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Periodical volume III. Schul- und Bibliothekswesen. Sonstige Kulturarbeit

Full text: Verwaltungsbericht des Vorstandes der Jüdischen Gemeinde zu Berlin Issue 1937

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lebhaften Widerhall und waren stets außerordentlich gut besucht. Von 
den Veranstaltungen des Jahres 1937 seien erwähnt: Die gemeinsam mit 
der Reichsvertretung und anderen jüdischen Organisationen durchgeführte 
„Warburg-Gedenkfeier“; der Gemeindeabend anläßlich des zwanzig 
jährigen Gedenktages der Balfour-Deklaration und die Kundgebung vor 
der Tagung des Preußischen Landesverbandes Jüdischer Gemeinden. 
IV. WOHLFAHRT UND JUGENDFÜRSORGE 
Im Durchschnitt wurden im Jahre 1937 laufend 
ungefähr 16 000 Personen betreut und unterstützt. 
1. Bezirke und Zentrale des Wohlfahrtsamts 
Die einzelnen Wohlfahrtsfälle werden in einem bestimmten Umfange 
von den sieben Bezirken bearbeitet, in die das Gebiet der Gemeinde 
eingeteilt ist. Diese Bezirke haben im Jahre 1937 von den ihnen be 
willigten Mitteln RM 309 150 für Unterstützungen aufgewendet, die im 
wesentlichen aus baren Zuwendungen, Lebensmitteln, Hauspflegen, Miet 
beihilfen u. ä. bestehen. Außerdem erhielten die Bezirke für Sonderfälle, 
die bei ihnen bearbeitet wurden, die aber außerhalb des Rahmens der 
ihnen zur Verfügung stehenden Mittel lagen, von der Zentrale weitere 
rd. RM 90 000 zur Verteilung zugewiesen. Von der Zentrale selbst wurden 
unmittelbar rd. RM 156 000 Unterstützungen gewährt. 
2. Küchen und warme Stuben 
Das Wohlfahrtsamt unterhält 10 Küchen und 14 warme Stuben. Die 
Küchen verabfolgen zu geringen Preisen und unter Umständen völlig 
unentgeltlich den Bedürftigen ein kräftiges Mittagessen. Im Jahre 1937 
wurden von ihnen rd. 330 000 Portionen verausgabt. Daneben 
wurden von den außerdem bestehenden Vereinsküchen, die zum Teil von 
der Gemeinde subventioniert werden, weitere rd. 210 000 Portionen aus 
gegeben. 
Die 14 warmen Stuben wurden im Durchschnitt jeweils von ca. 700 
Personen besucht. 
3. Mietabteilung 
Diese Stelle des Wohlfahrtsamtes, die insbesondere bei drohenden 
Exmissionen helfend einspringt, wurde im Berichtsjahr von rd. 1300 
Familien in Anspruch genommen, für die annähernd RM 15 000 veraus 
gabt wurden; hierdurch wurden viele Exmissionen vermieden.
        
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