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Volume V. Bevölkerungswesen

Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Issue3.1903/1908 (Public Domain)

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V. Bevölkerungswesen. 
Zusammenhang nur mitgeteilt werden, daß von den 667 in den Jahren 1906 und 
1907 hier lebend geborenen unehelichen Kindern 195 oder 29 % in Anstalten und bei 
Hebammen, die für Privataufnahmen konzessioniert sind, geboren wurden. Unter 
Ausscheidung dieser nicht in der Wohnung der Mutter geborenen Kinder ergibt 
sich, daß der Anteil der Unehelichen in den Bezirken I und VI besonders hoch, 
in den Bezirken X und XI besonders niedrig war. 
In der Absicht , eine bessere Grundlage für die Beurteilung der Fruchtbarkeit der 
hiesigen Bevölkerung zu schaffen, als sie die üblichen Auszählungen bieten, wurden 
seit Beginn des Jahres 1907 bei jeder Lebendgeburt die folgenden Fragen gestellt: 
Pas wievielte Kind der Mutter ist das geborene? überhaupt ... in der jetzigen Ehe . . . 
Mit der Verarbeitung der so gewonnenen Angaben wurde eine Auszählung 
der Kinder nach dem Alter der Eltern verknüpft. Wenn auch die Ergebnisse eines 
einzelnen Beobachtungsjahres naturgemäß keine Schlüsse auf die Entwicklung der 
einschlägigen Verhältnisse zulassen, so seien doch immerhin einige der wichtigsten 
Resultate zur Veranschaulichung des Zustandes am Ende der Berichtszeit hier 
wiedergegeben: 
Eine Gliederung der ehelich Geborenen nach dem Alter der Eltern ergibt, 
daß in 39.3 % oder nahezu 2 / 5 aller Fälle beide Eltern jünger als 30 Jahre waren. 
Besonders hoch war der Anteil der Mütter von 25—30 Jahren mit 37.8 %, be 
sonders niedrig der der Mütter von 35—40 Jahren mit 9.1 %. 
Ehelich Lebendgeborene nach de 
M 
Alter der Eltern 1907. 
Alter der 
Mutter in 
Jahren 
20 
bis 
25 
1 25 
! bis 
! 30 1 
30 
bis 
; 35 j 
35 
bis 
; 40 
40 
j bis 
1 45 
45 
! bis 
1 30 
Alt 
50 
U. 
m. 
er des 
Zu- 
sammen 
Vater 
20 
bis 
25 
s in J; 
25 
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ähren 
30 
bis 
35 
35 
bis 
40 
. 40 
bis 
45 
45 
bis 
50 
1 50 
1 u. 
| m. 
Zu 
sammen 
Absolut 
Relativ 
unter 20 
30 
31 
7 
— 
— 
68 
O.99 
1.02 
O.23 
1 
— 
— 
— 
2.24 
20—25 
I48 
417 
159 
47 
17 
2 
2 
792 
4.88 
13-75 
5-24 
1.55 
O.56 
O.07 
1 0.06 
i 26.11 
i 
25—3° 
65 
502 
396 
136 
33 
IO 
3 
91146 
2.14 
16.55 
13.06 
4-49 
I.09 
0.33 
O.IO 
l ) 37-79 
30—35 
IO 
121 
268 
164 
66 
l8 
9 
656 
0.33 
3-99 
8.8z 
5-41 
2.18 
0.59 
O.30 
21.63 
35—40 
— 
19 
43 
112 
76 
20 
7 
277 
— 
0.62 
1.42; 
3.69 
2.51 
0.66 
O.23 
9 rZ 
40—45 
— 
2 
3 ! 
22 
27 
20 
12 
86 
0.07 
O.IO 
0.72 
0.89 
0.66 
O.40 
2.84 
45—50 
— 
- 
3 
2 
3 
— 
8 
— 
— 
— 
O.io 
0.06 
O.io 
— 
0.26 
50 u. m. 
Zus. | 
1253 
! 1092 s 87614841 
2211 
73 1 
33 
1 )3°33 
8.34I 
36.00! 
28.88 
15-96! 
7.29I 
2.4rs 
I.09(|^IOO.0O 
l) Einschi, i Falles mit unbekanntem Alter des Vaters. 
Eine Gliederung der ehelich Geborenen nach der Geburtenfolge innerhalb 
der jetzigen Ehe zeigt, daß 39.8 °/ 0 oder etwa 2 / 5 erste Kinder, 25.9 % oder reichlich 
ein weiteres Viertel zweite Kinder waren. Nur 34.3 % oder reichlich 1 / a waren 
spätere Kinder. 
Bei Einbeziehung der nicht aus der jetzigen Ehe der Mutter, also insbesondere 
aus einer früheren Ehe der Mutter stammenden Kinder vermindert sich der An 
teil der ersten Kinder von 39.8 % auf 38.2 %, während der der zweiten Kinder 
von 25.9 % auf 26.1 %, der der späteren Kinder von 34.3 % auf 35.7 % steigt. 
Die Veränderungen in der Geburtenfolge sind also recht unbedeutend, eine Tat 
sache, die vielleicht in der geringen Fruchtbarkeit wiederheiratender Frauen ihre 
Erklärung findet.
	        
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