Path:
Ein Beitrag zur Untersuchung der Quellenbenutzung bei Diodor. Von E. Evers

Full text: Festschrift zu dem funfzigjährigen Jubiläum der Königstädtischen Realschule zu Berlin (Public Domain)

DER QUELLENBENUTZUNG BEI DIODOR. 
263 
31 ) Duncker a. a. O. I ’, S. 707. 
beiden Schriftstellern hingewiesen und namentlich betont, dass die 
ionische Form //r/c nicht zufällig bei denselben an gleicher Stelle ver 
wendet sein könne. Aut die gleichen Maasse der von Pheros in Helio 
polis errichteten Obelisken legt Bauer nur wenig Gewicht, dennoch 
kann diese Angabe bei sonstiger Uebereinstimmung mit in die Wag 
schale geworfen werden. 
Diod. (5q, 3) erzählt 
fiuni/ug uviiii ytvof.itvrjg .... 
yvruixog uilow nZtaHui in ngog- 
lonor r'i ug ill Qm: iitTour an) 00c 
ovx li'Xrjift, nur fifr yvruixcör um) 
lijg idlug uogilfitrog xui TioXXug 
tßtzuaug ovdtfi/inr tvgtr udiucpHogor 
H. nt 
umxtoHui 01 parTrjinr ..... 
10g — lirußXtxl'ft yvvuixhg nvnoi 
rnpüfttrog Tovg oi/HuXfi ovg ijug 
uXXar urdgidr tnrna a in inn; 
xui ihr 7ir)Wir/g irj g tcuviov 
yvruixog unguis Hui fniu dt dg 
ovx urtßXun tnt'gijg nuatior :m- 
(füuHta 
Diodor weiss freilich, dass diejenige Frau, welche der König als 
lugendsam fand, das Weib xzjsiovgov nmg gewesen sei, während Hero- 
dot dies nicht gekannt hat. Darin stimmen sie aber überein, dass der 
Geheilte sic zu seinem Weibe genommen habe. Jedoch wird uns 
jene Ausschmückung ebenso wenig wie der Unterschied zwischen ngd 
ßidXog (Diod.) und tgvHij ßiolog (Herdt.), und ferner die Differenz, dass 
der Orakelspruch nach Diodor im 10. Jahre, nach Herodot im 
tt. Jahre erfolgt ist — uns abhalten, bei dem ersteren den Be 
richt des letzteren als Grundlage anzusehen, zumal gleich darauf 
wörtliche Uebereinstimmung klar hervortritt. 
In § 4 heisst es bei Diodor: 
ti~i d'tr ’HXtirVTinl.il Hi in .... 
hßtXiaxovg urtH^xe dvo fioroXIHovg, 
io fitr nXiimg oxiid, to dt /.lijxog 
ury/Mv txui or 
H. ui (fill) 
lg zov HXIov xd inor — ürtHi/xt 
dßtlovg dvo XiHlrovg, tig trog torra 
txuTlQor XIHov, firjxog fttr txurtQOr 
nry/tior txacöig tvgog dl oxnd my/iior. 
In der Geschichte der Pyramidenkönige schliesst sich Diodor eng 
an Herodot an. Ueber den Bau der Pyramide Chut des Cheops 
(Herodot), Chemmis (Diodor), inschriftlich Chufu oder Chnemu Chufu. 
berichteten beide in übereinstimmender Weise und neuere Unter 
suchungen haben ergeben, dass sie im allgemeinen richtiges über 
liefert haben. 31 ) Beide erzählen, dass die Steine aus dem arabischen 
Gebirge (dem Gebirge auf der Ostseite des Nils) herbeigeschafft seien. 
Nach ihrem Berichte wurden besondere Aufschüttungen für den 
Bau gemacht. Zehn Jahre dauerten nach Herodot die Vorarbeiten, 
während er in Uebereinstimmung mit Diodor die Zeit des Baues
	        
Top of page

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.