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Volume Elftes Kapitel. Bauwesen

Full text: Verwaltungsbericht des Magistrats der Stadt Berlin-Schöneberg (Public Domain) Issue1.1899 (Public Domain)

B. Tiefbau. 
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niedrige Mauern oder Gitter von einander getrennt, schöne grosse Garten 
flächen, welche in ihrem Zusammenhänge einen äusserst stattlichen und 
freundlichen Eindruck machen und Licht und Luft in bisher unbekanntem 
Umfange Zutritt zu den sonst so vernachlässigten Hinter zimmern gewähren. 
Solche Höfe, bis zu vieren zusammengelegt, finden sich z. B. in der Neuen 
Winterfeldt- und Luitpoldstrasse. Ihre Anlage wird von vornherein erleichtert, 
wenn die Parzellirung eines Häuserblocks, wie neuerdings bei denen des 
Platzes Z, durch einen Besitzer, beispielsweise eine Baugesellschaft erfolgt. 
B. Tiefbau. 
1. Bebauungsplan. 
Die ersten Anfänge des Schöneberger Bebauungsplanes reichen auf 
den bekannten Berliner Bebauungsplan von 1861/62 zurück, der das Schöne 
berger Weichbild allerdings nur in beschränktem Umfange berührt. Durch 
diesen Plan wurde festgesetzt: 
1. die Motzstrasse von der Kurfürsten- bis zur Heinrich Kiepertstrasse, 
2. die Heinrich Kiepertstrasse von der Charlottenburger Grenze bis nahe 
an die Grunewaldstrasse, 
3. die Goltzstrasse, 
4. die Neue Winterfeldtstrasse von der Berliner Grenze bis zur Heinrich 
Kiepertstrasse, 
5. die Barbarossastrasse von der damals noch anders verlaufenden Gleditsch- 
strasse bis zur Heinrich Kiepertstrasse, 
6. die Hohenstaufenstrasse in derselben Ausdehnung, 
7. die Grunewaldstrasse von der Hauptstrasse bis zur Goltzstrasse, 
8. die Hauptstrasse von der Berliner Grenze bis zur Colonnenstrasse, 
9. die Grossgörschenstrasse, 
10. die Bahnstrasse, die später abgeändert wurde, 
11. die Monumentenstrasse, welche später wiederholt geändert wurde und 
noch gegenwärtig im Feststellungsverfahren begriffen ist, 
12. die Colonnenstrasse, 
13. die Strasse 20 a. 
Es darf behauptet werden, dass für die Feststellung dieser, damals der 
Bebauung allerdings noch sehr fernliegenden Strassenzüge vielfach weniger 
das Bestreben, der Zukunft planvoll vorzuarbeiten, als das Vorhandensein 
alter Feldwege und besonders scharf ausgeprägter Grundstücksgrenzen aus 
schlaggebend war. Dass für wichtige Yerkehrsstrassen derartige Aeusser- 
lichkeiten nicht entscheidend sein dürfen, ist jetzt allgemein anerkannt, und 
die spätere Entwickelung in Schöneberg hat leider die Erfahrung bestätigt, 
dass Fehler grade bei der ersten Grundlage eines Bebauungsplanes sich 
schwer zu rächen pflegen. Abgesehen von diesen Strassen waren bis zum
	        
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