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Volume VII. Wohnungswesen

Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Issue3.1903/1908 (Public Domain)

VII. 
W ohnungswesen. 
A. Bestand an Wohnungen und Haushaltungen. 
- v ' % ; 
n Verbindung mit der allgemeinen staatlichen Volkszählung vom 
I. Dezember 1905 fand seitens der Stadt Schöneberg eine Wohnungs 
aufnahme statt. Da ihre Ergebnisse geeignet sind ein tieferes Ein 
dringen in die Wohnungsverhältnisse Schönebergs in der Berichtszeit 
zu ermöglichen, seien sie hier wiedergegeben. Im Anschluß daran soll auf Grund 
der Volkszählung die Zusammensetzung der Haushaltungen, die die Wohnungen 
innehaben, dargelegt werden 1 ). Endlich soll noch auf Grund der Personenstands 
aufnahme vom Oktober 1906 das Verhältnis von Einkommen und Miete be 
leuchtet werden 2 ). 
1. Größe der Wohnungen. 
Die Gesamtzahl der bewohnten Wohnungen belief sich auf 36 018. Dem 
gegenüber waren im Jahre 1900 nur 23 365 gezählt worden. Von den 36 018 Woh 
nungen hatten 9683 oder 26.9 % höchstens einen Wohnraum 3 ). Zwei Wohnräume 
hatten 11 171 oder 31.0 % aller Wohnungen. Drei Wohnräume hatten 6545 oder 
18.2 0/ un ü vier oder mehr Wohnräume 8618 oder 23.9 %. Ein Vergleich mit den 
Ergebnissen der Aufnahme von 1900 zeigt eine erhebliche Abnahme der kleinsten 
Wohnungen. Damals betrug der Anteil der Wohnungen mit höchstens einem 
Wohnraum noch 30.1 %, hingegen zählten zwei Wohnräume 29.4 % aller Woh 
nungen, drei 17.5 % und vier oder mehr 23.0 %. Ein Vergleich mit den Ergebnissen 
der Aufnahme von 1905 in den 9 andern Gemeinden Groß - Berlins mit mehr als 
30 000 Einwohnern zeigt, daß der Anteil der Wohnungen mit höchstens einem 
Wohnraum erheblich größer war als in Schöneberg: in Berlin mit 44.0 % und 
außerdem in den östlichen Gemeinden: Rixdorf mit 46.7 %, Lichtenberg mit 
9 Die Darstellung ist ein Auszug aus ..Die Grundstücksaufnahme vom 16. Oktober 1905 
und die Wohnungs- und Bevölkerungsaufnahme vom 1. Dezember 1905“ (Einzelberichte des 
Statistischen Amts der Stadt Schöneberg. 1. Heft). 
2 ) Auszug aus einer Abhandlung in den Statistischen Monatsberichten der Stadt 
V. Jahrgang Nr. 12. 
a ) Keinen eigentlichen Wohnraum hatten 142 oder 0.4 °/ 0 aller Wohnungen. Es 
handelt sich hier einmal um Wohnungen, die nur aus einer Küche bestanden, ferner um 
Gewerberäume, die zugleich als Schlafräume dienten, endlich um Ställe, Wohnwagen, Boden 
kammern usw., die zu Wohnzwecken dienten.
	        
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