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Volume XII. Hochbau

Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Issue2.1899/1903 (Public Domain)

B. Gemeindebauten. 
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lausende Meter Pissoirstände mit Schieferwänden. Der Fußboden besteht 
aus Asphalt-Estrich. Das Haus hat 4,45 m Frontlänge und ist mit doppel- 
lagigem Pappdache versehen. Die Abortsitze sind unterwölbt zur Ausnahme 
der Sammelrohre und Schleusen. 
Zum Gebrauch für die Mädchenabteilung sind zunächst 9 durch eine 
Zwischenwand abgeteilte Aborte mit besonderem Eingang vorgesehen. 
Die Turnhalle einschließlich der Vorhalle entspricht in ihrer Abmessung 
und der inneren Einrichtung wiederum derjenigen der Schule am Platz F, 
jedoch ist sie mit Falzziegeln gedeckt und gleich den vorbeschriebenen 
Nebenbauten in Ziegelrohbauarchitektur gehalten. 
Von der Ebersstraße ist durch den Schulhof bis zum Hauptgebäude 
eine gepflasterte Fahrstraße für Kohlenwagen durchgelegt. Der mit einigen 
Turngeräten versehene Schulhof ist im übrigen wie bei der Schule am 
Platz F hergestellt. Auf eine kurze Frontlänge von 7,80 m an der Ebers 
straße ist eine Kniemauer in Ziegelrohbau unter Verwendung eines 1,50 m 
hohen schmiedeeisernen Gitters einschließlich Pfeiler mit Sandsteinabdeckung, 
3 m breitem eisernen Tor und 1 m breiter Tür hergestellt. Die vor 
läufige Grenze mit dem Grundstück für die spätere Schulerweiterung wird 
durch einen provisorischen Bretterzaun gebildet. Auf dem Schulhofe sind 
außer 22 Stück verschiedenen Bäumen auch eine große Anzahl von 
Sträuchern gepflanzt und für den botanischen Unterricht mit Namenbezeich 
nungen auf emaillierten Täfelchen versehen, welche die deutsche und 
lateinische Bezeichnung enthalten. 
Die bisherigen Baukosten des gesamten Schulbaues einschl. des In 
ventars betragen rd. 390oco M. 
d. XII. und XIII. Gemeindeschule in der Hohenstaufenstraße. 
Das Schulgrundstück der XII. und XIII. Gemeindeschule liegt auf dem 
Hinterlande in der Mitte des durch die Hohenstaufen-, Münchener-, Bar 
barossa-, Speyerer- und Martin Eutherstraße begrenzten Baublocks. Es wird 
südlich und östlich vom Grundstück der städtischen Pumpstation, nordwest 
lich vom städtischen Grundstück des zurzeit im Bau begriffenen Werner 
Siemens-Realgymnasiums, im übrigen von Privatgrundstücken begrenzt. Auf 
dem an der Hohenstaufenstraße belegenen Teile des Grundstücks mit 25 m 
Straßenfront ist ein städtisches Dienstgebäude erbaut mit 2 breiten Durch 
gängen (für Knaben und Mädchen) zum Schulgebäude. Im Erdgeschoß und 
I. Obergeschoß des Dienstgebäudes sind Bureauräume, im II., III. und 
IV. Obergeschoß Dienstwohnungen untergebracht. 
Auf dem einschl. des Vorgartens rd. 5350 qm = rd. 377 Quadratruten 
großen Schulgrundstück sind erbaut: das Schulgebäude, je ein Abort für 
Knaben und Mädchen und das vorbezeichnete Dienstgebäude. 
Die Turnhalle wird auf dem Grundstück des Werner Siemens-Real 
gymnasiums untergebracht, wo eine doppelgeschossige Turnhalle für beide 
Lehranstalten errichtet wird. Die Halle des unteren Geschosses bleibt für 
den Gebrauch der XII. und XIII. Gemeindeschule vorbehalten. Durch diese
	        
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