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Volume XVII. Gesundheitspflege

Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Issue3.1903/1908 (Public Domain)

A. Soziale Hygiene. 
Über die Benutzung der Fürsorgestelle gibt folgende Zusammenstellung 
Aufschluß: 
Die Benutzung der Fürsorgestelle für Tuberkulöse 1904—1907. 
Jahr 
Bestand 
am Anfang 
Familien 
aufgenommen | ausgeschieden 
Bestand 
am Ende 
1904 
181 
37 
144 
1905 
144 
276 
52 
368 
1906 
368 
442 
78 
732 
1907 
732 
662 
54 
1340 
Jahr 
G « 
Die Leistungen der Fürsorgestelle sind nachstehender Übersicht zu entnehmen 
Die Leistungen der Fürsorgestelle für Tuberkulöse 1904—1907. 
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Frau-! Kin 
der 
en 
1904 
645 
723 
1808 
165 
27 
- 
5 
14 
3 1 
10 
2 
29 
26 
25 
1905 
1800 
1500 
2197 
3229 
77 
6 
7 
21 
53 
20 
4 
43 
55 
62 
1906 
2000 
1800 
4500 
4450 
163 
17 
9 
20 
147 
23 
— 
117 
202 
185 
1907 
2500 
2300 
2900 
4700 
200 
14 
7 
22 
205 
56 
6 
229 
279 
226 
An den Kosten für Versorgung in Heilstätten, Seehospizen und Erholungs 
stätten beteiligte sich die Stadt 1907 mit 16 507,55 M. und zwar aus dem Etat der 
Wohlfahrtsdeputation mit 12 387,55 M., aus dem der Armen Verwaltung mit 4120 M. 
Die Gesamtkosten der Anstaltsfürsorge beliefen sich 1907 auf rund 90 000 M. 
In diesem Zusammenhang mag noch erwähnt sein, daß die Deputation für 
Wohlfahrtspflege, vertreten durch ihren ärztlichen Sachverständigen, an der Bera 
tung der Angelegenheit der Schaffung einer bakteriologischen Untersuchungsstelle 
am Auguste-Viktoria-Krankenhause teilgenommen hat. Mikroskopische Unter 
suchungen des Auswurfes auf Tuberkelbazillen werden unentgeltlich in der Fürsorge 
stelle für Tuberkulöse auf Wunsch der Ärzte ausgeführt. Dem Verein der Schöne 
berger Ärzte und den Schul- und Armenärzten ist eine diesbezügliche Mitteilung 
vom Magistrat übermittelt worden. 
III. Erholungsstätte. 
Die zweite vom Verein zur Bekämpfung der Tuberkulose in Schöneberg ins 
Leben gerufene Einrichtung war die Walderholungsstätte für tuberkulöse Männer 
bei Eichkamp. Das Wesen der Walderholungsstätten kann als bekannt voraus 
gesetzt werden. Unsere Erholungsstätte unterschied sich insofern von andern 
derartigen Einrichtungen, als sie einzig und allein dem Zwecke der Tuberkulose 
bekämpfung dienen sollte. Und so kam es, daß fast 90 % der Pfleglinge Tuberkulöse 
waren. Unsere Anstalt konnte demnach bis zu einem gewissen Grade als Tages 
heilstätte bezeichnet werden. 
Mit Unterstützung der Frau Minister von Studt, der Vorsitzenden der Er 
holungsstättenabteilung des Volksheilstättenvereins vom Roten Kreuz, der sich
	        
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