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S. Albon und Amphabel, ein Legendenepos in 3 Büchern von Lydgate, nach der Editio von S. Albans 1534 Edirt. Von Dr. Carl Horstmann

Full text: Festschrift zu dem funfzigjährigen Jubiläum der Königstädtischen Realschule zu Berlin (Public Domain)

Das Brittische Museum besitzt das einzige erhaltene Exemplar dieser, 
so viel wir wissen, einzigen Ausgabe dieses Gedichtes. Es ist ein Büchlein 
von über 90 (nicht numerirten) Blättern, die Seite zu 4, selten 3 Strophen; 
ohne Titelblatt, sonst vollständig erhalten; mit 3 Bildern für die drei ver 
schiedenen Bücher des Gedichtes. Nach der Schlussnote ist es „now lately 
put in print at request of Robert Catton, abbot of thexempte monastery of 
saynt Albon, The XXVI yere of our soueraigne lorde Kyng Henry the eyght 
And in the yere of our lorde God MDXXXI1I.” Der ungenannte Drucker ist 
wohl John Hertford (cf. Hardy’s Descript. Catal. i. 23). Ohne Zweifel veran- 
lasste das Lokalinteresse diesen Druck von S. Albans, der Reliquienstätte des 
Heiligen. 
Ausser diesem Drucke besitzen wir noch 3 ältere Hss. des Gedichtes: 
Ms. Tritt. Coli. Cambr. 3g, Ms. Lincoln. 1,57 (nicht vollständig), und Ms. Philips 
(in Cheltenham) 8299 (vergl. Altengl. Leg. Neue Folge 1881 p. CXXV1I Note). 
Von diesen habe ich bis jetzt nur die erste copirt, die 2 anderen waren mir 
bisher nicht zugänglich. — Ms. Trin. Coli., pap., mit Pergamentblättern durch 
setzt, 66 folk, die Seite mit je 5 Strophen, stammt wohl noch aus Heinrich’s VI. 
Zeit — dieser Name ist in den Schlussstrophen nicht geändert — und ist von' 
einem mehr westlichen Schreiber geschrieben, der die Formen seines eigenen 
Dialectes einmischt; eine spätere Hand aus der Zeit Heinrich’s VIII hat 
den Text mehrfach, wenn auch nicht immer richtig, corrigirt, einzelne aus 
gelassene Verse nachgetragen und einige Randbemerkungen gemacht. Die 
hauptsächlichen Wörter jeder Seite sind, wie in anderen Mss. Lydgate’scher 
Gedichte, roth unterstrichen. Im Einzelnen ist die Hs. ziemlich fehlerhaft und 
weniger correct als die Editio; doch ist sie dadurch werthvoll, dass sie einige 
in der Ed. ausgelassene Strophen bewahrt und statt einiger grösserer Inter 
polationen der Ed. den ursprünglichen Text überliefert hat. 
Ms. Trin. Coli, hat nach V. 6o3 des II. Buches 10 Strophen, nach II, 6y3, 
am Ende des II. Buches, und nach III, 22 je eine Strophe mehr als die Ed. — 
Wichtiger ist die Abweichung am Schlüsse, von III, 1296 an; im Ms. folgt
	        
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