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Die Ausgaben des Symmachus. Von Fr. C. Herrmann

Full text: Festschrift zu dem funfzigjährigen Jubiläum der Königstädtischen Realschule zu Berlin (Public Domain)

DIE AUSGABEN DES SYMMACHUS. 
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Verfahren mehr Glaubwürdigkeit zu verschaffen. Er nahm also nach 
dem 7. Briefe des 10. Buches die 4 Briefe auf, welche Lectius in seiner 
3. Ausgabe p. 691 seqq. veröffentlichte: also bei Scioppius lib. X. 8. 
Jucunda mihi fuit — lib. X. 9. Salute praefata, quam literis anteferre — 
lib. X. 10. Abundantissime gaudeo tibi esse curae — und X. n. Per 
amicum communem Gaudentium. — Hierauf liess er den 8- bis 
ii. Brief bei Juretus folgen, die nun bei ihm der 12. bis 0. wurden, 
und schob den bei Lectius 3. Ausg. p. 6q3 gedruckten Brief: „Suessa 
honestorum civium patria est,“ in seiner Ausgabe als 16. ein; auf 
welchen dann der Brief bei Juretus 12, bei ihm selbst 17 — „Suessa- 
norum allegationes commendat tibi publicus magistratus‘‘ folgte — so 
wie als 19. und 20. die ebenfalls schon bei Juretus i3 und 14 ste 
henden : „Prima scribendi causa est“ und „Postquam de freto Siculo 
literas tuas sumpsi“. So kam denn nun die 1. Hälfte des aus lib. 
IV. 36 entnommenen Briefes „Plures de Dalmatia ursos“ zwar nicht 
mehr nach dem 14. Briefe des 10. Buches, sondern nach dem 19, 
aber doch nach dem Briefe „Postquam de freto Siculo“, welcher 
früher der 14. gewesen war. 
Nach den Worten: „Quaeso igitur ut hanc provinciam confestim 
ineundis (bei Lectius und allen früheren Herausgebern steht „ineun- 
dam“) liess er einen 2. Brief beginnen und bemerkte unter dem Texte: 
„Haec et sequens epistula prius junctim legebantur pro una libro 
quarto post epist. 55. Ego auctoritate veteris codicis Bessar, hic 
collocavi et ex una (quod judicio me fecisse nemo negaverit) duas 
fed. Principium enim est ad amicum aliquem, reliquum epistolae 
ad imperatorem.“ Warum sagt er denn hier, nachdem er vorher 
sich auf die Auctorität des cod. des Bessario berufen hat, „quod judi 
cio me fecisse nemo negaverit“; was bedarf es denn weiter seines 
Unheils, wenn der codex selbst das Richtige giebt, und warum hat 
er denn nicht erwähnt, dass Lectius, wie wir oben anführten, ebenso 
klug war, als er selbst; hätte er nicht auch schon in der früher von 
uns angeführten Stelle aus den libris suspectarr. lectionum darauf hin- 
weisen können, dass der Brief auctoritate codicis Bessar. aus 2 Briefen 
bestehe? — Doch genug hiervon, er liess den 2. Teil des Briefes als 
21. Brief folgen, setzte am Anfang drei Sterne und begann, wie Lectius 
es angegeben, mit den Worten: „Capitali exitio auctorum lacrimisque 
expiavit“, auch fügte er, um seine Glaubwürdigkeit zu stützen, einige 
Varianten aus dem codex des Bessario hinzu. Nach dem 21. Briefe 
folgen nun bei Sciopp. die im 1. Buche bei Gelenius enthaltenen 
49 Briefe, zu denen er Nichts giebt, als Bemerkungen der früheren 
Herausgeber und Kritiker 
Fassen wir nun das bis hierher Bemerkte zusammen, so sehen
	        
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