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Volume VII. Stadtgebiet

Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Issue2.1899/1903 (Public Domain)

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VIT. Stadtgebiet. 
Für den öffentlichen Verkehr und mit geringen Ausnahmen auch 
für die Bebauung freigegeben sind bisher: 118 Straßen, 7 Plätze und 
5 Brücken. 
B. Vereinigung der Landgemeinde Friedenau mit 
Schöneberg. 
Auf den nach dem ersten Yerwaltungsberichte — 
S 105 
bei der 
Königlichen Staatsregierung gestellten Antrag auf Einbringung eines die 
Erweiterung der Stadtgemeinde und des Stadtkreises Schöneberg durch Ein- 
der Landgemeinde Friedenau betreffenden Gesetzes erging 
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unterm 17. Februar 1900 die nachstehend mitgeteilte Entscheidung des Herrn 
Ministers des Innern: 
Bei eingehender Prüfung der Sachlage habe ich nicht die Überzeugung ge 
winnen können, daß die gebotenen Rücksichten auf die wirtschaftliche Lage der 
Landgemeinde Friedenau und auf die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen dieser 
Gemeinde und der Stadt Schöneberg oder andere überwiegende Gründe des öffent 
lichen Wohls die kommunale Vereinigung dieser beiden Gemeindebezirke zur Zeit 
dringend erfordern. 
Unter diesen Umständen ist auch den vom Kreise Teltow zur Begründung 
seines Widerspruchs gegen den Fingern eindungsplan erhobenen Bedenken eine be 
sondere Bedeutung beizumessen. Fs erscheint nicht angängig, ohne zwingende Not 
wendigkeit schon im gegenwärtigen Zeitpunkte, während dieser Kreis die durch das 
Ausscheiden der jetzigen Stadtkreise Rixdorf und Schöneberg hervorgerufenen 
Schwierigkeiten noch nicht hat vollkommen überwinden können, wiederum durch 
eine erneute Verkleinerung seines Gebiets in seine fernere gedeihliche Entwickelung 
störend einzugreifen. 
Ich sehe daher für jetzt davon ab, den Fingemeindungsplan weiter zu ver 
folgen, und ersuche, die Beteiligten sowie den Haus- und Grundbesitzerverein in 
Friedenau auf seine hier beigefügte Eingabe vom 31. Dezember pr. mit ent 
sprechendem Bescheide zu versehen. 
Nach Bekanntgabe dieses Bescheides in der Stadtverordnetensitzung 
vom 2i. März 1900 wurde folgender Beschluß gefaßt: 
„Indem die Stadtverordnetenversammlung die Eingemeindung von Friedenau in 
Schöneberg im öffentlichen Interesse und angesichts der tatsächlichen Verhältnisse 
auf dem Gebiete der Gemeindeverwaltung, der Kanalisation, der Schule, der Ver 
kehrseinrichtungen, der Polizei usw. für dringend geboten hält, ersucht dieselbe 
den Magistrat, diese Vereinigung bei den zuständigen Staatsbehörden schon im Hin 
blick auf die von diesen früher gemachten Zusagen, nötigenfalls durch persönliche 
Vorstellung, weiter zu verfolgen.“ 
Diesem Beschlusse ist Folge gegeben worden. Zu einem Ergebnis 
haben die bezüglichen Bemühungen bis jetzt nicht geführt.
	        
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