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Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Ausgabe 1918 (Public Domain)

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T^evwaltungsbericht 
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i des 
Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg 
über das Jahr 1918. 
1. Allgemeine Verwaltung. 
Stadtrat Dr. Licht schied zum 1. Oktober aus den Diensten der Stadt aus. An 
seiner Stelle wurde Stadtrat Jacobs zum besoldeten Stadtrat gewählt. Zum Stadt 
baurat wurde Dr.-Jng. Wagner gewähtt. 
Magistratsassessor Dr. Kos; mann ist am 31. Dezember aus den Diensten der 
Stadt ausgeschieden. 
Im Kampfe für das Vaterland fanden den Tod: Technischer Stadtsekretär Funcke, 
Magistratssekretär Lichtenberg, Bureauassistenten Seybüchler und R u st, Diätar 
V e r w i e b e , Kassendiener S ch w e d , Magistratsdiener Helmke und B a l l e n t i n , 
Feuermänner Schmidt und Heidebring. 
Verstorben sind außerdem: Magistratssekretäre Jetzschmann und Klein» 
s ch m i d t, Bureauassistenten Burkhardt und W i t t k e. 
In den Ruhestand versetzt sind: Bibliothekar Dr. R i ch t e r, Bureaudirektor Räth, 
Stadtseketäre Matth es (Carl), Stürmer und Fritz (Richard), Magistratssekretäre 
Hohl und K r u s ch k e. 
Ausgeschieden sind: Bureauassistenten Lehmann (Paul), R e u b e r t und Keim. 
In der Zusammensetzung der Stadtverordnetenversammlung traten folgende Ände 
rungen ein: die Stadtverordneten Alfermann, Magnan und Solinger sind 
gestorben; die Stadtverordneten Heile und Dr. Wangemann legten aus Gesundheits 
rücksichten ihre Mandate nieder. 
In die Verbandsversammlung für den Zweckverband Groß-Berlin wurden für den 
ausgeschiedenen Stadtverordneten Wolff-Zitelmann der Stadtverordnete L a ch - 
m a n n als Ersatzmann des 4. Vertreters und an Stelle des ausgeschiedenen Stadtrats 
Dr. Licht der Stadtrat Ka h als 2. Vertreter und Stadtbaurat Dr.-Jng. Wagner als 
Ersatzmann des 2. Vertreters gewählt. Die ausgelosten Vertreter und deren Ersatzmänner, 
und zwar Bürgermeister M a ch o w i c z , Oberbürgermeister D o m i n i c u s , Stadtrat 
und Syndikus Dr. Lohmeyer, Stadtverordneter Dr. I a c o b y wurden wiedergewählt. 
Neugebildet wurden die W e i n d e p u t a t i o n (3 Magistratsmitglieder, 6 Stadt 
verordnete, 3 Bürgerdeputierte) und die Deputation für Kriegsfürsorge 
(5 Magistratsmitglieder, 8 Stadtverordnete, 4 Bürgerdeputierte). 
Aufgelöst wurden die Deputation für Unter st ützung Krieg-Hilfs 
bedürftiger und die Kommission für Unter st ützung von Familien 
mobiler Mannschaften. 
Bezirksvorsteher H e y l ist verstorben. 
2. Kapital- und Schuldenverwaltung. 
Folgende Anleihen bzw. Darlehen wurden neu aufgenommen: 
a) Die 5. städtische Kriegsanleihe im Betrage von 7 852 000 M. bei der Sparkasse. Sie 
ist mit 4 x / 4 %, wegen der Kriegsverhältnisse jedoch bis auf weiteres mit demjenigen 
höheren Satze zu verzinsen, den die Sparkasse jeweilig bei Anleihung der Gelder 
selbst aufzuwenden hat. 
b) Die 6. städtische Kriegsanleihe im Betrage von 11073 000 M. Diese Anleihe wurde 
mit 6 108 000 M. bei Herrn Otto Markiewicz zu Berlin, mit 3 750 000 M. bei der 
Rothenburger Versicherungsanstalt a. G. und mit 1215 000 M. bei der Sparkasse 
verfügbar gemacht. Der Zinssatz beträgt 4,55 %; wegen der Verzinsung der bei der 
Sparkasse aufgenommenen Teilanleihe sind die Verhandlungen noch nicht abgeschlossen, 
voraussichtlich wird sich die Verzinsung auf den gleichen Satz wie bei der 5. städtischen 
Kriegsanleihe — zu a — stellen. 
c) Das Darlehen zum Ankauf von Aktien der Deutschen Gasgesellschaft im Betrage von 
9 142 000 M. Hiervon sind bei Herrn Otto Markiewicz zu Berlin 5 142 000 M. mit 
einer Verzinsung von 4,55 % verfügbar gemacht. 
Die Tilgung des bei dem Allgemeinen Deutschen Versicherungsverein a. G. in 
Stuttgart aufgenommenen Darlehns von 0 218 000 M. und der bei der Sparkasse aufge- 
nommenen 4. städtischen Kriegsanleihe von 2 754 500 M. wurde mit Genehmigung der Auf 
sichtsbehörde ausgesetzt. Ferner wurde die verstärkte Tilgungsoerpflichtung der Sparkassen 
anleihe vom Jahre 1911 — 2 % des Anleihebetrages als Jahresbeitrag für die Speisung
	        
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