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Periodical volume VI. Jugendpflegedezernat

Full text: Verwaltungsbericht des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Issue 1937

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Auf 3 Sportplätzen mit 7 Spielfeldern hatten die verschiedenen Vereine 
Gelegenheit, ihre Spiele durchzuführen. 10 Turnhallen boten den 
Turnern, Boxern und Gymnastikgruppen Unterkunft. Mit Hilfe von 
Subventionen der Gemeinde konnten die Sportvereine im Jahre 
1937 eine Reihe großer Wettkämpfe in Berlin durchführen. 
Im Juli begrüßte die Gemeinde den palästinensischen Hand 
ballmeister Petach Tikwah. Sie ermöglichte die Reise von Mann 
schaften der Vereine Hakoah und Hasmonäa aus Wien nach Berlin; 
sie unterstützte nachdrücklich das internationale Tennisturnier des 
Jüdischen Tennisklubs Bar Kochba und stellte die Mittel für die Reise 
einer Fußballmannschaft nach Palästina zur Verfügung. Darüber hinaus 
half die Gemeinde allen Sportorganisationen in großzügiger Weise bei 
der Durchführung ihrer Arbeit in ideeller und materieller Hinsicht. 
4. Sportärztliche Beratungsstelle: 
In der Beratungsstelle wird dem Nachwuchs der Sportvereine nach 
eingehender körperlicher Untersuchung ein sachkundiges Urteil über die 
zu ergreifende Sportart gegeben, und die bereits im Training befindlichen 
Sportler werden einer eingehenden Prüfung ihrer körperlichen 
Konstitution unterworfen. 
Im Berichtsjahr fanden 82 Sprechstunden in der Beratungsstelle statt. 
Sie wurde von 514 Personen, 3 6 2 männlichen und 15 2 weiblichen 
Sportlern aufgesucht. 
5. Kurse: 
In 50 Kursen der Jugendpflegeabteilungen mit ausschließlich ehren 
amtlich arbeitenden Leitern wurden etwa 1000 Jugendliche in Sprachen 
(hebräisch, englisch, französisch, spanisch), Handelsfächern (Stenographie, 
Schreibmaschine, Buchführung) und jüdischer Geschichte unterrichtet. 
6. Büchereien und Lesestuben: 
In den Bezirken Mitte, Norden, Osten, Südwest und Weißensee 
standen 5 vom Jugendpflegedezernat geschaffene Büchereien den Jugend 
lichen zur Verfügung. Außerdem waren täglich 5 Kinderlese- 
Stuben der Gemeinde geöffnet, in denen die Kinder gute Literatur lesen, 
ihre Schularbeiten machen und mit Gleichaltrigen spielen können. Diese 
von ausgebildeten Jugendleitern geleiteten Lesestuben, in denen den 
Kindern auch ein warmes Getränk gereicht wird, bieten diesen ein will 
kommenes Nachmittagsheim.
        
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