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Periodical volume II. Kultusangelegenheiten

Full text: Verwaltungsbericht des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Issue 1937

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tragungen nach benachbarten Räumen durchgeführt, die von 1598 
Andächtigen gehört wurden. Naturgemäß kann diese neue Einrichtung 
nicht Anspruch auf Vollwertigkeit erheben, da ihr das Fluidum des per 
sönlichen Konnexes zwischen Gemeinde und Funktionär fehlt, wie dies 
bei einem Gottesdienst der Fall ist, bei dem die Träger der Handlung 
des Gottesdienstes auch dem Auge wahrnehmbar sind. Dieser Mangel 
konnte aber zum Teil dadurch behoben werden, daß in den Nebenräumen 
durch besonders dazu bestellte Funktionäre die Toravorlesung und das 
Schofarblasen selbständig durchgeführt und so die Anteilnahme und das 
Interesse der Synagogenbesucher an der gottesdienstlichen Handlung — 
verstärkt durch Heranziehung zu den Ehrenpflichten (Mizwoth) — er 
halten wurde. So hat die neue Einrichtung allseitig Befriedigung ausgelöst, 
die um so größer war, als durch sie einem größeren Kreis von Gemeinde 
mitgliedern die Teilnahme am Gottesdienst in dem auch sonst von ihm 
bevorzugt aufgesuchten Gotteshaus ermöglicht wurde. 
Insgesamt haben demnach am Festgottesdienst in 
Synagogen und Betsälen sowie an Uebertragungen 36 832 Besucher 
teilgenommen. . . 
Für unbemittelte Gemeindemitglieder wurden 9156 Frei 
plätze zur Verfügung gestellt. 
An den hohen Feiertagen waren folgende Funktionäre beschäftigt: 
In Synagogen; 
In B e 11 
Rabbiner 
26 
91 
Vorbeter . . 
34 
103 
Chorleiter . . 
16 
31 
Organisten . . . 
9 
23 
Schofarbläser . . 
17 
35 
Chormitglieder 
163 
234 
Oberaufseher . . 
17 
38 
Kontrolleure . . 
69 
47 
Aufseher 
87 
99 
2. Trauungen und Einsegnungen 
Im Jahre 1937 fanden 604 religiöse Trauungen (in Gemeinde- 
synagogen) und 467 Einsegnungen statt. 
3. Quellbäder 
Im I. Quellbad, Heidereutergasse, betrug die Zahl der Bäder 4993, 
im II. Quellbad, Bleibtreustraße, 708.
        
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