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Periodical volume

Full text: Report Issue 2010/11

Report

Herausgeber:
Deutsches Verkehrsforum e.V.
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Ingrid Kudirka
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BLG Logistics (S. 29)
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BMW AG, München (Deutschland) (S. 35)
Daimler AG (S. 24)
Deutsche Bundesbank (S. 18)
Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde (S. 8)
Deutscher Bundestag/Studio Kohlmeier (S. 7)
Fraport AG (S. 15, 36)
Hamburger Hafen und Logistik AG (Titel, S. 30)
Parlament Européen (S. 10/11)
Rolls-Royce plc. 2010 (S. 27)
Wikipedia (S. 17)
Layout und Produktion:
msm.media | amadea.berlin
www.amadea-berlin.de
Berlin, März 2011

Deutsches Verkehrsforum
Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

Inhalt:
Verkehrspolitik und Rahmenbedingungen > 6
Infrastruktur und Finanzierung > 14
Umwelt- und Klimaschutz > 22
Güterverkehr und Logistik > 28
Personenverkehr > 34
Chronik 2010/2011 > 38
Positionspapiere, Lenkungskreise 2010/2011 > 46
Präsidium des Deutschen Verkehrsforums > 48
Mitglieder des Deutschen Verkehrsforums > 50

Report 2010/2011

Reformen konsequent
weiterverfolgen
legende

Editorial

5

Voraussetzung.

Wir

dürfen

die

Versorgung unserer Bürger und der Wirtschaft
nicht durch nutzlose zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen aufs Spiel setzen.
Ebenso ist für die Versorgungssicherheit eine
Klaus-Peter Müller
Vorsitzender des Präsidiums des
Deutschen Verkehrsforums,
Vorsitzender des Aufsichtsrates
COMMERZBANK AG

bedarfsgerechte Infrastruktur unverzichtbar. Im
Vordergrund steht hier der Erhalt, aber es geht
auch um Aus- und Neubaumaßnahmen. Wenn
Deutschland als Wirtschaftstandort in Konkurrenz
mit anderen Standorten bestehen will, muss es

Nach der schwersten Wirtschaftskrise seit 1945

ebenfalls in der Lage sein, Großprojekte umzu-

erlebte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2010

setzen, die bereits alle gerichtlichen Instanzen,

einen ungeahnten Aufschwung. Die Konjunk-

politischen Prozesse und jahrelange Planfeststel-

turpakete der Bundesregierung haben ihre Wir-

lungsverfahren durchlaufen haben. Auch im Hin-

kung entfaltet. Und Unternehmen waren gut

blick auf Glaubwürdigkeit und Vertragstreue mit

beraten, ihre Mitarbeiter so weit wie möglich

europäischen Partnern können wir es uns nicht

weiter zu beschäftigen und konnten so bei anziehender Konjunktur wieder voll in den Produktionsprozess einsteigen. Insgesamt ist das
eingetreten, was das Deutsche Verkehrsforum
auch während der Krise prognostiziert hat: Die
Globalisierung ist ein langfristiger Wachstumspfad – er wird auch durch eine Krise nicht verlassen.
Erschüttert wurde der Luftverkehr durch die immer noch vorhandene terroristische Bedrohungslage. Im Oktober 2010 wurden in Flugzeugen Paketbomben entdeckt. Deutschland und die Europäische Union haben angemessen reagiert. Vor
allem muss es ein internationales Zusammenspiel geben, nationale oder kontinentale Alleingänge nützen an dieser Stelle nichts. Gleichzeitig ist es notwendig, Drittstaaten mit kritischer
Sicherheitslage stufenweise an die hohen Standards der EU heranzuführen. Das sinnvolle Konzept der Sicheren Lieferkette sollte global erhalten und weiter gestärkt werden. Außerdem ist
für die Absicherung der Transportketten eine
enge Zusammenarbeit aller Akteure eine grund-

Vor über
anderthalb
leisten, beschlossene Großprojekte quasi über
Jahren startete
Nacht einzustellen. Eine Lehre aus »Stuttdie Bundesregierung
gart 21« sollte sein, von Anfang an offemit einem deutlichen
ner und realistischer mit BürgerprotesBekenntnis zur Mobilität
ten, aber auch mit Finanzplanungen von
in die neue LegislaturGroßprojekten umzugehen sowie deperiode. Dazu hat das
ren Planungs- und GenehmigungsverDeutsche Verkehrsforum
fahren zu beschleunigen. Denn es ist
seinerzeit mit den Vorschlägen
kaum möglich, sämtliche Kosten für
aus dem Strategiepapier
15 oder mehr Jahre exakt vorauszu»Mobilität für Deutschland«
berechnen.
wesentliche Anregungen für
den Koalitionsvertrag geliefert.
Wir sind eine Gesellschaft, deren
Diese Anregungen müssen zu
Wohlstand und Wachstum mit MoReformen sowie deren Umbilität eng verbunden ist. Diese Mobisetzung führen, denn die Zeit
lität nachhaltig, bezahlbar, sicher,
wird knapp.
effizient und hochwertig zu gestalWelche weiteren Themen das
ten, ist eines der großen Aufgaben,
Deutsche Verkehrsforum im
der sich die Verkehrswirtschaft und
vergangenen Jahr begleitet
auch die Politik stellen müssen. Wir als
und initiiert hat, können
Deutsches Verkehrsforum setzen uns
Sie in diesem Report
dafür nach Kräften ein.
2010/2011 nachlesen.
Klaus-Peter Müller

Report 2010/2011

6

www.verkehrsforum.de

Verkehrspolitik und
Rahmenbedingungen

Die Lage der
Trotz Wirtschaftsaufschwung in Deutschland
Verkehrswirtschaft
bleiben Risiken für die konjunkturelle Enthat sich im Laufe des
wicklung. Währungsstreitigkeiten oder inJahres 2010 nach der
solvente Staaten, nicht nur im Euroraum,
schwersten Nachkriegsrekönnen negative Folgen für die heimizession weiter erholt. Die
sche Wirtschaft nach sich ziehen.
Konjunkturpakete der BundesAllerdings hat die deutsche Mobilitätsregierung haben ihre Wirkung
branche unter Beweis gestellt, dass
gezeigt. Begleitet von einem
sie auch unter schwierigsten Bedinstarken Ansteigen der Welthangungen handlungsfähig bleibt. Sie
delsströme um ca. 11 Prozent ist
war zwangsläufig und im besondedie Weltwirtschaft 2010 auf den
ren Maße von der Finanzkrise betrofWachstumspfad zurückgekehrt.
fen, doch sie erholt sich ebenso konDavon profitieren die großen
sequent und rasch. Die Unterneheuropäischen Logistikmärkte, was
men haben erfolgreiche Strategien in
auch für die Exportnation
der Rezession umgesetzt. Dennoch
Deutschland wichtige Impulse
sind Teile der Verkehrswirtschaft auch
mit sich bringt. Unterstützend
im Aufschwung auf gezielte Flankieist die Politik gefordert, günsrung durch die Politik angewiesen.
tige Rahmenbedingungen
für den WirtschaftsaufInvestitionen
schwung zu schaffen
Die Konjunkturpakete I und II in den Jahund geplante Strukren 2009 und 2010 brachten auch für die
turreformen umVerkehrsinfrastruktur zusätzliche Finanzmitzusetzen.
tel. Insgesamt hat der Bund 480 Mrd. Euro für
die sogenannte Bankenrettung bereitgestellt so-

wie 80 Mrd. Euro für die beiden Konjunkturpakete. Dadurch stiegen in den Jahren 2009 und
2010 in investiven Mittel im Bundesverkehrshaushalt gegenüber 2008 um 2 Mrd. Euro auf
12 Mrd. Euro jährlich. In erster Linie kam es der
Bundesregierung darauf an, kurzfristige konjunkturelle Wirkungen zu erzielen, die sich bereits im Laufe des Jahres 2010 zeigten. Im Verkehrswegebau wirken diese Investitionen zudem langfristig und sind daher gut angelegtes
Geld. Durch die beiden Konjunkturpakete und
weitere Maßnahmen, wie etwa der Verlängerung des Kurzarbeitergeldes, schaffte es die
Bundesregierung, dem wirtschaftlichen Aufschwung auf die Sprünge zu helfen.
Allerdings hat Deutschland nun ein enormes
Staatsdefizit, das durch einen strengen Sparkurs
(Stichwort: Schuldenbremse) in den nächsten
Jahrzehnten abgebaut werden soll. Für den Verkehrshaushalt 2011 verringern sich die Infrastrukturinvestitionen um 2 Mrd. Euro gegenüber dem Vorjahr. Der Einzelplan für Verkehr im
Bundeshaushalt fällt auf unter 10 Mrd. Euro
und damit auf das unterfinanzierte Vorkrisenniveau von 2008.

Report 2010/2011

Verkehrspolitik und
Rahmenbedingungen

7

> Po s i t i o n e n
Wesentliche Maßnahmen aus dem
Koalitionsvertrag umsetzen
■

Grundlegende Reformen bei Priorisierung,
Finanzierung, Planung, Bau und Erhalt der
Verkehrsinfrastruktur

■

» L a n g f r i s t i g kö n n e n w i r d i e Au f ga b e n b e i
d e r I n f r a s t r u k t u r m i t d e r h e u t i ge n
H a u s h a l t s f i n a n z i e r u n g n i c h t b ew ä l t i ge n .
D a h e r b r a u c h e n w i r d r i n ge n d i n n ov a t i ve
A n s ä t z e , u m u n s e r e Ve rke h r s we ge wet t b ewe r b s f ä h i g z u h a l te n . «

Stärkere Vertretung deutscher Interessen
bei Themen der EU-Verkehrspolitik in

Dr. Peter Ramsauer MdB, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

Brüssel
■

■

■

■

Symmetrische Öffnung des europäischen

Die Unternehmen der Verkehrswirtschaft haben

Eisenbahnmarkts über einheitliche Regulie-

die Krise genutzt, um Prozesse effizienter zu ge-

rungsvorschriften

stalten und ihr Kapazitätsmanagement zu ver-

Koordinierter Ausbau der Flughafeninfra-

bessern. Soweit es möglich war, wurden Inves-

struktur und Schaffung wettbewerbsfähi-

titionen aufrechterhalten. Auch zukünftig müs-

ger Betriebszeiten bei Flughäfen

sen die Mobilitätsdienstleister Verkehre besser

Verbesserung der Zufahrten und Hinter-

vernetzen und ihre Effizienz steigern, um wett-

landanbindungen bei Seehäfen

bewerbsfähig zu bleiben. Die Politik sollte im

Entwicklung alternativer Antriebe und

Gegenzug mit entsprechenden Rahmenbedin-

Kraftstoffe für besseren Klimaschutz

gungen die Anstrengungen der Unternehmen
unterstützen:
■

Infrastruktur und Finanzierung sichern

■

Aktionsplan Güterverkehr und Logistik zügig
umsetzen

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

8

> Fa k te n
Wirtschaft und Verkehr
» D a s Z e i t fe n s te r i n d i e s e r L e g i s l a t u r p e r i o d e
w i r d e n ge r, d i e B u n d e s r e g i e r u n g m u s s d i e
Re fo r m a u f t r ä ge a u s d e r Ko a l i t i o n s ve r e i n b a r u n g u m ge h e n d a np a c ke n . «

■

Die EU rechnet für 2010 und 2011 mit
einem Wirtschaftswachstum von 1,75%.
2012 soll das BIP um 2% steigen. Für
Deutschland liegen die Schätzungen bei
3,7% für 2010, 2,2% für 2011 und 2,0%

Dr. Peter Noé, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und Mitglied des Vorstands der HOCHTIEF AG

für 2012.
■

EU-Staaten bleiben Deutschlands wichtigste Handelspartner. Trotz starken Rück-

■

Nachhaltigkeit fördern

gangs 2009 auf 508,4 Mrd. Euro (minus

■

Wettbewerb in Europa angleichen

18,3%), verringerte sich ihr Anteil am

■

Verkehrswirtschaft nicht zusätzlich belasten

Gesamtwert der deutschen Ausfuhren
nur um 0,4% auf 62,9%. Die Ausfuhren

Innovative Wege

aus Deutschland gingen 2009 um 18,4%

Damit Deutschland weiterhin wirtschaftlich leis-

gegenüber 2008 zurück. Der Export

tungsfähig bleibt, will das Bundesministerium

Deutschlands stieg 2010 voraussichtlich

für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS)

um 9% auf 875,5 Mrd. Euro.

nach den Worten von Dr. Peter Ramsauer MdB

■

Rund 4% der europäischen Arbeitskräfte

Mobilität ermöglichen. Wichtigste Maßnahme

sind direkt im Verkehrsektor beschäftigt.

hierfür sei die Investition in Verkehrswege und

Die Wertschöpfung im Transportsektor

deren effiziente Nutzung. Allerdings sind für

beträgt rund 4% des europäischen BIP.

eine ausreichende Finanzierung laut Ramsauer

■

die Haushaltsmittel des Bundes zu knapp.

Deutschland ging im Krisenjahr 2009 auf

Straßen, Schienen, Häfen, Wasserstraßen und
Luftverkehr müssen daher intelligent miteinan-

Die Beschäftigtenzahl der Logistik in
2,7 Mio. zurück (2008 = 2,8 Mio.).

■

Der Güterverkehr wächst in der EU stär-

der verbunden werden. Zudem will das BMVBS

ker als die Wirtschaft insgesamt. Zwi-

neue innovative Wege für die Infrastruktur-

schen 2004 und 2007 stieg die Güterver-

finanzierung nutzen, zum Beispiel für Öffent-

kehrsleistung in der EU 27 jährlich um

lich-Private-Partnerschaften.

3,2%, das BIP um 2,7%.
■

Die von Fahrzeugen emittierten Luftschad-

Das Deutsche Verkehrsforum vertritt die Auf-

stoffe sind in der EU deutlich reduziert

fassung, dass gezielter Erhalt sowie Neu- und

worden. Die Feinstaubemissionen sanken

Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auch in Zeiten

um ein Drittel zwischen 1990 und 2006.

der Haushaltskonsolidierung nicht zur Disposition stehen dürfen, da bedarfsgerechte Verkehrswege die Grundlage für wirtschaftliche Entwicklung und Klimaschutz sind. Je länger not-

Report 2010/2011

Verkehrspolitik und
Rahmenbedingungen

9

wendige Investitionen in die Verkehrsinfrastruk-

finanzierung aus dem Zukunftsprogramm Ver-

tur aufgeschoben werden, desto teurer wird die

kehrsinfrastruktur des Deutschen Verkehrsfo-

Gesamtrechnung.

rums mit einer soliden Strukturreform erfüllt
werden. Auch die Erreichung des wichtigen Zie-

Bilanz Koalitionsvertrag

les, Genehmigungsverfahren und Verkehrswe-

Viele Maßnahmenvorschläge des Deutschen

geplanung zu beschleunigen, steht noch aus.

Verkehrsforums zur Bundestagswahl 2009 sind
im Koalitionsvertrag aufgegriffen worden. Nach

Güterverkehr und Logistik

gut anderthalb Jahren Regierung lohnt sich ein

Abgeschlossen und bereits in der Umsetzungs-

Blick darauf, welche Vorhaben aus dem Koali-

phase ist der Aktionsplan Güterverkehr und Lo-

tionsvertrag nun in der Planungs- oder Umset-

gistik, den das BMVBS gemeinsam mit dem Ge-

zungsphase sind.

werbe erarbeitet hat. Auch die Förderung des
Kombinierten Verkehrs (KV) wird gemäß Koali-

Es wurde angekündigt, eine neue Grundkon-

tionsvertrag weitergeführt, mit rund 88 Mio.

zeption für den Bundesverkehrswegeplan (BVWP)

Euro im Jahr 2010, allerdinds nur im reduzierten

zu erarbeiten. In einem ersten Schritt hat das

Umfang. Die Umsetzung des Nationalen Hafen-

BMVBS die Bedarfspläne mit Fokus auf die

konzepts mit dem Ausbau der seewärtigen Zu-

Wirtschaftlichkeit der Projekte hin überprüft.

fahrten und Hinterlandanbindungen sind zentrale

Die Bedarfspläne legen fest, welche Schienen-

Gesichtspunkte im Aktionsplan Güterverkehr

und Straßenausbauprojekte des Bundes gebaut

und Logistik. Für den sich weiter entwickelnden

werden. Das Ergebnis: Von den jetzt 38 über-

maritimen Verkehr sind Fahrrinnenanpassungen

prüften Schienen-Neubauprojekten weisen 9

insbesondere bei Elbe und Weser erforderlich.

nicht das erforderliche Nutzen-Kosten-Verhält-

Das notwendige Baurecht muss jetzt ohne wei-

nis auf und werden daher vorerst nicht umge-

teren Verzug geschaffen werden. Als Bestandteil

setzt. Bei den Straßenbauprojekten mussten

einer Reform der Wasser- und Schifffahrtsver-

keine Verschiebungen vorgenommen werden.

waltung hat das BMVBS ein Priorisierungskon-

Die Ergebnisse sollten bald in eine neue Grund-

zept vorgelegt, das eine erhebliche Tragweite

konzeption des BVWP eingehen.

für die Wasserstraßen hätte. Priorisierung ist

Die Koalition hat sich für eine Stärkung der verkehrsträgerbezogenen Finanzierungskreisläufe
ausgesprochen. Im Jahr 2011 wird die Lkw-Maut
für den Verkehrträger Straße verwendet. Die im
Koalitionsvertrag beschriebene »Garantie für eine zukunftsgerechte Infrastruktur« konnte bis-

» D i e E U - Ko m m i s s i o n u n te r n i m m t i n te n s i ve A n s t r e n g u n ge n ü b e r E U - G e s et z ge bung und Über wachung der nationalen
Um s et z u n g , u m d i e V i s i o n vo n Ve rke h r s ko m m i s s a r S i i m K a l l a s ü b e r e i n e n e i n h e i t l i c h e n e u r o p ä i s c h e n E i s e n b a h n m a rk t
z u ve r w i rk l i c h e n . «

her noch nicht mit entsprechenden Maßnahmen in vollem Umfang eingelöst werden. Diese
Verpflichtung sollte im Sinne der Infrastruktur-

Dr. Matthias Ruete, Generaldirektor der Generaldirektion Mobilität und Verkehr
der Europäischen Kommission

Report 2010/2011

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10

zwar das Gebot der Stunde, sie darf jedoch nicht

forums, den Rahmen für faire Wettbewerbsbe-

dazu führen, dass Zukunftschancen für durch-

dingungen in Europa zu schaffen. Die Euro-

gängige Logistikketten versperrt werden. Hin-

päische Union sollte die Wirtschaft im Streben

sichtlich Umweltschutz und Nachhaltigkeit

nach qualitativ hochwertigen Leistungen und

wurde das Lärmsanierungsprogramm für den

Effizienz unterstützen. Dafür muss vor allem

Schienenverkehr verbessert. Außerdem haben

Wettbewerb gefördert, ein einheitlicher Schie-

Politik und Wirtschaft gemeinsam in der Natio-

nenverkehrsmarkt geschaffen, die Verbreitung

nalen Plattform Elektromobilität konkrete Ar-

von Best Practices unterstützt und die zentralen

beits- und Umsetzungsmaßnahmen zum wichti-

Verkehrsinfrastrukturen ausgebaut werden.

gen industriepolitischen Thema Elektromobilität
in Angriff genommen.

Zur Weiterentwicklung übergeordneter europäischer Infrastrukturprojekte hat das Deutsche

In der nationalen Luftverkehrspolitik fehlt nach

Verkehrsforum grundsätzlich die Neudefinition

wie vor eine konsequente Koordinierung beim

der Richtlinie Transeuropäische Verkehrsnetze

Flughafenausbau. Die Bundesregierung ist die

(TEN-V) begrüßt und seine Stellungnahme dazu

im Koalitionsvertrag angekündigte Überprü-

an die Europäische Kommission abgegeben.

fung der Abwägung von wirtschaftlicher Be-

Zentrale Forderung darin ist, insbesondere die

deutung des Luftverkehrs einerseits und Schutz

Schlüsselprojekte von gesamteuropäischer Re-

vor Fluglärm andererseits mit Blick auf die

levanz umzusetzen und den EU-Zuschuss dort

Nachtflugregelung noch nicht angegangen.

zu erhöhen. Die Finanzierung von regional be-

Außerordentliche Nachteile sind zudem durch

deutenden Projekten ohne Bezug zu solchen

die nationale Einführung einer Luftverkehrs-

EU-Schlüsselprojekten muss daher aus der Kern-

steuer für den Luftverkehrsstandort Deutsch-

netzfinanzierung der TEN-V herausgelöst werden.

land bereits jetzt zu beobachten.

Weißbuch Verkehr
Europäische Aufgaben

Die EU-Kommission legt die langfristige Strate-

Zentrale Aufgabe der europäischen Verkehrspo-

gie der europäischen Verkehrspolitik in einem

litik ist es nach Ansicht des Deutschen Verkehrs-

neuen Weißbuch fest. Es enthält Vorschläge,

Report 2010/2011

Verkehrspolitik und
Rahmenbedingungen

11

> Po s i t i o n e n
Orientierungspunkte für eine
europäische Verkehrspolitik
■

Stärkere Zusammenarbeit und Integration
aller Verkehrsträger partnerschaftlich und
arbeitsteilig in einem gemeinsamen europäischen Verkehrssystem (Co-Modalität)

■

Vermeidung von staatlich administrierter
Verteuerung der Mobilität und von

» D a s Wa c h s t u m s p ote n z i a l d e s E i s e n b a h nve r ke h r s i m g r e n z ü b e r s c h r e i te n d e n e u r o p ä i s c h e n
G e s a m t m a rk t i s t e n o r m . D e s h a l b m ü s s e n te c h n i s c h e H e m m n i s s e a b ge b a u t u n d d i e
I n te r o p e r a b i l i t ä t d e r B a h n e n i n E u r o p a vo r a n get r i e b e n we r d e n . D a s s c h a f fe n vo r a l l e m e i n h e i t l i c h e Te c h n o l o g i e n w i e d a s e u r o p ä i s c h e
Z u g s i c h e r u n g s s y s te m E T C S . «
Dr. Hans-Jörg Grundmann, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und CEO Mobility Division Siemens AG

Transportkostensteigerungen
■

■

■

■

Qualitätsziel als Maßstab der EU-Förder-

die einen gemeinsamen Mobilitätsraum schaf-

politik mit Begleitung und Verbreitung von

fen. Dabei will die Europäische Kommission die

Best Practices

Mobilitätsbedürfnisse der Bürger wie auch der

Ausreichende Finanzierung der TEN-V

Wirtschaft berücksichtigen, ohne die Erforder-

ohne nationalen und regionalen Proporz

nisse des Umweltschutzes zu vernachlässigen.

sowie Aufstockung des Finanzierungsan-

Aus Sicht des Deutschen Verkehrsforums ist es

teils der EU

wichtig, dass die europäische Verkehrspolitik

Mehr Klimaschutz durch Einsatz verbesser-

neben den Maßnahmen zur deutlichen Emis-

ter Technologien, gezielte Verkehrswege-

sionsreduktion und Entkarbonisierung des Ver-

investitionen, optimierte Transportpro-

kehrs auch weitere Schwerpunkte setzt. Insbe-

zesse und Eigeninitiative der Verkehrs-

sondere die Co-Modalität, also die gegenseitige

wirtschaft

Ergänzung der Verkehrsträger unter Einbrin-

Fokussierung der EU-Forschungspolitik auf

gung ihrer individuellen Stärken, muss ein we-

zukunftsgerechte nachhaltige Mobilität

sentlicher Aspekt zur nachhaltigen Mobilitäts-

und Aufbau eines Sachverständigen-

sicherung in Europa sein.

gremiums (Think Tanks)

Elemente wie eine noch umfassendere Anlastung externer Kosten oder die Einführung einer

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

12

Wachstum von Welt-BIP und -Warenhandel
280 260 240 220 200 180 160 -

1995=100 Prozent

140 120 100 1995 2000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010 p. 2011 p.

■ Welt-BIP ■ weltweiter Warenhandel
[Quelle: IWF, Stand: Oktober 2010]

City-Maut wirken sich hingegen negativ auf

sogenannten Recast des Ersten Eisenbahnpakets.

den Mobilitätssektor und die Grundversorgung

Der Recast beschäftigt sich mit 3 wesentlichen

der Bürger aus. Hier sollte vielmehr auf Qualität

Themenkomplexen:

und Anreizsysteme gesetzt werden, anstatt die

1. Wettbewerbsfragen

Kosten in die Höhe zu treiben. Denn Mobilität

2. Regulierungsbehörden

darf nicht als notwendiges Übel betrachtet wer-

3. Rahmen für öffentliche und private Investo-

den, sondern ist eine elementare Voraussetzung,

ren, d.h. Transparenz zur Nutzung der Infra-

um Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung

struktur

zu sichern und auszubauen.
Neben dem Recast sollen EU-Verletzungsverfah-

Fairer Wettbewerb

ren zur Umsetzung des Ersten Eisenbahnpakets

Nach Meinung des Deutschen Verkehrsforums

gegen 13 Mitgliedsstaaten dessen vollständige

sollte die Europäische Kommission stärker ihrer

Anwendung befördern. Dies muss nach Ansicht

Aufgabe als Hüterin des fairen Wettbewerbs

des Deutschen Verkehrsforums in letzter Kon-

nachkommen. Sie muss demzufolge unter an-

sequenz dazu führen, die für Deutschland un-

derem auf eine gleichmäßige Marktöffnung des

befriedigende asymmetrische Marktöffnung in

Schienenverkehrs in allen EU-Staaten hinwir-

Europa zu beenden. Während europäischen

ken. Das Europäische Parlament sieht das eben-

Wettbewerbern der Zugang zum deutschen

so und erhöhte mit einer Resolution den Druck

Schienenmarkt gewährt wird, bleiben deutsche

auf die Europäische Kommission und die

Betreiber von großen nationalen Märkten bislang

Mitgliedsstaaten, die Gesetzesvorgaben des

ausgeschlossen. Um die technischen Unterschie-

Ersten Eisenbahnpakets endlich umzusetzen.

de im Bereich der unterschiedlichen nationalen

Am 17. September 2010 hat die Europäische

Zugleit- und -kontrollsysteme abzubauen, muss

Kommission einen Vorschlag zur Verbesserung

weiterhin von EU und Mitgliedsstaaten ener-

der Schienenverkehrsdienste veröffentlicht, den

gisch darauf hingewirkt werden, das European

Report 2010/2011

Verkehrspolitik und
Rahmenbedingungen

13

Train Control System und European Railway
Traffic Management System (ETCS/ERTMS) sukzessive EU-weit auf denselben Standard gesetzt
bzw. eingeführt werden. Parallel arbeitet die
Europäische Kommission an der Liberalisierung
aller Bereiche des europäischen Schienenverkehrs. Die gültigen EU-Richtlinien betreffen bislang nur den Schienengüterverkehr und den
internationalen Schienenpersonenverkehr. Für
das Jahr 2012 ist bereits ein Gesetzesvorschlag
zur Öffnung der nationalen Märkte für den
Schienenpersonenverkehr geplant.

Galileo
Viel Arbeit wartet auf die Europäische Kommission auch bei der Realisierung des Aktionsplans
zum Satellitennavigationssystem Galileo. Dabei
hinkt sie aus Sicht des Deutschen Verkehrsforums hinter ihren selbst gesteckten Zielen hinterher. Zwar wurden die rund 38 Mio. Euro
Fördermittel für die Entwicklung von Galileo-gestützten Maßnahmen an Dienstleister gezielt eingesetzt. Allerdings ist das Fehlen von Zeit- und
Kostenrahmen für die Anwender, die darauf
aufbauend ihre Geschäftsmodelle entwickeln
müssen, ein großes Manko. Die Anwender können sich daher noch nicht aktiv einbringen, was
jedoch zwingend für die Entwicklung eines
Wachstumsmarkts wäre. Hier muss die Europäische Union die fehlenden Zeitpläne und Kostenabschätzungen ermitteln und veröffentlichen.

»Au f e u r o p ä i s c h e r E b e n e a g i e r t D e u t s c h l a n d
z u we n i g , s o n d e r n r e a g i e r t m e h r u n d ve r s ä u m t d a d u r c h , a k t i v Z e i c h e n z u s et z e n . «

Oliver Luksic MdB, Mitglied des Ausschusses für die Angelegenheiten der EU
und des Ausschusses für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Deutschen Bundestag

Report 2010/2011

14

www.verkehrsforum.de

Infrastruktur
und Finanzierung

Trotz
Die Qualität und Kapazität unserer VerSchuldenbremse
kehrswege nimmt dramatisch ab – Anlass
braucht Deutschland
für mehrere Spitzenverbände der Wirtdringend Investitionen
schafts- und Mobilitätsbranche, in einer
in die Verkehrsinfragemeinsamen Erklärung Maßnahmen
struktur. Sie ist das Rückgrat
aufzuzeigen, die dem Verfall der Infrafür Wachstum und die
struktur entgegenwirken. Sie setzt sich
Grundlage für Wohlstand und
aber auch mit der chronischen UnterKlimaschutz. Doch anhaltender
finanzierung der Verkehrswege ausSubstanzverzehr und zunehmeneinander und schlägt dagegen eine
de Entwicklungsrückstände unseDoppelstrategie vor: mehr Investirer Verkehrswege gefährden diese
tionen und zugleich EffizienzsteigeFunktionen immer mehr. In einer
rung im Umgang mit den knappen
gemeinsamen Erklärung hat
Finanzmitteln.
daher das Deutsche
Verkehrsforum mit anderen
In seinem Strategiepapier Zukunftsgroßen Wirtschafts- und
programm Verkehrsinfrastruktur forVerkehrsverbänden an die
dert das Deutsche Verkehrsforum ein
Politik appelliert,
langfristig hohes Investitionsniveau.
Investitionen zu sichern,
Zudem sollte sich die Bundesverkehrsdie Effizienz zu
wegefinanzierung sowohl auf die Finanverbessern und das
zierung durch den Bundeshaushalt als
Wachstum zu
auch auf eine zweckgebundene Gebühstärken.
renfinanzierung durch leistungsabhängige

jährlich mindestens 12 Mrd. Euro und die direk-

Entgelte stützen: Notwendig ist eine planbare

von 150 Mrd. Euro im Zeitraum von 15 Jahren

Bundeshaushaltslinie für die Verkehrswege von

müssten 10 Mrd. Euro jährlich zur Verfügung

te Zuweisung der Einnahmen aus der Lkw-Maut
an die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG).

Bundesverkehrswegeplan
Laut Koalitionsvertrag will die Bundesregierung
eine neue Grundkonzeption des Bundesverkehrswegeplans (BVWP) erstellen. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) arbeitet bereits daran und hat die
Überprüfung der Bedarfspläne für Schiene und
Straße abgeschlossen. Die Ergebnisse dieser
Überprüfung fließen in den neuen BVWP, der
sich mit einem Zeithorizont ab 2015 an den
jezigen anschließen soll.
Der gültige BVWP von 2003 ist massiv unterfinanziert. Er zeigt trotz angepasster Bewertungsmethodik keine verkehrsträgerübergreifende
Netzstrategie, sondern ist eine Aneinanderreihung von Einzelprojekten, die eher politischen
Verteilungskriterien als einem klaren KostenNutzen-Verhältnis folgen. Für die Projektsumme

Report 2010/2011

Infrastruktur und
Finanzierung

15

> Po s i t i o n e n
Verbändepapier Infrastruktur
■

Schaffung höchster Priorität für Verkehrswegeinvestitionen

■

Bereitstellung von mindestens 12 Mrd.

» O h n e fe s te B i n d u n g d e r S o n d e r a b ga b e n d e s
Ve rke h r s w i e L k w - M a u t u n d M i n e r a l ö l s te u e r
a n d i e Ve rke h r s i nve s t i t i o n e n i s t d e r
Infrastr ukturrückstand nicht aufzuholen.«

Euro p.a. für Bundesverkehrswege ohne
Schwankungen nach Kassenlage der
öffentlichen Haushaltsmittel
■

Direkte Zuweisung der Lkw-Mauteinnah-

Ulrich Klaus Becker, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und Vizepräsident für Verkehr des ADAC

men an die Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft und komplette Verwen-

stehen. Die Defizite bei der Finanzierung sind:

dung für Investitionen; stufenweise Her-

■

■

Vermeidung weiterer staatlich admi-

■

Bedarfspläne sind im Umsetzungsstau.

nistrierter monetärer Belastungen von

■

Finanzierungsvereinbarungen lassen kaum
Spielraum für neue Projekte.

Mobilität
■

Verkehrsetat ist immer unter 10 Mrd. Euro
p.a. (außer 2009 und 2010).

stellung stabiler Finanzierungskreisläufe

Effiziente Mittelverwendung durch Priori-

■

kalkuliert.

täten, Engpassbeseitigung, Verantwortungsklarheit, Nutzung von ÖPP, Beschleu-

Zusätzliche Verpflichtungen wurden nicht ein-

■

Preisanstieg im Verkehrswegebau in Höhe

nigung von Planungs- und Genehmigungs-

von 18 Prozent allein zwischen 2005 und

verfahren, Einsatz intelligenter Verkehrs-

2010 bleibt unberücksichtigt.

systeme

■

Der Modernitätsgrad der Verkehrswege
(Netto- zu Bruttonanlagevermögen), sank im

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

16

Zeitraum 1980 bis 2008 von 78 Prozent auf

Mrd. Euro geschrumpft. Und der Druck wird

66 Prozent.

höher, denn die Schuldenbremse zieht immer
stärker an, sodass die Bundesregierung jedes

Dadurch bildet sich zwischen 2000 und 2013

Jahr zu zusätzlichen Einsparungen gezwungen

allein durch die Gegenüberstellung von Ist- und

ist – bis 2016 sind es rund 10 Mrd. Euro.

Planwerten und unter Einbeziehung der Preis-

Insgesamt bereitet es Sorge, dass die In-

steigerung eine gewaltige Finanzierungslücke

vestitionsquoten des Bundes kontinuierlich sin-

von mindestens 19,5 Mrd. Euro. Hinzu kommt

ken: Im Jahr 1998 betrug die Investitionsquote

der mangelnde Erhalt der Verkehrsinfrastruktur

im Bundeshaushalt noch 13 Prozent, die Sozial-

mit einem Sanierungsstau von rund 2 Mrd. Euro

ausgaben machten 37 Prozent des Haushalts

p.a. für Straßen und 6,8 Mrd. Euro für Brücken.

aus. Im Jahr 2010 lag die Investitionsquote bei
mageren 8 Prozent und die Sozialausgaben

Auch die Bundesschienenwege sind unterfinan-

wuchsen dagegen auf 54 Prozent an.

ziert: Der geltende Bedarfsplan sieht 29 bauwürdige Bedarfsplanprojekte mit einem Volu-

Strukturreformen

men von 25,8 Mrd. Euro für die nächsten 15

Aufgrund dieser Entwicklungen sind der effizien-

Jahre vor (ohne Erhaltungsmaßnahmen in Höhe

tere Mitteleinsatz sowie der gleichzeitige Erhalt

von 2,5 Mrd. Euro jährlich aus der Leistungs-

und die verbesserte Nutzung der vorhandenen

und Finanzierungsvereinbarung [LuFV]). Die

Verkehrsinfrastruktur aus Sicht des Deutschen

tatsächlichen Investitionen in Aus- und Neubau-

Verkehrsforums die wichtigsten Stellschrauben.

maßnahmen laut Einzelplan 12 des Bundeshaus-

Weitreichende Strukturreformen bei Finanzie-

halts für Verkehrsinfrastrukturinvestitionen lie-

rung, Planung, Bau und Erhalt der Verkehrsinfra-

gen im Durchschnitt lediglich bei knapp 1,3 Mrd.

struktur sind hierfür unentbehrlich. Dazu ge-

Euro p.a.

hören eine regelmäßige Zustandsdokumentation
in Form eines Infrastrukturberichts, die Offenle-

Unausweichliche Folge der Unterfinanzierung

gung des Finanzbedarfs, die Reform der Infra-

ist der Verschleiß der Verkehrswege. Nur in den

strukturfinanzierung mit einer klaren Bewertung

Jahren 2009 und 2010 wurde durch die Kon-

von Investitionsvorhaben nach Nutzen-Kosten-

junkturpakete der Verkehrshaushalt auf ein not-

Aspekten und die stärkere Einbindung privaten

wendiges Niveau von je 12 Mrd. Euro aufge-

Kapitals.

stockt. Im Jahr 2011 ist der Verkehrshaushalt im
Vergleich zu 2009 und 2010 auf rund 9,75

Eine LuFV für die Bundesfernstraßen könnte
sicherstellen, dass Investitionsmittel für die Ver-

» Z u e i n e m s t r i k te n Ko n s o l i d i e r u n g s k u r s
z w i n g t u n s a u c h d i e i m G r u n d ge s et z ve r a n ke r te S c h u l d e n b r e m s e . D e s we ge n m ü s s e n w i r Ve rke h r s i nve s t i t i o n e n d u r c h
P r i o r i s i e r u n g k ü n f t i g n o c h e f f i z i e n te r
e i n s et z e n . «

kehrsinfrastruktur langfristig zur Verfügung stehen und nicht dem jährlichen Haushaltsrisiko
unterliegen. Sinnvoll wäre, diese Bundesmittel
den Ländern zur Pflege der Bundesfernstraßen
zu übertragen, wenn diese im Gegenzug eine
bestimmte Straßenqualität sicherstellen. Hier
sollte der Bund gemeinsam mit einem oder meh-

Werner Gatzer MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen

reren Bundesländern ein Pilotprojekt starten.

Report 2010/2011

Infrastruktur und
Finanzierung

17

> Po s i t i o n e n
Infrastruktur-Prioritäten
■

Gezielte Erweiterung und Lückenschluss

» G e r a d e i m G ü te r ve rke h r i s t e i n e V i e l z a h l
vo n I nve s t i t i o n s vo rh a b e n n ot we n d i g , d i e b i s her noch nicht im Bundeshaushalt berücksichtigt wurden. Daher sind meiner Meinung
n a c h n e u e K r i te r i e n f ü r d e n B u n d e s ve rke h r s we ge p l a n e r fo r d e rl i c h . «

schwerpunktmäßig im hoch belasteten
Autobahnnetz
■

■

■

Florian Pronold MdB, Stellv. Vorsitzender SPD-Bundestagsfraktion

Sanierung der angegriffenen Substanz
speziell der Bundesautobahnen und kom-

Auch auf kommunaler Ebene wäre diese Strate-

munalen Straßen

gie der Mittelbindung angesichts des enormen

Ausbau der seewärtigen Zufahrten der

Instandhaltungsrückstaus im Straßennetz rich-

Häfen, allen voran in Hamburg und Bremen

tig. Das Bestandsnetz der Bundesschienenwege

Ausbau der Hinterlandanbindungen der

profitiert seit 2010 von der LuFV und damit von

Seehäfen bei Schiene, Straßen und

planbaren Mittelzuflüssen.

Binnenwasserstraßen entsprechend der

■

■

■

■

Priorisierung des Nationalen Hafenkon-

Das BMVBS hat den Vorschlag der Verbände zu

zepts und der Ahrensburger Liste sowie

geschlossenen Finanzierungskreisläufen aufge-

Anbindung des Jade-Weser-Ports und der

griffen und in einem ersten Schritt die Einnah-

ARA-Häfen

men aus der Lkw-Maut des Jahres 2011 für

Ausbau der Schienenverkehrswege und

Investitionen in die Straße zweckgebunden fest-

Knotenpunkte, zum Beispiel Ertüchtigung

gelegt. Geschlossene Finanzierungskreisläufe

der Rheintalstrecke, Hinterlandanbindung

sind eine wirksame Entkoppelungsmethode der

der Seehäfen (s.o.) und Ausbau der Y-

Verkehrsinvestitionen von Haushaltsschwankun-

Trasse für den Güterverkehr

gen. Für den nächsten BVWP sieht das Deut-

Beseitigung von Engpässen im deutschen

sche Verkehrsforum als wesentliche Herausfor-

Wasserstraßennetz und Weiterentwicklung

derungen, gezielt knappe Finanzmittel einzu-

trimodaler Infrastrukturen wichtiger Bin-

setzen und gleichzeitig flexible Möglichkeiten

nenhäfen

zu schaffen, dringliche Projekte gegenüber an-

Ausbau der Flughafeninfrastruktur schwer-

deren vorzuziehen. Dafür ist eine Reform des

punktmäßig an den Drehkreuzen Frankfurt

BVWP erforderlich, die unter anderem folgende

und München sowie Bau des Hauptstadt-

Punkte umfasst:

flughafens BBI

■

Klare Bedarfsermittlung: Bewertung der

Sicherung von wettbewerbsfähigen Be-

aktuellen Leistungsfähigkeit der Verkehrs-

triebszeiten für alle wichtigen deutschen

infrastruktur, wobei Aus- und Neubaubedarf

Flughäfen

unter Berücksichtigung der noch zu erstellenden Verkehrsprognose 2030 neu bewertet und überprüft werden müssen.

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

18

■

Definition eines Kernnetzes: Das Netz einschließlich der einzelnen Netzbestandteile
muss anhand seiner jetzigen und der prognostizierten Versorgungsfunktion aufgeteilt
werden in ein vorrangiges Kernnetz mit
fernräumlichen Erschließungsfunktionen und
ein nachrangiges Netz mit ergänzenden Ver-

> Fa k te n

sorgungsfunktionen. Hieraus ergeben sich
Projekte von nationaler Bedeutung, die auf
Bundesebene vorrangig vorangetrieben werden müssen.
■

Einzelplan 12 des Bundeshaushalts
■

Straße: Vordringlicher Bedarf des BVWP

Wirksame Priorisierung: Infrastrukturmaß-

von 2001 bis 2015 beziffert den Ausbau

nahmen müssen einer klaren strategischen

von 2.200 km bestehender Autobahnen.

Rangfolge unterliegen. Projekte müssen hin-

Bis Ende 2009 waren 570 km umgesetzt;

sichtlich der Dringlichkeit ihrer Umsetzung

Investitionslinie für 2011 rund 4,9 Mrd.

vorgezogen werden können.

Euro. 2010 betrug die Investitionslinie
rund 5,3 Mrd. Euro.

Vorrangige Projekte

■

Schiene: 2011 sind 1,12 Mrd. Euro im

Im Koalitionsvertrag sind die Prioritäten nach

Schienenbudget verplant (verbleibender

Auffassung des Deutschen Verkehrsforums gro-

Spielraum 120 Mio. Euro), 2012 sind es

ßenteils richtig gesetzt: Substanzerhalt geht vor

1,03 Mrd. Euro (210 Mio. Euro) und 2013

Neubau von Infrastrukturen. Vorrang müssen

noch 0,88 Mrd. Euro (360 Mio. Euro). Für

Projekte mit gesamtwirtschaftlicher Vorteil-

die wichtigsten Neu- und Ausbaumaß-

haftigkeit haben. Im Vordergrund stehen die

nahmen des BVWP müssen mind. 1,8 Mrd.

Beseitigung von Engpässen und der Ausbau

Euro p.a. zur Verfügung gestellt werden.

von Knoten und Hauptachsen, die Hinterland-

Investitionslinie für 2011 rund 3,9 Mrd.

anbindungen für Häfen und Flughafendreh-

Euro (Eisenbahnen des Bundes).

kreuze sowie die Bewältigung europäischer und
globaler Verkehrsströme, an denen Deutsch-

2010 waren dies rund 4,3 Mrd. Euro.
■

Bundeswasserstraßen: Gesamtinvesti-

land teil hat. Dabei ist es notwendig, auf das

tionsbedarf für die Infrastruktur ca. 1,3

Kosten-Nutzen-Verhältnis von Infrastrukturin-

Mrd. Euro p.a., davon 550 Mio. für den

vestitionen innerhalb der einzelnen Verkehrs-

Ausbau und 450 Mio. Euro für den Er-

sektoren zu achten, einen nationalen Bedarf zu

satz, Rest sonstige Investitionen. Bereit

definieren, weitere vordringliche Projekte aus

gestellter Investitionsanteil laut Bundes-

einem »Regionaltopf« zu finanzieren und von

haushalt 2010 rund 1 Mrd, 2011 noch

Ländern angemeldete, regionale Projekte lokal
entscheiden und finanzieren zu lassen. Solange

886 Mio. Euro.
■

Kombinierter Verkehr: Investitionslinie

das Problem der Unterfinanzierung des BVWP

für 2011 rund 112 Mio. Euro; 2010

nicht gelöst ist, können die laufenden Bedarfs-

betrug die Investitionslinie rund 88 Mio.

pläne nur durch eine stringente Priorisierung

Euro.

abgearbeitet werden. Die Zahl der umzusetzen-

Report 2010/2011

Infrastruktur und
Finanzierung

19

den Projekte muss in ein realistisches Verhältnis

■

Kosten-Nutzen-Verhältnis

zum vorhandenen Budget gebracht werden,

■

Verkehrsqualität, zum Beispiel Verbesserung
der Verspätungssituation, Staustunden

wofür zunächst ein zukunftsfähiges Kernnetz
zu definieren und Kompetenzen klar aufzutei-

■

■

Im vordringlichen Bedarf des BVWP 2003 sind

Erhöhung der Zuverlässigkeit des Gesamtnetzes

len sind.

Differenzierung in Kernnetz mit Magistralen
und regionale Verkehrswege

871 Investitionsvorhaben aufgelistet, davon
800 Straßen-, 47 Schienen- und 24 Wasserpro-

In seinem Strategiepapier Zukunftsprogramm

jekte. Die darin enthaltenen 717 Ortsumgehun-

Verkehrsinfrastruktur hat das Deutsche Ver-

gen verdeutlichen die Dominanz der regionalen

kehrsforum einen gesamten Verkehrsinfrastruk-

Projekte. Hier fehlt über den vordringlichen Be-

turbericht über alle Netze vorgeschlagen. Dieser

darf hinaus eine weitere Abgrenzung wie ein

würde den Zustand und die Leistungsfähigkeit

Kernnetz oder die Festlegung von Projekten na-

frühzeitig identifizieren und wäre alle 2 Jahre zu

tionaler Bedeutung wie dies zum Beispiel in

aktualisieren.

Frankreich der Fall ist.
Zudem sind adäquate Rahmenbedingungen notNach Meinung des Deutschen Verkehrsforums

wendig, d.h. beispielsweise für den Flugverkehr

muss das Kernnetz zukünftig die Verkehrsinfra-

international wettbewerbsfähige Betriebszeiten

strukturen, die eine überregionale Bedeutung

an den Drehkreuzen zuzulassen oder Anpassun-

haben, zusammenfassen. Die Bundesebene

gen der Fahrrinnen in die Seehäfen anzugehen.

sollte dann über diese Magistralen entscheiden
sowie länderübergreifend planen und realisie-

Planungsbeschleunigung

ren, und zwar nach objektiven Kriterien ohne

Effizientes Bauen und eine sehr viel schnellere

Länderquoten. Im Gegenzug erhielten die Bun-

Baureife sparen enorm viel Geld: Bei Schienen-

desländer für regionale Verkehrswege mehr Ei-

und Straßenbaumaßnahmen vergehen von der

genverantwortung. Als Modell kann hier die

ersten Planungsphase bis zur Baureife mehr als

Regionalisierung im Schienenpersonennahver-

4 Jahre, bei größeren Projekten wesentlich län-

kehr dienen, wo zweckgebundene Mittel nach

ger – sogar bis zu 50 Jahre. In kaum einem

Länderquoten verteilt werden.

anderen Land dauern Bauvorhaben von Verkehrsprojekten so lange wie in Deutschland. Die

Im Hinblick auf die umfassende Prioritätenliste
der Transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-V)
sollten durch einen reformierten BVWP die Bedarfspläne entschlackt und in eine klare Rangfolge gestellt werden. Das erfordert Mut, auch
bereits beschlossene Maßnahmen und Projekte
zurückzustellen oder abzustufen. Voraussetzung

» P r i o r i t ä t m ü s s e n P r o j e k te h a b e n ,
d i e d e n g r ö ß te n ge s e l l s c h a f t l i c h e n u n d
w i r t s c h a f t l i c h e n Nu t z e n b r i n ge n . D a s
s i n d vo r a l l e m d i e B e s e i t i g u n g vo n
E n g p ä s s e n , d e r Au s b a u vo n K n ote n u n d
H a u pt a c h s e n , a b e r a u c h d i e Ve r b e s s e r u n g
vo n S e e h a fe n h i n te rl a n d a n b i n d u n ge n . «

für eine sinnvolle Priorisierung der Projekte sind
transparente und stringente Kriterien für jeden
Verkehrsträger:

Prof. Klaus-Dieter Scheurle, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

20

Kumulierte Finanzierungslücke des Bundesverkehrswegeplans 2003
20.000 18.000 16.000 14.000 12.000 10.000 8.000 6.000 4.000 -

Mio. Euro

2.000 02000

2001

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

2012

2013

Kumulierte Differenz tatsächlicher Bundesinvestitionen zum durchschnittlichen jährlichen Bedarf des BVWP 2003;
der Bedarf von 10 Mrd./Jahr erhöht sich entsprechend der Baupreissteigerungen bis 2009 und danach um 1,5 Prozent/Jahr.
[Quelle: eigene Darstellung]

überlangen Planungsverfahren beim Ausbau

bürdet, was erhebliche Planungsverzögerungen

von Flughäfen sind inzwischen zu einer realen

und Kostensteigerungen für Infrastrukturpro-

Gefahr für die Wettbewerbsfähigkeit des Luft-

jekte zur Folge hat. Mit Blick auf 10 exempla-

verkehrsstandorts Deutschland geworden. Die

risch untersuchte Straßenbauprojekten atte-

bisherigen Bürokratie- und Umsetzungsmodi

stiert die Bestandsaufnahme in der Summe 38

müssen reformiert werden. So sollten beispiels-

Jahre zeitliche Verzögerung in der Umsetzung,

weise Entscheidungkompetenzen durch Inte-

und zwar bezogen auf die erste Ausweisung

gration der Umweltverträglichkeitsprüfung in

von FFH-Schutzgebieten im Jahr 2000. Hierbei

die Raumordnungs- und Planfeststellungsver-

entstanden zusätzliche Planungskosten in Höhe

fahren gebündelt werden, um Doppelprüfun-

von rund 11,5 Mio. Euro.

gen zu vermeiden.
Durch die langwierigen Planungs- und RealisieIn welchen langwierigen Prozessen sich die Bau-

rungsphasen können die Gesamtkosten zu Be-

vorhaben befinden und dabei immer kompli-

ginn oftmals nicht präzise kalkuliert werden.

zierter werden, hat Dieter Posch, Hessischer Mi-

Kalkulationen müssen aber verlässlicher werden

nister für Wirtschaft, Verkehr und Landesent-

und über einen langen Zeitraum gültig sein. Das

wicklung, beispielhaft evaluiert. Er stellt fest,

würde auch die öffentliche Meinung zu Groß-

dass die nationale Umsetzung des europäischen

projekten positiv beeinflussen. Auch ein verbes-

Naturschutzrechts den Verwaltungen einen

sertes Baustellenmanagement, so wie es auch

extrem hohen zusätzlichen Prüfungsaufwand

im Aktionsplan Güterverkehr und Logistik vor-

bei naturschutzfachlichen Entscheidungen auf-

gesehen ist, kann volkswirtschaftliche Schäden

Report 2010/2011

Infrastruktur und
Finanzierung

21

reduzieren. Maßnahmen wären beispielsweise
eine vereinfachte Ausschreibungs- und Vertragsgestaltung, Bauzeitverkürzungen und eine bundesweite Baustellenkoordination.

Transeuropäische Netze
Zielgerichteter und effizienter Mitteleinsatz ist
auch für europäische Infrastrukturprojekte wichtig. In seiner Stellungnahme zur Überarbeitung
der Leitlinien TEN-V hat das Deutsche Verkehrsforum verdeutlicht, dass nur Schlüsselprojekte
von gemeinschaftlicher Bedeutung finanziert werden sollten. Das bedeutet konkret:
■

Identifizierung von Schlüsselprojekten nach
dem Kosten-Nutzen-Prinzip und der Nachfrageentwicklung im Personen- und Güterverkehr mit besonderer Berücksichtigung der
Versorgungsfunktion des Güterverkehrs.

■

Konzentration der knappen EU-Finanzen auf
die zentralen europäischen Korridore und deren Teilstücke, bei denen die gemeinschaftliche, europäische Bedeutung die nationale
überwiegt.

■

Zeitliche Priorisierung nach dem Kosten-Nutzen-Prinzip anhand von langfristigen Verkehrsprognosen und der Realisierungsdauer.

■

Deutliche Erhöhung des EU-Fördermittelanteils über die bisherige Grenze von 30 Prozent hinaus.

»W i r d ü r fe n d a s W i r t s c h a f t s w a c h s t u m n i c h t
a u f s S p i e l s et z e n . D a r u m m ü s s e n w i r n o c h
ge n a u e r h i n s e h e n , i n we l c h e Ve rke h r s we ge
w i r i nve s t i e r e n . F ü r d e n n e u e n B u n d e s ve r ke h r s we ge p l a n we r d e n w i r d e s h a l b k l a r e
P r i o r i t ä te n s et z e n . «
Dr. Michael Meister MdB, Stellv. Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Report 2010/2011

22

www.verkehrsforum.de

Umwelt- und
Klimaschutz

Von
Das wirtschaftlich erzielbare CO2-VermeiBiokraftstoffen bis
dungspotenzial des Transportsektors durch
alternativen Antechnische Weiterentwicklungen beträgt
trieben arbeiten Wirtetwa 14 Mio. t bis zum Jahr 2020. Das
schaft, Wissenschaft und
entspricht rund 9 Prozent des CO2-AusPolitik an der Verbesserung
stoßes im gesamten Verkehrssektor des
der Umweltbilanz des VerJahres 2007 in Deutschland. Durch die
kehrssektors. Die großen ErfolNutzung von Biokraftstoffen wären
ge, die bei der Emissionsredukweitere Einsparungen möglich.
tion in Deutschland erreicht
wurden, sollen fortgeschrieben
Grundsätzlich stehen unterschiedliwerden. Darum setzt die Verche Wege zur CO2-Emissionsmindekehrswirtschaft auch künftig auf
rung zur Verfügung. Daher dürfen
intensive Forschung, Entwicklung
die Förderung durch die öffentliche
und Investitionen in neueste TechHand und staatlich gesetzte Rahnologie. Durch realistische Ziele,
menbedingungen für alternative Anpassende Fördermaßnahmen
triebe und Kraftstoffe nicht auf eine
und die Gewährleistung eines
spezifische Technologie festgelegt
fairen internationalen Wettsein. Eine breite Förderung unterbewerbsrahmens muss die
schiedlicher Pfade, insbesondere von
öffentliche Hand einen
Biokraftstoffen der zweiten Generation,
entscheidenden Beitrag
Elektromobilität und Brennstoffzellen, ist
für den Erfolg
zum jetzigen Zeitpunkt richtig.
dieser Strategie
leisten.
Aber Klimaschutzmaßnahmen dürfen den
Standort Europa im globalen Wettbewerb nicht

benachteiligen – europäische oder nationale Insellösungen sind in ihrer ökologischen Wirkung
beschränkt und verzerren den Wettbewerb.

CO2-Ziele
Die EU hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 eine
Senkung der CO2-Emissionen um mindestens
20 Prozent gegenüber 1990 zu erreichen. Bei
einer entsprechenden Unterstützung anderer
Industrieländer hatte die EU ein Ziel von minus
30 Prozent ins Auge gefasst.
Anders als von einigen Umweltministern der
Mitgliedstaaten gefordert, wird die EU das bis
2020 geltende europäische CO2-Reduktionsziel
allerdings vorläufig nicht von minus 20 Prozent
CO2 auf minus 30 Prozent anheben. Solange
wichtige Staaten außerhalb der EU keine Bereitschaft zeigen, sich auf anspruchsvolle Reduktionsziele festzulegen, hat eine einseitige zusätzliche Anhebung der Anforderungen in Europa
aus Sicht des Deutschen Verkehrsforums keinen
Sinn. Sie würde nur zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil für die europäischen Unternehmen führen, ohne eine weltweite Reduktion
der Emissionen wirksam voranzubringen.

Report 2010/2011

Umwelt- und Klimaschutz

23

> Po s i t i o n e n
Positionspapier Biokraftstoffe
■

Schaffung einer tatsächlichen CO2-Reduktion unter Berücksichtigung ihres gesamten Lebenszyklus bei Biokraftstoffen

■

» D e r Lu f t ve rke h r b e n öt i g t e i n e ko n z e r t i e r te
I n i t i a t i ve vo n Po l i t i k u n d W i r t s c h a f t , u m
e i n e n ko m m e r z i e l l e n E i n s t i e g i n d i e B i o k r a f t s to f f - Nu t z u n g z u s c h a f fe n . «

Klare Definition von Nachhaltigkeitsanforderungen an die Produktion von Biokraftstoffen mit internationaler Überprüfbar-

Prof. Dr. Wilhelm Bender, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums

keit
■

■

Erzielung eines wettbewerbsfähigen Prei-

In einem Brief an die Europäische Kommission

ses für Biokraftstoffe

hat sich das Deutsche Verkehrsforum mit

Förderung von Forschung und Entwicklung

Nachdruck gegen eine Verschärfung des EU-

in der Markteinführungsphase, Aufbau

Klimaschutzzieles zum jetzigen Zeitpunkt aus-

von sinnvollen öffentlichen und technolo-

gesprochen.

gieneutralen Anreizen
■

Errichtung von politisch verlässlichen

Bei den CO2-Obergrenzen für leichte Nutzfahr-

Rahmenbedingungen für die Produzenten

zeuge haben sich der EU-Rat, das Europäische

von Biokraftstoffen, für die Automobil-

Parlament und die EU-Kommission auf einen

industrie, die Mineralölwirtschaft sowie

Kompromiss geeinigt. Es wird demnach bei

für die Nutzer und die Verkehrwirtschaft

dem frühen Startzeitpunkt 2014 und einem

als entscheidender Faktor

sehr ambitionierten Langfristziel von 147
Gramm CO2 pro Kilometer im Jahr 2020 bleiben. Das Langfristziel wird überproportional

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

24

hohe Kosten für Hersteller und Nutzer verursachen. Immerhin wird mit dem Kompromiss
nun wenigstens Klarheit für Industrie und
Nutzer geschaffen. Das Deutsche Verkehrsforum hat den Diskussionsprozess in der EU
begleitet. Nach den überzogenen Vorschlägen
im vorangehenden Verfahren ist der erzielte
Kompromiss mit dem Phasing-in, der Anrechnung von Öko-Innovationen und den sogenannten Super Credits für besonders wenig
emittierende Fahrzeuge aus Sicht des Deutschen
Verkehrsforums ein praktikabler Ansatzpunkt.

»W i r m ü s s e n r e g i o n a l e W i r t s c h a f t s k r e i s l ä u fe
s t ä rke r n u t z e n , d i e s e b e s s e r o r ga n i s i e r e n
u n d d a s d e u t s c h e S c h i e n e n n et z s o e r t ü c h t i ge n , d a s s w i r i n 1 5 J a h r e n d o p p e l t s ov i e l
G ü te r ve rke h r d a r a u f b ew ä l t i ge n kö n n e n . «

> Fa k te n
Investitionen für die Umwelt
■

Die Bundesregierung fördert von 2009
bis 2011 mit insgesamt 500 Mio. Euro
aus dem Konjunkturpaket II den Ausbau
und die Marktvorbereitung der Elektromobilität.

Winfried Hermann MdB, Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr,
Bau und Stadtentwicklung im Deutschen Bundestag

■

Daraus werden zum Beispiel die 8 Modellregionen zur Elektromobilität in
Deutschland mit 130 Mio. Euro geför-

Vorreiter Deutschland
Der Einsatz des Verkehrssektors in Deutschland

dert.
■

Industrie und Wissenschaft schlagen

für Emissionssenkungen war in den letzten Jah-

darin Aktivitäten mit einem Gesamt-

ren sehr erfolgreich. Während die CO2-Emissio-

projektvolumen von ca. 4 Mrd. Euro bis

nen des Verkehrs in der EU 27 zwischen 1990

2013 vor. Die Industrie leistet hierbei

und 2007 um 26 Prozent anstiegen, gingen sie

einen signifikanten Beitrag.

in Deutschland trotz steigender Verkehrsleis-

■

Die deutsche Automobilindustrie wird in

tung um 7 Prozent zurück. Neben Deutschland

den nächsten Jahren voraussichtlich

gelang eine CO2-Emissionssenkung lediglich

rund 20 Mrd. EUR p.a. in Forschung und

Litauen, Estland und Bulgarien.

Entwicklung investieren, wobei ein maßgeblicher Teil davon in Elektromobilität,

Wichtige Maßnahmen sind unter anderem die

kraftstoffeffiziente Fahrzeuge sowie

weiter fortschreitende Ablösung der Dieseltrak-

andere energiesparende Maßnahmen

tion durch elektrische Antriebe und die Erhö-

investiert wird.

hung des Anteils erneuerbarer Energien beim
Bahnstrom.

Report 2010/2011

Umwelt- und Klimaschutz

25

Auch im Luftverkehr ist die Entkoppelung der

einen Zwischenbericht mit klaren Zielvorgaben

Emissionsentwicklung vom Verkehrswachstum

und ersten abgestimmten Maßnahmen vorge-

vorangeschritten. Der Kerosinverbrauch stieg in

legt. Der internationale Wettbewerbsdruck bei

erheblich geringerem Umfang als die Verkehrs-

der Entwicklung ist enorm – bestehende Wett-

leistung. Außerdem konnten auf globaler Ebe-

bewerbspositionen werden infrage gestellt. Da-

ne erste Schritte in Richtung eines weltweiten

rum muss Deutschland führender Standort für

Klimaschutzplans erreicht werden: Die 190 Mit-

die Entwicklung, die Produktion und den

gliedstaaten der International Civil Aviation

Einsatz dieser neuen Technologie werden. Die

Organization (ICAO) haben sich im Oktober

Industrie muss gemeinsam mit der Politik,

2010 darauf geeinigt, den Treibstoffverbrauch

Wissenschaft und Gesellschaft schnell und ent-

im Weltluftverkehr zwischen 2020 und 2050

schieden im engen Schulterschluss handeln,

um jährlich 2 Prozent zu senken. Allerdings fol-

heißt es in dem Bericht.

gen daraus noch keine unmittelbaren Reduktionsverpflichtungen für die Airlines der ICAO-

Diesen ersten Zwischenbericht bewertet das

Länder. Durch die Einbeziehung des Luftver-

Deutsche Verkehrsforum positiv, denn er greift

kehrs in den Europäischen Emissionshandel

die entscheidenden Themen korrekt auf und

werden im Wesentlichen die europäischen Flug-

gibt die richtigen Ziele vor. Neben den Kern-

gesellschaften ab 2012 extrem schwierigen Re-

punkten des Zwischenberichts, wie der Batterie-

duktionszielen unterworfen.

systemproduktion, dem Umsetzungsplan für die
Normung, Schaufensterprojekten, der Energie-

Elektromobilität

versorgung und den politischen Rahmenbedin-

Damit die ambitionierten Emissionsminderungs-

gungen ist vor allem die Rohstoffversorgung ein

ziele auch in den kommenden Jahrzehnten

elementares Thema, da es essenziell für die Her-

erreicht werden können, ist im Verkehrssektor ein

stellung von Akkus ist. Zudem steht noch eine

Bündel unterschiedlicher Maßnahmen erforder-

Antwort auf die Frage aus, wie der Marktstart

lich. Technologisch stehen verbesserte Antriebe,

für Elektromobilität in Deutschland erfolgreich

Kraftstoffe und Öko-Innovationen im Vorder-

gestaltet werden kann. Nicht zuletzt sollten

grund. Gefragt sind darüber hinaus organisato-

auch die Logistikwirtschaft, der städtische Lie-

rische Maßnahmen zur Verbesserung der Effi-

ferverkehr und die Nutzerseite angemessen

zienz der Verkehrsabläufe. Der bedarfsgerechte

berücksichtigt werden. Elektromobilität muss

Ausbau der Infrastruktur, der Einsatz von Verkehrstelematik und die Realisierung des Single
European Sky sind wichtige Elemente dieser
Strategie. Alle Ansätze erfordern eine gezielte
Unterstützung der EU, des Bundes und der Länder in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich.

» D e u t s c h l a n d s o l l L e i t a n b i ete r f ü r
E l e k t r o m o b i l i t ä t we r d e n . Po l i t i k ,
W i r t s c h a f t u n d W i s s e n s c h a f t m ü s s e n j et z t
ge m e i n s a m d i e Vo r a u s s et z u n ge n s c h a f fe n ,
u m d i e s e s a n s p r u c h s vo l l e Z i e l z u
erreichen.«

Beim Straßenverkehr ist die Elektromobilität in
den Mittelpunkt der Bemühungen gerückt. Die
Nationale Plattform Elektromobilität (NPE) hat

Matthias Wissmann, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und Präsident des Verbandes der Automobilindustrie e.V. (VDA)

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

26

aus sich heraus bezahlbar werden – das schließt

■

Im deutschen Schienenverkehr dominiert die

nicht aus, dass der Markteintritt mit geeigneten

Elektrotraktion. Dennoch ist es denkbar, dass

Mitteln zum richtigen Zeitpunkt vorübergehend

hier Biokraftstoffe in gewissem Umfang ein-

gefördert wird.

gesetzt werden, um die Nachhaltigkeit dieses Verkehrsträgers weiter zu verbessern.

Biokraftstoffe

Noch ungeklärte Herausforderungen liegen

Doch zunächst werden trotz der großen An-

in der motorischen Tauglichkeit, den Ver-

strengungen im Bereich Elektromobilität kon-

brauchswerten, der Lagerung und dem Preis

ventionelle Antriebe und erdölbasierte Kraft-

von Biokraftstoffen.

stoffe eine überragende Bedeutung im Ver-

■

In der Schifffahrt spielt die Beimischung bio-

kehrsalltag behalten. Selbst wenn die politisch

gener Kraftstoffe eine bislang untergeordne-

anvisierte 1 Million Elektrofahrzeuge 2020 auf

te Rolle, obwohl deren Einsatz auch hier

deutschen Straßen unterwegs sein sollten, wer-

künftig in gewissem Umfang möglich sein

den immer noch über 40 Mio. Pkw mit konven-

könnte.

tionellen Antrieben fahren. Daraus folgt unter
anderem, dass der Verkehr auch weiterhin opti-

Lärmschutz

mierte Biokraftstoffe benötigt, um die Abhän-

In den verkehrspolitischen Konzepten der Bun-

gigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern

desregierung soll die Schiene einen Teil des Gü-

und den CO2-Ausstoß weiter zu mindern.

terverkehrswachstums übernehmen und damit
die anderen Verkehrsträger entlasten. Gleich-

Für die jeweiligen Verkehrsträger gilt:
■

zeitig bedeutet ein Anstieg des Schienengüter-

Der Straßenverkehr befindet sich beim Ein-

verkehrs auch eine Zunahme der Lärmemissio-

satz von Biokraftstoffen auf einem guten,

nen vor allem an den Hauptstrecken wie im

etablierten Pfad. Es geht nun darum, die er-

Rheintal, die eingedämmt werden müssen.

zielten Erfolge beim Einsatz von Biokraftstoff

■

für die Zukunft fortzuschreiben und auszu-

Dafür gibt es ein breites Spektrum an Lösungs-

bauen und den Anteil von Biokraftstoff im

ansätzen – von passiven Maßnahmen wie Lärm-

Straßenverkehr weiter zu steigern. Die Pro-

schutzwänden über aktiven Schallschutz an

duktion der erforderlichen Mengen muss

Fahrzeugen bis hin zu Anreizsystemen wie För-

nachhaltig erfolgen.

dermaßnahmen und lärmabhängigen Trassen-

Dem Einsatz von Biokraftstoffen im Luftver-

preisen. Wichtig ist dabei, dass die Lösungen

kehr wird inzwischen hohe Aufmerksamkeit

zügig zu hörbaren Verbesserungen führen und

geschenkt, denn hier bestehen auf lange

unbürokratisch umgesetzt werden können.

Sicht keine Antriebsalternativen. Um die
Emissionen vom anhaltenden Luftverkehrs-

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und

wachstum zu entkoppeln, ist es daher von

Stadtentwicklung und die Deutsche Bahn AG

entscheidender Bedeutung, das Nachhaltig-

haben ein Lärmminderungsziel von minus 50 Pro-

keitspotenzial von Biokerosin zu erschließen.

zent bis 2020 gegenüber 2000 gesetzt. Seit

Dass Biokraftstoffe im Luftverkehr eingesetzt

2007 stellt der Bund für die Lärmsanierung rund

werden können, hat inzwischen eine Viel-

100 Mio. Euro jährlich bereit. Bisher sind über

zahl von Feldversuchen bewiesen.

800 Kilometer Strecke und 560 Ortsdurchfahr-

Report 2010/2011

Umwelt- und Klimaschutz

27

> Fa k te n

ten saniert worden. Insgesamt wurden dabei
mehr als 300 km Schallschutzwände und passive Schallschutzmaßnahmen in 42.400 Woh-

CO2-Reduktionserfolge
■

■

nungen gefördert.

Die Emissionen im Straßenverkehr betru-

Für das Pilotprojekt Leiser Rhein gewährt der

gen 1990 rund 167 Mio. t, mit der Wie-

Bund 20 Mio. Euro, um die Lärmsanierung von

dervereinigung 1999 rund 187 Mio. t und

bis zu 5.000 Güterwagen mit 50 Prozent zu för-

sanken 2009 auf geschätzte 153 Mio. t.

dern. Damit Sanierungskosten und Verschleiß

Die CO2-Emissionsreduktion der deutschen

minimiert werden können, muss ferner die

Konzernautomarken lag von 2006 bis 2010

Weiterentwicklung und Zulassung der soge-

bei 13%: 2006 betrug sie 175,2 g CO2/km;

nannten LL-Sohle forciert werden.

2010 betrug die CO2-Emission 152,4 g
■

■

■

■

CO2/km.

Auch der Luftverkehr kann beachtliche Lärm-

Die Abgasemission schwerer LKW wurde

reduktionen vorweisen: Die Verkehrsflugzeuge

gesenkt (Vergleich Euro 0 = 100% zu Euro 6

sind in den letzten 30 Jahren um durchschnitt-

ab 2013) bei NOX um minus 97%, bei HC

lich 70 Prozent leiser geworden. Die Bundes-

um minus 95%, bei PM um minus 97%, bei

regierung hatte für den Luftverkehrssektor im

CO2 um minus 88%.

Koalitionsvertrag eine Überprüfung der gesetz-

Die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen

lichen Abwägung zum Nachtflugverbot ange-

und Infrastrukturgesellschaften (CER) will

kündigt. Mit den gerichtlichen Entscheidungen

die spezifischen CO2-Emissionen bis 2020

zum Ausbau wichtiger Flughäfen ist das Nacht-

im Vergleich zu 1990 um 30% senken.

flugregime in Deutschland in den letzten Jahren

Die Deutsche Bahn hat trotz steigender

zunehmend restriktiver geworden. Vor allem

Verkehrsleistung auf der Schiene von 25%

die Wettbewerbsfähigkeit im Luftfrachtverkehr

zwischen 1994 und 2008 ihre absoluten

und im Charterverkehr wird dadurch infrage

CO2-Emissionen um 16% und die spezifi-

gestellt. Eine politische Initiative der Bundes-

schen CO2-Emissionen um 33% gesenkt.

regierung zum Thema Betriebszeiten steht aus.

Der Kraftstoffverbrauch moderner

Abgesehen von den wichtigen Tagesrandzeiten

Flugzeuge beträgt rund 3,5 Liter pro 100

muss ein Mindestmaß an Flugbewegungen für

Passagierkilometer. Fluggeräte der jüngs-

Flughäfen, die im globalen Wettbewerb stehen,

ten Generation (A 380, Boeing 787) errei-

auch zur Nachtzeit gewährleistet sein.

chen sogar einen spezifischen Verbrauch
von unter 3 Litern.
■

Die Marpol-Konvention begrenzt den
Schwefelanteil bei maritimen Kraftstoff
seit 2010 auf max. 4,5%, ab 2012 auf max.
3,5% und ab 2020 auf max. 0,5%. In Nordund Ostsee gelten heute 1%, ab 2015 max.

»W i c h t i g i s t vo r a l l e m , d a s s w i r e i n e L ä r m reduzierung an der Quelle, also direkt an
d e n Fa h r z e u ge n vo r n e h m e n . D i e s i s t u n te r
Ko s te n - Nu t z e n - G e s i c h t s p u n k te n s i n nvo l l e r,
d a p a s s i ve M a ß n a h m e n w i e et w a L ä r m s c h u t z w ä n d e n u r d i r e k t vo r O r t w i rke n . «

0,1%.
Ulrich Lange MdB, Schienenverkehrspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion

Report 2010/2011

28

www.verkehrsforum.de

Güterverkehr
und Logistik

Nach der
Unabhängig von besseren Konjunkturaussichschwersten Rezesten steht die Logistikbranche vor großen
sion der Nachkriegsmittel- und langfristigen Herausfordezeit hat sich die
rungen wie zunehmenden Engpässen in
Transport- und Logistikder Infrastruktur, verschärften Umweltbranche mit einem deutliund Klimaschutzanforderungen, höhechen Wachstumsplus im Jahr
ren Sicherheitsauflagen und der Ver2010 zurückgemeldet. Die
knappung von Fachpersonal.
Prognose, dass durch die
Globalisierung der langfristige
Um diesen Herausforderungen zu
Wachstumspfad nicht verlassen
begegnen, hat die Bundesregierung
wird, hat sich als richtig erwieden einstigen Masterplan Güterversen. Mit dem Aktionsplan
kehr und Logistik in einem ModeraGüterverkehr und Logistik soll
tionsprozess mit der Wirtschaft und
der Standort Deutschland weiter
ihren Verbänden weitergeführt und
gestärkt und der Logistiksektor
den Aktionsplan Güterverkehr und
im Ausland besser vermarktet
Logistik erarbeitet. Der Parlamenwerden. Wichtig sind hierbei
tarische Staatssekretär Dr. Andreas
die Effizienzsteigerung aller
Scheuer MdB, Logistikbeauftragter der
Verkehrsträger und die optiBundesregierung, moderierte den Ermale Vernetzung der
stellungsprozess.
Verkehrswege.

Aktionsplan

schaft im November 2010 präsentierte, will das
Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) den Güterverkehr zukünftig wirtschaftlich, innovativ und bezahlbar
gestalten. Nun kommt es auf die Fortführung
des konstruktiven Dialogs zwischen Politik und
Wirtschaft an, um den Aktionsplan zügig umzusetzen.
Die 18 Prioritäten des Aktionsplans decken sich
in weiten Teilen mit den zentralen Anliegen, die
das Deutsche Verkehrsforum in seiner Stellungnahme gegenüber dem BMVBS als vorrangig eingestuft hat. Der dringliche Handlungsbedarf besteht in den Bereichen Infrastruktur,
Sicherheit der Lieferkette, Nationales Hafenkonzept und Vermarktung des Logistikstandorts
Deutschland.
Das Deutsche Verkehrsforum hat von Anfang
an den Entwicklungsprozess des Aktionsplans
eng begleitet und unterstützt die darin genannten 5 Kernziele voll. Die finanziell ausrei-

Mit dem Aktionsplan Güterverkehr und Lo-

chende Unterfütterung der insgesamt 30

gistik, den Bundesminister Dr. Peter Ramsauer

Maßnahmen darf jedoch nicht zu kurz kom-

gemeinsam mit Vertretern der Verkehrswirt-

men. Die 5 Kernbereiche sind:

Report 2010/2011

Güterverkehr und Logistik

29

> Po s i t i o n e n
Aktionsplan umsetzen
■

Entmischung von Güter- und Personenverkehr, zum Beispiel Erhalt, Aus- und Neubau
der Verkehrswege

■

» D e r A k t i o n s p l a n G ü te r ve rke h r u n d L o g i s t i k
i s t e i n e i n te g r i e r te G e s a m t s t r a te g i e , d i e z u r
B ew ä l t i g u n g d e s e r w a r tete n Wa c h s t u m s i m
G ü te r ve rke h r n ot we n d i g i s t . «

Aufbau einer Metadatenplattform und Vorbereitung eines Pilotbetriebes im Bereich
Verkehrsmanagementsysteme

■

Umsetzung der Leitfäden für Baustellen-

Dr. Andreas Scheuer MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

und Störfallmanagement durch Bund und
■

Länder

■

Stärkung des Logistikstandorts Deutschland

Ausbau der seewärtigen und landseitigen

■

Effizienzsteigerung aller Verkehrsträger

Anbindung der Seehäfen und Vernetzung

■

Nutzung der Stärken aller Verkehrsträger
durch optimal vernetzte Verkehrswege

von See- und Binnenhäfen gemäß
Nationalem Hafenkonzept
■

■

■

Förderung der Vereinbarkeit von

Etablierung eines Sicherheitsregimes ohne

Verkehrswachstum mit Umwelt- und

Behinderung des freien EU-Warenverkehrs

Klimaschutz

Größere Aufgabengebiete und Einbindung
der Wirtschaft in das Netzwerk Güterver-

■

Unterstützung guter Arbeitsbedingungen
und Ausbildung im Transportgewerbe

kehr und Logistik
■

Ausrichtung auf Zielgruppen, Aufbau eines

Vordringliche Maßnahmen für das Kernziel Stär-

Kontaktnetzwerks im Inland

kung des Logistikstandorts Deutschland sind
die Umsetzung des Nationalen Hafenkonzepts

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

30

und des Flughafenkonzepts der Bundesregierung,
die Vermarktung des Logistikstandorts Deutschland und eine koordinierte Strategie für staatliche Sicherheitsmaßnahmen im Bereich Güterverkehr und Logistik. Besonders begrüßenswert
ist die Einstufung der Sicherheitsstrategie als
vordringliches Ziel. Das Deutsche Verkehrsforum
beteiligt sich an der Erstellung dieser Strategie
im Rahmen einer Arbeitsgruppe des BMVBS.

»W i r l i s te n d i e S c h w a c h s te l l e n a u f d e n
T r a n s p o r t s t r e c ke n j et z t i m D et a i l a u f . E i n
Te i l d e r S c h l u s s fo l ge r u n ge n r i c h tet s i c h a n
u n s s e l b s t . B e i d e n R a h m e n b e d i n g u n ge n
m ü s s e n B u n d u n d L ä n d e r a b e r d i e r i c h t i ge n
We i c h e n s te l l e n . «

> Fa k te n
Konjunkturentwicklung
■

Nach dem Umsatzrückgang 2009 stieg
im vergangenen Jahr der Umsatz in der
Logistikwirtschaft um rund 10%, für
2011 und 2012 werden rund 5% Umsatzwachstum im Durchschnitt erwartet.

Detthold Aden, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und Vorsitzender des Vorstandes BLG Logistics Group AG & Co. KG

■

2009 verzeichnete Deutschland einen
Umsatzrückgang von 12%, stellte mit 92
Mrd. Euro aber das größte Umsatz-

Von den prognostizierten Verkehrszuwächsen

volumen im europäischen Transport- und

soll nach dem Willen der Bundespolitik ein

Logistikmarkt auf. Es folgten Großbritan-

möglichst großer Anteil durch die Schiene und

nien (ca. 78 Mrd. Euro), Frankreich (etwa

Wasserstraßen bewältigt werden. Möglich-

69 Mrd. Euro), Italien (rd. 60 Mrd. Euro)

keiten dazu sollen identifiziert und eine Förderstrategie für den Kombinierten Verkehr (KV)

und Spanien (ca. 50 Mrd. Euro).
■

Wachstumsprognosen für den west-

entwickelt werden. Dazu wird eine umfassende

europäischen Logistikmarkt liegen für

Studie die Potenziale von multimodalen Ver-

die nächsten Jahre zwischen 4% und 5%

kehren und Verlagerungsmöglichen erstellt.

p. a., Deutschland kann überdurch-

Durch den KV kann laut BMBVS jährlich bis zu

schnittliche 5% bis 6% p. a. erwarten.

1 Million Tonnen CO2 eingespart werden. Daher

■

Die Transport- und Logistikbranche hatte

wurde die Fördermittel-Ausstattung für 2011

2009 Rekordstand bei Insolvenzzahlen

erhöht, wenn auch nur auf 112,1 Mio. Euro,

von plus 26% auf 1.742 Unternehmens-

anstatt wie ursprünglich geplant auf rd. 150

insolvenzen.

Mio. Euro. Die Bauvorhaben bei Straße, Schiene
und Wasserstraße sollen konsequent priorisiert

Report 2010/2011

Güterverkehr und Logistik

31

werden. Daraufhin wurden bereits die Be-

■

Beitrag des Bundes: Verbesserung der see-

darfspläne für Bundesfernstraßen und Bundes-

und landseitigen Anbindung der See- und

schienenwege überarbeitet. Auch die Bundes-

Binnenhäfen, insbesondere Ausbau der see-

wasserstraßenprojekte wurden auf ihre ge-

wärtigen Zufahrten für Hamburg und Bre-

samtwirtschaftliche Wirkung hin überprüft.

men und die Bewältigung des Wachstums
im Schienengüterverkehr zwischen Ham-

Um die Arbeitsbedingungen für Lkw-Fahrer zu

burg/Bremen und Hannover. Ebenso eine

verbessern, soll der Parkplatzmangel an Bundes-

Verknüpfung der Häfen Antwerpen,

autobahnen beseitigt werden – auch durch den

Rotterdam, Amsterdam mit dem deutschen

Einsatz von Telematik und die Einbindung priva-

Verkehrsnetz und die Anbindung des neuen

ter Investoren. Bis 2012 soll es weitere 8.000 Lkw-

Jade-Weser-Ports. Ertüchtigung der Binnen-

Stellplätze geben. Vorgesehen sind auch mehr

wasserstraßen auf wichtigen Routen.

Praxisorientierung im Bereich Aus- und Weiter-

■

Beitrag der Verkehrswirtschaft: konzeptio-

bildung sowie gezielte Werbemaßnahmen zur

nelle Vernetzung von See- und Binnenhä-

Imageverbesserung von Güterverkehr und Lo-

fen, d.h. Kooperation von Hafenstandorten,

gistik, um den Fachkräftemangel zu bekämpfen.

Optimierung von Logistikketten, Weiterentwicklung trimodaler Binnenland-Hubs, Ent-

Nationales Hafenkonzept

lastungsfunktion von Binnenhafenstandor-

Der Startschuss für die Umsetzung des Natio-

ten für die Seehäfen und Beseitigung von

nalen Hafenkonzepts als wichtigen Teils des

Engpässen bei der Abfertigung von Binnen-

Aktionsplans Güterverkehr und Logistik fiel mit
der Gründung des Beirats und des untergeord-

schiffen in den Seehäfen.
■

Beitrag von Bund und Ländern: Förderung

neten Lenkungsausschusses. In beiden ist das

effizienter Lieferketten durch die öffentliche

Deutsche Verkehrsforum vertreten. Der Beirat,

Hand, d.h. einfachere und schnellere Förde-

geleitet von Staatssekretär Prof. Klaus-Dieter

rung des KV, Ausdehnung der Förderricht-

Scheurle im BMVBS, dient als Gremium zur strategischen Steuerung. Auf operativer Ebene wird
die Umsetzung durch den Lenkungsausschuss
begleitet. Grundvorrausetzung für den Erfolg ist
neben einer sicheren finanziellen Basis auch die
Bereitstellung ausreichender personeller Ressourcen seitens der öffentlichen Hand sowie

» E n t s c h e i d e n d i s t n u n , d i e S i c h e rh e i t s r e g i m e i n te r n a t i o n a l d e c k u n g s g l e i c h z u
ge s t a l te n u n d e i n e ge ge n s e i t i ge A n e r ke n n u n g z u e r r e i c h e n .
D a s R i s i ko m u s s s o we i t w i e m ö g l i c h e i n ge g r e n z t u n d S c h u t z z i e l e vo n d e n
B e h ö r d e n fe s t ge l e g t we r d e n . «

das Engagement aufseiten der Hafen- und Logistikwirtschaft. Das Deutsche Verkehrsforum
sieht in folgenden Punkten vorrangigen Handlungsbedarf beim Hafenkonzept:

Dr. Jörg Mosolf, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
sowie Geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung
Horst Mosolf GmbH & Co. KG Internationale Spedition

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

32

Maßnahmen gezielt und bedarfsgerecht sein.

linie auf das gesamte See- und Binnenhafensystem sowie die Angemessenheit von

■

Funktionierende Logistikketten: Die Funk-

Securitymaßnahmen und die Entwicklung

tionsfähigkeit der Logistikketten und damit

international einheitlicher verbindlicher

die weltweite Versorgungsfunktion darf

Standards zur Gefahrenabwehr im Waren-

nicht durch Kontrollmaßnahmen eingeschränkt werden.

verkehr.
■

Internationale Zusammenarbeit: Rasche und

Sicherheit

enge Zusammenarbeit aller Akteure ist eine

Nach dem Fund von Paketbomben in Flugzeu-

grundlegende Voraussetzung für die

gen im Oktober 2010 ist die Debatte über noch
strengere Sicherheitsvorschriften in Europa neu

Sicherheit.
■

Europa vorbildlich: Das Konzept der sicheren

entbrannt. Das Deutsche Verkehrsforum hat

Transportkette ist in der EU etabliert. Erfor-

bereits in seinem Positionspapier von 2007

derlich und wirksam sind global deckungs-

»Zehn Eckpunkte für die sichere Lieferkette«

gleiche Sicherheitsmaßnahmen. Die Sicher-

eine Strategie für den Warenverkehr vorgelegt.

heitsstandards bei Lieferungen aus Dritt-

Bei der Erarbeitung einer Sicherheitsstrategie ist

ländern müssen stufenweise an die hohen

es unerlässlich, die Unternehmen der Transport-

Standards der EU angepasst werden.

wirtschaft eng einzubinden. In der aktuellen Dis-

■

Risikobasierter Sicherheitsansatz: Kontrollan-

kussion zur Verbesserung der Luftfrachtsicher-

sätze müssen risikobasiert sein. Die Wirtschaft

heit bringt das Deutsche Verkehrsforum seine

ist auf den Staat angewiesen, der Schutz-

Expertise in den interministeriellen Arbeitsstab

ziele festlegt und Gefährdungspotenziale

Luftfrachtsicherheit ein.

ermitteln muss.

Fünf Eckpunkte des Deutschen Verkehrsforums

Vermarktungsinitiative

zur Luftfrachtsicherheit:

Die Bundesregierung und die Wirtschaft haben

■

Sicherheit vorrangig: Die Sicherheit der Lo-

es sich zum Ziel gesetzt, Deutschland als füh-

gistikkette hat oberste Priorität. Hier müssen

renden Logistikstandort zu bewerben. Dazu hat
das BMVBS einen finanziellen Beitrag zunächst

» I n s ge s a m t wo l l e n w i r D e u t s c h l a n d a l s
L o g i s t i k s t a n d o r t i n te r n a t i o n a l b e s s e r
ve r m a rk te n . D a z u h a b e n w i r m i t d e r
L o g i s t i c s A l l i a n c e G e r m a ny e i n e
I n s t i t u t i o n , d i e ge z i e l t p ote n z i e l l e M ä rk te
u n d I nve s to r e n a n s p r i c h t . «

bis 2013 in Höhe von 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Im Lenkungsausschuss der gemeinsamen Vermarktungsinitiative von BMVBS
und Verkehrswirtschaft hat das Deutsche Verkehrsforum vorgeschlagen, neben Messeauftritten in den sogenannten BRIC-Staaten auch
Veranstaltungen des BMVBS und seiner Ver-

Enak Ferlemann MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

marktungsgesellschaft gemeinsam mit der Regierung des Gastlandes zu initiieren. Diese soll-

Report 2010/2011

Güterverkehr und Logistik

33

Geschätzte maximale Implementierungs- und Folgekosten für ein 100-prozentiges
Sicherheitsregime in Europa

UnternehmensMitarbeiterzahl
größe

Kosten bei Erfassung von (in Mrd. EUR)
75% der Verkehre
100% der Verkehre
Implementierung

Jährliche
Folgekosten

Implementierung

Jährliche
Folgekosten

<10

3,3

2,0

21,0

12,6

Klein

<50

4,3

3,4

21,2

16,6

Mittel

<250

3,4

3,3

13,2

12,8

Groß

>250

1,1

1,1

5,8

5,9

12,1

9,7

61,3

47,9

Mikro

Summe

ten sich gezielt an CEOs und Vertriebsleiter der

für Mehrwertdienste mitgenutzt würde. Eine we-

örtlichen Verlader wenden. Zum Jahresbeginn

sentliche Voraussetzung hierfür ist die Gründung

2011 hat das BMVBS den Auftrag der Vermark-

einer Schnittstellengesellschaft für den wettbe-

tung des Logistikstandorts Deutschland der Lo-

werbsneutralen Zugang zum Mautsystem.

gisticNetwork Consultants GmbH (LNC) übertragen, einem Mitgliedsunternehmen des Deut-

Für den Schienengüterverkehr gilt, die Einfüh-

schen Verkehrsforums, das künftig die interna-

rung des European Train Control Systems (ETCS)

tionale Vermarktungsplattform Logistics Alliance

auf den definierten Korridoren rasch umzuset-

Germany betreibt. Zusätzlich zu den aktuell

zen und adäquat zu finanzieren. So verbessern

600.000 Euro des Bundes für das laufende Jahr

sich die internationale Durchlässigkeit von Schie-

werden weitere Finanzmittel durch den Förder-

nengütertransporten und die Leistungsfähigkeit

verein zur Vermarktung des Logistikstandorts

der Bahnen bei langlaufenden Verkehren.

Deutschland bereitgestellt.
Der grenzüberschreitende Straßengüterverkehr

Vernetzung

profitiert vom Europäischen Mautdienst (Euro-

Um vorhandene Infrastrukturkapazitäten besser

pean Electronic Toll Service) EETS, der als Basis

nutzen zu können, ist der Ausbau von Telematik-

für einen europaweiten One-Stop-Shop zur

und Verkehrsmanagementsystemen erforder-

Mauterfassung und -abrechnung gilt. Dienst-

lich. Standardisierte und bundesweit vernetzte

leister können den Spediteuren künftig ähnlich

Verkehrsleit- und Informationssysteme helfen

wie beim Mobilfunk-Roaming den Vertrag und

dabei, zum Beispiel durch die telematikgestütz-

die Mautabrechnung aus einer Hand anbieten.

te Vermittlung freier Stellplätze. Das deutsche

Bis Oktober 2012 muss die Zulassung solcher

Mautsystem könnte europaweit eine Schlüs-

Dienste für Lkw und Busse in den Mitglied-

selrolle einnehmen, wenn Mautdaten die Ver-

staaten ermöglicht werden, ab Oktober 2014

kehrslage präzisieren oder die Mauthardware

für alle Fahrzeuge.

Report 2010/2011

34

www.verkehrsforum.de

Personenverkehr

In Europa
Mobilität wird überdurchschnittlich teurer:
leben 500 Mio.
2010 stiegen die Kosten für Mobilität geMenschen, die auf
genüber dem Vorjahr um 2,8 Prozent an
bezahlbare Mobilität
und damit stärker als der Verbraucherangewiesen sind. Im
preisindex (plus 1,3 Prozent) und alle
Personenverkehr wird es die
anderen Warenpreisgruppen. Ein Ende
große Zukunftsaufgabe sein,
der Teuerung ist nicht abzusehen, denn
ein durchgängiges und hochbeispielsweise im Bereich des Öffentwertiges Mobilitätsangebot auflichen Personennahverkehrs (ÖPNV)
rechtzuerhalten und weiterzustehen in den nächsten Jahren tief
entwickeln. In den Bereichen
greifende Veränderungen an. Zum
Luft- oder Straßenverkehr können einen besteht ein hoher Bedarf an
die Bürger grenzüberschreitende
Ersatzinvestitionen in Infrastruktur
Mobilitätsangebote nutzen. Eine
und Fahrzeuge, zum anderen wervollständige Marktöffnung im
den die finanziellen Mittel knapper.
Schienenpersonenverkehr steht
Zwar wurde in den 80er- und 90erjedoch noch aus. Die
Jahren erheblich in den ÖPNV und
Europäische Kommission hat
dessen Infrastruktur investiert, aufeine Vision formuliert, nach
grund der hohen Förderquoten seitens
der sie diesen Markt für alle
der öffentlichen Hand waren die AbEisenbahnunternehmen
schreibungsbeträge jedoch gering. Diese
und deren Kunden
fehlen jetzt für Ersatzinvestitionen.
öffnen will.

im Koalitionsvertrag vorgesehenen Neurege-

Große Herausforderung für die Länder wird

2012 plant die Europäische Kommission zudem

es in den nächsten Jahren sein, mit der Fort-

einen Gesetzesvorschlag zur Öffnung der natio-

schreibung der Regionalisierungsmittel und der

nalen Märkte für den Personenverkehr. Damit

lung der Investitionsförderung auszukommen.
Das Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz
(GVFG) endet mit dem Jahr 2013. Die Länder
sind nun dafür verantwortlich, das gestiegene
Mehrwertsteueraufkommen über das Entflechtungsgesetz für den ÖPNV einzusetzen. Damit
können die Länder pro Jahr 1,33 Mrd. Euro zur
Verbesserung des ÖPNV, für Ersatzinvestitionen
oder zum kommunalen Straßenbau verwenden.
Soll der Erfolg des ÖPNV fortgeschrieben und
Planungssicherheit gewährleistet werden, müsste schnellstmöglich eine Ersatzlösung für die
auslaufenden Regionalisierungsmittel und Mittel aus dem GVFG gefunden werden.

Marktöffnung
Zum 1. Januar 2010 hat die Europäische Union
den Schienenpersonenverkehr für den grenzüberschreitenden Wettbewerb geöffnet. Damit
sollen alle lizenzierten Eisenbahnunternehmen
der EU für internationale Verkehre den Netzzugang in allen Mitgliedsstaaten erhalten. Für

Report 2010/2011

Personenverkehr

35

> Po s i t i o n e n
Verkehrstelematik
■

Bundesweite Vernetzung der Verkehrsinformations- und managementsysteme

■

Ergänzung der Verkehrsinfrastruktur durch
intelligente Telematiksysteme

■

» D e r ö f fe n t l i c h e Pe r s o n e nve rke h r w i r d
ge b r a u c h t , u m f ü r d i e ge s a m te B evö l ke r u n g
Mobilität zu ermöglichen. Deshalb ist es
w i c h t i g , d a s s d e r St a a t o r d n u n g s p o l i t i s c h e
u n d f i n a n z i e l l e R a h m e n b e d i n g u n ge n
s c h a f f t , d a m i t d e r S e k to r s e i n e Au f ga b e n
bestmöglich erfüllen kann.«

Öffnung der Verkehrsinformationen der
öffentlichen Hand und Zusammenführung
der Daten über Unternehmensgrenzen hin-

Dr. Rüdiger Grube, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und Vorsitzender des Vorstandes Deutsche Bahn AG und DB Mobility Logistics AG

weg
■

Ausbau einer übergreifenden Datenplatt-

wird der Forderung des Deutschen Verkehrsfo-

form für Verkehrsinformationen aller

rums, die Märkte in der EU rasch symmetrisch zu

Verkehrsträger

öffnen, nähergekommen.

■

Digitalisierung des Verkehrsfunks

■

Schaffung der Infrastrukturvoraussetzun-

Neben den rechtlichen Vorschriften, müssen

gen für das Notrufsystem e-Call

auch die technischen Voraussetzungen für ei-

Freigabe von Mautdaten für Verkehrsinfor-

nen durchgängigen Schienenverkehr in Europa

mationen

geschaffen werden. Abzubauen sind zudem ad-

Zulassung einer Schnittstellengesellschaft

ministrative Hürden, über die noch einige Staa-

für das deutsche Mautsystem zur Ermög-

ten ihren nationalen Markt vor Wettbewerbern

lichung von Mehrwertdiensten für dieses

abschotten, beispielsweise Zulassungsverfahren

System

für Lokomotiven oder aufwendige Marktzu-

■

■

gangsvorschriften.

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

36

» O h n e i n n ov a t i ve Ve rke h r s te l e m a t i k i s t e i n e
n a c h h a l t i ge M o b i l i t ä t s p o l i t i k n i c h t d e n k b a r.
A n ge s i c h t s d e r n ot we n d i ge n H a u s h a l t s ko n s o l i d i e r u n g m ü s s e n w i r d i e vo rh a n d e n e n
M i t te l e f fe k t i ve r n u t z e n . H i e r f ü r b i etet d i e
Te l e m a t i k g r o ß e C h a n c e n . «

Steffen Bilger MdB, Mitglied im Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
des Deutschen Bundestags

Der globale Verkehr braucht internationale Vorgaben für den Klimaschutz. Das gilt auch für

> Fa k te n
Finanzbedarf ÖPNV
■

Nachholbedarf für Erneuerungsinvesti-

den Luftverkehr, an den enorm hohe Erwartun-

tionen in Fahrwege und Bahnhöfe der

gen bei der weiteren Begrenzung seiner Emis-

U-Bahnen, Stadt- und Straßenbahnen

sionen gerichtet werden. Die Vorreiterrolle, die

beträgt ca. 2,4 Mrd. Euro.

sich Europa und speziell Deutschland politisch

■

Turnusgemäße Reinvestitionen zusätz-

zugeschrieben haben, darf aber nicht dazu füh-

lich bis 2025 von jährlich 550 Mio. Euro;

ren, dass der Wettbewerb im Luftverkehr in

Auftraggeber und Infrastrukturbetreiber

eine Schieflage gerät.

finanzieren aus Eigenmitteln rund 220
Mio. Euro jährlich – Finanzlücke erhöht

Luftverkehrssteuer
Die Bundesregierung hat mit der Einführung

sich p.a. um ca. 330 Mio. Euro.
■

einer nationalen Luftverkehrssteuer genau die-

nichtbundeseigenen Eisenbahnen im

sen problematischen Weg beschritten. Die Luftverkehrssteuer wird unvermeidlich eine spürba-

Reinvestitionsbedarf für Fahrwege der
SPNV jährlich beträgt ca. 80 Mio. Euro.

■

Der Finanzierungsbedarf für den ÖPNV

re Abwanderung von Fluggästen und Wert-

erhöht sich von 8,58 Mrd. Euro 2007 auf

schöpfung aus Deutschland hin zur europä-

real ca. 9,16 Mrd. Euro (ca. 6,8%) im Jahr

ischen Konkurrenz zur Folge haben. Das hat die

2025, das bedeutet eine Erhöhung des

Erfahrung mit der vorübergehenden Geltung

Finanzbedarfs um ca. 580 Mio. Euro für

einer ähnlichen Steuer in den Niederlanden gezeigt. Die Mittel der Luftverkehrssteuer kom-

diesen Zeitraum.
■

men dabei nicht dem Klimaschutz zugute, sondern ausschließlich dem Fiskus. Darum darf die

Bei den genannten Beträgen ist kein
Inflationsfaktor enthalten.

■

Der jährliche Bedarf an Neuinvestitionen

Steuer nach der Aktivierung des Emissionshan-

für ÖPNV-Projekte steigt nominal von

dels im europäischen Luftverkehr 2012 nicht

1,65 Mrd. Euro 2007 auf 2,03 Mrd. Euro

aufrechterhalten werden. Die Luftverkehrssteu-

für 2025.

er stellt de facto auch für den Kunden eine weitere Belastung dar und verteuert damit Mobilität.

Report 2010/2011

Personenverkehr

37

Zusätzliche Kosten im Luftverkehr können für

Ein breiter Einsatz von Verkehrstelematik ver-

die Reisenden auch durch weitere Sicherheits-

bessert zudem die Sicherheit in der Mobilität.

maßnahmen entstehen. Die besonderen Sicher-

Mit eCall haben die Hersteller gemeinsam mit

heitsanforderungen sollten nach Meinung des

der EU-Kommission den Rahmen für ein euro-

Deutschen Verkehrsforums auf ein handhabba-

päisches Notrufsystem gesetzt. Aufseiten der

res Maß beschränkt bleiben und nicht durch

Automobilindustrie sind die Konzepte fahr-

immer weitere Verschärfungen die Fluggäste,

zeugseitig weitgehend umgesetzt und über

Flughäfen und Fluggesellschaften belasten,

eigene Callcenter realisiert. Die Mitgliedstaaten

ohne dass ein erkennbarer Sicherheitsgewinn

stehen nun in der Pflicht, eine einheitliche

erzielt wird. Vielmehr sollte die Intelligenz im

europäische Infrastruktur mit gleichen Zustän-

System erhöht werden, d.h. der Informations-

digkeiten und Strukturen für das Notrufsystem

austausch zwischen den Zuständigen und den

aufzubauen.

Kontrollprozessen verbessert werden. Das Deutsche Verkehrsforum begrüßt den Ansatz des

Bereits heute bietet der mit einem Datenchip

Europäischen Parlaments, dass Regierungen,

ausgestattete E-Personalausweis die Möglich-

die zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen vor-

keit, alltägliche Vorgänge in der Mobilitätskette

schreiben, die über den gemeinsamen Sicher-

zu erleichtern. So lässt sich bei der Reise-

heitskatalog der EU hinausgehen, für die da-

buchung oder der Kfz-Zulassungsstelle der Zu-

durch verursachten Kosten selbst aufkommen

gang und die Legitimation der Kunden stark

sollen. Die Sicherheitsanforderungen müssen

vereinfachen und dadurch der Aufwand auf

außerdem stärker international abgestimmt

Kundenseite rationalisieren. Auch ÖPNV-Unter-

und doppelte Kontrollen vermieden werden.

nehmen setzen teilweise elektronische Tickets
ein, um den Kunden den Zugang und die Ab-

Telematik

rechnung im ÖPNV zu erleichtern. Die soge-

Telematik im Personenverkehr ermöglicht vieler-

nannte VDV-Kernapplikation setzt dabei den

lei Informationen und Anwendungen für den

Rahmen, damit alle Funktionen und die Um-

Nutzer, zum Beispiel über Staus im Straßennetz,

setzung standardisiert sind und der Vision eines

Verspätungen im öffentlichen Verkehr, elektro-

umfassenden, unternehmensübergreifenden

nische Tickets oder mehr Sicherheit durch

Tickets nichts mehr im Wege steht.

Fahrerassistenzsysteme (FAS). Verkehrslageinformationen, Fahrplandaten und geografische Informationen werden immer enger vernetzt. So werden die Nutzer beim Vergleich von
verschiedenen Angeboten in ihrer Verkehrsmittelwahl unterstützt. Der Bund will dies mit

»W i r b r a u c h e n Te l e m a t i k i m Fa h r z e u g
u n d a l s i n te l l i ge n te I n f r a s t r u k t u r,
u m d e n Ve rke h r s te i l n e h m e r b e s s e r
z u i n fo r m i e r e n u n d M o b i l i t ä t i n s ge s a m t
noch sicherer zu machen.«

der Entwicklung einer Metadatenplattform fördern, auf der mobilitätsrelevante Informationen
von Unternehmen und der öffentlichen Hand
zusammengeführt werden sollen.

Prof. Dr. Gerhard Zeidler, Präsidiumsmitglied des Deutschen Verkehrsforums
und Präsident des Präsidialrats DEKRA e.V.

Report 2010/2011

38

www.verkehrsforum.de

Chronik
2010/2011

März

GmbH & Co. KG Internationale Spedition, in

■

Konstituierende Sitzung der Parla-

Berlin. Vortragende waren Christoph Glatzel;

mentsgruppe Schienenverkehr im Deut-

Principal McKinsey & Company, Inc.; Klaus-Die-

schen Bundestag unter Einbeziehung des

ter Ruske, Partner PricewaterhouseCoopers AG

Deutschen Verkehrsforums unter Leitung

und Dr. Veit Steinle, Leiter Abteilung Umwelt-

von Winfried Hermann MdB, Vorsitzender des

politik und Infrastruktur, Grundsatzfragen des

Bundestagsausschusses für Verkehr, Bau- und

Ressorts im Bundesministerium für Verkehr, Bau

Stadtentwicklung. Vortragende waren Dr. Rüdi-

und Stadtentwicklung (BMVBS).

ger Grube, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bahn AG und DB Mobility Logistics AG

■

Sitzung des Lenkungskreises Straßen-

und Thomas Hailer, Geschäftsführer Deutsches

verkehr unter Leitung seines Vorsitzenden Ul-

Verkehrsforum.

rich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr des
ADAC, in Berlin. Vortragende waren Rainer

(l) Dr. Mosolf, Dr. Steinle

■

Sitzung des Lenkungskreises Güterver-

Bomba, Staatssekretär im BMVBS; André Metz-

und Ruske sprachen im

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Jörg

ner, Programmleiter Elektromobilität, NOW

Lenkungskreis über ver-

Mosolf, Geschäftsführender Gesellschafter und

GmbH Nationale Organisation Wasserstoff- und

kehrspolitische Themen

Sprecher der Geschäftsführung Horst Mosolf

Brennstoffzellentechnologie; Dr. Norbert Salo-

und Nachhaltigkeit in der
Logistikbranche (v. l.)
(r) Top-Thema im
Lenkungskreis
Straßenverkehr war
Elektromobilität, hier
Becker, Dr. Salomon, Sts
Bomba und Hailer (v. l.)

Report 2010/2011

Chronik

39

mon, Bundesministerium für Umwelt, Natur-

■

schutz und Reaktorsicherheit; Dr. Maximilian

päischen Parlament unter Leitung des Präsi-

Schwalm, BMW Group; Dr. Andreas Ziolek,

diumsvorsitzenden Klaus-Peter Müller, Vorsitzen-

Leiter Regionale Projektleitstelle der Mo-

der des Aufsichtsrates Commerzbank AG. Vor-

dellregion Rhein-Ruhr, EnergieAgentur.NRW.

tragende waren die Präsidiumsmitglieder Dr.

Parlamentarisches Mittagessen im Euro-

Klaus Baur, Vorsitzender der Geschäftsführung
■

Arbeitskreis Kommunikation unter Lei-

Bombardier Transportation GmbH Deutschland;

tung von Ingrid Kudirka, Leiterin Presse- und

Prof. Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender des Vor-

Öffentlichkeitsarbeit Deutsches Verkehrsforum.

standes Fraport AG 1993-2009; Dr. Jörg Mosolf;

Vortragende waren Carsten Brönstrup, Der Ta-

Prof. Dr.-Ing. Gerhard Zeidler, Präsident des Prä-

gesspiegel und Kerstin Schwenn, Frankfurter

sidialrats DEKRA e.V. und Dr. Dieter-Lebrecht

Allgemeine Zeitung.

Koch MdEP, stellvertretender Vorsitzender des
Ausschusses für Verkehr und Fremdenverkehr.

■

Sitzung des Lenkungskreises Häfen

und Schifffahrt unter Leitung seines Vorsit-

■

zenden Detthold Aden, Vorsitzender des Vor-

lamentarischen Gruppe Binnenschifffahrt

stands BLG Logistics Group AG & Co. KG, in

unter Einbeziehung des Deutschen Ver-

Berlin. Vortragende waren der Parlamentarische

kehrsforums in Berlin. Vortragende waren Her-

Staatssekretär Enak Ferlemann MdB; Dr. Gun-

bert Behrens MdB; Parlamentarischer Staats-

Konstituierende Versammlung der Par-

ther Jaegers, Geschäftsführer der Reederei Jae-

sekretär Enak Ferlemann MdB; Gustav Herzog

gers GmbH und Präsident des Bundesverbandes

MdB; Matthias Lietz MdB; Torsten Staffeldt

der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB); Dr. Se-

MdB; Dr. Valerie Wilms MdB.

bastian Jürgens, Mitglied des Vorstandes, HHLA
Hamburger Hafen und Logistik AG; Axel Kluth,

April
■

Sitzung des Lenkungskreises Telematik/

Telekommunikation unter Leitung seines
Vorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Zeidler, in Berlin.
Vortragende waren Steffen Bilger MdB, Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion im Verkehrsausschuss des Bundestages; Michael Förster, Robert Bosch GmbH; Dr. Bernd Thomas,
Project Manager R&D Research, Navigon AG;
Dr. Florian Eck, stellvertretender Geschäftsführer
Deutsches Verkehrsforum.

Dr. Eck, Kluth, Aden,
Schäfer, Dr. Malchow und

JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven; Dr. Ulrich Malchow, Geschäfts-

■

Veranstaltung Regulierung mit Augen-

Dr. Jaegers beim Len-

führer der Port Feeder Barge GmbH und Rainer

maß: Wieviel Staat braucht der Verkehrs-

kungskreis Häfen und

Schätzlein, Bereichsleiter im Deutschen Ver-

sektor? unter Leitung des Präsidiumsmitglieds

Schifffahrt mit Themen

kehrsforum.

Dr. Rüdiger Grube. Vortragende waren Prof. Dr.

zur Finanzierung und

Gerd Aberle, Justus-Liebig-Universität Gießen;

Vernetzung Seehäfen und

Matthias von Randow, Bevollmächtigter des Vor-

Binnenschifffahrt (v. l.)

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

40

stands für Politik und Verkehrsrechte Air Berlin

Zeidler sowie Thomas Hailer und Dr. Florian Eck.

PLC & Co. Luftverkehrs KG; Winfried Hermann

Als Gast nahm Dr. h.c. Hans M. Schabert, Vor-

MdB; Ulrich Homburg, Vorstand Personen-

sitzender der Geschäftsführung LEONHARD

verkehr DB Mobility Logistics AG; Ulrich Lange

WEISS GmbH & Co. KG, teil.

MdB, Mitglied des Ausschusses für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung im Deutschen Bundes-

■

26. Mitgliederversammlung unter Leitung

des Vorsitzenden des Präsidiums des Deutschen
Verkehrsforums, Klaus-Peter Müller. Vortragender war Dr. Peter Ramsauer MdB, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Die anschließende Diskussion mit Detthold Aden; Dr. Rüdiger Grube; Wolfgang Mayrhuber; Dr. Peter Ramsauer MdB und Matthias
Wissmann, Präsident des Verbandes der Auto-

tag; Staatssekretär Prof. Klaus-Dieter Scheurle,
BMVBS unter der Moderation von Dr. Daniel
Delhaes, Handelsblatt.
(l) Die Diskussionsrunde
zu Regulierung im Ver-

Mai

kehrssektor mit

■

Prof. Dr. Aberle, von

Verkehrsforums unter Leitung seines Vorsit-

Randow, Hermann MdB,

zenden Klaus-Peter Müller in Berlin. Teilnehmer

Lange MdB, Sts Prof.

waren Detthold Aden; Dr. Klaus Baur; Prof. Dr.

Scheurle, Homburg und

Wilhelm Bender; Dr. Olaf Berlien, Vorsitzender

Moderator Dr. Delhaes

der ThyssenKrupp Technologies AG; Hans-Georg

(v. l.)

Brinkmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung

52. Präsidiumssitzung des Deutschen

der Kühne + Nagel AG & Co KG; Dr. Rüdiger
(ro) Müller (r) und Hailer

Grube; Dr. Hans-Jörg Grundmann, CEO Mo-

(l) begrüßen Verkehrs-

bility Division Siemens AG; Ulrich Homburg;

minister Ramsauer zur

Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender des Vor-

Mitgliederversammlung

standes Deutsche Lufthansa AG; Dr. Jörg Mosolf;
Dr. Peter Noé, Mitglied des Vorstands HOCH-

mobilindustrie (VDA) wurde moderiert von

(ru) Prominente erste

TIEF AG; Norbert Schüßler, Geschäftsführender

Kerstin Schwenn.

Reihe und aufmerksame

Gesellschafter der Schüßler Plan Ingenieurge-

Zuhörer während der

sellschaft mbH; Dieter Schweer, Mitglied der

Juni

Rede von Minister Ram-

Hauptgeschäftsführung Bundesverband der

■

sauer: Müller, Grube,

Deutschen Industrie e.V.; Hermann Ude, Mit-

kehr auf der ILA 2010 unter Leitung seines

Mayrhuber, Aden und

glied des Vorstands Deutsche Post AG, CEO DHL

Vorsitzenden Prof. Dr. Wilhelm Bender. Vortra-

Wissmann (v. l.)

Global Forwarding Freight; Prof. Dr. Gerhard

gende waren Dieter Posch, Minister für Wirt-

Sitzung des Lenkungskreises Luftver-

Report 2010/2011

Chronik

41

schaft, Verkehr und Landesentwicklung des Landes Hessen; Gerold Reichle, Leiter der Abteilung
Luft- und Raumfahrt, BMVBS; Dr. Gerald Weber,
Vorsitzender der Geschäftsführung, Airbus
Deutschland GmbH; Vorstand Produktion und
Mitglied des Exekutive Committee, Airbus S.A.S.

■

53. Arbeitsausschusssitzung unter Leitung

seines Vorsitzenden Klaus-Peter Müller in Berlin.
Teilnehmer waren Prof. Dr. Wilhelm Bender;
Dieter Schweer; Matthias Wissmann sowie Dr.
Florian Eck und Thomas Hailer.
■

Sitzung des Lenkungskreises Straßen-

September

verkehr unter Leitung seines Vorsitzenden Ul-

■

Sitzung des Lenkungskreises Häfen

rich Klaus Becker. Vortragende waren Norbert

und Schifffahrt in Hamburg unter Leitung

Barthle MdB, Haushaltspolitischer Sprecher der

seines Vorsitzenden Detthold Aden. Vortra-

CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Obmann der

gende waren Dr. Ottmar Gast, Sprecher der

Fraktion im Haushaltsausschuss des Deutschen

Geschäftsführung Hamburg Südamerikanische

Bundestages; Oliver Luksic MdB, Mitglied des

Dampfschifffahrts-Gesellschaft KG; Reinhard

Ausschusses für die Angelegenheiten der

Klingen, Leiter der Abteilung Wasserstraßen

Europäischen Union und des Ausschusses für

und Schifffahrt, BMVBS; Karsten Sachsenröder,

Verkehr, Bau und Stadtentwicklung des Deut-

Member of the Management Board, DB

schen Bundestages und Guido Zielke, Leiter der

Schenker Rail GmbH; Peter Wenzel, Staatsrat

gemeinsamen Geschäftstelle Elektromobilität,

der Behörde für Wirtschaft und Arbeit der

BMVBS, Mitglied des Lenkungskreises der

Freien und Hansestadt Hamburg.

Nationalen Plattform Elektromobilität.

■

■

(lo) Lenkungskreis LuftVeranstaltung »Zukunftsprogramm Ver-

Dialog Forum »Gutes Geld für gute

verkehr auf der ILA in

kehrsinfrastruktur – Neue Strategien ge-

Leistung – Finanzierungsperspektiven

Berlin mit Prof. Dr. Bender,

gen den Investitionsstau« unter Leitung von

des ÖPNV« des Deutschen Verkehrsforums

Posch und Reichle (v. l.)

Dr. Peter Noé und Ulrich Klaus Becker. Vortra-

anlässlich der InnoTrans 2010 unter Mitwirkung

gende waren Staatssekretär Werner Gatzer, Bun-

des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen

(ro) Staatssekretär

desministerium der Finanzen; Dr. Gunther Jae-

(VDV). Vortragende waren Dirk Biesenbach, Spre-

Werner Gatzer bei seiner

gers; Dr. Volker Kefer, Vorstand Technik, Sys-

cher des Vorstands Rheinbahn AG; Burkhard

Rede zu Möglichkeiten

temverbund und Dienstleistungen Vorstand In-

Ehlen, Geschäftsführer Verkehrsverbund Ober-

gegen den Investitions-

frastruktur Deutsche Bahn AG; Staatssekretär

elbe GmbH (VVO); Dr. Dieter Glück, Dr. Martin

stau im Verkehrswegebau

Prof. Klaus-Dieter Scheurle unter der Modera-

Henke, Geschäftsführer Verband Deutscher

aus Sicht des Bundes-

tion von Kerstin Schwenn.

Verkehrsunternehmen (VDV); Ulrich Koch, Ge-

finanzministeriums

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

42

schäftsführer Eisenbahnen und Verkehrsbe-

■

triebe Elbe-Weser GmbH (EVB); Staatssekretär

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Jörg

Alexander Schweitzer, Ministerium für Wirtschaft,

Mosolf in Berlin. Vortragende waren Parlamen-

Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau des Lan-

tarischer Staatssekretär Enak Ferlemann MdB; Dr.

des Rheinland-Pfalz; Frank Sennhenn, Vorsitzen-

Hansjörg Rodi, Vorsitzender des Vorstandes

der des Vorstands DB Regio AG, unter der Mode-

Schenker Deutschland AG; Dr. Gerd Slotta, CEO

ration von Kerstin Schwenn.

Reverse Logistics GmbH.

■

Oktober

Dialogforum »Liberalisierung im Schie-

Sitzung des Lenkungskreises Güterver-

nenpersonenverkehr: Freie Fahrt für freie

■

Bahnen?« des Deutschen Verkehrsforums an-

verkehr unter Leitung seines Vorsitzenden Ulrich

lässlich der InnoTrans 2010 unter Leitung seines

Homburg. Vortragende waren Thomas Berner,

Vorsitzenden Ulrich Homburg. Vortragende waren

Sektion Grossprojekte, Bundesamt für Verkehr,

Jean-Pierre Audoux, Délégué Général Fédération

Bern; Hans-Steffen Kerth, Fachbereichsleiter

Sitzung des Lenkungskreises Schienen-

des Industries Ferroviaires (FIF); Michael Cramer
MdEP/MEP, Mitglied Ausschuss für Verkehr und
(lo) Setzten sich beim Dia-

Fremdenverkehr im Europäischen Parlament; En-

logforum auf der Inno-

rico Grillo Pasqaurelli, Direktor Landverkehr, Gene-

trans für europäische

raldirektion Mobilität und Verkehr der Europä-

Liberalisierung im

ischen Kommission; Ulrich Lange MdB; Dr. Axel Son-

Schienenpersonennah-

dermann, Geschäftsführer Veolia Verkehr GmbH,

verkehr ein: Pasquarelli,

unter der Moderation von Nikolaus Doll, Die Welt.

Lange MdB, Cramer
MdEP, Dr. Sondermann,
Homburg und Audoux

Ordnungspolitik im Eisenbahnverkehr, Verband

(v. l.)

Deutscher Verkehrsunternehmen; Dr. Jens Klocksin, Leiter Referat LA18 Lärmschutz Schiene,

(lu) Ferlemann MdB,

BMVBS; Ulrich Lange MdB, Schienenverkehrs-

Dr. Mosolf, Dr. Slotta und

politischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion.

Dr. Rodi erkannten gute
Fortschritte beim Ent-

■

wicklungsprozess des

tur unter Leitung seines Vorsitzenden Dr. Peter

Aktionsplans Güterver-

Noé. Vortragende waren Antje Geese, Referats-

kehr und Logistik

leiterin Grundsatzfragen der Infrastrukturfinan-

Sitzung des Lenkungskreises Infrastruk-

zierung, BMVBS; Thomas Hailer; Dr. Michael
(r) Homburg (v) und

Meister MdB, Stellvertretender Vorsitzender der

Lange MdB (h) diskutier-

CDU/CSU-Bundestagsfraktion; Florian Pronold

ten im Lenkungskreis

MdB, Stellvertretender Vorsitzender SPD-Bun-

Schienenverkehr über

destagsfraktion.

effektive Lösungen
gegen Schienenlärm

Report 2010/2011

Chronik

43

■

53. Präsidiumssitzung des Deutschen

Verkehrsforums in Berlin unter Leitung seines
Vorsitzenden Klaus-Peter Müller. Teilnehmer
waren Ulrich Klaus Becker; Prof. Dr. Wilhelm
Bender; Hans-Georg Brinkmann; Dr. Uwe Franke,
Vorsitzender des Vorstand Deutsche BP Aktiengesellschaft; Dr. Christoph Franz, Stellv. Vorsitzender des Vorstands Deutsche Lufthansa AG,
Ressort Lufthansa Passage; Ulrich Homburg; Dr.
Jörg Mosolf; Dr. Hans M. Schabert; Norbert
Schüßler; Hermann Ude; Matthias Wissmann;
sowie Dr. Florian Eck und Thomas Hailer. Vortragender in der verkehrspolitischen Diskussion
war Staatssekretär Prof. Klaus-Dieter Scheurle.

November
■

Fachgespräch »Betriebliches Mobili-

tätsmanagement: Effizientes Instrument
■

Parlamentarischer Abend zum Thema

oder ›nice to have‹?« des Deutschen Ver-

»Potenziale und Perspektiven für den

kehrsforums unter Mitwirkung des ACE Auto

europäischen Schienenverkehr« des Parla-

Club Europa. Vortragende waren Eike Bret-

mentsgruppe Schienenverkehr im Deutschen

schneider, Leiter Verkehrsmanagement Institut

Bundestag unter Mitwirkung des Deutschen Ver-

für Verkehrssystemtechnik DLR; Marco Gaje-

kehrsforums unter der Leitung von Winfried Her-

weski, Relationship Management Mercedes-

mann MdB. Vortragende waren Prof. Dr. Chris-

Benz Werk Kassel Daimler AG; Thomas Hailer;

tian Böttger, Hochschule für Technik und Wirt-

Gunnar Heipp, Leiter Strategische Planungs-

schaft, Berlin; Olaf Krüger, Direktor Zentrallei-

projekte Münchner Verkehrsgesellschaft mbH

tung europäische Bahnverkehre Kühne + Nagel

MVG; Matthias Knobloch, Leiter Verbindungs-

(o) Der Lenkungskreis

(AG & Co.) KG und Dr. Matthias Ruete, Ge-

büro Berlin, ACE Auto Clup Europa e.V.; Swantje-

Infrastruktur will

neraldirektor Generaldirektion Mobilität und

Angelika Küpper, K+K Küpper und Wolfgang

Prioritäten beim Bundes-

Verkehr der Europäischen Kommission.

Nickel, Geschäftsführender Gesellschafter Pla-

verkehrswegeplan und

nungsgruppe Nord PGN.

Strukturreformen, v. l.

■

Sitzung des Lenkungskreises Luftver-

Dr. Noé, Geese, Pronold

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden Prof.

■

Dr. Wilhelm Bender. Vortragende waren Joachim

tik/Telekommunikation unter der Leitung

Buse, Vice President Aviation Biofuel, Deutsche

seines Vorsitzenden Prof. Dr. Gerhard Zeidler.

(u) Prof. Dr. Böttger,

Lufthansa AG; Dr. Jürgen Ringbeck, Geschäfts-

Vortragende waren Drs. Sjef Janssen, Ge-

Dr. Ruete, Hermann MdB

führer Booz & Company GmbH und Richard

schäftsführer der VDV-Kernapplikations GmbH

und Krüger machten sich

Wynne, Director - Policy Analysis and Mana-

& Co.KG; Hans-Jürgen Mäurer, Leiter Entwick-

Gedanken über die Chan-

gement, Boeing Commercial Airplanes.

lung Prüftechnik, DEKRA Automobil GmbH; Dr.

cen des Eisenbahnver-

Joachim Scholten, Verkehr und Umwelt, BMW

kehrs in Europa

Sitzung des Lenkungskreises Telema-

MdB und Meister MdB

Report 2010/2011

www.verkehrsforum.de

44

Group; Dr. Veit Steinle und Dr. Jörg Wegner,

forums unter Beteiligung des Bundesver-

Partner/Alexander Schmid, Partner, Bearing-

bandes der Deutschen Industrie (BDI)

Point Management & Technology Consultants.

unter Leitung von Klaus-Peter Müller, und Matthias Wissmann, Vortragende auf den Podien

■

Arbeitsgruppe Kommunikation unter Lei-

waren Ingo Alphéus, Vorsitzender der Geschäfts-

tung von Ingrid Kudirka. Vortragende waren Dr.

führung RWE Effizienz GmbH; Ulrich Klaus Be-

Daniel Delhaes, Handelsblatt und Nikolaus Doll,

cker; Peter Berger, Portfolio Offering Manage-

Die Welt.

ment Smart Energy, T-System International
GmbH; Staatssekretär Rainer Bomba; Rolf Lüb-

■

6. Deutscher Luftverkehrs-Kongress des

ke, Geschäftsführer DB Rent GmbH; Dr. Chris-

Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.

tian Malorny, Practice Leader Deutschland

(BDI), Bundesverband der Deutschen Luft- und

Automotive & Assembly McKinsey & Company,

Raumfahrtindustrie e.V., Arbeitsgemeinschaft

Inc.; Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Ge-

Deutscher Verkehrsflughäfen e.V. (ADV), Deut-

schäftsführung ZVEI, Zentralverband Elektrotech-

sche Lufthansa AG in Berlin unter Beteiligung

nik- und Elektroindustrie; Hartmut Rauen, Mit-

des Deutschen Verkehrsforums.

glied der Hauptgeschäftsführung Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau; MinDir Wer-

■

Sitzung des Lenkungskreises Bahntech-

ner Ressing, Leiter der Abteilung Industriepolitik

nologie unter Leitung seines Vorsitzenden Dr.

des Bundesministerium für Wirtschaft und Tech-

Hans-Jörg Grundmann. Vortragende waren

nologie; Georg Schlaghecken, Director Green

aussetzungen nötig, diese

Andreas Busemann, CTO/CIO Infrastruktur, DB

Technologies DHL Solutions & Innovations; Mar-

thematisierten beim

Netz AG; Christian Faure, Programme Manager,

kus Schulz, Leiter Konzernrepräsentanz Berlin

Lenkungskreis Bahntech-

Bahnverkehr und Interoperabilität, Abteilung

Evonik Industries AG; Dr. Andreas Zielke, Global

nologie Faure, Schein,

Landverkehr, Europäische Kommission; Michael

Practice Leader Automotive & Assembly McKin-

Dr. Grundmann, Harting

Harting, Leiter Abteilung Landverkehr im

sey & Company, Inc.; unter der Moderation von

und Hörster (v. l.)

BMVBS und Gerald Hörster, Präsident des Eisen-

Kerstin Schwenn.

(l) Für einen durchgängigen Zugverkehr in Europa sind technische Vor-

bahn-Bundesamtes.

Februar

(r) Becker und Müller tauschen sich vor Beginn der

Januar

■

Veranstaltung über elek-

■

Elektromobilität in Deutschland: Eine

der Deutschen Logistik-Zeitung (DVZ) und des

trische Mobilität aus (v. l.)

Zwischenbilanz des Deutschen Verkehrs-

Deutschen Verkehrsforums im Haus der Com-

Veranstaltung »Politik trifft Logistik«

Report 2010/2011

Chronik

45

merzbank; Begrüßung Sven Gohlke, Leiter Groß-

kung des Deutschen Verkehrsforums unter der

kunden Region Ost, Commerzbank AG und Tho-

Leitung seines Vorsitzenden Winfried Hermann

mas Hailer. Diskussion mit Winfried Herrmann

MdB. Vortragende waren Jörg Vogelsänger, Mi-

MdB und Andreas Renschler, Präsidiumsmitglied

nister für Infrastruktur und Landwirtschaft des

des Deutschen Verkehrsforums und Mitglied des

Landes Brandenburg, Vorsitzender der Verkehrs-

Vorstandes der Daimler AG Truck Group unter

ministerkonferenz der Länder; Berthold Huber,

der Moderation von Björn Helmke, DVZ.

Vorstandsvorsitzender DB Fernverkehr AG und
Bernhard Wewers, Präsident BAG-SPNV e. V.

(lo) Politik trifft
Wirtschaft – vor dem
Meinungsaustausch
Helmke, Gohlke, Renschler und Hermann MdB
(v. l.)
(lu) Logistik im Aufschwung, darüber sprachen im Lenkungskreis
Güterverkehr Hailer,
Dr. Mosolf, Schröder,
■

Sitzung des Lenkungskreises Güterver-

Aden, Dr. Kille, Arzani

kehr im Deutschen Verkehrsforum unter Lei-

■

tung seines Vorsitzenden Dr. Jörg Mosolf. Vor-

kehr unter Leitung seines Vorsitzenden Prof.

tragende waren Dr. Jörg Mosolf; Daniel Arzani,

Dr. Wilhelm Bender. Vortragende waren Staats-

(ro) Inwieweit ein

BMVBS; Dr. Christian Kille, Leiter Geschäftsfeld

minister Sven Morlok MdL, Minister für Wirt-

Deutschlandtakt möglich

Markt, Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply

schaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender

ist diskutierten Wewers,

Chain Services SCS, Fraunhofer-Institut für inte-

Ministerpräsident des Freistaates Sachsen und

Vogelsänger, Hermann

grierte Schaltungen IIS; Stefan Schröder, Ge-

Jens Flottau, Luftfahrtjounalist, Luftfahrt-Korres-

MdB und Huber (v. l.)

schäftsführer, LogisticNetwork Consultants

pondent der Süddeutschen Zeitung.

GmbH.

Sitzung des Lenkungskreises Luftver-

***

und Dr. Eck (v. l.)

(ru) Prof. Dr. Bender
und Morlok MdL machten

■

Parlamentarischer Abend »Deutschland-

sich beim Lenkungskreis

takt – Anforderungen, Umsetzung und

Luftverkehr für gute

Finanzierung« der Parlamentsgruppe Schienen-

Bedingungen für den

verkehr im Deutschen Bundestag unter Mitwir-

Luftverkehr stark (v. l.)

Report 2010/2011

46

www.verkehrsforum.de

Positionspapiere, Lenkungskreise
2010/2011

Positionspapiere

■

Sicherheitsregime und Rahmenbedingungen

■

■

Güterverkehrsmarkt Deutschland:

Zur Sicherheit von Luftfrachtverkehren, Stellungnahme

■

■

■

Bewertung der aktuellen Entwicklung

Biokraftstoffe: Potenziale nutzen – Marktfähigkeit ausnutzen – Nachhaltigkeit sichern

Lenkungskreis Häfen und Schifffahrt

Revision der Transeuropäischen Verkehrs-

Detthold Aden, Vorsitzender des Vorstandes

netz (TEN-V) Politik, Stellungnahme

BLG Logistics Group AG & Co. KG

Verkehrsinfrastruktur: Investitionen sichern,

Themenauswahl:

Effizienz verbessern, Wachstum stärken

■

■

Positionspapier der deutschen Luftverkehrs-

■

und Tourismuswirtschaft: Regelungen für
den Luftverkehr im EU-Emissionshandels-

Umsetzung des Hafen- und Logistikkonzeptes des Bundes

Gemeinsame Verbändeerklärung

Konzepte und Planungen für den Seehafenhinterlandverkehr

■

Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und die Priorisierung von

system (EU ETS)

Infrastrukturprojekten

Lenkungskreise

■

Lenkungskreis Bahntechnologie

Strategische Maßnahmen für eine leistungsfähige deutsche Binnenschiffahrt

Dr. Hans-Jörg Grundmann, CEO Mobility, Siemens AG

Lenkungskreis Infrastruktur

Themenauswahl:

Dr. Peter Noé, Mitglied des Vorstands HOCH-

■

Europäische Zulassungsverfahren für

TIEF AG

Bahntechnik

Themenauswahl:

Signalsystem ERTMS/ETCS – Finanzierung

■

■

und Umsetzung
■

Weiterentwicklung der Europäischen Eisen-

Haushaltspolitische Aspekte der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung

■

bahnpakete

Aktueller Stand und Entwicklung von Reformen der Verkehrsinfrastrukturfinanzierung

■

Bewertung des sog. Posch-Papiers »Infra-

Lenkungskreis Güterverkehr

strukturplanung in Deutschland – Planungsbe-

Dr. Jörg Mosolf, Geschäftsführender Gesellschaf-

schleunigung und Kosteneinsparung«

ter und Sprecher der Geschäftsführung Horst
Mosolf GmbH & Co. KG

Lenkungskreis Luftverkehr

Themenauswahl:

Prof. Dr. Wilhelm Bender, Vorsitzender des Vor-

■

Aktionsplan Güterverkehr und Logistik der

standes Fraport AG (1993-2009)

Bundesregierung

Themenauswahl:

Potenziale der Entsorgungslogistik für die

■

■

Logistikwirtschaft

Infrastrukturausbau und Betriebszeiten der
Flughäfen

Report 2010/2011

Positionspapiere
Lenkungskreise

47

■

Weichenstellung der europäischen Luftver-

Themenauswahl:

kehrsindustrie für Wettbewerbsfähigkeit,

■

entwicklung und Perspektiven

Effizienz und Nachhaltigkeit
■

Potentiale und Perspektiven für Biokraftstof-

■

fe im Luftverkehr
■

Luftverkehrspolitik der neuen Bundesregierung

Navigationssysteme für die Zukunft: MarktIntelligente Verkehrssysteme: ITS für die
Transeuropäischen Netze

■

E-Safety, E-Call, Telematik-Plan & Co: Die
Entwicklung der Europäischen Rahmenbe-

Lenkungskreis Schienenverkehr
Ulrich Homburg, Vorstand Personenverkehr DB

dingungen
■

Mobility Logistics AG

E-Ticket im Öffentlichen Personenverkehr:
Status und Weiterentwicklung

Themenauswahl:
■

Lärmsanierung im Schienenverkehr – Best

Arbeitsgruppe Kommunikation:

Practice Schweiz

Ingrid Kudirka, Leiterin Presse- und Öffentlich-

■

Das Pilotprojekt Leiser Rhein

keitsarbeit Deutsches Verkehrsforum e.V.

■

Lärmvermeidung an der Quelle: Strategische

Themenauswahl:

Ansätze für den Schienenverkehr in Deutsch-

■

Diskussion mit den Redakteuren Carsten
Brönstrup (Der Tagesspiegel), Kerstin

land und Europa

Schwenn (FAZ), Nikolaus Doll (DIE WELT), Dr.
Lenkungskreis Straßenverkehr
Ulrich Klaus Becker, Vizepräsident für Verkehr

Daniel Delhaes (Handelsblatt)
■

Nachhaltigkeit, Nachtflüge, Luftverkehrssteuer

des ADAC
Themenauswahl:

Parlamentsgruppen:

■

Modellregionen Elektromobilität – Zielset-

Das Deutsche Verkehrsforum unterstützte in

zungen, Projekte

2010 folgende interfraktionelle Parlaments-

Der Mini E – Ergebnisse des Feldversuchs in

gruppen des Deutschen Bundestages:

■

Berlin
■

Perspektiven der Verkehrswegefinanzierung

■

für den Straßenverkehr

Vorstand: Winfried Hermann MdB, Ulrich Lange

■

Europäische Straßenverkehrspolitik

MdB, Uwe Beckmeyer MdB, Patrick Döring MdB,

■

Nationale Plattform Elektromobilität

Sabine Leidig MdB, Geschäftsführer: Thomas

Parlamentsgruppe Schienenverkehr:

Hailer
Lenkungskreis Telematik/Telekommunikation

■

Prof. Dr. Gerhard Zeidler, Präsident des Präsi-

Leitung: Torsten Staffeldt MdB, Matthias Lietz

dialrats DEKRA e.V.

MdB, Gustav Herzog MdB, Herbert Behrens MdB,

Parlamentsgruppe Binnenschifffahrt:

Dr. Valerie Wilms MdB

Report 2010/2011

48

www.verkehrsforum.de

Präsidium des
Deutschen Verkehrsforums

Klaus-Peter Müller
(Vorsitzender)
Vorsitzender des Aufsichtsrates
COMMERZBANK AG

Detthold Aden

Dr. Klaus Baur

Ulrich Klaus Becker

Vorsitzender des Vorstandes
BLG Logistics Group AG & Co. KG

Vorsitzender der Geschäftsführung
Bombardier Transportation GmbH
Deutschland

Vizepräsident für Verkehr
Allgemeiner Deutscher Automobil-Club e.V.

Prof. Dr. Wilhelm Bender

Dr. Olaf Berlien

Hans-Georg Brinkmann

Vorsitzender des Vorstandes
Fraport AG
1993-2009

Mitglied des Vorstandes
ThyssenKrupp AG

Vorsitzender der Geschäftsleitung
Kühne + Nagel (AG & Co) KG

Dr. Uwe Franke

Dr. Christoph Franz

Dr. Rüdiger Grube

Vorsitzender des Vorstands
BP Europa SE

Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Lufthansa AG
(ab Mai 2010)

Vorsitzender des Vorstands
Deutsche Bahn AG und
DB Mobility Logistics AG

Dr. Hans-Jörg
Grundmann

Ulrich Homburg

Wolfgang Mayrhuber

Vorstand Personenverkehr
DB Mobility Logistics AG

Vorsitzender des Vorstandes
Deutsche Lufthansa AG
(2001 - bis Mai 2010)

CEO Mobility Division
Siemens AG

Report 2010/2011

Präsidium

49

Dr. Jörg Mosolf

Dr. Peter Noé

Andreas Renschler

Geschäftsführender Gesellschafter
und Sprecher der Geschäftsführung
Horst Mosolf GmbH & Co. KG
Internationale Spedition

Mitglied des Vorstands
HOCHTIEF Aktiengesellschaft
Vorsitzender des Vorstandes
HOCHTIEF Concessions AG

Mitglied des Vorstandes
Daimler AG
Truck Group

Dr. h.c. Hans M. Schabert

Norbert Schüßler

Dieter Schweer

Vorsitzender der Geschäftsführung
LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG

Geschäftsführender Gesellschafter
Schüßler-Plan Consult GmbH

Mitglied der Hauptgeschäftsführung
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V.
(BDI)

Hermann Ude

Matthias Wissmann

Prof. Dr. Gerhard Zeidler

Mitglied des Vorstands Deutsche Post AG
CEO DHL Global Forwarding, Freight

Präsident
Verband der Automobilindustrie e.V. (VDA)

Präsident des Präsidialrats
DEKRA e.V.

Stand: Februar 2011

Dr.-Ing. E.h. Heinz Dürr
(Ehrenvorsitzender des Präsidiums)
Vorsitzender des Aufsichtsrates Dürr AG

Report 2010/2011

50

www.verkehrsforum.de

Mitglieder des
Deutschen Verkehrsforums
A

■

AAE Ahaus Alstätter Eisenbahn AG, Mainz
■ ACE Auto Club Europa e.V., Stuttgart
■ ACV Automobil-Club Verkehr Bundesrepublik
Deutschland, Köln
■ ADAC e.V., München
■ adesse anwälte, Berlin
■ AD HOC European Relations, Gütersloh
■ AGES International GmbH & Co. KG, Langenfeld
■ Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, Berlin
■ ALSTOM Transport Deutschland GmbH, Salzgitter
■ Andreas Schmid Logistik AG, Gersthofen
■ A.T. Kearney GmbH, Berlin
■ AUDI AG, Ingolstadt
■ Autobahn Tank & Rast GmbH, Bonn
■ Autohof - Tanken - Rasten - Parken eG,
Herbolzheim

■

■

B
BearingPoint GmbH, Frankfurt/M
■ Bilfinger Berger SE, Mannheim
■ BLG Logistics Group AG & Co. KG, Bremen
■ BMW AG, München
■ Bochumer Verein Verkehrstechnik GmbH,
Bochum
■ Boeing International Corporation, Berlin
■ Bombardier Transportation GmbH, Berlin
■ Booz & Company GmbH, Düsseldorf
■ BP Europa SE, Hamburg
■ BPW Bergische Achsen KG, Wiehl
■ bremenports GmbH & Co. KG, Bremen
■ Brunsbüttel Ports GmbH, Brunsbüttel
■ Bundesverband der Deutschen
Tourismuswirtschaft e.V. (BTW), Berlin
■ Bundesverband der Deutschen Zementindustrie
e.V., Berlin
■ Buss Group GmbH & Co. KG, Hamburg
■

C
Captrain Deutschland GmbH, Berlin
■ Commerzbank AG, Frankfurt/M
■ CON MOTO Consulting Group GmbH, München
■ CSC Deutschland Solutions GmbH, Wiesbaden
■

D
Daimler AG, Stuttgart
■ DAKOSY Datenkommunikationssystem AG,
Hamburg
■ DEKRA e.V., Stuttgart
■ Deutsche Bahn AG, Berlin
■ Deutsche Bank AG, Frankfurt/M
■ Deutsche Lufthansa AG, Frankfurt/M
■ Deutsche Post AG, Bonn
■ DEVK Allgemeine Versicherungs-AG, Köln
■ DFDS Seaways GmbH, Cuxhaven
■ DFS Deutsche Flugsicherung GmbH, Langen
■ DHL Freight GmbH, Bonn
■ DLR Deutsches Zentrum für Luft- und
Raumfahrt, Köln
■ Dornier Consulting GmbH, Friedrichshafen
■ duisport. Duisburger Hafen AG, Duisburg
■

DVB Bank SE, Frankfurt/M
DVV Media Group GmbH, Hamburg
■ Dyckerhoff AG, Wiesbaden

E
EADS Deutschland GmbH, München
■ EDAG GmbH & Co. KGaA, Fulda
■ Emch + Berger Holding GmbH, Berlin
■ Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart
■

F
Fährhafen Sassnitz GmbH, Sassnitz-Neu Mukran
■ Fichtner Water and Transportation GmbH,
Stuttgart
■ Fiege Stiftung & Co. KG, Greven
■ Flughafen Berlin-Schönefeld GmbH, Berlin
■ Flughafen Düsseldorf GmbH, Düsseldorf
■ Flughafen Hamburg GmbH, Hamburg
■ Flughafen Köln/Bonn GmbH, Köln
■ Flughafen München GmbH, München
■ Flughafen Nürnberg GmbH, Nürnberg
■ Fraport AG, Frankfurt/M
■ Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain
Services (SCS), Nürnberg
■

G
Garbe Logistic AG, Hamburg
■ GEFCO Deutschland GmbH, MörfeldenWalldorf
■ Gerd Körner Consulting KG, Weiterstadt
■

H
HaCon Ingenieurgesellschaft mbH, Hannover
■ Häfen und Güterverkehr Köln AG, Köln
■ Hafen Hamburg Marketing e.V., Hamburg
■ Hamburger Hafen und Logistik Aktiengesellschaft, Hamburg
■ Hamburg Port Authority AöR, Hamburg
■ Hamburg Südamerikanische DampfschifffahrtsGesellschaft KG, Hamburg
■ Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.,
Berlin
■ HBG Hafenbetriebsgesellschaft Wilhelmshaven
mbH, Wilhelmshaven
■ HCL GmbH, Eschborn
■ Hellmann Worldwide Logistics GmbH & Co. KG,
Osnabrück
■ HOCHTIEF Aktiengesellschaft, Essen
■ HOLM GmbH (House of Logistics & Mobility),
Frankfurt/M
■ Horst Mosolf GmbH & Co. KG, Kirchheim/Teck
■

I
i4 Transportation GmbH & Co. KG, Mannheim
■ IAV GmbH Ingenieurgesellschaft Auto und
Verkehr, Berlin
■ IBM Deutschland GmbH, Ehningen
■ Imperial Logistics International GmbH, Duisburg
■ Ing.-Büro Dipl.-Ing. H. Vössing GmbH, Düsseldorf
■ Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik
(ISL), Bremen
■

J
JadeWeserPort Realisierungs GmbH & Co. KG,
Wilhelmshaven
■ Jeppesen GmbH, Neu-Isenburg
■

K
KfW IPEX-Bank GmbH, Frankfurt/M
■ Kienbaum Consultants International GmbH,
Düsseldorf
■ Knorr-Bremse AG, München
■ KombiConsult GmbH, Frankfurt/M
■ Kombiverkehr KG, Frankfurt/M
■ Kühne + Nagel (AG & Co.) KG, Hamburg
■

L
LEHNKERING GmbH, Duisburg
■ Leonhard Weiss GmbH & Co. KG, Göppingen
■ Linklaters LLP, Berlin
■ LNC LogisticNetwork Consultants GmbH,
Hannover
■ Logica Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/M
■ Logplan GmbH, Frankfurt/M
■ Lokomotion Gesellschaft für Schienentraktion
mbH, München
■

M
Magdeburger Hafen GmbH, Magdeburg
MAN Truck & Bus AG, München
■ Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing
■ McKinsey & Company, Inc., München
■ Messe Frankfurt Venue GmbH & Co. KG,
Frankfurt/M
■ MetaSystem Deutschland GmbH, München
■ MEV Eisenbahn-Verkehrsgesellschaft mbH,
Mannheim
■ Mitteldeutsche Flughafen AG, Leipzig
■ M&M Militzer & Münch Deutsche Holding
GmbH, Hof
■ M. M. Warburg & CO KGaA, Hamburg
■ MTU Aero Engines GmbH, München
■
■

Reederei Jaegers GmbH, Duisburg
Reverse Logistics GmbH, Dornach
■ RMV Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH,
Hofheim
■ Robert Bosch GmbH, Stuttgart
■ Roland Berger Strategy Consultants GmbH,
Düsseldorf
■ Rolls-Royce Deutschland Ltd. & Co. KG,
Dahlewitz
■
■

S
Schenker AG, Essen
■ Schmid Mobility Solutions GmbH, Willich
■ Schnellecke Group AG & Co. KG, Wolfsburg
■ Schüßler Plan Consult GmbH, Düsseldorf
■ Seaports of Niedersachsen GmbH, Oldenburg
■ Seehafen Wismar GmbH, Wismar
■ SHS Business Consultants GbR, München
■ Siemens AG, Erlangen
■ SPIEKERMANN AG Consulting Engineers,
Düsseldorf
■ Steria Mummert Consulting AG, Münster
■

T
Talgo (Deutschland) GmbH, Berlin
■ TFG Transfracht Internationale Gesellschaft für
kombinierten Güterverkehr mbH & Co. KG,
Frankfurt/M
■ Thales Deutschland GmbH, Stuttgart
■ ThyssenKrupp AG, Essen / Düsseldorf
■ Toll Collect GmbH, Berlin
■ TransCare AG, Wiesbaden
■ TransInvest Holding AG, St. Gallen
■ T-Systems International GmbH, Frankfurt/M.
■ TUIfly GmbH, Hannover
■

U
UNITI Bundesverband mittelständischer
Mineralölunternehmen e.V., Berlin
■ UPS Transport OHG, Neuss
■

V

N
Neuss-Düsseldorfer Häfen GmbH & Co. KG,
Neuss
■ NILES-SIMMONS-HEGENSCHEIDT GmbH,
Chemnitz
■ NordWestLinie e.V., Voltlage
■ North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co.,
Bremerhaven
■

O
OBERMEYER Planen + Beraten GmbH, München
■ On Rail GmbH, Mettmann
■ Oskar Schunck AG & Co. KG, München
■

P
PERSONALUNION, Hamburg
■ Plasser & Theurer GmbH, Wien
■ Port of Rotterdam, Rotterdam
■ PricewaterhouseCoopers AG WPG, Frankfurt/M
■ PUTZ & PARTNER Unternehmensberatung AG,
Hamburg
■

VDA Verband der Automobilindustrie e.V., Berlin
■ VdTÜV - Verband der TÜV e.V., Berlin
■ VDV Verband Deutscher Verkehrsunternehmen,
Köln
■ Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V. (VEDA),
Nordhorn
■ Volkswagen Logistics GmbH & Co. OHG,
Wolfsburg
■ VTG Aktiengesellschaft, Hamburg
■

W
Wagener & Herbst Management Consultants
GmbH, Potsdam
■ WestLB AG, Düsseldorf
■ Wilmer Cutler Pickering Hale and Dorr LLP, Berlin
■ Wincanton GmbH, Mannheim
■

Z
■

ZDS Zentralverband der Deutschen
Seehafenbetriebe e.V., Hamburg

R
■

Railistics GmbH, Wiesbaden

Stand: Februar 2011

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