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Die Ausgaben des Symmachus. Von Fr. C. Herrmann

Full text: Festschrift zu dem funfzigjährigen Jubiläum der Königstädtischen Realschule zu Berlin (Public Domain)

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DIE AUSGABEN DES SYMMACHUS. 
wir erstens, dass Juretus dem cod. Divi Ben. treu folgte, und in 
seiner ersten Ausgabe die Ausgaben des Scotus und des Geleenius 
benutzte und diejenigen Briefe, welche er in dem cod. Divi Ben. 
nicht fand, in der Reihenfolge in seine Ausgabe aufnahm, wie sie in 
den älteren Ausgaben standen; auch benutzte er als kritisches Hülfs- 
mittel den codex des Pithoeus. — Lectius folgte in seiner ersten Ausgabe 
genau der Ausgabe des Juretus, und fügte nur am Ende des zehnten 
Buches zwei von Carrio in seinen libris emendationum veröffentlichte 
Briefe hinzu, welche bei Lectius in der zweiten Ausgabe lib. I. 3 und 7, 
bei Scioppius lib. I. 4 und 7 stehen, ausserdem aber gab er aus 
einem Manuscript des Cujacius zuerst den bei Scioppius VII. 76 
stehenden Brief in einer Anmerkung heraus. In der zweiten Aus 
gabe benutzte Lectius alle bis dahin bekannt gewordenen Hülfsmittel; 
er schob die von Scioppius aus dem codex des ßessario veröffent 
lichten Briefe ein. In der dritten Ausgabe hatte ihn Rittershusius 
am meisten unterstützt, welcher ihm auch neun, bis dahin noch nicht 
gedruckte Briefe, welche aus verschiedenen Stellen (ex variis Giph. 
Ms. locis) des codex des Bessario excerpirt waren, mittheilte. Der 
erste dieser Briefe ist von Scioppius lib. X. 8- eingereiht, der zweite 
lib. X. 9., der dritte lib. X. 10., der vierte lib. X. 11., der fünfte 
lib. X. 16., der sechste lib. IX. 29., der siebente lib. IX. 66., der achte 
lib. IX. 100. (bei Pareus IX. 101.), der neunte lib. IX. 102. (bei 
Pareus IX. io3.). Bei keinem einzigen dieser Briefe sagt Scioppius 
auch nur ein Wort darüber, dass er diese Briefe an den betreffenden 
Stellen in dem codex des Bessario gefunden; er führt zwar zu 
einigen eine oder mehrere Varianten aus diesem codex an, bei 
anderen macht er selbst Verbesserungsvorschläge, bei mehreren sagt 
er gar Nichts. 
Leber dieses Verfahren des Scioppius will ich hier Nichts sagen, 
sondern vorher noch mit wenigen Worten der zweiten Ausgabe des 
Juretus gedenken. 
In dieser zweiten Ausgabe, in welcher er als neue Hülfsmittel 
den codex des Pithoeus, und das Exemplar Danielis, sowie die 
Venetianer Ausgabe benutzte, blieb Juretus seiner ersten Ausgabe 
treu, bis auf den einen Fall VIII. 11. „Sumpto adventus mei nuntio”; 
von allen anderen Briefen aber, die seit dem Erscheinen seiner ersten 
Ausgabe entdeckt worden waren, nahm er keinen einzigen in seinen 
Text auf, sondern vereinigte sie alle nach dem zehnten Buche unter 
dem Titel: Auctuarium Symmachianum. — Dieses besteht nun aus 
19 Briefen, nämlich: lib. I. ep. 2, bei Juretus Auct. 1. — ep. 3, 
bei Juretus 6. — ep. 4, bei Juretus 2. — ep. 7, bei Juretus 3. — ep. 8, 
bei Juretus 4. — ep. 9, bei Juretus 3. — ep. 3, bei Juretus 6. — Dann
	        
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