oder sehr deutliche Verschlechterung. Überwiegend wird auf marode Brücken, Schlaglöcher, Langzeitbaustellen
oder längere Fahrzeiten hingewiesen. Auch der öffentliche Nahverkehr ist betroffen. Zudem
zeigen die Erfahrungen der Bürger ein deutliches Qualitätsgefälle zwischen Stadt und Land.
Dies ist ein Alarmsignal.

In der neuesten Verkehrsprognose des Bundes-

Nachholbedarf auf 4,33 Milliarden Euro auf-

ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) wird von einer weiter zunehmenden

gestaut.
■

der Nachholbedarf gegenwärtig auf rund 30

Verkehrsleistung ausgegangen. Bis 2030 werden

Milliarden Euro.

gegenüber dem Jahr 2010 der Personenverkehr
um 12 Prozent und der Güterverkehr um 38 Pro-

■

der Verkehrswege gibt jedoch Anlass zur Sorge:

Bei der DB Netz AG sind über 9.000 Brücken
100 alt Jahre oder noch älter.

zent wachsen. Die Verkehrswege müssen mit
diesem Wachstum Schritt halten. Der Zustand

Bei den Bundesschienenwegen beläuft sich

■

Im System der deutschen Wasserstraßen fehlen jedes Jahr rund 500 Millionen Euro.
Das DVF fordert in

»Mit den 5 Zusatzmilliarden aus dem Koalitionsvertrag
des Bundes geben wir ein klares Bekenntnis für eine
leistungsfähige Infrastruktur und erreichen ein Rekordniveau
an Investitionen in Straße, Schiene und Wasserstraße.«
Alexander Dobrindt MdB,
Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

seinem »Zukunftsprogramm Verkehrsinfrastruktur« von der Politik die fehlenden Verkehrsinvestitionen und
die notwendigen Reformen ein. Es geht

■

■

■

6

Schon jetzt ist die Lage bei 7 Prozent der

um eine Reform von Finanzierung, Bau, Betrieb

Brücken auf Bundesstraßen kritisch und bei

und Erhaltung der Verkehrswege. Erste Schritte

28 Prozent nur noch ausreichend.

sind jetzt auf gutem Weg.

Den bisher aufgelaufenen Nachholbedarf zum

Auf der 30. Mitgliederversammlung des DVF

Erhalt der Gemeindestraßen beziffert die

stellte sich Alexander Dobrindt mit seiner ersten

Daehre-Kommission mit rund 23 Milliarden

verkehrspolitischen Rede in der neuen Legisla-

Euro.

turperiode als neuer Bundesminister für Verkehr

Bei U-, Stadt- und Straßenbahnen hat sich der

und digitale Infrastruktur der Mobilitätswirtschaft

STANDPUNKT
A u s s c h re i b u n g u n d Ve rg a b e :
■

Vergabe nicht nach dem billigsten

eine betriebswirtschaftliche Kosten-

Angebot, sondern zum Beispiel Wegfall des höchsten und niedrigsten
■

■

Nutzen-Rechnung durchführen
■

Angebots

vorschreiben, absehbare Kostensteigerungen kalkulieren und transpa-

reinen Preiswettbewerbs qualitative

rent darstellen

werden
■

Qualitativ und quantitativ angemessene Begleitung aller Projektphasen
durch die öffentliche Hand

■

Partnering-Modelle umsetzen: mit

Projektvorschläge und Angebote

gemeinsamer Risikoanalyse und

Bei Ausschreibung und Vergabe

stringent auf Plausibilität überprüfen

-verteilung sowie anschließender

Lebenszykluskosten berücksichtigen

(etwa mittels Flyvsberg-Methode)

Teilung von Einsparungen und

Solider Projektstart; den sogenann-

■

■

indem Baukosten ohne politischen
Druck kalkuliert werden
Neben der volkswirtschaftlichen auch

Anreize und Steuerungsfunktionen
der Finanzierung auch im öffentlichen

ten Fluch der ersten Zahl vermeiden,

■

Risikobudgets und -puffer zwingend

Bei Ausschreibungen anstelle des
Faktoren stärken

■

getrennt übermittelt und bewertet

■

Risiken
■

Planungsleistungen separat fördern,

Bereich nutzen (Pönalen, Boni etc.)

um Vorplanung zu ermöglichen; auf

Zweiumschlagsverfahren nutzen, bei

reinen Preiswettbewerb verzichten

dem technisches Angebot und Preis

7

Report 2014/2015
Finanzierung und Infrastruktur

vor. Dobrindt machte klar, dass er Deutschland

■

Aufstockung der jährlichen Bundesmittel auf

modernisieren wolle, in dem er die wichtigen

15 Milliarden Euro, um die Bundesverkehrs-

Verkehrsadern erhalten und ausbauen werde.

wege hinsichtlich Erhalt, Aus- und Neubau

Erste Reformschritte zur Verkehrsinfrastruktur-

ausreichend zu versorgen

finanzierung hat der Minister schon umgesetzt.
Bereits im Herbst 2013 hat das DVF genau diese
Seit dem Haushaltsjahr 2015 werden alle Finanz-

Erhöhungen der Investitionslinie gemeinsam mit

mittel für die Bundesfernstraßen von der Ver-

den Bundestagsabgeordneten und auch mit den
Bundesländern gefordert. Letztendlich

»Ich erwarte auch vom Bund konsequente Anstrengungen, um
den dramatischen Sanierungsstau in der Verkehrsinfrastruktur
aufzulösen.«

sind daraus immerhin
5 Milliarden Euro an
zusätzlichen Mitteln

Michael Groschek,

für den Verkehrshaus-

Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

halt über die gesamte
Legislaturperiode ge-

kehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG)

worden. Auch Bundesfinanzminister Dr. Wolf-

verwaltet und bewirtschaftet, um die Transpa-

gang Schäuble sicherte 10 Milliarden Euro ab

renz zu erhöhen. Gleichzeitig bietet der Bundes-

2016 für ein Konjunkturprogramm zu.

haushalt ab sofort die Möglichkeit, unverbaute
Mittel in das folgende Haushaltsjahr zu übertra-

Besser wirtschaften

gen und dort zusätzlich für Investitionen zur

Diese Gelder reichen allerdings nicht aus. Umso

Verfügung zu stellen. Damit wurden zwei wich-

wichtiger ist nun, dass mit den knappen Finanz-

tige Forderungen aus dem »Zukunftsprogramm

mitteln besser gewirtschaftet wird. Auch hierzu

Verkehrsinfrastruktur« des DVF erfüllt.

hat das DVF in seinem »Zukunftsprogramm Ver-

Reformvorschläge umsetzen

Reformvorschläge gemacht. Diese Themen sind

Die Expertenkommissionen von Daehre und

inzwischen im politischen Raum angekommen

Bodewig zur Infrastrukturfinanzierung haben in

und werden von verschiedenen

kehrsinfrastruktur« bereits 2009 und erneut 2014

den vergangenen Jahren wichtige Vorarbeit ge-

Expertenkommissionen bearbeitet:

leistet und Signale durch einen Wandel in der

■

Die Kommission »Großprojekte« der Bundes-

politischen Wahrnehmung und Wertschätzung

verkehrsminister Dr. Peter Ramsauer und

der Verkehrsinfrastruktur gesendet. Die Themen

Alexander Dobrindt befasst sich mit Effizienz-

Investitionsstau, Finanzierung und Standortfak-

spielräumen durch eine bessere Steuerung und
Finanzierung großer Infrastrukturprojekte.

tor Verkehrsinfrastruktur fließen stärker als zuvor
in die politische und öffentliche Diskussion ein.

■

Unter Bundeswirtschaftsminister Sigmar

Die Expertenkommissionen haben den Bedarf

Gabriel wird geprüft, inwieweit zusätzliches

analysiert und die Grundsteine für eine Reform

Kapital von Versicherungen und Banken in die
Infrastruktur fließen kann.

der Verkehrsinfrastrukturpolitik definiert. Die
erschreckenden Zahlen beider Kommissionen
zum Sanierungsbedarf werden von allen Akteuren
als Untergrenze akzeptiert:
■

7,2 Milliarden Euro zusätzlicher Bedarf an

■

Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble
arbeitet im Hintergrund an einer langfristigen
Perspektive für die Verkehrsinfrastrukturfinanzierung.

jährlichen Investitionsmitteln über alle Bau-

8

lastträger hinweg, um die gröbsten Fehlent-

Mit der neuen Grundkonzeption der Bundes-

wicklungen zurückzudrehen

verkehrswegeplanung 2015 und dem Ansatz

einer Priorisierung innerhalb der Priorisierung
wird ebenfalls ein effizienter Umgang mit knappen Haushaltsmitteln angestrebt. Der sogenannte vordringliche Bedarf Plus (VB+) ist eine gute
Möglichkeit, wirklich wichtige Projekte mit
hohem Nutzen-Kosten-Verhältnis und nationaler
Bedeutung bevorzugt zu realisieren. Dieser Ansatz muss konsequent umgesetzt werden – auch
indem der Umfang der Projekte im VB+ realistisch an die verfügbaren Mittel angepasst wird.
Darum muss das im Koalitionsvertrag vereinbarte »Nationale Prioritätenkonzept« zum Tragen
kommen und wie vorgesehen bis zu 80 Prozent
der Mittel für Aus- und Neubau erhalten.
Zweckbindung und Zusätzlichkeit sichern
Mit zwei Anpassungen des Bundesfernstraßenmautgesetzes und der Einführung einer Infrastrukturabgabe für den Pkw wird die Nutzerfinanzierung in dieser Legislaturperiode nach
den Plänen des BMVI ausgeweitet. Gleichzeitig
werden die externen Kosten bei der Berechnung
der Wegekosten für die Mautkalkulation miteinbezogen. Zusätzlich zur bestehenden Mautbelastung schwerer Nutzfahrzeuge, der Luftverkehrssteuer und der Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) werden damit die
Mobilitäts- und Logistikkosten in Deutschland
erhöht. Dies widerspricht dem Erfordernis, den
Standort Deutschland attraktiv und wettbewerbsfähig zu halten. Das DVF plädiert dafür, auf
Augenmaß zu achten und darauf, dass die Gesamtkosten die Branche auch im internationalen
Vergleich nicht überbeanspruchen. Wichtig ist
zudem die Zweckbindung der Finanzmittel an
den Verkehrshaushalt zu gewährleisten und
diese zusätzlich zu den vorhandenen Geldern
sicherzustellen.
Planungssicherheit schaffen
Ein generelles Problem im Bereich der öffentlich
finanzierten Verkehrsinfrastruktur ist die mangelnde Planungssicherheit seitens der öffentlichen Hand. Dies trifft vor allem die Verkehrsunternehmen sowie die Bau- und Planungswirtschaft. Der Planungshorizont im öffentlichen
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Report 2014/2015
Finanzierung und Infrastruktur

Sektor wird vorwiegend durch die kameralisti-

werden. Dahinter verbirgt sich mehr als die bis-

sche Haushaltsführung von einer jährlichen Sicht-

herige Mittelfristplanung, denn die geplanten

weise geprägt. Alles wird in Jahresscheiben kal-

Gelder müssen im Planungszeitraum verbindlich
bereitgestellt werden.
Nur so erhalten die

»Beim Bund müssen doch alle Alarmglocken schrillen, wenn er
den Werteverzehr des volkswirtschaftlichen Allgemeingutes
Verkehrsinfrastruktur sieht.«

beteiligten Behörden
und Unternehmen
Planungssicherheit.

Joachim Enenkel,
Mitglied des Vorstands, Bilfinger SE

Mit der Neufassung
der Leistungs- und

kuliert. Grobe Instrumente für über- und mehr-

Finanzierungsvereinbarung (LuFV) wurde diese

jährige Budgets sind vorhanden, werden aber

Planungssicherheit zumindest für das Bestands-

selten genutzt. Dies passt nicht zu Verkehrsinfra-

netz der Schiene erreicht. Über 5 Jahre stehen

strukturprojekten, die einen längeren Zeitraum

nun jährlich verbindlich rund 4 Milliarden Euro

für Planung, Bewilligung und Bau benötigen

für Ersatzinvestitionen des Bestandsnetzes zur

und dann einen Lebenszyklus von 30 Jahren

Verfügung, darunter auch Eigenmittel der

und darüber hinaus durchlaufen. Die auf jähr-

Deutschen Bahn. Zusätzlich verpflichtet sich

licher Basis zugesicherte Überjährigkeit des Ver-

die Deutsche Bahn AG, 1,6 Milliarden Euro für

kehrsinfrastrukturbudgets hilft hier, indem nicht-

die Instandhaltung aufzuwenden. Dieses erfolg-

verbaute Mittel im Folgejahr zusätzlich bereit-

reiche Prinzip der verbindlichen Mehrjährigkeit

stehen. Nach Meinung des DVF muss jedoch

muss auch auf andere Verkehrsträger übertra-

zusätzlich die echte Mehrjährigkeit bei öffentli-

gen werden.

chen Verkehrsinfrastrukturbudgets eingeführt

Festgestellte Verschlechterung der Verkehrsinfrastruktur
Frage: Wodurch macht sich die Verschlechterung der Infrastruktur in Ihrem Alltag bemerkbar?
Angaben in Prozent der Befragten

Quelle: infasUmfrage im Auftrag
des DVF, März 2014

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Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

Informationslücke schließen

gefolgt von Frankreich (17 Prozent) und Spanien

Ein weiterer Systemfehler sind die fehlenden

(16 Prozent). Dabei sind ÖPP eine etablierte Be-

oder unzureichenden Informationen über den

schaffungsform, die es im Verkehrsbereich aus-

Zustand und die Nutzung der Verkehrsinfra-

zubauen gilt, soweit ökonomische Vorteile be-

struktur. Als Folge werden gar keine oder die

stehen und wie es auch der Koalitionsvertrag

falschen Entscheidungen getroffen: Der Verfall

vorsieht. Daher sollte bei jedem Infrastruktur-

von Brücken und Verkehrswegen wurde zu spät

projekt ein Wirtschaftlichkeitsvergleich zwischen

erkannt, weil der Zustand der Bauwerke bilanz-

herkömmlicher Beschaffung und ÖPP erfolgen,

technisch gar nicht und ingenieurtechnisch nur

um die jeweils günstigere Variante einzusetzen.

unzureichend erfasst worden war. Zum heutigen

Hierbei muss darauf geachtet werden, dass bei

Zeitpunkt gibt es keine konsolidierte Schwach-

einer herkömmlichen Beschaffung durch die

stellenanalyse, die die wichtigsten Investitions-

öffentliche Hand entsprechend einem soliden

ziele nennt. Darüber hinaus gibt es kaum Infor-

Public Sector Comparator (PSC) die gleiche Leis-

mationen, um Investitionen im Nachhinein hin-

tung und Qualität, wie bei einer ÖPP-Lösung

sichtlich ihrer Auswirkung auf den Verkehrsfluss

vorausgesetzt werden.

zu bewerten. Die
öffentliche Hand investiert somit blind. Das
DVF fordert, das
Problem mit einem

»Die Bundesregierung investiert eindeutig zu wenig in die
Infrastruktur. Wer Sanierungen auf die lange Bank schiebt,
muss später mehr ausgeben.«

regelmäßigen Verkehr-

Dr. Gesine Lötzsch, MdB,

sinfrastrukturbericht zu

Vorsitzende des Haushaltsausschusses

lösen, der zunächst als
Grundlage für die Investitionsplanung und Priori-

Mit den Verfügbarkeitsmodellen (sogenannte

sierung dient und im Nachhinein auch eine Er-

V-Modelle) bei den Bundesfernstraßen hat der

folgskontrolle ermöglicht. Darüber hinaus erfüllt

Bund nun ein handhabbares Konzept für den

er ein Frühwarnsystem durch kaufmännische

Ausbau und Unterhalt von Teilabschnitten durch

Elemente wie die doppiksche Buchführung und

ÖPP etabliert. Das für den Betreiber nicht hand-

sichert eine ordentliche Erfassung und laufende

habbare Verkehrsmengenrisiko wurde bewusst

Bewertung der Infrastruktur als Kapitalstock

entschärft, indem der Betreiber nach der Ver-

unserer Volkswirtschaft.

fügbarkeit der Strecke entlohnt wird.
Besonders interessant für die Zukunft ist nach

ÖPP stärken

Auffassung des DVF die Möglichkeit zur finan-

Künftig muss die Privatwirtschaft noch stärker

ziellen Beteiligung institutioneller Investoren durch

bei der Durchführung von Verkehrsinfrastruktur-

Projektanleihen, wie dies bei der A7 umgesetzt

projekten eingebunden werden. Öffentlich-Pri-

wurde. Eine ÖPP kann so den Anlagedruck sei-

vate-Partnerschaften (ÖPP) sind längst kein

tens der Pensionsfonds und Versicherungen mit

Experimentierfeld mehr, sie haben bereits im

dem Infrastrukturausbau zusammenführen. Da

Hochbau und bei Verkehrsinfrastrukturprojekten

der Risikoverlauf bei Verkehrsinfrastrukturpro-

ihre Leistungsfähigkeit beweisen können. Bisher

jekten günstiger als bei Firmenbonds ist, sehen

hinkt Deutschland jedoch bei der Umsetzung

vor allem diese langfristig denkenden Investoren

von ÖPP gegenüber dem europäischen Ausland

Potenziale. Allerdings ist es wichtig, auch hier

hinterher: Deutschland hat – bezogen auf die

eine Planungssicherheit herzustellen und einen

Summe der europäischen ÖPP-Projekte – einen

kontinuierlichen »Dealflow« über einen langen

Marktanteil von 3 Prozent. Spitzenreiter ist

Zeitraum und in ausreichendem Volumen sicher-

Großbritannien mit 28 Prozent Marktanteil,

zustellen.
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Report 2014/2015
Standort und Märkte

STANDORT
UND MÄRKTE

In der Europäischen Union (EU) leben 505 Millionen Menschen, die in 28 Mitglieds staaten
ein Bruttoinlandsprodukt von 13 Billionen Euro erwirtschaften. Deutschland ist hier mit
2,7 Billionen Euro die größte Volkswirtschaft. Weltweit ist die Bundes republik immer noch
einer der führenden Wirtschaftsstandorte. Damit dies so bleibt, müssen unter anderem faire
Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer geschaffen werden – auch für den
Verkehrssektor.

Zu Beginn der neuen Legislaturperiode des Euro-

Schienenmarkt ist fragmentiert und durch natio-

päischen Parlaments (EP) und der neuen Amts-

nalen Protektionismus gekennzeichnet. Der Er-

zeit der Europäischen Kommission hat das DVF

folg des einheitlichen europäischen Eisenbahn-

seine Positionen und Handlungsempfehlungen

markts hängt vom diskriminierungsfreien Netz-

in die verkehrspolitische Diskussion in Brüssel

zugang und Betrieb für alle Teilnehmer ab und

eingebracht. Ein wesentlicher Aspekt darin ist

nicht von der Unternehmensform der Verkehrs-

die Vollendung des europäischen Binnenmarkts.

unternehmen. Daher müssen die Vorschläge der

Denn einheitliche Märkte brauchen einheitliche

EU-Kommission im sogenannten 4. Eisenbahnpaket zur Liberalisierung des Schienenver-

»Mittelfristig ist eine zentrale europäische Zugzulassung für ganz
Europa unabdingbar. Wir unterstützen deshalb ausdrücklich,
dass die Grundlage dafür momentan im 4. Eisenbahnpaket
erarbeitet wird.«

kehrsmarktes schneller
umgesetzt werden.
Diese umfassen einen
technischen und einen

Dr. Jochen Eickholt,

politischen Teil. Über

CEO Mobility, Siemens AG

den technischen Teil,
der die mehr als

Regeln – das gilt ganz besonders für die Ver-

11.000 unterschiedlichen eisenbahnrechtlichen

kehrsbranche. Allerdings herrschen noch erheb-

Vorschriften in den EU-Mitgliedsstaaten anglei-

liche Diskrepanzen zwischen den nationalen

chen will, besteht weitgehend Einigkeit. Das

Märkten, beispielsweise im Eisenbahnbereich.

DVF plädiert dafür, den technischen Teil unabhängig vom politischen Teil rasch umzusetzen.

EU-weiten Eisenbahnraum voranbringen

Denn für grenzüberschreitende Schienenverkehre

Im europäischen Schienenverkehr ist nicht nur

müssen das europäische Sicherheitszertifikat und

die technische Harmonisierung, sondern auch

die europäische Zugzulassung schnellstmöglich

die Marktöffnung überfällig. Der europäische

eingeführt werden. Dabei muss die Rolle der

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STANDPUNKT
Ke r n a u fg a b e n f ü r d i e E u ro p ä i s c h e Ko m m i s s i o n :
Infrastrukturfinanzierung sicherstellen: ausreichende

für alternative Kraftstoffe unterstützen, Europäischen Maut-

Finanzierung für Projekte mit europäischem Mehrwert

dienst ausbauen

sichern und Projekte zügig umsetzen, neue Finanzierungs-

Einheitlichen europäischen Eisenbahnraum schaffen:

instrumente erproben und anwenden, Nutzereinnahmen in

4. Eisenbahnpaket abschließen, diskriminierungsfreien

Verkehrsinfrastruktur reinvestieren

Netzzugang und Betrieb sicherstellen, Doppelbelastungen

Nachhaltige Mobilität unterstützen: Klimaschutzziele

im Schienenverkehr durch ETS und Energiesteuern beseiti-

wettbewerbsgerecht ausgestalten, europaweite Brems-

gen, ERTMS unterstützen

umrüstung bei Schienengüterwagen forcieren, CO2-Moni-

Luftverkehrsstandort Europa sichern: faire Wettbewerbs-

toring in der Schifffahrt auf eine internationale Basis stellen

bedingungen im internationalen Luftverkehr schaffen,

Digitale Mobilität voranbringen: Open-Data-Ansatz aus-

Einbeziehung des Luftverkehrs in den Emissionshandel

bauen, Vorteile von Galileo weiter ausbauen, nationale und international regeln, Single European Sky umsetzen
europäische Cybersicherheitsstrategien zusammenführen,

Zukunftsfähigkeit von Häfen und Logistik stärken:

Überregulierung bei Informations- und Buchungsangeboten Hafenregulierung und Beihilferichtlinien marktgerecht abim Mobilitätsbereich vermeiden

schließen, Sicherheitsmaßnahmen global deckungsgleich

Straßenverkehr richtungsweisend ausgestalten: Emis-

gestalten, Paketmarkt im freien Wettbewerb belassen

sionsziele wettbewerbsgerecht ausgestalten, Infrastruktur

13

Report 2014/2015
Standort und Märkte

Europäischen Eisenbahnagentur als zentraler

Änderung eisenbahnrechtlicher Vorschriften

Anlaufstelle für die Ausstellung von Sicherheits-

(9. ERÄG) präsentiert. Danach sollen künftig alle

zertifikaten und Zuggenehmigungen gestärkt

notwendigen Prüfungen auf zertifizierte private

werden.

Stellen wie DEKRA oder TÜV übertragen werden
können. Dadurch wird das Eisenbahnbundesamt

Ausschreibungen transparent gestalten

(EBA) entlastet. Das DVF begrüßt den Gesetzes-

Im internationalen Kontext muss sich die EU

entwurf. Darüber hinaus hat das DVF vorgeschla-

offensiver für faire Wettbewerbsbedingungen

gen, dass die Akkreditierung der Prüfgesellschaf-

einsetzen und sich in den Verhandlungen zu

ten in Deutschland in Zusammenarbeit zwischen
der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH

»Um das Verfahren der Zulassung von Eisenbahnfahrzeugen in Deutschland zu beschleunigen, ist eine grundlegende Reform notwendig. Künftig sollen u. a. unabhängige Stellen mit Prüfaufgaben in den Zulassungsprozess eingebunden werden.«
Enak Ferlemann MdB,
Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur

und dem EBA erfolgen
sollte. Das stärkt die
internationale Vergleichbarkeit und
Akzeptanz von Konformitätsbewertungen
und damit die Wettbe-

Handelsabkommen mit Drittstaaten für transpa-

werbsfähigkeit der deutschen Bahnindustrie.

rente Ausschreibungsverfahren im Schienenver-

Der Gesetzesentwurf wird voraussichtlich Mitte

kehr starkmachen. Bislang fehlt es nämlich an

des Jahres 2015 vom Deutschen Bundestag ver-

einer ausreichenden Transparenz bei Ausschrei-

abschiedet; anschließend müssen konkrete

bungsprozessen in manchen Drittstaaten. Vor

Regelungen auf dem Verordnungsweg festge-

allem sind es Sicherheitsanforderungen, die als

legt werden.

Marktzugangsbarriere empfunden werden. Solche
Standards sind bislang nicht ausreichend definiert,

Ordnungsrahmen fair gestalten

sodass die europäischen Anbieter bei internatio-

Das DVF begrüßt, dass die neue Europäische

nalen Ausschreibungen nicht darauf eingehen

Kommission den Luftverkehrsstandort Europa

können und faktisch vom Wettbewerbsverfah-

mit einem gezielten Maßnahmenprogramm stär-

ren ausgeschlossen werden. Andersherum kön-

ken will. Die EU muss mit einer stringenten und

nen internationale Anbieter längst auf dem euro-

umfassenden Strategie ihren Beitrag dazu leis-

päischen Schienenmarkt mitbieten.

ten, dass die europäischen Fluggesellschaften
und Flughäfen international wettbewerbsfähig

Zugzulassung erleichtern

bleiben. Die Europäische Kommission hat zutref-

Das bisher langwierige Verfahren zur Zugzulas-

fend festgestellt, dass sich das Wachstum im

sung hatte nicht nur negative Folgen für die

Weltluftverkehr aus der EU weg und hin zur

Fahrgäste, sondern auch für die Wettbewerbs-

Golfregion, in Nachbarstaaten außerhalb der EU

fähigkeit der deutschen Bahnindustrie. Deshalb

und nach Asien verlagert. Darum muss sich auch

hat sich die Bundesregierung im Koalitionsver-

die Brüsseler Politik mit Nachdruck für einen

trag dazu verpflichtet, die bis dahin eingeleite-

nachfragegerechten Infrastrukturausbau und für

ten Schritte zur Beschleunigung und effizienten

wettbewerbsfähige Betriebszeiten an den Flug-

Gestaltung der Zulassungsverfahren für Schie-

häfen Europas einsetzen. Einseitige Belastungen

nenfahrzeuge fortzusetzen und die gesetzlichen

der europäischen Luftverkehrsunternehmen sind

Grundlagen dafür zu schaffen. Am 3. Septem-

abzubauen. Last but not least muss auch mit der

ber 2014 hat das Bundesministerium für Verkehr

konsequenten Umsetzung des Single European

und digitale Infrastruktur den Gesetzentwurf zur

Sky (SES) die Effizienz des Luftverkehrssystems in

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Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

Europa weiter erhöht werden. Das DVF setzt sich

Flughäfen, des verzögerten Infrastrukturausbaus

dafür ein, dass der SES als europäisches Leucht-

und eines einseitigen, europäischen Emissions-

turmprojekt ambitioniert weiterverfolgt
wird. Leitmotiv aller
Maßnahmen muss die
Zielsetzung sein, die
Wettbewerbsposition

»Wir wollen, dass Deutschland als internationaler Luftverkehrsstandort wieder an die Spitze des Weltluftverkehrs rückt:
Die stärkste Volkswirtschaft Europas hat die schwächste
Dynamik als Luftverkehrsstandort – da stimmt etwas nicht.«

der heimischen Fluggesellschaften und

Carsten Spohr,
Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Lufthansa AG

Flughäfen durch verbesserte Standortbedingungen und einen fairen

handels, hat der Luftverkehrsstandort Deutsch-

internationalen Ordnungsrahmen dauerhaft

land in den letzten Jahren deutlich an internatio-

abzusichern.

naler Wettbewerbsfähigkeit eingebüßt. Das DVF
hat deshalb in allererster Linie bei Bund, Ländern

Luftverkehrskonzept erarbeiten

und der EU auf den Abbau dieser einseitigen

Durch eine Vielzahl unterschiedlicher Hemmnisse,

Belastungen gedrängt. Der Koalitionsvertrag der

wie der nationalen Luftverkehrssteuer, der Ein-

Regierungsfraktionen im Bund enthält dazu

schränkungen der Betriebszeiten an wichtigen

wichtige Ansatzpunkte – so vor allem die klare

15

Report 2014/2015
Standort und Märkte

Absage an generelle Nachtflugverbote und den

Meinung des DVF müssen die EU-Vorgaben da-

Auftrag zur Erarbeitung eines Nationalen Luft-

her gelockert werden, um den EETS – zunächst

verkehrskonzepts. Das Luftverkehrskonzept soll

konzentriert auf die wichtigsten Transitländer im

im Laufe des Jahres 2015 vorgelegt werden.

Straßengüterverkehr – schrittweise auszubauen.

Es muss vor allem einen verlässlichen Rahmen
für die langfristige Weiterentwicklung der Flug-

Tarifeinheit stärken

hafeninfrastruktur und die Absicherung der

Bereits 2014 hat das DVF vor ernsten Beein-

Betriebszeiten setzen. Das DVF fordert außer-

trächtigungen des Verkehrssystems durch plan-

dem unverändert die sofortige Abschaffung der

mäßige und abwechselnde Streiks im deutschen

Luftverkehrssteuer, denn sie schwächt die wirt-

Schienen- und Luftverkehr gewarnt. Die Entwick-

schaftliche Leistungsfähigkeit und Investitions-

lung ist im Herbst genau so eingetreten: 2014

kraft der deutschen Luftverkehrsunternehmen in

haben die Vereinigung Cockpit, die GDL und
ver.di 18 Streiks mit
insgesamt 29 Streik-

»Das Luftverkehrskonzept ist keine Plattform für
unausgewogene Vorschläge. Deutschland braucht weiterhin
Wachstum und das erfordert auch große Infrastrukturprojekte.«
Arnold Vaatz MdB,
Stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag

tagen durchgeführt.
Die Vielzahl von Spartengewerkschaften,
die jeweils Partikularinteressen verfolgen,
stellt den Verkehrssektor und seine

einer ausgesprochen kritischen Wettbewerbs-

Kunden inzwischen vor erhebliche Probleme.

lage. Mit ihrer Abschaffung würde der Bund

Die Arbeitskämpfe werden auf dem Rücken

einen unabdingbaren Beitrag zur Zukunftssiche-

von Reisenden, berufstägigen Pendlern und der

rung des deutschen Luftverkehrs und seiner

gesamten Wirtschaft ausgetragen. Die Bundes-

Arbeitsplätze leisten.

regierung hat daher im Dezember 2014 einen
Gesetzentwurf vorgelegt, der die Tarifeinheit

Europäischen Mautdienst ankurbeln

stärken soll. Das DVF setzt sich dafür ein, den

Der europäische elektronische Mautdienst

Entwurf zügig im Deutschen Bundestag zu be-

EETS (European Electronic Toll Service) soll den

schließen. Um die massiven Auswirkungen von

Nutzern einen Zugang zum mautpflichtigen

Streiks auf unbeteiligte Dritte abzumildern, wären

europäischen Straßennetz bei einem der zuge-

außerdem gesetzlich festgelegte Spielregeln für

lassenen EETS-Dienstleister mit nur einem Ver-

Tarifkonflikte in kritischen Verkehrsinfrastruk-

trag und nur einem Bordgerät ermöglichen.

turen notwendig. Deutschland hat ein hoch ent-

Dieser Mautdienst ergänzt also die nationalen

wickeltes Verkehrssystem, das zuverlässig blei-

elektronischen Mautdienste der jeweiligen

ben muss. Dafür brauchen wir klare Verhältnisse

Mitgliedsstaaten. Das soll dazu führen, dass der

und Vernunft in der Tarifpartnerschaft.

grenzüberschreitende Straßengüterverkehr nicht
durch die Systemgrenzen der nationalen Maut-

Güterverkehr effektiv schützen

erhebungssysteme behindert wird. Die Umset-

Das BMVI hat gemeinsam mit Wirtschaft und

zung des EETS in den EU-Mitgliedsstaaten und

Verbänden, darunter auch dem DVF, eine Sicher-

die Harmonisierung der Mautsysteme müssen

heitsstrategie für die Güterverkehrs- und Logis-

dazu vorangetrieben werden. Das Geschäfts-

tikwirtschaft erarbeitet. Zwar ist das bisherige

modell einer kompletten Abdeckung Europas

Sicherheitsniveau in Deutschland bereits hoch,

durch potenzielle Dienstleister (EETS-Provider) ist

dennoch besteht Verbesserungsbedarf bei zwei

mangels Nachfrage noch nicht tragfähig. Nach

Aspekten:

16

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

■

Das Schutzsystem ist punktuell und wenig miteinander vernetzt.

■

Der präventive Schutz steht im Vordergrund, insbesondere vor terroristischen Anschlägen. Für die Bewältigung eines Krisenfalls wurde jedoch
wenig getan.

Ziel der Sicherheitsstrategie ist daher, die Steuerungs- und Koordinierungsfähigkeit in der verkehrsträgerübergreifenden Gefahrenabwehr auszubauen.
Diese Maßnahmen wurden im Aktionsplan Güterverkehr und Logistik verankert und verfolgen einen risikobasierten Ansatz, um die Belastung des
Verkehrs- und Warenflusses gering zu halten. Nach Auffassung des DVF
muss die Sicherheitsstrategie auch eine Risikoanalyse liefern und differenzierte Schutzziele definieren.
Die Umsetzung der Maßnahmen umfasst sechs Handlungsfelder:

Vignette (zeitabhängige Gebühr)

keine Abgabe oder Bemautung

■

Stärkung der Widerstandsfähigkeit

■

Verfolgung risikobasierter Ansätze

■

branchenübergreifendes Sicherheitsverständnis

■

Zusammenarbeit und Dialog

■

Bewusstsein und Wissen der Akteure

elektronische Bemautung landesweit (entfernungsabhängige Gebühr) in Vorbereitung

■

internationale Zusammenarbeit

Quelle: Deutsche Post DHL; DVF

elektronische Bemautung landesweit
(entfernungsabhängige Gebühr)
Maut mit physischen Mautstellen
(entfernungsabhängige Gebühr)

Uneinheitliche LKW-Mautsysteme in der EU

17

Report 2014/2015
Energie und Umwelt

ENERGIE
UND UMWELT

Ganz gleich ob Hersteller oder Nutzer, Personenverkehr oder Gütertransport, individuelle
Mobilität oder öffentlicher Verkehr – der Mobilitätsstandort Deutschland steht für ein
Höchstmaß an Leistungsfähigkeit, Vernetzung und Nachhaltigkeit. Die Verkehrswirtschaft
trägt zum Klimaschutz bei – und sie setzt sich ehrgeizige Ziele zur Reduktion von Verkehrs lärm. Im Gegenzug braucht die Branche faire internationale Rahmenbedingungen, Verlässlichkeit und gesellschaftliche Akzeptanz für Zukunftsinvestitionen.

Die Elektromobilität ist für den Markthochlauf

mehr Nachhaltigkeit, aber auch um eine ver-

bereit. Hybridantriebe für schwere Nutzfahr-

nünftige Balance zwischen Ökonomie und Öko-

zeuge werden entwickelt und die Wettbewerbs-

logie – damit der Mobilitätssektor auch in Zu-

fähigkeit von Erdgasantrieben wird weiter er-

kunft seine Kraft als Katalysator für Arbeits-

höht. Mit der Fahrzeugautomatisierung zeichnen

plätze und Wertschöpfung in Deutschland

sich bereits die nächsten Schritte ab, die unsere

entfalten kann.

Mobilität auf der Straße künftig nachhaltiger
und sicherer machen. Gleichzeitig baut der

Aktionsprogramm Klimaschutz 2020

Schienenverkehr den Einsatz von grünem Bahn-

Deutschland hat sich ein sehr ambitioniertes

strom kontinuierlich aus. Die Häfen sind bereit

nationales Klimaziel gesetzt: Bezogen auf das

zum Startschuss für die Flüssiggas (LNG)-Infra-

Jahr 1990 sollen die CO2-Emissionen bis 2020

struktur. Der Luftverkehr setzt auf den Marktein-

um 40 Prozent gesenkt werden. Um die verblei-

stieg für Biokerosin, noch effizientere Triebwerke

bende Lücke über alle Sektoren zu schließen,
hat die Bundesregierung im Aktionspro-

»Autonom fahrende Lkws bieten große Chancen für den Güterverkehr.
Sie machen die Straßen sicherer und senken Betriebskosten
sowie CO2-Emissionen. Bei den Rahmenbedingungen ist vor
allem die Politik gefragt. Wir beteiligen uns aktiv an diesem
Diskurs.«
Dr. Wolfgang Bernhard,
Mitglied des Vorstands, Daimler AG, Daimler Trucks and Buses

gramm Klimaschutz
2020 eine Reihe zusätzlicher Maßnahmen
aufgelistet. Für den
Bereich Mobilität enthält das Programm drei
entscheidende Ansatzpunkte: die gezielte

und den Single European Sky. Voraussetzung für

Weiterentwicklung der Infrastruktur, die Stär-

den langfristigen Erfolg ist ein Gleichklang von

kung des öffentlichen Personenverkehrs und

Verkehr, Umwelt und Wirtschaft. Es geht um

den Ausbau neuer Antriebe und Kraftstoffe.

18

STANDPUNKT
Ke r n p u n k t e K l i m a s c h u t z i m Ve r ke h r s s e k t o r b i s 2 0 2 0 :
■

Erfolgreicher Hochlauf der Elektromobilität,

■

Einsatz von nachhaltigem Flugkraftstoff auf

■

Mehr Systemeffizienz durch beschleunigte

■

Verkehrsinfrastruktur sanieren sowie Knoten

die Biokraftstoffquote anrechnen

flankiert von Sonderabschreibung, öffentlicher Beschaffung und Kooperationsmodellen

Umsetzung von SES, ERTMS, IVS

für den Ausbau der Ladeinfrastruktur
■

■

Ausweitung der Erdgasmobilität durch
Planungssicherheit bei der Steuerbe-

und Achsen gezielt ausbauen, Steigerung der

günstigung ab 2018

Haushaltsmittel, Reform der Finanzierung und

Zusätzliche Effizienzanreize im Straßengüterverkehr durch Euro-VI-Mautklasse und

■

Absicherung der Akzeptanz
■

Optimierung der Schnittstellen zwischen den

VECTO-Effizienzlabel

Verkehrsträgern und Ausbau der digitalen

Anteil grünen Bahnstroms erhöhen und

Vernetzung

steuerlich kompensieren, EEG-Umlage für den
Schienenverkehr absenken

19

Report 2014/2015
Energie und Umwelt

Diese Ansatzpunkte müssen konsequent umge-

Maßnahmen auf, die kurzfristig umzusetzen

setzt werden, um die CO2-Emissionen im Ver-

sind, um den Markthochlauf zum Erfolg zu

kehrssektor dauerhaft abzusenken. Denn die

machen. Um die Hürde des gegenwärtig noch

vom Mobilitätsbereich erwartete Reduktion um

hohen Anschaffungspreises zu überwinden,

10 Millionen Tonnen CO2-Äquivalent ist kein

muss gewerblichen Nutzern die Möglichkeit

Selbstläufer. Dies hat das DVF-Präsidium auch in

einer Sonderabschreibung eingeräumt werden.

einem Gespräch mit Bundesumweltministerin

Auch Beschaffungsinitiativen der öffentlichen

Dr. Barbara Hendricks deutlich gemacht.

Hand müssen jetzt an den Start gehen. Der Aufbau der erforderlichen Ladeinfrastruktur benö-

Durch hohe Investitionen in Effizienztechno-

tigt eine Flankierung durch geeignete Förder-

logien leisten alle Verkehrsträger bereits heute

instrumente. Diese Maßnahmen und Instru-

einen erheblichen Beitrag zur Absenkung oder

mente erfüllen wichtige Aufgaben, denn alle

Eindämmung der Emissionen. Allerdings darf die

Standorte, die im Wettbewerb um den Leitmarkt
mit Deutschland konkurrieren, setzen aktiv

»Wir brauchen einen beherzteren Vorstoß für mehr E-Mobilität:
Der Markthochlauf für Elektroautos kann über öffentliche und
gewerbliche Fahrzeugflotten sowie elektrisch betriebene CarSharing-Fahrzeuge gelingen.«
Stefan Kühn MdB,
Verkehrspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

an diesen Punkten an.
Das DVF hat sich
außerdem für günstige
Rahmenbedingungen
beim Betrieb leichter
elektrifizierter Nutz-

Vorreiterrolle Deutschlands beim Klimaschutz

fahrzeuge und für gezielte Anreize zur Ent-

nicht überstrapaziert werden. Nationale oder

wicklung und Anschaffung besonders umwelt-

europäische Alleingänge münden unweigerlich

schonender Antriebe in schweren Nutzfahr-

in Wettbewerbsverzerrungen; einen klimapoli-

zeugen eingesetzt. Die Steuerermäßigung für

tischen Nutzen haben sie nicht. Mobilität am

Erdgas und Autogas ab 2019 muss zügig ge-

Standort Deutschland muss nachhaltig, aber im

setzlich festgeschrieben werden, um für Her-

globalen Kontext auch attraktiv und wirtschaft-

steller und Nutzer eine verlässliche Investitions-

lich bleiben.

grundlage zu schaffen. Nicht zuletzt müssen
auch die Schnittstellen zwischen den Verkehrs-

Markthochlauf für neue Antriebe

trägern weiter verbessert und die digitale

Bei Elektroautos hat sich Deutschland durch

Vernetzung vorangetrieben werden. Alle diese

den systematischen, koordinierten Einsatz aller

Schritte greifen ineinander und machen das

Beteiligten eine gute Startposition verschafft.

Verkehrssystem in Deutschland für die Zukunft

Das neue Elektromobilitätsgesetz schafft den

noch nachhaltiger.

notwendigen Rahmen, um E-Fahrzeuge besonders zu kennzeichnen und in sinnvollen Bereichen

Häfen vor Startschuss für LNG

im Straßenverkehr zu privilegieren, zum Beispiel

Durch Vereinbarungen der Internationalen See-

durch Bevorrechtigung beim Parken und Aus-

schifffahrtsorganisation (IMO) gilt auf der Nord-

nahmen von Zufahrtsbeschränkungen. Die Bun-

und Ostsee seit dem 1. Januar 2015 ein äußerst

desländer und Kommunen müssen diese neuen

anspruchsvoller Schwefelgrenzwert von 0,1 Pro-

Möglichkeiten aktiv, ausgewogen und an die

zent. Die sogenannte SECA-Regelung (Sulphur

lokalen Erfordernisse angepasst umsetzen. Außer-

Emission Control Area) erzwingt den Einsatz

dem zeigt der 4. Fortschrittsbericht der Natio-

teurerer Kraftstoffe oder anderer Antriebs-

nalen Plattform Elektromobilität bedeutende

technologien. Die Folge sind steigende See-

20

transportkosten in diesen Fahrtgebieten und
somit politisch unerwünschte Verschiebungen im
Modal Split. Andererseits wird im Zusammenhang mit der SECA ein möglicher Aufschwung
von LNG als Schiffskraftstoff diskutiert; LNG ist
emissionsarm, ausgereift und sicher. Die Mehrkosten, der Lebenszyklus und das Nutzungsspektrum von Schiffen stellen jedoch eine hohe
Barriere für den Umstieg dar. Eine Umrüstung
der Bestandsflotten ist für die Reeder – nicht
zuletzt angesichts hoher im Markt befindlicher
Überkapazitäten – kaum rentabel. Die Häfen
wiederum warten für ihre Investitionen auf ein
klares Nachfragesignal.
Dieses Dilemma kann nur im Zusammenwirken
von Politik und Wirtschaft überwunden werden.
Mit der Gründung der Maritimen LNG-Plattform
haben die Häfen, Schifffahrtsunternehmen,
Energieversorger und Hersteller hierzu die Initiative ergriffen. Es kommt nun darauf an, die
EU-seitige Förderung aus dem Maßnahmenpaket »Clean Power for Transport« aktiv zu nutzen und eine koordinierte Unterstützung durch
Bund und Länder in die Wege zu leiten. Ziel
muss dabei sein, sowohl die LNG-Infrastruktur in
den Häfen zu etablieren, als auch die entsprechenden Antriebe für die Schifffahrtsunternehmen zu unterstützen. Denn es ist abzusehen,
dass im internationalen Wettbewerb der maritimen Branche LNG langfristig zu einem wichtigen Standortfaktor werden dürfte.
Nachhaltiger Flugkraftstoff
Auch die deutsche Luftverkehrswirtschaft kann
mit der erreichten Entkopplung von Emissionen
und Verkehrsleistung einen beachtlichen Fortschritt vorweisen. Damit die Programme zur
Beschaffung von hochmodernen Flotten finanziell erfüllbar sind, muss in allererster Linie die
Wirtschaftlichkeit des Flugbetriebs am Luftverkehrsstandort Deutschland gesichert werden.
Die Fluggesellschaften streben außerdem mit
Nachdruck den Einstieg in die Nutzung von nachhaltigem Flugkraftstoff an. Der Einsatz und die
Bereitstellung von Biokerosin sollte durch die
21

Report 2014/2015
Energie und Umwelt

Bundesregierung gezielt gefördert werden.

basierter Mechanismus zur Bepreisung von CO2

Neben der Realisierung des Single European Sky

im internationalen Luftverkehr realisiert werden

ist schließlich die Schaffung eines wettbewerbs-

kann. Es geht darum, diese Verhandlungen zum

neutralen Rahmens für den Emissionshandel von

Erfolg zu führen und eine Konfrontation zwischen der EU und
Drittstaaten zu verhin-

»Wir müssen Umweltbelange und Mobilitätsanspruch zusammenbringen. Dafür brauchen wir neben neuen Antrieben und Kraftstoffen auch eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur.«
Ulrich Lange MdB,
Verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

dern. Denn die Luftverkehrswirtschaft
braucht Klarheit und
Verlässlichkeit – und
damit keine Entscheidung in der letzten

grundlegender Bedeutung für die künftige

Minute. Das DVF hält an seiner Forderung fest,

Klimabilanz des Luftverkehrs. Vorläufig gilt wei-

bis zum Inkrafttreten einer internationalen

terhin das »Stop the clock«. Damit ist der EU-

Lösung die Einbeziehung des Luftverkehrs in

Emissionshandel – anders als geplant – nur auf

den Emissionshandel der EU vollständig auszu-

innereuropäische Flüge anwendbar. Die Inter-

setzen. Anderenfalls bleibt das Versprechen der

nationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO soll bis

Wettbewerbsneutralität weiterhin uneingelöst.

2016 klären, wie ein internationaler markt-

22

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

CO2 reduzieren

von Güterwagen auf leise Bremssysteme bereit-

Durch die konsequente Elektrifizierung, die

stellen. Außerdem hat der Bund 130 Millionen

Umstellung auf Fahrstrom aus regenerativen

Euro im Jahr 2014 für passiven Lärmschutz im

Quellen und operative Effizienzmaßnahmen hat

Schienenverkehr investiert. Eine künftige Auf-

der Schienenverkehr eine signifikante absolute

stockung wird geprüft.

CO2-Reduktion erzielt und damit seine Vorreiterrolle untermauert. Der Anteil an Ökostrom be-

Eine positive Entwicklung ist auch bei den flan-

trug bereits 2013 bei der DB AG über 35 Pro-

kierenden Maßnahmen zu verzeichnen, die das

zent. Der spezifische CO2-Ausstoß ist um 54

DVF auf europäischer Ebene fordert. Die EU hat

Prozent gegenüber 1990 gesunken. Die Aus-

im Rahmen der »Connecting Europe Facility«

lastung und Verkehrsleistung sind sowohl im

ebenfalls ein neues Förderprogramm für leise

Personen- wie auch im Güterverkehr auf der

Bremsen im Schienenverkehr aufgelegt. Damit

Schiene gestiegen. Auch beim Anteil am Modal

sind jetzt 20 Prozent der Umrüstungskosten för-

Split verzeichnet die Bahn einen leichten

derfähig – zusätzlich zum nationalen Förder-

Zuwachs.

betrag.

Um mehr Verkehr auf der Schiene zu ermögli-

Einen wichtigen Beitrag zum besseren Verständ-

chen, ist allerdings eine deutliche Aufstockung

nis der Auswirkungen von Verkehrslärm haben

der Investitionsmittel für die wichtigen Schienen-

die ersten Ergebnisse im Rahmen der sogenann-

verkehrskorridore und eine verlässliche finanziel-

ten NORAH-Studie (Noise-Related Annoyance,

le Absicherung des ÖPNV in den Ländern und

Cognition, and Health) geleistet. Die im Novem-

Kommunen erforderlich. Umweltpolitisch
kontraproduktiv ist die
Erhöhung der EEGUmlage für den
Schienenverkehr.
Durch die zusätzliche

»Lärmschutz ist ein wichtiger Beitrag zur gesellschaftlichen Akzeptanz
von Verkehrsstrukturen. Besonders im Schienenbereich werden
zukünftig weitere Anstrengungen nötig sein, um auf nationaler
und europäischer Ebene nachhaltige Rahmenbedingungen für
›leisen Schienenverkehr‹ zu schaffen.«

Kostenbelastung wird
es für die Bahn schwe-

Martin Burkert MdB,
Vorsitzender des Ausschusses Verkehr und digitale Infrastruktur

rer, ihre preisliche
Attraktivität für die Kunden zu halten oder zu

ber 2014 veröffentlichte Teilstudie hat den Ein-

verbessern. Das DVF setzt sich daher auch in

fluss des Fluglärms auf die Entwicklung und

Zukunft für die Entlastung der Schiene bei

Lebensqualität von Kindern untersucht. NORAH

Energiesteuer und EEG-Umlage ein.

gibt nicht nur einen wichtigen Impuls für die
Grundlagenforschung zur Lärmwirkung. Die

Lärmschutz verbessern

Studie kann auch ein wichtiger Schritt zur Ver-

Im Koalitionsvertrag hat die Bundesregierung

sachlichung und zu einem neuen gesellschaftli-

das ehrgeizige Ziel formuliert, den Schienenlärm

chen Konsens über Mobilität und Lärmschutz

in Deutschland bis 2020 zu halbieren. Auf natio-

sein.

naler Ebene wurden dazu bereits wichtige Instrumente umgesetzt: 2013 ist der sogenannte

Die Verkehrswirtschaft nimmt ihre Verantwortung

Schienenbonus abgeschafft und ein lärmabhän-

sehr ernst und investiert massiv in die Lärm-

giges Trassenpreissystem in Deutschland einge-

reduktion. Im Gegenzug benötigt die Branche

führt worden. Der Bund wird im Zeitraum 2016

verlässliche Rahmenbedingungen und Wachs-

bis 2020 152 Millionen Euro für die Umrüstung

tumschancen.
23

Report 2014/2015
Personenverkehr und Telematik

PERSONENVERKEHR
UND TELEMATIK

Die Bundesregierung hat in ihrer Hightech-Strategie 2020 das Ziel »Die CO 2 -neutrale, energieeffiziente und klimaangepasste Stadt« ausgerufen. Bereits heute ist es absehbar: Bis
2030 werden 30 Prozent aller Bundesbürger in Großstädten leben. Gleichzeitig sind die
Menschen in den vergangenen Jahren immer mobiler geworden. Sie haben ihren Radius im
Alltag erweitert, legen mehr Wege zurück und verwenden einen größeren Anteil ihrer täglichen Zeit darauf, unterwegs zu sein. Mit diesen Veränderungen muss die Verkehrspolitik,
aber auch die Verkehrsbranche umgehen. Die intelligente Mobilität der Zukunft muss digital,
sicher, vernetzt und individuell sein.

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird

ziert, das ist ein Minus von 6,4 Prozent. Im selben

weiterhin ein zentraler Mobilitätspartner in den

Zeitraum stiegen die Fahrgastzahlen um 7,4 Pro-

Städten sein – als Teil eines vernetzten Systems.

zent, die Kosten sogar um rund 12 Prozent.

Allerdings gibt es eine Diskrepanz in der Leistung
des ÖPNV: zwischen seiner öffentlichen Würdi-

Und dabei sind in vielen Städten U-, S- und

gung einerseits und seiner politisch vereinbarten

Straßenbahnen und ihre Infrastruktur über

finanziellen Ausstattung durch Investitionsmittel

30 Jahre alt. Allein der Nachholbedarf für den
Erhalt der entsprechenden Fahrwege wird auf

»In Baden-Württemberg werden die Entflechtungsmittel vollständig zweckgebunden verwendet. Die Regionalisierungsmittel werden bei uns im Land vollständig für den SPNV
ausgegeben, sie reichen aber nicht.«

mindestens 4 Milliarden Euro geschätzt,
der sich jährlich um
500 Millionen Euro

Winfried Hermann,

erhöht. Aufgrund der

Minister für Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-Württemberg

steigenden Nachfrage
muss das ÖPNV-

andererseits. So nutzen derzeit in Deutschland

Angebot sogar erhöht werden – das würde

rund 28 Millionen Menschen täglich die öffentli-

zusätzlich 1,9 Milliarden Euro Investitionen er-

chen Verkehrsmittel. Das entlastet die Stadt-

fordern.

zentren von etwa 20 Millionen Pkw-Fahrten.
Angesichts der Planungsvorläufe von mehreren
Finanzierung sichern

Jahren müssen sich Bund und Länder schon

Die höhere ÖPNV-Leistung steht nicht mehr im

heute auf die Fortschreibungsmodalitäten des

vertretbaren Verhältnis zu den sinkenden Zahlun-

sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungs-

gen der öffentlichen Hand der letzten 10 Jahre:

gesetzes (GVFG) und der Entflechtungsmittel ab

Diese wurden um fast 250 Millionen Euro redu-

2020 einigen.

24

STANDPUNKT
H e m m n i s s e f ü r i n t e l l i g e n t e M o b i l i t ät b e s e i t i g e n :
Daten: Sicherung der Verfügbarkeit

kehrsunternehmen und Endkunden

überwinden; Suche nach geeigneten

von aktuellen Mobilitätsdaten über alle ausreichend mit Mobilitätsdiensten zu

Kostenträgern und bessere

Verkehrsträger-, Unternehmens- und

Vermarktung von Dienstleistungen

versorgen

Verwaltungsgrenzen; Ausbau von

Standardisierung: Schrittweiser

Infrastruktur: Erneuerung oder

Open Data und Mobilitätsdatenmarkt-

Ausbau von existierenden De-facto-

Anpassung der vorhandenen Tele-

platz

Standards, da die Vielzahl von

matik-Infrastruktur wie Signaltechnik

Datenschutz und Datensicherheit:

Dienstleistungen, Datenformaten,

oder Verkehrsinformationssysteme,

Schaffung von Transparenz und gesetz- Prozessen und Akteuren auf dem

um Investitions- und Entwicklungs-

lichem Rahmen für solide Vertrauens-

Mobilitätsmarkt die Integration der

hemmnisse zu beseitigen

basis beim Nutzer, zum Beispiel für die

Angebote verhindert

Rechtsrahmen: Ergänzung und An-

anonymisierte Verwendung der vor-

Bezahldienste: Abrechnung und inter- passung des gesetzlichen und regulato-

handenen Daten zu Prognosezwecken; modales Ticketing zwischen verschie-

rischen Rahmens für die intelligente

Datensicherheit (Cybersecurity) muss

Mobilität.

denen Dienstleistern ermöglichen

mit der fortschreitenden Digitalisierung Kostenträgerschaft: Mangelnde

Digitale Datengrenzen: Überwindung

Schritt halten

der digitalen Datengrenzen zwischen

Zahlungsbereitschaft und Akzeptanz

Datennetz: Sicherung von Bandbreiten der Endkunden für Zusatzdienst-

Bundesländern, EU-Staaten oder selbst

im Mobilfunk- und Festnetz, um Ver-

Nachbargemeinden

leistungen wie Verkehrsinformationen

25

Report 2014/2015
Personenverkehr und Telematik

Bisher erhalten die Länder und Kommunen

ausgelaufen. Das DVF fordert analog zur Eini-

1,33 Milliarden Euro jährlich vom Bund zur

gung der Länderverkehrsminister, dass die

direkten Förderung von Verkehrsinfrastruktur-

Regionalisierungsmittel schnellstmöglich von

projekten aus dem Entflechtungsgesetz. Zusätz-

7,3 auf 8,5 Milliarden Euro angehoben und vor

lich zahlt der Bund den Ländern 330 Millionen

allem mit mehr als den bisherigen 1,5 Prozent

Euro für Investitionen in kommunale Verkehrs-

dynamisiert werden müssen. Ohne diese Gelder

wege um so den Betrieb des ÖPNV zu gewähr-

und ohne die Unterstützung des SPNV werden

leisten (Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz).

die Städte in der Zukunft im Stau stecken.

Nach Meinung des DVF sollten die Mittel aus

Die Länderverkehrsminister haben im 2. Halb-

dem GVFG der Zweckbindung für den ÖPNV

jahr 2014 ein gemeinsames Konzept für die an-

unterliegen und nicht nur für den Neubau oder

stehende Fortschreibung der Finanzierung des
SPNV ab 2015 durch
den Bund erarbeitet.

»Bund, Länder, Kommunen und Aufgabenträger müssen den
ÖPNV als Standortfaktor für lebenswerte Kommunen sehen
und ihn entsprechend fördern.«
Dr. Sigrid Nikutta,
Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb, Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), AöR

Darin ist neben einer
Dynamisierung von
2 Prozent die Übernahme von Trassen- und
Stationspreissteigerungen durch den

Ersatzneubau, sondern auch für den Erhalt der

Bund geplant. Ebenso wurde mit dem soge-

bestehenden Infrastruktur verwendet werden.

nannten Kieler Schlüssel ein neuer Ansatz für

Grundsätzlich sollte stets die Überlegung maß-

die Aufteilung der Regionalisierungsmittel unter

geblich sein, ob ein Neubau, beispielsweise einer

den Ländern vorgeschlagen. Seit Januar 2015

U-Bahn, langfristig auch im Erhalt von der Ge-

wird die Debatte über die Regionalisierungs-

meinde oder Kommune finanziert werden kann.

mittel im Bundestag und mit den Bundesländern

Gleichzeitig ist es wichtig, dass die Bundesländer

fortgeführt. Die Bundesregierung sieht trotz For-

sich verpflichten, die zugewiesenen Finanzmittel

derung der Bundesländer für 2015 keine Erhöh-

tatsächlich für die kommunalen Verkehrswege

ung der Summe und keine Dynamisierung vor.

zu verwenden und dies gegenüber dem Bund

Völlig offen ist ferner, wie die Mittel ab 2016

nachweisen.

gestaltet sein werden. Dadurch sind die Bundes-

Auch der Betrieb des Schienenpersonennahver-

länder zu Abbestellungen ihrer SPNV-Leistungen

kehrs (SPNV) steht auf dem politischen Prüf-

gezwungen. Das DVF hat dieses Vorgehen heftig

stand, denn diese Finanzmittel sind Ende 2014

kritisiert. Der Kieler Schlüssel sowie die Aufstockung und Dynamisierung der Mittel sind

Quelle:
Bundesnetzagentur,
Marktuntersuchung
Eisenbahnen 2013,
S. 31; Statistisches
Bundesamt, Fachserie 17 Reihe 2, lfd.
Nummer 175 bzw.
619 und Fachserie 16
Reihe 4.3,
WZ H 49 bzw. seit
2010 H 49,3

notwendige Schritte,
die Zukunft des SPNV
zu sichern. Beides
muss daher unverzüglich umgesetzt werden
und darf nicht zur
Verhandlungsmasse
zwischen Bund und
* exemplarisch für eine SPNV-typische Streckenkategorie
(DB Netz AG)

26

Ländern werden.

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

Fünften Verkehrsträger ausbauen

Intelligente Steuerung forcieren

Das DVF hat sich als Mobilitätsverband der deut-

Schon heute wird Mobilität in vielen Bereichen

schen Wirtschaft schon frühzeitig für das Thema

intelligent gesteuert. Moderne Leit- und Siche-

intelligente Mobilität stark gemacht. Als soge-

rungstechnik sorgt dafür, dass Verkehrsmittel

nannter fünfter Verkehrsträger unterstützen die

auf der richtigen Strecke, mit der optimalen,

Informations- und Kommunikationstechnologien

energieeffizienten Geschwindigkeit und im

und die damit verbundenen Dienstleistungen die

optimalen Abstand zueinander unterwegs sind.

physische Mobilität und machen sie effizienter,

Notrufsysteme informieren bei einem Unfall

nachhaltiger, sicherer und bedarfsgerechter.

Rettungskräfte und warnen andere Verkehrsteilnehmer automatisch vor Gefahrenstellen.

Die Mobilitätsdienstleister werden in den Städten weniger im Wettbewerb als vielmehr sich

Intelligenten und vernetzten Systemen gehört

gegenseitig ergänzend unterwegs sein. Die

die Zukunft: Sie machen den Verkehr künftig

Nutzer werden sich und ihre Verkehrsmittel

noch effizienter, nachhaltiger und sicherer. Und

spontan vernetzen, ihre Wege entsprechend

sie tragen dazu bei, die Nutzung knapper Infra-

variabel und dem Bedarf nach gestalten. Mobi-

strukturkapazitäten noch besser auszusteuern.

lität wird also künftig immer »intelligenter« wer-

Möglich wird dies durch die Satellitennavigation

den müssen.

GPS/Galileo, das europäische Zugleit- und Siche-

27

Report 2014/2015
Personenverkehr und Telematik

rungssystem ETCS/ERTMS, durch SESAR als tech-

Verspätungen im ÖPNV sowie auf Verkehrsprog-

nologische Säule des Single European Sky und

nosen. Kommt es bei einer Autofahrt unvorher-

durch das River Information System. Auch im

gesehen zu Staus, können Umfahrungen oder

Straßenverkehr sollten die vielversprechenden

Parkplätze und Umsteigemöglichkeiten zum

Ansätze beim automatisierten Fahren schrittwei-

ÖPNV angeboten werden. Ein elektronisches

se entwickelt werden.

Ticket erschließt alle Verkehrsmittel. Bei all diesen Entwicklungen gibt es ein wichtiges Binde-

Einen wichtigen Durchbruch konnte die EU Ende

glied: Das Smartphone ist der »Zündschlüssel

2014 beim Thema eCall verzeichnen: Nach lan-

der Zukunft«. Hier laufen multimodale Informa-

gem Vorlauf haben sich der EU-Verkehrsminister-

tionen zusammen, es wird navigiert, der Park-

rat und das Europäische Parlament über die ver-

platz gebucht und bezahlt, Car-sharing reser-

pflichtende Einführung des öffentlichen Notruf-

viert, ein Fahrrad freigeschaltet, ein Fahrschein

systems geeinigt. Ab April 2018 müssen alle

gekauft. Gleiches ist mit entsprechenden Bordinformationssystemen
in Autos möglich.

»Nicht nur bei der jüngeren Generation, aber dort ganz besonders, sehen wir einen klaren Trend zum Mobilitätsmix, also
der kombinierten Nutzung verschiedener Verkehrsträger.«
Ulrich Homburg,
Vorstand Personenverkehr, DB Mobility Logistics AG

Viele weitere Anwendungsfälle von intelligenten Verkehrssystemen mit dem Ziel
einer intelligenten, ver-

Neuwagen in der EU mit dem interoperablen

netzten Mobilität sind denkbar. So gibt es Sze-

System ausgerüstet sein, das bei einem Unfall

narien im Personenverkehr und in der Logistik,

automatisch die Notrufnummer 112 kontaktiert.

aber auch für Rettungskräfte und soziale Dienste,

Die übermittelten Informationen sind auf das

die heute noch Pilotcharakter haben, jedoch in

Nötigste beschränkt: Es werden die Fahrzeug-

naher Zukunft in unseren Städten schon Alltag

klasse, die Art des Kraftstoffs und Angaben zu

sein könnten.

Ort und Zeit des Unfalls an die Rettungsstelle
geleitet.

Das DVF setzt sich dafür ein, dass zunächst ein-

Bis spätestens Oktober 2017 soll auch die für

Netzkapazitäten im Mobilfunknetz zur Verfü-

eCall erforderliche Infrastruktur in den Mitglieds-

gung gestellt werden. In den Ausschreibungs-

staaten installiert sein. Von den Herstellern ein-

bedingungen der Bundesnetzagentur für neue

geführte andere Notrufsysteme können parallel

Mobilfunkfrequenzen ist diese Forderung bereits

betrieben werden. Damit hat die EU einen wich-

berücksichtigt. Denn intelligente Mobilität be-

mal entlang der Verkehrswege ausreichende

tigen Schritt zur Stärkung der Verkehrssicherheit

deutet auch, dass die erforderlichen Daten in

getan. Mit eCall kann Unfallopfern auf Europas

Echtzeit bereitgestellt und empfangen werden

Straßen schneller und zuverlässiger geholfen

sowie mit Ticketkäufen und Zahlungen über

werden.

Mobilgeräte fließen können. Grundlage hierfür
ist ein verlässliches Telekommunikationsnetz.

Handy als Mobilitätsassistent etabliert
Ein weiteres Szenario: Der Berufspendler erhält

Automatisiertes Fahren schon Realität

bereits morgens am Frühstückstisch eine Routen-

Auf der Schiene ist automatischer Betrieb tech-

und Verkehrsmittelempfehlung für seinen Weg

nisch schon heute möglich, wie die U-Bahn in

zur Arbeit, basierend auf seinen Gewohnheiten,

Nürnberg zeigt. Auf der Straße arbeiten Her-

Echtzeit-Störungsmeldungen, Baustellen und

steller und Systemhäuser sich schrittweise in

28

Richtung teil- und vollautonomes Fahren vor.
Assistenzsysteme, die den Fahrzeugführer in
bestimmten Situationen entlasten, sind heute
bereits verfügbar – bis hin zur Teilautomatisierung beim Einparken oder im Baustellenverkehr.
Die Entwicklung auf dem Gebiet der Sensorik
und Datenverarbeitung schreitet schnell voran
und ermöglicht künftig noch höhere Automatisierungsgrade.
Die Konsequenz daraus ist, dass sich die Fahrzeugautomatisierung bereits heute zu einem
strategisch bedeutenden Entwicklungsfeld und
einem internationalen Wettbewerbsfaktor in der
Automobilwirtschaft entwickelt. Ähnlich wie bei
der Elektromobilität hat Deutschland ein hohes
Interesse daran, diese Entwicklung erfolgreich
mitzugestalten. Der eigens zum Thema Automatisiertes Fahren im Bundesministerium für
Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) eingerichtete Runde Tisch hat die wichtige Aufgabe,
die Rahmenbedingungen für die Nutzung der
Fahrzeugautomatisierung in Deutschland verläss-

Weitere Themen sind neben dem Datennetz-

lich, vorausschauend und erfolgreich zu gestal-

ausbau die Bereitstellung von Mobilitätsdaten

ten. Bis Herbst 2015 soll der Runde Tisch einen

und ein einheitliches Ticketing. Hier laufen be-

Fahrplan ausarbeiten, der hoch automatisiertes

reits Projekte wie eTicket, Mobilitätsdatenmarkt-

Fahren in Deutschland mittelfristig ermöglicht.

platz und DELFI, die nun konsequent weitergeführt werden müssen.

Entwicklungshemmnisse abbauen
Die modernen Mobilitätswelten brauchen Inno-

Ebenso muss auf Datenschutz und Datensicher-

vation, Veränderung und Raum für neue Ideen.

heit geachtet werden. Und die Verkehrsinfra-

Das setzt voraus, dass sich die Rahmenbedin-

struktur muss letztendlich so angepasst werden,

gungen ändern und bestehende Entwicklungs-

dass sie mit intelligenten Verkehrsmitteln und

hemmnisse abgebaut
werden.
Die Einführung eines
eigenen Ressorts für

»Intelligente Steuerung und Integration der Verkehrsträger
können Mobilität effizienter, nachhaltiger, sicherer und auch
bedarfsgerechter machen.«

die digitale Gesellschaft im BMVI ist ein

Ivo Körner,
Geschäftsführer Vertrieb Branchenkunden, Vice President Enterprise Sales,

erster bedeutender

DACH IMT, IBM Deutschland GmbH

Schritt, dem jetzt weitere verbindliche Maßnahmen folgen müssen. In

Mobilitätsdienstleistungen zusammenarbeitet.

diesem Ressort müssen die Fäden zusammenlau-

Das BMVI hat mit der intelligenten Mobilität ein

fen, um einen Aktionsplan für intelligente

wichtiges Zukunftsthema auf der digitalen

Mobilität umzusetzen.

Agenda, das jetzt umgesetzt werden muss.
29

Report 2014/2015
Güterverkehr und Logistik

GÜTERVERKEHR
UND LOGISTIK

Auch 2014 ist Deutschland von der Weltbank wieder zum Logistikweltmeister gekürt
worden. Damit dies auch künftig so bleibt, ist vor allem eine leistungsfähige Verkehrs infrastruktur nötig. Der Aktionsplan Güterverkehr und Logistik der Bundesregierung hat das aufgegriffen – ebenso wie weitere Aspekte, die unsere hervorragende Logistikbranche an der
Spitze halten. Das DVF hat sich bei der Weiterentwicklung des Aktionsplans beteiligt und
die bisherigen Ergebnisse als gut bewertet.

Der Aktionsplan Güterverkehr und Logistik der

dies die Auflösung von Engpässen der hoch

Bundesregierung war ein guter Erfolg für den

belasteten Schienen- und Straßengüterverkehrs-

Logistikstandort Deutschland. Deshalb begrüßt

korridore, die Seehafenhinterlandanbindungen

das DVF ausdrücklich dessen Weiterentwicklung.

und die Sanierung der Schleusen wichtiger Was-

Die darin vom Bundesministerium für Verkehr

serstraßen, insbesondere die Fahrrinnenanpas-

und digitale Infrastruktur (BMVI) aufgestellten

sung von Elbe und Weser sowie die rasche Er-

Maßnahmen hat das DVF in einer Stellung-

tüchtigung des Nord-Ostsee-Kanals. In diesem
Zusammenhang müssen das Nationale

»Die notwendige Akzeptanz des Wachstumsmotors Logistik durch
die Menschen werden wir nur durch rechtzeitige Bürger
beteiligung auf Augenhöhe und intensiven Nachteilsausgleich
schaffen.«
Kirsten Lühmann MdB,
Verkehrspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion

Hafenkonzept, das
Nationale Luftverkehrskonzept und eine
verkehrsträgerübergreifende Sicherheitsstrategie zum Abschluss gebracht

nahme positiv bewertet. Es kommt nun darauf

werden. Die Sicherheitsstrategie für die Güter-

an, die richtigen Schwerpunkte zu setzen und

verkehrs- und Logistikwirtschaft des BMVI ist in

die dazugehörigen Maßnahmen zügig umzu-

der Branche positiv aufgenommen worden.

setzen.

Für eine bessere Vernetzung der Verkehrsträger
sollte die Förderung des kombinierten Verkehrs

Infrastruktur entwickeln

(KV) fortgesetzt werden. Zudem wäre es sinn-

Grundlage für einen erfolgreichen Logistik- und

voll, grenzüberschreitende Kooperations- und

Güterverkehrssektor ist und bleibt die Verkehrs-

Fördermöglichkeiten auszuloten, um brachlie-

infrastruktur. Hier gilt es, klare Prioritäten aus

gendes Potenzial im Güterfernverkehr auszu-

nationaler Sicht zu setzen. Unter anderem sind

schöpfen. Bei den Themen Grüne Logistik und

30

STANDPUNKT
Ke r n p u n k t e N at i o n a l e s H a fe n ko n z e pt :
■

Ausbau der seewärtigen Zufahrten und

■

■

Klare Benennung und Umsetzung der priori-

■

emissionsarme Schiffsantriebe

internationalen Wettbewerbsfähigkeit des
■

■

Verlässlichkeit und Zukunftssicherung für die

■

International einheitliche und risikobasierte

■

Ausrichtung der EU-Hafenpolitik an der

Erhöhung der Haushaltsmittel für Wasserstraßen, Absicherung der Planungs-

Logistik der Offshore-Windenergie
Sicherheitsstandards

kapazitäten und Planungsbeschleunigung
durch den Bund
■

Intensivierung von Modernisierungsanreizen
zur Umstellung auf besonders effiziente und

tären Infrastrukturprojekte zur Sicherung der
Hafen- und Logistikstandorts Deutschland

Aufbau einer LNG-Infrastruktur in den
deutschen Häfen

Verkehrsanbindungen im Hafenhinterland

Ausbau der Vernetzung zwischen See- und

Sicherung von Wertschöpfung und Arbeits-

Binnenhäfen

plätzen

31

Report 2014/2015
Güterverkehr und Logistik

Energieeffizienz geht es zum einen um Verkehrs-

und die Umsetzung konkreter Maßnahmen kon-

lärmminderung, zum anderen um die Etablie-

zentrieren. Das Ziel muss es sein, die Leistungs-

rung alternativer Antriebstechnologien und

und Wettbewerbsfähigkeit der Häfen, Umschlag-

Kraftstoffe. Die Bundesregierung ist gefordert,

betriebe und Logistikunternehmen dauerhaft

auf ein EU-Förderprogramm zur europaweiten

abzusichern. Daran wird der Erfolg des Konzepts

Umrüstung von Güterwaggons auf lärmmin-

gemessen. Anfang 2015 könnte der Entwurf

dernde Bremsen hinzuwirken. Bei alternativen

vorliegen. Im Herbst des Jahres soll das fortge-

Kraftstoffen und Antrieben sollte die gesamte

schriebene Hafenkonzept fertig sein.

Logistikkette erfasst werden. Auch bei der Vermarktung des Logistikstandorts Deutschland

Elbe und Weser vertiefen

darf nicht nachgelassen werden. Deshalb ist es

Ein Kernelement des Hafenkonzepts bleibt der

notwendig, dass sich Minister und Staats-

strategische Ausbau der seewärtigen Zufahrten

sekretäre weiterhin über die »Logistics made in

und der Hinterlandanbindungen an die deut-

Germany« engagiert für die Interessen deut-

schen Seehäfen. Von besonderer Tragweite ist

scher Unternehmen und Standorte im Ausland

dabei die Anpassung der seewärtigen Fahrrinnen

einsetzen. Zudem muss die Nachwuchsförderung

von Elbe und Weser. Die bei beiden Projekten

und die Aufwertung der Berufsbilder erfolgen.

eingetretene Verzögerung stellt die Wettbewerbs-

Nationales Hafenkonzept fortschreiben

tikketten auf eine erhebliche Belastungsprobe.

Der internationale Wettbewerb der Häfen ent-

Die Umsetzung großer Infrastrukturprojekte, die

wickelt sich dynamisch weiter. Mit Blick auf

Ertüchtigung der Wasserstraßen und die Ver-

Zukunftschancen, Wertschöpfung und Arbeits-

netzung der Häfen sind entscheidende Maß-

plätze muss Deutschland auch seine Position als

nahmen, zu denen das Nationale Hafenkonzept

fähigkeit der betroffenen Häfen und ihrer Logis-

Mit 230 Mrd. EUR
bleibt Deutschland
das größte
Logistikland in
Europa. Quelle:
Fraunhofer SCS/
Top 100 der
Logistik 2014/2015

führender Hafenstandort behaupten. Nur dann

klare Aussagen treffen muss. Hinzu kommen der

kann das Land in Zukunft optimal an den globa-

Aufbau einer Infrastruktur für LNG, die erfolg-

len Güterströmen partizipieren. Das DVF setzt

reiche Umsetzung der Logistik für die Offshore-

sich daher über die Mitarbeit in den entschei-

Windenergie und die effizientere Gestaltung der

denden Gremien des BMVI mit Nachdruck dafür

Sicherheitsanforderungen an die Logistikkette.

ein, das Nationale Hafenkonzept der Bundesregierung ambitioniert fortzuschreiben und strin-

Bundeswasserstraßen ertüchtigen

gent umzusetzen. Die Fortschreibung muss sich

Eine Kategorisierung für die Wasserstraßen-

auf die wesentlichen strategischen Kernpunkte

infrastruktur hat der Bund bereits im Zuge der

Größe der Logistikmärkte in Europa 2013
Summe der 30 EU-Mitgliedsstaaten: 930 Mrd. EUR

32

Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
vorgelegt. Das DVF hat sich für die Priorisierung
ausgesprochen, aber auch angemahnt, dass der
Netzcharakter des Wasserstraßensystems und
seine Leistungsfähigkeit nicht geschwächt werden dürfen. Von der Binnenschifffahrt wird
erwartet, dass sie ihren Anteil am Modal Split
künftig vergrößert. Dafür muss die Infrastruktur
an kritischen Stellen ohne weiteren Zeitverzug
ertüchtigt werden. Voraussetzungen sind eine
hinreichende Mittelausstattung, die Möglichkeit
überjähriger Finanzierung und mehr personelle
Planungskapazität.
Alarmiert hat das DVF auf die Nachricht reagiert,
dass der Neubau der fünften Schleusenkammer
am Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in Brunsbüttel vom
Bundesrechnungshof zwischenzeitlich infrage gestellt wurde. Die Grundsanierung ist überfällig
und der Neubau der fünften Schleusenkammer
zwingend erforderlich. Im Ergebnis hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages Baument sind intelligente Informations- und Kom-

kosten in Höhe von 485 Millionen Euro für die
Schleuse Brunsbüttel und 265 Millionen Euro für

munikationssysteme unverzichtbar. Denn: Kunde,

den Ausbau der Oststrecke des NOK freigegeben.

Handel, Lager und Logistikdienstleister sind über
eine Informationskette neben dem eigentlichen

Bandbreite für die Logistik

Transport vernetzt.

Auch in der Logistik befindet sich die Digitalisierung auf dem Vormarsch – vom E-Commerce,

Das DVF fordert, dass die Anforderungen der

über E-Fulfillment bis hin zum physischen Paket

Logistik in einem Aktionsplan Intelligente Mo-

in der Box zu Hause. Der Umsatz im Online-

bilität berücksichtigt werden müssen. So benöti-

handel hat sich seit 2006 mehr als verdoppelt,

gen gerade die Logistikdienstleister eine große

Tendenz weiter steigend. Die Produktlebenszyklen werden
kürzer, 3-D-Drucker
und andere Pro-

»Bei der Wasserstraße reichen die Mittel kaum für den Erhalt
des Bestandsnetzes. Wir brauchen einen verbindlichen
Sanierungsplan mit verlässlichen Finanzierungszusagen.«

duktionsverfahren ermöglichen maßge-

Frank Dreeke,
Vorsitzender des Vorstands, BLG LOGISTICS GROUP AG & Co. KG

schneiderte Angebote.
Kunden erwarten ihre Onlinebestellung am

Bandbreite im mobilen Datennetz – mit Priorität

nächsten Tag – das wiederum setzt den Handel

an den wichtigsten Verkehrswegen. Für Kunden

unter Druck.

ist Datenschutz mit Augenmaß wichtig. Die

Kosteneffizienz, Schnelligkeit und Flexibilität ge-

Wirtschaft muss Datensicherheit und Sicherheit

winnen somit zunehmend an Bedeutung; für

ihrer kritischen IT-Infrastrukturen – Stichwort

maßgeschneidertes und ultraschnelles E-Fullfill-

»Cybersecurity« – im Blick haben.
33

Report 2014/2015
Chronik

CHRONIK
2014/2015

März
Parlamentarischer Abend
»Zukunftsprogramm
Verkehrsinfrastruktur:
Reformstau beenden,
Investitionslücke schließen«
unter Leitung von Joachim
Enenkel, Mitglied des Präsidiums
Deutsches Verkehrsforum (DVF)
und Mitglied des Vorstands
Bilfinger SE. Vortragende waren
Norbert Barthle MdB, Sprecher der
Arbeitsgruppe Haushalt der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion;
Für Ferlemann
MdB (3. v. l.) steht
nach Jahrzehnten
des Verkehrsnetzausbaus heute der
Substanzerhalt der
Verkehrswege an
erster Stelle.
Weitere Teilnehmer v. l. Dr. Delhaes, Groschek,
Enenkel, Burkert
MdB und
Barthle MdB
Nach der Mitgliederversammlung im Gespräch
v. l. Thomas Hailer,
DVF-Geschäftsführer, Dr. Nikutta,
Müller und
Dobrindt MdB

Martin Burkert MdB, Vorsitzender des Ausschusses Verkehr und
digitale Infrastruktur; Enak Ferlemann MdB; Parlamentarischer
Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale
Infrastruktur; Michael Groschek,
Minister für Bauen, Wohnen,
Stadtentwicklung und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen.
Moderation Dr. Daniel Delhaes,
Handelsblatt.
April
Parlamentarisches Frühstück Bahntechno-

30. Mitgliederversammlung und Jubiläums-

logie unter Leitung des Vorsitzenden des Len-

veranstaltung »30 Jahre Deutsches Verkehrs-

kungskreises Dr. Jochen Eickholt, Mitglied des

forum – Mobilität 30+« unter Leitung des Vor-

Präsidiums DVF und CEO Mobility Siemens AG.

sitzenden des Präsidiums des DVF Klaus-Peter

Vortragender war Martin Burkert MdB.

Müller, Aufsichtsratsvorsitzender COMMERZBANK AG. Den Festvortrag hielt der Bundes-

34

Deutscher Automobil-Club e. V.
Vortragende waren Dr. Kirsten
Broecheler, Public Affairs, MAN
Truck & Bus AG; Ulrich Lange
MdB, Verkehrspolitischer Sprecher
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion;
Dr. Valerie Wilms MdB, Berichterstatterin für Verkehrsinfrastruktur und Nachhaltigkeitsbeauftragte der Fraktion BÜNDNIS 90/
DIE GRÜNEN im Deutschen
Bundestag.
Konstituierende Sitzung der
Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen Bundestag. Vortragende waren Martin
Burkert MdB, Dr. Rüdiger Grube,
Mitglied des Präsidiums DVF und
Vorsitzender des Vorstands der
Deutschen Bahn AG und DB
Mobility Logistics AG; Thomas
Hailer, Geschäftsführer DVF.
Mai
Sitzung des Lenkungskreises
minister für Verkehr und digitale Infrastruktur

Infrastruktur unter Leitung seines Vorsitzenden

Alexander Dobrindt MdB. Moderatorin Kerstin

Joachim Enenkel. Vortragende waren Steffen

Schwenn, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Bilger MdB; Dr. Patrick Frank, Projektleiter Netzentwicklung Schweiz, Bundesamt für Verkehr

Sitzung des Lenkungskreises Straßenverkehr

BAV; Dr. Gesine Lötzsch MdB, Vorsitzende des

unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich Klaus

Haushaltsausschusses im Deutschen Bundestag.

Becker, Vizepräsident für Verkehr, Allgemeiner
35

Beim Lenkungskreis Straßenverkehr forderten
die Teilnehmer
eine verlässliche
Finanzierungsgrundlage für die
Infrastruktur v. l.
Lange MdB, Dr.
Wilms MdB, Becker
und Dr. Broecheler
V. l. Dr. Grube
spricht bei der
konstituierenden
Sitzung der Parlamentsgruppe
Schienenverkehr
im Deutschen
Bundestag über
die Strategie der
Deutschen Bahn
AG – Burkert MdB
will das System
Schiene stärken

Report 2014/2015
Chronik

Präsidiumsmitgliedes Frank
Dreeke, Vorsitzender des Vorstands BLG LOGISTICS GROUP
AG & Co. KG. Vortragende
waren Andrea Eck, General
Manager Outbound Logistik
VOLKSWAGEN Logistics GmbH &
Co. OHG; Kirsten Lühmann MdB,
Verkehrspolitische Sprecherin der
SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag; Christian Marnetté,
Mitglied der Geschäftsleitung
KÜHNE & NAGEL (AG & Co.) KG;
Nach Meinung von
Bilger sollte die
Verkehrswegefinanzierung intelligenter werden.
Beim Lenkungskreis Infrastruktur
möchten die Diskutanten die erhöhten Steuereinnahmen gerne bei
den Verkehrswegen anlegen
v. l. Dr. Frank,
Enenkel,
Dr. Lötzsch MdB
und Bilger MdB
Was getan werden
muss, damit die
Züge in Deutschland und Europa
schneller zugelassen werden können, darüber diskutierten v. l.
Dr. Eickholt, Horn,
Homburg und
Mihm

Eckhardt Rehberg MdB, Berichterstatter für den Einzelplan
Verkehr im Haushaltsausschuss
und Maritimer Beauftragter der
CDU/CSU-Fraktion im Deutschen
Bundestag; Rainer Schäfer, GeParlamentarischer Abend zum Thema »Züge

schäftsführer Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH &

in Bewegung setzen: Fahrzeuge schneller

Co. KG; Dr. Valerie Wilms MdB. Moderation

zulassen« unter Leitung der Präsidiumsmitglie-

Lutz Lauenroth, DVZ Deutsche Verkehrs-Zeitung.

der Dr. Jochen Eickholt, CEO Mobility Siemens
AG, und Ulrich Homburg, Vorstand Personenver-

UNITI expo – Internationale Fachmesse für

kehr DB Mobility Logistics AG. Vortragende waren

Produkte und Dienstleistungen rund um das

Claudia Horn, Leiterin der Abt. Landverkehr im

Tankstellengeschäft veranstaltet von UNITI-

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infra-

Kraftstoff GmbH mit Beteiligung des DVF als

struktur (BMVI); Peter Mihm, Head of Evaluation

Kooperationspartner in Stuttgart.

Sector Cross Acceptrance Unit, European Railway
Agency; Dr. Valerie Wilms MdB. Moderation

September

Dieter Fockenbrock, Handelsblatt.

Sitzung des Lenkungskreises Häfen und
Schifffahrt in Duisburg unter Leitung seines

Juni

Vorsitzenden Frank Dreeke. Vortragende waren

Parlamentarischer Abend zum Thema »Jetzt

Michael von der Mühlen, Staatssekretär im

in Deutschlands Zukunft investieren: Priori-

Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwick-

tät für Häfen und Logistik« unter Leitung des

lung und Verkehr des Landes Nordrhein-West-

36

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

Fraport AG; Carsten Spohr,
Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Lufthansa AG. Vortragende waren Dr. Michael
Fuchs MdB, Stellv. Fraktionsvorsitzender der CDU/CSUFraktion im Deutschen Bundestag; Stephan Kühn MdB,
Katherina Reiche MdB, Parlamentarische Staatssekretärin
beim Bundesminister für
Verkehr und digitale Infrastruktur; Thomas Schnalke,
Geschäftsführer der Flughafen Düsseldorf GmbH;
Rita Schwarzelühr-Sutter
MdB, Parlamentarische
Staatssekretärin bei der
Umweltministerin für
falen; Gerhard Oswald, Geschäftsführer GO-

Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicher-

MULTIMODAL GmbH; Marcus Reith, Deutsche

heit. Moderation Marc Brost, DIE ZEIT.

Energie-Agentur GmbH (dena); Frank Schnabel,
Geschäftsführer Brunsbüttel Ports GmbH und

Sitzung des Lenkungskreises Straßenverkehr

Geschäftsführer Schramm Group; Carsten Taucke,

unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich Klaus

Mitglied der Geschäftsführung IMPERIAL

Becker. Vortragende waren Dr. Arne Bartels,

Logistics International B.V. & Co. KG und Vorsit-

Konzernforschung – Fahrerassistenz und inte-

zender der Geschäftsführung IMPERIAL Shipping

grierte Sicherheit, Volkswagen AG; Steffen

Holding GmbH; Achim Wehrmann, Leiter Unter-

Bilger MdB; Andreas Krüger, Leiter der Unter-

abteilung WS 2 – Schifffahrt im BMVI.

abteilung DG 2 – Informations- und Kommunikationstechnologie im Verkehrsbereich, BMVI;

Parlamentarischer Abend zum Thema

Andreas Rimkus MdB.

»Trendumkehr dringend gesucht –
Wie wird der Luftverkehrsstandort
Deutschland wieder wirtschaftlich?« unter
Leitung der Präsidiumsmitglieder des DVF Dr.
Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands
37

Um die Bedeutung
und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Seehäfen
ging es beim
Parlamentarischen
Abend, v. l.
Marnetté, Schäfer,
Lühmann MdB,
Dr. Wilms MdB,
Eck und Dreeke
Deutschland soll
beim Luftverkehr
wieder an die internationale Spitze
rücken, forderte
Spohr (4. v. l.). Wie
das erreicht werden könnte, darüber debattierten
v. l. Schnalke, Dr.
Fuchs MdB, Reiche
MdB, Spohr,
SchwarzelührSutter MdB, Kühn
MdB und
Dr. Schulte

Report 2014/2015
Chronik

oben links: Automatisiertes Fahren
hat teilweise schon
im Straßenverkehr
Einzug gehalten.
Spannende
Erkenntnisse und
Zukunftsszenarien
gab es im Lenkungskreis
Straßenverkehr
v. l. Krüger,
Dr. Bartels, Rimkus
MdB und Becker

Gemeinschaftsveranstaltung
des DVF mit dem Verband
Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) – Dialog Forum
»Lärmminderung im
Schienengüterverkehr –
Notwendigkeit oder Übel?«
anlässlich der InnoTrans 2014 –
Internationale Fachmesse für
Verkehrstechnik unter Leitung
von Dr. Martin Henke, Geschäftsführer Eisenbahnverkehr

oben rechts:
Beim Lenkungskreis Telematik
erläuterte Ivo
Körner, wie intelligente Steuerung
der Verkehrsträger
Mobilität effizienter macht. v. l.
Körner, Grünkorn,
Sts. Bomba und
Herzog
Sprachen über die
Folgen der fehlenden Lösung bei
den Regionalisierungsmitteln für
den Schienenpersonennahverkehr.
v. l. Burkert MdB,
Gatzer, Homburg
und Hecht

im VDV. Vortragende waren
Joachim Berends, Vizepräsident
VDV, Vorstand Bentheimer Eisenbahn AG; Fredy

Trans 2014 unter Leitung von DVF-Präsidiums-

Fischer, Sektionschef Eisenbahnlärm und Raum-

mitglied Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende

planung, Schweizerisches Bundesamt für Umwelt

und Vorstand Betrieb Berliner Verkehrsbetriebe

BAFU; Prof. Dr. Markus Hecht, Leiter Fachgebiet

(BVG), AöR und Thomas Hailer. Vortragende

Schienenfahrzeuge der Technischen Universität

waren Michael Donth MdB, Mitglied im Aus-

Berlin; Dr. Jens Klocksin, Referatsleiter Umwelt-

schuss für Verkehr und digitale Infrastruktur des

schutz im Eisenbahnbereich, übergreifende Auf-

Deutschen Bundestages; Susanne Henckel, Ge-

gaben im Schienenverkehr im BMVI; Jürgen

schäftsführerin VBB Verkehrsverbund Berlin-Bran-

Tuscher, Geschäftsführer Bereinigung der Privat-

denburg GmbH; Winfried Hermann, Minister für

güterwagen-Interessenten (VPI). Moderation

Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-

Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik im VDV.

Württemberg. Moderation Thiemo Heeg, FAZ.

Gemeinschaftsveranstaltung des DVF mit

Oktober

dem VDV – Dialog Forum »Marodes Netz,

Sitzung des Lenkungskreises Telematik/Tele-

löchrige Straßen, unsichere Zukunft – Was

kommunikation unter Leitung seines Vorsitzen-

ist uns der ÖPNV wert?« anlässlich der Inno-

den Ivo Körner, Mitglied des Präsidiums DVF und

38

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

Sitzung des Lenkungskreises
Schienenverkehr unter Leitung
seines Vorsitzenden Ulrich
Homburg. Vortragende waren
Matthias Gastel MdB, bahnpolitischer Sprecher der Fraktion
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN;
Ulrich Lange MdB; Dr. Gerd
Leutner, Partner der CMS
Hasche Sigle, Partnerschaft von
Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB; Jörg Niemann,
Leiter Kompetenz-Center Verkehr der Rödl & Partner GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft.
Gemeinschaftsveranstaltung
des BMVI und des DVF zum
Geschäftsführer Vertrieb Branchenkunden und

Thema »Stadt der Zukunft! Mobilität der

Vice President Enterprise Sales DACH IMT, IBM

Zukunft?!« auf der Messe new mobility.

Deutschland GmbH. Vortragende waren Rainer

Vortragende waren Ralf Baron, Partner, Leiter

Bomba, Staatssekretär im BMVI; Anne Grünkorn,

Geschäftsbereich der Automotive and

Leiterin Marketing und Internationale Beziehun-

Manufacturing, Arthur D. Little GmbH; Thomas

gen LogPay Financial Services GmbH; Rolf Her-

Hailer; Hilmar von Lojewski, Beigeordneter,

zog, Geschäftsführer AGES International GmbH

Leiter des Dezernates für Stadtentwicklung,

& Co. KG.

Bauen, Wohnen und Verkehr, Deutscher Städte-

Parlamentarischer Abend zum Thema

führung der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB)

tag; Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäfts»Zukunft der Regionalisierungsmittel für

GmbH; Hermann Winkler MdEP; Birgitta Wor-

den SPNV« der Parlamentsgruppe Schienen-

ringen, Leiterin Unterabteilung G 2 Umwelt und

verkehr im Deutschen Bundestag und dem DVF.

Verkehr, BMVI. Moderation Dr. Daniel Delhaes,

Vortragende waren Martin Burkert MdB; Werner

Handelsblatt.

Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der
Finanzen; Michael Hecht, Geschäftsführer Erfurter Bahn GmbH; Ulrich Homburg.
39

Auch beim Lenkungskreis Schienenverkehr wurde
die finanzielle
Unsicherheit bei
den Regionalisierungsmitteln kritisiert, v. l. Lange
MdB, Thomas
Hailer, Homburg
und Gastel MdB
Sinkende finanzielle Ausstattung und
steigende Anforderungen sowie
Fahrgastzahlen
bringen den
Öffentlichen
Personennahverkehr in ein
Dilemma. Auf der
Messe Innotrans
trafen sich v. l.
Donth MdB,
Henckel, Hermann
und Dr. Nikutta

Report 2014/2015
Chronik

November

Staatssekretärin beim Bundesminister für Ver-

Sitzung des Lenkungskreises Bahntechno-

kehr und digitale Infrastruktur; Dr. Jürgen Elfers,

logie unter Leitung seines Vorsitzenden, Dr.

COMMERZBANK AG, Corporates&Markets Re-

Jochen Eickholt. Vortragende waren Dr. Josef

search Retail; Thomas Hailer; Michael Kotzbauer,

Doppelbauer, Vice President Project Manage-

Bereichsvorstand Großkunden, COMMERZBANK

ment & Chief Technical Officer, Bombardier

AG; Frank Rausch, CEO Hermes Logistik Gruppe

Transportation GmbH; Kirsten Lühmann MdB;

Deutschland GmbH/Hermes Transport Logistics

Dr. Helmut Morsi, Deputy Head of Unit »Trans-

GmbH; Andreas Roth, Vorsitzender der Geschäfts-

European Network«, DG MOVE B1, European

leitung Großkunden Region Ost COMMERZ-

Commission.

BANK AG; Marc Sommer, Vorsitzender der
Geschäftsführung, Hess Natur-Textilien GmbH.

Kolloquium 2014 des branchen:netzwerks

Moderation Hans-Peter Hagemes, ProSieben-

Transport & Logistik »e-Commerce – Chance

Sat.1 Media AG.

und Herausforderung für die Logistik«
veranstaltet von der COMMERZBANK AG in

Sitzung des Lenkungskreises Güterverkehr

Zusammenarbeit mit dem DVF. Vortragende

unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mo-

waren Dorothee Bär MdB, Parlamentarische

solf, Mitglied des Präsidiums DVF und Geschäfts-

40

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

ka, Mitglied des Vorstands HOCHTIEF
Aktiengesellschaft, Vorstandsvorsitzender HOCHTIEF Solutions AG; Christian
Pegel, Minister für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung des
Landes Mecklenburg-Vorpommern.
61. Sitzung des Präsidiums des
DVF unter Leitung des Vorsitzenden
Klaus-Peter Müller. Teilnehmer waren
Ulrich Klaus Becker; Dr. Wolfgang
Bernhard, Mitglied des Vorstands
Daimler AG, Daimler Trucks and
Buses; Dr. Lutz Bertling, President and
Chief Operating Officer, Bombardier

Seite 40 von links oben nach
rechts unten:
EU-Fördermittel und das europäische Zugleit- und Signalsystem waren Themen beim
Lenkungskreis Bahntechnologie v. l. Dr. Morsi, Dr. Eickholt,
Harmut Jäschke, Thales
Deutschland GmbH und
Dr. Doppelbauer

Transportation GmbH; Hans-Georg
Brinkmann, Chief Executive Officer
Central Europe, Kühne + Nagel (AG
& Co.) KG; Dr. Jochen Eickholt; KarlUlrich Garnadt, Mitglied des Vorstandes und Vorsitzender des PassageVorstandes, Deutsche Lufthansa AG;
Dr. Ottmar Gast, Sprecher der Geschäftsführung der Hamburg Südamerikanischen DampfschifffahrtsGesellschaft KG; Dr. Rüdiger Grube;
Ulrich Homburg; Stefan Kölbl, Vorsitzender der Vorstände DEKRA e. V.
und DEKRA SE; Ivo Körner; Dr. Jörg
führender Gesellschafter und Sprecher der Ge-

Mosolf; Dr. Sigrid Nikutta; Michael

schäftsführung Horst Mosolf GmbH & Co. KG,

Schmidt, Vorsitzender des Vorstands

Internationale Spedition. Vortragende waren

BP Europa SE; Dr. Stefan Schulte;

Dorothee Bär MdB; Ulrike Höffken, Direktorin

Norbert Schüßler, Geschäftsführender

Einkauf ThyssenKrupp Steel Europe AG; Axel

Gesellschafter Schüßler-Plan GmbH;

Salzmann, Leiter des Kompetenzzentrums für

Dieter Schweer, Mitglied der Haupt-

das Straßenverkehrsgewerbe und Logistik der

geschäftsführung Bundesverband der

KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG; Martin

Deutschen Industrie e. V.; Matthias

Schwemmer, Gruppe Markt der Fraunhofer-

Wissmann, Präsident Verband der

Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS.

Automobilindustrie e. V. (VDA);

Sitzung des Lenkungskreises Infrastruktur

vertretender Geschäftsführer DVF. Zu

unter Leitung seines Vorsitzenden Joachim En-

Gast war die Bundesministerin für

enkel. Vortragende waren Oliver Fincke, Director

Umwelt, Naturschutz, Bau und

Thomas Hailer; Dr. Florian Eck, stell-

- Structured Finance Deutsche Bank AG; Dr. Mark

Reaktorsicherheit Dr. Barbara

Husmann, Geschäftsführer Spiekermann GmbH

Hendricks MdB.

Consulting Engineers; Nikolaus Graf von Matusch-

E-Commerce: Über die
Chancen und Herausforderung
für die Logistik sprachen beim
gemeinsamen Branchenkolloquim der COMMERZBANK
AG und DVF v. l. Dr. Elfers,
Sommer und Rausch
Enenkel (4. v. l.) warnte vor
einem Billigpreiswettbewerb
bei Ausschreibungen der
öffentlichen Hand. Die Teilnehmer v. l. Herzog MdB, Dr.
Husmann, Fincke, Enenkel und
Graf von Matuschka
Beim Lenkungskreis Luftverkehr setzten sich die Teilnehmer mit Lärmwirkungsforschung auseinander, v. l. Lanz,
Dr. Schulte, Vaatz MdB und
Tiefensee MdB
Seite 41:
Die deutsche Logistikbranche
hat weltweit einen guten Ruf
– dafür müssen jedoch die
Voraussetzungen wie gute
Verkehrswege stimmen. Mit
den Lenkungskreis Güterverkehr sprach v. l. PSts. Bär MdB
und Dr. Mosolf
Dr. Hendricks und Müller (v. l.)
bei der Präsidiumssitzung, auf
der die Umweltministerin den
Aktionsplan Klimaschutz 2020
erläuterte

41

Report 2014/2015
Chronik | Foren und Positionen

Sitzung des Lenkungskreises Luftverkehr
unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Stefan
Schulte. Vortragende waren Wolfgang Tiefensee
MdB, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPDFraktion, und Arnold Vaatz MdB, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Fraktion; Günter
Lanz, Geschäftsführer Gemeinnützige Umwelthaus GmbH.

2015
Januar
Wie intelligente
Mobilität die
Branche verändert
diskutierten
v. l.: Müller-Bagehl,
Janecek MdB, Mirbaha, Dr. Cherdron,
Müller, Lühmann
MdB, PSts. Bär
MdB, Homburg,
Thomas Hailer und
Garnadt
Maritime Technologien, Umweltanforderungen und
Innovationen im
Hinterlandverkehr
waren Themen im
Lenkungskreis, v. l.
Birkner, Beckmeyer
MdB, Dr. Moini
Gützkow, Dreeke,
Woodall

Abendveranstaltung »#IntelligenteMobilität:

Working Lunch des Präsidiums des DVF im

Digital, sicher, vernetzt, individuell« unter

Europäischen Parlament in Brüssel unter

Leitung des DVF-Vorsitzenden Klaus-Peter Müller.

Leitung seines Vorsitzenden, Klaus-Peter Müller.

Vortragende waren Dr. Malte Cherdron, Chief

Vortragender war Michael Cramer MdEP,

Operating Officer, GoEuro Corp; PSts Dorothee

Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und

Bär MdB; Karl Ulrich Garnadt; Ulrich Homburg;

Fremdenverkehr im Europäischen Parlament.

Dieter Janecek MdB; Kirsten Lühmann MdB;
Robert Mirbaha, Geschäftsführer der Motion-

Sitzung des Lenkungskreises Güterverkehr

logic GmbH; Christian Müller-Bagehl, Bereichs-

unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Jörg

leiter/Executive Vice President, IAV GmbH;

Mosolf. Vortragende waren Johann Friedrich

Moderation Kerstin Schwenn, FAZ.

Colsman, Leiter Referat Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Ständige Vertretung der Bundes-

Februar

republik Deutschland bei der Europäischen

Sitzung des Lenkungskreises Häfen und

Union; Volkmar Koch, Partner Strategy Price-

Schifffahrt unter Leitung seines Vorsitzenden

waterhouseCoopers; Dirk Peters, Projektleiter

Frank Dreeke. Vortragende waren Uwe Beck-

Energieeffiziente Verkehrssysteme, Deutsche

meyer MdB; Martin Birkner, Leiter eHighway

Energie-Agentur (dena); Ole Vollertsen, Data

Siemens AG; Dr. Padideh Moini Gützkow,

Analytics, Corporate Development Deutsche

Division Mobility, Siemens AG; Poul Woodall,

Post DHL.

Director Sustainability & Environment, DFDS A/S.
42

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

FOREN UND POSITIONEN
2014/2015

Lenkungskreis Bahntechnologie

Themenauswahl:

Dr. Jochen Eickholt, CEO Mobility, Siemens AG

■

Themenauswahl:

■

Strategiegespräch zum Aktionsplan
»Güterverkehr und Logistik« 2.0

■

ERTMS und die Fördermöglichkeiten von

Entwicklungsbedarf und Potenziale aus

Bahntechnologie im Rahmen der neuen EUFörderperiode 2014 – 2020 unter TEN-T und

■

Logistikstandort Deutschland: Heimvorteile,
Verladersicht

■

Logistikstandort Deutschland: Wo stehen wir?

dessen neuem Finanzierungsinstrument

Deutschland ist auf den Logistiksektor ange-

Connecting Europe Facility (CEF)

wiesen – es hat das größte Marktvolumen

Der Stand der Zugzulassung in Deutschland,
aus Sicht des Verkehrsausschusses des Deut-

Europas
■

Hagel, Sturm und Aschewolke mit den Folgen

schen Bundestages u. a. Themen hinsichtlich

großer Sach- und Vermögensschäden.

der Frage der Anerkennung der privaten Prüf-

Szenarien und Grenzen der Haftung und Ver-

organisationen und Zeitplan des Gesetzesver-

sicherung in der Logistikkette

fahrens
■

Das gemeinsame Unternehmen Shift2Rail:

Lenkungskreis Häfen und Schifffahrt

Stand, Prioritäten und nächste Schritte: die

Frank Dreeke, Vorsitzender des Vorstands BLG

neue Forschungsinitiative für den Schienen-

Logistics Group AG & Co. KG (seit 04/2013)

verkehr unter dem europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizont 2020
Lenkungskreis Güterverkehr
Dr. Jörg Mosolf, Geschäftsführender Gesell-

Themenauswahl:
■

Fortschreibung des Nationalen Hafenkonzeptes

■

Kernpunkte der maritimen Wirtschaftspolitik
der Bundesregierung – Maritime Konferenz

schafter und Sprecher der Geschäftsführung

2015, Offshore Windenergie, Anreize für neue

Horst Mosolf GmbH & Co. KG

Antriebe und Kraftstoffe im Schiffsverkehr

43

Report 2014/2015
Foren und Positionen

■

Prioritäten und Maßnahmen der Landesregie-

■

Sicherung der Betriebszeiten und verlässliche

struktur, Häfen und Logistik

■

Fairer internationaler Ordnungsrahmen

Bedeutung des Hafens Duisburg für die

■

rung Nordrhein-Westfalen im Bereich Infra■

■

■

Lärmwirkungsstudie NORAH (Noise-Related

Binnenschifffahrt und Hinterlandanbindungen

Annoyance, Cognition, and Health) – erste

Effizienzsteigerung der Schienenhinterland-

Ergebnisse, Auswirkungen und weitere

anbindungen im Containerverkehr

Vorgehensweise

eHighway und Lkw-Zulaufsteuerung: Potenziale zur Effizienzsteigerung im Güterkraftverkehr

■

Weiterentwicklung der Flughafeninfrastruktur

Lenkungskreis Schienenverkehr

Auswirkungen der SECA-Vorschriften zur

Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr

Emissionsreduktion auf Transportrouten in

DB Mobility Logistics AG

Nord- und Ostsee
■

Herausforderungen für die Häfen durch LNG

Themenauswahl:
■

Strategiegespräch zur Schienenverkehrspolitik

Lenkungskreis Infrastruktur

in der neuen Legislaturperiode: Investitionen

Joachim Enenkel, Mitglied des Vorstands

für das Schienennetz, Leistungs- und Finan-

Bilfinger SE

zierungsvereinbarung, Regionalisierungsmittel,
Bundesverkehrswegeplan, Emissionshandel

Themenauswahl:
■

■

Strategiegespräch: Verkehrsinfrastrukturpolitik

und Energiesteuern
■

Regionalisierung des Schienenpersonennah-

in der neuen Legislaturperiode aus Sicht der

verkehrs – Status Quo und Perspektiven, Kom-

Verkehrs- und Haushaltspolitik

plexität von Ausschreibungen, Verteilungs-

Finanzierung, Planung und Bau von Verkehrsinfrastruktur: Best Practice Schweiz?

schlüssel der Bundesmittel
■

Alternative Zugfinanzierungsmodelle im

■

Ausschreibung und Vergabe: Potenziale für

Schienenpersonenverkehr (SPNV):

Effizienz und Qualität

Finanzierung von Schienenfahrzeugen als

■

Bundesverkehrswegeplanung 2015 – Status

Wettbewerbsfaktor, Gestaltungsspielräume

und Herausforderungen

für SPNV-Modelle

■

Chancen der Infrastrukturdebatte nutzen ÖPP ausbauen. Abschreibungen bei den

Lenkungskreis Straßenverkehr

Verkehrswegen sind höher als Investitionen:

Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr

Eine Gefahr für Verlässlichkeit der Mobilität

Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V.

■

Partnerschaft und Finanzierung – Bewertung
von ÖPP aus Bankensicht

Themenauswahl:

■

Projekte wirtschaftlich abwickeln: Von der

■

Strategiegespräch zur Infrastrukturpolitik für
den Straßenverkehr in der neuen Legislatur-

Vergabe bis zur Umsetzung

periode – klare Priorisierung, nachhaltige
Lenkungskreis Luftverkehr
Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstandes

Finanzierung, Sicherung des Substanzerhalts
■

Herausforderungen im städtischen
Personenverkehr – Trends und Ansätze in

Fraport AG

15 internationalen Städten
Themenauswahl:
■

Aktive Industriepolitik für den Luftverkehrs-

■

Nationales Luftverkehrskonzept

■

Abschaffung der Luftverkehrssteuer

■

Perspektiven, internationale Entwicklung und
rechtliche Rahmenbedingungen

standort Deutschland

44

Automatisiertes Fahren – Technologische

■

Elektromobilität, Kraftstoffstrategie, Telematik,
automatisiertes Fahren – Herausforderungen

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

durch neue Verkehrstechnologien und politi-

■

sche Maßnahmen

Referentenentwurf »Neuntes Gesetz zur
Änderung eisenbahnrechtlicher Vorschriften«
(9. ERÄG)

Lenkungskreise

■

Öffentliche Anhörung des Ausschusses für

Telematik/Telekommunikation

Verkehr und digitale Infrastruktur zum Ent-

Ivo Körner, Geschäftsführer Vertrieb Branchen-

wurf eins zweiten Gesetzes zur Änderung des

kunden, Vice President Enterprise Sales DACH

Bundesfernstraßenmautgesetzes

IMT, IBM Deutschland GmbH
ifas-Umfrage im Auftrag des DVF zu
Themenauswahl:
■

■

Bemerkte und wahrgenommene Verschlechte-

Die ›Digitale Agenda‹ des Bundesministeriums

rungen der Verkehrsinfrastruktur bei der Be-

für Verkehr und digitale Infrastruktur:

völkerung

Umrüstung und Modernisierung der

■

Verkehrsinfrastruktur, Dienste und Vernetzung

Parlamentsgruppen

der Fahrzeuge, Breitbandausbau

Das Deutsche Verkehrsforum unterstützte im

Europäischer Elektronischer Mautdienst

Jahr 2014 und 2015 folgende interfraktionelle

(EEMD) – Potenziale für Deutschland und

Parlamentsgruppe des Deutschen Bundestages:

Europa: Hemmnisse durch Systemgrenzen der
Verkehrsträger, Verknüpfung von Maut-

■

■

18. Legislaturperiode Schienenverkehr

diensten mit Mehrwertdiensten, Anpassung

Vorstand: Martin Burkert MdB, Stephan Kühn

von Gesetz und Rechtsverordnungen zur

MdB, Ulrich Lange MdB, Sabine Leidig MdB,

Förderungen von EEMD

Kirsten Lühmann MdB. Geschäftsführer:

Maut und Co. – Perspektiven für mobile inter-

Thomas Hailer

operable Bezahlsysteme im Verkehrssektor:
Zahlungsausfallrisiken, Mehrwertdienste,
Interoperabilität, Clearingstellen für intermodale Bezahlsysteme

Positionspapiere / Stellungnahmen
■

EU-Wahlbroschüre »Mobilität für Europa«

■

»Zukunftsprogramm Verkehrsinfrastruktur« –
Transparenz herstellen, Mitteleinsatz optimieren, Finanzierung reformieren, Investitionen
erhöhen

Stellungnahmen des DVF zu
■

Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG-Umlage

■

Weiterentwicklung des Aktionsplans

■

Kernpunkte für ein Nationales Luftverkehrs-

■

Fortentwicklung des Nationalen Hafen-

■

Referentenentwurf Elektromobilitätsgesetz

»Güterverkehr und Logistik«
konzept
konzeptes
(EmoG)
45

Report 2014/2015
Präsidium

PRÄSIDIUM

DES
DEUTSCHEN VERKEHRSFORUMS

Klaus-Peter Müller
(Vorsitzender)
Vorsitzender des Aufsichtsrates
COMMERZBANK AG

Ulrich Klaus Becker

Dr. Wolfgang Bernhard

Dr. Lutz Bertling

Vizepräsident für Verkehr
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e. V.

(seit 04/2014)
Mitglied des Vorstands
Daimler AG

President und Chief Operating Officer
Bombardier Transportation GmbH

Hans-Georg Brinkmann

Reinhard Clemens

Frank Dreeke

Chief Executive Officer Central Europe
Kühne & Nagel (AG & Co.) KG

Mitglied des Vorstands
Deutsche Telekom AG
CEO T-Systems International GmbH

Vorsitzender des Vorstands
BLG Logistics Group AG & Co. KG

Dr. Jochen Eickholt

Joachim Enenkel

Karl Ulrich Garnadt

CEO Mobility
Siemens AG

Mitglied des Vorstands
Bilfinger SE

(seit 09/2014)
Mitglied des Vorstands
Vorsitzender des Passage-Vorstands
Deutsche Lufthansa AG

Dr. Ottmar Gast

Dr. Rüdiger Grube

Ulrich Homburg

Sprecher der Geschäftsführung
Hamburg Südamerikanische
Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG

Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Bahn AG und
DB Mobility Logistics AG

Vorstand Personenverkehr
DB Mobility Logistics AG

46

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

Stefan Kölbl

Ivo Körner

Dr. Jörg Mosolf

Vorsitzender der Vorstände
DEKRA e. V. und DEKRA SE

(seit 04/2014)
Geschäftsführer Vertrieb Branchenkunden,
Vice President Enterprise Sales DACH IMT,
IBM Deutschland GmbH

Dr. Sigrid Nikutta

(seit 04/2014)
Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb
Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), AöR

Michael Schmidt

Dr. Stefan Schulte

Vorsitzender des Vorstands
BP Europa SE

Vorsitzender des Vorstands
Fraport AG

Norbert Schüßler

Dieter Schweer

Geschäftsführender Gesellschafter
Schüßler-Plan GmbH

Mitglied der Hauptgeschäftsführung
Bundesverband der Deutschen Industrie e. V.

Carsten Spohr (bis 9/2014)
Mitglied des Vorstands
Deutsche Lufthansa AG

Matthias Wissmann

Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr

Präsident
Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA)

(Ehrenvorsitzender)
Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrates Dürr AG

Geschäftsführender Gesellschafter und
Sprecher der Geschäftsführung
Horst Mosolf GmbH & Co. KG
Internationale Spedition

Stand Februar 2015

47

Report 2014/2015
Mitglieder

MITGLIEDER

DES
DEUTSCHEN VERKEHRSFORUMS

A
AAE Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding AG, Baar
(CH)
■ Abellio GmbH, Essen
■ ACV Automobil-Club Verkehr e.V., Köln
■ ADAC e.V., München
■ adesse anwälte, Berlin
■ AD HOC Gesellschaft für Public Relations mbH,
Gütersloh
■ AGES International GmbH & Co. KG, Langenfeld
■ Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin
■ Airbus Operations GmbH, Hamburg
■ ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter
■ Andreas Schmid Logistik AG, Gersthofen
■ ARS Altmann AG, Wolnzach
■ Arthur D. Little GmbH, Frankfurt/M
■ A.T. Kearney GmbH, Berlin
■ AUDI AG, Ingolstadt
■ Autobahn Tank & Rast Holding GmbH, Bonn
■ Autohof – Tanken – Rasten – Parken eG,
Herbolzheim
■

B
Bain & Company Germany, Inc., Düsseldorf
■ BearingPoint GmbH, Frankfurt/M
■ Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
■ Bilfinger SE, Mannheim
■ BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen
■ BMW AG, München
■ Boeing Operations International, Inc., Berlin
■ Bombardier Transportation GmbH, Berlin
■ BP Europa SE, Hamburg
■ BPW Bergische Achsen KG, Wiehl
■ bremenports GmbH & Co. KG, Bremen
■ Brunsbüttel Ports GmbH, Brunsbüttel
■ Buss Port Logistics GmbH & Co. KG, Hamburg
■

C
Captrain Deutschland GmbH, Berlin
■ CMS Hasche Sigle Partnerschaft von
Rechtsanwälten und Steuerberatern mbB, Berlin
■ COMMERZBANK AG, Frankfurt/M
■ Container Terminal Wilhelmshaven
JadeWeserPort-Marketing GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven
■ CSC Deutschland GmbH, Wiesbaden

Deutsche Bank AG, Frankfurt/M
Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena), Berlin
■ Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt/M
■ Deutsche Post AG, Bonn
■ DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, Köln
■ DFDS Seaways GmbH, Cuxhaven
■ DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
■ DHL Freight GmbH, Bonn
■ DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt,
Köln
■ Dornier Consulting GmbH, Berlin
■ DVV Media Group GmbH, Hamburg
■ Dyckerhoff GmbH, Wiesbaden
■ DZ BANK AG, Frankfurt/M
■
■

E
Ernst Frankenbach GmbH, Mainz-Kastel
■ Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart
■

F
Fichtner Water and Transportation GmbH,
Stuttgart
■ FIEGE Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven
■ Flughafen Berlin Brandenburg GmbH, Berlin
■ Flughafen Düsseldorf GmbH, Düsseldorf
■ Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg
■ Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
■ Flughafen München GmbH, München
■ Fraport AG, Frankfurt/M
■ Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain
Services (SCS), Nürnberg
■

G
GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf
■ Gerd Körner Consulting KG, Weiterstadt
■ GOMULTIMODAL GmbH, Hamburg
■ GRE-Gauff Rail Engineering GmbH & Co. KG,
Frankfurt/M
■

H

■

D
Daimler AG, Stuttgart
■ DAKOSY Datenkommunikationssystem AG,
Hamburg
■ DEKRA e.V., Stuttgart
■ Dettmer Group KG, Bremen
■ Deutsche Bahn AG, Berlin
■

48

HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover
■ Hafen Hamburg Marketing e.V., Hamburg
■ Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft,
Hamburg
■ Hamburg-Köln-Express GmbH, Köln
■ Hamburg Port Authority AöR, Hamburg
■ Hamburg Südamerikanische DampfschifffahrtsGesellschaft KG, Hamburg
■ Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.,
Berlin
■ Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG,
Osnabrück
■ Hermes Transport Logistics GmbH, Hamburg
■ HFK Rechtsanwälte LLP, Frankfurt/M
■

Report 2014/2015
www.verkehrsforum.de

HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen
HOLM GmbH (House of Logistics & Mobility),
Frankfurt/M
■ Horst Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim/Teck

Port of Rotterdam, Rotterdam
PricewaterhouseCoopers AG WPG, Frankfurt/M
■ PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG,
Hamburg

■

■

■

■

I
IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und
Verkehr, Berlin
■ IBM Deutschland GmbH, Ehningen
■ IMPERIAL Logistics International B.V. & Co. KG,
Duisburg
■ Ing.-Büro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH, Düsseldorf
■ Iveco Magirus AG, Unterschleißheim
■

J
■

JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven

K
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt/M
■ KG GEKOL Mineralölhandel GmbH & Co., Hamburg
■ Kienbaum Consultants International GmbH,
Düsseldorf
■ Knorr-Bremse AG, München
■ KombiConsult GmbH, Frankfurt/M
■ Kombiverkehr KG, Frankfurt/M
■ KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen
Kraftverkehrs VaG, Hamburg
■ Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Hamburg
■

L
Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale,
Frankfurt/M
■ Leipziger Messe GmbH, Leipzig
■ Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, Leipzig
■ Linklaters LLP, Berlin
■ LNC LogisticNetwork Consultants GmbH, Hannover
■ LogPay Financial Services GmbH, Eschborn
■ Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion
mbH, München
■ Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH, Lübeck
■

R
Railistics GmbH, Wiesbaden
■ Reederei Jaegers GmbH, Duisburg
■ RheinCargo GmbH & Co. KG, Neuss
■ RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim
■ Robert Bosch GmbH, Stuttgart
■ Rödl & Partner GbR Wirtschaftsprüfer
Steuerberater Rechtsanwälte, Nürnberg
■ Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG, Dahlewitz
■

S
Schenker AG, Essen
■ Schenker Deutschland AG, Kelsterbach
■ Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg
■ Schüßler Plan GmbH, Düsseldorf
■ Seaports of Niedersachsen GmbH, Oldenburg
■ Seehafen Wismar GmbH, Wismar
■ Siemens AG, Erlangen
■ Sopra Steria GmbH, Hamburg
■ Spiekermann GmbH Consulting Engineers,
Düsseldorf
■ Steinbrück Omnibusbetrieb und Reisebüro, Gotha
■

T
Talgo (Deutschland) GmbH, Berlin
■ Techdata Projektsteuerung und Projektmanagement im Bauwesen GmbH, Berlin
■ Teradata GmbH, Augsburg
■ TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für
kombinierten Güterverkehr mbH, Frankfurt/M
■ Thales Deutschland GmbH, Stuttgart
■ ThyssenKrupp Steel Europe AG, Duisburg
■ Toll Collect GmbH, Berlin
■ TransCare GmbH, Wiesbaden
■ T-Systems International GmbH, Frankfurt/M
■

M
Magdeburger Hafen GmbH, Magdeburg
■ MAN Truck & Bus AG, München
■ Maritime LNG Plattform e.V., Hamburg
■ Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing
■ McKinsey & Company, Inc., München
■ Messe Frankfurt Venue GmbH, Frankfurt/M
■ MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH,
Mannheim
■ Michelin Reifenwerke AG & Co. KGaA, Karlsruhe
■ M&M Militzer & Münch Deutsche Holding GmbH,
Hof
■ M. M. Warburg & CO (AG & Co.) KGaA, Hamburg
■ MTU Aero Engines AG, München
■

N
NIIT Technologies GmbH, Stuttgart
■ NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz
■ North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co.,
Bremerhaven
■

O
Olswang Germany LLP, Berlin
■ On Rail GmbH, Mettmann
■

P
PANALPINA Welttransport (Deutschland) GmbH,
Mörfelden
■ PERSONALUNION, Hamburg
■ PLANCO Consulting GmbH, Essen
■ Plasser & Theurer GmbH, Wien
■

U
UNION TANK Eckstein GmbH & Co. KG,
Kleinostheim
■ UNITI Bundesverband mittelständischer
Mineralölunternehmen e.V., Berlin
■ UPS Transport OHG, Neuss
■

V
VDA Verband der Automobilindustrie e.V., Berlin
■ VdTÜV - Verband der TÜV e.V., Berlin
■ VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen,
Köln
■ Verein Deutscher Zementwerke e.V., Düsseldorf
■ Volkswagen Logistics GmbH & Co. OHG,
Wolfsburg
■ Vossloh Aktiengesellschaft, Werdohl
■ VTG Aktiengesellschaft, Hamburg
■

W
Wagener & Herbst Management Consultants
GmbH, Potsdam
■ Wallenius Wilhelmsen Logistics Germany GmbH,
Lehrte
■

Z
ZDS Zentralverband der Deutschen
Seehafenbetriebe e.V., Hamburg
■ Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe
e.V. (ZDK), Bonn
■

Stand Februar 2015

49

Herausgeber:
Deutsches Verkehrsforum e.V.
10785 Berlin, Klingelhöferstraße 7
Telefon: 030 263954-0
Telefax: 030 263954-22
Internet: www.verkehrsforum.de
E-mail: info@verkehrsforum.de
Verantwortlich für den Inhalt:
Ingrid Kudirka
Fotos: Airbus S.A.S. 2014 (S. 21), BMW AG
(S. 25), Daimler AG (S. 19), Deutsche Bahn AG
(S. 13, 22), Deutsche Lufthansa AG (S. 29), Dr. F.
Eck (Titel), euroluftbild.de/Robert Grahn (S. 9),
Fotolia (S. 7, 10, 33), HWG Cuxhaven (S. 31),
Köln Bonn Airport (S. 15), M. Knoll (S. 27),
Ministerium für Verkehr und Infrastruktur
Baden-Württemberg (Porträt Hermann S. 24),
RMV - Thomas Rosenthal (S. 26), spdfraktion.de
(Porträt Groschek S. 8)

Layout und Produktion:
msm.media | amadea.berlin
www.amadea-berlin.de
Berlin, Februar 2015

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