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Full text: Bahnhofstraße A bis Z Issue 2019,1

Bahnhofstraße ZEITUNG FÜR DAS AKTIVE ZENTRUM LICHTENRADE BAHNHOFSTRASSE AUSGABE 01 / 2019 Lichtenrade In dieser Ausgabe: Porträt: Blumen Eck AZ-Ausblick 2019 20 Jahre „Soziale Stadt“ Neugestaltung Rehagener Platz blüht auf 2 Editorial AUSGABE 01 / 2019 Liebe Lichtenraderinnen und Lichtenrader, sicher, man kann da schon mal den Überblick verlieren. Seit 2015 gibt es nun das Programm „Aktive Zentren“ in der Lichtenrader Bahnhofstraße – aber was passiert dort eigentlich? Um Ihre Neugier zu stillen, nehmen wir die erste Ausgabe des Jahres 2019 zum Anlass, nach hinten, aber auch nach vorn zu schauen. 2018 war ein spannendes Jahr im AZ-Programm. Kommt Ihnen nicht so vor? Dann schauen Sie sich den Jahresrückblick auf den Seiten 4 und 5 an. Zugegeben, „in Stein“ hat sich noch nicht so viel getan – aber 2018 wurde viel dafür gearbeitet, dass dies nun bald zügig und solide geschehen kann. Ein für Lichtenrade nicht unbedeutender Nebeneffekt des AZ-Programms ist der Gebietsfonds. Was der Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Bahnhofstraße dient, ihr Image verbessert oder Barrieren abbaut, kann daraus mit bis zu 50 % gefördert werden. Was genau 2018 gefördert wurde, können Sie auf Seite 6 nachlesen. Und wie geht’s weiter? Seite 7 gibt Ihnen einen kurzen Einblick, was 2019 auf der Agenda des AZ-Programms steht. Dazu gehört auch die Neugestaltung des Rehagener Platzes. (Seite 10) Berlin hat einen neuen Feiertag: den 8. März. Wir wollten von Ihnen wissen, was Sie darüber denken. Nur ein arbeitsfreier Tag mehr oder ein gutes Signal für die Gleichberechtigung – unsere Straßenumfrage zeigt, wofür sich Lichtenrade entscheidet. „Aktive Zentren“ ist nicht das einzige Städtebauförderprogramm, das in Berlin aktiv ist. Schon 20 Jahre gibt es das Quartiersmanagement in vielen Kiezen. Wir nehmen das Jubiläum zum Anlass, um Ihnen das Programm vorzustellen. Lesen Sie auf Seite 12, was Regionalkoordinatorin Luzia Weber dazu sagt. Ein Gesicht Lichtenrades ist das von Van Nguyen. Der Blumenhändler hatte jahrelang seinen Laden „Blumen Eck“ direkt an der S-Bahn. Inzwischen ist er in der Hilbertstraße. Wir haben ihn besucht und erzählen auf Seite 14, was ihn bewegt. Übrigens, unser buntes Titelbild wurde in seinem Laden aufgenommen. Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihre Redaktion Aktuelle und weiterführende Informationen zum AZ-Gebiet finden Sie unter: www.az-lichtenrade.de BILDERrätsel Kennen Sie dieses Detail aus Lichtenrade? Unter den richtigen Einsendungen (bis 20.03.2019) verlosen wir einen Gutschein über einen Blumenstrauß im Wert von 20 Euro, den Sie im Blumen Eck einlösen können. Gewinnerin des von der Tempelritter Apotheke gespendeten Handgelenk-Blutdruckmessgerätes ist Ilonka Rokitta. Die richtige Lösung war das Werbeschild eines inzwischen geschlossenen Elektrofachgeschäftes in der Bahnhofstraße. Neues Rätsel, neues Glück! Schicken Sie Ihre Lösung an: redaktion@az-lichtenrade.de Lichtenrader Augenblick Zwei Männer um die 40 an der Kasse im Supermarkt. „Na wie geht’s“, fragt lächelnd der eine. „Hör auf. Alle drei Kinder krank und meine Frau auch“, antwortet der Blassere. „Das Fieberthermometer ist im Dauereinsatz. Ich kann kaum schlafen und auf Dienstreise muss ich auch noch.“ Ein Stöhnen. „Und selbst?“ Verlegen kramt der andere in seinen Einkäufen. „Ach, ganz gut. Wir fliegen am Wochenende nach Mallorca. Und das mit dem neuen Job – hab ich dir doch neulich erzählt?!“ „Hat geklappt?“ Am Ersten könne er anfangen, erzählt lächelnd der Gesunde. „Glückwunsch!“ „Danke gleichfalls“, antwortet der, dem es gerade besser geht. Und fährt sich erschrocken mit der Hand über den Mund. „Entschuldige“, murmelt er. Glück kann manchmal peinlich sein. jh Termine 2019 Treffen der Gewerbetreibenden Mo, 25.03.2019 / Di, 28.05.2019  / Mi, 31.07.2019 Do, 26.09.2019 / Mo, 25.11.2019 jeweils 19:00 Uhr, AZ-Büro, Prinzessinnenstraße 31 Sitzung des Gebietsgremiums 26.02.2019, 19:00 Uhr AZ-Büro, Prinzessinnenstraße 31 Bewerbungsschluss 28.02.2019 Bewerbungsschluss als Spendenbegünstigter im Rahmen von „Wir für Lichtenrade“ Tag der Städtebauförderung + Richtfest der Alten Mälzerei 11.05.2019, 12:00 Uhr Buntes Programm mit Musik, Aktionen und Foodtrucks (weitere Informationen folgen) Alle Termine finden Sie auch unter www.az-lichtenrade.de Vermischtes 3 AUSGABE 01 / 2019 Förderglossar In dieser Rubrik versuchen wir, Begriffe aus der „Beamtensprache“ im Förder­kontext leicht verständlich zu erklären. Die Serie wird fortgesetzt. Phase 7: Mitwirken bei der Vergabe. Für alle Leistungs­bereiche – Tiefbau, Pflasterung, Beleuchtung etc. – werden nun sogenannte Verdingungsunterlagen erstellt, auf deren Grundlage Sie Angebote einholen. Diese Angebote werden dann von Ihnen und allen anderen Beteiligten – vielleicht will ja auch Ihre Schwiegermutter ein Wörtchen mitreden – geprüft und entschieden, wer die Bauarbeiten übernehmen soll. Heute: Objektplanung Um Verkehrsanlagen zu errichten oder neu zu gestalten, wie dies demnächst mit der Bahnhofstraße der Fall sein wird, muss eine Objektplanung durchgeführt werden. Sie beinhaltet neun Leistungsphasen, die vor, während und nach den Bauarbeiten erbracht werden müssen. Wir möchten Ihnen dies an einem praktischen Beispiel veranschaulichen. Nehmen wir also an, Sie wollen einen neuen Gehweg auf Ihrem Grundstück anlegen. Und los geht‘s! Phase 1: Grundlagenermittlung. Die Planung der Planung. Sehen Sie sich das Gelände genau an, über das der Gehweg führen soll. Was genau ist zu tun, damit er seine Aufgaben erfüllt? Und wie umfangreich müssen Sie weiter planen? Phase 2: Vorplanung. Nun müssen Sie Ihren Gehweg in groben Zügen entwerfen. Wie soll er geführt werden? Welche planerischen Maßnahmen sind notwendig, damit Ihr Gehweg den gesetzlichen Bedingungen entspricht? Welche Alternativen könnte es geben und könnte eine Beeinträchtigung Ihrer Nachbarn eintreten? Illustration: Søren Tang Bertelsen Phase 3: Entwurfsplanung. Es wird konkret. Stufenweise erarbeiten Sie eine Zeichnung des Gehweges, die im finalen Entwurf mündet. Dieser muss auch genehmigungsfähig sein. Hier geht es außerdem darum, den konkreten Verlauf der Bauarbeiten zu skizzieren. Phase 4: Genehmigungsplanung. Nun müssen Sie die notwendigen Unterlagen erstellen, die für die Einholung von Genehmigungen notwendig sind. Reichen Sie diese Unterlagen bei den zuständigen Behörden ein. Phase 5: Ausführungsplanung. Gleichen Sie die Anforderungen der Genehmigungsbehörden mit Ihrer bisherigen Planung ab. Fertigen Sie Detailzeichnungen an, die alle für die Ausführung notwendigen Angaben enthalten. Phase 6: Vorbereitung der Vergabe. Irgendwer soll Ihren Gehweg bauen, denn Sie selber haben zwei linke Hände. Beschreiben Sie Ihr Projekt so genau, dass man Ihnen ein Angebot erstellen kann. Hier ermitteln Sie auch, wie viele Firmen Sie anfragen bzw. ob Sie die Umsetzung Ihres Gehwegs ausschreiben müssen. Phase 8: Bauoberleitung. Klar: Bei Ihrem Gehweg sind Sie der Chef. Also kontrollieren Sie die beteiligten Firmen und überprüfen, ob Sie ihre Arbeit in der geplanten Zeit und in der erforderlichen Qualität erledigen. Sie haben ein Auge auf die Kosten und wagen den ersten Kontrollgang über den fertig gestellten Weg. Phase 9: Objektbetreuung und Dokumentation. Bevor Ihre Ansprüche auf Mängelgewährleistung an die ausführenden Firmen verjähren, führen Sie eine Objektbegehung durch. Sie begutachten die Reparaturen. Außerdem stellen Sie alle Unterlagen, die Ihren Gehweg und seine Entstehung dokumentieren, systematisch zusammen. Es ist klar, dass dies nur eine reduzierte Darstellung der in der Wirklichkeit viel komplexeren Objektplanung sein kann. Sollten Sie sich nun trotzdem für einen Job als Objektplaner interessieren – in der Bahnhofstraße sind Sie zu spät. Mit den Leistungsphasen 3 bis 9 wurde das Büro Asphalta beauftragt. Zuvor wurde ein Verkehrs- und Gestaltungskonzept erarbeitet, fortgeschrieben zur Vorplanung und auf der die Leistungsphase 3, in der sich die Objektplanung gerade befindet, aufbaut. 4 Rückblick 2018 AUSGABE 01 / 2019 AZ-Rückblick 2018 Das Jahr 2018 war für das AZ-Gebiet Bahnhofstraße Lichtenrade ein ereignisreiches. Neben vielen weiteren Aktivitäten gab es folgende sieben Projekte, die wir Ihnen kurz vorstellen wollen. 1. Wahl des Gebietsgremiums Die Bürgerbeteiligung im Programm „Aktive Zentren“ wird neben zu einzelnen Projekten durchgeführten Beteiligungsverfahren über das Gebietsgremium realisiert. Darin sitzen Menschen, die im Gebiet wohnen, sich engagieren oder arbeiten. Turnusgemäß wurde am 20. März 2018 das Gebietsgremium für Lichtenrade neu gewählt. Im neuen Gremium sind acht Initiativen und Vereine vertreten. Die insgesamt 14 Mitglieder sind für zwei Jahre gewählt und treffen sich jeden 4. Dienstag im Monat zu einer öffentlichen Sit­ zung und beraten über Entwicklungen und Ideen für das Aktive Zentrum. Das frisch gewählte Gebietsgremium im März 2018 3. Beteiligung am Rehagener Platz 2. Beginn der Objektplanung Im vergangenen Jahr kam die Objektplanung für die Bahnhofstraße ins Laufen. Dafür gab es alle zwei Wochen ein Arbeitstreffen. Neben den beiden ausführenden Büros (Planung: Asphalta, Projektmanagement: Hoecker Project Management) nahmen daran auch das Straßen- und Grünflächenamt und Vertreter des AZ-Teams teil. Themen­ bezogen wurden dazu außerdem Vertreter der Bahn, der UTB Projektgesellschaft für die Alte Mälzerei oder Mitarbeiter des Berliner Senats eingeladen. In diesen Treffen werden die Bauarbeiten minutiös vorausgeplant, etwa hinsichtlich Abstimmung der Gewerke, Zeitplan und Ausführung. Am 12. Februar wurden die Pläne dem Gebietsgremium vorgelegt. Wir werden in der nächsten Ausgabe darüber berichten. Was es mit einer Objektplanung auf sich hat, erfahren Sie im Förderglossar (S. 2). Die 2016 durchgeführte Spielleitplanung brachte den Wunsch der Kinder nach Belebung des Rehagener Platzes mit Spielmöglichkeiten zum Vorschein. Um dieses Vor­ haben in Abstimmung mit den Kindern, Jugendlichen und auch den Anwohnern zu realisieren, gab es im letzten Jahr mehrere Veranstaltungen. An einem Informationstisch wurden die Anwohner vor Ort auf das Projekt vorbereitet. In zahlreichen folgenden Veranstaltungen wurden sowohl mit Kindern, mit Jugendlichen, mit den Anwohnern als auch mit den drei Gruppen gemeinsam Ideen erarbeitet. Begleitet durch das Grün­ flächenamt und den beauftragten Landschaftsplaner ist aus den Beteiligungsergebnissen ein Entwurf entstanden, welcher Anfang Dezember der Öffentlichkeit präsentiert wurde (S. 10). AUSGABE 01 / 2019 Rückblick 2018 5 4. Konzepte für die Bahnhofstraße Die Neugestaltung der Bahnhofstraße wird von einer ganzen Reihe konzeptioneller Überlegungen begleitet. Diese Konzepte widmen sich bestimmten Aspekten und werden von verschiedenen Büros erarbeitet. Im Jahr 2018 wurden einige dieser Konzepte fertiggestellt: • Die Gestaltfibel macht Vorschläge für eine abgestimmte Gestaltung von Fassaden und Geschäften. • Das Lichtkonzept zeigt auf, wie Licht als gestalterisches Element im öffentlichen Raum eingesetzt werden kann. 6. Gutscheinheft für die Bahnhof­straße • In der Machbarkeitsstudie zum Lieferverkehr wird untersucht, wie eine alternative Belieferung der ansässigen Gewerbebetriebe erfolgen kann. Die Händler der Bahnhofstraße mit ihren Kun­ den zusammenzubringen, dies ist das An­liegen des Gutscheinheftes. Darin offe­ rieren 19 Geschäfte attraktive Aktionsangebote und Preisnachlässe. Zusätzlich bieten Kurzprofile einen interessanten Überblick über diese Geschäfte und die Möglichkeit, in der Bahnhofstraße neue Shopping-Schätze zu entdecken. Die Gutscheinhefte liegen in den Geschäften aus und sind bis Ende 2019 gültig. • Mit dem Leitsystem soll Besuchern und Bewohnern Lichtenrades eine Orientierungshilfe im Stadtraum gegeben werden. • Das Baustellenmanagementkonzept soll dabei helfen, während der rund 3-jährigen Umbauphase die Beeinträchtigungen für Anwohner und Händler so gering wie möglich zu halten. Das neue Gutscheinheft 5. Beginn Umbau Alte Mälzerei Mit dem Umbau der Alten Mälzerei wird ein Wahrzeichen Lichtenrades wiederbelebt. Dafür wurde im vergangenen Jahr der Startschuss gegeben. Die Bauarbeiten in dem Gebäude der Mälzerei wurden begonnen und das erste Kooperationsprojekt zwischen dem Eigentümer der Mälzerei und dem Bezirksamt wurde besiegelt, weitere sind in Vorbereitung. Für die Herrichtung von nutzerspezifischen Einbauten können Mittel aus dem AZ-Programm eingesetzt werden. Dadurch kann die Miete, die der Bezirk für die Nutzung der Räume für die Bibliothek, VHS, Musikschule und Experimentarium zahlen muss, erheblich gesenkt werden. Nur so ist es überhaupt möglich, dass die bezirklichen Einrichtungen in der Mälzerei Einzug halten können Ausstellung in jeder Räumlichkeit auf- und aus­gestellt werden kann. Diesen Umstand können sich auch weiterhin alle Lichtenrader zunutze machen, indem sie die Fotos samt Rahmen kostenfrei ausleihen. Weitere Informationen erhalten Sie im AZ-Büro in der Prinzessinnenstraße 31 und auf der Website des AZ. 7. Ausstellung „Lichtenrade zeigt Gesicht“ Im Auftrag des AZ-Programms nahm die Fotografin Bethel Fath 2016 ihre Kamera in die Hand und lichtete Lichtenrader ab, die sie mehr oder weniger zufällig auf den Straßen traf. „Bleibende Momente – Lichtenrade zeigt Gesicht“ hieß die daraus resultierende Ausstellung, die im Dezember 2017 in der Alten Mälzerei stattfand. Die flexible Rahmenkonstruktion ermöglicht, dass die Der Ausstellungskatalog „Lichtenrade zeigt Gesicht“ Text und Fotos: Johannes Hayner 6 AZ-Gebietsfonds Projekte 2018 AUSGABE 01 / 2019 Gute Ideen für Lichtenrade Was der Gebietsfonds 2018 rund um die Bahnhofstraße gefördert hat Im Rahmen des AZ-Programms für die Lichtenrader Bahnhofstraße wurde auch ein Gebietsfonds aufgesetzt. Alle, die im Projektgebiet wohnen oder arbeiten, können Ideen einreichen, die dazu dienen, das Gebiet als Einzelhandels- und Gewerbestandort sowie als Aufenthaltsort attraktiver zu machen. Der Fonds unterstützt solche Projekte mit bis zu 50 % der Kosten. Hier finden Sie eine Aufstellung der 2018 geförderten Projekte. UNL-Weihnachtsnacht 2018 Zu Weihnachten gehört Musik, auch in Lichtenrade. Am 14. Dezember 2018 trafen sich Lichtenrader Bands, Gruppen und Chöre vor der Alten Mälzerei, um gemeinsam die Weihnachtszeit einzusingen. Dazu gab es ein Kinderprogramm mit Basteln und Spielen sowie Essen und Trinken. Nikolaus-Aktion „Lasst uns froh und munter sein“ hieß es am 6. Dezember 2018. Ein Nikolaus stapfte durch die Bahnhofstraße und brachte Weihnachtsgrüße und kleine Süßigkeiten unter die Leute. Vor allem die Kinder waren begeistert! Die Aktion geht auf eine Idee der lokalen Händler zurück und unterstützt deren Gemeinschaftsgefühl. Markise Apollo Optik Eine Markise ist eine feine Sache, das wusste man auch bei Apollo Optik. Da deren bisherige aber die Spuren ihres unermüdlichen Einsatzes nicht mehr verbergen konnte, wurde eine Neubespannung notwendig. Diese wurde mit Hilfe des Gebietsfonds realisiert. Nun sehen Geschäft und Markise wieder richtig toll aus! Kundentoilette im „Kleinen Kaffeehaus“ Dass eine Toilette in einem Café eine sinnvolle Einrichtung ist, braucht man nicht weiter zu erörtern. Aber im kleinen Kaffeehaus in der Bahnhofstraße gab es bisher keine. Das beeinträchtigte den Betrieb. Mit Unterstützung des Gebietsfonds wurde Abhilfe geschaffen. Hinter einer eindrucksvollen Bemalung verbirgt sich eine barrierefreie Toilette, dank der nun auch Weinproben oder Käseverkostungen stattfinden können. Turmbeleuchtung Weihnachtsbäume für die Geschäfte der Bahnhofstraße Aller guten Dinge sind drei: Schon im dritten Jahr in Folge schmückten kleine Weihnachtsbäume in der Adventszeit 2018 viele Geschäfte der Bahnhofstraße. Shopping in stimmungsvoller Atmosphäre – diesem Ideal kam man damit ein gutes Stück näher. Und ganz nebenbei zeigte die Aktion den Zusammenhalt der beteiligten 25 Händler. Kirchen sind identitätsstiftend weit über ihre Gemeinden hinaus. So auch in Lichtenrade: Die Salvatorkirche markiert den Eingang zur Bahnhofstraße und ist ein Wahrzeichen des Ortsteils. Begeistert von der Illumination ihres Gotteshauses, die 2017 im Rahmen von „Berlin leuchtet“ erfolgte, strebte die katholische Gemeinde nach einer dauerhaften Lösung. So wurden mit Hilfe des Gebietsfonds’ 2018 Strahler für Turm und Hauptschiff installiert. Text und Fotos: Johannes Hayner AZ-Programm 2019 7 AUSGABE 01 / 2019 Abbildung: Konzeption für ein Leitsystem in der Bahnhofstraße Lichtenrade – Abschlussbericht WAZ geht ab? Ein kleiner Überblick über wichtige Ereignisse, die das Jahr 2019 für das AZ-Gebiet Lichtenrade bringt: Ein richtiges Richtfest Seit einigen Jahren feiert auch Lichtenrade den Tag der Städtebauförderung. In diesem Jahr wird es etwas Besonderes geben: Ein großes Fest an der Alten Mälzerei. Bei einer Art Richtfest mit Musik, Filmvorführung und buntem Programm stellt sich die neue Alte Mälzerei ihren Nachbarn vor. Meinung erbeten Die Umbaupläne für die Lichtenrader Bahnhofstraße werden in nicht-öffentlichen Beteiligungsverfahren den zuständigen Fachämtern und Institutionen (bspw. BVG, DB, Polizei, Betreiber von Wasserund Stromleitungen) im ersten Quartal 2019 vorgelegt. Diese können sich nun dazu positionieren und Änderungswünsche sowie Vorbehalte äußern. Im Laufe des Jahres wird auch eine öffentliche Veranstaltung zur Umgestaltung stattfinden, worüber rechtzeitig informiert wird. Lichtenrade liest Die Edith-Stein-Bibliothek bekommt im Oktober ein neues Zuhause. Mit allen Büchern und Medien im Gepäck zieht sie über die Bahnhofstraße in die Alte Mälzerei. Der Umbau der Alten Mälzerei für die Belange einer modernen Bibliothek wird mit AZ-Mitteln unterstützt. Wohin in Lichtenrade? Und wie lange laufe ich dorthin? Besuchern und Einwohnern wird der Gang durch den Ortsteil mit einem Leitsystem erleichtert. Die erste Stele des Leitsystems wird im Sommer am Rehagener Platz errichtet. Während des Umbaus informiert eine mobile Stele entlang der Bauabschnitte über Aktuelles. Ach, wie süß! Baustellen sind bitter, nicht nur für die Anwohner. Um allen die Begleit­­umstände der Bauarbeiten erträglicher zu machen und deren Fortgang zu kommunizieren, erstellte das AZ-Geschäftsstraßenmanagement ein Baustellenmanagementkonzept. Im Rahmen des Bau­­ stellenmarketings wird als erster Schritt gemeinsam mit Lichtenrader Schulen ein Maskottchen entwickelt. Untragbar Schluss mit der Schlepperei! Ab Frühjahr 2019 steht allen Lichtenrader Bürgern und Händlern ein Lastenrad kostenfrei zur Verfügung. Für die Reservierung einfach eine E-Mail ans AZ-Büro schreiben. Rehagener Platz Reloaded Im Rahmen der Spielleitplanung stellte sich heraus, dass sich die Lichtenrader Kinder und Jugendlichen für den Rehagener Platz eine freizeitorientierte Gestaltung wünschen (s. Artikel S. 10). Aus ihren Anregungen und denen der Bewohnerschaft wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt, das nun umgesetzt wird. Im Spätsommer wird der neu entstandene Spielplatz eingeweiht. Text und Foto unten rechts: Johannes Hayner, Foto links: Philip Pai 8 Straßenumfrage AUSGABE 01 / 2019 g a t n e u a r F t s i z r ä 8. M entag am 8. – den Frau iertag geben Fe n ue ne n ne Jahr ei en. d es in diesem er davon halt In Berlin wir die Lichtenrad as w t, ag fr chge Wir haben na März. ANETTE, 46 MIT MAJA, 15 JAHRE: Als ich davon gehört habe, dachte ich erst, es ist ein Aprilscherz, aber jetzt freue ich mich darüber und werde den Tag gemeinsam mit meiner Tochter feiern. SÖREN, 18 JAHRE: Ich finde das toll, weil ich dann keine Schule habe. Aber welcher Tag dafür ausgewählt wird, ist mir eigentlich egal. PASCAL, 36 JAHRE: Ich freue mich darüber, weil Berlin vorher die wenigsten Feiertage hatte. Den März finde ich dafür gut, aber ansonsten bin ich da leidenschaftslos was jetzt die Wahl des Frauentages anging. ARTHUR, 52 JAHRE: Ich bin schon für Gleichberechtigung, finde aber einen extra Feiertag dafür nicht zielführend. Die Männer haben ja auch keinen eigenen Feiertag. CHRISTEL, 62 JAHRE: Früher habe ich am Frauentag selbst mit demonstriert, aber dazu bin ich mittlerweile nicht mehr fit genug. Ich finde es wichtig, daran zu erinnern, was Frauen durch ihr Engagement erreicht haben – gerade auch für jüngere Frauen heute. Straßenumfrage 9 AUSGABE 01 / 2019 GERT, 58 JAHRE: Ich komme aus Brandenburg, deswegen betrifft mich der neue Feiertag nicht. Aber ich gönne es den Frauen, wenn sie das glücklich macht. BARBARA, 63 JAHRE: Rechte und Errungenschaften der Frauen sollten mehr ins Bewusstsein gerückt werden. Und wenn dazu ein freier Tag nötig ist, soll es so sein. Ich finde die Wahl für Berlin richtig. INGEBORG, 69 JAHRE: Ich finde das albern und werde an diesem Tag dasselbe machen wie immer. Der 6. Januar (Heilige Drei Könige) wäre vielleicht die bessere Wahl für Berlin gewesen, weil andere Bundesländer diesen Feiertag auch haben. CLARA, 18 JAHRE: Ich finde es super, dass dadurch Frauen mehr wahrgenommen und auch gefeiert werden. Es wäre lobenswert, wenn es in Politik, Wirtschaft und auch im Sport mehr Frauen gäbe. Da verdienen vor allem Männer das Geld. KATHARINA, 28 JAHRE: NATASCHA, 23 JAHRE: Meine Schwägerin hat am 8. März Geburtstag, die freut sich bestimmt. Deswegen werde ich an dem Tag auch mit ihr feiern. Das mit dem Feiertag ist eine nette Geste, aber ich glaube, es ist nur ein Feigenblatt. Viel wichtiger wäre eine echte Gleichberechtigung, z. B. in Sachen Gender Pay Gap. Illustrationen: Søren Tang Bertelsen AUSGABE 01 / 2019 Quelle: „copyright 2019 Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg“ 10 Rehagener Platz Ein Projekt nimmt Formen an. Der Rehagener Platz wird ein Platz mit Aufenthaltsqualität Am Dienstag, dem 4. Dezember letzten Jahres, wurde im Ulrich-vonHutten-Gymnasium der Entwurf für die Umgestaltung des Rehagener Platzes vorgestellt. Die Bezirksstadträtin Christiane Heiß (Bündnis90/ Grüne) begrüßte rund 30 interessierte Anwohner und Kinder. Als Zuständige für Bürgerdienste, Ordnungsamt, Straßen- und Grünflächenamt vertritt sie den Bauträger, denn das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) zeichnet sich für die geplante Neuerrichtung des Rehagener Platzes als Spielplatz verantwortlich. Kletterfelsen und Himmelsschaukel Markanteste Neuerung wird ein Kletterfelsen mit integriertem Klettergerüst an der westlichen Ecke zwischen Goltz- und Kirchbachstraße sein. Auch eine Sandgrube für Kleinkinder, Balancierstangen und Trampoline sollen in diesem Areal errichtet werden. Im nördlichen Winkel zwischen Goltz- und Rehagener Straße wird eine Tischtennisplatte installiert, eine sogenannte Himmelsschaukel kommt in die Südostecke hinters Trafohaus. Die östliche Flanke zur Rehagener Straße bleibt als großzügige Grünfläche frei, sodass auch das Ausruhen auf einer Decke weiterhin möglich sein wird. Der neu gestaltete Platz als Spielplatz muss aus rechtlichen Gründen eingezäunt werden. Durch die Umwidmung des Rehagener Platzes von bisher öffentlichem Straßenland in einen Spielplatz stehen dem Fachbereich Grün für dessen Pflege mehr Mittel zur Verfügung als für „bloßes“ Straßenland. Der Bürgersteig bleibt Straßenland; nach der Sanierung ermöglichen abgesenkte Bürgersteigkanten an den Kreuzungen barrierefreies Passieren. AUSGABE 01 / 2019 Bezirksstadträtin Christiane Heiß eröffnet den Abend als Gastgeberin Rehagener Platz 11 Zur Veranschaulichung begleitet ein Modell die Präsentation. Im MIttelpunkt steht der Kletterfelsen mit Klettergerüst, davor sind die Sitzbänke erkennbar hof-Schöneberg gefasst. Die BVV kontrolliert das Bezirksamt. Die ehrenamtlich tätigen Abgeordneten werden durch Listenwahl bestimmt und von den Parteien gestellt. Bei den Beschlüssen der BVV ist Anwesenheit der Bürger grundsätzlich möglich und auch erwünscht; die BVV tagt öffentlich. Landschaftsarchitekt Thomas Reif gibt detailliert Auskunft über Baumaterial und Bepflanzung, die für den Spielplatz verwendet werden Planen Zur Entstehung des Entwurfs referierte Sabine Slapa, Geschäftsführerin von „slapa & die raumplaner GmbH“. Das Planungsbüro betreut das gesamte AZ-Gebiet um die Lichtenrader Bahnhofstraße. An der Entstehung des Spielplatzes zeigt sich, die Schwierigkeit, alle Beteiligten in die Planung einzubinden. Das Projekt selbst ist für die Zukunft angelegt. Die Anlage eines neuen Spielplatzes begründet sich nicht nur am bestehenden Bedarf, wie der Lage des Rehagener Platzes in unmittelbarer Nachbarschaft zweier Schulen und den Wünschen der Kinder und Jugendlichen, die dazu befragt wurden. Auch die Bevölkerungsentwicklung in den nächsten Jahren verlangt mehr Raum für junge Bewohner. Im südlichen Lichtenrade ist ein deutlicher Zuwachs an Kindern absehbar, die schon geboren sind und die durch den vermehrten Zuzug junger Familien noch hinzukommen werden. Auf diese Verjüngung der Bevölkerungsstruktur muss stadtplanerisch reagiert werden. Effektive Stadtentwicklung muss deshalb mindestens mittelfristig in Zeiträumen von Jahrzehnten denken. Mehr Mitsprache für die Bürger Neben der längerfristigen Planung für die Zukunft macht auch die lange Vorlaufzeit ein Projekt oft sehr schwer einsichtig. In diesem konkreten Fall wurde der Rehagener Platz schon im Zuge der Spielleitplanung im Jahr 2016 als gestaltungsbedürftig definiert. Der Beschluss zum Neubau eines Spielplatzes wurde jedoch erst im Oktober 2017 von der Bezirksverordnetenversammlung (BVV) Tempel- Erst nach Beschlussfassung und Absicherung der Kosten konnte die Ausarbeitung eines Gestaltungsvorschlages für den Rehagener Platz basierend auf den Wünschen der Kinder und Jugendlichen aus der Spielleitplanung vorgenommen werden. Im Prozess wurden verschiedene Beteiligungsformate angesetzt: Formate nur mit Kindern und Jugendlichen, Formate nur mit Anrainern unter Anwesenheit der Kinder und Jugendlichen wie auch Informationsrunden jeweils zu den aktuellen Ständen. Die Ausgestaltung des Projektes wurde stufenweise vorgenommen und präzisiert. Die Vorschläge und Wünsche der Bürger wurden gehört und nach Möglichkeit in das Konzept eingearbeitet, wobei es hier immer eines Aushandelns unter Berücksichtigung planungsrechtlicher Vorgaben bedarf. Einweihung noch in diesem Sommer Bei der Gestaltung des Umbaus müssen nun die Interessen dreier Gruppen in Einklang gebracht werden. Die Nutzergruppen der Jugendlichen und der jüngeren Kinder stellen jeweils verschiedene Ansprüche an einen Spielplatz. Dazu kommen die Bedürfnisse der Anwohner, die vor allem die geschätzten Qualitäten des jetzigen Zustandes erhalten wollen. Einige Wünsche mussten dabei zurückstecken. Aufwendigere Installationen und ein W-Lan-Hotspot können am Rehagener Platz nicht installiert werden. Auch der Erhalt der Pumpe auf dem Gelände des Spielplatzes oder ein Neuanschluss ans Trinkwassernetz ist leider nicht möglich. Die Wünsche aller Interessengruppen fanden sich aber in der üppigen Bepflanzung um eine gepflegte Grünfläche wieder, welche den dörflichen Charakter der Nachbarschaft erhält. Dazu passt, dass auch für die Spielgeräte bevorzugt naturnahe Materialien verwendet werden. Die Sitzgelegenheiten wiederum werden keine klassischen Parkbänke sein, sondern so gestaltet, dass sie sich organisch in die Umgebung einfügen. Die Umsetzung des Beschlusses wird jetzt schnellstmöglich in Angriff genommen, die Einweihung des Spielplatzes ist für dieses Jahr geplant, damit auch die an der Spielleitplanung beteiligten Kinder und Jugendlichen ihr Projekt noch nutzen können. Text und Fotos: Philip Pai 12 Interview AUSGABE 01 / 2019 Ein lernendes Programm 20 Jahre „Soziale Stadt“ – ein Interview mit Regionalkoordinatorin Luzia Weber Seit 20 Jahren gibt es die Städtebauförderung „Soziale Stadt“. Mit seinen Quartiersmanagements ist es in vielen Berliner Kiezen zuhause. Wir fragen Regionalkoordinatorin Luzia Weber zum Jubiläum, worum es beim Quartiersmanagement geht. Frau Weber, wenn mich ein Lichtenrader in der Bahnhofstraße fragt, was Quartiersmanagement (QM) ist – was antworte ich dem in drei Sätzen? Ach, das Schwierigste gleich am Anfang. (lacht) Das hab’ ich mich 15 Jahre lang auch gefragt. Es wird so platt und unkonkret, wenn man es kurz sagt. Aber ich versuche es mal: Es ist ein Förderprogramm des Bundes und des Landes, das seit 1999 darauf ab­­zielt, Lebensverhältnisse in benachteiligten Stadtteilen zu stabilisieren und zu verbessern. Die Umsetzung übernimmt ein QMTeam, das mit dem Quartiersbüro eine An- laufstelle direkt im Stadtteil aufbaut. Ganz wichtig ist, dass mit allen, die im Stadtteil leben und arbeiten, zusammengearbeitet wird. Das ist nun sehr allgemein, geht‘s etwas genauer? Wichtig ist, dass QM punktuell eingesetzt wird, nicht flächendeckend. Das Programm soll dort greifen, wo die Sozialdaten vergleichsweise auffällig sind und wo man sich über zeitlich begrenztes zusätzliches Engagement eine Verbesserung erwartet. Es geht um eine Angleichung an die Entwicklung der benachbarten Gebiete. Ziel ist nicht, dass Neuköllner Kieze mit solchen am Ku’damm mithalten können, das wäre unrealistisch. Aber wenn die Entwicklung in den Gebieten „außenrum“ deutlich positiver ist als in dem betreffenden Gebiet, dann ist das ein erstes Anzeichen. Dann gibt es dort eine Tendenz, die der Entwicklung der Gesamt­ stadt entgegenläuft. Welche Verbindung haben Sie persönlich zum QM-Programm? Ich bin Stadtplanerin und habe im QM-Gebiet Reuterplatz in Neukölln bis 2016 als Quartiersmanagerin und Projektleiterin gearbeitet. Von daher denke ich, dass ich das Programm ziemlich gut kenne. Im Anschluss habe ich noch ein Jahr in einem anderen QM-Gebiet in Hellersdorf gearbeitet, bevor ich Mitte 2017 als Regionalkoordinatorin für Lichtenrade im Bezirksamt angefangen habe. Welchen Stellenwert haben bauliche Maßnahmen im QM-Programm? Gebaut wird im QM vor allem im Bereich Wohnumfeld und soziale Infrastruktur. Für umfangreiche Baumaßnahmen wie z. B. Schul­neubau oder Wohnungsbau oder ähnliches ist das Programm jedoch nicht gedacht. Aber Bildung ist ein Schwerpunkt des QM-Programms, oder? Bildung ist ein wichtiges Handlungsfeld im QM. Die Schule im Kiez - das wurde mit vielen Modellprojekten bearbeitet. Dabei ging es zum einen darum, den Kiez in die Schule zu bringen, aber auch die Schule mit ihrem Umfeld zu verknüpfen. Wir haben das im Reuterkiez in Berlin-Neukölln mit dem Campus Rütli, dem Vorhaben „Ein Quadratkilometer Bildung“ und dem Bildungsverbund intensiv bearbeitet. Wo sind die Grenzen des Programms? Man kann ja nicht Armut und Arbeitslosigkeit durch so ein Programm abschaffen oder die Mietentwicklung maßgeblich beeinflussen. Auch dem Neubau und der Aufwertung von sozialer Infrastruktur sind deutliche LUZIA WEBER, Regionalkoordinatorin Lichtenrade, hat ihr Büro im Rathaus Schöneberg und ist viel in Lichtenrade unterwegs. Sie widmet sich in ihrer Arbeit sehr stark dem Lichtenrader Nahariyakiez, ist aber Ansprechpartnerin für alle Lichtenrader_innen. AUSGABE 01 / 2019 Grenzen gesetzt. Aber man kann ergänzende Fördermittel beschaffen und durch beispielhafte Projekte zeigen, was gut funktioniert und verdient hätte, in die Regelfinanzierung zu kommen. Ist die Hauptstoßrichtung bei allen QM-Gebieten identisch? Es gibt einen einheitlichen Rahmen, aber die Ausrichtung ist immer gebietsspezifisch. Es geht darum, was im Gebiet gebraucht wird und was die Bewohner wollen. Die Orientierung ergibt sich aus einem Zusammenspiel von Verwaltung, Bewohnern und Institutionen vor Ort. Da gibt es große Unterschiede. Eine Großsiedlung am Stadtrand hat andere Probleme als ein gründerzeitlicher Kiez in der Innenstadt. Hier kann Integration die Herausforderung sein, dort das Wohnumfeld und beim nächsten Bildung. Und es kann sich ändern im Laufe der Zeit. Diese Flexibilität gibt das Programm her. Gibt es eine spezielle Ausrichtung bei den Berliner QMs? Ich glaube, die Konzentration auf die soziokulturellen Maßnahmen und Themen wie Integration, Bildung und Gesundheit sind besonders ausgeprägt, wenn man sich ansieht, was z. B. in Bayern und Baden-Württemberg gefördert wurde. Dort standen bauliche Maßnahmen klar im Mittelpunkt. Wir wird ein Stadtraum zum QM-Gebiet? Es gibt ein Frühwarnsystem mit verschiedenen Aufmerksamkeitsstufen zu Sozialdaten auf der Landesebene. Hinzu kommen Studien mit vertiefenden Untersuchungen. Darin werden auch Experten befragt – Menschen aus der Bezirksverwaltung, Akteure vor Ort. Hinein spielt außerdem der Zustand der Infrastruktur, eine mögliche Verwahrlosung der öffentlichen Räume, Defizite in der baulichen Struktur. Aber es wird auch geprüft, wie wahrscheinlich es ist, mit diesem Programm Erfolge zu erzielen. Haben Sie ein Beispiel? Aktuell gibt es einen Antrag für zwei QM-Gebiete in Tempelhof-Schöneberg, einer davon in Lichtenrade für den Nahariyakiez. Dort sind die Sozialdaten auffällig und empfehlen eine erhöhte Aufmerksamkeit. Eine Entscheidung wird noch in 2019 erwartet. In der Bahnhofstraße haben wir mit AZ ein anderes Städtebauförderprogramm. Worin unterscheiden sich QM und AZ? Beide sind große bundesweite Städtebauförderprogramme, die Struktur ist ähnlich. Und beide sind Interventionsprogramme mit zeitlicher Begrenzung. Beide beziehen sich auf einen konkreten Raum. Unterschiede ergeben sich aus den Inhalten. Das AZ-Programm ist, wie der Name schon sagt, stark auf das Thema Zentrenentwicklung ausgerichtet, zu­meist Geschäftsstraßen. Bei den AZ-Gebieten ist deshalb immer die Wirtschaftsförderung ein starker Partner. Und es gibt fast immer ein Geschäftsstraßenmanagement, also jemand, der sich besonders um die Gewerbetreibenden und die Entwicklung des Handels kümmert. Das ist beim Programm Soziale Stadt sehr selten der Fall. QM-Gebiete liegen meist in durch Wohnen geprägten Gebieten, die keine Funktion als Zentrum haben. Der Schwerpunkt liegt auf den Themen Nachbarschaft, Bildung und Wohnumfeld. Teilhabe ist bei QM ein sehr wichtiger Faktor. Wie wird sie gewährleistet? Das Programm richtet sich an die Bewohner, aber auch an die lokalen Einrichtungen: Schulen, Kitas, Menschen, die in dem Gebiet arbeiten. In jedem QM-Gebiet gibt es einen Quartiersrat aus Bewohnern und Akteuren, außerdem einen Vergabebeirat. Viele Bewohner brauchen auch erstmal Hilfe, sich selbst zu organisieren. Und sie müssen erfahren, dass Engagement etwas bewirken kann, auch wenn es manchmal dauert. Das ist ein längerer Prozess, bei dem es viel um Zuhören, Ermuntern und Begeistern geht. Teilweise gibt es ja Kieze, die schon seit 20 Jahren QM-Gebiet sind. Am Anfang hat man gedacht, Quartiersmanagement ist eine Sache von wenigen Jahren. Nun sieht man, dass in einigen Gebieten die Probleme hartnäckiger sind als vermutet. Da hat man manchmal das Gefühl, man fängt immer mal wieder von vorne an, auch weil neue Menschen und manchmal auch neue Probleme hinzukommen. Inzwischen sieht man, dass es in manchen Gebieten eine Daueraufgabe ist. Andere Gebiete sind verstetigt worden, dort haben sich die Sozialdaten in die richtige Richtung entwickelt. Gibt es denn für die Überführung von QM-Förderung in Regelförderung Vorgaben oder Automatismen? Das QM-Team hat das Thema Nachhaltigkeit auf der Tagesordnung. Schon beim Start von QM-Projekten wird bedacht, was nach deren Interview 13 Ende passieren soll. In Projektplanung und -umsetzung sind die bezirklichen Fachämter eingebunden. Die Idealvorstellung ist: Der Bezirk sieht, dass ein Projekt sich bewährt hat und eine für den Kiez wertvolle Arbeit leistet. Dann wird es in die Regelförderung übernommen. Die Realität war vor allem in den zurückliegenden Jahren aufgrund leerer Kassen eine andere. Hinzu kommt die sogenannte Verstetigung. Wenn ein Gebiet sich so weit stabilisiert hat, dass das QM-Programm dort auslaufen kann, setzt eine zweijährige Übergangsphase ein. Dafür wird vom QM-Team ein Aktionsprogramm geschrieben. Für das QMTeam ist es jetzt wichtig, gemeinsam mit den Partnern Prioritäten zu setzen. Sicher sind die meisten Projekte wertvoll für den Kiez, aber welche sind essentiell und welche haben eine realistische Chance auf Dauer zu funktionieren? Haben Sie ein Beispiel? Im Reuterkiez hat zum Beispiel ein Angebot für die Senioren im Kiez gefehlt. Ein Verein hat sich bereit erklärt, sich in diesem Bereich ehrenamtlich zu engagieren und konnte ergänzend Maßnahmen vom Jobcenter organisieren, ein Immobilieneigentümer stellte Räume zur Verfügung und Soziale Stadt hat Mittel für den Umbau und die Ausstattung bereitgestellt. Und der Bezirk sicherte zu, dort regelmäßig Beratungen durchzuführen, was die Attraktivität der Einrichtung erhöht. Diese unterschiedlichen Beteiligten zusammenzuführen, das war in der Verstetigungsphase Aufgabe des QM-Teams. 20 Jahre QM in Berlin – ist das eine Erfolgsgeschichte? Ja, das würde ich in jedem Fall so einschätzen. Soziale Stadt ist ein lernendes Programm, flexibel und anpassungsfähig. Sowohl baulich als auch sozio-kulturell konnten in Berlin in circa 40 Stadtteilen positive Entwicklungen angestoßen und umgesetzt werden. Zahlreiche Modellprojekte wurden durchgeführt. Der Blick auf den Sozialraum, der aus dem QM-Programm stammt, also die ressortübergreifende Betrachtung eines Raumes, ist etwas, was Impulse für andere Bereiche gegeben hat und sich auch in den Bezirksverwaltungen mehr und mehr durchsetzt. Interview : Johannes Hayner, Foto: Pauline Steinberger 14 Reportage AUSGABE 01 / 2019 Blumige Bekenntnisse Zu Besuch bei Van Nguyen im Blumen Eck Man kommt durch den kalten, heute nebligen Winter, gepeinigt vom permanenten Frieren, von klammen Klamotten und vor allem vom ewigen und allgegenwärtigen Berliner Grau – und plötzlich landet man im Sommer. Blumenduft, Wärme, Licht. Vor allem die überwältigende Pracht fröhlicher Farben macht das Blumen Eck zu einem besonderen Ort. Van Nguyen steht hinter seiner Theke und grinst: „Willkommen im Blumenland.“ Die Lichtenrader kennen Herrn Nguyen schon seit 2009. Damals übernahm er das Blumen Eck direkt am S-Bahnhof. Nicht nur Umsteiger werden sich an die bunten Sträuße vor der Tür erinnern, viele holten dort ihre Blumen auf dem Heimweg. Der Blumenladen wurde eines der ersten Opfer der Bahnbaustelle: Anfang 2018 wurde er abgerissen. Herr Nguyen packte seine Blumenkübel und zog um. Seitdem fehlen ihm die Umsätze durch die Laufkundschaft. Zwar ist der neue Laden in der Hilbertstraße größer, heller und freundlicher, aber beim Umsteigen von der S-Bahn zum Bus kommt hier niemand mehr vorbei. Ein Glück, dass Van Nguyen die Zeit in Lichtenrade genutzt hat, um sich einen festen Kundenstamm zu erschließen. Der ist ihm treu geblieben und nimmt gern die paar zusätzlichen Meter in Kauf. Seit Januar 2018 ist er jetzt im neuen Laden, erinnert sich der gebürtige Vietnamese. Um die Umsatzeinbußen zu kompensieren, ließ er sich einiges einfallen. Das Sortiment wurde um Garten- und Zimmerpflanzen erweitert, eine Rabattkarte eingeführt. Ein großes, einladendes Schild prangt über dem Laden. Auch mit den Preisen ist Van Nguyen nach unten gegangen, keine einfache Entscheidung bei den engen Margen im Blumen-Business. Immerhin, es hat sich gelohnt. Der Inhaber ist zufrieden mit seiner Situation, er blickt auf ein gutes erstes Jahr zurück, zum Jubeln besteht allerdings auch kein Anlass. Das Vertrauen durch die Kunden – „nette Leute“, wie er sagt – ist ihm Ansporn und Freude. Wir fragen nach den Zeitschriften, Zeitungen und Tabakwaren, die auf dem Ladenschild angekündigt sind. Sie sind nirgends zu entdecken. Herr Nguyen lacht: „Nein, die gibt es nicht mehr.“ Der Aufwand gerade bei Zeitungen, die ja immer aktuell sein müssen, sei einfach zu groß gewesen. Neben dem Blumenladen war das nicht zu leisten. „Ein Minusgeschäft“, winkt er ab. Gut hingegen ist, dass der Laden auch einen DHL-Shop beheimatet. Das führt neue Leute zu ihm, außerdem bekommt er eine Vergütung. Der Paketbote buckelt auf seiner Sackkarre Dutzende Pakete in den Laden. Die Hilbertstraße 1 scheint eine Drehscheibe im Lichtenrader Logistikgeschäft zu sein. Freundlich bittet Herr Nguyen um eine kurze Unterbrechung, eine Kundin ist in den Laden gekommen. Seine Mitarbeiterin ist mit dem Binden und Arrangieren von Sträußen beschäftigt. Kundin und Verkäufer kennen sich, vertraut erkundigen sie sich über das gegenseitige Befinden. Offensichtlich ist seit dem letzten Mal nicht allzu viel passiert; es geht schnell. „Hier bekomme ich immer frische Blumen, der Chef hat einfach ein gutes Auge für die Qualität“, meint die Kundin, ehe sie sich verabschiedet. Wir fragen den Blumenexperten, wie er nach Lichtenrade gekommen ist. Es stellt sich heraus, dass dies nicht sein erster Blumenladen ist. Früher residierte er in der Neuköllner Hermannstraße. Auf der Suche AUSGABE 01 / 2019 nach einem neuen Laden kam ihm dann mehr durch Zufall Lichtenrade unter. Der Neuköllner Laden blieb in der Familie, ein Onkel führt ihn heute. Für ihn erledigt Van Nguyen auch den Blumeneinkauf. Apropos: Sollten Sie Herrn Nguyen bis hierher für die stets frisch-fröhliche Atmosphäre im Laden beneidet haben – um die Beschaffung des Nachschubs werden Sie es garantiert nicht tun. Nachts um zwei lenkt er seinen Lieferwagen zum Großmarkt, entweder in Lichtenberg oder in der Beusselstraße. Dort angekommen sondiert er die Angebote, um das Passende für Lichtenrade zu finden. Das Ganze kann bis zu drei Stunden dauern. Gleich im Anschluss geht es in die Hilbertstaße, wo Montag bis Samstag um 7:30, sonntags um 8:00 Uhr der Laden öffnet. Die Zeit zwischen Ankommen und Ladenöffnung verbringt Van Nguyen damit, Sträuße zu binden. Wenn der Laden in der Woche um 19:00 Uhr schließt, hat er 17 Arbeitsstunden auf der Uhr - und da ist die Anfahrt nicht mitgerechnet. Diesen Stress sieht man Nguyen nicht an. Er ist ruhig, ausgeglichen, freundlich – und immer müde, wie er eingesteht. Man hofft, dass der Ausflug zum Großmarkt nicht zum täglichen Ablauf gehört und zieht anerkennend den Hut vor dieser Leistung. Reportage 15 Vor kurzem war er mal wieder in Vietnam. Er besuchte seine große Familie; Mutter, Geschwister und viele andere Verwandte leben dort. Es waren schöne Tage, wie er sich erinnert. Früher hatte er öfter Heimweh, aber jetzt, nach 30 Jahren, fühlt er sich zuerst als Berliner. So viele Blumen überall – aber welche mag Van Nguyen selbst am liebsten? Die Frage bringt ihn in Bedrängnis. Wie ein Vater, der nicht sagen kann, welches Kind ihm am liebsten ist, sagt er: „Ich liebe alle Blumen.“ Immerhin, seiner Frau bringt er am liebsten rote Rosen mit. „Für die Liebe!“ Herr Nguyen lacht. In Vietnam gibt es exotische Orchideen-Arten, die man hier nicht findet. Aber vermisst er sie? Eher nicht. „Blumen sind mein Leben.“ Van Nguyen ist verheiratet, mit seiner Frau und den beiden Kindern (13 und 16) lebt er in Schöneweide. Nach Lichtenrade zu ziehen wäre für die Familie trotz der dann kürzeren Wege keine Option, weil die Kinder, die in Schöneweide geboren sind, bei ihren Freunden bleiben sollen. So nimmt der Vater die 16 km Anfahrt in Kauf. Dass die Kinder nur selten in Lichtenrade sind, findet er gut. Sie sollen unabhängig von seiner Arbeit einen eigenen Weg einschlagen können. Die Klischeevorstellung von einem guten Leben sieht vielleicht anders aus, Van Nguyen ist trotzdem zufrieden. Hart zu arbeiten gehört für ihn dazu. In Deutschland ist er seit 1989, damals kam er in die gerade noch existierende DDR, um einen Beruf zu erlernen. Daraus wurde leider nichts. Aber mit den Blumen hat er eine Aufgabe gefunden, die er mag. Gerade der Kontakt mit den Leuten macht ihm Spaß. Auch Lichtenrade hat keine Lieblingsblume. Gefragt ist vor allem saisonale Ware, was im Frühjahr läuft, wird im Sommer zum Ladenhüter. Nur Rosen verkauft das Blumen Eck im ganzen Jahr gleich bleibend viel. Seine Erfahrung hilft Van Nguyen, die Einkäufe richtig zu kalkulieren. So bleibt er selten auf Ware sitzen. Und weil er bei Zulieferern kauft, die er kennt, stimmt die Qualität. Von lokalen Gärtnereien bezieht er nur selten Blumen, weil dort Menge und Auswahl oft nicht ausreichen. Die meisten seiner Blumen kommen aus Holland. Was beim Tagespensum von Van Nguyen nicht weiter überrascht: Für die Vernetzungsarbeit mit anderen Gewerbetreibenden in der Bahnhofstraße hat er keine Zeit. Vor den Veränderungen rund um den Bahnhof ist ihm nicht bange: Seine Kundschaft wird ihren Weg zu ihm finden. Im Moment kommt diese vor allem, um sich frische Tulpen zu holen. Im Januar beginnt die Saison. Das Blumen Eck hat bestimmt 10 Farbvarianten auf Lager. Auch andere Frühlingsblumen wie Anemonen und Ranunkeln kommen jetzt in Fahrt. Herr Nguyen pfeift, während er die Sträuße zurecht rückt. Stolz lenkt er den Blick durch den Laden, der eine betörende Farbenpracht feiert. „Blumen“, sagt er, „sind mein Leben.“ „Ich liebe alle Blumen.“ Seiner Frau bringt er aber am liebsten rote Rosen mit. Text und Fotos: Johannes Hayner h Lic ten er rad m m Da Mellener Str. Rehagener Str. Lichtenrade 6 Auf der Übersichtskarte zum AZ-Gebiet verorten wir Einrichtungen, die in der Zeitung redaktionell Erwähnung finden. Bahnhofstraße Zescher Str. i ße tra zs lt Go 5 1 AZ-Büro 2 Blumen Eck 3 Rehagener Platz 4 Ulrich-von-HuttenGymnasium 1 2 3 5 Alte Mäzerei 4 6 Nahariya-Kiez Info-Pylon www.az-lichtenrade.de Adressen Ansprechpartner beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg: Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung und Bauen: Jörn Oltmann John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin (030) 9 02 77-22 61 stadtbau@ba-ts.berlin.de Organisationseinheit Sozialraumorientierte Planungskoordination (OE SPK) John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin Jens-Peter Eismann (030) 9 02 77-67 63 sozialraumorientierung@ba-ts.berlin.de Stadtentwicklungsamt, Fachbereich Stadtplanung John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin Martin Schwarz, Leonie Richter (030) 9 02 77-46 76 stadtplanung@ba-ts.berlin.de Impressum Wirtschaftsförderung Tempelhof-Schöneberg John-F.-Kennedy-Platz, 10825 Berlin Anja Kraatz (030) 9 02 77-28 35 wirtschaftsberatung@ba-ts.berlin.de www.berlin.de/lichtenrade-bahnhofstrasse Herausgeber: Bezirksamt TempelhofSchöneberg, Organisationseinheit Sozialraum­ orientierte Planungskoordination Ansprechpartner vor Ort: Redaktionsadresse: georg+georg Gerichtstr. 23, Hof 3, Aufgang 2, 13347 Berlin, (030) 45 49 08 38 redaktion@az-lichtenrade.de Prozesssteuerung Sabine Slapa, Inga Voswinkel, Jana Degenkolb, Thora Haubold team@az-lichtenrade.de Geschäftsstraßenmanagement (GSM) Johanna Begrich, Evalotta Spangenberg gsm@az-lichtenrade.de Redaktion: Johannes Hayner, Volker Kuntzsch, Anna Lindner, Maja Schudi, Ewald Schürmann Fotos: Jo. Hayner, Ewald Schürmann Layout und Schriftsatz: georg+georg Druck: MegaDruck.de slapa & die raumplaner gmbh Kaiser-Friedrich-Str. 90, 10585 Berlin (030) 37 59 27 21 www.die-raumplaner.de V.i.S.d.P.: Johannes Hayner Für den Inhalt der Zeitung zeichnet nicht der Herausgeber, sondern die Redaktion verantwortlich. www.az-lichtenrade.de AZ-Büro, Prinzessinnenstr. 31, 12307 Berlin Di 11:00 – 13:00 Uhr, Do 17:00 – 19:00 Uhr, sowie nach Vereinbarung Im Sinne einer besseren Lesbarkeit der Texte wurde von uns entweder die männliche oder weibliche Form von personen­ bezogenen Hauptwörtern gewählt. Dies impliziert keinesfalls die Benachteiligung eines Geschlechts. Jeder mag sich von den Inhalten unserer Zeitung gleichermaßen angesprochen fühlen. dieraumplaner Tempelhof-Schöneberg
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