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Periodical volume

Full text: Spätlese Issue 2012,7/8

DAS MAGAZIN FÜR AUFGEWECKTE
SENIORINNEN UND SENIOREN

SPÄTLESE
www.magazin-spätlese.net

Ausgabe Juli/August 2012

IN

DIESER

AUSGABE:

Kongresse

Natur

Ein Feuerwerk bürgerlichen
Engagements

2

Die Energiewende und ihre
Fragen

2

Reportage
Sagenhaftes Bernau

4

Der Schwan in meinem
Garten

10

In meinem Lieblingsferienort auf neuen Wegen

17

12

Frühlingserwachen in
meinem Lieblingsurlaubsort

18

Tourismus

Auf den Spuren der Bauhaus-Kultur in Berlin

13

6

Ein Besuch im Deutschen
Blindenmuseum in Berlin

8

Humor

Mein Haus

14

Meine Urenkelin kommt zur
Schule

15

ERWARTET

Ernteeinsatz

16

9

SIE

Die neue Ausgabe des Senioren-Magazins „Spätlese” ist
online unter: www.magazinspätlese.net verfügbar. Die
Leserinnen und Leser können sich auf interessante
und lesenswerte Themen
freuen. Die ehrenamtlichen
Autoren haben sich auch in
dieser Ausgabe bemüht, für
jeden Geschmack etwas
anzubieten.
Barbara Ludwig zeichnet ein
Bild von Bernau und
schreibt etwas Humorvolles.
Christa-Dorit Pohle be-

DIESER

21

22

Buchtipps
Von Reiseabenteuern bis zu
Redewendungen über Körper und Seele

IN

19

Katastrophen
Waldbrände in der Lausitz

10

Das Herz

Die Spuren des Alten Fritz
im Spreewald
Auf in die Kehlen und
Schluchten… und wo die

Geschichten

Der graue Fleck

WAS

Da blühen Herz und Sinne
auf!

Architektur

Gesundheit

Wenn Unmögliches möglich
würde

Urlaubserlebnisse

23

AUSGABE?

schreibt Reiseerlebnisse
und hatte einen Schwan im
Garten. Ursula A. Kolbe berichtet über einen Kongress,
die Sächsische Schweiz,
war mit dem Alten Fritz im
Spreewald, widmet sich der
erneuerbaren Energie und
gibt Buchtipps.

einem Fachsymposium der
Feuerwehr in Weißwasser.
Weitere Autoren berichten
über
die
BauhausArchitektur, über Erlebnisse in einem Mietshaus und
über den Seniorentag in
Hamburg.

Waltraud Käß schreibt über
den „Grauen Fleck“ und war
im Blindenmuseum. Rudolf
Winterfeldt freut sich über
die Einschulung seiner Urenkelin, erinnert sich an frühere Erntezeiten und war bei
www.magazin-spätlese.net

Redaktion Spätlese

Seite 2

SPÄTLESE
THEMA:

…

EIN

KONGRESSE

FEUERWERK

BÜRGERSCHAFTLICHEN

ENGAGEMENTS!

von Ursula Lenz, BAGSO-Pressereferentin
„JA zum Alter!“ waren Tenor und
Motto des 10. Deutschen Seniorentages im Congress Center
Hamburg, ausgerichtet von der
Bundesarbeitsgemeinschaft der
Senioren-Organisationen e.V.
(BAGSO) und ihren 110 Mitgliedsverbänden. Vielfältig waren
die Themenbereiche. Ob „Politik
und Gesellschaft“, „Engagement“
und „Individuelle Lebensgestaltung“ - 100 Einzelveranstaltungen wurden angeboten,
die alle Fragen aufgriffen, die vielen nicht nur
älteren Menschen in
„Es gab viele einer sich rasant veränjunge
dernden Gesellschaft
Gesichter auf auf den Nägeln brendiesem
nen. Die größte AnzieSeniorentag“ hungskraft hatten die
Veranstaltungen, die
sich mit dem Wohnen
im Alter, mit einem gesunden Lebensstil und
dem Zusammenleben in Kommune und Quartier befassten. Aber
auch Veranstaltungen zu den
Themen: allein lebende Frauen,
Möglichkeiten einer Psychotherapie im Alter sowie würdevolles
Leben und Sterben waren sehr
gut besucht. Eine deutlich größere Bedeutung als bei früheren
Seniorentagen hatte die LebensTHEMA:

DIE

situation älterer Migrantinnen
und Migranten, sie wurde bereits in der Podiumsdiskussion auf der Festveranstaltung
mit Bundespräsident Gauck
aufgegriffen. Erstmalig gab es
Informationen in türkischer
Sprache. Menschen mit einer
Hörbehinderung konnten die
zentralen Veranstaltungen
sowohl gebärden- als auch
schriftgedolmetscht verfolgen,
die vorderen Reihen des
Festsaales waren rollstuhlgerecht
umgestaltet:
Es gab viele junge Gesichter
auf diesem Seniorentag: Unter den Besucherinnen und
Besuchern – insgesamt waren es 19.200 – sowie unter
den Mitwirkenden, sei es das
Landesjugendorchester, sei
es eine generationenübergreifende
Theatergruppe.
Besonders lebendig war die
begleitende Messe SenNova,
auf der es sehr viel Interessantes und Wissenswertes zu
sehen und zu erleben gab.
Die Möglichkeiten, etwas auszuprobieren und zu testen,
wurden intensiv genutzt ebenso die Chance, sich mit anderen gleichermaßen interessierten Menschen auszutau-

Foto: Frederika Hoffmann/BAGSO

schen. Einer der BAGSOVerbände, das Forum Gemeinschaftliches Wohnen, das auf
der Messe vertreten war,
schrieb der BAGSO: „…vielen
Dank dafür, dass Sie uns allen
den anregenden und ertragreichen 10. Deutschen Seniorentag in Hamburg geschenkt haben. Wir haben die gesamte
Veranstaltung als ein Feuerwerk des bürgerschaftlichen
Engagements wahrgenommen
und uns über die drei Tage dort
– dank der ausgezeichneten
Organisationsleistung und
dank sehr guter inhaltlicher Inputs – sehr wohlgefühlt.“
Eine Bilddokumentation erscheint Mitte Juli, die ausführliche Dokumentation im Herbst
2012.

KONGRESSE

ENERGIEWENDE

UND

IHRE

FRAGEN

von Ursula A. Kolbe
Fukushima vor Augen hat die
Bundesregierung vor einem Jahr
die Abkehr vom Atomzeitalter
verkündet und damit die Energiewende beschlossen. Regenerative Energien sind weiter auf
dem Vormarsch, der Ausbau von
Stromnetz und Speichern rückt
in den Blick. Lösungen sind ge-

fragt. Der jüngste Energiegipfel von Kanzlerin Angela
Merkel mit den Ministerpräsidenten brachte keine Impulse, lediglich die magere Vereinbarung
halbjährlicher
Treffen von Bund und Ländern. Das Thema Energie
rückt aber mehr denn je in

den Fokus der
Öffentlichkeit.
Die jüngsten
FraunhoferUrsula A.Kolbe
Ene rgi eta ge
im Umweltforum in der Auferstehungskirche Berlin-Friedrichshain widerspiegelte das Engage-

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380.
000

Seite 5

Zwei Rundtürme, es sind der
Pulver- und der Hungerturm
sowie das Steintor und einige
Lughäuser, die bis zu zehn
Bewaffneten zur Abwehr von
Feinden Platz boten, faszinieren bis heute.
Interessantes altes Heimatmuseum

www.magazin-spätlese.net

Mark Brandenburg. Einst
stellten über 140 Brauereien
Bier her. Doch seit dem
2.Weltkrieg gibt es keine einzige mehr. Das gute Bernauer Schwarzbier wird heute in
Berlin-Friedrichshagen produziert und sei sehr begehrt,
erfahren sie in einer Gaststätte. Aufgrund der langen
Haltbarkeit wurden im 17.
Jahrhundert jährlich bis zu
30.000 Tonnen Bier in Länder außerhalb der Mark
Brandenburg geliefert und
natürlich auch nach Berlin.

Am Steintor steht eine Tür
offen. Eine schmale Treppe
führt hinauf zum Heimatmuseum. Hier fühlen sich Helga
B. und Dora K. eingeladen.
Für geringes Eintrittsgeld beSage vom Bier
kommen sie allerhand historische Gegenstände mit entEinem Bernauer Jugendlisprechenden schriftlichen
chen, der in Berlin das
Erklärungen zu sehen. Das
Schuhmacherhandwerk ersind alte Waffen, Rüstungen,
lernen sollte, war das offenHandwerkszeug. Trinkgefäße
bar nicht bekannt. Eines Tafür Bier und Schankzeug,
ges beauftragte ihn sein
auch ein Webstuhl sind zu
Meister,
eine
bewundern, denn die
Kanne Bernauer
Tuch- und SeidenproBier zu besorduktion sowie die Bier- „ Einem Bernauer
herstellung machten Jugendlichen, der gen. Der Lehrling machte sich
Bernau weit über die
in Berlin das
Landesgrenze hinaus Schuhmacherhan auf den Weg
nach
Bernau.
bekannt. Nicht zu verdwerk erlernen
Über sein langessen ist die bemersollte “
ges Ausbleiben
kenswerte Bauweise
wurde der Lehrdes
Hungerturmes,
herr sehr ärgerder mit dem Stadttor
lich. Auch dem Lehrling
verbunden ist. Er beherbergt
plagten inzwischen Zweifel,
ein entsetzliches acht Meter
denn seine in Bernau lebentiefes Verlies. Darüber denkt
den Eltern, die er aufsuchte,
man lieber nicht nach. Besser
hatten gemeint, dass es Berist es, nach oben zu steigen,
nauer Bier auch in Berlin zu
um die weite, schöne Auskaufen gäbe. Mit der vollen
sicht zu genießen. Bis nach
Bierkanne in der Hand, beBerlin können Helga B. und
gab er sich zurück nach BerDora K. bei diesem klaren
lin. Aus Angst aber ließ er
Wetter schauen und in der
sich von Rekrutenwerbern
Ferne grüßt der Fernsehturm.
überzeugen, fortan Dienst
Nach dem Eintauchen in die
als Soldat zu tun, statt sich
Geschichte wenden sich beiden Schlägen des Meisters
de wieder der Gegenwart zu.
auszusetzen. Die Kanne mit
Sie verspüren Appetit, gut zu
dem Bier vergrub er. Jahre
essen und das Bernauer Bier
später, inzwischen Rittmeiszu trinken. Über Jahrhunderter geworden, führte sein
te galt es als das Beste der

Weg zum ehemaligen Lehrherrn. Inmitten des Gesprächs gab er sich zu erkennen. Als Beweis, dass
er es wirklich war, gingen

Foto: Rolf Handke / pixelio.de

beide zu der Stelle, wo die
Kanne vergraben lag. Sie
gruben diese aus und kosteten von dem Bier und siehe, es war noch schmackhaft, wie am ersten Tag. So
die Legende zur langen
Haltbarkeit des Bernauer
Bieres.
Vergangenes und Heutiges
Im 30jährigen Krieg (16181648) verarmte die Stadt
vollkommen und die Pest
hatte das Ihre zur immensen Kargheit Bernaus geleistet. Das veränderte sich
jedoch ab 1699 als sich in
Bernau Hugenotten ansiedelten, die allesamt hervorragende Handwerker, Bauern, Kaufleute oder Wissenschaftler waren. Weiter
ging es aufwärts, als Bernau 1842 in die Eisenbahnstrecke Berlin – Eberswalde eingebunden war. Und
seit 1924 verbindet die SBahn Bernau mit Berlin. Die
Nähe zu Berlin begünstigt
Bernau. Wie auch die Berliner begünstigt sind, auf
schnellem Weg, Bernau mit
seinen historischen Bauten
zu besichtigen.
In gemütlicher Ruhe spa-

SPÄTLESE
den Wegen der Parkanlagen. Sie erfreuen sich an
der bunten Blumenpracht,
den prächtigen alten Bäumen, dem Grün der Rasenflächen, den Denkmalen
und Skulpturen und den
vielen einladenden Bänken.
Besonders loben sie die
gepflegten und sauberen
Anlagen. Man merkt, hierauf scheinen die Stadtverantwortlichen besonders zu
achten und die Pflegekräfte
der Grünanlagen haben
gute Arbeit geleistet. Bald
sind sie an der St.-MarienKirche angelangt. Sie „ist
vermutlich aus einem spätromanischen, dann gotisch
veränderten Feldsteinbau
um 1519 hervorgegangen“,
steht im „Kulturpfad“ zu lesen. Die Kirchentür steht
weit offen. Erfreut und doch
respektvoll betreten sie das
Kirchenschiff. Der Marienaltar und die Kanzel aus dem
THEMA:

VOM

16. Jahrhundert beeindrucken sehr. Danach spazieren sie im hellen Sonnenschein weiter an geschichtsträchtigen Bauten vorbei. So
über den Marktplatz zu dem
1805 erbauten Rathaus im
klassizistischen Stil, dem
Henkerhaus, das als Wohnhaus dem Scharfrichter diente und jetzt als Museum
nach aufwändiger Sanierung
eingerichtet wurde, dem
Kantorhaus, als das älteste
erhaltene Wohngebäude aus
dem Jahr 1583. Nicht unerwähnt bleiben sollte die Entwicklung der Einwohnerzahl:
Im Jahr 1816 wohnten
1.832, 1960 13.840 und
2010 36.338 Menschen in
Bernau, wobei im 20. Jahrhundert einige kleine Dörfer
eingemeindet wurden. Ja,
auf Bernaus Straßen und
Wegen zeigt sich das Leben
in vielfältiger Weise. Gaststätten und Eisdielen haben

Seite 6
an solchen warmen Tagen
Hochkonjunktur. Aus manchen Lokalen erklingt Musik
und Menschen tummeln sich
auf dem Marktplatz. Imbiss-,
Blumen- und Obststände beherrschen die Kaufszene.
Aber auch Bänke laden zum
Verweilen ein. Helga B. und
Dora K. jedoch begeben sich
auf den Weg zum Bahnhof.
Bevor sie zum Zug, dem
ODEG, oder zur S-Bahn eilen, unternehmen sie einen
Abstecher in die Bahnhofspassagen. Nicht direkt am
Bahnhof sind diese zu finden,
sondern seitlich dahinter,
Straße über- und Brücke unterquerend. Sie sind beeindruckt von der Warenfülle
und den nicht überall zu findenden Warenangeboten.
Ihre Neugier gestillt, laufen
sie müde, aber froh zum
Bahnhof und genießen die
Heimfahrt in vollen Zügen.
Und dass in jedem Fall.

GESUNDHEIT

DER

GRAUE

FLECK

von Waltraud Käß
den wichtigsten wissen„Wenn sie das Gesicht ihres Enkelkindes so grau
schaftlichen Aufgaben in der
wie hier sehen“, sagte Frau
Augenheilkunde. Große Studien haben gezeigt, dass
Prof. Dr. Antonia Joussen,
etwa ein Drittel der 75Direktorin der Augenklinik
jährigen Menschen Vorstader Charitè, und zeigte auf
die Projektionsflädien einer AMD
che, „dann haben
aufweisen, führte
sie eine AMD
sie weiter aus. Ein
Raunen ging durch
(Altersabhängige
„Wenn sie das
den Saal des AllgeMakuladegeneraGesicht ihres
tion), eine vermeinen Deutschen
Enkelkindes
so
breitete, dennoch
Blinden- und Sehgrau wie hier
in der allgemeibehinderten - Versehen“
eins. Es waren benen
Wahrnehstimmt über einmung eine ziemhundert betroffene
lich unbekannte
AugenerkranTeilnehmer, allein
kung.“ Auf Grund ihrer Häuoder mit ihren Angehörigen,
die dort Platz genommen
figkeit und der begrenzten
hatten, um mehr über diese
Behandlungsmöglichkeiten
Erkrankung zu erfahren. Der
gehört ihre Erforschung zu

größte Teil von ihnen wusste,
wovon die Frau Professor
sprach. Bei den meisten Menschen
beginnt diese
Sehbehinderung damit,
dass
es
Probleme
beim Lesen
gibt.
Klar,
denkt man,
Waltraud Käß
im Alter lässt
das Sehvermögen nach, man
wird vielleicht eine Brille brauchen. Zum Augenarzt muss
man ja nicht gehen, das erledigen heute schon die Optiker
– Augen vermessen, Brille
anpassen, Auf Wiedersehen.
Zuhause sind die Buchstaben
in der Zeitung auf einmal wie-

Seite 7

www.magazin-spätlese.net

werden krumm und schief,
der größer. Dann denkt der
die Nachtblindheit nimmt zu.
Mensch nicht mehr darüber
Für diese Form der AMD
nach, dass es andere Gründe
gibt es noch keine gesicherfür seine Sehbehinderung
ten Behandlungsmöglichkeigeben könnte. Bei dem einen
ten. Aber beruhigend sprach
geht es langsam, bei dem
die Frau Professor „Es wird
anderen schneller – aber das
nie ganz dunkel, aber sie
gleiche Problem taucht wiesehen das Gesicht eines Beder auf. Nun sollte unbedingt
kannten auf der Straße nur
der Weg zum Augenarzt gegrau in grau und können ihn
gangen werden. In einem
nur noch durch seine Stimsehr interessanten, eineinme identifizieren.“ Allerdings
halbstündigen Vortrag führte
ein schlechter Trost für die
die Frau Professor aus, was
Betroffenen. Die zweite, forteine AMD eigentlich ist. Zugeschrittene Form ist die
sammengefasst, ohne hier
„feuchte“ AMD. Hier kommt
die umfangreichen medizinies zu Flüssigkeitsansammschen Erläuterungen wiederlungen unter der Netzhaut.
zugeben, könnte man sie
In der Netzhaut werden
kurz so beschreiben: Ihre Urdurch die Krankheit
sache liegt in der
Wachstumsfaktoren
Veränderung
gebildet, die neue,
mehrerer Netzaber leider krankhafhautschichten,
„verzerrt sehen“
te, weil undichte
die unter den
Blutgefäße wachsen
lichtempfindlilassen. Für diese
chen Zellen, den
Form der AugenerPhotorezeptoren,
krankung gibt es beliegen. Die Netzreits Behandlungsmöglichhautschichten sind für die
keiten. Die Behandlung ist
Ernährung und Regeneration
umso erfolgreicher, je früher
dieser Zellen verantwortlich,
die Erkrankung erkannt wird,
als auch für den Abtransport
und so lautet der Appell: Im
von Abbauprodukten des
Alter aufmerksam auf das
Stoffwechsels. Die lichtempSehvermögen achten und
findlichen Zellen sind an der
bei Problemen sofort den
Stelle des schärfsten SeAugenarzt aufsuchen. Auch
hens, der Makula, besonders
Verwandte von Menschen
dicht angesiedelt. Und genau
mit AMD sollten ab dem 50.
dieser Bereich ist von der
Lebensjahr eine jährliche
AMD betroffen. Die häufigere
Kontrolle des AugenhinterForm ist die so genannte
grundes durchführen lassen.
„trockene“ AMD, wo es zur
Welche Ursachen gibt es?
Bildung größerer Mengen
Genetische Faktoren spielen
von Abbauprodukten in der
ebenso eine Rolle wie überersten Stufe, und in der zweimäßiges Rauchen, ungesunten Stufe u.a. zum Absterben
de Ernährung usw., sie sind
lichtempfindlicher Zellen
also unterschiedlich von
kommt. Die SehverschlechteMensch zu Mensch und könrung macht sich insbesondenen nicht eindeutig zugeordre beim Lesen bemerkbar,
net werden. Werden die hier
Buchstaben oder Silben verbeschriebenen Erscheinunschwinden plötzlich auf dem
gen bemerkt, gibt es die
Papier. Vertikale und horizonMöglichkeit einer eigenen
tale Linien wirken verzerrt,

Foto: Waltraud Käß

Früherkennung: das so genannte Amsler-Gitter. Dieses Gitter (im Foto) besteht
aus vertikalen und horizontalen Linien, mit einem weißen Punkt in der Mitte. Es
dient der Selbstprüfung der
zentralen Netzhaut auf
„verzerrt sehen“. Man hält
das Testgitter in den normalen Leseabstand von
etwa 30 – 40 cm. Wer bereits eine Brille trägt, sollte
diese auch beim Test tragen. Dann wird erst das
eine Auge und dann das
andere mit der Hand abgedeckt und der Punkt in der
Mitte fixiert. Sind Verzerrungen der Linien erkennbar, ob vertikal oder horizontal, besteht der Verdacht auf eine AMD, die
umgehend beim Augenarzt
abgeklärt werden sollte.
Dieses Amslergitter erhält
man von seinem Augenarzt, möglicherweise führen
es auch Apotheken. Nachfragen lohnt sich in jedem
Falle. Wie schon gesagt, es
laufen umfangreiche Forschungsprogramme und
auch sonst wird Hilfe und
Unterstützung organisiert.
Ein Anlaufpunkt ist z.B. der
Allgemeine Blinden- und
Sehbehinderten-Verein,
Auerbacher Straße 7, Berlin-Grunewald (mit der S 7
zwischen Ahrensfelde und
Potsdam ist der Bahnhof
Grunewald bequem zu erreichen, ein Schild im SBahnhof weist bereits den

Seite 8

SPÄTLESE
den Weg) Dort gibt es einen „Makula – Stammtisch“. Unter der TelefonNr. 895 88 – 0 kann man
sich dafür anmelden. Im
Internet erhält man alle Informationen
unter
www.absv.de. Der Verein
bietet auch ein umfangreiches Kultur- und FreizeitanTHEMA:

EIN

gebot für sehbehinderte
Menschen an, u.a. können
Hörbücher kostenlos ausgeliehen werden. Es gibt den
Hilfsmittelladen unter der
gleichen Adresse und Telefonnummer. Im Angebot finden sich Uhren mit großen
Zahlen, Großdruckartikel,
sprechende Fieberthermo-

meter, Schriftvergrößerungsprogramme für Computer und
vieles mehr. Und es gibt Angebote für Beratung, z.B. der
Antragstellung bei Behörden.
Im Interesse Ihrer Gesundheit – informieren Sie sich
und nutzen Sie die Angebote.

GESUNDHEIT

BESUCH

IM

DEUTSCHEN

BLINDENMUSEUM

IN

BERLIN

von Waltraud Käß
Sie sollten es ausprobieren!
Was? Das Spiel Menschärgere-Dich-nicht mit verbundenen Augen zu spielen. Das geht nicht, werden
sie sagen. Doch, es geht.
Ich habe es probiert. Die
Brille mit den undurchsichtigen Gläsern vor meinen
Augen machte den Tag für
mich plötzlich dunkel und
ich konnte mich nur noch
auf meinen Tastsinn verlassen. Ich spürte die erhabenen Punkte auf dem Brett,
an den Figuren, am Würfel
und versuchte mein Glück.
Natürlich werden sie ahnen, dass es schief ging.
Ich landete nie an dem
Platz, wo ich hinwollte. Da
hilft nur geduldiges Üben.
Dieses Spiel ist eines der
Ausstellungsexponate des
Museums.
Für die Menschen, die blind
geboren oder erst später
erblindeten, die auf fremde
Hilfe angewiesen waren,
doch mitunter auch abgewiesen wurden, war es ein
Glücksumstand, dass sich
die von Louis Braille im
Jahre 1825 entwickelte 6Punkte-Schrift durchgesetzt
hat. Diese Schrift ist eine
Weiterentwicklung der
„Nachtschrift“, die vom französischen Offizier Barbier

für militärische Zwecke erfunden wurde. Sie eröffnete
diesen behinderten Menschen eine neue Welt. Die
Schrift besteht aus 6 Punkten. Es ergeben sich 64
Kombinationsmöglichkeiten
(das Leerzeichen inbegriffen). Es können aber auch
Stenografie, mathematische
Zeichen und Noten damit
geschrieben werden. Im Museum gibt es dazu einen umfangreichen Ausstellungskomplex unter dem Titel
„Louis Braille kommt auf den
Punkt“.
Ein weiterer Schwerpunkt
der Ausstellung befasst sich
mit dem Thema Arbeit und
Bildung sehbehinderter Menschen. Wussten Sie, dass
von den 82 Millionen Einwohnern der Bundesrepublik
Deutschland 1,1 Millionen
Menschen sehbehindert sind
(die Sehschärfe mit Korrektur beträgt 30 % und weniger), und sich darunter 165
000 Menschen mit einer
hochgradigen Sehbehinderung (Sehschärfe 5 % und
weniger) bzw. Blinde befinden? Vor allem deshalb berühren die Themen der Ausstellung in großer Breite soziale, berufsbildende, kulturelle, pädagogische und integrative Aspekte. Für die Be-

sucher, ob sehende oder
blinde Menschen, gibt es in
den Ausstellungsräumen Exponate, die angefasst, also
„begriffen“ werden können.
Eine „Harry Potter“-Ausgabe
in Brailleschrift z.B., das erste
Lesebuch für Blinde von
1873, eine Schreibtafel für
Schwarzschrift mit Zeilenline-

Foto: Waltraud Käß

al, eine PunktschriftSchreibmaschine, die Oskar
Picht um 1900 erfunden hat,
einen Taschenrechner in
Braille von 1980, ein Laptop
mit Braille-Zeile von 1997 –
na und schließlich dieses
Mensch-ärgere-Dich-nichtSpiel und noch viele, hier
nicht genannte Ausstellungsstücke. Als letzten Höhepunkt
durfte ich den modernen
Computerarbeitsplatz für
Blinde besichtigen, der im
dortigen Büro eingerichtet ist
und genutzt wird.

Seite 9
Ein kleines, feines Museum.
Im
Jahre
1891 weihte
Karl
Wulff,
Direktor der
„Ein kleines,
Königlichfeines
Preußischen
Museum“
Blindenanstalt Steglitz
dieses Museum in zwei
angemieteten Räumen ein.
Ein eigenes Gebäude erhielt
es erst im Jahre 1906. Die
Ausstellung befindet sich auf
einer Fläche von nur 100
Quadratmetern im 2. Stock
des roten Klinkerbaus. Das
Haus steht in der Rothenburgstraße 14 in 12165 Berlin-Steglitz. Mit der S 7 ab
Ahrensfelde können sie bis
zum Bahnhof Zoologischer
Garten fahren, dann weiter
mit der U 9 bis Rathaus Steglitz. Sie überqueren die
Schlossstraße in Richtung
Rathaus. Dann haben sie
noch etwa 650 m geradeaus
THEMA:

WENN

www.magazin-spätlese.net
bis zur Rothenburgstraße zu
laufen. In diese biegen sie
links ein. Das Museum ist
nur am Mittwoch von 15.00 –
18.00 Uhr geöffnet. Möchten
sie eine organisierte Gruppenführung erleben, können
sie dies e unter der
Telefon-Nr. 030/ 797 09 094
anmelden. Und vorab können sie sich im Internet unter
d e r
A d r e s s e
www.blindenmuseumberlin.de informieren. Ich
wünsche ihnen einen lehrreichen und interessanten
Nachmittag. Zu welchen
Leistungen blinde und sehbehinderte Menschen fähig
sind, zeigte auch das vom 1.
– 3. Juni 2012 in Berlin stattfindende Louis-BrailleFestival der Begegnung. Es
ist das größte in Europa und
wurde anlässlich des 100jährigen Bestehens des
Deutschen Blinden- und
Sehb ehin derte n-Ve reins
durchgeführt. Kunstausstel-

lungen zeigten Skulpturen, Malereien und Klangkunst. In vielen
Workshops konnten neue Fertigkeiten erworben werden und auch
der sportliche Ehrgeiz wurde nicht
nur beim Schachturnier bzw. beim
Fußballspiel geweckt. Weitere
Informationen zu diesem Festival
finden sie unter der Internetadresse www.dbsv-festival.de Die Beschäftigung mit diesem Thema
war für mich neu und hat mich
persönlich sehr berührt. Den Weg
vom Blindenmuseum zurück zur
U-Bahn bin ich anders gegangen,
als ich ihn vorher gekommen war.
Ich habe die krumm und schief
liegenden Gehwegplatten gesehen und bewusst gespürt, und
mich gefragt, wie kommt ein blinder Mensch mit diesen und anderen Widrigkeiten im Leben zurecht. Diese Ausstellung hat mir
sehendem Menschen die Augen
für das Leben unserer sehbehinderten Mitbürger geöffnet. Und
mir ist bewusst geworden, dass
es auf diesem Gebiet neben allem
Erreichten noch viel zu tun gibt.

HUMOR

UNMÖGLICHES

MÖGLICH

WÜRDE

von Barbara Ludwig
Gesetzt den Fall, ich gewönne im Lotto, weil ich sechs
Richtige hätte, dann rennte
ich, so schnell mich meine
Beine trügen, in den Lottoladen und meldete meinen Gewinn an. Wartete einen Tag
oder zwei, liefe erwartungsvoll zur Bank, sähe anhand
meines Kontostandes die Millionen und – fiele um.
Platsch, läge ich da. Hinweggerafft vom plötzlichen Geldsegen. So käme ich alsbald
im Himmel an, läutete am
Eingangstor, Petrus öffnete
und fragte nach meinem Begehr. „Nun“, sagte ich,
„Einlass begehre ich, wie alle
Verstorbenen. Bei euch“,

spräche ich weiter, „begänne
ich gerne ein neues Leben.“
Petrus streckte mir seine
Hand entgegen und antwortete: „Tritt ein.“
Leichten Schrittes schwänge
ich meine Hüften, tänzelte in
den wolkengeschmückten
Himmelssaal und genösse
den Anblick der mich empfangenden Engel. Später
jedoch, denke ich, besänne
ich mich und flöge, weil ich
ja nun ein Engel wäre und
Flügel hätte, durch das All
zur Erde und ließe mich auf
ihr nieder. Ich verkniffe es
mir nicht, meine Millionen,
wo auch immer sie wären,
zu holen. Danach flöhe ich

Foto: Michael Andre May / pixelio.de

hurtig, bevor Geldgierige es bemerkten gen Himmel und ließe
dort alle Ewigen hoch leben. Ohne Wenn und Konjunktiv II, denn
dort ist es wie es ist: Unkompliziert und zeitlos .

Seite 10

SPÄTLESE
THEMA:

DAS

HUMOR

HERZ

von Christa-Dorit Pohle
Der Herr Professor Wunderlich, ein sehr gelehrter Mann,
sprach übers Herz und wie man es nennen kann.
Der Ausdruck Herz, der ist ganz falsch, erklärt er würdevoll.
Es pumpt wie eine Pumpe pumpt und darum will die Wissenschaft,
das man es Pumpe heißt.
Studenten sitzen Kopf an Kopf und lauschen seinem Wort.
Doch er erklärt die Pumpe nur und lässt das Herz ganz fort.

Foto: Gerd Altmann / pixelio.de

Da sprach ein junger Studio mit lächelndem Gesicht:
„Ach bitte Herr Professor, das geht doch einfach nicht!
Ist man verliebt, hat großes Weh,
soll man da sagen: Ach Schatz mir tut die Pumpe weh?
Komm an meine Pumpe, du holde Pumpen-Maid,
siehst du nicht, wie meine Pumpe brennt und nach dir schreit?
Ich leg Dir meine Pumpe zu Deinen Füßen hin.
Gib Du mir Deine Pumpe, damit ich glücklich bin.“
Als der Student beendet, die ganze Runde lacht.
Der Herr Professor ist verwirrt, das hätt’ er nicht gedacht.
Er sieht, sie treiben mit ihm Scherz
Und kehrt zurück zum alten Herz.
THEMA:

NATUR

...DA

BLÜHEN

HERZ

UND

SINNE

Christa Dorit Pohle

AUF!

von Ursula A. Kolbe
… solche Gedanken kommen schon, wenn man in
Sachsens aktuell schönstem Garten steht, in der
Landesgartenschau Löbau
- in voller Blüte, inmitten
origineller „Zuckerkristalle“,
dem Kalkwäldchen, der
Talpromenade am Fuße
des Berges unterhalb des
Viadukts.
Maskottchen Friedrich – so
benannt durch EinwohnerUmfrage nach dem Wahrzeichen Löbaus, dem 1854
erbauten „König-Friedrich-

August-Turm und weltweit
einzig begehbaren gusseisernen Turm – hat schon
weit über 150 000 Besucher
aus nah und fern auf der
bunten, erlebnisreichen
Schau begrüßen können.
Ein riesiges Blumenmeer.
Wohin man schaut, es grünt
und blüht auf 20 Hektar, da,
wo einst die einst markante
Zuckerfabrik und das Textilwerk standen. Überrascht
wird man registrieren, wie
aus solchen Industriebra-

chen städtebaulich und ökologisch wertvolle öffentliche
Räume entstehen können.
Ich bin auf eine florale Entdeckungsreise gegangen und
will sie kurz in Zahlen fassen,
denn die Experten wissen’s
genau: 85 000 Blumenzwiebeln kamen zum Auftakt Ende April in die Erde, 235 Bäume wurden gepflanzt, 30 000
Quadratmeter Rasen verlegt,
Sumpfpflanzen und Gräser
erfreuen das Auge. Jetzt
wachsen Zinnien, Spinnenblumen, Gaura, Agastache,
Begonien, Salbei, Sommer-

Seite 11
astern, Petunien….
Zwischendurch war es schon
mal so trocken geworden,
dass die Löbauer Kameraden
von der Feuerwehr als rettende „Gießer“ einsprangen und
so die „Regen-Durststrecke“
auf dem Zuckerplateau bis
zur Sommerbepflanzung mit
70 000 Blühern milderten.
Anziehungspunkt ist natürlich
auch die Blumenhalle mit 14
wechselnden Blumenschauen. Jetzt wandeln die Besucher schon durch die vierte,
jetzt die „Oberlausitzer Gartenkultur“.
FRÜHER
RÜBENWÄSCHE,
HEUTE
SPIELPLATZ
Am Fuße des schrägen
Wäldchens treffe ich auf die
Setzkästen, in denen einst
das Rübenwaschwasser gesammelt wurde, nun Spielund Erholungsbereich. Muße
an den Wasserspielen, auf
den zahlreichen Sitzgelegenheiten entlang der Promenade, Schattenplätze unter den
Zuckerahornbäumchen –
auch eine Rast im Bistro natürlich.

www.magazin-spätlese.net
Auch auf dieser Gartenschau fehlt das „Grüne Klassenzimmer“ im Seifert’schen
Garten, dem Arboretum von
Löbau, in’s Auge. Kinder lernen hier Natur pur. Erkunden die Welt der Insekten,
können Kochen lernen,
schnuppern Seminarluft in
Sachen Berufsorientierung.
Lehrreich und trotzdem unterhaltsam.

S A U R I E R
„ W A N D E R T E N “
AUS KLEINWELKA
NACH LÖBAU
Zweifellos ein Anziehungspunkt für Groß und Klein
sind die Urzeit-Echsen aus
dem Saurierpark Kleinwelka
bei Bautzen. Dazu am Rande eine kleine Episode: Gegen diese lebensechten Darstellungen zog sogar der Eiffelturm aus Gusseisen den
Kürzeren. Der nämlich hat
als französische Ecke nicht
in das Konzept gepasst,
wurde diese Ablehnung begründet.

Und zuallerletzt: Sollte das
Wetter dazu einladen, ist mit
gültiger GartenschauEintrittskarte das
angrenzende traBewusst erinnert an
ditionsreiche sa„Urzeit-Echsen
der Löbauer Wiese
nierte Hermannaus dem
der Wechselflor mit
Freibad inklusive.
Saurierpark“
seinen Farbakzenten
Oder man schlenan die frühere Textildert in die nach
fabrik mit Färberei
nur wenigen Minuund Näherei. Hier
ten zu erreichensind Trimm-Dich-Parcours
de Innenstadt mit ihren seangelegt, wecken die Geflühenswerten sanierten Altgelzüchter mit ihrer Präsentabauten.
tion das Interesse.

Foto: Pressefoto Landesgartenschau

Ach ja, auch das sei in
Richtung Beatle-Fans angemerkt: Zeitgleich mit der
Gartenschau hat das Stadtmuseum die mehrfach ausgezeichnete Sonderausstellung „Die Beatles“ in die
Stadt geholt, um eine Zeitreise durch die Welt der
wohl bekanntesten Musikgruppe zu präsentieren.
Wer weiß z.B. noch, dass
vor genau 50 Jahren vier
junge Musiker aus Liverpool den Hamburger „Star
Club“ eröffneten, ihr heute
legendäres „Yeah, Yeah,
Yeah“ von den Teenies in
aller Welt durch die Lüfte
schallte und damit wohl eine neue Ära der Musikgeschichte begann.
Aber kommen Sie selbst.
Noch bis zum 14. Oktober
lädt Maskottchen Friedrich
kurzerhand „auf kurzem
Weg ins Grüne“, denn „es
blüht am Löbauer Berg“.
Ich habe einen weiteren
Besuch mit Familie noch
mal eingeplant.
W e i t e r e
I n f o s :
www.landesgartenschauloebau.de
Suchen Sie auch Unterkünfte in und um Löbau?
D a n n :
t o u r i s t info@svloebau.de und
www.loebau.de .

Seite 12

SPÄTLESE
THEMA:

NATUR

DER SCHWAN IN
von Christa-Dorit Pohle

MEINEM

Ich sitze im Garten und ruhe mich vom Unkrautzupfen aus. Bis auf das Vogelgezwitscher ist es still wie
auf einer einsamen Insel.
Beim Durchblättern von
Zeitschriften entdecke ich
einen Artikel von der Diplom-Biologin Anne Hoppmann vom Weltvogelpark
Walsrode. Sie schreibt über
die Vögel und ihre Aktivitäten. Ich höre den Vögeln
sehr gerne zu. Aber ehrlich
gesagt, habe ich noch nicht
viel darüber nachgedacht,
dass pfeifen, zwitschern
und singen für Vögel wichtige Funktionen hat. So
konnte ich aus diesem Beitrag über die Vögel sehr
viel lernen. Sie singen z.B.,
um ihr Revier abzustecken
und es vor Konkurrenten zu
verteidigen. Wenn Gefahr
droht, hören wir Warnrufe.
Wenn der Nachwuchs die
Schnäbel öffnen soll, erklingen Futterrufe. In der Zeit
der Balz, wenn die Männchen die Vogeldamen anlocken wollen, kann es regelrechte Gesangswettkämpfe
geben, um die Weibchen
zu beeindrucken. Da geht
es dann zu wie bei einem
Talentwettbewerb, alle Register des Könnens werden
gezogen. Der Gesang kann
sehr variationsreich sein,
so kennt ein Rotkehlchen
z.B. über 250 verschiedene
Gesangsmotive. Nicht zu
vergessen, die Nachtigall,
deren Gesang schon viele
Künstler inspirierte und
dem früher sogar schmerzlindernde und heilende Bedeutung zugemessen wurde. Ja, die kleinen Wunder

GARTEN

der Natur, wir sollten viel
mehr darüber nachdenken.
Es ist bekannt, dass die

Foto: Bredehorn.J / pixelio.de

Singvögel in der Morgendämmerung erwachen. Aber
wussten Sie, dass man damit fast schon die Uhrzeit
bestimmen kann, wenn man
die Vogelstimmen gut
kennt? Ich wusste z.B. nicht,
dass Rotkehlchen schon anderthalb Stunden vor Sonnenaufgang mit ihrem Gezwitscher beginnen. Auch
die Amsel mit ihrem melodiösen Gesang gehört zu den
Frühstartern. Der winzige
kleine, aber sehr energische
Zaunkönig folgt. Sein Lied ist
noch einen halben Kilometer
weiter zu hören. Wenn ein
Kuckuck in der Nähe ist, so
meldet er sich ungefähr eine
Stunde vor Sonnenaufgang.
Der Star gehört zu den
Langschläfern in der Vogelwelt. Er beteiligt sich erst
nach dem Sonnenaufgang
an dem Frühkonzert. Aber
dafür ist er auch ein kleiner
Künstler. Er erfreut uns nicht
nur mit seinen eigenen Liedern, sondern kann auch
andere Geräusche imitieren.
(z.B. Hundgebell oder den
Klingelton eines Mobiltelefons).

Vögel haben sich schon
immer in meinem Garten
wohl gefühlt. Keine Katze
stört sie, wenn sie Nester
bauen und dann, wenn der
Nachwuchs zu versorgen
ist, auf Futtersuche gehen.
Sobald ich mit der Hacke
das Erdreich auflockere,
kommen oft Meisen und
Rotkehlchen zutraulich näher und halten Ausschau
nach Würmchen. Im vergangenen Jahr war in einem Busch ein Vogelnest.
Fünf junge Drosseln warteten auf Futter, das war
ganz schön anstrengend für
die Vogeleltern. Ich konnte
das Nest beobachten, ohne
zu stören. Immer, wenn ich
im Garten Regenwürmer
fand, habe ich diese unten
am Busch abgelegt und die
Drosseleltern haben diese
Hilfe angenommen. Jetzt
musste ich erst einmal eine
Schreibpause einlegen,
denn ich hatte inzwischen
ein Erlebnis der besonderen Art. Ich hörte ein Geräusch in der Luft und plötzlich landete dicht neben
dem Tisch, an dem ich saß,
ein Schwan. Schwäne
brauchen ja eigentlich Bewegungsfreiheit zum Starten und Landen. Aber in
dieser Situation war es sehr
eng, Lebensbaumhecke,
Zaun, Blumenschalen, ein
Außenthermometer mit
Spitze und Betonpflanzsteine. Ich konnte es nicht herausfinden, warum der
Schwan an dieser so ungünstigen Stelle plötzlich
unsanft landete. Aber es
muss wohl für ihn eine Not-

Seite 13

www.magazin-spätlese.net

situation gewesen sein. Da
dem Schwan, dass ich ihm
stand er nun vor mir und sah
so gerne helfen möchte. Eimich ängstlich an, als
ne äußerliche Verwollte er fragen, was
letzung konnte ich
wird nun aus mir. Solnicht feststellen,
„wenn die
che Situation hatte ich
sonst hätte ich
Männchen die
ja auch noch nicht,
den in unserer
Vogeldamen
dass in meinem GarNähe wohnenden
anlocken
ten ein Schwan vom
Tierarzt zu Hilfe
wollen“
Himmel fällt. Also
geholt. Ich stand
durchatmen und überganz ruhig auf
legen was zu tun ist.
und ging in RichWas wohl bei Mensch und
tung Gartentür, um die diese
Tier gut ist, Ruhe bewahren.
zu öffnen. Ich dachte, dass
Ich sprach also ganz ruhig zu
der Schwan auf der Straße
THEMA:

ja mehr Bewegungsfreiheit
hat als im Garten. Am Ton
meiner Stimme hörte er
wohl, dass ich es gut mit
ihm meinte. Er folgte mir
ganz langsam bis zur Gartentür, lief dann auf der
Straße weiter, bis er sich in
die Lüfte erhob. Ich hoffe,
er ist trotz seiner unsanften
Zwischenlandung gut an
sein Ziel gekommen. Damit
möchte ich mein Plauderstündchen über meine gefiederten Freunde beenden.

ARCHITEKTUR

AUF DEN SPUREN
von Günter Knackfuß
Es gibt eine neue Facette im
vielgestaltigen Berliner Leben: Mit Stadtspaziergängen
und Rundfahrten zu ausgewählten Bauhaus-Orten,
Stätten der Moderne sowie
aktuellen Designorten erschließt das Bauhaus-Archiv/
Museum für Gestaltung Berlin (siehe Foto) in Kooperation mit der Kulturagentur
art:berlin den Stadtraum und
Umgebung für alle Architektur- und Design-Interessierte.
„Berlin war eines der wichtigsten Innovationszentren
der Moderne und ist auf vielfältige Weise mit dem Bauhaus verbunden. Mit den
Touren wollen wir auf diese
spannenden Verknüpfungen
eingehen und unser kulturelles Angebot ausweiten. Heute gilt Berlin als wichtigste
Kunst- und Designmetropole.
Deswegen blicken wir auch
in die Gegenwart und stellen
Orte und Diskurse zeitgenös-

DER

BAUHAUS-KULTUR

sischen Designs vor“, erklärt
Direktorin Dr. Annemarie
Jaeggi (Bauhaus-Archiv)
dieses Angebot.
Das übrigens auch eine Busexkursion nach Dessau, der
Stadt des Bauhauses, einschließt. Zur Erinnerung:
Sieben Jahre, von 1925 bis
1932, war hier im SächsischAnhaltinischen das Bauhaus
ansässig. Ein einmaliges
Bauensemble ist dort entstanden, das zum überwiegenden Teil bis heute erhalten geblieben ist. Bauhausgebäude und Meisterhaussiedlung von Dessau gehören zum Weltkulturerbe.
Im Berliner Hansa-Viertel
wandeln die Teilnehmer auf
den Spuren von Walter Gropius, deutscher Architekt
und Gründer des Bauhauses. Neben Ludwig van der
Rohe und Le Courbusier gilt
er als Mitbegründer der modernen Architektur,
Interessante Eindrücke vermitteln in der Afrikanischen

IN

BERLIN

Straße die Siedlung von
Mies van der Rohe oder die

Foto: Karsten Hintz Bauhaus-Archiv.j

marode Hochhausgarage in
der Kantstrasse, auch ein
Bauhaus-Kleinod. Mit solchen Besuchs-Projekten
wie der Gropiusstadt, dem
Haus Lemke oder auch der
italienischen Botschaft wird
zugleich genügend Diskussionsstoff rund um das
Bauhaus-Archiv geliefert.
Eine Anmeldung ist erforderlich. Weitere Informationen
und
Buchung:
art:berlin,
Tel:
030/28096390; E-Mail: info@artberlinonline;
www.artberlin-online.de

SPÄTLESE
THEMA:

MEIN

Seite 14

GESCHICHTEN

HAUS

von Constanze Rosenzweig
Überschneidungen. Da helEs ist Sonntagmorgen. Eigentlich wollte ich richtig
fen auch die Ohrstöpsel
ausschlafen, denn der gestnicht. In letzter Zeit nehme
ich alternativ an einem Medirige Abend war doch ziemtationskurs teil. Das beruhigt
lich lang. Aber nun bin ich
unheimlich. Die meisten Mitdurch meine Nachbarin geweckt worden, die ihrem
bewohner in meinem Haus
Mann zuruft, dass er schon
sind musikalisch. Die Palette
mal den Kaffee durchlaufen
reicht von Klassikliebhabern,
einem täglich mehrmals
lassen soll, sie wolle sich
übenden Gitarristen, begeisnoch schnell die Achselhaare rasieren. Ich bin ja
terten Karaokeaktivisten bis
selber schuld, weiß ich
zu technotreuen Bum-Bumdoch schon lange, wann
Bum-Fans. Bei Letzeren hält
die Begeisterung auch in der
der Tag bei meinen NachNacht an. Im Sommer kann
barn beginnt. Hätte eben
ich auf dem Balkon die Bäsdie Geburtstagsfeier rechtzeitig verlassen müssen,
se aus den Autos genießen.
dann wäre ich auch ausgeDie Schallübertragung funktioniert auch bei geschlosseschlafen. Außerdem ist es
nem Fenster, wenn die Wetdoch ein großes Glück für
terlage für einen Freiluftaufmich, dass diese Ehe so
harmonisch
enthalt ungünstig ist.
verläuft. Seit
Inspiriert, entschloss
Beginn meines
ich mich vor einem hal„die
ben Jahr, einen TromEinzugs
an
einem 11.11. Treppenstufen in melkurs mitzumachen.
Null Komma
Leider stagnierte der
war ich nie
Nichts“
Zeuge von WiLernprozess, da ein
derworten,
sehr, sehr unfreundlicher Mieter aus dem
welche die Divierten Stock mich am Üben
aloge unnötig verlängert
hinderte, indem er sein Ruhätten. Ich bin nämlich ein
ruheliebender Mensch.
hebedürfnis einforderte. AnDeshalb wünschte ich mir
geblich hätte er zu Hause
zum Geburtstag ein paar
ein Büro und müsste arbeiten. Seitdem genieße ich
individuell angefertigte Ohreben wieder passiv die ganstöpsel vom Hörgerätespezialisten, damit ich meiner
ze Palette der mich umgeLeidenschaft des Bücherlebenden Klänge. Seit 10 Jahsens mit voller Konzentratiren wohne ich in diesem 6bzw.5+1-Geschosser, letzteon frönen kann. Ich höre
re Bezeichnung diente beim
dann zwar mein eigenes
Errichten des Hauses als
Blut ganz laut rauschen,
aber nicht den Fernseher
Vorwand, keinen Fahrstuhl
meiner Nachbarn. Etwas
einbauen zu müssen. Die
komplizierter ist es, wenn
sechste Etage wurde zu
meiner Wunschetage, nachich selbst fernsehe und eidem meine Nerven im zweinen anderen Sender drin
habe. In diesem Fall kommt
ten Stock der ersten Neues schon zu störenden
bauwohnung an den Rand

ihrer Belastbarkeit gekommen waren. Nach dieser
Grenzerfahrung suchte ich
einen Ort, an dem keiner
mehr über mir nachts Wäsche schleudert, keine vor-

Foto: Gabi Schoenemann / pixelio.de

beistapfenden Menschen im
Treppenhaus mich dauernd
aufhorchen lassen und keine
Feten im Hauskeller das Einschlafen bis in den frühen
Morgen hinauszögern.
Die sechste Etage ist nur was
für rüstige Menschen, wie
zum Beispiel für mich. Das
heißt, zum Zeitpunkt des Einzugs war ich noch ganz rüstig
und erklomm die Treppenstufen in Null Komma Nichts. In
letzter Zeit kommen schon
mal körperliche Unzulänglichkeiten zum Ausbruch, wie der
Hexenschuss. Da ich von
meiner Mutter die Vorratshaltung aus Nachkriegszeiten
übernommen habe, bin ich
immer mit Lebensmitteln für
mindestens zwei Wochen
versorgt. Also für die Zeit
meines Zwangsaufenthaltes
in luftiger Höhe, von der ich
zwar die sechsundneunzig
Stufen runter, aber nicht
mehr hoch kommen würde.
In den angrenzenden Wohnblöcken ist ein Leerziehen
der oberen Etagen nicht
mehr zu übersehen. Die

Seite 15

www.magazin-spätlese.net

Wohnungsbaugesellschaft
hat ein Gegenmittel. Sie vermietet neuerdings große
Wohnungen auch als WG
zum Kraxelpreis. Obwohl
auch ich jeden Tag kraxele,
hat sich an meiner Miethöhe
nichts geändert (zumindest
nicht nach unten). Im Nachbarhaus fand sich schnell eine WG zusammen, die aus
zwei sehr lebensfrohen, sowie nachtaktiven Menschen
bestand. Ich bin sehr kontaktfreudig und lerne gerne neue
THEMA:

MEINE

Menschen kennen. Deshalb
ließ ich es mir nicht nehmen,
eines Nachts bei ihnen zu
Klingeln und um Ruhe zu
bitten – sie fanden mich unsympathisch. Trotzdem erfuhr ich nähere Angaben
über sie aus dem Schreiben
vom Umweltamt, das mich
darüber informierte, dass die
Ordnungswidrigkeit, deren
Gegenstand meine Beschwerde wegen nächtlichem, ruhestörendem Lärm
war, bearbeitet wurde. Inzwi-

schen steht die Wohnung wieder
leer, angeblich, weil den Mietern
ein Balkon fehlte. Ich jedenfalls
werde hier ewig bleiben, denn
ich habe eine lange, sehr
schmale Loggia, auf welcher wir
schon zu zehnt nebeneinander
gesessen haben, den Rücken an
der Hauswand, die Beine über
der Brüstung, wie im Kino, dafür
aber mit frischer Luft und kühlen
Getränken. Und für die Musik
sorgt schon mein Haus.

GESCHICHTEN

URENKELIN

KOMMT

ZUR

SCHULE

von Rudolf Winterfeldt
Nun ist eine Einschulung ja
nicht unbedingt etwas Besonderes. In diesem Fall ist es
für uns, meiner Frau und mir,
die dritte Generation in unserer Familie, bei der wir an einer Einschulung teilnehmen
dürfen. Unser „Sternchen“, so
nennen wir sie, ist ein freundliches und aufgewecktes
Mädchen mit langen blonden
Haaren. Sie tollt herum und
hat tausend Fragen zu allen
Dingen, die sie in ihrem Umfeld entdeckt. Geduldig wird
ihr alles erklärt und danach
hat sie zu jeder Antwort wieder eine Frage. So ein wissbegieriges kleines Kind, was
wird aus ihr einst werden?
Gerne ist sie auch bei uns
Urgroßeltern zu Besuch und
wird freuen uns dann riesig,
dass wir das so noch erleben
können. Die Zeit bei uns
heißt für uns
beide,
keine
anderen Aufgaben zu erledigen. Wir sind
dann nur für
die Kleine da
und das nutzt
natürlich
Rudolf Winterfeldt sie

aus. Uropa hat zu tun, all die
Wünsche des „Sternchens“
zu erfüllen. Da wären Spiele
jeglicher Art zu absolvieren,
bei denen sie sogar eigene
Spielregeln aufstellt um ihre
Gewinnchancen zu erhöhen, oder aber das kleine
Keyboard aufbauen, damit
sie darauf Lieder spielen
kann. Hier allerdings ist sie
jedes Mal unzufrieden,
dass ihr die Melodien nicht
gelingen. Aber es macht ihr
Spaß, alle vorhandenen
Knöpfe zu drücken und das
Brummen und Stampfen
dann zu genießen. Wenn
sie über Nacht bei uns bleibt,
schläft sie mit Vorliebe in
Uropas Bett. Ich werde dann
ins Wohnzimmer auf ein
Luftbett verwiesen. Morgens,
wenn sie noch verschlafen
aus dem Schlafzimmer
kommt, muss sie erst eine
Weile kuscheln, um richtig
wach zu werden. Aber beim
Frühstück ist ihr Lachen und
ihre Fröhlichkeit für uns eine
große Freude. Bei ihrem
letzten Besuch stellte sie mir
die Frage, ob die Menschen
Magnete an den Füßen haben. Mein „Nein“ stellte sie in

Frage und behauptete, wenn das
nicht so wäre, würden doch die
Menschen von der Erde fallen,
weil die Erde doch eine Kugel
ist. Dabei zeigte sie auf unseren
Globus und wollte wissen, wo

Foto: Benjamin Thorn pixelio.de

Deutschland ist. Wir suchten gemeinsam danach und ihr Kommentar, so klein ist Deutschland? Was soll man darauf antworten? Ja, und nun betont sie
bei jeder Gelegenheit, dass sie
jetzt ein Vorschulkind ist und
kein Kindergartenkind mehr. Sie
freut sich auf ihre Einschulung
und zeigt uns mit Begeisterung
ihre bereits vorhandenen Schulsachen. Wir beiden „Alten“ freuen
uns
mit
diesem
„herzallerliebsten“ Mädchen auf
diesen ereignisreichen Tag in
ihrem Leben. Wünschen wir ihr
alles erdenklich Gute für die Zu-

SPÄTLESE
THEMA:

Seite 16

GESCHICHTEN

ERNTEEINSATZ
von Rudolf Winterfeldt
dann musste ich mit Hand
Das Wort „Ernteeinsatz“
anlegen.
begleitete mich über fast 12
Jahre. Es fing 1948 damit
Die Erntezeit 1949 rückte
an, dass mein Vater mit
näher und mein Vater nahm
seiner
„Eigenbauden Auftrag zum ErnteeinMaschine“ von der Landessatz wieder an. Sein Arm
regierung Mecklenburgs
war allerdings nicht ordentzum Erntedrusch verpflichlich zusammen gewachsen,
tet wurde. Die Maschine
sondern nur verknorpelt, und
hatte eine Riemenscheibe
ließ ein richtiges Arbeiten
zum Antrieb eines Dreschnicht zu. Er übernahm also
kastens und gleichzeitig
die Aufsicht und ich verrichkonnte sie diesen auch zietete die erforderliche Arbeit.
hen. Somit war ein GeDas Fahren der Maschine
spann geschaffen, dass zu
erlernte ich mit ihrer Entsteden Neusiedlern, die keine
hung, denn ich hatte sie mit
eigene
Technik
gebaut. Die Aufhatten,
fahren
stellung
des
konnte, um deren
Dreschkastens und
Getreide auszudre- „von der Hand bis
die Ausrichtung der
schen. Es wurde
zum Oberarm, in
Rie m ensc heib en
Gips “
so gesichert, dass
war immer das
eine
rechtzeitige
schwierigste UnterAblieferung
des
fangen. Wenn dann
Getreides an den
alles ordentlich lief, konnte
VEAB (Volkseigener Erfasdie Arbeit für den Bauern
sungs- und Aufkaufbetrieb)
und seiner Helfer beginnen.
erfolgen konnte. Bei dieSo zogen wir immer von eisem ersten Einsatz verunnem zum andern und diese
glückte mein Vater und sein
Aktion ging meistens bis in
linker Unterarm wurde daden September hinein. In
bei 7-fach gebrochen. Fast
der Erntezeit 1950 der gleiein Jahr trug er den Arm,
che Ablauf. Diesmal allervon der Hand bis zum
dings waren wir an der
Oberarm, in Gips. Da er
Grenze zur BRD, im Raum
Selbstständiger war, blieb
Roggendorf, eingesetzt. Genur der Ausweg, den Belebt haben wir in diesen Wotrieb mit fremder Hilfe weichen wie die Zigeuner. Oftter zuführen. Die erste Zeit
mals mussten wir unser
sprang mein Onkel ein,
Nachtquartier in der Scheu-

Foto: Rudolf Winterfeldt

ne oder auf dem Heuboden
suchen. Die Waschgelegenheiten waren auch nicht sehr
komfortabel, aber wir sind
immer gut damit fertig geworden. Für mich waren diese
Ernteeinsätze immer ein
Abenteuer mit vielen Erlebnissen. Diesmal waren meine
Fehltage in der Schule auf 41
Tage angewachsen und es
war auch der letzte Ernteeinsatz für meinen Vater und
mich. Mit Beendigung der
Schule im Sommer 1952
wollte ich es doch noch einmal wissen und bewarb mich
beim VEAB als Saisonarbeiter. Mit meinem Schulfreund
durften wir jeden Tag die Getreidesäcke ausschütten, die
von den Bauern zur Ablieferung mit Pferdefuhrwerken
angefahren wurden. Ein paar
Mark haben wir dafür erhalten und waren am Abend
richtig müde.
Nachdem ich 1953 die Uniform angezogen hatte und in
der Kaserne untergebracht
wurde, waren die Ernteeinsätze militärisch organisiert
und kontrolliert. Wenn es
auch eine erfreuliche Ab-

Seite 17

www.magazin-spätlese.net

Aber die Verpflegung war immer gut und junge Mädchen
gab es auch immer zu sehen.
Sehr ungern sind wir zum
Kartoffelnsammeln
ausgerückt. Das Wetter war meistens schon recht herbstlich
und die Arbeit musste meistens in gebückter Haltung
verrichtet werden.
Meinen letzten Ernteeinsatz
THEMA:

IN

sollte ich am 19.10.1960
leisten. Mein Feuerwehrchef
hatte mit unserer Paten-LPG
vereinbart, dass wir an diesem Tag ein Kartoffelfeld
abernten sollten. Mir wurde
ein Motorrad bereitgestellt,
mit dem ich zum Einsatzort
fahren sollte. In Arbeitssachen fuhr ich also los und
fand mich eine Stunde spä-

ter im Krankenhaus wieder.
Ich war mit dem Motorrad
gestürzt und hatte mir eine
schwere Gehirnerschütterung eingehandelt. Nun war
ich für 3 Wochen ans Bett
gefesselt und meine Kameraden mussten für mich die
Kartoffeln vom Acker holen.

URLAUBSERLEBNISSE

MEINEM

LIEBLINGSFERIENORT

AUF

NEUEN

WEGEN

von Christa-Dorit Pohle
Nun fahre ich schon viele
Jahre nach Laboe (an der
Kieler Förde), aber es wurde
niemals langweilig. Es gab
immer wieder Neues und Interessantes zu entdecken.
Dieses Mal möchte ich über
die Anker-Gottes-Kirche in
Laboe berichten. Am 26.
März 1972 übergab der Erbauer der neuen Laboer Kirche den Schlüssel an den
Bischof von Holstein, Dr.
Friedrich Hübner. Die Freude
war an diesem Tage groß,
eine stattliche Festgemeinde
und viel Prominenz hatten
sich vor der Kirche eingefunden, als der Pastor des Ortes, Hanno Hoppe, den
Schlüssel vom Bischof überreicht bekam. Für zwei ganze
Generationen nach Gründung der Kirchengemeinde
vollendete sich in dieser
Stunde, was bereits 1910 geplant war. Lange Zeit war es
schwierig, mit den beengten
Raumverhältnissen auszukommen. Nach einem größeren Umbau des Gemeindehauses erstrahlt dieses nun
im schönsten Glanz. Es ist
wirklich erstaunlich, was in

dieser Kirchengemeinde alles für die Gemeindemitglieder getan wird. Nach dem
Umbau (der ganze Komplex
war nur in drei Jahren fertig
geworden) konnte sich nun
munteres Leben in Kindergarten, Kirche und Saal entfalten. Es wurden neue, helle Kirchenbänke (die bequemsten weit und breit) angeschafft. Ein neues Geläut
im grundsanierten Türmchen, der Einbau einer Sakristei und eines Altarschreins
für die Abendmahlskelche,
dazu die „Bürgerorgel“, das
sind die „Schätze“, auf welche die Gemeinde stolz sein
kann. Wenn die Sonne auf
die prächtigen Farbfenster
scheint, dann erstrahlt auch
die „Bürgerorgel“. Idyllisch
hinter der Kirche versteckt,
finden wir den Kindergarten
„Kleiner Anker“. Der Kirchsprössling hat sich durch die
Baumaßnahmen von einem
durchnässten, grauen Entlein in einen wunderschönen
Schwan verwandelt. Ich
glaube, dass die Kinder sich
in diesem Haus sehr wohl
fühlen. Der Namensgeber

Foto: Ruth rudolph / pixelio.de

dieser Kirche, der Anker,
wurde von Laboer Fischern
aus der Ostsee geborgen
und grüßt seitdem die
Kirchgänger als maritimes
Erbe und christliches Hoffnungszeichen. Der Anker
ist bei den Kindern besonders beliebt. Nun konnte
ich etwas miterleben, was
es in der Laboer AnkerGottes-Kirche noch niemals
gab. Über 20 Skulpturen
aus Ton, gestaltet vom
ehemaligen Lehrer und
Kunsterzieher
Ulrich
Vester, wurden in der Zeit
vom 5. - 27. Mai in der Kirche ausgestellt. Wie ist es
dazu gekommen? Herr
Andreas Eilers (Pastor im
Ruhestand) hatte Ulrich
Vester besucht und in

Seite 18

SPÄTLESE
seinem Garten auf dem
Rasen und zwischen den
Büschen verschiedene solcher Ton-Kunstwerke entdeckt. Auch im Keller gab
es noch solche Kunstschätze. Der Künstler erklärte,
dass die Objekte keinen
Titel hätten, was der Phantasie des Betrachters freien
Lauf lässt. Ich denke, dass
die Formen- und Farbenfreudigkeit der TonKunstwerke Herrn Eilers
auf die Idee brachte, in der
Kirche der Öffentlichkeit
diese Kunstwerke zu präTHEMA:

sentieren. Es wäre einfach
schade gewesen, wenn diese Kunstwerke nur im Verborgenen ihr Dasein fristeten.
Es gibt ein Laboer Projekt
„Kirche hilft helfen“, dass
sich die Unterstützung und
Förderung von Laboer Kindern und Jugendlichen zur
Aufgabe gemacht hat. Es
wird eine große Freude für
die Kirchengemeinde gewesen sein, dass der Künstler
die Erlöse aus dem Verkauf
seiner Kunstwerke diesem
Projekt zur Verfügung stellte.

Ich habe mir die Kunstwerke
in aller Ruhe in der Kirche
anschauen können und finde
es wunderbar, was man in
dieser Gemeinde alles tut für
ein harmonisches Miteinander für Jung und Alt. Pastor
Hoppe hatte einmal niedergeschrieben: „Wer Hoffnung hat
für diese Zeit, wirft Anker aus
zur Ewigkeit. Bau diese Anker-Kirche fort, Herr, uns zum
Heil mit deinem Wort!“ Diese
Worte werden mir noch lange
in Erinnerung bleiben.

URLAUBSERLEBNISSE

FRÜHLINGSERWACHEN

IN

MEINEM

LIEBLINGSURLAUBSORT

von Christa-Dorit Pohle
Im letzten Jahr kam ich leider nicht dazu, einige Urlaubstage in Laboe (an der
Kieler Förde), zu verleben.
So war die Vorfreude auf
die geplante Maireise nach
Laboe besonders groß. Am
30. April wurde ich bei
strahlendem Sonnenschein
von meiner Freundin in Laboe in Empfang genommen. Ich startete dann zu
einem ersten Rundgang.
Meine Freundin hatte mir
erzählt, welche Probleme
es gab, nachdem in den
letzten beiden Jahren durch
starke Stürme sehr viel
vom Strandsand weggespült wurde. Die Gemeinde
wurde durch sehr hohe
ausgaben belastet. Der
weiße Sand musste angefahren werden, um die
Strandkörbe wieder aufstellen zu können. Jetzt um
diese Jahreszeit ist es am
Strand noch sehr ruhig, nur
ab und zu mal ein Strandkorb besetzt. Am 1. Mai
war buntes Treiben angesagt am Markt unter dem

schmackserlebnis der besonMaibaum. Ein großer Flohderen Art, Butterfisch, Stremarkt mit sehr vielen Stänmellachs oder Schillerlocken
den lockte Jung und Alt an.
und ein knuspriges Brötchen
Man kann immer wieder nur
dazu. Wir saßen gemütlich
staunen, was alles noch verauf dem Balkon mit Aussicht
kauft werden kann in unseauf die Kieler Bucht, als meirer doch so modernen Zeit,
ne Freundin Besuch bekam.
in der Technik von uns BeIch lernte Frau Traute Krull
sitz ergriffen hat. Abends
kennen, die Leiterin des
dann noch einen SpazierProbsteier Flötenensembles.
gang zum Yachthafen und in
Sie überreichte eine Einlaeinem Strandkorb sitzend
dung zu einem Benefizkoneinen wunderschönen Sonzert, welches am 15. Mai
nenuntergang
unter dem Motto „Lieder
anschauen
zu
und Tänze mit dem
können, das war
„dann noch
Probsteier
Flötenenwohltuend
für
einen
sembles“ zu Schloss Hamich.
Spaziergang
gen stattfinden sollte. Ich
Fischesser komzum
hätte dieses Konzert sehr
men ja hier voll
Yachthafen“
gerne mit meiner Freunauf ihre Kosten.
din besucht, aber zu dieDie Fischgerichsem Zeitpunkt war ich
te in so vielen Variationen
leider nicht mehr in Laboe.
und Räucherfisch wirklich
Aber meine Freundin fuhr mit
frisch aus dem Rauch (der
mir nach Probsteierhagen,
Räucherofen wird von einer
damit ich Schloss Hagen
Familie in der Nacht in Gang
kennenlernen konnte. Das,
gebracht und ab 10.00 Uhr
von 2007 bis 2010 umfaskann der Räucherfisch käufsend sanierte und stilvolle
lich erworben werden), das
Schloss Hagen, nahe der
ist immer wieder ein Hochs chl es wig-hols teinisc hen
genuss für mich. Ein Ge-

Seite 19

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Landeshauptstadt Kiel, liegt
eingebettet in die herrliche
Landschaft der Probstei.
Der Dreiflügelbau, errichtet in
den Jahren 1647 bis 1649,
wird eingerahmt von einem
4,5 ha großen Parkgelände.
Ehemals im Besitz eines der
mächtigsten Adelsgeschlechter Schleswig-Holsteins, der
Familie von Pogwisch, später
dem Rendsburger Landrat
und Amtmann Hinrich Blome
gehörend, ist das Herrenhaus
heute im Besitz der Gemeinde Probsteierhagen und steht
für Veranstaltungen sowie
Besichtigungen nach Voranmeldung, zur Verfügung. Der
Förderverein Schloss Hagen
e.V. engagiert sich intensiv
für die Instandhaltung und
Pflege des Hauses. Der große Kinosaal ist mit 100 m²
der größte Raum auf Schloss
Hagen. Durch das Hauptportal und die Doppelflügeltür
kommt der Besucher in einen
eleganten Festsaal mit Holzdielenboden, Holzkassettendecke sowie einem großen
Sandsteinkamin, der aus der
THEMA:

DIE

Zeit um 1700 stammt. Angrenzend an den Saal befindet sich eine, neu ausgestattete, 65 m² große Veranstaltungsküche. Das, nach dem
ehemaligen Besitzer benannte, 85 m² große BlomeZimmer, mit seiner reich verzierten Stuckdecke, der auffallend schönen Ofennische
und dem üppigen KristallLeuchter, ist der beeindruckenste Raum des gesamten Schlosses. Hier finden
die standesamtlichen Trauungen im festlichen Rahmen
statt. Das Herrenzimmer auf
Schloss Hagen besticht
durch eine dekorative Ofennische und den schönen
Blick in den Park hinter dem
Schloss. Im Pogwischzimmer - nach dem ursprünglichen adligen Besitzern benannt - konnten im Rahmen
der Restaurierungen Wandmalereien aus dem 18. Jahrhundert freigelegt und zu
neuem Leben erweckt werden, die dem gesamten
Raum die Anmutung eines
Freisitzes oder einer lauschi-

Foto: Hans-Werner Schultz / pixelio.de

gen Veranda im Park vermitteln. Auch im Gewölbekeller
von Schloss Hagen konnten
große und beeindruckende
Räumlichkeiten restauriert
werden, die durch ihr besonderes Ambiente begeistern.
Auch der Gewölbekeller kann
für Veranstaltungen angemietet werden. Wenn sie, liebe
Leser, gerade einen Ort für
eine ganz besondere Feierlichkeit suchen, könnte ich mir
vorstellen, dass auch Sie von
Schloss Hagen begeistert
sein werden. Informationen
unter: www.schloss-hagen.de
Das waren kleine Erlebnisse
während meiner Urlaubsreise.

TOURISMUS

SPUREN

DES

„ALTEN

FRITZ“

IM

SPREEWALD

von Ursula A. Kolbe
Der Spreewald zieht Groß
und Klein mit seinen unnachahmlichen Naturreizen immer
wieder in seinen Bann. Vor
600 Jahren haben Sorben
und Wenden hier gesiedelt
und mit ihren typischen Holzhäusern auf den sogen.
„Wohninseln“ und den traditionellen Spreewaldkähnen die
Landschaft geprägt – heute
besonders geschützt als Biosphärenreservat auch von
der UNESCO.
Mit Blick auf sein 300. Jubiläumsjahr wollen wir auch
hier auf den Spuren des Al-

ten Fritz wandeln, seine
Handschrift lesen. Denn
auch den Flecken Burg hat
er geprägt, einst eine preußische Enklave in Sachsen.
Mit dem Spreescout auf
Fahrradtour
Unter der Obhut des Spreewaldscouts
Sebastian
Zoepp, studierter Landschafts- und Freiraumplaner,
schwangen wir uns vergnüglich sportlich an der Weidenburg in Burg, ein vom

Schweizer Architekten Marcel
Kalberer geschaffenes ökologisches Denkmal
aus geflochtenen Weidenruten und
sicher gern genutzte Veranstaltungsstätte, auf die Räder
und radelten in Richtung
„Burg-Kolonie“. Denn wie im
Oderbruch oder Havelland
warb der
König
um
„ausländische Kolonisten“,
um sein entvölkertes Land
nach verlustreichen Kriegen
wieder zu beleben, auch dank
vieler Vergünstigungen wie
der Befreiung vom Militärdienst oder das Vererben der

SPÄTLESE
Grundstücke ohne Steuerabgaben.
Die Tour führt auf dem sog.
Gurkenradweg mitten durch
das „Venedig im Taschenformat“, wie Theodor Fontane einst so treffend die
Gegend nannte. Bei einem
Stopp an Obstbäumen hörte ich von der Order Friedrichs anno 1765, dass jeder
Kolonist in Burg zehn Obstbäume im Jahr pflanzen
muss, vor allem Kirschen,
sein Lieblingsobst und zu
damaliger Zeit sündhaft
teuer. Mit den Jahren jedoch kamen immer mehr
Gurken, Meerrettich, Mohrrüben und Kürbisse, die
heute Landschaft und Angebot prägen.
Die Spreeewaldscouts übrigens sehen ihr Leitbild u.a.
darin, die Werte ihrer Region zu vermitteln und zur
nachhaltigen Entwicklung
der Lausitz beizutragen.

Majestät und Flötist - die
Querflöte war ja sein Lieblingsinstrument - auf eine
zweistündige literarischmusikalische Kahnfahrt
durch die Burger Streusiedlung gehen. Muss man erlebt haben.
Geführte Ortswanderungen
finden bis Oktober im wöchentlichen Wechsel donnerstags oder samstags
statt. Eine gut zweieinhalbstündige Entdeckungsreise
zum Eintauchen in königliche Geschichte bietet sich
auch mit der Burger Rumpelguste an.
Ein markanter Punkt: Die
Bleiche

Nicht zu vergessen „Die
Bleiche“ – heute ein gastlicher Ort in Burg, der dank
seiner preisgekrönten Gastronomie und des unverwechselbaren Wellnessbereiches in der oberen Liga
(Mehr
zu
ihnen:
der Brandenburger Hotellewww.spreescouts.de )
rie spielt, und ebenfalls Geschichte pur verkündet.
Bleiche – das bedeutete früFritz kulinarisch
her, die Frauen haben die
auf den Wiesen ausgelegten
Auf dem Weg lag, wie geStoffbahnen gewässert, um
s c h a f f e n ,
d i e
„Kolonieschänke“, und der
sie von der Sonne bleichen
Appetit war groß. Das Biozu lassen. Was sie öfter
Hotel bat uns zu Tisch zum
auch sein lassen konnten,
Königlichen Souper in fünf
da der Tau, durch
Gängen, eine genüssliche
Zeitreise
die vielen Spreear„auf den
der Sinne. Des Alten
me
besonders
Fritzens kulinarische
Wiesen
reich vorhanden,
Vorlieben und Essausgelegten
genügend Feuchgewohnheiten
zwiStoffbahnen
schen Amuse boutigkeit
brachte.
gewässert“
che und Patisserie
Und aus dem in
lebten auf. Am besder Gegend gut
ten Vorbestellung nutzen,
gedeihenden Flachs konnten
s
.
a
.
www.kolonieschaenke.de
die Siedler vor Ort die Stoffe
Wer Glück hat, kann mit
produzieren.

Seite 20

Foto: Hans-Jürgen Kolbe

Dieses Handwerk unterstützte Fritz mit Blick auf seine
vielen Soldaten und deren
Ausstaffierung. Persönlich
ordnete er um 1750 an, dass
in der „Leineweberfabrique“
die Uniformhemden seiner
Armee gebleicht werden sollen. Die glorreiche Zeit der
Handweber ging aber ab Mitte des 19. Jahrhunderts mit
den industriellen Fabriken in
Cottbus, Forst oder Guben zu
Ende.
Gleichzeitig gab es schon
immer eine Poststation mit
Fremdenzimmern an der
Grenze zu Sachsen. Seit
1870 wurde dann nur noch
gespeist und logiert. Und wie
gesagt, heute macht die Familie Clausing mit ihrem Resort & Spa dem Namen alle
Ehre, verkörpert die in Burg
sprichwörtliche Entschleunigung, wie Tourismus-Chefin
Julia Kalia ihre Kampagne
„Burg im Spreewald - … natürlich abschalten“, gern umreißt und denkt dabei an Paddeln, Kahn fahren, Wandern
oder Rad fahren in einer der
schönsten und interessantesten Landschaften in der Mark
Brandenburg. „Da hat man
gar keine andere Chance, als
einen Gang runter zu schalten.“ Recht hat sie.

Seite 21

Spreewälder Sagennacht!
Dieses Stichwort sollte man
sich für Pfingsten 2013 im
Kalender vormerken. Denn
längst zu einer Tradition geworden, findet das großartige
Kulturereignis immer an diesem Wochenende im Kurort
Burg statt. Kaum eine andere
Veranstaltung in der Lausitz
versteht es so ausgezeichTHEMA:

AUF
AUF

www.magazin-spätlese.net
net, Geschichte, Brauchtum,
Sprache und Sagenwelt der
sorbisch-wendischen Minderheit miteinander zu verbinden. Sinnbildlich dargestellt im engen Miteinander
von Einheimischen und
Staatstheater Cottbus.
Wenn der Wassermann, der
„Wodny muz“, mit Frau und
Kindern sein Schiff auf dem
sagenumwobenen Burger

Schlossberg bezieht und
der Wendenkönig, der
„Serbski kral“, für sein Volk
kämpft, dann ist wieder Zeit
für die Spreewälder Sagennacht.
Weitere Informationen:
Tourismusinformation Burg
(Spreewald)
Tel.:
035603/750160; www.burgspreewald-tourismus.de

TOURISMUS

IN DIE KEHLEN
SAMT GEHT

UND

SCHLUCHTEN...UND

von Ursula a. Kolbe
also der Ausgangspunkt unZwei Zitate ließen mich aufserer Rad-Tour ins Seenmerken, zumal an einem
land, hieß es auf zu den
doch recht ungewöhnlichen
Kehlen und Schluchten der
Ort: „ Das Leben ist wie RadMärkischen Schweiz. Eine
fahren. Um das Gleichgeschöne Umschreibung für
wicht nicht zu verlieren, muss
unser Abenteuer mit einem
man in Bewegung bleiben.“
E-Bike. Und wir lernVerbürgt von Alten gleichzeitig ein
bert Einstein. Und
Berufsorientierungsder große Indusprojekt der Jugendtrielle Adam Opel
werkstatt
Hönow
wird verewigt mit
„auf keinem
kennen,
die
hier
ihre
seinem Satz: „Bei
Drahtesel
Radstation
mit
Repakeiner
anderen
gesessen “
ratur, Ausleihe und
Erfindung ist das
Verkauf hat.
Nützliche mit dem
„Die Sonne auf RäAngenehmen so
dern“ begleitete uns,
innig verbunden
und so heißt auch dieses
wie beim Fahrrad.“
Kooperationsprojekt der JuDiese Zeilen, festgehalten an
gendwerkstatt im Netzwerk
den Gemäuern des 1905 ermit den Kreisen Märkisch
bauten Eislagers einer eheOderland und Oder-Spree,
maligen Brauerei und jetzides Tourismusverbandes
gem Fahrradhof, umrahmt
Seenland Oder - Spree, des
mit mehr oder weniger alten
Fahrradherstellers HERCUausgedienten Vehicles
LES und eben des Fahrrad„bauten“ mich auf. Aus Platzhofes Altlandsberg.. (Dazu
mangel übrigens kam dem
mehr unter www.sonne-aufChef Peter Horstmann die
Idee mit dieser Fahrradfassaraedern.de.)
de; eine originelle, wie ich
Also los. Die Verlockung,
finde. Und mit der Zeit kamen
elektrisch, das versprach
immer mehr dazu.
weniger Kraftaufwand, durch
Hier in Altlandsberg (bei Berdie Natur zu radeln, war
lin), auf dem Fahrradhof war

WO

DIE

LUNGE

schon groß. Aber wer wie
ich über zwanzig Jahre auf
keinem Drahtesel gesessen
hatte, musste sich doch
erst an das durch die Batte-

Foto: Peter Horstmann

rie etwas schwerere Gefährt gewöhnen. Aber dann
„flutschte“ es. Außerdem
wartete nach rund 15 Kilometern die Kaffeepause im
Restaurant Strausberg
Nord (direkt an gleichnamiger Endstation der S-Bahn,
Linie 5). Kaffee und Kuchen
im gemütlichen Gastraum
(mit Hotel übrigens) haben
selten so gut geschmeckt.
Perle der
Schweiz

Märkischen

Weiter ging’s. Das rund 22
Kilometer entfernte Buckow
sollte unser Tagesziel sein.

SPÄTLESE
Auf dem Weg dorthin
machten wir noch einen
kurzen Stopp im BioBauernhof Ihlow. Er hat
Hofladen und ein kleines
gemütliches Café, Ferienwohnungen und bietet auch
Kutschfahrten
an.
(www.biohof-ihlow.de)
Buckow, die Perle der Märkischen Schweiz, liegt nur
rund 50 Kilometer östlich
von Berlin. Es ist einer der
Orte, die Fontane in seinen
„Wanderungen durch die
Mark Brandenburg“ trefflich
beschrieb, in dem sich Bertolt Brecht und Helene Weigel erholten und Kneipp auf
Schritt und Tritt zu finden
ist.
Ja Kneipp, die fünf Säulen
seiner Therapie – Wasser,
Bewegung, Ernährung,
Heilpflanzen, Lebensordnung – sind in dieser Kurstadt lebendig. An jedem
Tag, in jedem Angebot.
Schauen Sie bei Chefin RiTHEMA:

amara Sommerschuh im Informations- und Kulturamt
Märkische Schweiz am Sebastian-Kneipp-Weg rein
oder
klicken
Sie
www.kurstadt-buckow.de an.
Sie werden die schwärmenden Worte des Leibarztes
von Friedrich Wilhelm IV.
anno 1854 „Majestät, in Buckow geht die Lunge auf
Samt!“ bestätigt finden. Ob
Kur, Wellness, Kneipp. Buckow ist übrigens der einzige
staatlich anerkannte Kneippkurort im Land Brandenburg.
Hier steht auch das erste
Umwelthotel des Landes.
Diesen Ruf lebt das 3Sterne-Strandhotel in der
Wriezener Straße.
Wir sind hier abgestiegen,
haben gut geschlafen und
gespeist. Es werden vielfältige Kur-, Wellness- und
Kneippanwendungen geboten. E-Bikes und E-Autos
warten auf ihre Mieter. Zimmer und Ferienwohnungen

Seite 22
sind teilweise rollstuhl- und
altersgerecht. Bei schönem
Wetter lockt das Gartenlokal.
Natur pur erleben im Seenland Oder-Spree ist natürlich
noch viel mehr. Tags darauf
hieß unser Motto „Adler trifft
Zander“. Wir testeten in Bad
Saarow das Wasserfahrrad
auf dem Scharmützelsee,
hielten zum Zanderessen
Einkehr im Restaurant
„Köllnitzer Fischerstuben“,
fanden eine echte Erlebniswelt in Groß Schauen auf
dem Fischerhof. Hier ist das
erste Fischereimuseum Brandenburgs zu Hause, hier
kann man in der neu gestalteten interaktiven Ausstellung
die Naturlandschaft Heinz
Sielmanns – der berühmte
Tierfilmer wäre im Juni 95
Jahre alt geworden - aus einer anderen Perspektive entdecken. Doch über all das
mehr in der nächsten Ausgabe der „Spätlese“.

KATASTROPHEN

WALDBRÄNDE

IN

DER

LAUSITZ

von Rudolf Winterfeldt
Aus einigen Artikeln früherer Ausgaben unseres Magazins wissen Sie sicherlich, dass ich zu DDRZeiten bei der Berufsfeuerwehr beschäftigt war. Auch
in der heutigen Zeit als
Rentner, werde ich bei
Bränden an meine aktive
Zeit erinnert und verfolge in
den Medien den Verlauf der
Brandbekämpfung stets mit
großem Interesse. Bei
Waldbränden allerdings
schaue ich besonders intensiv hin.
Einige Jahre meiner Dienstzeit war ich Leiter der Abteilung Feuerwehr im ehemaligen Kreis Weißwasser/
O.L. Hier in der Lausitz, im

Osten Deutschlands, liegen
große Waldgebiete mit der
höchsten Waldbrandgefährdung. Umwelt- und Witterungseinflüsse führten schon
in früheren Jahren zu verheerenden Waldbränden in
diesen Gebieten. So kam es
im Raum Weißwasser - Boxberg - Rietschen bereits
1725 zu einem riesigen
Waldbrand auf dessen
Brandflächen später die Dörfer Brand und Haide gegründet wurden. Auch in den
Jahren 1834, 1843 und 1857
wüteten große Waldbrände
in diesem Gebiet. Im Mai
1942 verursachte Funkenflug einer Lok einen Waldbrand, der 2.000 ha Wald
vernichtete. Auch in den

Foto: Bernd / pixelio.de

Jahren 1945 und 1947 kam
es hier zu mehreren Waldbränden, die einige tausend
ha Wald vernichteten.
Während meiner Dienstzeit in
Weißwasser leitete ich u.a.
die Brandbekämpfung von
fünf großen Waldbränden im
Raum Weißwasser, die insgesamt 6.075 ha Waldbe-

Seite 23

www.magazin-spätlese.net

stand vernichteten. Darunter
waren drei Waldbrände im
Revier Hermannsdorf, welches direkt an die Stadt
Weißwasser heranreichte,
bei denen 136 ha Wald mit
besonderen Biotopen ein
Raub der Flammen wurden.
Auch im Mai 1992 machte
der Feuerteufel wieder von
sich reden. Verursacht durch
einen Blitzschlag, entstand
vor den Toren von Weißwasser, im Revier Hermannsdorf,
ein Waldbrand mit katastrophalen Folgen. Insgesamt
waren 1.300 ha Wald und
Wiesen vom Feuer betroffen.
Die Brandbekämpfung dauerte insgesamt über 14 Tage.
Ein WaldbrandfachsymposiTHEMA:

VON
UND

um für Feuerwehren am 12.
Mai 2012 in Weißwasser erinnerte nach 20 Jahren an
diesen Katastrophenwaldbrand. Freundlicher Weise
erhielt ich von den Organisatoren eine Einladung zu dieser Veranstaltung, die umrahmt wurde von einer Ausstellung mit Dokumenten
und Darstellungen zu diesem Waldbrand sowie einer
Technikpräsentation. In den
Fachreferaten wurden die
damalige Situation sowie die
Begleitumstände ins Gedächtnis gerufen und auch
gezogene Schlussfolgerungen aus heutiger Sicht kritisch beleuchtet. Insgesamt
war es eine gelungene Ver-

anstaltung, die wieder einmal deutlich machte, dass,
insbesondere bei Waldbränden größeren Ausmaßes, von den eingesetzten
Feuerwehren zur Brandbekämpfung äußerst viel abverlangt werden muss.
Nicht immer wird diesen
Leistungen und
der
Einsatzbereitschaft der
Feuerwehrmänner die nötige Anerkennung entgegen
gebracht.
Informationen zum Symposium finden Sie unter:
www.weisswasser.de/
node/1082

BUCHTIPPS

REISEABENTEUERN
SEELE

BIS

ZU

REDEWENDUNGEN

ÜBER

KÖRPER

von Ursula A. Kolbe

Foto: Buchverlage

Die Fußball-EM in Polen ist
gerade in die Sport-Annalen
eingegangen, hat aber sicher
bei vielen auch für später
Lust auf Land und Leute geweckt. So veröffentlichte
jüngst die polnische Zeitung
„Rzeczpospolita“ eine aktuelle Studie, laut der 81 Prozent
der ausländischen EM-Gäste
im Urlaub nach Polen zurückkehren wollen. Dazu kann ich
noch folgenden Tipp geben:
Auf zwei neue handliche Reiseführer „Polen on tour“ und
„Krakau“ möchte ich aufmerk-

sam machen.
Vor mir liegt auch ein Kinderbuch von FraunhoferForschern, was mich zuerst
deshalb neugierig machte,
weil dies sicher eher ungewöhnlich für deren Arbeit ist.
Sein Titel: „Romy, Julian und
der Superverstärker“.
Das weitere Buch „Dicker
Hals und Kalte Füße“ könnte
man eine Sprechstunde bei
Dr. Volksmund nennen. Medizin hat der Autor nicht studiert. Der Journalist hat eher
eine heitere Einführung in
die Psychosomatik gegeben.
Und wenn ein Arzt auf einem Mediziner-Kongress
zu seinem Kollegen geäußert hat, immer wenn er
diesen Quatsch mit der
Psychosomatik höre, drehe sich ihm der Magen
um, kann ich ihm nach Lesen der rund 220 Seiten
nur widersprechen.

Polyglott on tour
- Polen
Die Verheißungen klingen
toll: Spannende Ausflüge,
tolles Essen, die breitesten
Sandstrände Europas…
Gern wird ja alles in Superlativen gepriesen. Da hilft
nur eines, selbst auf Reisen
gehen.
Das Büchlein schlägt die 33
schönsten Touren vor: Von
der Ostseeküste, Polens
Mitte mit Warschau, Schle-

Foto: Buchverlage

SPÄTLESE

Romy, Julian und
der Superverstärker
Als ich dieses Buch in der

Foto: Buchverlage

Hand hielt, dachte ich
gleich an meinen Enkel Lion, der jetzt im September
zehn wird. Ich stellte mir
natürlich auch die Frage,
was Forscher wie die von
der renommierten Fraunhofer-Gesellschaft bewegt,
ein Kinderbuch zu schreiben. Eine doch wohl eher
ungewöhnliche Idee in deren Umfeld.
Dann verstand ich das
Grundanliegen der Autoren
Cally Stronk und Steffen
Herzberg. Sie wollten eine
spannende Abenteuergeschichte zu Papier bringen
und so gestalten, dass
Lust auf Schmökern
kommt, dass die aufgeschriebenen Experimente
und Erklärungen von Wissenschaftlern zum Nachdenken, zum Mitmachen
anregen.
Weiter gedacht, haben sie

Seite 24

den auch bei ihnen dringend benötigten Nachwuchs vor Augen. Sie wollen bei Jungs wie Mädchen
noch mehr Interesse für die
natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fächer wecken. Ich glaube, das ist
ihnen ganz gut gelungen.
Wenn Eltern oder Geschwister wenig Zeit haben,
Opa und Oma aber meist,
können sie sich gemeinsam
auf die Suche machen und
dem nachgehen, wie z.B.
eine Solarzelle funktioniert,
Häuser oder Autos miteinander sprechen.
Diese anschaulich geschriebene Geschichte mit
vielen spannenden Rätseln,
Spielen und Experimenten
ist für kleine und große Forscher im Alter von fünf bis
elf Jahren gedacht.

ergründet, wo der Volksmund
Recht hat und wo er irrt, stellt
Fragen wie „Was passiert im
Körper, wenn das Herz vor
Freude hüpft“ oder „bis zum
Halse schlägt“.
Für dieses Buch wurde der
Autor mit dem diesjährigen
Publizistik-Preis der Stiftung
Gesundheit geehrt. JuryVorsitzender Prof. Dr. Dirk A.
Loose dazu: „Spannend ist
es, wie viel Wissen um Kör-

Herausgeber: Fraunhofer
Gesellschaft/KLETT MINT
GmbH
In gut sortierten Buchläden
oder Online im Handel

per und Geist in den vielen
Redensarten liegt, die da
meist unbedacht gesprochen
wurden.“ Doch „beim Lesen
tritt immer wieder Überraschendes, Neues und Ungewöhnliches zutage. Dabei
springt die schalkhafte Freude des Autors am Entlarven
sogleich auf den Leser über“.
Was ich für mich bekräftigen
kann. Meine nächsten Geschenke für Freunde sind gesichert.

DICKER Hals und KALTE
Füße
Was Redensarten über
Körper und Seele verraten
Ja, diese heitere Einführung in die Psychosomatik
könnte man durchaus als
eine Sprechstunde bei Dr.
Volksmund bezeichnen.
Der Autor Walter Schmidt

Foto: Bernd Buchverlage

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Die Spätlese ist das erste Seniorenmagazin aus Marzahn-Hellersorf im Internet. Ehrenamtliche Autorinnen und Autoren schreiben
lesenswerte Texte, die aus dem Leben gegriffen sind und persönliche Hintergründe haben. Ernste und auch humorvolle Geschichten,
Reiseberichte und Beschreibungen von Erlebnissen - für jeden ist etwas dabei. Seit Januar 2008 erschienen 20 Ausgaben des Online
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