Publication:
2019
URN:
https://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:kobv:109-1-15364624
Path:
Bahnhofstraße
ZEITUNG FÜR DAS AKTIVE ZENTRUM LICHTENRADE BAHNHOFSTRASSE

In dieser Ausgabe:
Volksfest Alte Mälzerei
Fridays for Future
Gebietsgremium meets
Asphalta
Fahrradladen Lichtenrade

AUSGABE 02 / 2019

2 Editorial

AUSGABE 02 / 2019

Liebe Lichtenraderinnen und Lichtenrader,
es ist einer dieser extrem warmen Tage im frühen April. Fast schon
sommerliche 22 Grad verführen dazu, die fällige Fahrt nach Lichtenrade mit dem Rad anzutreten. Die Fahrt soll bei diesem Wetter ruhig
touristische Qualität haben, und so führt die Route über Treptower
Park und Adlershof nach Rudow, Großziethen und schließlich Lichtenrade.
Frisch, fromm, fröhlich, frei - so lautet der Wahlspruch von Turnvater
Jahn, und so fühlt man sich auch, wenn man bei diesem Wetter den
Fahrtwind in den Haaren spürt. Genau dies scheint das Gefühl zu sein,
dass Alexander Trillof mit „die Nase im Wind“ meint. Er ist Inhaber
des Fahrradladens Lichtenrade, und wir haben ihn für diese Ausgabe
auf Seite 10 porträtiert.
Radfahren, das ist ja nur eine der Ausdrucksformen, in denen sich ein
neues, urbanes Lebensgefühl ausdrückt. Es geht um eine neue Form
von Gemeinsamkeit, um Verantwortung für Gesellschaft, Umwelt und
sich selbst, um eine neue Gleichzeitigkeit von Arbeitswelt und privatem Leben. All dies spiegelt sich in einem Projekt wider, welches das
Potential hat, das neue Zentrum unseres Stadtteils zu werden. Klar,
wir reden von der Alten Mälzerei. Am 11. Mai, Tag der Städtebauförderung, wird es dort ein großes Fest geben. Mehr dazu auf Seite 4.
Nicht nur in der Alten Mälzerei wird gebaut, auch die Bahnhofstraße
wird bald von Baumaschinen heimgesucht. Oft sind es am Ende die
kleinen Details, die den Charakter einer Straße bestimmen. Nun stellte die Ingenieursgesellschaft Asphalta diese Details dem Gebietsgremium vor. Wir berichten auf Seite 8.
Sie dürfen wählen: Einen Tag weniger arbeiten pro Woche – oder ihre
Welt versinkt einige Jahre eher im Chaos. Zugegeben, der Vergleich
hinkt, irgendwie aber wird die Diskussion um die „Fridays for Future“
darauf verkürzt. Lichtenrader Meinungen dazu lesen Sie auf Seite 6.
Ansonsten noch diese nette Neuigkeit: Der Frühling ist da!
Viel Spaß beim Lesen und beim Sonnen wünscht
Ihre Redaktion
Aktuelle und weiterführende Informationen zum AZ-Gebiet
finden Sie unter: www.az-lichtenrade.de

Maikäfer Rallye 2019
Armer Onkel Fritz! In ihrem fünften Streich legen Max
und Moritz ihm Maikäfer unter die Bettdecke, damit diese ihn ordentlich ärgern. Was bei Wilhelm Busch böse
vor allem für die Käferchen ausgeht, machen wir in
Lichtenrade anders. Denn mit dem Lichtenrader Maikäfer
kommen schöne Überraschungen.
Vom 20. Mai bis 01. Juni heißt es wieder:
Aufgepasst beim Einkaufsbummel! In den Schaufenstern
der Geschäfte in der Lichtenrader Bahnhofstraße sind
Maikäferfiguren versteckt, die es zu entdecken lohnt.
Denn auch bei der 5. Maikäfer Rallye gibt es wieder Gutscheine und andere tolle Preise zu gewinnen!
Und so funktioniert’s: Entdecken Sie möglichst viele
Maikäfer in den Schaufenstern der Bahnhofstraße. Tragen
Sie die Fundorte auf dem abtrennbaren Teil des Flyers ein
und geben Sie Ihre Lösung bis zum 01. Juni 2019 an folgenden Stellen ab: in der Lichtenrader Bücherstube (Bahnhofstr. 25), bei Lederwaren Tiedtke (Bahnhofstr. 39) oder
bei Berlin Brillen (Bahnhofstr. 9).
Oder Sie senden die Lösungen per Mail an:
gsm@az-lichtenrade.de. Die Gewinner werden ausgelost
und benachrichtigt.
Den Flyer bekommen Sie in vielen Geschäften sowie im
AZ-Büro.
Weitere Informationen: www.az-lichtenrade.de/maikaefer

Termine 2019
Treffen der Gewerbetreibenden

Kunst trifft Wein mit Bühnenprogramm

Di, 28.05.2019  / Mi, 31.07.2019   / Do, 26.09.2019

03.– 05.05.2019
Lichtenrader Dorfteich

Mo, 25.11.2019
jeweils 19:00 Uhr, AZ-Büro, Prinzessinnenstraße 31

Tag der Städtebauförderung an der Alten Mälzerei
Öffentliche Sitzung des Gebietsgremiums
23.04.2019 und 28.05.2019, jeweils 19:00 Uhr
AZ-Büro, Prinzessinnenstraße 31

11.05.2019, ab 12:00 Uhr
Buntes Programm mit Musik, Aktionen und Foodtrucks
Alle Termine finden Sie auch unter www.az-lichtenrade.de

Vermischtes 3

AUSGABE 02 / 2019

Förderglossar

BILDERrätsel

In dieser Rubrik versuchen wir, Begriffe aus der „Beamtensprache“
im Förder­kontext leicht verständlich zu erklären. Die Serie wird fortgesetzt.

Kennen Sie dieses Detail aus Lichtenrade? Unter den richtigen Einsendungen (bis 20.05.2019) verlosen wir
einen Gutschein über eine Frühj­­ahrs­
inspektion ihres Fahrrades im Wert
von 39,90 Euro, den Sie im Fahrradladen Lichtenrade einlösen können. Gewinnerin des vom Blumen-Eck gespendeten Blumenstrauß-Gutscheines ist
Annelie Welti. Die richtige Lösung war
ein Bild vom Dorfteich Lichtenrade an
der Seitenwand von Blumen Roth in der
Bahnhofstraße.
Illustration:Søren
SørenTang
Tang Bertelsen
Bertelsen
Illustration:

Heute: Förderglossar Städtebauförderung
Städte sind komplexe Gebilde. Das Zusammenleben ihrer Bewohner zu organisieren,
ist eine große Herausforderung. Mit manchen sozialen, städtebaulichen oder funktionalen Schwierigkeiten sind die Kommunen
allein überfordert. So können beispielsweise
Innenstädte veröden, sich soziale Probleme
in bestimmten Gegenden konzentrieren oder
der Denkmalschutz für klamme Kommunen
zum Problem werden. Um die Städte damit
nicht allein zu lassen, gehen Bund und Länder in die Verantwortung und unterstützen
Lösungsansätze finanziell. Dieses Konzept
ist als Städtebauförderung bekannt. Ihr wird
inzwischen eine große innen- und kommunalpolitische Bedeutung zugesprochen.
Einen besonderen Fokus legt die Städtebau­
förderung auf die Nachhaltigkeit der Maßnahmen. Der Bundeshaushalt 2018 stellte
790 Millionen Euro für die Städtebauförderung zur Verfügung.
An der Finanzierung beteiligen sich Bund,
Länder und Kommunen mit unterschiedli-

chen Anteilen. Seit der Einführung der Städtebauförderung 1971 gab es eine Reihe
Programme mit unterschiedlichen Schwer­
punkten. Ging es bis 1990 vor allem um Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen,
wandelte sich die Städtebauförderung mit
der Wiedervereinigung. Neue Programme
wie städtebaulicher Denkmalschutz, Stadt­
umbau, Soziale Stadt, Aktive Zentren oder
Zukunft Stadtgrün wurden seitdem aufgesetzt und bezeugen einen erweiterten Fokus.
Das Besondere an der Städtebauförderung
ist, dass sich ihre Maßnahmen immer auf ein
fest definiertes Fördergebiet konzentrieren.
Um die Städtebauförderung ins Blickfeld der
Öffentlichkeit zu rücken und ihre Erfolge
zu feiern, gibt es seit 2015 immer im Mai den
„Tag der Städtebauförderung“. So auch
2019. Im AZ-Gebiet Bahnhofstraße Lichtenrade gibt es am 11. Mai ein großes Fest in
der Alten Mälzerei. Dann öffnet sich das Gebäude nach längerer Zeit zum ersten Mal
wieder den Lichtenradern.

Neues Rätsel, neues Glück!
Schicken Sie Ihre Lösung an:
redaktion@az-lichtenrade.de

Lichtenrader Augenblick

Ein Café in der Bahnhofstraße. Frühstückszeit. An einem Tisch sitzt eine türkischstämmige Familie: Großvater, Tochter, Mann sowie Enkelin um die 30, die Frauen mit
Kopftuch. Am Nebentisch blättert ein älteres
Paar im Menü, wir erfahren, dass sie in Rudow wohnen. „Kann ich mal den Zucker?“
Freundlich bekommt die Rudowerin die Zuckerdose gereicht. „Nett hier, oder?“ Man
kommt ins Quatschen. Der Frau wird das Stehen ungemütlich: „Ich setze mich mal zu
euch.“ Ihr Mann ist nicht verwundert, als die
kontaktfreudige Gattin zwischen Mutter und
Tochter Platz nimmt. Ein lebhaftes Gespräch
entsteht, es wird gelacht. Die Familie kommt
alle zwei Wochen nach Lichtenrade, um den
Opa zu besuchen. Der knabbert am Körnerbrötchen und bestellt noch ein Ei. „Ich finde
das toll, diesen Familienzusammenhalt bei
euch“, ruft die Frau. Noch ein paar Gesprächsschleifen weiter – Krieg, Arbeitsleben,
S-Bahn, Wetter – stellt die Frau aus Rudow
überrascht fest: „Eigentlich sind wir doch alle
gleich.“
		
jh

4 Volksfest an der Alten Mälzerei

AUSGABE 02 / 2019

Großes Haus,

große Party

Der Tag der Städtebauförderung 2019 wird zum Volksfest an der Alten Mälzerei
Die Alte Mälzerei, inoffizielles Wahrzeichen
Lichtenrades, befindet sich seit Monaten für
jeden sichtbar in Bauarbeiten. Diese haben
nicht nur die Erhaltung des Gebäudes, sondern eine komplett neue Nutzung zum Ziel.
War der Zugang seit Errichtung des Gebäudes nur begrenzten Gruppen vorbehalten,
wird die Alte Mälzerei mit ihrer Neueröffnung (voraussichtlich im Herbst 2019) nun
erstmals zum öffentlichen Gebäude. Das
muss gefeiert werden!
Die UTB Projektmanagement GmbH, die sich
für die Umgestaltung der Alten Mälzerei verantwortlich zeichnet, nutzt den Tag der
Städtebauförderung, um das neue Nutzungskonzept vorzustellen. Gemeinsam mit
dem Bezirksamt und dem AZ-Team lädt sie
alle Freunde Lichtenrades zu einem bunten
Fest auf die Baustelle ein.
Startschuss bildet eine kurze Eröffnungsansprache um 12 Uhr. Die Podiumsdiskussion
um 13 Uhr zählt inhaltlich sicher zu den Höhepunkten des Tages. Die Senatorin für
Stadtentwicklung und Wohnen, Katrin
Lompscher, die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler, der Stadtrat für Stadtentwicklung und Bauen, Jörn Oltmann, die
Stadträtin für Bildung, Kultur und Soziales,
Jutta Kaddatz und der Projektentwickler
Thomas Bestgen werden dabei unter anderem über die Bedeutung der Städtebauförderung für die Entwicklung Lichtenrades sprechen. Moderiert wird das Gespräch von
Sabine Slapa, deren Büro slapa & die raumplaner das AZ-Gebiet in Lichtenrade betreut.

Wer danach noch konkrete Fragen zur weiteren Entwicklung der Alten Mälzerei und ihres
Umfeldes hat, kann sich direkt beim Informationsstand des Projektentwicklers UTB
darüber informieren. Auch interessant sind
die Führungen über die Baustelle, in denen
das neue Nutzungskonzept im Detail vorgestellt wird. Diese starten um 14:00, 15:00
und 16:00 Uhr am Stand der UTB. Rechtzeitig da zu sein kann wichtig werden, denn die
Führungen sind auf 15 Personen beschränkt.
Oder Sie lernen stattdessen bei einer Führung der VHS durch die Bahnhofstraße die
Geschichte Lichtenrades besser kennen.
In der Alten Mälzerei wird auch die
Edith-Stein-Bibliothek ein Zuhause finden.
Bibliothek, VHS, Musikschule und das Jugendmuseum des Bezirks, die alle vom neuen Stadtteilzentrum profitieren, sind an Infoständen des Amtes für Weiterbildung und
Kultur für Ihre Fragen und Anregungen ansprechbar. Weitere Infostände unterhalten
das Aktive Zentrum Lichtenrade, das AZ-Gebietsgremium, der Lichtenrader Wohntisch,
die Verbraucherzentrale zum Thema klimagerechtes Bauen, das Café „Die Kurve“,
die Aktion weitblick – betreutes Wohnen
gGmbH, die Suppenküche Lichtenrade e. V.,
die Geschichtswerkstatt Lichtenrade und der
VfL Lichtenrade. Muss man eigentlich er-

wähnen, dass für Essen und Trinken gesorgt
ist? Ja, man muss, aufgrund des vielseitigen
Angebotes, das hier auf die Theken kommt.
Bei der Alten Mälzerei ist klar, dass gute Biere dabei sein müssen, nämlich die Craft-Biere von der Hops&Barley Hausbrauerei. Aber
auch einen ordentlichen Kaffee („Die Kurve“,
Coffee Bike), ein gutes Glas Wein (Weinladen
Barrique) und innovative Speisen von BBQ
(Gorilla) über Spinatknödel (Gutes Drauf) bis
zu Suppe (Suppenküche Lichtenrade) und
Currywurst finden Sie rund um die Bühne,
auf der es über den ganzen Tag hinweg ein
buntes Programm gibt.
Und wer ist am 11. Mai eigentlich in der
rbb-Abendschau zu sehen? Jedenfalls nicht
Ulli Zelle, denn der wird mit seiner Band
„Ulli & die grauen Zellen“ ab 20 Uhr den mu­
sikalischen Höhepunkt der Veranstaltung
liefern. Ulli Zelle hat eine wilde Bande Ber­
liner Musikgrößen um sich geschart, um mit
Rock- und Soulsongs der 60er und 70er Jahre
das Berliner Publikum in Ekstase zu ver­
setzen. Und so wird hoffentlich auch Lichtenrade am späteren Abend ordentlich
durchgeschüttelt und verschwitzt nach Hause wackeln.
Freuen Sie sich auf einen wirklich besonderen Tag an der neuen Alten Mälzerei!

Text und Foto: Johannes Hayner, Illustration: Søren Tang Bertelsen

AUSGABE 02 / 2019

Volksfest an der Alten Mälzerei 5

BÜHNENPROGRAMM AN DER ALTEN MÄLZEREI (12 UHR BIS 22 UHR)

Party

12:00

Eröffnung

12:30

Jazz-Ensemble der Musikschule Tempelhof-Schöneberg

13:00

Podiumsgespräch mit Katrin Lompscher, Angelika Schöttler, Jörn Oltmann,

14:00

Jazz-Ensemble der Musikschule Tempelhof-Schöneberg

14:10

Gerhard Moses Heß (Lichtenrader Bänkelsänger)

14:30

Kindertanzgruppe der Käthe-Kollwitz-Grundschule

Jutta Kaddatz und Thomas Bestgen. Moderation: Sabine Slapa

(Treffpunkt
15:30
GrooveUTB-Stand,
Departement (Jugend-Ensemble der Musikschule Tempelhof-Schöneberg)

16:00

Gerhard Moses Heß (Lichtenrader Bänkelsänger)

16:30

Trommel-Konzert

17:00

Interreligiöses Konzert der Ökumenischen Umweltgruppe

19:00

Synkretis Big Band (Musikschule Tempelhof-Schöneberg)

20:00

Ulli & die grauen Zellen (mit Ulli Zelle, rbb)

Änderungen vorbehalten. Aktuelle Infos unter: www.az-lichtenrade.de/tag-der-staedtebaufoerderung-2019/

BEGLEITPROGRAMM

· AUSSTELLUNG „Bleibende Momente –Lichtenrade zeigt Gesicht“ (1. OG)
· FILMBEITRÄGE über Lichtenrade und die Alte Mälzerei (Allmenderaum)

· BAUSTELLENFÜHRUNGEN 14:00, 15:00 und 16:00 Uhr (Treffpunkt UTB-Stand, max. je 15 Personen)
· GRAFFITI-WORKSHOP 14:00 (am Einfamilienhaus zwischen Mälzerei und Wohnscheibe)
· BASTELAKTION 15:00 für das Umbau-Maskottchen der Bahnhofstraße (auf der Wiese am Bibliotheks-Stand)
· AUSSTELLUNG zum interreligiösen Konzert der Ökumenischen Umweltgruppe (Foyer)
· FÜHRUNG der VHS durch das Gebiet zur Geschichte Lichtenrades

6 Straßenumfrage

AUSGABE 02/ 2019

–
e
r
u
t
u
F
r
o
f
s
y
a
d
Fri
r
e
d
o
r
e
Weltrett
?
r
e
z
n
ä
w
h
c
s
l
u
h
c
S

EMIRKAN (13):
„Ich war auch mit den anderen vorletzte Woche auf der
Demonstration, aber musste
dafür lange mit meinen Eltern
diskutieren, bis sie es erlaubt
haben.“

ehr Klimalichen für m
nd
ge
Ju
d
un
zu?
ndern
chtenrade da
Demos von Ki
ndliche in Li
tag weltweit
ge
ei
Ju
Fr
m
n
le
de
al
je
vor
gibt es
Menschen und
Seit Wochen
as sagen die
W
.
in
rl
Be
in
schutz, auch

Wir streiken
No Planet

CELIN (14):

HANDELN

„Ich finde Klimaschutz auch
sehr wichtig, aber Schule noch
wichtiger, deswegen war ich
noch nie bei den Demos dabei.
Ich mache aber lieber persönlich mit Kleinigkeiten etwas dagegen, zum Beispiel Strom
sparen.“

LEUGNEN

STAT T

„Ich würde meine eigenen Kinder
auch mitgehen lassen, denn das
ist wichtiger als die paar Stunden
Schule. Ich bin selbst früher für
Frieden und Abrüstung demonstrieren gegangen und habe als
Schüler sogar gegen die Kandidatur von Strauß demonstriert.“

BASTIAN UND NICO (16):

KERSTIN (ZWISCHEN 50 UND 60):
„Als Lehrerin darf ich den Schülern nicht sagen,
dass sie demonstrieren gehen sollen. Es gibt ja die
Schulpflicht. Privat finde ich das Engagement für
den Klimaschutz sehr gut und meine Tochter läuft
auch mit.“

Eure Kin
durften

Schnee e

Rettet unsere

EDUARD (31):
„Ich habe von den Aktionen nichts mitbekommen, da ich mich gerade Vollzeit um mein kleines Kind kümmere. Aber prinzipiell fände ich es
nicht gut, wenn Kinder dafür die Schule schwänzen, weil sie dann Wichtiges verpassen und
schlechte Noten bekommen. Meiner älteren
Tochter würde ich das nicht erlauben, es sei
denn, die ganze Schule macht mit.“

EIN MANN (58):

„Wir würden schon demonstrieren gehen, aber wir schwänzen nicht gern
und wollen keine Einträge im Klassenbuch kassieren. Greta hat es verdient,
so im Mittelpunkt zu stehen, auch
wenn manche das jetzt kritisieren.
Immerhin hat sie damit angefangen.“

B

Straßenumfrage 7

AUSGABE 02 / 2019

JONATHAN (13):
„Ich war auch schon auf einer Fridays-for-future-Demonstration, weil ich
Klimaschutz wichtiger finde als Schule.
Es geht dabei darum, diesem Thema
Aufmerksamkeit zu geben. Das würde
an einem Sonntag nicht so klappen.“

NIKLAS (14):

nder
noch

erleben

„Ich war leider noch nicht da, weil meine Eltern nicht wollten, dass ich Fehltage bekomme, aber meine Freunde waren schon da. Es
ist auch schwierig für uns hinzugehen, weil
wir freitags viele Hauptfächer haben, zum
Beispiel haben wir Chemie nur an dem Tag.“

Die Uhr
tickt
UNSERE WELT

IST WICHTIGER

ALS GELD

FATME (12):
CORBIN (13):
„Ich war auch schon zwei Mal auf den Demos, auch als Greta da war. Das war schon
cool, dort am Brandenburger Tor zu stehen
und zu hören, was sie sagt. Es ist sehr mutig,
dass sie mit den Streiks angefangen hat und
ich würde auch wieder mitmachen.“

MARLIES (73):
„An sich ist es positiv, dass sich die
Jugend politisiert, aufwacht und nicht
nur am Smartphone hängt. Aber sie könnte
auch samstags demonstrieren gehen, denn
die PISA-Ergebnisse sind aufgrund des Schulsystems eh schon schlecht. Ich denke auch,
dass Greta Thunberg instrumentalisiert wird
und ihre Eltern das bald unterbinden werden.“

„Ich habe noch gar nichts von diesen Demonstrationen mitbekommen. Greta Thunberg sagt
mir nichts.“

JULIA (37):
„Ich finde es sehr positiv, dass die Kinder sich engagieren. Mein 7-jähriger
Sohn wird auch angesteckt und er dürfte mitgehen, wenn er wollte. Ich selbst
habe in meiner Jugend im Tierheim geholfen und bin später auf Anti-Rassismus-Demos gegangen, was ja auch
leider immer noch ein Thema ist.“

TIM (12), LAILA (11):
„Wir waren selbst
noch nie bei den
Demos dabei, weil
wir in der Schule gerade viele Arbeiten schreiben, die
wir nicht verpassen dürfen.“
Illustrationen: Søren Tang Bertelsen

8 Gebietsgremium

AUSGABE 02 / 2019

Die richtigen Leute zur
rechten Zeit am rechten Ort
Die Umgestaltung der Bahnhofstraße läuft an.
Nun wird entschieden, wie die Straße nach den Baumaßnahmen aussehen soll.
Am Dienstag, den 12. Februar 2019 traf sich
das Gebietsgremium des Aktiven Zentrums
Lichtenrade. Im Rahmen dieser regulären
Sitzung stellte die Firma Asphalta ihre Pläne
für die Neugestaltung der Bahnhofstraße
vor.

Gebietsgremiums. Dazu präsentierten sie
Fotos und detaillierte Beschreibungen des
möglichen Straßenmobiliars. Denn jetzt
muss die konkrete Ausgestaltung diskutiert
werden, für die das Büro bald Entscheidungen braucht.

Die Ingenieursgesellschaft Asphalta ist mit
der Objektplanung der Baumaßnahmen beauftragt. Marco Ilgeroth, der Geschäftsführer, und die Projektingenieurin Lisa Rasch
nahmen an der Sitzung Teil, legten die Baupläne auf dem derzeitigen Stand zur Begutachtung vor und stellten sich den Fragen des

Bei der Sitzung des Gebietsgremiums wurden hauptsächlich solche Fragen angesprochen, die alle Nutzer der Straße direkt angehen. Mit dem Gebietsgremium verfügt
Lichtenrade über eine gewählte Gruppe engagierter Akteure, die zahlreiche Interessen
der Bürger versammelt. Das Gremium kann

damit viele Bürger vertreten, die von den
Bauarbeiten an der Bahnhofstraße direkt
betroffen sein werden, weil die Bahnhofstraße ein wichtiges Zentrum ihres Alltags ist.
Entsprechend organisiert sind im Gebietsgremium etwa der Haus-, Wohnungsund Grundeigentümerverein Lichtenrade
e. V., der Bei­rat von und für Menschen mit
Behinderung, das Unternehmernetzwerk
Lichtenrade, das Kinder- und Jugendparlament und weitere Institutionen sowie Bewohner aus dem Gebiet.

Volker Mönch vom Unternehmernetzwerk Lichtenrade

Die Planung steht
Im 2. Quartal 2020 sollen die Bauarbeiten
beginnen. Jetzt wird über den zukünftigen
Charakter und die Gestaltung in der Bahnhofstraße entschieden. Dafür sind oft die
kleinen Gestaltungselemente wesentlich. Zu
besprechen ist etwa, welche Farbe die Pflastersteine des Bürgersteigs haben sollen, welche Stadtmöbel, also Straßenlaternen, Fahrradständer, Mülleimer, Bänke, installiert
werden.
Nach der Umgestaltung wird auf einem großen Teil der Bahnhofstraße die Fläche für

den Bürgersteig deutlich verbreitert. Hier
öffnet sich dann Spielraum für Gestaltung.
Die Pflasterung des Bürgersteigs muss
grundsätzlich den Standards in Berlin entsprechen. Im Wesentlichen wird sie also aus
den bekannten grauen Platten und Randsteinen bestehen. Ausfahrten werden mit
Kopfsteinpflaster versehen. Diese deutlich
fühlbare Unterscheidung des Bodens dient
als taktile Markierung für Blinde und trägt
damit zur Barrierefreiheit des öffentlichen
Raumes bei.
Mehr Platz wird beispielsweise im Abschnitt

zwischen Stein- und Zescher Straße gewonnen. Weil dort die Bebauung den nötigen
Raum lässt, kann eine Flanierpromenade
entstehen. Auf dem breiteren Gehweg wird
dann eine besondere Pflasterung verlegt.
Anstelle der quadratischen Platten kommen
in die Mitte des Bürgersteigs rechteckige
Steine in Mosaikanordnung. Ein heller Sandton für die Pflastersteine steht in der engeren Auswahl, die helle Farbe hebt sich deutlich vom Straßengrau ab und ist dabei
besonders pflegeleicht. Der Vorschlag fand
allgemeine Zustimmung.

AUSGABE 02 / 2019

Gebietsgremium 9

Einigkeit herrschte auch bei Fahrradabstellanlagen und Pollern, diese sollen einheitlich
in dunklem Grau auftreten. Um ein durchgehend hochwertiges Erscheinungsbild der
Straße zu gewährleisten, werden hier nicht
die Standard-Varianten verbaut. Passend
dazu werden auch Fahrradanlehnbügel aus
feuerverzinktem, dunklem Stahlband installiert und nicht die einfache Variante aus einem Rohr, dem sogenannten Kreuzberger
Bügel. Als Bänke stehen Betonquader mit
hölzerner Sitzfläche in der engeren Auswahl,
das Modell wirkt zurückhaltend elegant,
ohne irgendwelche hervorstechende Design­
elemente. Diese Vorschläge der Firma Asphalta wurden mit zustimmendem Kopfnicken quittiert.

Marco Ilgeroth, der Geschäftsführer, und die Projektingenieurin Lisa Rasch von der Ingenieursgesellschaft Asphalta

Parkplätze – weniger, aber sicherer
In Zukunft wird an der Bahnhofstraße nur
noch längs geparkt! Dabei gehen in der Summe Parkplätze verloren. Natürlich müssen
die Parkplätze dafür komplett neugestaltet
werden. Ziel der Planung ist aber, dass der
vorhandene Raum allen Nutzern der Bahnhofstraße gleichermaßen zugutekommt und
die Parksituation insgesamt übersichtlicher
und sicherer wird.
Eine kritische Engstelle wird leider weiterhin
die Kreuzung zur Mellener Straße bleiben.
Hier muss der barrierefreie Zugang zu Ärztehaus und Apotheken gewährleistet sein. In

Das Baustellenmanagement
Die Einrichtung eines Baustellenmanagements ist bei größeren Vorhaben immer nötig, wenn Zeitpläne und Bedürfnisse vieler
Akteure miteinander in Einklang gebracht
werden müssen. Die Umgestaltung der
Bahnhofstraße ist so ein Projekt, das viele
Parteien betrifft. Das Baustellenmanagement behandelt alle Beteiligten als eigenständige und gleichberechtigte Akteure. Das

jedem Fall sind ausreichend Parkplätze nötig. Zudem wird dort ein Fußgängerüberweg
eingerichtet. Die Situation kann aufgrund
des Platzmangels nicht zu allseitiger Zufriedenheit geklärt werden. Die Entwicklung
wird von den Mitgliedern des Gebietsgremiums weiterhin beobachtet, denn hier wird
um jeden Zentimeter gerungen.
Das Treffen des Gebietsgremiums mit der
Firma Asphalta stellt einen wichtigen und
notwendigen Schritt dar. Viele Details der
Baumaßnahme sind natürlich durch das vorhandene Platzangebot vorgegeben, dennoch
müssen sie durchgesprochen und abgeseg-

sind Bauträger, ausführende oder planende
Unternehmen, aber auch Eigentümer oder
Nutzer von angrenzenden Flächen, wie sie
im Gebietsgremium vertreten sind. Die Wasser- und Energieversorger sind wichtige Akteure, die von den Baumaßnahmen gleichermaßen betroffen und auch aktiv an ihnen
beteiligt sind. Dazu kommen noch die Deutsche Bahn, die zeitgleich die Strecke für die
Dresdner Bahn ausbaut, und der Umbau des
Areals an der Steinstraße. Alle diese Bau-

Allerdings: Die Farbe der Betonbänke ist
noch zu klären. Nicht nur hier wurde der
Wunsch nach besseren Visualisierungen geäußert, weil die schematischen Bilder der
Katalogzeichnungen nur schwer einen sinnlichen Eindruck entstehen lassen.

net werden. Die Barrierefreiheit etwa kann
nicht überall realisiert werden, weil Ladengeschäfte sich nicht ans Straßenniveau
angleichen lassen und der Bürgersteig nicht
ausreichend Platz für die Installation neuer
Rampen lässt. Der Unterhalt der Wasserspiele, die am östlichen Ende der Bahnhofstraße
eingerichtet werden sollen, ist in einer gesonderten Sitzung mit dem Wasserversorger
zu klären.

maßnahmen müssen koordiniert und den
betroffenen Bürgern vermittelt werden. Ein
gutes Management bedeutet hier unter anderem, die richtigen Akteure zur richtigen
Zeit am richtigen Ort zusammenzubringen.
So, wie es an diesem Abend im AZ-Büro der
Fall war.

Text und Fotos: Philip Pai

10 Reportage

AUSGABE 02 / 2019

Gut, dass das Internet nicht reparieren kann

Die Nase im Wind

Zu Besuch bei Alexander Trillof im Fahrradladen Lichtenrade
Einfach reintreten, die Nase in den Wind halten – und genießen. Das
ist der Tipp des Lichtenrader Fahrrad-Experten schlechthin für die
beste Art, Rad zu fahren. So einfach – und so gut. Alexander Trillof ist
Inhaber des „Fahrradladen Lichtenrade“ und heute unser Gesprächspartner.
Radfahren in Lichtenrade, das ist etwas anders als im übrigen Berlin.
Die Randlage ganz im Süden bedingt, dass ein Fahrrad hier für die
lokale Versorgung wichtig ist und vielleicht noch für Erholungszwecke. Mal schnell zur Arbeit, ins Kino oder zur Uni wie sonst in Berlin,
dafür sind für die meisten die Wege zu weit. Alexander Trillof lacht:
„Ich fahre für mein Leben gern Fahrrad. Aber den Tempelhofer Damm
hoch bis Neukölln oder Kreuzberg – da muss man schon Bock haben
auf Abenteuer.“ Viele Lichtenrader nehmen ihr Rad stattdessen für
den Weg zur S-Bahn, von wo aus sie in Richtung Zentrum fahren.
Man könnte Trillof einen Überzeugungstäter nennen – immerhin ist
er schon seit fast 40 Jahren fahrradbesessen. „Es fing in den frühen
80ern an, als die ersten BMX-Räder nach Deutschland kamen. Die sahen so cool aus. Sie haben mich fasziniert, und da hat es Klick gemacht.“ Mit zwölf Jahren fing er an, intensiv BMX zu fahren, und das
blieb bis zu seinem 30. Lebensjahr so. Für einige Zeit ging er nach
Amerika, um neue Tricks zu lernen. Später tourte er mit einer
Show-Truppe durch Deutschland, sprang mit dem Rad über Autos. In
den 90ern wurde er sogar Berlin-Brandenburger Meister. Lange her,
aber die wichtigsten Tricks hat der heute 42-Jährige immer noch
drauf. Zum Training kaufte er sich damals ein Mountain-Bike und

fuhr durch die Landschaft. Dabei entdeckte er das Fahren in der Natur
für sich – was er ein bisschen gemächlicher immer noch praktiziert.
Ganz nebenbei rutschte Alexander Trillof auch beruflich auf die Fahrradschiene. Seine Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel absolvierte er in einem Fahrradladen, später arbeitete er bei der Fahrrad-­
Koppel in Britz. Seit 2005 ist er in Lichtenrade, eröffnete gemeinsam
mit seinem früheren Chef einen Fahrradladen in der Prinzessinnenstraße 31. Das ist genau dort, wo heute das AZ-Büro ist. Seit 2006
führt er den Laden allein. Und 2014 zog der Laden an den heutigen
Standort Prinzessinnen- Ecke Krügerstraße.
Fahrradhandel in Lichtenrade, gibt es da Besonderheiten? Eigentlich
nicht, winkt Trillof ab. Er verkauft Räder in allen Preislagen und in
allen Ausführungen. Eine Sternstunde war das 10.000-Euro-Carbon-Mountainbike mit elektrischer Schaltung, das vor ein paar Jahren über die Theke ging. Das blieb eine Ausnahme. Eine der häufigsten Nachfragen gelte billigen Fahrrädern für die Park-and-RideNutzung. Ein teures Rad über den ganzen Tag an der S-Bahn stehen
zu lassen, das riskieren nur die Mutigsten. Fahrraddiebstahl ist in
Lichtenrade kein geringeres Problem als in anderen Berliner Kiezen.
Als Schutz empfiehlt Alexander Trillof, zwei Fahrradschlösser zu nutzen. Den Dieben geht es darum, ihr Ziel möglichst schnell zu erreichen. Jedes verzögernde Element erhöht die Wahrscheinlichkeit, sein
Rad wiederzusehen. Darüber hinaus sollte man das Rad nicht täglich
am selben Ort abstellen. Professionelle Diebe merken sich Räder, ihre

AUSGABE 02 / 2019

Reportage 11

Standplätze und -zeiten. So wissen sie schnell, wann genau ein Rad
sicher nicht abgeholt wird. Radfahrer finden dann mit Glück noch das
geknackte Schloss statt des geliebten Drahtesels.
Zurück zum Fahrradladen Lichtenrade. Neben einem Gesellen beschäftigt Trillof einen Auszubildenden und einen Praktikanten. Die
kümmern sich nicht nur um den Verkauf, sondern erledigen auch Reparaturen. Der Laden läuft gut, vor allem von Frühjahr bis Herbst. Im
vergangenen Winter probierte das Team erstmals verkürzte Öff-

Eine Anbindung Lichtenrades ans FahrradHighway-Netz fände Alexander Trillof gut.
nungszeiten aus, was sich bewährt hat. Hier in Lichtenrade ist das
Fahrradbusiness halt mehr saisonal geprägt als in Mitte, wo im ganzen Jahr Geld verdient wird, seufzt der Chef. Der Fahrradladen Lichtenrade müsse im Sommer die Winterbrötchen mitbacken. Insgesamt
sei er schon froh, dass das Internet nicht reparieren kann. Der Laden
lebt von Reparaturen. Bei vielen Internetportalen, die Fahrräder anbieten, hat er zur Preisgestaltung keine Idee. Denn oft lägen deren
Endpreise unter seinen Einkaufspreisen.
Der Fahrradladen Lichtenrade ist Vertragshändler einiger renommierter Fahrradmarken wie Raleigh, Univega, Conway und BBF. Generell ist das Dasein eines Fahrradhändlers kapitalintensiv. Ware auf
Kommission? Trillof lacht: „Das war vielleicht mal in den 80ern!“ Er
kennt es nur so: Der Radhändler finanziert seine Ausstellungsmodelle

Inhaber Trillof ist schon seit fast 40 Jahren fahrradbesessen

vor und muss sehen, wie er sie verkauft bekommt. Etwas problematisch ist dieses Verfahren bei E-Bikes, weil dort die Entwicklung gerade bei Akkus und Motoren so rasant ist, dass die ohnehin teuren Ausstellungsstücke schnell altern.
Heute wird Fahrrädern in Berlin eine große Zukunft vorausgesagt. Die
gesamte Infrastruktur soll radgerecht werden. Welche Erwartungen
verbindet Alexander Trillof damit? Zunächst mal dauert ihm der ganze Prozess viel zu lange. Veränderungen seien weder in Lichtenrade
noch in der Innenstadt zu sehen. Eine Anbindung Lichtenrades ans
Fahrrad-Highway-Netz fände er gut. Darüber hinaus werde man die
Entwicklung beobachten und spontan reagieren.
So, wie er jetzt dem Umbau der Bahnhofstraße mit einem neuen Angebot begegnet. Weil die Baustelle seinen Laden von der Bahnhofstraße abschneidet, gibt es ab sofort einen kostenlosen Abhol-Service
für Fahrradreparaturen. Kunden lassen ihr defektes Rad abholen und
die Trillof-Monteure setzen es wieder instand. Insgesamt denkt Trillof, dass es in einer attraktiveren Bahnhofstraße auch den Händlern
besser geht. Dass man seinen Laden während der Bauarbeiten durchgehend per Rad erreichen kann, sei ein kleiner Vorteil.
Alexander Trillof hat nicht nur den Fahrradmarkt permanent im Blick,
sondern ebenso seinen Fahrradladen. Denn er wohnt auch in der
Prinzessinnenstraße, nur einen Katzensprung vom Laden entfernt.
Hier in Lichtenrade fühlt er sich wohl. Der gebürtige Tegeler hat sich
schrittweise nach Süden vorgetastet, Schule in Wilmersdorf, Arbeit in
Britz, heute hier. Von Anfang an war sein Konzept, den Kunden offen
gegenüber zu treten, ohne ihnen etwas aufschwatzen zu wollen. Und
das Preis-Leistungs-Verhältnis müsse stimmen. Das, so sagt er,
kommt an und sei die beste Werbung. Viele Kunden kennt er solange
der Laden besteht.
Neukunde ist jetzt auch das AZ Lichtenrade. Denn aus dem Fahrradladen Lichtenrade kommt das Lastenrad, das man ab sofort kostenfrei anmieten kann. Ganz so einfach ist das Treten damit vielleicht
nicht – aber die Nase im Wind, das sollte klappen.
Text und Fotos: Johannes Hayner

h
Lic
ten
er

rad
m
m

Da

Mellener Str.

Rehagener Str.

Lichtenrade

6

Auf der Übersichtskarte
zum AZ-Gebiet verorten
wir Einrichtungen, die in
der Zeitung redaktionell
Erwähnung finden.

Bahnhofstraße
Zescher Str.

i

ße

tra

zs

lt
Go

5

1 Fahrradladen Lichtenrade
2 AZ-Büro
3 Landhaus Lichtenrade
4 Bahnhofstraße
5 Alte Mälzerei

1

2

3

6 Dorfteich

4

Info-Pylon
www.az-lichtenrade.de

Adressen
Ansprechpartner beim Bezirksamt
Tempelhof-Schöneberg:

Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung
und Bauen: Jörn Oltmann
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
(030) 9 02 77-22 61
stadtbau@ba-ts.berlin.de
Organisationseinheit Sozialraumorientierte
Planungskoordination (OE SPK)
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
Jens-Peter Eismann
(030) 9 02 77-67 63
sozialraumorientierung@ba-ts.berlin.de
Stadtentwicklungsamt, Fachbereich
Stadtplanung
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
Martin Schwarz, Leonie Richter
(030) 9 02 77-46 76
stadtplanung@ba-ts.berlin.de

Impressum
Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg
John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin
Anja Kraatz
(030) 9 02 77-28 35
wirtschaftsberatung@ba-ts.berlin.de
www.berlin.de/lichtenrade-bahnhofstrasse

Herausgeber: Bezirksamt TempelhofSchöneberg, Organisationseinheit Sozialraum­
orientierte Planungskoordination

Ansprechpartner vor Ort:

Redaktionsadresse: georg+georg
Gerichtstr. 23, Hof 3, Aufgang 2,
13347 Berlin, (030) 45 49 08 38
redaktion@az-lichtenrade.de

Prozesssteuerung
Sabine Slapa, Inga Voswinkel,
Jana Degenkolb, Lena Horst, Thora Haubold
team@az-lichtenrade.de
Geschäftsstraßenmanagement (GSM)
Johanna Begrich, Evalotta Spangenberg
gsm@az-lichtenrade.de

Redaktion: Johannes Hayner, Volker Kuntzsch,
Anna Lindner, Maja Schudi, Ewald Schürmann

Fotos: Jo. Hayner
Layout und Schriftsatz: georg+georg
Druck: MegaDruck.de

slapa & die raumplaner gmbh
Kaiser-Friedrich-Str. 90, 10585 Berlin
(030) 37 59 27 21
www.die-raumplaner.de

V.i.S.d.P.: Johannes Hayner
Für den Inhalt der Zeitung zeichnet nicht
der Herausgeber, sondern die Redaktion
verantwortlich.

www.az-lichtenrade.de
AZ-Büro, Prinzessinnenstr. 31, 12307 Berlin
Di 11:00 – 13:00 Uhr, Do 17:00 – 19:00 Uhr,
sowie nach Vereinbarung

Im Sinne einer besseren Lesbarkeit der Texte wurde von uns
entweder die männliche oder weibliche Form von personen­
bezogenen Hauptwörtern gewählt. Dies impliziert keinesfalls
die Benachteiligung eines Geschlechts. Jeder mag sich von den
Inhalten unserer Zeitung gleichermaßen angesprochen fühlen.

dieraumplaner
Tempelhof-Schöneberg
                            
Top of page

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.