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I. Das Haus der Loge "Royal York". Dorotheen-Strasse 27

Full text : Berichte über den Neubau und die Einweihung des Logenhauses der zur Grossen Loge von Preussen, gen. Royal York zur Freundschaft gehörigen vier vereinigten Johannis-Logen im OR. Berlin (Public Domain)

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das  bräunliche  Panneei  und  die  korallenfarbigen  Fenstervorhänsre
wirkungsvoll  sieh  ab.  Reiche  Bronzirung  an  den  plastisch  ornamentirten
  Theilen,  zu  der  sich  an  der  Decke  —  einer  schwanevollen
  Composition  von  bestrickendem  Reiz  —  noch  eine  farbige
Behandlung  des  Stucks  gesellt,  steigert  den  Eindruck  des  Ganzen.
Dass  im  Ornament  gewisse  Thier-  und  Pflanzenformen  —  die
Sphinx,  der  Phönix  und  der  Pelikan,  die  Biene,  die  Palme,  die
Lilie  —  mit  Vorliebe  verwendet  sind,  deutet  darauf  hin,  dass  es
schon  in  diesem  Raume  au  bestimmten  symbolischen  Hinweisen
nicht  fehlt.
In  noch  höherem  Maasse  treten  solche  Beziehungen  natürlich
in  dem  zweiten  Hauptraume  des  Hauses,  dem  Tempel,  auf,  dessen
ganze  nach  der  Ordensvorschrift  lediglich  auf  künstliche  Beleuchtung ­
  berechnete  Erscheinung  zu  der  jenes  anderen  Saales  in
stärkstem  Gegensätze  steht.  Offenbar  soll  dieselbe  das  Gepräge
feierlichen  Ernstes,  einer  von  der  Stimmung  des  Tages  ablenkenden
Weihe  tragen,  und  es  lässt  sich  nicht  leugnen,  dass  schon  die
Grundfarbe  des  Saales,  ein  tiefes,  grünliches  Blau,  wesentlich  hierzu
beiträgt.  Sie  beherrscht  gleichmässig  Wände  und  Decken,  nur  die
in  grauröthlichem  Marmorstuck  gehaltenen  Pilaster,  eine  leichte
Bronzirung  bezw.  Vergoldung  des  plastischen  Ornaments  und  einzelne ­
  ornamentale  Malereien  in  hellerem  Blau  beleben  die  Flächen.
Blau  ist  auch  die  Farbe  des  Vorhangs,  durch  welchen  der  Saal
getheilt  werden  kann,  und  des  Vorhangs,  welcher  den  um  mehrere
Stufen  erhöhten  „Orient“  abschliesst.  An  der  Rückwand  dieses
Raumes,  die  zwischen  zwei  vorspringenden  Sphinxen,  im  flachen
vergoldeten  Gypsrelief  eine  Palmenlandschaft  mit  Pyramiden  zur
Anschauung  bringt,  ist  durch  eine  geschickte  Beleuchtung  dieses
Bildes,  deren  Quelle  dem  Auge  verborgen  bleibt  —  mit  röthlichem
Lichte  im  unteren,  mit  bläulichem  Lichte  im  oberen  Theil  —  ein
überraschender  Effect  erzielt.  Der  verschiedene  Reflex  des  Goldes
giebt  dem  Relief  eine  Tiefe,  die  dasselbe  fast  wie  eine  freie  Modellirung
  wirken  lässt,  während  seine  zarten  Töne  es  in  eine  unbestimmte ­
  Ferne  gerückt  erscheinen  lassen.  Vier  vergoldete  Nischen
an  den  Seitenwänden  des  Hauptraumes  sollen  in  allegorischen  Figuren
die  vier  hiesigen  Logen,  welche  zur  Grossloge  Royal  York  gehören,
            
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