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Periodical volume

Full text: Report Issue 2012/13

Report

Herausgeber:
Deutsches Verkehrsforum e.V.
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D. Bontinck (S.4, 7); Fraport AG (S.4, 19);
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Kombiverkehr GmbH & Co KG (S.9);
Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion
mbH (S.15);
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Layout und Produktion:
msm.media | amadea.berlin
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Berlin, Februar 2013

DEUTSCHES VERKEHRSFORUM

REPORT 2012/2013

WWW.VERKEHRSFORUM.DE

Inhalt:
Europa

............................6

Infrastruktur und Finanzierung
Umwelt und Energie

. . . . . . . . . . 12

. . . . . . . . . . . . . . . . . 18

Güterverkehr und Logistik

. . . . . . . . . . . . . 26

Personenverkehr und Vernetzung . . . . . . . . 32
Chronik 2012/2013 . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Foren und Positionen 2012/2013 . . . . . . . . . 46
Präsidium des Deutschen Verkehrsforums . . . 48
Mitglieder des Deutschen Verkehrsforums . . 50

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

ENORME

AUFGABEN
MEISTERN
Klaus-Peter Müller
Vorsitzender des Präsidiums Deutsches Verkehrsforum,
Vorsitzender des Aufsichtsrates, COMMERZBANK AG

Für das Jahr 2013 rechnet das Ifo-Institut mit

■

einem Wirtschaftswachstum von 0,7 Prozent in
Deutschland, hauptsächlich getrieben vom Im-

sen noch effizienter gestaltet werden.
■

■

Der Ausstoß an Treibhausgasen muss weiter
von der Verkehrsentwicklung entkoppelt wer-

Indiz für die noch nicht überwundene Euro- und

den.

Verschuldungskrise. So können wir mit einem
leichten einstelligen Wachstum der Verkehrsleis-

Eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung muss sichergestellt werden.

und Export. Zudem wird ein Unsicherheitsintervall von –0,6 bis +2 Prozent angegeben – ein

Die Infrastruktur und das Verkehrssystem müs-

■

Verkehrslärm muss effektiv und effizient ver-

tung rechnen; allerdings wird die Lage in den

ringert werden – vor allem an den Brenn-

einzelnen Segmenten der Transportbranche wei-

punkten.

terhin variieren. In den vergangen Jahren hat

■

auf dem Wasser, müssen vorankommen.

Diese Anpassungsbereitschaft wird wegen des
volatilen wirtschaftlichen Umfelds auch in Zu-

Global abgestimmte Sicherheitsstrategien, auch
für den Güterverkehr zu Land, in der Luft und

der Sektor seine Chancen entschlossen genutzt.
■

Die Wettbewerbsbedingungen innerhalb
Europas und global müssen fairer gestaltet

kunft notwendig sein.

werden.
Die Flexibilität der Unternehmen hat jedoch ihre
Grenzen. Ein alarmierendes Zeichen ist die Situ-

■

Die gesellschaftliche Akzeptanz von Verkehr
und Infrastruktur muss erhöht werden.

ation der europäischen Fluggesellschaften. Das
Wachstum im Weltluftverkehr findet nicht mehr

Ohne den wirtschaftlichen Erfolg ist eine ökolo-

in Europa, schon gar nicht in Deutschland, son-

gische und soziale Nachhaltigkeit nicht möglich.

dern in Asien und im Nahen Osten statt. Die

Daher muss der Wirtschafts- und Verkehrsstand-

Erfolgsbedingungen liegen nicht allein in der

ort Europa im globalen Wettbewerb weiter ge-

Hand der Unternehmen. Um die enormen Auf-

stärkt werden. Auch die nächste Bundesregie-

gaben zu bewältigen, brauchen sie eine verant-

rung wird vor dieser Aufgabe stehen. Für die

wortungsvolle Politik in Brüssel und Berlin, die

Fachpolitiker und die Verkehrsbranche heißt es

den richtigen Rahmen für Wachstum und Be-

dann, gemeinsam zu handeln. Unsere Expertise

schäftigung setzt.

und Unterstützung werden wir mit aller Kraft

Denn die nationalen und internationalen Her-

dafür einsetzen.

ausforderungen sind vielfältig:
■

Trotz Schuldenbremse muss mehr in Erhalt und

Ihr

Ausbau der Verkehrswege investiert werden.

Klaus-Peter Müller
5

Report 2012/2013
Europa

EUROPA

Nur wenn wir Europas Wettbewerbsfähigkeit sichern, können wir den Umwelt- und Klimaschutz
sowie unseren Wohlstand erhalten. Allerdings werden im Kampf gegen den Klimawandel zum Teil
politisch fragwürdige Entscheidungen getroffen. Alleingänge, etwa beim Emissionshandel im Luftverkehr, führen zu massiven Schäden für die Wirtschaft und Leistungsfähigkeit unseres Standortes.

Eine globalisierte Wirtschaft braucht harmoni-

beseitigen. Langfristig sind Vereinbarungen der

sierte Standards und gleiche Marktzutrittsmög-

Welthandelsorganisation zu erzielen, die einen

lichkeiten weltweit. Dazu muss die Europäische

fairen Wettbewerb ermöglichen. Solange diese

Union (EU) beitragen, indem sie mit ihrer Ver-

ausstehen, bedarf es bilateraler Abkommen.

kehrspolitik faire Wettbewerbsbedingungen im
einheitlichen Binnenmarkt schafft. Das gelingt

Uneinheitliche Zugzulassungsbestimmungen in

nicht immer.

der EU sind ein weiteres großes Problem für den
Schienenverkehr. Die Zulassung von Lokomotiven

Schienenverkehr

in Europa dauert durchschnittlich 600 inakzep-

Im Eisenbahnbereich zeigen sich gravierende

table Tage. Fertige Züge stehen ungenutzt still,

Wettbewerbsverzerrungen. So haben europäi-

weil Zulassungen fehlen. Das verursacht in

»Wir benötigen eine europaweit einheitliche Zugzulassung, um
Prozesse zu beschleunigen, administrative Kosten zu reduzieren und
europaweit einheitliche Modelle ohne Sonderausführungen produzieren zu können. «
Dr. Jochen Eickholt, CEO Division Rail Systems Infrastructure & Cities Sector,
SIEMENS AG

sche Hersteller von Schienenfahrzeugen keines-

Deutschland Mehrkosten im Wert von 1,4 Mil-

falls dieselben Wettbewerbschancen wie etwa

liarden Euro. Eine EU-einheitliche Zulassung von

japanische Hersteller in der EU. Sicherheitsvor-

Schienenfahrzeugen ist längst überfällig. Zur För-

schriften wirken wie Marktzutrittsbarrieren für

derung des grenzüberschreitenden Schienenver-

die europäische Bahnindustrie. Diese gilt es zu

kehrs beschloss die EU 2006, ein europäisches

6

STANDPUNKT
Wet t b e we r b s f ä h i ge E U - I n d u s t r i e p o l i t i k
■

■

■

Globale Regelung beim Emissionshandel
im Luftverkehr
Sicherung der Technologieführerschaft
bei alternativen Kraftstoffen und Antrieben
Einrichtung europäischer Infrastrukturen wie TEN-V und SES

■

■

■

Vollendung der Liberalisierung des
europäischen Eisenbahnmarkts
Umsetzung der einheitlichen und effizienten Zugzulassung EU-weit
Ausrichtung der EU-Hafenpolitik auf
Investitionen, Wettbewerbsfähigkeit und
Arbeitsplätze

Report 2012/2013
Europa

infrastruktur mit ERTMS zu investieren. Allerdings
Veränderungen Container-Umschlagvolumen für Seehäfen

bedarf es für die Umsetzung mehr Zeit, weswegen Deutschland eine Fristverlängerung bis 2018

70%

bei der Europäischen Kommission beantragt hat.

1.200

60%

Für eine durchgängige Befahrbarkeit verschiede-

1.000

50%

ner Züge ist es vor allem wichtig, die Kompatibi-

800

40%

lität der unterschiedlichen Versionen des ERTMS

600

30%

in der gesamten EU zu gewährleisten.

400

20%

200

10%

0

0

2000

2010

2020

EU-Hafenpolitik
2000

2010

2020

■ Seecontainer-Umschlag in Häfen, global [Mio. TEU]
■ Anteil der Häfen Asiens [%]
[Quelle: N. Davidson, Drewry 2011]

Seit Anfang 2012 liegt der Richtlinienvorschlag
der Europäischen Kommission zur Vergabe von
Dienstleistungskonzessionen dem Rat und dem
Parlament der EU zur Entscheidung vor. Die Richtlinie soll einen einheitlichen rechtlichen Rahmen
für Dienstleistungskonzessionen festlegen und

Zugsicherungs- und Leitsystem einzuführen. Die

grundlegende Anforderungen an die Konzes-

Umsetzung des »European Rail Traffic Manage-

sionsvergabe definieren. Inzwischen hat der EU-

ment und Control System« (ERTMS/ETCS) verzö-

Binnenmarktausschuss klargestellt, dass Miet-

gert sich in Deutschland. Bis 2015 bzw. 2020

und Pachtverträge, wie sie bei deutschen Hafen-

sollten 4 internationale Schienenkorridore in

betrieben Anwendung finden, nicht als Konzes-

Deutschland ausgerüstet werden. Das ist nicht

sionen anzusehen sind und somit den Vorschrif-

mehr zu realisieren. Eine zwischenzeitliche Über-

ten der Richtlinie nicht unterfallen. Das Plenum

legung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau

des Europäischen Parlaments und der Rat müs-

und Stadtentwicklung war, statt der Gleise die

sen über Richtlinie und Veränderungsvorschläge

Lokomotiven mit entsprechender Technik auszu-

entscheiden.

rüsten, den sogenannten System Specific Transmission Modules (STM). Das hätte die Interopera-

Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) hat sich

bilität der Systeme gewährleisten können, aber

nachdrücklich dafür eingesetzt, dass die Richt-

gleichzeitig den Umrüstungsaufwand von der

linie rechtlich eindeutig formuliert wird, und da-

Schieneninfrastruktur auf die Fahrzeuge verlagert.

zu Vorschläge sowohl gegenüber dem Binnen-

Denn mit der Installation von STM müssten die

marktausschuss und dem Verkehrsausschuss des

Bestandsfahrzeuge nochmals zugelassen werden.

Europäischen Parlaments (EP) als auch dem Deut-

Im Februar 2013 verabschiedete sich die Bundes-

schem Bundestag und der Bundesregierung un-

»Wir müssen uns intensiver Gedanken über die Rahmenbedingungen
machen, die Verkehrsunternehmen benötigen, um profitabel arbeiten zu können.«
Gesine Meißner, Mitglied des Europäischen Parlaments,
Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr

regierung von der Übergangslösung STM und

terbreitet. Für künftige Investitionen, für den

plant nun doch, die verfügbaren Finanzmittel in

Erhalt der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit

die Ausrüstung der transeuropäischen Schienen-

und für sichere Beschäftigungsverhältnisse sind

8

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

»Wir brauchen eine Industriepolitik für den Luftverkehr, damit die
europäische Luftverkehrswirtschaft auch künftig Wertschöpfung
und Arbeit in Europa schaffen kann.«
Dr. Christoph Franz, Vorsitzender des Vorstands, Deutsche Lufthansa AG

die Hafenumschlagsbetriebe auf Verlässlichkeit

für Investitionen Schaden nimmt und Arbeits-

angewiesen. Der Verlauf der Diskussion in Parla-

plätze gefährdet werden, wenn eine Marktöff-

ment und Rat lässt hoffen, dass diesen Anliegen

nung bei Umschlagsdienstleistern gesetzlich er-

der Hafenwirtschaft weitgehend Rechnung ge-

zwungen wird.

tragen wird. Parallel haben EU-Verkehrskommissar Siim Kallas und die Generaldirektion MOVE

Single European Sky

der EU-Kommission eine erneute Untersuchung

Der einheitliche europäische Luftraum ist ein

des Marktzugangs bei Hafendienstleistungen ini-

wichtiger Baustein für die Emissionsreduktion

tiiert. Nachdem in der Vergangenheit bereits zwei

und mehr Wirtschaftlichkeit im Luftverkehr. Mit

sogenannte Port Packages gescheitert waren, hat

der Umsetzung des Single European Sky (SES)

die EU-Kommission jetzt eine zweistufige Kon-

könnten bis zu 12 Prozent CO2-Emissionen ein-

sultation und eine Konferenz mit allen Betroffe-

gespart werden. Ein Initiativbericht des Verkehrs-

nen, an der sich auch das DVF beteiligt hat,

ausschusses des EP von Mitte letzten Jahres hat

durchgeführt. Bei den Befragten überwog dem-

jedoch deutlich gemacht, dass es mit der Einfüh-

nach die Einschätzung, dass neue EU-rechtliche

rung und Umsetzung des SES durch die Mitglied-

Anforderungen bei der Zulassung von Hafen-

staaten hapert. Das DVF begrüßte deshalb, dass

dienstleistungen nicht von Vorteil wären. Die

der Initiativbericht die zögerliche Umsetzung an-

Hafenbetriebe fürchten, dass ihre Attraktivität

mahnte. Der Appell in dem Bericht richtet sich

STANDPUNKT
S e c u r i t y i m L a n d ve rke h r
■

■

■

■

Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus
bleibt Kernaufgabe des Staates.
Stärkere Kooperation der Sicherheits- und
Justizbehörden
Verhältnismäßigkeit bei der Einführung von
Sicherheitsmaßnahmen
Unterstützung beim Austausch von Best Practices

■

■

■

Keine pauschal verpflichtenden Maßnahmen;
keine Blockade des Warenflusses; Konzentration
auf Prozessoptimierung
Aufrechterhaltung der offenen Systeme von Straße
und Schiene
Europäische Initiativen nur mit zusätzlichem
Nutzen für die EU

an alle Beteiligten, die Umsetzung der funktionalen Luftraumblöcke und
der dazu notwendigen Technologie SESAR stärker voranzutreiben. Ebenso
muss der Ressourcenmangel bei den Mitgliedsstaaten behoben werden,
fordert das DVF. Daher sollte die EU-Kommission bessere Durchsetzungskompetenzen erhalten, um die Einhaltung der Leistungsziele durch die Flugsicherungsdienste zu gewährleisten. Die EU-Kommission will nun einen
Vorschlag zu gesetzlichen Nachbesserungen der SES-Verordnungen (SES II
plus) inklusive Sanktionsmöglichkeiten vorlegen.
Emissionshandel im Luftverkehr
EU-Kommissarin Connie Hedegaard hat im November 2012 den Erwerb
von CO2-Verschmutzungsrechten für Flüge von und nach Europa um ein
Jahr bis November 2013 verschoben. Innerhalb dieser Frist erwartet die
EU-Kommission eine globale Lösung seitens der internationalen Luftfahrtorganisation ICAO für den Umgang mit dem Emissionshandel. Ansonsten
soll das EU-Emissionshandelssystem mit CO2-Zertifikaten automatisch einsetzen. Für das DVF ist diese Entscheidung unbefriedigend, denn damit
werden die europäischen Airlines benachteiligt: Der Aufschub gilt nämlich
nicht für Flüge innerhalb Europas. Hierfür müssen weiterhin Emissionszertifikate gekauft werden. Das führt zu Wettbewerbsverzerrungen
gegenüber nichteuropäischen Fluggesellschaften, die überwiegend außerhalb Europas unterwegs sind. Ebenso leiden die europäischen Flughäfen
unter dieser Regelung, weil sie als Drehkreuze im internationalen Luftverkehr teurer und damit als Zwischenstopp unattraktiver werden.
Die Vorreiterrolle der EU hinsichtlich des Emissionshandels im Luftverkehr
kann nicht gegen den massiven Widerstand von Drittstaaten durchgesetzt
werden. Bei einem Working-Lunch mit EU-Abgeordneten und Vertretern der
EU-Kommission hat das DVF-Präsidium gegenüber EU-Verkehrskommissar Siim
Kallas die Fakten und Auswirkungen eines europäischen Alleingangs ausführlich erläutert. Die Luftverkehrswirtschaft wehrt sich nicht gegen einen
Emissionshandel, wenn er wettbewerbsneutral, also global eingeführt wird.
Security Luftverkehr und Schifffahrt
Positive Entwicklungen im Bereich Transportsicherheit gab es 2012 auf
europäischer und internationaler Ebene. Die Unternehmen profitieren im
EU-US-Handel durch die gegenseitige Anerkennung des europäischen
Sicherheitsregimes AEO (zugelassener Wirtschaftsbeteiligter) und des USSicherheitsregimes C-TPAT (Custom Trade Partnership Against Terrorism).
Daraus resultieren zum Beispiel ein geringerer Prüfungsaufwand im transatlantischen Warenverkehr, der Entfall eines zweiten Status des Exportlands
sowie eine bevorzugte Abfertigung beim US-Zoll und den Sicherheitsbehörden. Die USA erkennen seit dem 1. Juni 2012 auch das Konzept der
»sicheren Lieferkette« im Luftfrachtbereich an. Mit diesem Schritt zur dringend notwendigen Harmonisierung der Sicherheitsanforderungen erfüllte
sich ein wichtiges Anliegen des DVF.
10

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

Security Landverkehr

nicht pauschal mit neuen Maßnahmen belastet,

Einen erneuten Anlauf hat die EU-Kommission

sondern durch gezielte und verhältnismäßige

2012 zur Etablierung einer europäischen Sicher-

Aktivitäten intelligenter gemacht werden.

heitsstrategie genommen. Für den Landverkehr
soll zunächst eine Sachverständigengruppe aus

Transeuropäische Verkehrsnetze

Ministeriumsvertretern der EU-Mitgliedstaaten

Im Oktober 2011 veröffentlichte die EU-Kom-

gegründet werden, die Vorschläge zur besseren

mission ihre Vorschläge zur Revision der Leit-

Gefahrenabwehr prüften. Ergänzt wird die Sach-

linien zum Aufbau eines Transeuropäischen Ver-

verständigengruppe durch einen Beirat der Wirt-

kehrsnetzes (TEN-V) und ein Finanzkonzept in

schaft.

der Verordnung zur Schaffung der Fazilität »Connecting Europe Facility« (CEF). Darin forderte sie,

Das Arbeitspapier der EU-Kommission »Gefah-

31,7 Milliarden Euro (bis 2020) für die CEF ein-

renabwehr im Landverkehr SWD (2012) 143«

zusetzen. Angesichts des Gesamtinvestitionsvo-

und die Gründung der Expertengruppe entspre-

lumens von rund 1.500 Milliarden Euro bis zum

chen einer Forderung des DVF nach einem struk-

Jahr 2050 ist diese Summe gering. Nach dem

turierten Austausch über Sicherheitsfragen im

neu beschlossenen Finanzrahmen für die CEF von

Landverkehr. Die kontinuierliche Begleitung der

2014 bis 2020 bleiben für den Verkehr nur noch

Sachverständigengruppe durch den Beirat aus

magere 23,174 Milliarden Euro (davon 10 Mil-

»Wir sind überzeugt, dass das Finanzierungsinstrument der EUKommission ›Connecting Europe Facility‹ unerlässlich für Investitionen in die europäische Infrastruktur ist. Wir haben hierfür
31,7 Milliarden Euro bis 2020 vorgeschlagen. Jeder Euro für
Innovation und Zukunft zählt.«
Siim Kallas, Vizepräsident der Europäischen Kommission, Kommissar für Verkehr

Unternehmens- und Branchenvertreter ist dabei

liarden Euro aus dem Kohäsionsfonds) übrig.

besonders wichtig. Bevor ergänzende oder neue

Wie wenig dies nun mittlerweile ist, zeigt sich

Anforderungen für die Landverkehrssicherheit

daran, dass allein für die Lückenschlüsse und

vorgeschlagen werden, sollten die bestehenden

Engpässe im sogenannten Kernnetz bis zum

Regelungen überprüft werden. So erachtet das

Jahr 2020 rund 250 Milliarden Euro anzusetzen

DVF umfassende Schulungen des gesamten Per-

sind. Deutschland ist in besonderem Maße be-

sonals großer und kleiner Mobilitätsdienstleister

troffen, denn 6 von 10 Korridoren verlaufen

als unverhältnismäßig. Einen erheblichen Mehr-

durch die Bundesrepublik.

wert hingegen würde eine stärkere behördliche
Zusammenarbeit zwischen den nationalen Poli-

Zu begrüßen ist, dass der Verkehrsausschuss des

zeibehörden und Justizsystemen bringen.

EU-Parlaments Ende 2012 die Förderung zur Umrüstung lauter Güterwagen im Schienenverkehr

Völlig ungeeignet sind Vergleiche von Sicher-

auf leise Bremsen beschlossen hat. Die maximale

heitsarchitekturen der Verkehrsträger Luft und

Förderung liegt bei 20 Prozent und soll aus dem

See mit dem Landverkehr, da sie vollkommen

Finanzierungsinstrument CEF für die TEN-V be-

anders strukturiert sind. Gleiche Sicherheits-

reitgestellt werden. Das Deutsche Verkehrsforum

maßnahmen können hier nicht angewendet

wertet dies als Schritt in die richtige Richtung,

werden. Das System der Lieferkette sollte daher

bemängelt aber die Begrenzung auf 20 Prozent.
11

Report 2012/2013
Infrastruktur und Finanzierung

INFRASTRUKTUR
UND FINANZIERUNG

Zwischen 1980 und heute hat die deutsche Verkehrsinfrastruktur rund ein Achtel ihres Wertes
verloren. Die Investitionsquote im Bundeshaushalt ist mittlerweile auf 9,8 Prozent gesunken.
Marode Brücken werden für den Schwerlastverkehr geschlossen, Ausbaumaßnahmen verzögern
sich. Deutschland braucht einen mutigen Neuanfang bei Finanzierung, Bau, Betrieb und Erhalt der
Verkehrswege.

Deutschland verfügt über 230.800 km überge-

Staat in der Pflicht

ordnete Straßen, 37.700 km Schienen, 7.700 km

Die öffentliche Hand trägt im Rahmen der Da-

Bundeswasserstraßen sowie bedeutende inter-

seinsvorsorge die Verantwortung für die unein-

nationale Verkehrsflughäfen, See- und Binnen-

geschränkte Nutzbarkeit von Verkehrswegen

häfen. Nach Prognosen des Bundesministeriums

und -knoten. Lebensqualität und Wettbewerbs-

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)

fähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts können

steigt die Verkehrsleistung bis 2025 im Güterbe-

nur gesichert werden, wenn die Leistungsfähig-

reich um 74 Prozent und im Personenverkehr um

keit der Infrastruktur in Deutschland mit dem

17,9 Prozent. Allein auf Basis der im Investitions-

Verkehrswachstum Schritt hält. Dazu müssen die

rahmenplan aufgeführten Projekte ergibt sich ein

vorhandenen Kapazitäten optimal genutzt, Er-

zusätzlicher Investitionsbedarf von 1 bis 2 Milliar-

halt und Betrieb gewährleistet, stringent priori-

den Euro jährlich. Die sogenannte Daehre-Kom-

siert, nachhaltig finanziert, zügig realisiert und

mission zur Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfi-

mehr investiert werden.

nanzierung geht in ihrem Bericht von einer In-

»Eine funktionstüchtige Infrastruktur ist eine entscheidende
Voraussetzung für Mobilität und wirtschaftliches Wohlergehen.«
Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen

standhaltungslücke von rund 7,2 Milliarden Euro

Erste positive Schritte wurden bereits unternom-

jährlich bei Bund, Ländern und Kommunen aus.

men: Mit dem Verkehrshaushalt 2013 wurden

Gleichzeitig wird der Bundeshaushalt durch Ein-

rund 11 Milliarden Euro für die Verkehrsinfra-

nahmen aus Lkw-Maut, Luftverkehrssteuer und

struktur bereitgestellt, darunter auch zusätzliche

Bahndividende um etwa 6 Milliarden Euro zu-

Mittel aus dem sogenannten Infrastrukturbe-

sätzlich entlastet.

schleunigungsprogramm II. 2013 sollen daraus

12

STANDPUNKT
Ve rke h r s we ge f i n a n z i e r u n g
■

■

■

Vorrangige Erhaltung mit langfristiger Mittelbindung und Konzepten wie Leistungs- und Finanzierungsvereinbarungen
Stringente Priorisierung: Projekte mit Bedeutung
für das Gesamtverkehrssystem werden vorgezogen.
Solider Verkehrsinfrastrukturbericht als Grundlage
für Investitionsentscheidungen
Erhöhung der Investitionsmittel für den Verkehr

■

■

■

Zügige Realisierung durch schnellere Baureife
Nutzung von Planungskostenpauschalen und frühzeitige Bürgerbeteiligung
Effiziente Mittelverwendung unter anderem durch
Prüfung von ÖPP-Alternativen und Überwindung
der Kameralistik
Nachhaltige Finanzierung durch überjährige
Mittelbereitstellung und Zweckbindung von
Einnahmen aus dem Verkehr

Report 2012/2013
Infrastruktur und Finanzierung

insgesamt 600 Millionen Euro in Bundesstraßen,

Erhaltung langfristig sichern

Schienenwege und Wasserstraßen fließen; 2014

Nicht alle Bauwünsche von eher regionaler Be-

werden dann weitere 150 Millionen Euro inves-

deutung können mit Bundesmitteln bezahlt wer-

tiert. Für die nichtbundeseigenen Eisenbahnen

den. Die vorhandenen knappen Mittel müssen

sind 25 Millionen Euro für die Infrastruktur vor-

zunächst bevorzugt in die Erhaltung des Bestands-

gesehen.

netzes fließen. Eine langfristige Mittelbindung
bei allen Verkehrsträgern für Erhaltungsmaßnah-

Jedoch: Auf Dauer reicht dies nicht aus. Gemein-

men und Betrieb ist unverzichtbarer Bestandteil

sam mit anderen Verbänden fordert das Deut-

einer nachhaltigen Infrastrukturstrategie.

sche Verkehrsforum (DVF) daher die Aufstockung
des Verkehrshaushalts auf 14 Milliarden Euro,

Die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung

um die Instandhaltungslücke zu schließen, den

(LuFV) zum Erhalt des Bestandsnetzes der Bun-

Projektstau im Verkehrswegebau abzubauen und

desschienenwege hat sich bewährt. Die Finanz-

Engpässe gezielt zu beseitigen.

mittel müssen nun bedarfsgerecht erhöht wer-

»Wichtig ist eine mehrjährige und planungssichere Finanzierungsgrundlage für die Schieneninfrastruktur.«
Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr, DB Mobility Logistics AG

Parteien einig über Reformbedarf

den. Ähnliche Lösungen für nichtbundeseigene

Die großen im Bundestag vertretenen Parteien

Eisenbahnen mit Fernverkehrsrelevanz sind nötig.

und die Bundesländer stimmen darin überein,
dass die Infrastrukturpolitik neu gestaltet wer-

Für die Bundesfernstraßen müssen die Erhal-

den muss. Zwischen den Positionspapieren der

tungsmittel längerfristig gesichert werden. Im

Verkehrsinfrastrukturinitiativen von SPD und CDU

Sinne einer »LuFV Straße« könnten die vorhan-

sowie dem Bericht der Daehre-Kommission »Zu-

denen Pilotprojekte ausgebaut und um echte

kunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung« be-

Finanzierungsreformen ergänzt werden. Lang-

steht bei den wesentlichen Eckpunkten Konsens.

fristig sind Erhaltungskreisläufe mit überjähriger

Dies wurde bei den Hintergrundgesprächen mit

Mittelbindung und einem einheitlichen Rech-

dem DVF deutlich. Einig ist man sich beispiels-

nungs- und Berichtswesen von Bund und Län-

weise hinsichtlich der Notwendigkeit eines Ver-

dern zum Zustandswert der Fahrspuren, zur lau-

kehrsinfrastrukturberichts, den auch das DVF

fenden Verfügbarkeit sowie zu den Kosten für

fordert. Ein solcher Bericht würde als Entschei-

Erhalt und Betrieb sicherzustellen. Für die Um-

dungsgrundlage für eine solide Bereitstellung,

setzung der Reform der Wasser- und Schifffahrts-

Erhaltung und Bewirtschaftung der Verkehrswe-

verwaltung (WSV) gilt es, ein bedarfsgerechtes

ge dienen. Er sollte dazu alle zwei Jahre ohne

Kernnetz zu bewahren.

übermäßigen bürokratischen Mehraufwand die
vorhandenen Informationen von Bund, Ländern

Stringent priorisieren

und Kommunen zusammentragen und konsoli-

In allen Bereichen – Erhaltung, Ausbau und

dieren sowie Informationslücken schließen. Nur

Neubau – müssen eindeutige Kriterien für eine

so können die Investitionen gezielt bei Schwach-

Rangfolge der Infrastrukturprojekte angewendet

stellen ansetzen und der Erfolg von Baumaßnah-

werden. Diese Entscheidungen sind nicht nur

men überprüft werden.

nach volkswirtschaftlichen, sondern auch nach
betriebswirtschaftlichen Kriterien zu treffen. Im

14

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

Vordergrund steht die Frage, welchen Beitrag

Bedarfsplänen und der Gestaltung von Investi-

eine Maßnahme zum Gesamtnetz leistet und

tionsprogrammen nachträglich unnötig gewor-

wie gut das Nutzen-Kosten-Verhältnis ist. Sinn-

dene Projekte gestrichen und neue Prioritäten

voll ist daher eine klare Aufteilung der Finanzen

umgesetzt werden. Hierbei ist der Verkehrsinfra-

nach fester Quote – mit einem Großteil für bun-

strukturbericht ein unverzichtbares Instrument.

desweit bedeutsame Infrastruktur und einer Ab-

Die Diskussion um die Reform der Wasser- und

grenzung von Mitteln für regional bedeutsame

Schifffahrtsverwaltung (WSV) und der Vorrang-

Infrastruktur. Zukünftig muss stärker berücksich-

liste der Bundeswasserstraßen verdeutlicht das

tigt werden, welche Folgekosten die Verzögerung

Konfliktpotenzial, dem sich Bund, Länder und

von Projekten nach sich ziehen (Stichwort Bau-

Verkehrswirtschaft stellen müssen. Letztendlich

preissteigerung) und welchen volkswirtschaft-

kommt es darauf an, dass bei einer Priorisierung

lichen Nutzen eine frühzeitige Fertigstellung

das Gesamtnetz in seiner Leistungsfähigkeit vor

schafft.

allem dahingehend betrachtet wird, Zukunftskonzepte zu entwickeln.

Die Neuauflage der Bundesverkehrswegeplanung ab dem Jahr 2015 bietet eine Chance, an

Nachhaltig finanzieren

dieser Stelle neu anzusetzen. Gleichzeitig müs-

Die Parteien stimmen mit der Wirtschaft über-

sen bei der routinemäßigen Überprüfung von

ein, dass die Finanzmittel für Verkehrswege vom

STANDPUNKT
Ve rke h r s i n f r a s t r u k t u r b e r i c h t
■

■

■

Dokumentation der Leistungsfähigkeit
der Verkehrsinfrastruktur basierend auf
Qualitätsindikatoren; Identifikation der
Schwachstellen
Darstellung von Ausbesserungs- und Erweiterungsbedarf unter Einbeziehung von
Verkehrsprognosen
Ableitung der Ziele und Schwerpunkte
für eine kurzfristige Infrastrukturplanung

■

■

■

Offenlegung des Finanzbedarfs für ein
festgelegtes Qualitätsniveau
Integration von Elementen der Leistungsund Finanzierungsvereinbarung der
Schiene
Aktualisierung alle 2 Jahre aus vorhandenen Informationen von Bund, Ländern
Kommunen und Verkehrsunternehmen

Report 2012/2013
Infrastruktur und Finanzierung

Haushaltsjahr gelöst und Überträge in Folgejahre

Kommunen unterstützen

gestattet werden. Die Kernpunkte einer Reform

Geschätzte 28 Millionen Menschen nutzen täg-

sind aus Sicht des DVF die überjährige Planungs-

lich die öffentlichen Verkehrsmittel. Allerdings ist

und Finanzierungssicherheit, die Zweckbindung

die Finanzierung des öffentlichen Personennah-

der Einnahmen aus dem Verkehrsbereich und die

verkehrs (ÖPNV) gefährdet. Bewährte Finanzie-

Transparenz über deren Verwendung. Mit der Bin-

rungsgrundlagen zwischen Bund und Ländern

dung der Mauteinnahmen für Bundesfernstraßen

laufen aus, ohne dass bisher eine Nachfolge-

im Haushalt wurde ein erster Schritt gemacht. Ein

regelung geschaffen wurde.

ähnlicher »kleiner« Finanzierungskreislauf ist entstanden, in dem die Bahndividende in die Finan-

Das Bundeskabinett hat die Fortführung der so-

zierung der Bundesschienenwege einbezogen

genannten Entflechtungsmittel für die Gemeinde-

wurde.

verkehrsfinanzierung (GVFG) in seiner aktuellen

Wichtig ist aus Sicht des DVF zur effizienten Ver-

Höhe bis einschließlich 2014 um ein Jahr be-

waltung der Verkehrsinfrastruktur, dass die Ein-

schlossen. Das schafft jedoch nicht die von den

führung der doppelten Buchführung in Konten

Kommunen dringend benötigte langfristige

»Wir brauchen mehr ÖPNV. Darum darf sich die öffentliche Hand
aus der Finanzierung nicht zurückziehen. Investitionen in sinnlose
Infrastruktur darf es aber nicht mehr geben.«
Dr. Anton Hofreiter MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung im Deutschen Bundestag

(Doppik) bei der Haushaltsführung in Kommunen,

Planungssicherheit, um mehrjährige Projekte

Ländern und im Bund vorankommt. Nur durch

anzustoßen. Der Bund muss die Höhe der Ent-

die Verknüpfung von Investitionen, Abschreibun-

flechtungsmittel ab 2015 festlegen und eine An-

gen und Betriebskosten kann Transparenz über

schlusslösung für die Finanzierung der ÖPNV-In-

die Qualität, den Wert und den Wertverlust der

frastruktur nach 2019 finden.

Verkehrswege geschaffen werden – die Voraussetzung, um rechtzeitig Fehlentwicklungen ent-

Das DVF kritisiert zudem den Wegfall der Zweck-

gegenzuwirken.

bindung bei den Entflechtungsmitteln ab 2014.
Dadurch ist eine investive Verwendung der Gel-

Ergänzend zur Infrastrukturfinanzierung durch

der im Verkehrsbereich künftig nicht mehr ga-

die öffentliche Hand muss es möglich sein, pri-

rantiert. Umso wichtiger ist die freiwillige Selbst-

vates Kapital stärker zu beteiligen. Dadurch kön-

verpflichtung der Bundesländer zum Einsatz der

nen Projekte rascher und effizienter realisiert und

Gelder für den ÖPNV und kommunale Straßen,

betrieben sowie Qualitätsverbesserungen erreicht

wie sie zum Beispiel von Nordrhein-Westfalen

werden. Auf kommunaler Ebene gibt es bereits

und Brandenburg geleistet wurde.

Ansätze, die Kameralistik beim Erhalt der Verkehrswege durch Öffentlich-Private-Partnerschaf-

Zusammen mit anderen Wirtschafts- und Ver-

ten (ÖPP) zu überwinden und die Instandhaltungs-

kehrsverbänden hat das DVF den Bund aufge-

kosten zu senken. Zudem lässt sich Geld und

fordert, die Förderung der Verkehrsinfrastruktur

Zeit über eine bundeslandübergreifende Durch-

der Kommunen im Zeitraum von 2014 bis 2019

finanzierung und Umsetzung bei Großprojekten

auf 1,9 Milliarden Euro anzuheben und die

sparen.

Zweckbindung sicherzustellen.

16

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

Bundeshaushalt
Investitionsquote
12 %
10 %
8%
6%
4%
2%
0

2001
Ist

2002
Ist

2003
Ist

2004
Ist

2005
Ist

2006
Ist

2007
Ist

2008
Ist

2009
Ist

2010
Ist

2011
Ist

2012
Soll

2014*

2013
Soll

* Finanzplanung
[Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung; Bundeshaushalt]

Sanierungslücke schließen

Bürger einbeziehen

Inzwischen herrscht vielerorts drängender Sa-

Die frühzeitige Bürgerbeteiligung (»Public Go-

nierungsbedarf: Modernisierungsmaßnahmen

vernance«) spielt nach Auffassung des DVF eine

sind bei Gleisen und Stellwerken erforderlich,

wichtige Rolle in der Verkehrsinfrastrukturpolitik.

ebenso bei Betriebsleitsystemen, Videoanlagen,

Durch die Beteiligung der Anspruchsgruppen

Rolltreppen und Fahrstühlen. Von dem jährli-

(»Stakeholder-Analyse«) können in einem früh-

chen Erhaltungsaufwand in diesem Bereich von

en Projektstadium alle Betroffenen erfasst und

rund 550 Millionen Euro können die Verkehrs-

eingebunden werden. Die Interessen der direkt

unternehmen allein 220 Millionen Euro aufbrin-

betroffenen Bürger sollten höher als allgemeine

gen. Der ÖPNV steht vor einer Sanierungslücke

Verbandsklagen gewertet werden.

von rund 3,4 Milliarden Euro. Die Kreditanstalt
für Wiederaufbau schätzt den aktuellen Investi-

Durch die frühe und umfassende Einbeziehung

tionsrückstand der Kommunen im Bereich Ver-

aller Betroffenen können Kosten gespart wer-

kehr auf insgesamt auf 26 Milliarden Euro. Das

den, da noch umgesteuert werden kann und mit

»Wir sollten die Bevölkerung bereits auf der Ebene des Bundesverkehrswegeplans einbeziehen, damit Konf likte frühzeitig ausgeräumt
werden können.«
Sören Bartol MdB, Verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion

gesellschaftliche Vermögen verfällt auf diese

Kompromissen weiter geplant wird. So werden

Weise immer weiter, weil die Investitionen mitt-

Projekte schneller und kostengünstiger realisiert,

lerweile geringer als die Abschreibungen sind.

aber nur, wenn die Entscheidungen verbindlich

Essenziell für die künftige Finanzierung von ÖPNV-

und einspruchssicher Bestand haben.

Investitionen wird es sein, ein entsprechendes
Erhaltungskonzept zu erarbeiten und finanziell
zu unterlegen.

17

2015*

2016*

Report 2012/2013
Umwelt und Energie

UMWELT
UND ENERGIE

Die Umweltbilanz dauerhaft zu optimieren bleibt ein Kernziel des Verkehrssektors. Dazu muss der
Ausstoß von Treibhausgasen und Luftschadstoffen noch stärker vom Wachstum des Verkehrs entkoppelt werden. Der Anteil regenerativer Energien soll gesteigert, die Effizienz des Verkehrsgeschehens weiter erhöht und der Verkehrslärm noch stärker reduziert werden.

In den vergangenen Jahren ist das Verkehrsauf-

standort Deutschland werden kann. Brenn-

kommen stetig angestiegen. Diese Entwicklung

punkte dieser Entwicklung sind vor allem Flug-

wird sich auch in der Zukunft fortsetzen. Hieraus

häfen und stark befahrene Bahntrassen. Hier ist

ergeben sich zwangsläufig Konflikte zwischen

die Schaffung von Akzeptanz und Verständnis

den Anwohnern und dem Betrieb der Verkehrs-

für den Ausbau wichtiger Infrastrukturen zu

wege – auch durch den entstehenden Lärm. Mit

einer sehr großen Herausforderung geworden.

»Häufig genug waren Grenzwerte und Umweltziele am Ende nichts
anderes als Ansporn für Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit.«
Peter Altmaier, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

dem Wachstum des Verkehrs ist auch der Ver-

Dennoch ist ein solcher Konsens für die Zukunft

kehrslärmschutz in Deutschland über Jahrzehnte

eines global vernetzen Standorts wie Deutsch-

erfolgreich ausgebaut worden. Durch eine Viel-

land unabdingbar.

zahl von Maßnahmen wie Lärmschutzwänden an
Fernverkehrsstraßen und Schienenwegen, lärm-

Verkehrslärmschutzpaket II

armen Straßenbelägen, Verbundstoffbremsen

Im Nationalen Verkehrslärmschutzpaket II der

für Schienengüterwagen und deutlich leisere

Bundesregierung wurden 2009 erstmals quanti-

Flugzeugtriebwerke ist es gelungen, ein hohes

tative Lärmminderungsziele für die Verkehrsträ-

Maß an Lärmschutz mit einem hohen Mobili-

ger formuliert: Zur Entlastung von Brennpunkten

tätsniveau zu verbinden. Allerdings ist in den

soll der Verkehrslärm bis 2020 im Luftverkehr

letzten Jahren eine negativere Wahrnehmung

um 20 Prozent, im Schienenverkehr um 50 Pro-

des Verkehrs hinzugetreten, die zu einem erns-

zent sowie im Straßenverkehr und in der Bin-

ten Entwicklungshemmnis für den Mobilitäts-

nenschifffahrt um bis zu 30 Prozent reduziert

18

STANDPUNKT
A k t i o n s p l a n Ve rke h r s l ä r m
■

■

Grundkonsens für Mobilität und Transparenz: Verkehr mit allen Gruppierungen der Gesellschaft gemeinsam leiser
gestalten. Bewusstseinsschärfung der
herausragenden Rolle der Mobilität für
Bürger und Unternehmen
Zielgerichtete Lärmvermeidung: kontinuierliche Flottenerneuerung, Ausbau
der Lärmvermeidung an der Quelle, ergänzende Maßnahmen an der Infrastruktur und am Schallausbreitungsweg

■

■

■

Europäische Lösungen: Angleichung von
Grenzwerten, Förderprogrammen und
Maßnahmen in Europa
Mitverantwortung von Öffentlicher Hand
und Politik: frühzeitige Definition der
Lärmminderungsziele, Ausfüllen der
Vorbildfunktion, konstruktive Lösung
von Zielkonflikten und vorbeugende
Siedlungsplanung
Weiterentwicklung der Lärmwirkungsforschung: Messung, Dokumentation,
Eingrenzung und Reduzierung der
Lärmquellen

Report 2012/2013
Umwelt und Energie

werden. Das Deutsche Verkehrsforum (DVF) hat
sich ausdrücklich zu diesem ehrgeizigen Plan bekannt. Er kann jedoch nur gemeinsam durch
intensive Anstrengungen eines Bündnisses aller
Beteiligten – der Industrie, Verkehrsteilnehmer,
Politik, Behörden und betroffenen Anwohner –
umgesetzt werden.
Lärmschutz im Straßenverkehr
Bei allen Verkehrsträgern gibt es Erfolg versprechende Ansätze für eine weitere Eingrenzung
der Lärmemissionen. Im Straßenverkehr können
fahrzeugseitige Optimierungen an Motor, Antriebsstrang, Abgasanlage und Reifen bis 2020
insgesamt zu einer Lärmminderung um 1,7 dB
führen. Einen Beitrag dazu leistet auch die Elektromobilität. Eine weitere Absenkung der zulässigen Grenzwerte, die die Europäische Kommission angeregt hat, ist im Grundsatz von allen
Beteiligten akzeptiert. Hinsichtlich der Umsetzungsfristen muss aber ein Kompromiss gefunden werden, der die Entwicklungszyklen besser
berücksichtigt und die Potenziale der einzelnen
Fahrzeugklassen besser abbildet.
Lärmschutz im Schienenverkehr
Für die Lärmreduktion im Schienenverkehr ist
die Auflage eine europäischen Umrüstungsprogramms für Güterwagen von Grauguss- auf Verbundstoff-Bremssohlen essenziell. Mit Investitionen von rund 800 Millionen Euro für die Umrüstung auf die sogenannte LL-Sohle lässt sich
europaweit eine Halbierung der Lärmemissionen
von Schienengüterwagen erzielen. Die Bundesregierung hat mit der Einführung eines lärmabhängigen Trassenpreissystems und der Umrüstungsförderung aus Bundesmitteln bereits einen
wichtigen Schritt getan, der von Brüssel unterstützt und aufgegriffen werden sollte.
Lärmschutz im Luftverkehr
Wie dringlich eine zukunftsgerichtete Lösung
der Ausbau- und Lärmschutzthematik im Luftverkehr geworden ist, hat das Nachtflugverbot
am Flughafen Frankfurter Flughafen gezeigt.
Ohne nachtoffene Flughäfen verliert Deutsch20

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

land einen wichtigen Teil seiner Wettbewerbs-

und Verkehrsteilnehmer tragen hier die Verant-

fähigkeit. Das gilt für den Passagierverkehr glei-

wortung für die bestmögliche Reduzierung des

chermaßen wie für den Luftfrachtverkehr. Der

Lärmschutzes an der Quelle – das bedeutet in

Luftverkehrsbranche ist es durch stetige Investi-

erster Linie die fortlaufende Modernisierung der

»Erdgas ist eine echte Alternative zu Benzin und Diesel, denn dieser
Brennstoff kann wesentlich ökonomischer und ökologischer als herkömmlicher Kraftstoff sein.«
Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr,
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.

tionen in neues Fluggerät gelungen, die Lärm-

Fahrzeuge und die Optimierung von Verkehrs-

entwicklung vom Wachstum zu entkoppeln.

abläufen. Die öffentliche Hand ist gefordert, ver-

Allerdings ist die milliardenschwere Modernisie-

stärkt in eine lärmarme Infrastruktur zu investie-

rung von Flugzeugflotten nur dann möglich,

ren und Anreize für Forschung und Entwicklung

wenn die Ertragslage der Airlines nicht durch

zu setzen. Der Ordnungsrahmen muss den

einseitige staatliche Belastungen zusätzlich ver-

Lärmschutz optimieren, ohne die Mobilität zu

schlechtert wird. Hinzu kommen steigende In-

verhindern. Die Lärmwirkungsforschung braucht

vestitionen in den passiven Schallschutz und

eine bessere institutionelle Basis. Und auch die

zugleich operative Maßnahmen beim An- und

EU ist aufgefordert, durch Förderprogramme

Abflug. Darüber hinaus wird der Einsatz lärmar-

und Harmonisierung künftig einen größeren

mer Flugzeuge durch lärmabhängige Landeent-

Beitrag zum Lärmschutz zu leisten. Im Zentrum

gelte angeregt.

muss letztendlich ein neuer Grundkonsenses für
Mobilität und Lärmschutz stehen.

Lärmschutz in der Binnenschifffahrt
In der Binnenschifffahrt muss das Programm zur

Die wirtschaftliche Entwicklung der letzten Jahre

Motorenmodernisierung fortgesetzt und der Um-

hat eines klar gezeigt: Deutschland lebt von einer

stieg auf eine lärmarme Stromversorgung und

wettbewerbsfähigen Industrie, von aktiver For-

»Um Fluglärm zu vermeiden, bedarf es dringend einer besseren
länderübergreifenden Abstimmung, Vernetzung und Planung der
Luftverkehrsinfrastruktur. Dafür brauchen wir ein wirksames nationales Flughafenkonzept, das Bestandteil der Bundesverkehrswegeplanung ist.«
Stefan Kühn MdB, Verkehrspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion,
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN

Landstrom gefördert werden. Der Aktionsplan

schung und Entwicklung und von seiner welt-

zum Verkehrslärmschutz des DVF hat diese Maß-

weiten Vernetzung. Ohne Entwicklungsperspek-

nahmen für alle Verkehrsträger gebündelt. Er

tiven im Verkehr und ohne ein gewisses Maß an

bietet einen Orientierungsrahmen für das künf-

Lärmbeeinträchtigung ist das nicht machbar.

tige Vorgehen. Hersteller, Verkehrswirtschaft
21

Report 2012/2013
Umwelt und Energie

Energieverbrauch für den Transportsektor in ausgewählten Weltregionen
in Millionen Tonnen Öl-Äquivalent

1.000
900
800
700
600
500
400
300
200
100
0

1990

1995

2000

2005

2010

2011

2015

2020

2025

2030

■ Nord Amerika ■ Zentral- und Südamerika ■ Europa/Eurasien ■ Mittlerer Osten ■ Asien/Pazifik
[Quelle: BP Energy Outlook 2030: January 2013]

Erneuerbare Energien

um die Entwicklung zukunftsweisender nachhal-

Neben der Reduktion von Verkehrslärm und

tiger Kraftstoffe durch eine effektive europäi-

CO2-Emissionen gewinnt die langfristige Um-

sche Förderung schnell voranzubringen.

stellung der Energiebasis auf regenerative Quellen eine zunehmende Bedeutung für den Ver-

Kraftstoffstrategie des Bundes

kehrssektor. Ziel der EU sind 20 Prozent Versor-

Inzwischen wird auf nationaler und auf europäi-

gungsanteil erneuerbarer Energien bis 2020.

scher Ebene aktiv an einer langfristigen Strategie

Dazu leistet der Verkehrssektor seinen Beitrag.

für Mobilität und Kraftstoffe gearbeitet. Die Bun-

Seit der Festlegung dieses Ziels hat sich aller-

desregierung hat einen Dialogprozess auf breiter

dings gezeigt, wie schwierig es ist, die ökologi-

Basis initiiert, in den auch das DVF einbezogen

sche und wirtschaftliche Nachhaltigkeit von Bio-

ist. Die Ausgangslage heute unterscheidet sich

kraftstoffen sicherzustellen. Schwächen in der

grundlegend von der Situation im Jahr 2004, als

CO2-Bilanz aufgrund indirekter Landnutzungs-

der Bund erstmals eine Kraftstoffstrategie formu-

effekte haben Zweifel am Nutzen der ersten

liert hatte: Im Straßenverkehr sind Biokraftstoffe

Generation biogener Kraftstoffe aufgeworfen.

inzwischen etabliert, aber umstritten. Die Elektro-

Darum will die Europäische Kommission Anreize

mobilität wird als die Lösung der Zukunft ange-

für diese Kraftstoffarten jetzt zügig zurückfah-

sehen. Bahn und elektrischer Straßenverkehr sol-

ren. Höhere biogene Kraftstoffanteile sollen nur

len so mit dem Energiesektor gekoppelt werden,

noch mit weiterentwickelten Biokraftstoffen der

damit die Energiewende unterstützt und genü-

zweiten und dritten Generation realisiert wer-

gend grüner Fahrstrom verfügbar wird. Und auch

den, sofern deren CO2-Bilanz eindeutig positiv

der Luftverkehr und der Schiffsverkehr melden

ist. Diese Vorgehensweise ist konsequent. Aller-

inzwischen ihren Bedarf an alternativen Kraft-

dings müssen aus Sicht des DVF dann auch ver-

stoffen an. Mit der neuen Strategie besteht die

stärkte Anstrengungen unternommen werden,

Chance, die Schwachpunkte der bisherigen

22

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

»Die EU hat sich vorgenommen, bis 2020 ihren Energiebedarf aus
20 Prozent erneuerbaren Energien zu decken. Auch der Verkehrssektor wird seinen Beitrag dazu leisten müssen.«
Günther Oettinger, Kommissar für Energie der Europäischen Kommission

Politik zu überwinden. Es geht um einen integrierten Ansatz, um Verlässlichkeit, Transparenz und Offenheit für künftige Entwicklungen. Die Reduktion
von CO2 und der Energieverbrauch sind im Dialogprozess als wesentliche Zielsetzung der Kraftstoffstrategie erkannt worden. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht für den Verkehrssektor eine Verringerung des Endenergieverbrauchs um 10 Prozent bis 2020 und um 40 Prozent bis 2040 vor (Basis
2005). Hinsichtlich der CO2-Emissionen gilt unverändert das Ziel einer Reduktion um 40 Prozent bis 2020 (Basis 1990). Die deutsche Verkehrswirtschaft
hat in diesen Bereichen in der Vergangenheit bereits beachtliche Erfolge erzielt: Der Energieverbrauch des Verkehrs innerhalb Deutschlands ist im Zeitraum 1999 bis 2010 gesunken – bei gleichzeitig deutlich gestiegener Verkehrsleistung. Der Effizienzgewinn lag im Güterverkehr bei fast 18 Prozent,
im Personenverkehr bei über 10 Prozent. Auch die CO2-Emissionen des Verkehrs nahmen in Deutschland zwischen 1990 und 2010 um 5,6 Prozents ab.

STANDPUNKT
M o b i l i t ä t s - u n d K r a f t s to f f s t r a te g i e
■

■

■

Konventionelle Kraftstoffe und
Antriebe bleiben das Fundament für Mobilität.
Langfristige Umstellung der
Energiebasis hat begonnen.
Entscheidend sind Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und Versorgungssicherheit auch für
eine erfolgreiche Elektromobilität und alternative Kraftstoffe im Straßenverkehr.

■

■

■

LNG kann eine wichtige Rolle
in der Schifffahrt spielen,
wenn die Infrastruktur bereitsteht
Der Luftverkehr ist mangels
Antriebsalternativen auf Biokraftstoffe angewiesen.
Mit grünem Bahnstrom bleibt
der Schienenverkehr Vorreiter
beim Einsatz regenerativer
Energieträger.

Report 2012/2013
Umwelt und Energie

Weltweiter Energieverbrauch für den Transportsektor nach Energieträgern in Millionen Tonnen Öl-Äquivalent (teils Prognose)

Jahr
Öl

1990

1995

2000

2005

2010

2011

2015

2020

2025

2030

1459,7

1575,5

1778,3

1987,5

2078,1

2095,0

2153,6

2298,3

2430,7

2475,6

Gas
Kohle

1,7

3,2

4,3

12,1

32,9

36,7

54,5

69,6

95,1

135,6

19,3

13,3

11,3

11,8

12,8

14,1

14,7

15,7

17,3

19,0

6,6

7,9

9,2

19,5

56,6

54,7

66,4

86,1

111,1

129,4

Erneuerbare Energien

[Quelle: BP Energy Outlook 2030: January 2013]

Versorgung sichern

ben konventionellen Kraftstoffen, optimierten

Das DVF plädiert dafür, neben der ökologischen

Biokraftstoffen und einer langsam einsetzenden

Nachhaltigkeit die Ziele der Wirtschaftlichkeit

Elektrifizierung Erdgas mittelfristig eine größere

und Versorgungssicherheit nicht als Orientie-

Rolle spielt.

rungspunkte zu vernachlässigen. Eine erfolgreiche Energie- und Mobilitätsstrategie für den

Der Schienenverkehr ist heute schon weitgehend

Verkehrssektor muss zeitgleich an drei Stellen

unabhängig von fossilen Kraftstoffen. Er bietet

ansetzen:

die Möglichkeit einer umfassenden Nutzung von

■

■

■

Ausschöpfung von Effizienzsteigerungen in

grünem Bahnstrom. Für eine nachhaltige Mobili-

allen Sektoren,

täts- und Kraftstoffstrategie, die perspektivisch

nachdrückliche Förderung elektrischer

auf eine Substitution von fossilen Kraftstoffen

Mobilität und

durch Ökostrom und andere regenerative Ener-

Weiterentwicklung von Kraftstoffen und Kraft-

gieträger setzt, rückt der Schienenverkehr somit

stoffalternativen.

in eine Vorreiterrolle. Allerdings ist regenerativ

Für den Straßenverkehr hat die Nationale Plattform Elektromobilität einen neuen, zukunftsweisenden Entwicklungspfad für den Automobilstandort Deutschland eingeleitet.
Die Automobilindustrie investiert allein in der
Marktvorbereitungsphase bis zu 17 Milliarden
Euro in Forschung und Entwicklung elektrischer
Fahrzeuge. Neben diesen Zukunftsinvestitionen
behalten konventionelle Kraftstoffe und Antriebe aber mittelfristig ihre fundamentale Bedeutung. 94 Prozent des Straßenverkehrs und praktisch 100 Prozent des Luft- und Schiffsverkehrs
werden gegenwertig auf fossiler Basis abgewickelt. Die Energiebasis des Verkehrs kann also
nur mittel- und langfristig umgestellt werden.
Und dafür braucht der Verkehr neben der
Elektrizität auch flüssige und gasförmige Kraftstoffalternativen. Für den Luftverkehr sind Biokerosin, für die Schifffahrt verflüssigtes Erdgas
(LNG) die Kraftstoffe mit Zukunftspotenzial. Im
Straßenverkehr ist davon auszugehen, dass ne24

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

erzeugter Bahnstrom teurer als konventioneller

terstützen und anzuregen. Grundlegend ist auch

Strom. Darum sollten die Kostenfolgen der Um-

eine angemessene finanzielle Ausstattung von

stellung auf grünen Bahnstrom durch geeignete

Ländern und Kommunen mit Mitteln für den

steuerliche Maßnahmen abgefangen werden.

ÖPNV/SPNV, damit dessen Leistungsfähigkeit
und ökologische Vorzüge auch künftig gesichert

Nicht zuletzt verfügt Deutschland auch über

werden können.

einen sehr leistungsfähigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und Schienenpersonen-

Ökonomische Nachhaltigkeit

nahverkehr (SPNV). Beide leisten einen wichti-

Eines gilt für alle Verkehrsträger gleichermaßen:

gen Beitrag zur Vernetzung und zur effizienten

Die Wirtschaftlichkeit, Infrastruktur und Nach-

und umweltfreundlichen Gestaltung des Ver-

haltigkeit alternativer Kraftstoffe und Antriebe

»Die neue Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie wird sich weiterentwickeln: Unser Ziel ist, ein lernendes Konzept zu entwickeln, das
trotzdem Orientierung und Planungssicherheit bietet.«
Rainer Bomba, Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung

kehrssystems. Daher ist es sehr wichtig, Innova-

stellen immense Herausforderungen dar. Eine

tionen im Bereich alternativer Kraftstoffe und

Lösung ist nur mit intensiver Entwicklungsarbeit,

Antriebe für den ÖPNV und SPNV durch geeig-

erheblichen Investitionen und guter Abstimmung

nete Maßnahmen der öffentlichen Hand zu un-

zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand möglich. Als zentraler Industrie- und Mobilitätsstandort in Europa ist Deutschland auf ein effizientes
und leistungsfähiges Verkehrssystem angewiesen.
Der Bund sollte die Rahmenbedingungen so gestalten, dass dieses System optimal erhalten und
weiterentwickelt wird. Das heißt auch, dass die
Klima- und Umweltschutzbelange vorausschauend mit dem Erhalt von Wettbewerbsfähigkeit
und Arbeitsplätzen am Standort Deutschland in
Einklang gebracht werden müssen. Die klimapolitische Vorreiterrolle Deutschlands darf nicht
überstrapaziert werden. Günther Oettinger, EUKommissar für Energie, hat im Dialog mit dem
DVF betont, dass eine nachhaltige und wirtschaftlich tragfähige Energieversorgung für Europa
auch eine Wettbewerbsfrage ist. Er warnte davor, Energie in Deutschland durch politische Maßnahmen weiter zu verteuern. Nachhaltigkeit ist
ein Kernziel. Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit dürfen daneben aber nicht vernachlässigt werden.

25

Report 2012/2013
Güterverkehr und Logistik

GÜTERVERKEHR
UND LOGISTIK

Mit 2,8 Millionen Arbeitsplätzen (7 Prozent der Beschäftigten) und einem Umsatz von knapp
223 Milliarden Euro stellt Deutschland mit Abstand den bedeutendsten Logistikmarkt in Europa dar.
Laut einer Studie der Weltbank hat Deutschland 2012 seinen Platz als Logistikweltmeister eingebüßt
und ist weltweit auf den 4.Rang zurückgefallen. Ein Warnsignal, auf das reagiert werden muss.

Die Logistikwirtschaft ist nicht nur auf eine leis-

Infrastruktur verbessern

tungsfähige Infrastruktur, sondern auch auf funk-

Der wesentliche Standortvorteil Deutschlands ist

tionierende Logistikketten angewiesen und damit

laut der Studie »Connecting to Compete« der

auf optimale Netze. Politik und Wirtschaft sind

Weltbank neben seiner Lage sein (noch) dichtes

gefordert, das Güterverkehrssystem in Deutsch-

Verkehrswegenetz. Für Logistikkonzepte muss

land noch effizienter zu gestalten. Der Aktions-

vor allem der Hauptlauf insbesondere auf den

plan »Güterverkehr und Logistik« der Bundesre-

wichtigen Relationen bei Straße, Schiene und

gierung enthält aus Sicht des Deutschen Verkehrs-

Wasserstraße reibungsfrei funktionieren. Ebenso

forums (DVF) viele gute Maßnahmen, die das

brauchen die Luftfrachtdrehkreuze einen leis-

Güterverkehrssystem stärken. Für eine integrierte

tungsfähigen Ausbau und wettbewerbsfähige

und proaktive Standortförderung müssen diese

Betriebszeiten. Dazu müssen Engpässe beseitigt,

gemeinsam von Politik und Wirtschaft weiter-

beispielsweise die Rheintalbahn, die Grenzüber-

»Die Einschränkung der Betriebszeiten, der deutsche Alleingang bei
der Luftverkehrssteuer und die Wettbewerbsverzerrungen beim
Emissionshandel werden einen langfristig negativen Gesamteffekt
für die Branche nach sich ziehen.«
Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands Fraport AG,
Frankfurt Airport Services Worldwide

entwickelt werden. Von den insgesamt 82 Einzel-

gänge Osteuropa, Deutschland–Schweiz und

und Teilmaßnahmen des Aktionsplans sind laut

Deutschland–Frankreich sowie ausreichende Lkw-

Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadt-

Parkplätze geschaffen werden. Allein 2011 wur-

entwicklung (BMVBS) 14 bereits abgeschlossen.

den rund 2.900 Lkw-Stellplätze errichtet. In den

26

STANDPUNKT
L o g i s t i k w i r t s c h a f t u n te r s t ü t z e n
■

■

Gezielter und bedarfsgereichter Aufbau
unserer Infrastruktur; Schaffung ausreichender Lkw-Parkplätze an BAB; Berücksichtigung des Netzgedankens und der
Entwicklungsperspektive der Verkehrswege
Einsatz von Telematik; Kooperation mit
privaten Investoren; Anerkennung von
Ausbildungs-/Berufsabschlüssen EU-weit;
Bewahrung des hohen deutschen Ausbildungsniveaus

■
■

■

■

Umsetzen des Nationalen Hafenkonzepts
Vermarktung des Logistikstandorts
Deutschland
Sicherung von wettbewerbsfähigen Betriebszeiten für den Luftfrachtverkehr;
Implementierung einer Sicherheitsstrategie für die Güterverkehrs- und Logistikwirtschaft
Verbesserung der Rahmenbedingungen
und der finanziellen Ausstattung im
Kombinierten Verkehr

Report 2012/2013
Güterverkehr und Logistik

ersten 5 Monaten 2012 waren es bereits 450

gestaltet werden sollen. Zudem müssen die För-

neue Stellplätze entlang der Autobahnen, bis

derprogramme auf europäischer Ebene vernetzt

2015 sollen insgesamt 15.500 neue Parkplätze

werden, damit grenzüberschreitende Terminal-

errichtet werden.

konzepte abgestimmt und gegebenenfalls gefördert werden können. Jedes Terminal braucht als

Kombinierten Verkehr weiter fördern

Ziel ein Gegenterminal. Ansätze in den Trans-

Die Vernetzung der Verkehrsträger ist ein weite-

europäischen Netzen sind erkennbar, reichen

rer Baustein im Aktionsplan. Mit der Novellierung

aber nicht aus.

der Förderung des Kombinierten Verkehrs wurde
die Basis dafür geschaffen, dass praxisgerechte

Grüne Logistik ausbauen

Terminaldienste auf- und ausgebaut werden

Auch im Güterverkehr muss die Abhängigkeit

können. Praxisnähe bedeutet auch, sowohl die

von fossilen Brennstoffen reduziert und der CO2-

Anforderungen als auch die Bearbeitung und

Ausstoß gesenkt werden. Eine Effizienzsteigerung

den Abruf der Fördergelder (bis 2015 ca.106

im Energie- und Emissionsbereich liegt immer im

Millionen Euro jährlich) bürokratiearm zu gestal-

Eigeninteresse der Unternehmen und wird daher

ten. Darauf muss nach Meinung des DVF in Zu-

auf vielen Ebenen bereits vorangetrieben. Beim

kunft ein besonderes Augenmerk gelegt werden.

Schienengüterverkehr werden Fahrweisen opti-

Ähnlich gelagert ist die Förderung von Gleisan-

miert und Strommixe auf einer CO2-Reduzierung

schlüssen. Hier wird über längere Laufzeiten und

getrimmt. Im Straßengüterverkehr werden neue

den besseren Ausgleich schlechter Jahre bei der

Kraftstoffe wie LNG (liquefied natural gas) gete-

Verlagerungsquote nachgedacht, da die Bedin-

stet und die Flotten erneuert; künftige Fahrzeuge

gungen für die verladende Wirtschaft attraktiver

werden sparsamere Nebenaggregate haben.

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

Auch bei den Lkw-Trailern ist Spielraum für Ver-

Weiterhin müssen der Ausbau der Hafenhinter-

besserungen. Mithilfe einer Nachlauflenkachse

landverbindungen und die Vernetzung von See-

reduzieren sich durch weniger Rollwiderstand

und Binnenhäfen im Fokus bleiben. Wo die prio-

und geringere Neigung eines Lkw-Trailers in den

ritären Projekte im Seehafenhinterland liegen,

Kurven sowohl der Reifenverschleiß als auch der

haben Küstenländer und Hafenwirtschaft in der

Kraftstoffverbrauch. Über einen Lebenszyklus

sogenannten Ahrensburger Liste festgehalten.

werden so 43 Reifen und rund 10.000 Liter Kraft-

Die Liste ist immer noch Grundlage der Diskus-

stoff pro Trailer eingespart.

sion. Hinzu kommt die Reform der Wasser- und
Schifffahrtsverwaltung (WSV), mit der der Bund

Hafenkonzept umsetzen

eine Prioritätensetzung für die Infrastruktur der

Kernbestandteil einer erfolgreichen Logistikstra-

deutschen Wasserstraßen verknüpft hat. Bei der

tegie für Deutschland bleibt die Umsetzung des

Vorstellung, worin die Prioritäten bestehen, haben

Nationalen Hafenkonzepts. Im Hafenkonzept ist

Bund, Länder und Verkehrswirtschaft eine An-

der Ausbau der seewärtigen Zufahrten als Priori-

näherung erreicht. Allerdings bleibt es nach Auf-

tät formuliert, der mit besonderer Aufmerksam-

fassung des DVF dabei, dass die Binnenschiff-

keit weiterverfolgt werden muss. Die Planfest-

fahrt nur bei einer nachhaltigen Aufstockung

stellung für die Weservertiefung lag bereits ge-

der Investitionsmittel in der Lage sein wird, künf-

raume Zeit vor. Auch für die Elbvertiefung haben

tige wachsende Verkehrsanteile zu übernehmen.

nach langem Tauziehen alle betroffenen Länder
ihre Zustimmung erteilt. Allerdings hat das Bun-

Flughäfen wettbewerbsfähig halten

desverwaltungsgericht in Leipzig einem Eilantrag

Dass fehlende Planungssicherheit den Erfolg des

von Naturschutzverbänden stattgegeben und die

Logistikstandorts Deutschland gefährdet, ist eine

»Ein drittes Port Package wird die Häfen nicht weiterbringen. Entscheidend sind Erreichbarkeit, Infrastruktur und eine effiziente
Logistikkette im Hinterland.«
Detthold Aden, Vorsitzender des Vorstands, BLG Logistics Group AG & Co. KG

Elbvertiefung vorläufig gestoppt. Ebenso hat die

Feststellung, die bei wichtigen Infrastrukturpro-

Wasser- und Schifffahrtsdirektion (WSD) Nord-

jekten leider immer wieder bestätigt wird. Im

west den Baubeginn an der Weser bis zu einer

Luftverkehr ist nach den langwierigen Ausein-

Entscheidung in der Hauptsache ausgesetzt. Die

andersetzungen um das Nachtflugverbot in

WSD ist damit einer Empfehlung der Leipziger

Frankfurt am Main und der Diskussion über ein

Richter gefolgt. Wann das Bundesverwaltungs-

Passage-Nachtflugverbot am Flughafen Köln-

gericht seine Entscheidung fällt, ist unklar. Das

Bonn die Weiterentwicklung der Infrastruktur

Gericht muss erstinstanzlich und zugleich absch-

des Münchener Flughafens durch einen Volks-

ließend über Fachfragen der Planung befinden.

entscheid der Landeshauptstadt vorläufig blockiert.

Damit das höchste deutsche Verwaltungsgericht

Hinzu kommen Verzögerungen am Hauptstadt-

derartige Verfahren zügig abwickeln kann, wäre

flughafen BER. Die Entwicklungsfähigkeit des

eigentlich eine Aufstockung der Ressourcen er-

Mobilitätsstandorts Deutschland – im Luftver-

forderlich. Das DVF hat auf diesen Umstand seit

kehr, aber auch in anderen Bereichen – aus über-

Langem hingewiesen. Unter den gegebenen Um-

geordneter Sicht langfristig zu sichern, bleibt

ständen wird mit einer weiteren erheblichen Ver-

eine große Herausforderung.

zögerung des Baus gerechnet.
29

Report 2012/2013
Personenverkehr und Vernetzung

PERSONENVERKEHR
UND VERNETZUNG

Mobile Daten sind zunehmend flächendeckend und jederzeit verfügbar. Das beeinflusst auch das
Mobilitätsverhalten im Alltag. Mit der Abfrage aktueller Informationen zur Verkehrslage über ein
Smartphone kann sich die Entscheidung für ein Verkehrsmittel kurzfristig ändern. Die Nutzer scheinen eine erhöhte Flexibilität zu schätzen und testen neue Mobilitätsangebote.

Bundesweit verfügen bereits 85 Prozent der Be-

(DVF) zur vernetzten Mobilität. Mobile Informa-

völkerung über ein Handy, wie der »infas Telekom-

tionen über Verkehrsangebote in digitalen Medien

munikationsmonitor« belegt. Die Ausstattungs-

werden immer stärker nachgefragt. Die jungen

quote bei Kindern und Jugendlichen liegt bereits

Bevölkerungsgruppen nutzen Internet und Smart-

höher. Spätestens ab einem Alter von 16 Jahren

phone bereits überdurchschnittlich stark, um sich

besitzt beinahe jeder Jugendliche ein Handy. Und

über Verkehrsangebote zu informieren. Egal ob

der zunehmende Anteil von Smartphones, die

zur Fahrplanauskunft, für den Ticketkauf oder die

eine Vielfalt von Anwendungen neben dem

Routenplanung. Und es spricht vieles dafür, dass

Telefonieren ermöglichen, nimmt rapide zu.

sich der Siegeszug des Smartphones in diesem
Bereich fortsetzen wird. Von den 18- bis 29-jähri-

Mobilität wird intelligenter

gen nutzen 67 Prozent das Internet für Fahrplan-

Die Verbreitung der Internetverfügbarkeit und der

auskünfte, 71 Prozent zur Routen- und Wege-

Smartphones wirkt sich auch auf das Mobilitäts-

planung, 47 Prozent für Informationen über die

»Das Smartphone ist der Zündschlüssel der Zukunft – f lexible
Mobilitätsangebote werden durch neue Kommunikationstechniken
vernetzt.«
Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr
des Landes Nordrhein-Westfalen

verhalten aus. Mobile Informationsangebote ge-

Verkehrslage, 40 Prozent zum Kauf von Online-

winnen stetig an Bedeutung für den Personenver-

tickets für Bahn und Flugzeug, 26 Prozent für

kehr – das ist nur ein Ergebnis einer Umfrage von

ihren Check-im bei Flugreisen und 6 Prozent zum

infas im Auftrag des Deutschen Verkehrsforums

Prüfen und Buchen von Carsharing-Angeboten.

30

STANDPUNKT
Mobilitätstrends
■

■

■

Zukünftig geringere Fixierung der Bürger auf ein Verkehrsmittel. 47 Prozent
der Befragten legen sich heute nicht fest.
Hohe Relevanz digitaler Medien für Mobilitätsangebote; intensive Nutzung von
Internet und Smartphone zur Informationsbeschaffung über Verkehrsangebote
durch junge Bevölkerungsgruppen
Große Bedeutung des Themas Klimaschutz für 88 Prozent der Nutzer: Ände-

■

rungsbereitschaft im Mobilitätsverhalten
bei der Hälfte der Befragten zugunsten
des Umweltschutzes und höhere Zahlungsbereitschaft für den Klimaschutz.
Überdurchschnittlicher Anstieg der Mobilitätskosten: 70 Prozent der Bürger
nehmen dies als Mobilitätseinschränkung wahr – bei geringen Einkommen
überproportional viele.

Report 2012/2013
Personenverkehr und Vernetzung

Smartphones werden aber auch zur Navigation
beim Autofahren verwendet – und zwar »immer« von 7 Prozent und »manchmal« von 10
Prozent der Befragten. »Immer« informieren sich
5 Prozent der Nutzer per Smartphone für Alternativen bei Zugausfall und Stau, »manchmal«
tun es 12 Prozent. Noch unterentwickelt ist die
Nutzung des Smartphones als Handyticket: lediglich 1 Prozent nutzen es »immer« und 3 Prozent
»manchmal«.
Alternative Mobilitätsangebote werden gegenüber klassischen Angeboten und Antrieben an
Bedeutung gewinnen – auch das zeigt die DVFUmfrage. Quer durch alle Bevölkerungsgruppen
ist das Interesse an alternativen Mobilitätsangeboten und -antrieben wie Elektro- und Erdgasauto oder Mobilitätskarten mit weiteren Angeboten, sehr groß.
Zudem wird sich die Festlegung der Nutzer auf
ein Verkehrsmittel lockern. Schon jetzt sind 47
Prozent der befragten Bürger nicht auf ein einziges Verkehrsmittel festgelegt. Sie entscheiden je
nach Zweck und Ziel der Fahrt, ob sie mit der
Bahn, dem Bus, dem Auto oder dem Rad fahren.
Die Mobilitätsanbieter haben diese Entwicklungen erkannt und arbeiten teilweise mit ihren
Wettbewerbern in Pilotprojekten zusammen, um
für neue Kundenwünsche entsprechende Angebote zu schaffen. Es kooperieren beispielsweise
Nahverkehrsunternehmen mit spontanen Carsharing Anbietern. Der Fahrschein für Busse und
Bahnen ist sogar gleichzeitig der Schlüssel zum
Benutzen von Leihfahrrädern oder Leihautos.
ÖPNV bleibt Rückgrat
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV)
bleibt insbesondere in Städten das Rückgrat für
die Mobilität der Menschen. Die ÖPNV-Angebote in Deutschland sind von sehr hoher Qualität,
und die Mobilitätsanbieter haben es geschafft,
in den vergangenen 10 Jahren ihren Kostendeckungsgrad kontinuierlich auf durchschnittlich
rund 77 Prozent zu steigern. Sie sind damit effi-

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

zientere Betreiber von Nahverkehrsdienstleistungen als viele Nachbarn in der Europäischen

Welche Mobilitätsangebote interessieren besonders?

Union (EU) oder auch auf anderen Kontinenten.
Den ÖPNV nutzen jährlich rund 10 Millionen

Elektroauto

24

Erdgasauto

25

Mobilitätskarte mit
weiteren Angeboten

20

Anruf-Sammeltaxi

21

Leihfahrräder

16

13

Elektrofahrrad/
Pedelecs

16

12

Mitfahrzentralen

16

12

und städtische Mobilität sind die Aussichten für

»flexible«
CarSharing-Angebote

16

8

den ÖPNV zunächst problematisch: Die Finanzie-

»klassische«
CarSharing-Angebote

13

»klassische«
Mietwagen-Angebote

14

Fahrgäste, die dadurch etwa 18 Millionen Autofahrten einsparen. Rund 400.000 Arbeitsplätze
generiert der deutsche ÖPNV mit 40 unterschiedlichen Berufen und branchenspezifischen
Fachkräften.
Trotz dieser positiven Entwicklung und Auswirkung auf die regionale Wirtschaft, die ländliche

rung ist ungewiss, denn bisherige wesentliche
Finanzierungsvereinbarungen laufen im Jahr
2019 aus (siehe dazu Kapitel 2 Infrastruktur und

18
14
14
10

7
6

■ sehr interessant ■ eher interessant (Angaben in Prozent der Befragten)
[Quelle: infas/ Deutsches Verkehrsforum]

Finanzierung).
Für die Verkehrsunternehmen sind jedoch langfristige Beschaffungs- und Baumaßnahmen von

Konsequenzen politischer Maßnahmen, die auf

einer verlässlichen Finanzierungsgrundlage ab-

eine Verteuerung von Mobilität abzielen. So

hängig. Die negative Konsequenz ist, dass drin-

schöpft der Bund mit der nationalen Luftverkehrs-

gende Investitionen in die Infrastruktur nicht vor-

steuer seit 2011 jährlich annähernd 1 Milliarde

genommen werden können. Auch werden sich

Euro aus der Luftverkehrswirtschaft ab. Die Folge:

mittel- bis langfristig die hohen Qualitätsstan-

Der Luftverkehr in Deutschland ist 2011 und

dards nicht halten lassen – sei es bei der Fahr-

2012 deutlich hinter dem internationalen und

frequenz, modernen Fahrzeugen oder Fahrgast-

europäischen Luftverkehrswachstum zurückge-

informationen. Das DVF fordert daher die Politik

blieben. Mehr als die Hälfte der deutschen Ver-

dringend auf, schnellstens eine Lösung für die

kehrsflughäfen kämpft mit Verkehrsrückgängen.

ungeklärte Finanzierungsfrage zu schaffen.

Die Steuer hat zu einem Rückgang der Passa-

»Der Luftverkehr ist ein wesentlicher Garant für Mobilität. Aufgabe
der Regierungen ist es, für die nahe Zukunft die geeigneten Rahmenbedingungen zu sichern.«
Jan Mücke MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für
Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Mobilität staatlich verteuert

gierzahlen in Millionenhöhe geführt. Dass die

Mobilität ist nicht zuletzt eine Kostenfrage. Die-

Steuer zu einem klaren Wettbewerbsnachteil für

se Kosten steigen – vor allem als Folge der Ener-

deutsche Fluggesellschaften und Flughäfen ge-

giepreise. Für die Mehrzahl der Deutschen bleibt

führt hat, zeigt ein Blick auf die Verteilung der

Mobilität zwar bezahlbar. Allerdings zeigen ein-

Steuerlast. Während 6 deutsche Fluggesellschaf-

zelne Entwicklungen sehr deutlich die negativen

ten 60 Prozent des Aufkommens der Luftver33

Report 2012/2013
Personenverkehr und Vernetzung

kehrsteuer schultern, verteilen sich die restlichen

hat im Verkehrssicherheitsprogramm von 2011

40 Prozent des Steueraufkommens auf über 100

das Ziel formuliert, die Zahl der Verkehrstoten in

ausländische Airlines. Die Steuer belastet also

Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent

Fluggesellschaften, die in Deutschland ihren Hei-

zu verringern. Dass ein stetiger Rückgang keine

matmarkt und ihre Beschäftigungsverhältnisse

Selbstverständlichkeit ist, hat die Entwicklung im

haben, weitaus stärker als Fluggesellschaften

Jahr 2011 gezeigt. 2011 ist die Zahl der Ver-

aus anderen Ländern. Die ohnehin angespannte

kehrstoten gegenüber dem Vorjahr erstmals seit

Ertragslage der heimischen Carrier wird dadurch

langer Zeit wieder angestiegen. Fazit: Um die

zusätzlich verschlechtert, Wertschöpfung und

Zahl der Verkehrstoten künftig weiter zu redu-

Arbeitsplätze am Standort Deutschland aufs

zieren, müssen alle Aspekte – Fahrverhalten,

Spiel gesetzt. Das ist umso bedenklicher, da die

Fahrzeuge und Infrastruktur – konsequent auf

Luftverkehrsteuer im Gegenzug keine Anreize

umsetzbare Reserven hin ausgelotet werden.

zur Emissionsreduktion bei den Fluggesellschaften setzt. Der Effekt der Steuer ist in dieser Hin-

Ein Ansatzpunkt hier ist nach Ansicht des DVF

sicht sogar kontraproduktiv: Die durch die Steuer

die Weiterentwicklung der Fahrerlaubnisprüfung

entzogenen Erträge fehlen den Unternehmen

und der Fahrerausbildung. Besondere Herausfor-

bei der Flottenerneuerung.

derungen stellen sich insbesondere bei jungen
und älteren Fahrzeugführern. Das Risiko, im

»Straßenverkehrssicherheit bleibt ein zentrales Thema auf der
europäischen und deutschen Agenda. Wir alle müssen engagiert
daran arbeiten, unsere Straßen sicher zu machen.«
Stefan Kölbl, Vorsitzender der Vorstände, DEKRA e.V. und DEKRA SE

Luftverkehrssteuer abschaffen

Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, ist in

Das DVF hat auf die negativen Auswirkungen der

der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen dop-

Luftverkehrssteuer sehr deutlich hingewiesen –

pelt so hoch wie im Durchschnitt aller Alters-

unter anderem im Rahmen der Evaluierung durch

gruppen. Eine erfolgreiche, wenngleich nicht

das Bundesministerium der Finanzen und beim

ausreichende, Maßnahme ist das »Begleitete

»Parlamentarischen Abend Luftverkehr« in Ber-

Fahren mit 17«. Weitere Schritte zur Stärkung

lin. Die Länder haben die negativen regionalwirt-

des Praxisbezuges in der Ausbildung, systemati-

schaftlichen Folgewirkungen erkannt. Auch auf

sche Aufklärung und Information müssen folgen.

Bundesebene besteht die Sorge, dass die Steuer
zusammen mit Belastungen durch den EU-Emis-

Sorge bereitet dem DVF auch die immer noch

sionshandel und die Einschränkung von Flug-

hohe Unfallträchtigkeit von Landstraßen. Durch

hafenbetriebszeiten dem Luftverkehrsstandort

optimierte Fahrbahnbeläge, sichere Überholab-

Deutschland erheblichen Schaden zufügt. Die

schnitte und Straßenrandräume könnten viele

Luftverkehrssteuer gehört 2013 abgeschafft.

Unfälle vermieden werden. Die Straßeninfrastruktur muss daher noch stärker so eingerichtet wer-

Verkehrssicherheit erhöhen

den, dass sie die Folgen von Fahrfehlern auf-

Neben dem Ausbau der Nachhaltigkeit und der

fängt und abmildert.

Gewährleistung wettbewerbsfähiger Kosten bleibt
die weitere Verbesserung der Verkehrssicherheit

Einen Quantensprung in der Verkehrssicherheit

eine unerlässliche Aufgabe. Die Bundesregierung

können Fahrerassistenzsysteme und Verkehrs-

34

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

»Bei allen Bemühungen um technische Verbesserungen steht das
regelkonforme Verhalten des Menschen im Mittelpunkt. Die gegenseitige Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer ist dabei oberstes
Gebot.«
Michael Odenwald, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und
Stadtentwicklung

telematik bewirken. Die passive Fahrzeugsicherheit wird zwar auch in Zukunft eine grundlegende Bedeutung behalten. Sie bietet aber für eine
deutliche Senkung der Unfallzahlen künftig nicht mehr so viel Potenzial,
wie dies in der Vergangenheit der Fall war. Jetzt kommt es nach Meinung
des DVF darauf an, die Autofahrer durch intelligente Hilfsmittel im Fahrzeug und durch Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur soweit zu unterstützen, dass Unfälle vermieden oder die Folgen zumindest
entschärft werden. Die EU sollte dazu einheitliche Standards für intelligente Verkehrssysteme in ganz Europa setzen.

STANDPUNKT
E rh ö h u n g d e r S t r a ß e nve rke h r s s i c h e rh e i t
■

■

■

Konzeption und Bau sicherer, fehlerverzeihender Verkehrswege und Umgebungen
Einsatz von innovativer Fahrzeugtechnologie
Stärkung des Fahrkönnens und der
Ausbildung der Verkehrsteilnehmer

■

■

Anwendung einer sinnvollen verkehrsrechtlichen Regelung und Überwachung
Aufbau und Bereitstellung eines schnellen und leistungsfähigen Rettungswesens

Report 2012/2013
Chronik

CHRONIK

2012/2013

März
Sitzung des Lenkungskreises Luftverkehr
unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Stefan
Schulte, Vorsitzender des Vorstands Fraport AG,
in Berlin. Vortragende waren Dr. Anton Hofreiter
MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung des Deutschen Bundestages und Ministerialdirektor Gerold Reichle,
[o] Beim Lenkungskreis Luftverkehr
mit v. l. Reichle, Dr.
Hofreiter MdB und
Dr. Schulte wurde
die Sinnhaftigkeit
eines nur regional
wirksamen Emissionshandels in
Frage gestellt.

Leiter der Abteilung Luft- und Raumfahrt im
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Parlamentarischer Abend »Wettbewerb,
Kosten, Qualität – was bringt das neue
Eisenbahnregulierungsgesetz?« der Parlamentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen
Bundestag unter Leitung seines Vorsitzenden

[u] Auf eine baldige
Einigung im Eisenbahnregulierungsgesetzt hofften v. l.
Dr. Lutz, Dr. Hofreiter MdB, Prof.
Scheurle und
Leister.

Dr. Anton Hofreiter MdB, in Berlin. Vortragende
waren Hans Leister, Geschäftsführer KEOLIS
Deutschland GmbH & Co. KG; Dr. Richard Lutz,
Vorstand Finanzen und Controlling Deutsche
Bahn AG und DB Mobility Logistics AG und Prof.
Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im BMVBS.

36

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

waren Rainer Bomba, Staatssekretär im BMVBS;
Joachim Buse, Vice President Aviation Biofuel
Deutsche Lufthansa AG; Fred Deichmann, Geschäftsführer Columbus Shipmanagement GmbH
Hamburg Süd Gruppe; Björn Dosch, Leiter Ressort Verkehr ADAC; Dirk Inger, Leiter Unterabteilung Klima- und Umweltschutz BMVBS; Dr. Markus Pennekamp, Leiter Verkehrspolitik Deutsche
Bahn AG; Dr. Manfred Schuckert, Senior Manager
Business Environment Strategy Commercial Vehicles Daimler AG unter der Moderation von Dr.
Daniel Delhaes, Handelsblatt.
Sitzung des Lenkungskreises Straßenverkehr

Sitzung des Lenkungskreises Häfen und

unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich Klaus

Schifffahrt unter der Leitung seines Vorsit-

Becker, Vizepräsident für Verkehr des Allgemeiner

zenden Detthold Aden, Vorsitzender des Vor-

Deutscher Automobil-Club e.V. (ADAC) e.V, in

stands BLG Logistics Group AG & Co. KG, in

Berlin. Vortragende waren Prof. Dr. Regine

Berlin. Vortragende waren Uwe Beckmeyer MdB;

Gerike, Lehrstuhl für Verkehrstechnik, Tech-

Lukasz Rozanski, Unit C2, DG Markt, Europä-

nische Universität München; Michael Nieder-

ische Kommission; Dr. Andreas Scheuer MdB,

meier, Ressort Verkehr, ADAC; und Frank Süsser,

Parlamentarischer Staatssekretär im BMVBS und

Referatsleiter Gebietsaufgaben für Berlin und

Dr. Thomas Solbach, Leiter des Referats IB6, Bun-

Brandenburg und übergreifende Aufgaben,

desministerium für Wirtschaft und Technologie

BMVBS.

(BMWi).

Parlamentarischer Abend »Energie für den
Verkehr von morgen – Zukunftsstrategie

April

Mobilität und Kraftstoffe« unter Leitung von

Sitzung des Lenkungskreises Telematik/Tele-

Dr. Uwe Franke, Präsidiumsmitglied im Deut-

kommunikation unter Leitung seines Vorsit-

sches Verkehrsforum (DVF), Vorsitzender des

zenden Prof. Dr. Gerhard Zeidler, Ehrenpräsident

Vorstands BP Europa SE, in Berlin. Vortragende

des Präsidialrates der DEKRA e.V., in Berlin.
37

[ol] Eine enorme
Herausforderung
für die Bundesregierung: Die Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie.
Hier die Podiumsteilnehmer der verschiedenen Verkehrsträger und
Akteure v. l.:
Dr. Pennekamp,
Dr. Schuckert,
Deichmann, Buse,
Dosch und Inger.
[or] Beim Lenkungskreis Telematik/Telekommunikation v. l.:
Dr. Sustrate, Hailer,
Prof. Dr. Zeidler,
Dr. Eck, Prof. Baier
und Blindenbacher.
[u] Dr. Franke hält
das Einführungsstatement beim
Parlamentarischen
Abend

Report 2012/2013
Chronik

Vortragende waren Prof. Jochen Baier, Hochschule Furtwangen; Wolfgang
Blindenbacher, Leiter Bosch-Arbeitsgruppe »Sichere LKW-Parkplätze«;
Martin Rickmann, Leiter Kommunikation Toll Collect GmbH und Dr. Volker
Sustrate, Geschäftsführender Gesellschafter HaCon Ingenieurgesellschaft
mbH.
28. Mitgliederversammlung des DVF unter Leitung seines Vorsitzenden
des Präsidiums, Klaus-Peter Müller, in Berlin. Vortragende waren Detthold
[o] Energiesicherheit ist ein zentrales Thema für
alle Verkehrsmittel. Bei der Podiumsdiskussion auf
der Mitgliederversammlung v. l.: Aden, Garnadt,
Schwenn, Oettinger, Dr. Grube und Becker.
[u] Oettinger bei seiner Rede anlässlich der Mitgliederversammlung des DVF zur Energiestrategie
der Europäischen Union.

38

Aden; Ulrich Klaus Becker; Karl Ulrich Garnadt, Vorsitzender des Vorstands
Lufthansa Cargo AG; Dr. Rüdiger Grube, Präsidiumsmitglied im DVF,
Vorsitzender des Vorstands Deutsche Bahn AG und DB Mobility Logistics
AG; Günther Oettinger, Kommissar für Energie Europäische Kommission
unter der Moderation von Kerstin Schwenn, Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

[o] Um europaweit fahren zu können, sind in der
u.a. EU einheitliche Zugleit- und Sicherungssysteme nötig. Davon ist man noch weit entfernt –
ein Problem, das beim Lenkungskreis Bahntechnologie erörtert wurde v. l.: Dr. Haas, Dr. Kaminsky, Dr. Grundmann, Harting und Dr. Gropengießer.
[u] Nachtflugverbot, Emissionshandel und Luftverkehrssteuer gefährdet den deutschen Luftverkehr,
so die breite Meinung beim Luftverkehrsabend.
V. l.: Dr. Brost, Kerkloh, Butschek, Mücke MdB,
Spohr, Dr. Hofreiter MdB, Bartol MdB und
Mehdorn.

Mai

ty Logistics AG, in Berlin. Vortragende waren Dr.

Sitzung des Lenkungskreises Bahntechnolo-

Karl-Heinz Daehre, Vorsitzender der Kommission

gie unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Hans-

»Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung«;

Jörg Grundmann, CEO Division Rail Systems, In-

Dr. Anton Hofreiter MdB und Ulrich Lange MdB,

frastructure & Cities Sector, Siemens AG, in Berlin.

schienenverkehrspolitischer Sprecher der CDU/

Vortragende waren Dr. Frank Gropengießer, Vor-

CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag.

sitzender der Geschäftsführung und Dr. Stefan
Hass, Vice President Innovation and Technology,

Parlamentarischer Abend »Quo vadis deut-

Knorr-Bremse Systeme für Schienenfahrzeuge

scher Luftverkehr? Eine Kursbestimmung«

GmbH; Ministerialdirektor Michael Harting, Lei-

unter Leitung von Dr. Stefan Schulte, Präsidiums-

ter der Abteilung Landverkehr, BMVBS und Dr.

mitglied DVF, in Berlin. Vortragende waren Sö-

Ralf Kaminsky, Leiter Angebote und Strategie,

ren Bartol MdB, verkehrspolitischer Sprecher der

Division Mobility und Logistics, Siemens AG.

SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag; Günter
Butschek, Vorsitzender der Geschäftsführung

Sitzung des Lenkungskreises Schienenver-

Airbus Operations GmbH; Dirk Fischer MdB,

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich

Verkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Frak-

Homburg, Vorstand Personenverkehr DB Mobili-

tion im Deutschen Bundestag; Dr. Anton Hofrei39

Report 2012/2013
Chronik

[ol] »Eine Zukunft für die Verkehrsinfrastruktur«
wünschten sich alle Teilnehmer an diesem Parlamentarischen Abend: v. l. Dr. Stieler, Becker, Blume,
Gatzer, Dr. Brost, Prof. Scheurle, Dr. Jaegers und Dr.
Kefer.
[or] Fleckenstein MdEP, Müller und Kallas an einem
Tisch beim Working-Lunch des Präsidiums in Brüssel.

ter MdB; Dr. Michael Kerkloh, Vorsitzender der

September

Geschäftsführung Flughafen München GmbH;

Sitzung des Lenkungskreises Luftverkehr

Dr. Hartmut Mehdorn, CEO Air Berlin PLC & Co.

unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Stefan

Luftverkehrs AG; Jan Mücke MdB, Parlamenta-

Schulte, auf der ILA Berlin Schönefeld.

rischer Staatssekretär im BMVBS; Carsten Spohr,

Vortragende waren Matthew Baldwin, Director

Mitglied des Vorstands Deutsche Lufthansa AG

Aviation and International Transport Affairs, DG

unter der Moderation von Marc Brost, DIE ZEIT.

MOVE, European Commission und Patrick Ky,
Executive Director, SESAR Joint Undertaking.

Juni

Parlamentarischer Abend »Eine Zukunft für

Working Lunch des Präsidiums des DVF im

die Verkehrsinfrastruktur – Refomieren, pri-

Europäischen Parlament in Brüssel unter Lei-

orisieren, investieren« unter Leitung von Dr.

tung seines Vorsitzenden, Klaus-Peter Müller. Vor-

Frank Stieler, Präsidiumsmitglied im DVF und

tragende waren Knut Fleckenstein MdEP, Mitglied

Vorstandsvorsitzender HOCHTIEF Aktiengesell-

des Ausschusses für Verkehr und Fremdenver-

schaft. Vortragende waren Ulrich Klaus Becker;

kehr und Siim Kallas, Vizepräsident der Euro-

Christoph Blume, Sprecher der Geschäftsfüh-

päischen Kommission, Kommissar für Verkehr.

rung Flughafen Düsseldorf GmbH; Werner Gatzer, Staatssekretär im Bundesministerium der
Finanzen; Dr. Gunther Jaegers, Geschäftsführer
Reederei Jaegers GmbH; Dr. Volker Kefer, Vor-

40

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

bahntechnik, Betriebssicherheit, Interoperabilität; Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des
Bundes, BMVBS; Martin Schmitz, Geschäftsführer Technik, VDV unter der Moderation von Judith Schulte-Loh, WDR.
Dialogforum »Die Zukunft des ÖPNV: Spagat
zwischen Kunde und Staat« anlässlich der Innotrans 2012 des DVF. Vortragende waren Dr.
Anton Hofreiter MdB; Thomas Hailer, Geschäftsführer des DVF; Karl-Peter Naumann, Ehrenvorsitzender Fahrgastverband PRO BAHN e.V.; Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr; Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft des
Landes Brandenburg; Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb Berliner
Verkehrsbetriebe (BVG), AöR; Prof. Knut Ringat,
Sprecher der Geschäftsführung RMV; Frank
Sennhenn, Vorstandvorsitzender DB Regio AG
unter der Moderation von Thiemo Heeg, FAZ.
Sitzung des Lenkungskreises Häfen und
Schifffahrt unter Leitung seines Vorsitzenden
Detthold Aden, in Bremen/Bremerhaven. Vortragende waren Martin Günthner, Senator für
Wirtschaft, Arbeit und Häfen und Senator für
stand Technik, Systemverbund und Dienstleis-

Justiz und Verfassung der Freien Hansestadt

tungen, Vorstand Infrastruktur Deutsche Bahn

Bremen; Reinhard Klingen, Leiter der Abteilung

AG; Staatssekretär Prof. Klaus-Dieter Scheurle,

Wasserstraßen und Schifffahrt, BMVBS und An-

unter der Moderation von Marc Brost.

dreas Wellbrock, Geschäftsfeldleiter WindEnergy
Logistics, Seehafenlogistik, Industrie- und Produk-

Dialogforum »Wie kommt die Lok durchs

tionslogistik, BLG Logistics Group AG & Co. KG.

Nadelöhr? Das Handbuch Eisenbahnfahrzeuge in der Praxis« anlässlich der Innotrans

Sitzung des Lenkungskreises Infrastruktur

2012 des Verbandes Deutscher Verkehrsunter-

unter Leitung seines Vorsitzenden Frank Stieler,

nehmen (VDV) unter Mitwirkung des DVF. Vor-

in Berlin. Vortragende waren Sören Bartol MdB;

tragende waren Dr. Ansgar Brockmeyer, CEO

Steffen Bilger MdB, Mitglied der Kommission

Business Unit Highspeed and Commuter Rail

»Mobilität« der CDU und Dr. Hans-Joachim Gott-

Infrastructure and Cities Sector, Rail Division

schalk, Kommission »Zukunft der Verkehrsinfra-

Siemens AG; Kai Daubertshäuser, Leiter Ge-

strukturfinanzierung«.

schäftsbereich Bestell- und Infrastrukturmanagement Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV);
Michael Daum, Vorsitzender der Geschäftsfüh-

Oktober

rung Stadler Pankow GmbH; Dr. Martin Henke,

Working Lunch Luftverkehr des DVF im

Geschäftsführer Eisenbahnverkehr, VDV; Minis-

Europäischen Parlament in Brüssel unter Lei-

terialrat Dietmar Meyer, Leiter Referat Eisen-

tung seines Vorsitzenden Dr. Stefan Schulte.
41

[o] V. l.: Bartol MdB,
Dr. Stieler und
Bilger MdB vor
Beginn des Lenkungskreises Infrastruktur bei dem
die Bundestagsabgeordneten ihre
Vorstellungen von
zukunftsfähigen
Verkehrswegen
vorstellten.
[u] Beim Luftverkehrslunch in Brüssel mit den Präsiden des DVF v. l.:
Dr. Schulte und Dr.
Franz - mittig
Meißner.

Report 2012/2013
Chronik

[ol] Der neue Vorsitzende des Lenkungskreises Telematik/Telekommunikation
Clemens mit dem Berliner Staatssekretär Gaebler.
[or] Der Lenkungskreis Güterverkehr beleuchtete die Anforderungen an eine
europäische Security Regelung für den Landverkehr. V. l.: Schmied, Missen,
Secoy, Dr. Mosolf, Merkelbach, Kloppow und Hailer.
[u] Das DVF hat seine in Auftrag gegebene Umfrage »Intelligent mobil - wie
sind wir morgen im Alltag unterwegs?« vorgestellt und mit verschiedenen
Stakeholdern diskutiert. V. l.: Dr. Eichhorn, Holzhey, Kaestner, Minister
Groschek und Follmer.

Vortragende waren Dr. Christoph Franz, Präsi-

Sitzung des Lenkungskreises Straßenverkehr

diumsmitglied im DVF und Vorsitzender des

unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich Klaus

Vorstands, Deutsche Lufthansa AG und Gesine

Becker, in Berlin. Vortragende waren Oliver Bus-

Meißner MdEP, Mitglied des Ausschusses für

sick, Leiter Neue Mobilität, con/energy ag; Dr.

Verkehr und Fremdenverkehr des Europäischen

Carl Friedrich Eckhardt, Projekt Mobility Services,

Parlaments.

BMW Group und Dr. Veit Steinle, Leiter der Abteilung Umweltpolitik und Infrastruktur, Grund-

Diskussionsveranstaltung »Intelligent mobil

satzfragen des Ressorts, BMVBS.

– Wie sind wir morgen im Alltag unterwegs?« des DVF unter Leitung von Thomas

Sitzung des Lenkungskreises Güterverkehr

Hailer. Vortragende waren Dr. Maximilian Eich-

unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mo-

horn, Leiter Geschäftssegment Rail IT Siemens

solf, Geschäftsführender Gesellschafter und

AG; Henrik Falk, Vorstand Finanzen und Ver-

Sprecher der Geschäftsführung Horst Mosolf

trieb, BVG; Robert Follmer, Bereichsleiter infas

GmbH & Co. KG, Internationale Spedition, in

Institut für angewandte Sozialwissenschaft GmbH;

Berlin. Vortragende waren Hans Werner Kopp-

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen,

low und Ralf Merkelbach, BPW Bergische Ach-

Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW;

sen KG; Robert Missen, Head of Unit Land &

Frank Hansen, Konzenrstrategie, Volkswirtschaft

maritime security, DG MOVE, Europäische Kom-

und Mobilität BMW Group; Karina Kaestner, Lei-

mission; Martin Schmied, Bereichsleiter Umwelt

terin Online Marketing und Partnermanagement

und Verkehr INFRAS/ Obmann des DIN-Aus-

Deutsche Bahn Vertrieb GmbH unter der Mode-

schusses »Energieverbrauch und Treibhausgas-

ration von Ute Holzhey, rbb.

emissionen im Zusammenhang mit Transport-

42

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

dienstleistungen« und Kevin Secoy, Supervisory

Stadtentwicklung und Bau der Stadt Leipzig, in

Transportation Security Spezialist, TSA Office of

Leipzig. Vortragende waren zudem Prof. Dr. Bar-

Global Strategies, Frankfurt.

bara Lenz, Leiterin des Instituts für Verkehrsforschung Deutsches Zentrum für Luft- und Raum-

Sitzung des Lenkungskreises Telematik/Tele-

fahrt e.V. (DLR), Dr. Kay Lindemann, Geschäfts-

kommunikation unter Leitung seines Vorsitzen-

führer Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA);

den Reinhard Clemens, Mitglied des Vorstands

Ulf Middelberg; Alexander Möller, Leiter Marke-

der Deutschen Telekom AG und CEO T-Systems

ting und Geschäftsentwicklung Sparte Bus DB

International GmbH, in Berlin. Vortragende wa-

Regio AG unter der Moderation von Dr. Daniel

ren Christian Gaebler, Staatssekretär für Verkehr

Delhaes, Handelsblatt.

und Umwelt des Landes Berlin und Georg Pietrzak, CSC.

November

Parlamentarischer Abend »Unsicherer Finan-

Sitzung des Lenkungskreises Schienenver-

zierungsrahmen: gerät der ÖPNV aus der

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich

Spur?« der Parlamentsgruppe Schienenverkehr

Homburg, in Berlin. Vortragende waren Hugo

im Deutschen Bundestag unter Leitung seines

Gratza, Leiter Unterabteilung LA 1, Eisenbahnen,

Vorsitzenden Dr. Anton Hofreiter MdB, in Berlin.

BMVBS und Winfried Hermann, Minister für

Vortragende waren Ulf Middelberg, Sprecher der

Verkehr und Infrastruktur des Landes Baden-

Geschäftsführung Leipziger Verkehrsbetriebe

Württemberg.

(LVB) GmbH; Jörg Vogelsänger, Minister für Infrastruktur und Landwirtschaft des Landes Bran-

Abendveranstaltung »Nachtflug, Anwohner-

denburg, Vorsitzender der Verkehrsministerkon-

interessen und Arbeitsplätze im Luftfracht-

ferenz der Länder und Dr. Jan Werner, Partner

geschäft« unter Leitung von Thomas Hailer, in

KCW GmbH.

Berlin. Vortragende waren Karl Ulrich Garnadt;
Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsfüh-

Gemeinschaftsveranstaltung »Neue Mobi-

rung Flughafen Köln/Bonn GmbH; Thomas Jühe,

lität – auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit

Bürgermeister der Stadt Raunheim, Vorsitzender

im Stadt- und Regionalverkehr« des BMVBS

der Fluglärmkommission Frankfurt; Markus Kopp,

und Deutschem Verkehrsforum unter Leitung

Vorstand Mitteldeutsche Flughafen AG; Bettina

von Thomas Hailer; Jan Mücke MdB, Parlamen-

Kudla MdB, CDU/CSU-Fraktion im Deutschen

tarischer Staatssekretär BMVBS und Martin zur

Bundestag; Stephan Kühn MdB, verkehrspoliti-

Nedden, Bürgermeister und Beigeordneter für

scher Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grü43

[l] Große Komplexität zeichnet
die Finanzierung
des deutschen
öffentlichen Personenverkehrs aus.
V. l. Middelberg,
Minister Vogelsänger, Dr. Hofreiter MdB und
Dr. Werner.
[r] Wichtige Herausforderungen bei
der Schiene sind
Netzausbau und
Bestandserhalt, so
der Vorsitzende des
Lenkungskreises
Schienenverkehr
Homburg (r.). Dies
und Finanzierungsthemen diskutierte
er mit Hermann
(m.) und Gratza (l.).

Report 2012/2013
Chronik

[ol] Der Lenkungskreis Bahntechnologie mit dem
neuen Vorsitzenden Dr. Eickholt (2. v. l.) und Dr.
Heitzer (l.) sowie Ferlemann MdB (r.) - sie forderten weltweit faire Wettbewerbsbedingungen für
die europäische Bahnindustrie.
[or] Das konfliktreiche Thema Nachflüge wurde
fair und ruhig zwischen Politik und Betreibern bei
der Abendveranstaltung erörtert v. l. Kudla MdB,
Kühn MdB, Kopp, Garvens, Garnadt und Jühe.
[u] Das menschliche Verhalten ist immer noch
entscheidend für die Sicherheit im Straßenverkehr. Über weitere Sicherheitsmaßnahmen sprachen v. l. Onidi, Becker, Odenwald, Dr. Brost,
Kölbl, Bodewig und Kompass.

nen im Deutschen Bundestag; Markus Otto, Ge-

Abendveranstaltung »Mehr Verantwortung,

schäftsführer DHL European Transport Leipzig

intelligente Technik, gute Infrastruktur –

GmbH, Michael Richter, Staatssekretär im Minis-

Wie machen wir Deutschlands Straßenver-

terium der Finanzen des Landes Sachsen-Anhalt

kehr noch sicherer?« unter Leitung von Stefan

unter der Moderation von Olaf Opitz, FOCUS.

Kölbl, Präsidiumsmitglied im DVF, Vorsitzender
der Vorstände DEKRA e.V. und DEKRA SE, in Ber-

Sitzung des Lenkungskreises Bahntechnolo-

lin. Vortragende waren Ulrich Klaus Becker; Kurt

gie unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Jochen

Bodewig, Präsident Deutsche Verkehrswacht,

Eickholt, CEO Division Rail Systems Infrastructure

Bundesminister a.D.; Klaus Kompass, Leiter Fahr-

& Cities Sector Siemens AG in Berlin. Vortragen-

zeugsicherheit BMW Group; Michael Odenwald,

de waren Dr. Josef Doppelbauer, Vice President

Staatssekretär im BMVBS; Olivier Onidi, Direktor

Project Management & Chief Technical Officer

Innovative und Nachhaltige Mobilität, GD MOVE,

Bombardier Transportation GmbH; Enak Ferlemann

Europäische Kommission unter der Moderation

MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim BMVBS

von Marc Brost.

und Dr. Bernhard Heitzer, Staatssekretär im BMWi.

44

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

[o] Seit dem Jahr 2000 leitete Aden (l.) den Lenkungskreis Häfen und Schifffahrt. Hier bei seinem
letzten Lenkungskreis als Vorsitzender. Neben ihm
v. l. Thoelogitis, Schäfer und Hailer.
[u] Diskutierten Maßnahmen zur Lärmminderung
v. l.: Becker, Dr. Kefer, Luksic MdB, Dr. Schulte
und Prof. Dr. Hubert Weiger.

Januar 2013

für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Sitzung des Lenkungskreises Häfen und

(BMU) und Markus Mehlin, Abteilungsleiter Per-

Schifffahrt unter Leitung seines Vorsitzenden

sonenverkehr, Institut für Verkehrsforschung,

Detthold Aden, in Berlin. Vortragende waren

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Reinhard Klingen; Gunnar Platz, Geschäftsführer,

(DLR).

Planco Consulting GmbH; Rainer Schäfer, Geschäftsführer, Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH

Abendveranstaltung »Aktionsplan Verkehrs-

& Co. KG und Dimitros Theologitis, Head of

lärm: An der Quelle reduzieren. Verkehrs-

Ports and Inland Navigation, DG Move, Europä-

träger optimieren. Gemeinsam handeln«

ische Kommission.

unter Leitung seines Vorsitzenden des Präsidiums, Klaus-Peter Müller, in Berlin. Vortragende

Februar 2013

waren Jürgen Becker, Staatssekretär im BMU;
Ulrich Klaus Becker; Dr. Volker Kefer; Oliver Luk-

Sitzung des Lenkungskreises Straßenverkehr

sic, MdB; Dr. Stefan Schulte und Prof. Dr. Hubert

unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich Klaus

Weiger, Vorsitzender BUND Bund für Umwelt

Becker, in Berlin. Vortragende waren Jose Fernan-

und Naturschutz Deutschland e.V. unter der Mo-

dez-Garcia, Unit Clean Transport and Sustainable

deration von Kerstin Schwenn.

Urban Mobility, DG MOVE, European Commission; Dirk Inger; Mathias Samson, Leiter Umwelt,
Verkehr und Elektromobilität, Bundesministerium
45

Report 2012/2013
Foren und Positionen

FOREN UND POSITIONEN

2012/2013
Lenkungskreise

Häfen und Schifffahrt

Bahntechnologie

Detthold Aden, Vorsitzender des Vorstands

Dr. Hans-Jörg Grundmann, CEO Mobility,

BLG Logistics Group AG & Co. KG (bis 02/2013)

Siemens AG (bis 10 /2012)

Themenauswahl:

Dr. Jochen Eickholt, CEO Division Rail Systems,

■

hafenbetriebe

Siemens AG (ab 10 /2012)
Themenauswahl:
■

■

■

gen Verkehrsinfrastrukturpolitik, Prioritäten

dingungen der Bahnindustrie in Deutschland

und Maßnahmen der Hafen- und Logistikpoli-

Shift2Rail - Gemeinsame Forschungsinitiative

tik aus bremischer Sicht
■

Information über die Wasser- und Schifffahrts-

der europäischen Bahnindustrie

verwaltungs-Reform und Umsetzung des Na-

Die Eisenbahnpolitik der Bundesregierung mit

tionalen Hafenkonzeptes

Fokus auf das Handbuch Eisenbahnfahrzeuge,

■

Policy

Europäische Zugsicherungs- und -leitsystem
(ERTMS)

EU-Hafenpolitik – Konsultation und Konferenz
der Europäischen Kommission und EU Port

den Schienenbonus, lärmarme Bremsen und

■

Infrastrukturkonsens – Vorschläge zur künfti-

Wachstumspotenziale und Wettbewerbsbeund weltweite Eisenbahnmarktentwicklung

■

EU-Richtlinie Dienstleistungskonzessionen –
Austausch zu den Anforderungen der See-

Infrastructure & Cities Sector,

■

Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse des

Lärmarme Bremsen an Güterwagen - Vorteile,

Gutachtens zur Erhöhung der Wettbewerbs-

Entwicklung und Kosten der K- und LL-Sohle

fähigkeit der Binnenhäfen im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums

Güterverkehr
Dr. Jörg Mosolf, Geschäftsführender Gesell-

Infrastruktur

schafter und Sprecher der Geschäftsführung

Dr. Frank Stieler, Vorstandsvorsitzender

Horst Mosolf GmbH & Co. KG

HOCHTIEF Aktiengesellschaft (bis 11/2012)

Themenauswahl:

Themenauswahl:

■

Transport Security: Neue Entwicklungen in der

■

Eurpäischen Union im Bereich Landverkehr
■

Reformkonzepte aus Sicht der Kommission

Sichere Lieferkette, Scanning und Co:
Weiterentwicklung der Sicherheitsregime der

Verkehrsinfrastrukturpolitik für Deutschland:
»Mobilität« der CDU

■

Vorstellung und Diskussion zum Infrastrukturkonsens der SPD-Bundestagsfraktion

USA im Frachtverkehr
■

CO2 in der Logistik: Normierung und Bewertung durch die CEN-Norm DIN EN 16258

für die Verkehrsinfrastruktur seitens der Kom-

■

Beitrag des Trailers zu Energie- und CO2-

mission »Zukunft der Verkehrsinfrastruktur-

Effizienz

finanzierung«

46

■

Darstellung der Finanzierungsanforderungen

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

Luftverkehr

■

Renewbility II – Ergebnisse des Klimaschutz-

Dr. Stefan Schulte, Vorsitzender des Vorstands

szenarios und Schlussfolgerungen für Maß-

Fraport AG

nahmen im Verkehrssektor

Themenauswahl:
■

Gesellschaftliche Akzeptanz und wirtschaftli-

Telematik/Telekommunikation

che Erfolgsbedingungen für den Luftverkehr

Prof. Dr. Gerhard Zeidler, Ehrenpräsident des

am Standort Deutschland

Präsidialrats

■

Single European Sky und SESAR

DEKRA e.V. (bis 04/2012)

■

EU Emissionshandelssystem und wettbewerbs-

Reinhard Clemens, Mitglied des Vorstands

neutrale Umsetzung

Deutsche Telekom AG, CEO T-Systems

■

Auswirkungen der deutschen Luftverkehrssteuer

International GmbH (ab 04/2012)

■

Luftverkehrsgesetz, Lärmschutz und Betriebs-

Themenauswahl:

zeiten – Positionierung von Bund und Ländern

■

Telematikeinsatz für sichere Lkw-Stellplätze

Europäischer Vergleich der Flughafenpolitik,

■

Das deutsche Mautsystem: Status und Weiter-

■

Flughafenentwicklung und Finanzierung

entwicklung
■

Schienenverkehr
Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr

Mobilitätsstandort Berlin
■

DB Mobility Logistics AG
Themenauswahl:
■

Strategiegespräch: Innovationspolitik für den
Zukunftsblick: Trends und Potenziale der
Telematik im Verkehrssektor

■

Zukunftsfähige Schienenverkehrsinfrastruktur –

Potenziale innovativer Mobile-Media-Technologien im öffentlichen Personennahverkehr

Eine gemeinsame Verantwortung / Bewertung
aus Sicht der Kommission »Zukunft der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung« und der Politik
■

Positionspapiere

sowie Strategiegespräch und Diskussion

■

Schienenlärm an der Quelle reduzieren

Bundesverkehrswegeplan, Investitionsrahmen-

■

Gemeinsame Erklärung zur Verkehrsinfrastruk-

plan, Leistungs- und Finanzierungsvereinba-

tur von BDI, BGA, BDL, Deutsches Verkehrs-

rung und Co: Perspektiven für die Schienenin-

forum, DSLV, HDE, Pro Mobilität, VDR, ZDS

frastruktur bei Bund und Ländern
Straßenverkehr
Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr

■

Strategiepapier Aktionsplan Verkehrslärm

Parlamentsgruppen

des ADAC

Das Deutsche Verkehrsforum unterstützte im

Themenauswahl:

Jahr 2012 folgende interfraktionelle Parlaments-

■

Künftige Rahmenbedingungen und Weichen-

gruppen des Deutschen Bundestages:

stellungen für die Infrastruktur des Straßen■

■

■

■

verkehrs

Schienenverkehr

Verkehrslärmminderung – Eckpunkte einer

Vorstand: Dr. Anton Hofreiter MdB, Sören Bartol

integrierten Strategie

MdB, Patrick Döring MdB, Ulrich Lange MdB,

Vernetzung von Straßenverkehr und Energie-

Sabine Leidig MdB. Geschäftsführer: Thomas

wirtschaft

Hailer

Mobilitäts- und Kraftstoffstrategie der Bundesregierung

Binnenschifffahrt

EU Clean Power for Transport Package – Stra-

Sprecherin und Sprecher: Torsten Staffeldt MdB,

tegie der Europäischen Kommission zu alterna-

Matthias Lietz MdB, Gustav Herzog MdB, Her-

tiven Kraftstoffen und deren Infrastruktur

bert Behrens MdB, Dr. Valerie Wilms MdB.
47

Report 2012/2013
Präsidium des Deutschen Verkehrsforums

PRÄSIDIUM

DES
DEUTSCHEN VERKEHRSFORUMS

Klaus-Peter Müller
(Vorsitzender)
Vorsitzender des Aufsichtsrates
COMMERZBANK AG

Detthold Aden

Dr. Klaus Baur (bis 04/2012)
Vorsitzender der Geschäftsführung
Bombardier Transportation GmbH

Ulrich Klaus Becker

Vorsitzender des Vorstands
BLG Logistics Group AG & Co. KG

Dr. Olaf Berlien

Hans-Georg Brinkmann

Michael Clausecker

(bis 02/2013)

Mitglied des Vorstands
ThyssenKrupp AG

Reinhard Clemens

(ab 04/2012)
Mitglied des Vorstands
Deutsche Telekom AG
CEO T-Systems International GmbH

Dr. Christoph Franz
Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Lufthansa AG

48

Vizepräsident für Verkehr
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.

Vorsitzender der Geschäftsleitung
Kühne & Nagel (AG & Co.) KG

(ab 04/2012)
Vorsitzender der Geschäftsführung
Bombardier Transportation GmbH

Dr. Jochen Eickholt

Dr. Uwe Franke

(ab 10/2012)

CEO Division Rail Systems,
Infrastructure & Cities Sector
SIEMENS AG

Dr. Ottmar Gast (ab 04/2012)
Sprecher der Geschäftsführung
Hamburg Südamerikanische
Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG

(bis 04/2012)
Vorsitzender des Vorstands
BP Europa SE

Dr. Rüdiger Grube
Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Bahn AG und
DB Mobility Logistics AG

Report 2012/2013
www.verkehrsforum.de

Dr. Hans-Jörg Grundmann

Ulrich Homburg

(bis 10/2012)
CEO Division Rail Systems
Infrastructure & Cities Sector
Siemens AG

Vorstand Personenverkehr
DB Mobility Logistics AG

Stefan Kölbl

(ab 04/2012)
Vorsitzender der Vorstände
DEKRA e.V. und DEKRA SE

Dr. Jörg Mosolf

Andreas Renschler

Michael Schmidt

Geschäftsführender Gesellschafter und
Sprecher der Geschäftsführung
Horst Mosolf GmbH & Co. KG Internationale
Spedition

Mitglied des Vorstands
Daimler AG
Leiter Daimler Trucks

Dr. Stefan Schulte

Norbert Schüßler

Dieter Schweer

Vorsitzender des Vorstands
Fraport AG

Geschäftsführender Gesellschafter
Schüßler-Plan Consult GmbH

Mitglied der Hauptgeschäftsführung
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

Dr. Frank Stieler (bis 11/2012)
Vorstandsvorsitzender
HOCHTIEF Aktiengesellschaft

Matthias Wissmann

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Zeidler

Präsident
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

(bis 04/2012)
Ehrenpräsident des Präsidialrats
DEKRA e.V.

(ab 04/2012)
Vorsitzender des Vorstands
BP Europa SE

Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr
(Ehrenvorsitzender)
Vorsitzender des Aufsichtsrates Dürr AG

Stand: Februar 2013

49

Report 2012/2013
Mitglieder des Deutschen Verkehrsforums

MITGLIEDER

DES
DEUTSCHEN VERKEHRSFORUMS

A
AAE Ahaus Alstätter Eisenbahn Holding AG, Baar
(CH)
■ ACV Automobil-Club Verkehr Bundesrepublik
Deutschland, Köln
■ ADAC e.V., München
■ adesse anwälte, Berlin
■ AD HOC European Relations, Gütersloh
■ AGES International GmbH & Co. KG, Langenfeld
■ Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin
■ ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter
■ Andreas Schmid Logistik AG, Gersthofen
■ A.T. Kearney GmbH, Berlin
■ AUDI AG, Ingolstadt
■ Autobahn Tank & Rast Holding GmbH, Bonn
■ Autohof – Tanken – Rasten – Parken eG,
Herbolzheim
■

B
Bain & Company Germany, Inc., Düsseldorf
■ BearingPoint GmbH, Frankfurt/M
■ Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), Berlin
■ Bilfinger SE, Mannheim
■ BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen
■ BMW AG, München
■ Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH, Bochum
■ Boeing Operations International, Inc., Berlin
■ Bombardier Transportation GmbH, Berlin
■ Booz & Company GmbH, Düsseldorf
■ BP Europa SE, Hamburg
■ BPW Bergische Achsen KG, Wiehl
■ bremenports GmbH & Co. KG, Bremen
■ Brunsbüttel Ports GmbH, Brunsbüttel
■ Buss Port Logistics GmbH & Co. KG, Hamburg
■

C
Captrain Deutschland GmbH, Berlin
■ Commerzbank AG, Frankfurt/M
■ con|energy ag, Essen
■ CON MOTO Consulting Group GmbH, München
■

D
Daimler AG, Stuttgart
■ DAKOSY Datenkommunikationssystem AG,
Hamburg
■ DEKRA e.V., Stuttgart
■ Dettmer Group KG, Bremen
■ Deutsche Bahn AG, Berlin
■ Deutsche Bank AG, Frankfurt/M
■ Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt/M
■ Deutsche Post AG, Bonn
■ DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, Köln
■ DFDS Seaways GmbH, Cuxhaven
■ DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
■

50

DHL Freight GmbH, Bonn
DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt,
Köln
■ Dornier Consulting GmbH, Friedrichshafen
■ Drewes GmbH & Co. Investitions-KG, Bremen
■ DVB Bank SE, Frankfurt/M
■ DVV Media Group GmbH, Hamburg
■ Dyckerhoff AG, Wiesbaden
■ DZ BANK AG, Frankfurt/M
■
■

E
EADS Deutschland GmbH, München
■ Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart
■

F
Fichtner Water and Transportation GmbH,
Stuttgart
■ FIEGE Logistik Holding Stiftung & Co. KG, Greven
■ Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB), Berlin
■ Flughafen Düsseldorf GmbH, Düsseldorf
■ Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg
■ Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
■ Flughafen München GmbH, München
■ Flughafen Nürnberg GmbH, Nürnberg
■ Fraport AG, Frankfurt/M
■ Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain
Services (SCS), Nürnberg
■

G
GEFCO Deutschland GmbH, Mörfelden-Walldorf
■ Gerd Körner Consulting KG, Weiterstadt
■

H
HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover
■ Hafen Hamburg Marketing e.V., Hamburg
■ Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft,
Hamburg
■ Hamburg-Köln-Express GmbH, Köln
■ Hamburg Port Authority AöR, Hamburg
■ Hamburg Südamerikanische DampfschifffahrtsGesellschaft KG, Hamburg
■ Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.,
Berlin
■ HCL GmbH, Eschborn
■ Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, Frankfurt/M
■ Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG,
Osnabrück
■ HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen
■ HOLM GmbH (House of Logistics & Mobility),
Frankfurt/M
■ Horst Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim/Teck
■

I
■

IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und
Verkehr, Berlin

IBM Deutschland GmbH, Ehningen
IMPERIAL Logistics International B.V. & Co. KG,
Duisburg
■ Ing.-Büro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH, Düsseldorf
■ Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik
(ISL), Bremen
■ Iveco Magirus AG, Unterschleißheim

R

■
■

J
■

JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven

Railistics GmbH, Wiesbaden
■ Reederei Jaegers GmbH, Duisburg
■ Reverse Logistics GmbH, Dornach
■ Rhenus AG & Co. KG, Duisburg
■ RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH, Hofheim
■ Robert Bosch GmbH, Stuttgart
■ Roland Berger Strategy Consultants GmbH,
Düsseldorf
■ Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG, Dahlewitz
■

K
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt/M
■ KG GEKOL Mineralölhandel GmbH & Co.,
Hamburg
■ Kienbaum Consultants International GmbH,
Düsseldorf
■ Knorr-Bremse AG, München
■ KombiConsult GmbH, Frankfurt/M
■ Kombiverkehr KG, Frankfurt/M
■ KRAVAG-SACH Versicherung des Deutschen
Kraftverkehrs VaG, Hamburg
■ Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Hamburg
■

L
Leipziger Messe GmbH, Leipzig
■ Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) GmbH, Leipzig
■ Linklaters LLP, Berlin
■ LNC LogisticNetwork Consultants GmbH,
Hannover
■ Logplan GmbH, Frankfurt/M
■ Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion
mbH, München

S
Schenker AG, Essen
■ Schenker Deutschland AG, Kelsterbach
■ Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg
■ Schüßler Plan Consult GmbH, Düsseldorf
■ Seaports of Niedersachsen GmbH, Oldenburg
■ Seehafen Wismar GmbH, Wismar
■ SHS Business Consultants GbR, München
■ Siemens AG, Erlangen
■ Spiekermann GmbH Consulting Engineers,
Düsseldorf
■ Steria Mummert Consulting AG, Münster
■ strabau GmbH, Niederau bei Meißen
■

T

■

M
Magdeburger Hafen GmbH, Magdeburg
■ MAN Truck & Bus AG, München
■ Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing
■ McKinsey & Company, Inc., München
■ Messe Frankfurt Venue GmbH, Frankfurt/M
■ MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH,
Mannheim
■ Mitteldeutsche Flughafen AG, Leipzig
■ M&M Militzer & Münch Deutsche Holding GmbH,
Hof
■ M. M. Warburg & CO KGaA, Hamburg
■ MTU Aero Engines GmbH, München
■

N
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG, Neuss
NIIT Technologies GmbH, Stuttgart
■ NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH, Chemnitz
■ NordWestLinie e.V., Voltlage
■ North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co.,
Bremerhaven
■
■

O
OBERMEYER Planen + Beraten GmbH, München
■ On Rail GmbH, Mettmann
■ Oskar Schunck AG & Co. KG, München
■

P
PANALPINA Welttransport (Deutschland) GmbH,
Mörfelden
■ PERSONALUNION, Hamburg
■ PLANCO Consulting GmbH, Essen
■ Plasser & Theurer GmbH, Wien
■ Port of Rotterdam, Rotterdam
■ PricewaterhouseCoopers AG WPG, Frankfurt/M
■ PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG,
Hamburg
■

Talgo (Deutschland) GmbH, Berlin
■ Techdata Projektsteuerung und
Projektmanagement im Bauwesen GmbH, Berlin
■ TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für
kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG,
Frankfurt/M
■ Thales Deutschland GmbH, Stuttgart
■ ThyssenKrupp AG, Essen / Düsseldorf
■ Toll Collect GmbH, Berlin
■ TransCare AG, Wiesbaden
■ TransInvest Holding AG, St. Gallen
■ T-Systems International GmbH, Frankfurt/M
■ TUIfly GmbH, Hannover
■

U
UNION TANK Eckstein GmbH & Co. KG,
Kleinostheim
■ UNITI Bundesverband mittelständischer
Mineralölunternehmen e.V., Berlin
■ UPS Transport OHG, Neuss
■

V
VDA Verband der Automobilindustrie e.V., Berlin
■ VdTÜV - Verband der TÜV e.V., Berlin
■ VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen,
Köln
■ Verein Deutscher Zementwerke e.V., Düsseldorf
■ Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. (VEDA),
Nordhorn
■ Volkswagen Logistics GmbH & Co. OHG,
Wolfsburg
■ VTG Aktiengesellschaft, Hamburg
■

W
Wagener & Herbst Management Consultants
GmbH, Potsdam
■ Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr LLP, Berlin
■

Z
■

ZDS Zentralverband der Deutschen
Seehafenbetriebe e.V., Hamburg

Stand: Februar 2013

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